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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Halbleiteranordnung gemäß den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
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Gattungsgemäße Halbleiteranordnungen
mit erster und zweiter Anschlusszone und Kanalzone vom selbem Leitungstyp
sind zum Beispiel sogenannte ACCUFET (Accumulation-Mode-Field-Effect-Transistor) wie sie
in dem Artikel "The
Accumulation-Mode-Field-Effect-Transistor:
A new ultralow on-resistance MOSFET" von B. Jayant Baliga in IEEE ELECTRON
DEVICE LETTERS, Vol. 13, No. 8, August 1992, beschrieben sind.
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Die
US-Patentschrift
US 5,844,273 beschreibt
einen derartigen ACCUFET mit einer n-dotierten, im Bereich einer
Rückseite
eines Halbleiterkörpers
angeordneten Drain-Zone als erster Anschlusszone, einem im Bereich
einer Vorderseite des Halbleiterkörpers angeordneten n-dotierten
Source-Zone als zweiter Anschlusszone und einer zwischen der Source-Zone
und der Drain-Zone ausgebildeten schwach n-dotierten Kanalzone.
Eine Gate-Elektrode als Steuerelektrode des ACCUFET erstreckt sich
in vertikaler Richtung des Halbleiterkörpers benachbart zu gegenüberliegenden
Seiten der schwach n-dotierten Kanalzone zwischen der Source-Zone
und der Drain-Zone. Bei Anlegen einer Spannung zwischen der Drain-Zone
und der Source-Zone fließt
ein Strom in vertikaler Richtung des Halbleiterkörpers in der Kanalzone. Bei
Anlegen eines negativen Ansteuerpotentials an die Gate-Elektrode
wird ein leitender Kanal in der Kanalzone zwischen der Drain- und
Source-Zone abgeschnürt
und der ACCUFET sperrt. Maßgeblich
für die
Spannungsfestigkeit eines derartigen ACCUFET sind unter anderem
die Dicke einer die Gate-Elektrode umgebenden Isolationsschicht.
Bei dem ACCUFET gemäß der genannten
US 5, 844, 273 weist die Drain-Zone neben einem stark n-dotierten
Bereich einen schwächer
n-dotierten Bereich im Anschluss an die Kanalzone und die Gate-Elektrode
auf. Der durch den schwächer
dotierten Bereich der Drain-Zone bestimmte Abstand zwischen der
Kanalzone, bzw. der Gate-Elektrode, und dem stärker dotierten Bereich der
Drain-Zone bestimmt unter anderem die Spannungsfestigkeit des Bauteils.
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Damit
ist, im Hinblick auf die Spannungsfestigkeit, bei dem bekannten
ACCUFET dessen minimale Höhe
in vertikaler Richtung des Halbleiterkörpers bestimmt durch die Abmessungen
der Gate-Elektrode
in vertikaler Richtung des Halbleiterkörpers, und gegebenenfalls die
Abmessungen des schwächer
dotierten Bereichs der Drain-Zone in vertikaler Richtung. Einen
erheblichen Raum des Halbleiterkörpers
nimmt bei dem bekannten ACCUFET der stark dotierte Bereich der Drain-Zone
ein, der von einer Rückseite
des Halbleiterkörpers
bis an die Kanalzone, bzw. den schwächer dotierten Bereich der Drain-Zone
reicht. Seine Abmessungen in vertikaler Richtung sind damit bestimmt
durch die Abmessungen des Halbleiterkörpers in vertikaler Richtung
abzüglich
der Abmessungen der Gate-Elektrode und der durch die gewünschte Spannungsfestigkeit
vorgegebenen Abmessungen in vertikaler Richtung des schwächer dotierten
Bereichs der Drain-Zone. Für ein
sicheres Funktionieren des ACCUFET würde vielfach eine wesentlich
geringere "Höhe" der Drain-Zone,
bzw. von deren stark dotiertem Bereich, genügen. Bei den bekannten Bauelementen
nimmt die Drain-Zone damit einen erheblichen Volumenanteil des zur
Verfügung
stehenden Halbleiterkörpers
ein, der im Wesentlichen ungenutzt bleibt.
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Die
EP 0 923 132 A1 beschreibt
einen als SOI-Bauelement ausgebildeten ACCUFET. Bei diesem Bauelement
sind eine erste und eine zweite Anschlusszone und eine zwischen
den Anschlusszonen angeordnete Kanalzone auf eine Isolationsschicht angeordnet,
die wiederum auf einem Halbleitersubstrat angeordnet ist. Eine Steuerelektrode
ist isoliert gegenüber
der Kanalzone oberhalb dieser Kanalzone angeordnet.
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Ziel
der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Halbleiteranordnung
gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 zur Verfügung
zu stellen, mit der eine höhere
Packungsdichte erzielt werden kann, das heißt, bei der in dem Halbleiterkörper mehr
mittels Feldeffekt steuerbare Bauelemente mit ersten und zweiten
Anschlusszonen und Kanalzonen desselben Leitungstyps und Steuerelektroden
zur Ansteuerung untergebracht werden können. "Mehr Bauelemente" bedeutet in diesem Zusammenhang auch mehr
gleichartig aufgebaute Zellen eines Bauelements, deren jeweilige
Anschluss- und Kanalzonen gemeinsam verschaltet sind.
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Diese
Ziel wird durch eine Halbleiteranordnung gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs
1 erreicht. Danach erstrecken sich die erste Anschlusszone, die
zweite Anschlusszone und die Steuerelektrode derart in vertikaler
Richtung des Halbleiterkörpers,
dass sich bei Anlegen einer Spannung zwischen der ersten und zweiten
Anschlusszone ein Strompfad in der Kanalzone in lateraler Richtung
des Halbleiterkörpers
ausbildet.
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Die
Eigenschaften der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung,
insbesondere im Hinblick auf deren Spannungsfestigkeit, sind unter
anderem bestimmt durch die Dicke der Isolationsschicht der Steuerelektrode,
die Länge
der Kanalzone in lateraler Richtung des Halbleiterkörpers und
gegebenenfalls die Abmessungen eines schwächer dotierten Bereichs der
ersten Anschlusszone zwischen der Kanalzone und einem stärker dotierten
Bereich der ersten Anschlusszone.
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Die
Abmessungen des Querschnitts der Kanalzone quer zu der Stromrichtung
beeinflussen die Leitfähigkeit
des in der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung
ausgebildeten Bauelements. Die ersten und zweiten Anschlusszonen,
die Kanalzone und die Steuerelektrode können sich bei der erfindungsgemäßen Anordnung
in vertikaler Richtung des Halbleiterkörpers nahezu beliebig weit – nur begrenzt durch
dessen Höhe-
in den Halbleiterkörpers
hinein erstrecken. Dadurch lässt
sich der Querschnitt der Kanalzone vergrößern ohne die Spannungsfestigkeit des
in der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung ausgebildeten
Bauelementes, die durch dessen Abmessungen in lokaler Richtung beeinflusst
ist, zu beeinflussen. Bei der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung kann
ein größerer Teil
des Halbleiterkörpers als
nach dem Stand der Technik als Kanalzone genutzt werden.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Die
Steuerelektrode ist vorzugsweise plattenförmig ausgebildet, wobei ihre
Längserstreckung in
einer ersten lateralen Richtung des Halbleiterkörpers und in vertikaler Richtung
des Halbleiterkörpers wesentlich
größer ist
als in einer zweiten lateralen Richtung des Halbleiterkörpers quer
zu der ersten lateralen Richtung. Die plattenförmig entlang der Kanalzone,
bzw. zu beiden Seiten der Kanalzone, ausgebildete Steuerelektrode
erfordert einen geringen Raumbedarf in dem Halbleiterkörper damit
erhöht sich
zusätzlich
die erreichbare Packungsdichte, das heißt, die Anzahl der in einem
vorgegebenen Halbleiterkörper
realisierbaren mittels Feldeffekt steuerbaren Bauelemente nimmt
zu.
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Vorzugsweise
erstrecken sich die erste Anschlusszone, die zweite Anschlusszone,
die Kanalzone und die Steuerelektrode von einer Vorderseite des
Halbleiterkörpers
in dessen vertikaler Richtung bis annäherungsweise an dessen Rückseite,
um den Halbleiterkörper
nahezu vollständig
für ein
steuerbares Bauelement zu nutzen.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
ist vorgesehen, dass eine Steuerelektrode jeweils zwei ersten Anschlusszonen
gemeinsam ist, wobei sich die Steuerelektrode von einer der beiden
ersten Anschlusszonen zu der anderen der beiden ersten Anschlusszonen
benachbart zu der zweiten Anschlusszone und der Kanalzone erstreckt.
Diese Maßnahme trägt zusätzlich zu
einem Raumgewinn bei und erhöht
die Anzahl der Bauelemente, bzw. der Zellen eines Bauelements, die
in dem Halbleiterkörper
untergebracht werden können.
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Vorzugsweise
ist die zweite Anschlusszone von einer Vorderseite des Halbleiterkörpers und
die erste Anschlusszone von einer Rückseite des Halbleiterkörpers kontaktierbar.
Bei einer Ausführungsform
mit mehreren gleichartig aufgebauten Zel len ist zur Kontaktierung
der ersten Anschlusszonen der einzelnen Zellen im Bereich der Rückseite
des Halbleiterkörpers
eine dotierte Schicht des ersten Leitungstyps angeordnet, deren
Dotierstoffkonzentration vorzugsweise der Dotierstoffkonzentration
der ersten Anschlusszonen entspricht, und die mit den vertikal verlaufenden
ersten Anschlusszonen verbunden ist. Auf diese rückseitig angeordnete Schicht
ist vorzugsweise eine Metallschicht aufgebracht, die an ein Versorgungspotential
für die
erste Anschlusszone anschließbar
ist.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
ist vorgesehen, in die vertikal verlaufenden ersten Anschlusszonen
und die vertikal verlaufenden zweiten Anschlusszonen Bereiche aus
einem gut elektrisch leitenden Material, vorzugsweise aus Polysilizium oder
einem Metall, einzubringen. Diese gut elektrisch leitenden Bereiche,
die vorzugsweise an jeweilige Versorgungspotentiale für die ersten
und zweiten Anschlusszonen angeschlossen sind, bewirken, dass das
jeweilige Potential in vertikaler Richtung der ersten und zweiten
Anschlusszonen annäherungsweise konstant
ist.
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Die
vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
in Figuren näher erläutert. Es
zeigen:
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1 eine
erfindungsgemäße Halbleiteranordnung
gemäß einer
ersten Ausführungsform
in seitlicher Schnittdarstellung (1a), in
einer Schnittdarstellung in Draufsicht (1b) und
in einer perspektivischen Schnittdarstellung (1c);
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2 erfindungsgemäße Halbleiteranordnungen
gemäß einer
zweiten Ausführungsform
in seitlicher Schnittdarstellung;
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3 erfindungsgemäße Halbleiteranordnung
gemäß einer
dritten Ausführungsform
in seitlicher Schnittdarstellung;
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4 erfindungsgemäße Halbleiteranordnung
gemäß einer
vierten Ausführungsform
in seitlicher Schnittdarstellung.
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In
den Figuren bezeichnen, sofern nicht anders angegeben, gleiche Bezugszeichen
gleiche Teile und Bereiche mit gleicher Bedeutung.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand eines ACCUFET näher erläutert. Eine
Drain-Zone entspricht dabei der ersten Anschlusszone, eine Source-Zone
der zweiten Anschlusszone und eine Gate-Elektrode der Steuerelektrode.
Die anhand eines n-leitenden
Halbleiterkörpers
vorgenommene Erläuterung
gilt entsprechend für
einen p-leitenden Halbleiterkörper.
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1a zeigt
einen Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung in
seitlicher Schnittdarstellung. Eine Draufsicht auf den Ausschnitt
nach 1a ist in 1b dargestellt.
Weiterhin zeigt 1c den in 1a strichpunktiert
eingezeichneten Abschnitt A in perspektivischer Darstellung.
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Die
erfindungsgemäße Halbleiteranordnung weist
einen, in dem vorliegenden Fall n-dotierten, Halbleiterkörper 1 auf,
in dem unterschiedlich stark dotierte Bereiche ausgebildet sind.
Zur Bildung eines ACCUFET weist der Halbleiterkörper wenigstens eine stark
n-dotierte Drain-Zone 10, 12, wenigstens eine
stark n-dotierte Source-Zone 20, 22, 24, 26 und zwischen
den Source- und den Drain-Zonen ausgebildete schwach dotierte Kanalzonen 301, 302, 303, 304, 305, 306, 307, 308.
Die Kanalzonen 301-308 in 1 sind die
zwischen den Source- und Drain-Zonen 20, 22, 24, 26; 10, 12 liegenden
Abschnitte eines schwach dotierten Bereichs 30 des Halbleiterkörpers 1,
der die Source- und Drain-Zonen 20-26; 10, 12 umgibt.
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Benachbart
zu der zwischen der Source-Zone 20, 22, 24, 26 und
der Drain-Zone 10, 12 ausgebildeten Kanalzone 301-308 ist
je weils eine Gate-Elektrode 50, 52, 54 angeordnet,
die gegenüber
dem Halbleiterkörper 1 mittels
einer Isolationsschicht 40, 42, 44 isoliert
ist.
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Die
Anordnung nach 1 zeigt einen ACCUFET mit einer
Anzahl gleichartig aufgebauter Zellen auf, die jeweils eine Drain-Zone 10, 12 und
eine Source-Zone 20-26 mit dazwischen ausgebildeter Kanalzone 301-308 aufweisen.
Jede der Zellen funktioniert dabei wie ein ACCUFET, und weist einen
mittels Feldeffekt steuerbaren Kanal in der jeweiligen Kanalzone 301-308 auf,
wobei sich mit steigender Anzahl derartiger Zellen, der in dem ACCUFET
steuerbare Kanal vergrößert und
dadurch dessen Fähigkeit
große
Ströme
aufzunehmen zunimmt. Die strichpunktierte Linie B in 1b zeigt
den Umriss einer Zelle in Draufsicht. Ebenso veranschaulicht die strichpunktierte
Linie B in 1c die Abmessungen einer Zelle
in perspektivischer Ansicht. Aus Platzgründen sind die Gate-Elektroden 50, 52, 54, 58,
die Drain-Zonen 10, 12, die Kanalzonen 301-308 und
die Source-Zonen 20-26 mehreren Zellen gemeinsam. Wie
am besten aus der Draufsicht in 1b ersichtlich
ist, ist eine Gate-Elektrode 50, 52, 54 jeweils
vier Zellen, eine Kanalzone 301-308 und eine Source-Zone 20, 22, 24, 26 jeweils
zwei Zellen gemeinsam. Die Drain-Zonen 10, 12 sind
in dem gezeichneten Ausschnitt jeweils sechs Zellen gemeinsam. 1b zeigt
nur einen Ausschnitt, tatsächlich
wiederholt sich die dargestellte Struktur in 1b nach
links, rechts, oben und unten.
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Erfindungsgemäß erstrecken
sich die Source-Zonen 20, 22, 24, 26 und
die Drain-Zonen 10, 12 ausgehend von einer Vorderseite 4 des
Halbleiterkörpers 1 in
vertikaler Richtung in den Halbleiterkörper, wobei die Abmessungen
der Source-Zonen 20-26 und der Drain-Zonen 10, 12 in
einer lateralen Richtung des Halbleiterkörpers 1 klein gegenüber deren Ausdehnung
in vertikaler Richtung des Halbleiterkörpers 1 sind. Die
Gate-Elektroden 50, 52, 54 sind
in dem Ausführungsbeispiel
plattenförmig
ausgebildet und erstrecken sich ebenfalls ausgehend von der Vorderseite 4 des
Halbleiterkörpers 1 im
Wesentlichen in vertikaler Richtung in den Halbleiterkörper 1, wobei
die Abmessung der Gate-Elektroden 50, 52, 54, 58 in
vertikaler Richtung des Halbleiterkörpers 1 und in einer
ersten von den Drain-Zonen 10, 12 zu den Source-Zonen 20, 22, 24, 26 verlaufenden
lateralen Richtung des Halbleiterkörpers 1 groß ist gegenüber der
Ausdehnung in einer zweiten lateralen Richtung des Halbleiterkörpers 1 quer
zu der ersten lateralen Richtung.
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In
dem Ausführungsbeispiel
erstrecken sich die Gate-Elektroden 50, 52, 54, 58 jeweils
von einer ersten Drain-Zone 10 zu einer zweiten Drain-Zone 12,
wobei zwischen den Gate-Elektroden 50, 52, 54 die
Source-Zonen 20, 22, 24, 26 angeordnet
sind und wobei die Kanalzonen 301-308 zwischen
den Gate-Elektroden 50, 52, 54 ausgebildet
sind.
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Die
Drain-Zonen 10, 12 sind über Drain-Anschlüsse D, deren
bauliche Ausgestaltung aus Gründen
der Übersichtlichkeit
in 1a nicht näher
dargestellt ist, an ein gemeinsames Drain-Potential angeschlossen.
Ebenso sind die Source-Zonen 20 bis 26 über Source-Anschlüsse S, deren
bauliche Ausgestaltung nicht näher
dargestellt ist, an ein Source-Potential angeschlossen. Und die
Gate-Elektroden sind über
Gate-Anschlüsse G, deren
bauliche Ausgestaltungen nicht dargestellt ist, an ein gemeinsames
Gate-Potential angeschlossen.
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Bei
Anlegen einer Spannung zwischen den Drain-Zonen 10, 12 und
den Source-Zonen 20, 22, 24, 26 fließt ein Strom
in lateraler Richtung des Halbleiterkörpers in den Kanalzonen zwischen
den Drain- und Source-Zonen 10, 12; 20, 22, 24, 26.
Bei Anlegen eines negativen Potentials an die Gate-Elektroden 50, 52, 54 wird
der Strompfad in den Kanalzonen 301-308 abgeschnürt und der
ACCUFET sperrt. Wie in den 1a und 1c durch
den gestrichelt eingezeichneten Umriss einer der Source-Zonen 20 deutlich
gemacht ist, reichen die Source-Zonen 20-26 in
vertikaler Richtung nicht so weit in die Tiefe des Halbleiterkörpers 1 wie
die Gate-Elektroden 50, 52, 54, um sicherzustellen,
dass der sich bei Anlegen des negativen Potentials ausbildende Sperrbereich die
Source-Zone 20, 22, 24, 26 vollständig umgibt und
der ACCUFET sicher sperrt.
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Eine
wesentliche Eigenschaft des ACCUFET ist dessen Spannungsfestigkeit,
die unter anderem durch die Länge
der Kanalzonen 301-308 zwischen den Source-Zonen 20-26 und
den Drain-Zonen 10, 12 und
die Dicke der die Gate-Elektroden 50-54 umgebenen
Isolationsschicht 40-44 bestimmt ist. Die Spannungsfestigkeit
ist bei dem ACCUFET gemäß 1 dadurch
erhöht,
dass die Drain-Zonen 10, 12 neben stark n-dotierten
Bereichen 10A, 12A schwächer n-dotierte Bereiche 10B, 12B aufweisen,
die zwischen den Kanalzonen 301-308 und den stark
dotierten Bereichen 10A, 12A der Drain-Zonen 10, 12 angeordnet
sind. Die Spannungsfestigkeit des ACCUFET ist dabei durch die Abmessungen
der schwächer
dotierten Bereiche 108, 128 in lateraler Richtung des
Halbleiterkörpers 1 zwischen
den Source-Zonen 20-26 und
den stark dotierten Bereichen 10A, 12A der Drain-Zonen 10, 12 beeinflusst.
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Die
Dimensionierung der Kanalzonen 301-308, der Gate-Elektroden 50, 52, 54,
der Drain-Zonen 10, 12 und der Source-Zonen 20, 26 in vertikaler
Richtung des Halbleiterkörpers 1 hat
keine Auswirkungen auf die Spannungsfestigkeit des ACCUFET, beeinflusst
jedoch die Fähigkeit
des ACCUFET Strom aufzunehmen. Je größer der Kanalquerschnitt ist,
um so besser leitet der ACCUFE, bzw. um so mehr Strom kann er aufnehmen.
Die erfindungsgemäße Halbleiteranordnung
ermöglicht
den Querschnitt der Kanalzone 301-308 dadurch
zu erhöhen, dass
die Kanalzone 301-308 zwischen den Gate-Elektroden 52, 54, 56 in
vertikaler Richtung des Halbleiterkörpers 1 in die Tiefe
geht und dass sich die Drain- und Source-Zonen 10, 12, 20-26 entlang
der Kanalzone ebenfalls in vertikaler Richtung in den Halbleiterkörper 1 erstrecken,
um über
den gesamten Querschnitt der Kanalzone 301-308 einen
Stromfluss von den Drain-Zonen 10, 12 zu
den Source-Zonen 20-26 zu ermöglichen.
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Dadurch
ermöglicht
die erfindungsgemäße Ausgestaltung
des ACCUFET ermöglicht,
den Halbleiterkörper 1 in
vertikaler Richtung annäherungsweise
vollständig
zu nutzen. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass gegenüber dem
Stand der Technik weniger Zellen erforderlich sind, um eine gewünschte Leitfähigkeit
des ACCUFET zu erhalten, bzw. dass in einem vorgegebenen Halbleiterkörper mehr
Zellen eines ACCUFET untergebracht werden können.
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In 1 sind
Abstände
D1, D2, D3, D4 eingezeichnet, anhand derer eine beispielhafte Dimensionierung
des erfindungsgemäßen ACCUFET
erläutert
werden soll. D1 bezeichnet die Abmessung der Kanalzonen 301-308 in
lateraler Richtung des Halbleiterkörpers zwischen der Drain-Zone 10 und
der Source-Zone 20, wobei dieser Abstand vorzugsweise etwa
2 bis 3μm
beträgt.
D2 bezeichnet die Dicke der Kanalzone 301-308 zwischen
den Gate-Elektroden 50 bis 54 bzw. den Isolationsschichten 40 bis 44 der
Gate-Elektroden 50 bis 54. Der Abstand D2 beträgt vorzugsweise
zwischen 0,5μm
und 1,0μm.
D3 bezeichnet die Ausdehnung der Drain-Zone 10, 12 in vertikaler
Richtung, die vorzugsweise 20 bis 50μm beträgt. Der für die Spannungsfestigkeit unter
anderem maßgebliche
Abstand D4 zwischen der Gate-Elektrode 50 und dem stark
dotierten Bereich 10A der Drain-Zone 10 beträgt vorzugsweise
etwa 5μm
oder mehr. Bei einem Abstand von 5μm kann etwa eine Spannungsfestigkeit
von 50V erzielt werden.
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Der
stark dotierte Bereich 10A, 12A der Drain-Zone 10, 12 weist
eine erste Dotierstoffkonzentration auf, die vorzugsweise mehr als
1018cm-3 beträgt. Eine
vierte Dotierstoffkonzentration des schwächer dotierten Bereichs 10B, 12B der
Drain-Zone 10, 12 beträgt vorzugsweise etwa 5·1015cm-3. Die Source-Zone 20-26 weist
eine dritte Dotierstoffkonzentration auf, die vorzugsweise ebenfalls
im Bereich der ersten Dotierstoffkonzentration der Drain-Zone 10A, 12A liegt.
Eine dritte Dotierstoffkonzentration des Sperrbereichs 30 liegt
vorzugsweise bei weniger als 1014cm-3.
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2 zeigt
eine zweite Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung,
bei der die Drain-Zonen lediglich einen stark dotierten Bereich 10A, 12A aufweisen.
Aus 2 wird deutlich, dass sich beiderseits der Drain-Zonen 10A, 12A Gate-Elektroden 50, 58 anschließen können, was
zur Erhöhung
der Packungsdichte in dem Halbleiterkörper beiträgt.
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1 zeigt
einen schwach dotierten (n--dotierten) Halbleiterkörper, in
den die Source-Zonen 20-26 und die Drain-Zonen 10, 12 eingebracht
sind. Die zwischen den Gate-Elektroden 50-54 bzw.
den Source-Zonen 20-26 und den Drain-Zonen 10, 12 befindlichen
Abschnitte des Halbleiterkörpers
bilden dabei die Kanalzonen 301-308 des ACCUFET
bzw. der einzelnen Zellen des ACCUFET.
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Bei
dem in 3 dargestellten Ausführungsbeispiel erstrecken sich
die Drain-Zonen 10, 12 von Vorderseite 4 des
Halbleiterkörpers 1 in
vertikaler Richtung bis an die Rückseite 2 des
Halbleiterkörpers 1,
um die Höhe
des Halbleiterkörpers 1 nahezu
vollständig
für den
ACCUFET nutzen zu können.
Die Gate-Elektrode 50 erstreckt sich bis nahezu an die Rückseite 4 des
Halbleiterkörpers 1,
Gleiches gilt für die
Source-Zone 20. Der zwischen den Drain-Zonen 10, 12,
der Source-Zone 20 und den Gate-Elektroden 50 ausgebildete
schwachdotierte Bereich 30 bildet die Kanalzone des ACCUFET.
Auf die Rückseite 4 des
Halbleiterkörpers 1 ist
eine Kontaktschicht 90 zum Anlegen eines Drain-Potentials
an die Drain-Zone 10, 12 aufgebracht. Diese Ausführungform
ermöglicht
eine Kontaktierung der Source-Zone 20 über eine, bauartlich nicht
näher dargestellte,
Source-Elektrode S und der Gate-Elektrode 50 über einen nicht
näher dargestellten
Gate-Anschluss G über
die Vorderseite 2 des Halbleiterkörpers 1 und das Anschließen der
Drain-Zone 10, 12 über die Rückseite 4 des Halbleiterkörpers 1.
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4 zeigt
eine weitere Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Halbleiteranordnung.
Bei dieser Halbleiteranordnung ist zum Einen eine stark dotierte
Schicht 14 im Bereich der Rückseite 2 des Halbleiterkörpers 1 angeordnet,
wobei die Dotierstoffkonzentration der Schicht 14 vorzugsweise
der Dotierstoffkonzentration der Drain-Zonen 10, 12 entspricht
und wobei die Schicht 14 mit den Drain-Zonen 10, 12 verbunden
ist. Auf die Schicht 14 ist eine Kontaktschicht 90,
vorzugsweise aus Metall, aufgebracht, über welche die Drain-Zonen 10, 12 an
ein an die Kontaktschicht 90 angelegtes Drain-Potential
gelegt werden können.
In die Drain-Zonen 10, 12 sind weiterhin Bereiche 80, 82 aus
einem gut elektrisch leitenden Material, vorzugsweise einem Metall
oder einem Polysilizium, eingebracht, wobei diese gut leitenden
Bereiche 80, 82 bewirken, dass das Drain-Potential
in den Drain-Zonen 10, 12 in vertikaler Richtung über die
gesamte Länge
der Bereiche 10, 12 wenigstens annäherungsweise
konstant ist. Aus demselben Grund ist in die in 4 gestrichelt
dargestellte Source-Zone 20 ein gut elektrisch leitender Bereich 84 eingebracht,
der nach oben an eine Kontaktschicht 86 zum Anlegen eines
Source-Potentials angeschlossen
ist. Die Kontaktschicht 86 ist durch eine Isolationsschicht 95 gegenüber der
Vorderseite 2 des Halbleiterkörpers isoliert.
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- 1
- Halbleiterkörper
- 2
- Vorderseite
des Halbleiterkörpers
- 4
- Rückseite
des Halbleiterkörpers
- 10,12
- Drain-Bereich
- 10a,
12a
- stark
dotierte Zone des Drain-Bereichs
- 10b,
12b
- Schwächer dotierte
Zone des Drain-Bereichs
- 20,
22, 24, 26
- Source-Bereich
- 30
- Sperrbereich
- 40,
42, 44
- Isolationsschichten
- 50,
52, 54, 58
- Gate-Elektrode
- 80,
82, 84
- gut
elektrisch leitende Bereiche
- 86,
90
- Kontaktschicht
- 95
- Isolationsschicht
- G
- Gate-Anschluss
- S
- Source-Anschluss
- D
- Drain-Anschluss
- N,
n+, n-
- Dotierung
der jeweiligen Bereiche des Halbleiterkörpers