DE10014830A1 - Vorrichtung zum Wandeln von Licht mit einer Polarisation P¶E¶ in Licht mit einer vorgegebenen Polarisation P¶A¶ - Google Patents
Vorrichtung zum Wandeln von Licht mit einer Polarisation P¶E¶ in Licht mit einer vorgegebenen Polarisation P¶A¶Info
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Abstract
Um das Anpassen einer zeitlich schwankenden Polarisation an einen vorbestimmten Polarisationszustand zu vereinfachen, wird eine Vorrichtung zum Wandeln der Polarisation von Licht vorgeschlagen, die kostengünstig hergestellt und mit minimalem Aufwand betrieben werden kann. Hierzu weist die Vorrichtung einen Eingang (E) zum Empfangen von Licht mit einer beliebigen Polarisation P¶E¶ sowie einen ausgang (A) zum Abgeben von Licht mit einer vorgegebenen Polarisation P¶A¶ auf. Eine Einrichtung (PBS) teilt das empfangene Licht in unterschiedlich polarisierte Lichtanteile auf, wobei einer der Lichtanteile eine Einrichtung (P¶1¶, P¶2¶) zum Einstellen der Polarisation durchläuft. Die Lichtanteile werden in einer Einrichtung (C) wieder gekoppelt, wobei die Kopplung zur Ausgabe von Licht mit einer maximalen Ausgangsintensität einstellbar und dieses Licht mit der vorgegebenen Polarisation P¶A¶ an dem Ausgang (A) abgebbar ist. Auf diese Weise muss nur ein einziger physikalischer Parameter in Form der Kopplung der Lichtanteile zur Optimierung der erfindungsgemäßen Vorrichtung geregelt werden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Wandeln von Licht
mit einer beliebigen Polarisation in Licht mit einer
vorgegebenen Polarisation und ein Verfahren zu deren Betrieb.
Für die Nachrichtenübertragung über große Distanzen werden
heute fast ausschließlich photonische Netze eingesetzt. Dabei
ist zu beachten, dass die meisten hierfür verwendeten
optischen Bauelemente ein Übertragungsverhalten aufweisen,
das von der Polarisation abhängt bzw. die Polarisation des
Lichtes verändert. Die Einflüsse können statischer oder
dynamischer Natur sein, je nach dem ob die Effekte eine
Zeitabhängigkeit aufweisen oder nicht.
Beispielsweise wird bei der Transmission von Licht durch eine
verlegte optische Faser diese einer Polarisationsvariation
mit Zeitkonstanten von einer einhundertstel Sekunde bis in
den Stundenbereich unterworfen. Aus diesem Grund müssen die
in der Telekommunikation verwendeten optischen Komponenten
häufig polarisationsneutral ausgebildet sein oder es muß eine
derartige Polarisationsneutralität durch Aufspalten des
Lichtweges für die beiden orthogonalen Polarisationszustände
erreicht werden, was jedoch eine Verdopplung der optischen
Komponenten zur Folge hat und dementsprechend kostenintensiv
ist. Der Einsatz eines passiven Bauelementes, insbesondere
eines linear polarisierenden Analysators stellt zwar
einerseits einen vorgegebenen Polarisationszustand her, birgt
aber andererseits im ungünstigsten Fall die Gefahr des
vollständigen Verlustes der Lichtleistung.
Ein weiterer Lösungsansatz besteht in der Regelung des
Polarisationszustandes des Lichtes nach jeder Kabelstrecke
und vor polarisationsabhängigen Komponenten, wie
beispielsweise Filtern, Weichen, optischen Verstärkern und
interferometrischen Schaltern. Eine derartige Regelung des
Polarisationszustandes des Lichtes am Ende einer optischen
Kabelstrecke wird beispielsweise in der Patentanmeldung DE 198 33 312
beschrieben, wobei die Vorrichtung eine
Meßeinrichtung für den Polarisationszustand des Lichtes, eine
elektronische Regeleinheit und eine Polarisations-
Stelleinrichtung umfasst. Die beschriebene und alle anderen
bekannten aktiven Polarisationsmodulatoren weisen jedoch den
Nachteil auf, dass zumindest zwei physikalische Parameter
geändert werden müssen, um einen allgemeinen elliptischen
Polarisationszustand in einen fest vorgegebenen linearen
Polarisationszustand verlustfrei umzuwandeln.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung zum Wandeln der Polarisation von Licht in eine
vorgegebene Polarisation bereitzustellen, die einerseits
einfach und kostengünstig hergestellt werden kann und
andererseits das Anpassen einer zeitlich schwankenden
Polarisation an einen vorbestimmten Polarisationszustand
vereinfacht.
Dieses technische Problem löst die Erfindung mit einer
Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. mit einem
Verfahren zum Betrieb einer derartigen Vorrichtung nach
Anspruch 11.
Um auf einfache Weise den Polarisationszustand von Licht in
einen vorgegebenen Polarisationszustand, beispielsweise zum
Einkoppeln in eine bestimmte optische Komponente,
umzuwandeln, umfasst die Vorrichtung zum Wandeln der
Polarisation einen Eingang zum Empfangen von Licht mit einer,
in der Regel zeitlich variierenden Polarisation PE. Am
Ausgang liefert die Vorrichtung Licht mit einer vorgegebenen
Polarisation PA. Weiterhin ist eine Einrichtung zum Aufteilen
des empfangenen Lichtes in unterschiedlich polarisierte
Lichtanteile, sowie eine Einrichtung zum Einstellen der
Polarisation zumindest in einem der Lichtanteile vorgesehen.
In einer Kopplungsvorrichtung werden Lichtanteile wieder
zusammengeführt, wobei die Kopplung zur Ausgabe von Licht mit
einer maximalen Ausgangsintensität einstellbar ist und dieses
Licht mit einer vorgegebenen Polarisation PA an dem Ausgang
der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgebbar ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Zum Aufteilen des empfangenen Lichtes kann die
erfindungsgemäße Vorrichtung einen polarisierenden
Strahlteiler aufweisen, welcher das auf ihn fallende Licht in
zwei zueinander senkrecht linear polarisierte Anteile
aufteilt.
Die Einrichtung zum Einstellen der Polarisation zumindest in
einem Teil des empfangenen Lichtes kann je nach
Ausführungsform eine Polarisationsstelleinrichtung nach dem
Stand der Technik umfassen. Besonders vorteilhaft ist es,
wenn die Polarisationsstelleinrichtung mittels eines Berry-
Phasenrotators aufgebaut ist, der die Polarisation eines
linear polarisierten Lichtstrahls um 90 Grad drehen kann.
Gegenüber einem λ/2 Plättchen weist der Berry-Phasenrotator
den Vorteil auf, dass er wellenlängenunabhängig arbeitet.
Vorliegend wandelt er die Polarisation des einen Strahls in
die Polarisation des zweiten Strahls verlustfrei um.
Um die beiden Lichtanteile wieder zusammenzuführen, umfasst
die Einrichtung zum Koppeln des Lichtes zwei Eingänge, welche
jeweils einen der Anteile des Lichtes, d. h. einen Lichtstrahl
empfangen. Um die Kopplung definiert einstellen zu können,
ist vor einem der beiden Eingänge ein Phasenmodulator
angeordnet, welcher von den zugeordneten Anteilen des Lichtes
vor dem Eintritt in die Einrichtung zum Koppeln von
Lichtanteilen durchlaufen wird.
Zur Ausgabe des Lichtes und zum Einstellen der Kopplung weist
die Einrichtung zum Koppeln des Lichtes zwei Ausgänge auf,
wobei dem ersten Ausgang ein lichtempfindlicher Detektor
nachgeschaltet ist, welcher wenigstens ein Signal zum
Ermitteln zumindest eines Ansteuersignals für den
Phasenmodulator abgibt und an dem zweiten Ausgang das Licht
mit der vorgegebenen Polarisation PE ausgebbar ist.
Zum Ermitteln zumindest eines Ansteuersignals für den
Phasenmodulator kann die Vorrichtung eine Einrichtung zum
Erzeugen wenigstens eines Steuersignals aufweisen, wobei
diese Einrichtung eingangsseitig mit dem Detektor und
ausgangsseitig mit dem Phasenmodulator verbunden ist.
Zum Einstellen der Kopplung der Lichtanteile in der
Kopplungseinrichtung ist die Modulation der Phase in einem
der Lichtanteile einstellbar, wobei bei einer optimierten
Kopplung die Lichtintensität des am zweiten Ausgang
abgegebenen Lichtes mit der vorgegebenen Polarisation PE
maximiert ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat demnach
gegenüber anderen Polarisationsmodulatoren den Vorteil, dass
nur ein einziger physikalischer Parameter, hier die Phase in
einem der Lichtstrahlen eingestellt werden muß. Zur
Bereitstellung einer Wechselwirkung der Lichtanteile in der
Kopplungseinrichtung kann diese ein polarisationserhaltender
Interferenzkoppler, beispielsweise ein
polarisationserhaltender Strahlteiler oder ein
polarisationserhaltender Faserkoppler sein. Demnach kann
durch das Einbringen einer Phasenschiebung in einen Teil des
Lichtes die Interferenzkopplung in der Kopplungseinrichtung
gesteuert werden. Durch eine Regelung auf eine minimale
Auskopplung von Licht aus dem ersten Ausgang der
Kopplungseinrichtung kann die Intensität des am zweiten
Ausgang der Kopplungseinrichtung abgegebenen Lichtes mit der
vorgegebenen Polarisation PA maximiert werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist ferner die
vorteilhafte Eigenschaft auf, dass unabhängig von der
Polarisation des Lichtes am Eingang der Vorrichtung
mindestens 50% der ankommenden Lichtleistung in Licht mit
der gewünschten Polarisation übergeführt und am Ausgang
abgegeben werden kann. Ein vollständiger Verlust, wie er
beispielsweise beim Einsatz eines linear polarisierenden
Analysators auftreten kann, wird vermieden. Zum Betrieb einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer Interferenz-
Kopplungseinrichtung muß kohärentes Licht zur Verfügung
stehen, was aber in Anbetracht der heutigen schmalbandigen
Laserquellen in der optischen Nachrichtenübertragungstechnik,
insbesondere in der Telekommunikation kein Problem darstellt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung läßt sich in einer Vielzahl
von Ausführungsformen ausbilden. Dies betrifft beispielsweise
eine Vorrichtung zum Wandeln der Polarisation von Licht,
welche auf einem optischen Tisch aufgebaut ist oder eine
Vorrichtung, die mittels der integrierten Optik hergestellt
ist.
Die Erfindung wird im Folgenden durch das Beschreiben einer
Ausführungsform unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
erläutert, wobei
Fig. 1 das Ausführungsbeispiel in seiner Gesamtheit in
einer Prinzipskizze, und
Fig. 2 bestimmte Einrichtungen des Ausführungsbeispiels im
Detail zeigt.
Die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Wandeln der Polarisation
von Licht in eine vorgegebene Polarisation ist zum Anordnen
hinter einer optischen Kabelstrecke ausgebildet. Die
erfindungsgemäße Vorrichtung dient dazu, zeitabhängige
Schwankungen der Polarisation aufzuheben, um das Licht mit
einer definierten Polarisation einer Verarbeitung oder einer
Weiterleitung zugängig zu machen.
Hierzu ist die optische Faserstrecke F1 an den Eingang E der
Vorrichtung angekoppelt. Dem Eingang folgt eine Einrichtung
SPW, in welchem das einfallende Licht polarisationsabhängig
aufgeteilt und in einem Teil des Lichtes deren Polarisation
so geändert wird, dass die Polarisationen der Lichtanteile an
beiden Ausgängen der Einrichtung gleich sind. Glasfaser
geführt werden beide Lichtanteile einem Faserkoppler C
zugeführt. Vor dem Eintritt in den Faserkoppler wird einer
der beiden Lichtstrahlen einer Phasenmodulation in einem
Modulator M unterworfen. Die als polarisationserhaltender
Interferenzkoppler ausgebildete Einrichtung C weist einen
ersten Ausgang CA1 und einen zweiten Ausgang CA2 auf, wobei
der zweite Ausgang mittels einer Faser F4 an den Ausgang A
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Abgabe von Licht mit
einer vorgegebenen Polarisation PA verbunden ist. Dem ersten
Ausgang CA1 der Kopplungseinrichtung C ist ein
lichtempfindlicher Detektor D nachgeordnet, welcher mit einer
Steuereinrichtung S verbunden ist, die den Phasenmodulator M
ansteuert.
Die Wirkungsweise läßt sich unter Bezugnahme auf Fig. 2,
welche insbesondere die Einrichtung SPW im Detail zeigt, wie
folgt beschreiben. Das Licht mit der zeitlich variierenden
Polarisation PE wird durch die Faser F1 der Vorrichtung
zugeführt. Nach dem Austritt aus der Faser durchläuft das
Licht eine Grin-Linse (Gradientenindex-Linse), welche den
Öffnungskegel des Lichtes an die nachfolgenden optischen
Komponenten anpaßt. Das Licht mit prinzipiell beliebiger
Polarisation fällt auf einen polarisierenden Strahlteiler
PBS, welcher das empfangene Licht in zwei senkrecht
zueinander linear polarisierte Lichtanteile E2 und E2
aufspaltet. Dabei ist der vom Strahlteiler hindurchgelassene
Anteil E1 horizontal polarisiert und der vom Strahlteiler
reflektierte Anteil E2 vertikal polarisiert. Beide
Lichtanteile durchlaufen jeweils zugeordnete Prismen P3, P4
bzw. P1, P2. Vorliegend dienen die Prismen P3 und P4 nur der
Umlenkung des Strahlteils E1. Für den Lichtanteil E2, wirkt
das Prisma P1 als Berry-Phasenrotator, welcher die vertikale
Polarisation des Lichtes in eine horizontale Polarisation
umwandelt. Die Funktionsweise eines derartigen Berry-
Phasenrotators ist beispielsweise im Aufsatz M. Berry,
Natura, Band 326, Seite 277 (1997) beschrieben. Das dem
Rotator P1 folgende Prisma P2 bewirkt eine Richtungsumkehr
des Strahls. Zum Einkoppeln der jeweiligen Lichtanteile
dienen die Grin-Linsen L3 bzw. L2, welche die jeweiligen
Lichtanteile in die zugeordneten Fasern F2 bzw. F3
einkoppeln, wobei beide Lichtanteile die gleiche Polarisation
aufweisen. Beide Lichtanteile werden jeweils an einem Eingang
CE1 bzw. CE2 in einen Faserkoppler C eingeführt. Dabei
durchläuft ein Lichtstrahl einen Phasenmodulator M, welcher
als elektrisch ansteuerbarer elektrooptischer Kristall gemäß
dem Stand der Technik ausgebildet ist. Der Phasenmodulator
wird durch eine Steuereinrichtung S angesteuert. Da der
Faserkoppler C als Interferenzkoppler ausgebildet ist, kann
über eine entsprechende Ansteuerung des Modulators M durch
die Einrichtung S die Kopplung in der Kopplungseinrichtung C
beeinflußt und gesteuert werden. In Abhängigkeit der
relativen Phasenlagen der beiden in der Kopplungseinrichtung
überlagerten Lichtanteile wird das Licht an einem der beiden
Ausgänge CA1 bzw. CA2 oder von der Kopplung abhängige
Bruchteile des Lichtes an beiden Ausgängen ausgegeben. Das am
ersten Ausgang CA1 ausgegebene Licht wird mittels eines
lichtempfindlichen Detektors D erfaßt, welcher ein der
Lichtintensität zugeordnetes elektrisches Signal an die
Steuereinrichtung S abgibt, welche im Ansprechen auf dieses
elektrische Signal den Phasenmodulator ansteuert. Die
Kopplung der Lichtanteile in der Kopplungseinrichtung wird
dabei so über den Phasenmodulator geregelt, dass die am
ersten Ausgang CA1 ausgegebene Lichtleistung minimal ist und
somit die am zweiten Ausgang CA2 ausgegebene Lichtleistung
maximal ist. Somit muss nur ein einziger physikalischer
Parameter in Form der Kopplung der Lichtanteile zur
Optimierung der erfindungsgemäßen Vorrichtung geregelt
werden. Die Kopplungseinrichtung C ist im Prinzip bekannt und
arbeitet polarisationserhaltend, demnach ist das am zweiten
Ausgang CA2 ausgegebene Licht in definierter Weise horizontal
linear polarisiert. Das an der Kopplungseinrichtung
abgegebene Licht wird mittels einer Faser F4 zum Ausgang A
der erfindungsgemäßen Vorrichtung geführt, an welchem somit
Licht der vorgegebenen Polarisation PA abgegeben wird.
Abhängig von der Eingangspolarisation PE beträgt die
Lichtleistung am Ausgang A der Vorrichtung 50% bis 100% der
Eingangsleistung mit den vorgegebenen linearen
Polarisationszustand PA. Der Wert 50% ergibt sich in dem
Fall, dass das Licht im Eingang horizontal oder vertikal
linear polarisiert ist, d. h. in nur einen Arm des Mach-
Zehnder-Interferometers Leistung am Eingangsstrahlteiler PBS
eingekoppelt wird. 100% der Eingangsleistung wird am Ausgang
A ausgekoppelt, wenn das Licht im Eingang je zur Hälfte in
die beiden Interferometerarme eingekoppelt wird, also z. B.
Licht, das zirkular polarisiert oder unter 45 Grad linear
polarisiert ist.
Die beschriebene Ausführungsform der Erfindung arbeitet
demnach als abstimmbares Mach-Zehnder-Interferometer, wobei
der polarisierende Strahlteiler PBS und die
Kopplungseinrichtung C die strahlteilenden Komponenten
darstellen. Anstelle des Faserkopplers C kann in einer
anderen Ausführungsform der Erfindung auch ein üblicher
Strahlteiler eingesetzt werden. In einer weiteren
Ausführungsform der Erfindung kann auch ein anderer
Interferometertyp verwendet werden.
Claims (14)
1. Vorrichtung zum Wandeln der Polarisation von Licht in
eine vorgegebene Polarisation, umfassend:
- - einen Eingang (E) zum Empfangen von Licht mit einer Polarisation PE;
- - einen Ausgang (A) zum Abgeben von Licht mit einer vorgegebenen Polarisation PA;
- - eine Einrichtung (PBS) zum Aufteilen des empfangenen Lichtes in unterschiedlich polarisierte Lichtanteile;
- - eine Einrichtung (P1, P2) zum Einstellen der Polarisation zumindest in einem der Anteile des Lichtes
- - eine Einrichtung (C) zum Koppeln von Lichtanteilen, wobei die Kopplung zur Ausgabe von Licht mit einer maximalen Ausgangssintensität einstellbar und dieses Licht mit der vorgegebenen Polarisation PA an dem Ausgang (A) abgebbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum
Aufteilen des empfangenen Lichtes ein polarisierender
Strahlteiler (PBS) ist, welcher das empfangene Licht in
zwei zueinander senkrecht linear polarisierte Anteile
aufteilt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2
dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum
Einstellen der Polarisation von Licht einen Berry-Phasen
Rotator (P1, P2) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polarisation des ersten
Lichtanteils durch die Einrichtung zum Einstellen der
Polarisation in die Polarisation des zweiten
Lichtanteils überführbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichet, dass die Kopplungseinrichtung (C) ein
polarisationserhaltender Interferenzkoppler,
insbesondere ein polarisationserhaltender Strahlteiler
oder ein polarisationserhaltender Faserkoppler ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Koppeln von
Lichtanteilen zwei Eingänge (CE1, CE2) aufweist, welche
jeweils einen der Anteile des Lichtes empfangen, wobei
vor einem der Eingänge (CE1) ein Phasenmodulator (M)
angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die Einrichtung zum Koppeln von Lichtanteilen zwei
Ausgänge (CA1, CA2) aufweist, wobei dem ersten Ausgang
(CA1) ein lichtempfindlicher Detektor (D) nachgeschaltet
ist, welcher wenigstens ein Signal zum Ermitteln
zumindest eines Ansteuersignals des Phasenmodulators (M)
abgibt und an dem zweiten Ausgang (CA2) das Licht mit
der vorgegebenen Polarisation PE ausgebbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 und 7, gekennzeichnet durch
eine Einrichtung (S) zum Erzeugen von wenigstens einem
Steuersignal, wobei die Einrichtung (S) eingangsseitig
mit dem Detektor (D) und ausgangsseitig mit dem
Phasenmodulator (M) verbunden ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, dass die Kopplung der Lichtanteile in
der Kopplungseinrichtung (C) durch die Modulation der
Phase in einem der Lichtanteile einstellbar ist, wobei
bei einer optimierten Kopplung die Lichtintensität des
am zweiten Ausgang (CA2) abgegebenen Lichtes maximierbar
ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichet, dass die Vorrichtung ein abstimmbares
Mach-Zehnder-Interferometer umfasst, in welchem das
einfallende Licht durch einen polarisierenden
Strahlteiler (PBS) in zwei senkrecht zueinander linear
polarisierte Lichtanteile aufteilbar ist, und in einem
der Arme des Interferometers die Polarisation des
Lichtes in die Polarisation des Lichtes im anderen Arm
überführbar ist, und in einem der Arme des
Interferometers ein Phasenmodulator (M) angeordnet ist,
welcher in Abhängigkeit der Lichtintensität an einem der
Ausgänge (CA1, CA2) des Interferometers ansteuerbar ist.
11. Verfahren zum Betrieb einer Vorrichtung zum Wandeln der
Polarisation von Licht in eine vorgegebene Polarisation,
insbesondere einer Vorrichtung nach einem der
vorstehenden Ansprüche 1 bis 10,
gekennzeichnet, durch die Schritte:
- - Aufteilen des Lichtes in unterschiedlich polarisierte Lichtanteile;
- - Verändern der Polarisation zumindest in einem der Anteile des Lichtes;
- - Modulieren der Phase von zumindest einem der Anteile des Lichtes;
- - Koppeln von Lichtanteilen in einer Kopplungseinrichtung (C).
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Intensität des an einem Ausgang (A) ausgegebenen
Lichts durch Verändern der Phase von zumindest einem der
Anteile des Lichtes maximiert wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtintensität an
einem Ausgang (CA1) der Kopplungseinrichtung (C)
gemessen, und im Ansprechen auf das Meßsignal die Phase
in zumindest einem der Anteile des Lichtes verändert
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 11, 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Kopplungseinrichtung
(C) Lichtanteile zur Interferenz gebracht werden und die
Lichtintensität an einem Ausgang (CA1) der
Kopplungseinrichtung durch entsprechendes Ansteuern des
Phasenmodulators (M) minimiert wird.
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