DE19537881A1 - Polarisationsänderungs-Vorrichtung und Meßvorrichtung für den Polarisationsgrad - Google Patents
Polarisationsänderungs-Vorrichtung und Meßvorrichtung für den PolarisationsgradInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Ändern des Polarisationszustandes (der
Polarisationsrichtung) von polarisiertem Licht sowie auf eine Meßvorrichtung, mit der der Polari
sationsgrad unter Zuhilfenahme einer Vorrichtung zum Ändern des Polarisationszustandes
bestimmt wird. Die Vorrichtung zum Ändern des Polarisationszustandes (nachfolgend als "Pola
risationsänderungsvorrichtung" bezeichnet) soll insbesondere einfallendes, polarisiertes Licht in
beliebiger Richtung in der Polarisation geändert austreten lassen.
Polarisationsänderungs-Vorrichtungen werden benutzt, um Polarisationsmerkmale (die
Polarisationsabhängigkeit) verschiedener optischer Bauelemente, beispielsweise optischer
Ankopplungseinrichtungen (optischer Koppler), Photofilter, oder von Photodioden usw. zu
bestimmen. Um die Eigenschaften polarisierten Lichts messen zu können, muß der Polarisa
tionszustand des in die genannten optischen Elemente eintretenden polarisierten Lichts geändert
werden. Deshalb ist es erforderlich, daß eine solche Polarisationsänderungs-Vorrichtung Licht
ausgeben kann, dessen Polarisation eine beliebige Richtung hat und dabei beständig ist.
Der Polarisationszustand von polarisiertem Licht kann durch eine Anordnung geändert werden,
bei der ein λ/2-Wellenplättchen (eine doppelbrechende Platte, die einen λ/2-Strahlen
gangunterschied zwischen polarisierten Lichtstrahlen erzeugt, die bei der Fortpflanzung durch
die Platte in zueinander senkrechten Richtungen oszillieren) und ein λ/4-Wellenplättchen (eine
doppelbrechende Platte, die einen λ/4-Strahlengangunterschied zwischen polarisierten Licht
strahlen erzeugt, welche bei ihrer Fortpflanzung durch die Platte in zueinander senkrechten Rich
tungen oszillieren) in Reihe angeordnet sind und indem dem durch diese Wellenplättchen
hindurchgehenden polarisierten Licht eine optische Phasendifferenz gegeben wird.
Ein Beispiel einer herkömmlichen Polarisationsänderungs-Vorrichtung, welches mit Wellenplätt
chen arbeitet, ist in Fig. 4 gezeigt. Zu dieser Vorrichtung gehört ein λ/2-Wellenplättchen 1
sowie ein λ/4-Wellenplättchen 2, die aus einem kristallinen Plättchen (massiven Element) beste
hen und so angeordnet sind, daß beide durch eine hier nicht gezeigte Einrichtung drehbar sind.
Polarisiertes Licht tritt zunächst in das λ/2-Wellenplättchen 1 ein, wo in ihm bei der Fort
pflanzung durch dieses Plättchen ein λ/2-optischer Gangunterschied erzeugt wird. Das polari
sierte Licht mit diesem Gangunterschied tritt dann in das λ/4-Wellenplättchen 2 ein, wo beim
Durchlauf dieses Plättchens weiterhin eine optische Phasendifferenz erzeugt wird. So können
durch Kombination dieser beiden Wellenplättchen Phasendifferenzen von λ/4, λ/2, 3λ/4, λ, . . .
für den Polarisationszustand des aus dem λ/4-Wellenplättchen austretenden polarisierten Lichts
erzeugt und der Polarisationszustand einfallenden, polarisierten Lichts geändert werden.
Fig. 2 zeigt ein weiteres Beispiel einer bekannten Polarisationsänderungs-Vorrichtung mit Hilfe
von Wellenplättchen. Zu dieser Vorrichtung gehört ein λ/2-Wellenplättchen 3 sowie ein λ/4-
Wellenplättchen 4, die jeweils so aufgebaut sind, daß eine Lichtleitfaser., d. h. ein Lichtleiter
(optical fiber), um zwei bis drei Windungen in einer Schleife gewickelt ist, und diese Wellen
plättchen 3 und 4 aus Lichtleitfasern sind so angeordnet, daß sie mittels einer hier nicht gezeig
ten Dreheinrichtung drehbar sind. Polarisiertes Licht tritt zuerst in das λ/2-Wellenplättchen 3 ein,
wo beim Durchlauf durch dieses Plättchen eine optische Phasendifferenz erzeugt wird. Dann
tritt das polarisierte Licht in das λ/4-Wellenplättchen 4 ein, und dort wird ferner bei der Fort
pflanzung durch dieses Plättchen eine λ/4-optische Phasendifferenz in ihm erzeugt. So können
Phasendifferenzen von λ/4, λ/2, 3 λ/4, λ, . . . für den Polarisationszustand des vom λ/4-Wellen
plättchen ausgegebenen Lichts durch die Kombination der beiden Wellenplättchen in Form von
Lichtleitfaserschleifen erzeugt und der Polarisationszustand einfallenden, polarisierten Lichts
geändert werden.
Da allerdings bei diesen bekannten Vorrichtungen der Polarisationszustand nur durch Drehen der
genannten Wellenplättchen geändert werden kann, sind unbedingt Mittel zum Drehen dieser
Wellenplättchen erforderlich. Außerdem muß jedes Wellenplättchen unabhängig drehbar sein,
wenn eine lineare Polarisation, eine elliptische Polarisation und eine zirkulare Polarisation zum
Ändern der Polarisationsrichtung um beliebige 360° hervorzurufen und Kombinationen in jedem
beliebigen Drehwinkel zu ermöglichen. Kombinationen aller Drehwinkel dauern darüber hinaus
ziemlich lange.
Da bei der in Fig. 4 gezeigten bekannten Vorrichtung eine Achsenverschiebung zwischen dem
λ/2-Wellenplättchen und dem λ/4-Wellenplättchen auftritt, muß diese Achsenverschiebung
eingestellt werden. Das Meßergebnis wird außerdem stark beeinträchtigt durch Reflexionsver
lust, der in nennenswertem Ausmaß an der Oberfläche des Wellenplättchens beim Eintritt von
Licht erlitten wird.
Da bei der in Fig. 2 gezeigten Vorrichtung die Lichtleitfaser zu einer Schleife gestaltet ist und
diese obendrein drehbar sein muß, macht dies die Ausbildung der Wellenplättchen kompliziert.
Die am 28. Juni 1983 eingereichte Patentanmeldung Nr. Sho 58-116 342 (Patentveröffent
lichung Nr. Hei 4-52 443) offenbart eine Vorrichtung zum Polarisationsausgleich in Form einer
Lichtleitfaser mit einer Einrichtung zum Ändern der Phasendifferenz zwischen zwei zueinander
orthogonal polarisierten Lichtkomponenten eines sich ausbreitenden Lichts durch Aufbringen
externer Spannung auf eine Lichtleitfaser, eine Einrichtung zum Ermitteln des Polarisationszu
standes des aus der Lichtleitfaser austretenden Lichts, sowie einer Rückkopplungssteuerung
zum Aufbringen angemessener externer Spannung auf die Lichtleitfaser in Abhängigkeit vom
festgestellten Polarisationszustand. Bei dieser Vorrichtung für den Polarisationsausgleich wird
der Polarisationszustand des aus einer den Polarisationszustand beibehaltenden Lichtleitfaser 15
austretenden Lichts einer vorherigen Stufe entweder als elliptische Polarisation der Phasendiffe
renz π/2, lineare Polarisation in Richtung der Hauptachse der Faser oder lineare Polarisation in
Richtung senkrecht zur Hauptachse der Faser beibehalten. Der Polarisationszustand des aus
einer den Polarisationszustand erhaltenden Faser 16 einer nachgeschalteten Stufe austretenden
Lichts wird als lineare Polarisation aufrechterhalten, die unter einem Winkel von 45° zur
Hauptfaserachse geneigt ist. Bei dieser Vorrichtung zur Polarisationskompensation sind die
beiden Lichtleitfasern 15 und 16 an den Stirnflächen rechtwinklig zur Hauptachse miteinander
verbunden und außerdem so zusammengeschlossen, daß die Doppelbrechungsachse jeder
Lichtleitfaser, die in der gleichen Ebene wie jede Stirnfläche liegt, einen Winkel von 45°
einschließt. Jede der Lichtleitfasern 15 und 16 ist um einen Zylinder 2 bzw. 3 aus einem piezo
elektrischen Element geschlungen. Mit Hilfe einer elektrischen Steuerung 13 wird an ein
piezoelektrisches Element in Form eines Zylinders 2 in einer Vorstufe Spannung angelegt, so
daß die elektromotorische Kraft von zwei Photodetektoren 11 und 12 einander gleicht. Anderer
seits wird von einer elektrischen Steuerung 14 an ein piezoelektrisches Element in Form eines
Zylinders 3 in einer Nachstufe Spannung angelegt, so daß das von einem λ/4-Wellenplättchen 6
austretende Licht zirkular polarisiertes Licht ist.
Die in der genannten Patentschrift beschriebene Erfindung zielt darauf ab, das von einer
Monomoden-(Einmoden)-Lichtleitfaser 1 abgegebene Licht in linear polarisiertes Licht umzuwan
deln, welches stabil und weniger verlustanfällig ist, denn wenn linear polarisiertes Licht in eine
Monomoden-Lichtleitfaser 1 eintritt, wird das aus der Faser austretende Licht in vielen Fällen
nicht zu linear polarisiertem Licht, und der Polarisationszustand ändert sich durch die Umge
bungstemperatur, externe Spannung und dergleichen von einem Augenblick zum nächsten. Das
umgewandelte, linear polarisierte Licht wird in ein optisches Bauelement nach Art eines Wellen
leiters eingegeben. Das geht aus der Beschreibungseinleitung der genannten Patentschrift
hervor, die "eine Vorrichtung zur Polarisationskompensation" erwähnt, welche "einfallendes
Licht von beliebiger Polarisation in ein austretendes, in gewünschter Richtung linear polarisiertes
Licht umwandeln kann". Obwohl in der genannten Patentschrift die technische Idee der vorlie
genden Erfindung nicht beschrieben ist, daß ein aus einer Monomoden-Lichtleitfaser 1 austre
tendes polarisiertes Licht in ein gewünschtes polarisiertes Licht umgewandelt wird, welches
einen Polarisationszustand von willkürlicher Richtung hat (lineare Polarisation, elliptische Polari
sation oder zirkulare Polarisation), um Polarisationseigenschaften optischer Bauelemente zu
messen, wird die Patentveröffentlichung hier zum Stand der Technik genannt, weil sie eine ähn
liche Anordnung des Spannungsvermittlerteils der vorliegenden Erfindung offenbart. Es finden
sich nämlich in der genannten Patentschrift Angaben dazu, daß beim Anlegen von Spannung an
einen mit einer Lichtleitfaser bewickelten, ein piezoelektrischens Element bildenden Zylinder,
kurz Piezozylinder, zum Dehnen und Zusammenziehen des Zylinders in Richtung seines Radius
auf die Lichtleitfaser Druck- und Expansionskräfte wirken und gleichzeitig die Phasendifferenz
des sich durch die Lichtleitfaser fortpflanzenden polarisierten Lichts geändert werden kann.
Allerdings muß bei der Erfindung gemäß der zuvor genannten Patentschrift zum Erreichen des
genannten Ziels eine Steueroptik vorgesehen werden, die zwei Piezozylinder 2 und 3 aufweist,
eine Linsenanordnung zum Umwandeln des Lichts, welches aus der um den Piezozylinder 3 der
Nachstufe gewickelten, die polarisierte Welle erhaltenden Lichtleiter 16 austritt, in paralleles
Licht, zwei Halbspiegel 4 und 5, ein λ/4-Wellenplättchen 6 sowie ein Strahlenteiler für polarisier
tes Licht und vier optische Detektoren 9-12 ebenso wie zwei elektrische Steuerungen 13 und
14. Damit ist die ganze Anordnung äußerst kompliziert und teuer. Außerdem ist es bei der
genannten Anordnung schwierig, von der Monomoden-Lichtleitfaser 1 austretendes, polarisier
tes Licht in gewünschtes polarisiertes Licht unterschiedlicher Polarisationszustände umzuwan
deln (lineare Polarisation, elliptische Polarisation oder zirkulare Polarisation).
Als nächstes soll unter Hinweis auf Fig. 3 ein bekanntes Beispiel einer Vorrichtung zum Messen
des Polarisationsgrades beschrieben werden, die zum Messen von Polarisationseigenschaften
eines optischen Kopplers, eines optischen Filters, einer Photodiode und sonstiger optischer Teile
benutzt wird.
In Fig. 3 ist eine Vorrichtung 100 zum Ändern des Polarisationszustandes gezeigt, die, wie
schon erwähnt ein λ/2-Wellenplättchen und ein λ/4-Wellenplättchen aufweist und den Pola
risationszustand einfallenden Lichts vor dem Austritt desselben ändert. Die Ausgabe der
Vorrichtung 100 zum Ändern des Polarisationszustandes wird in einen Photoanalysator 101 ein
gegeben. Die durch den Photoanalysator 101 hindurchgehende Leistung des polarisierten Lichts
wird von einem Photodetektor 102 in ein elektrisches Signal zur Beobachtung umgewandelt.
In diesem Fall kann die vom Photoanalysator 101 hindurchgelassene Lichtleistung wie folgt
ausgedrückt werden:
(durch den Photoanalysator 101 hindurchgelassene Lichtleistung) = (Leistung der Komponente
polarisierten Lichts in Richtung des Photoanalysators) + (Leistung willkürlicher Komponente).
Wenn die Leistungen beider Komponenten vorliegen, bedeutet die obige Formel den Maximal
wert (Pmax) der vom Photoanalysator 101 hindurchgelassenen Lichtleistung. Auch wenn die
Leistung der Komponente polarisierten Lichts in Richtung des Photoanalysators nicht vorliegt
und nur die Leistung der willkürlichen Komponente besteht, bedeutet die Formel den Mi
nimalwert (Pmin) der vom Photoanalysator 101 hindurchgelassenen Lichtleistung. Anhand
dessen läßt sich der Polarisationsgrad wie folgt bestimmen.
Der Polarisationsgrad kann erhalten werden, wenn man in der obigen Gleichung des Polarisa
tionsgrades (Pmax) und (Pmin) ersetzt durch die Meßergebnisse des Photodetektors 102 für Pmax
und Pmin.
Da die Meßvorrichtung für den Polarisationsgrad bei dem hier genannten bekannten Ausfüh
rungsbeispiel mit einer Vorrichtung 100 zum Ändern des Polarisationszustandes arbeitet, die die
oben genannten Mängel hat, ist es natürlich schwierig, ein genaues Meßergebnis und dieses
noch dazu schnell zu erhalten. Außerdem ist die Benutzung einer Vorrichtung 100 zum Ändern
des Polarisationszustandes der herkömmlichen Art von obigem Aufbau nicht unbedingt einfach,
denn es muß eine lineare Polarisation, eine elliptische Polarisation sowie eine zirkulare Polarisa
tion geschaffen werden und die Polarisation in allen Richtungen im Ausmaß von 360° gedreht
werden.
Mit der Erfindung soll eine Polarisationsänderungs-Vorrichtung geschaffen werden, bei der die
genannten Schwierigkeiten des Standes der Technik vermieden sind. Ferner soll eine Meßvor
richtung für den Polarisationsgrad geschaffen werden, die mit der genannten Polarisationsände
rungs-Vorrichtung arbeitet.
Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird das obige Ziel durch eine Polarisationsände
rungs-Vorrichtung erreicht, die zwei am Polarisationsebenenwechselstück mit einander verbun
dene Lichtleitfasern sowie Spannungsvermittler aufweist, um auf die beiden Lichtleitfasern
jeweils Spannung aufzubringen, wobei die beiden Lichtleitfasern an dem Polari
sationsebenenwechselstück so befestigt sind, daß ihre optischen Achsen X und Y in Richtung
der Faserachse der Lichtleitfasern gesehen um 45° zueinander gedreht sind.
Bei einem bestimmten Beispiel der Polarisationsänderungs-Vorrichtung sind zwei Spannungs
vermittler vorgesehen, die aus zwei Lichtleitfasern aufgebaut sind, welche die Polarisations
ebene aufrechterhalten und in vorherbestimmter Länge um jeweils eines von zwei piezoelektri
schen Elementen in Form von Zylindern, das heißt Piezozylinder gewickelt sind. Diese beiden,
die Polarisationsebene erhaltenden Lichtleitfasern sind so miteinander verbunden, daß die opti
schen Achsen X und Y der einen Lichtleitfaser unter einem Winkel von 45° zu den optischen
Achsen X und Y der anderen Lichtleitfaser mit Bezug auf die Faserachse gedreht sind, um das
Teil zu bilden, welches die Polarisationsebene ändert. Es sind auch für den Antrieb jedes Piezo
zylinders entsprechende Spannungsquellen vorgesehen, deren Schwingungsfrequenz ebenso
veränderlich ist wie die von ihnen erzeugte Spannung.
Bei einem anderen speziellen Beispiel sind zwei Monomoden-Lichtleitfasern von vorherbestimm
ter Länge in einer Reihenverbindung um einen Piezozylinder gewickelt, um ein Teil zum Aufbrin
gen von Spannung, das heißt einen Spannungsvermittler zu bilden. Der Verbindungsteil
zwischen der ersten und zweiten dieser Lichtleitfasern ist in einer kleinen Spule gewickelt und
bildet das Teil, welches die Polarisationsebene ändert, das heißt das Polarisationsebenenwech
selstück. Außerdem ist eine Spannungsquelle zum Antrieb des Piezozylinders vorgesehen, deren
Schwingungsfrequenz ebenso wie ihre Zufuhrspannung veränderlich ist.
Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird das oben genannte Ziel mit Hilfe einer Polari
sationsänderungs-Vorrichtung erreicht, welche drei die Polarisationsebene beibehaltende Licht
leitfasern, die an zwei Polarisationsebenenwechselstücken miteinander in Reihe geschaltet sind,
sowie Spannungsvermittler aufweist, mit denen auf jede der drei Lichtleitfasern Spannung
aufgebracht wird. Hierbei sind die drei Lichtleitfasern an den beiden Polarisationsebenen
wechselstücken so verbunden, daß die optischen Achsen X und Y einander benachbarter Licht
leitfasern zueinander in einem Winkel von 45° mit Bezug auf die Faserachse der Lichtleiter ge
dreht sind.
Bei einem speziellen Beispiel dieser Vorrichtung zum Ändern der Polarisation ist eine vorherbe
stimmte Länge der ersten Lichtleitfaser, welche die Polarisationsebene aufrechterhält, um einen
ersten Piezozylinder geschlungen, um einen ersten Spannungsvermittler zu bilden. Die vorherbe
stimmte Länge einer zweiten Lichtleitfaser, welche gleichfalls die Polarisationsebene beibehält,
ist um einen zweiten Piezozylinder gewickelt, und schließlich ist eine vorherbestimmte Länge
einer dritten, die Polarisationsebene beibehaltenden Lichtleitfaser um einen dritten Piezozylinder
gewickelt, um einen dritten Spannungsvermittler zu bilden. Es sind außerdem Spannungsquellen
zum Antrieb des ersten, zweiten und dritten Piezozylinders vorgesehen, deren Schwingungsfre
quenz ebenso veränderlich ist wie die von ihnen jeweils erzeugte Spannung.
Bei einem anderen speziellen Beispiel ist die vorherbestimmte Länge eines ersten Lichtleiters, der
die Polarisationsebene beibehält, um einen ersten Piezozylinder gewickelt und bildet einen ersten
Spannungsvermittler, und die vorherbestimmte Länge eines zweiten Lichtleiters, der die Polari
sationsebene beibehält, sowie die vorherbestimmte Länge eines dritten Lichtleiters, der die Pola
risationsoberfläche beibehält, sind um einen zweiten Piezozylinder in einer Reihenverbindung ge
wickelt und bilden einen zweiten Spannungsvermittler. Auch hier sind Spannungsquellen zum
Antrieb des ersten und zweiten Piezozylinders vorgesehen, und die Schwingungsfrequenz jeder
Spannungsquelle ist ebenso veränderlich wie die von ihnen erzeugte Spannung.
Bei einem weiteren unterschiedlichen Beispiel ist der vorherbestimmte Längenabschnitt des
ersten Lichtleiters sowie der vorherbestimmte Längenabschnitt des zweiten Lichtleiters in einer
Reihenschaltung um den ersten Piezozylinder gewickelt, um einen ersten Spannungsvermittler
zu bilden, während der vorherbestimmte Längenabschnitt eines dritten, gleichfalls die Polarisa
tionsebene beibehaltenden Lichtleiters unter Schaffung eines zweiten Spannungsvermittlers um
einen zweiten Piezozylinder gewickelt ist. Auch hier sind entsprechende Spannungsquellen zum
Antrieb des ersten und zweiten Piezozylinders vorgesehen, deren Schwingungsfrequenz ebenso
wie die von ihnen erzeugte Spannung veränderlich ist.
Gemäß einem dritten Aspekt der Erfindung wird das genannte Ziel außerdem durch eine
Meßvorrichtung für den Polarisationsgrad erreicht, die eine Polarisationsänderungs-Vorrichtung
gemäß der Erfindung aufweist und zu der auch ein Photoanalysator gehört, in den polarisiertes
Licht eingegeben wird, dessen Polarisationszustand von der Polarisationsänderungs-Vorrichtung
geändert wurde, ferner ein Photodetektor zum Ermitteln der vom Photoanalysator hin
durchgelassenen Polarisationslichtstärke, ein Datenspeicher zum Speichern der vom Photodetek
tor ermittelten Polarisationslichtstärke und eine Recheneinheit zum Berechnen des Pola
risationsgrades mit Hilfe eines Rechenprozesses aus dem Maximalwert und dem Minimalwert
der im Datenspeicher gespeicherten Polarisationslichtstärke.
Im folgenden ist die Erfindung mit weiteren vorteilhaften Einzelheiten anhand schematisch
dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 ein Schema zur Erläuterung des Prinzips eines ersten Ausführungsbeispiels einer
Polarisationsänderungs-Vorrichtung gemäß der Erfindung;
Fig. 2 und 4 Blockschaltbilder von zwei bekannten Polarisationsänderungs-Vorrichtungen;
Fig. 3 ein Blockschaltbild einer bekannten Meßvorrichtung für den Polarisationsgrad;
Fig. 5 Linien, die polarisiertes Licht wiedergeben, welches mit dem ersten Ausführungs
beispiel einer Polarisationsänderungs-Vorrichtung erhalten wird;
Fig. 6 ein erstes Beispiel eines Spannungsvermittlers für die Polarisationsänderungs-
Vorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel;
Fig. 7 ein zweites Beispiel eines Spannungsvermittlers für das erste Ausführungsbeispiel
der Polarisationsänderungs-Vorrichtung;
Fig. 8-11 Linien polarisierten Lichts, welches mit der Polarisationsänderungs-Vorrichtung ge
mäß der Erfindung erhalten wird;
Fig. 12 Linien polarisierten Lichts, welches mit dem ersten Ausführungsbeispiel der Polari
sationsänderungs-Vorrichtung gemäß der Erfindung erhalten wird;
Fig. 13 ein Schema zum Erläutern des Prinzips eines zweiten Ausführungsbeispiels der
Polarisationsänderungs-Vorrichtung gemäß der Erfindung;
Fig. 14 und 15 zwei spezielle Beispiele der Polarisationsänderungs-Vorrichtung gemäß
dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 16 Linien polarisierten Lichts, welches mit der Polarisationsänderungs-Vorrichtung ge
mäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung erhalten wird;
Fig. 17 Linien polarisierten Lichts, welches mit der Polarisationsänderungs-Vorrichtung ge
mäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung erhalten wird, wenn einfallen
des, polarisiertes Licht der optischen Achse der Lichtleitfaser entspricht;
Fig. 18 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels einer Polarisationsänderungs-
Vorrichtung gemäß der Erfindung.
Unter Hinweis auf Fig. 1 soll zunächst das Prinzip des ersten Ausführungsbeispiels einer Polari
sationsänderungs-Vorrichtung erläutert werden.
Es sind zwei identische Lichtleiter 10 und 20 vorgesehen, welche die Polarisationsebene beibe
halten (eine optische Faser, welche polarisiertes Licht unter Beibehaltung der Polarisationsebene
hindurchläßt). Diese die Polarisationsebene aufrechterhaltenden Lichtleiter 10 und 20 sind an
einem Polarisationsebenenwechselstück 30 miteinander in Reihe verbunden. Im einzelnen ist der
erste Lichtleiter 10 an den zweiten Lichtleiter 20 am Polarisationsebenenwechselstück 30 so
angeschlossen, daß bei Annahme zueinander orthogonaler optischer Achsen X bzw. Y jeder der
Lichtleiter 10 und 20 das Ausmaß der Verschiebung zwischen der Polarisationsebene der beiden
Lichtleitfasern am Wechselstück 30 so ist, daß die optischen Achsen X und Y der beiden Fasern
in bezug auf die Faserachse zueinander unter einem Winkel von 45° gedreht sind.
Hierbei kann das elektrische Feld E des in den ersten, die Polarisationsebene aufrechterhalten
den Lichtleiter 10 einfallenden Lichts wie folgt ausgedrückt werden:
E = a₀cos(ωt).
Wenn dieses Einfallslicht in den ersten Lichtleiter 10 unter einem Einfallswinkel Θ zur optischen
Achse X des Lichtleiters 10 einfällt, kann das Licht, nachdem es sich längs der optischen Achse
X und der optischen Achse Y des ersten Lichtleiters 10 fortgesetzt hat, wie folgt ausgedrückt
werden:
In Richtung der optischen Achse X: EX = aXcos (ωt-δ1)
In Richtung der optischen Achse Y: EY = aYcos (ωt-δ2)
In Richtung der optischen Achse Y: EY = aYcos (ωt-δ2)
worin
a₀: Amplitude des Einfallslichts,
aX = a₀cos Θ: Amplitude in Richtung der optischen Achse X,
aY = a₀sin ω: Amplitude in Richtung der optischen Achse Y,
EX: elektrisches Feld in Richtung der optischen Achse X an der Austrittsstirnfläche des die Polarisationsebene beibehaltenden Lichtleiters 10;
EY: elektrisches Feld in Richtung der optischen Achse Y an der Austrittsstirnfläche des die Polarisationsebene beibehaltenden Lichtleiters 10;
δ₁: Phasenverzögerung in Richtung der optischen Achse X,
δ₂: Phasenverzögerung in Richtung der optischen Achse Y.
aX = a₀cos Θ: Amplitude in Richtung der optischen Achse X,
aY = a₀sin ω: Amplitude in Richtung der optischen Achse Y,
EX: elektrisches Feld in Richtung der optischen Achse X an der Austrittsstirnfläche des die Polarisationsebene beibehaltenden Lichtleiters 10;
EY: elektrisches Feld in Richtung der optischen Achse Y an der Austrittsstirnfläche des die Polarisationsebene beibehaltenden Lichtleiters 10;
δ₁: Phasenverzögerung in Richtung der optischen Achse X,
δ₂: Phasenverzögerung in Richtung der optischen Achse Y.
Wenn aus den obigen beiden Gleichungen ωt herausgenommen und stattdessen δ-δ2=δ
eingesetzt wird, ergibt sich folgende Gleichung:
Diese Gleichung beschreibt eine Ellipse.
Ist der Einfallswinkel Θ = 45°, so entspricht die Amplitude aX=a₀cosΘ in Richtung der opti
schen Achse X der Amplitude aY=a₀sinΘ. Wird anhand dieser Bedingung unter Verwendung
der Phasendifferenz δ als Parameters eine Ortskurve gezeichnet, so läßt sich sicher eine der in
Fig. 5 gezeigten Ortskurvenarten zeichnen. Wie zuvor beschrieben, kann der Ort bzw. die Orts
kurve mit der elliptischen Formel, das heißt der Polarisationszustand unter Verwendung der Pha
sendifferenz δ als Parameter geändert werden. Unter Hinweis auf Fig. 6 soll nun eine Methode
zum Ändern der Phasendifferenz δ beschrieben werden.
Fig. 6 zeigt ein spezielles Beispiel eines Spannungsvermittlers in der Polarisationsänderungs-
Vorrichtung gemäß der Erfindung. Dieser Spannungsvermittler 40 hat einen aus einem piezo
elektrischen Element bestehenden Zylinder, das heißt einen Piezozylinder 41. Wenn Spannung
an ihn angelegt wird, ändert sich der Piezozylinder 41 in Richtung seines Radius, das heißt er
wird weiter oder enger.
Zur Schaffung des Piezozylinders 41 ist im einzelnen eine zylindrische Innenelektrode 42₁ an
der Innenfläche des Piezozylinders 41 und außerdem eine zylindrische Außenelektrode 42₂ der
Innenelektrode 42₁ gegenüber an der Außenfläche des Zylinders 41 geschaffen. Zwischen die
Innenelektrode 42₁ und die Außenelektrode 42₂ ist eine Niederfrequenz-Spannungsquelle 43
geschaltet, um diesen Elektroden eine vorherbestimmte Spannung von vorherbestimmter
Frequenz zuzuführen. Die Schwingungsfrequenz der niederfrequenten Spannungsquelle 43 kann
beispielsweise im Bereich von 0,2 Hz-10 Hz veränderlich sein, und die Speisespannung kann im
Bereich von beispielsweise 0 V-600 V variabel sein. Bei dem hier gewählten Beispiel des
Spannungsvermittlers 40, der den oben beschriebenen Aufbau hat, ist ein vorherbestimmter
Längenabschnitt des ersten, die Polarisationsebene beibehaltenden Lichtleiters 10 (der größte
Teil des Lichtleiters 10 bei diesem Beispiel) um die Außenelektrode 42₂ des Piezozylinders 41 zu
einer Spule 44 gewickelt. Mit dem Spannungsvermittler 40 wird die Spule 44 unter Spannung
gesetzt, um die Phasendifferenz δ des sich durch den ersten Lichtleiter 10 fortpflanzenden,
polarisierten Lichts zu ändern.
Was das Wickelverfahren der Spule 44 betrifft, so ist es im wesentlichen wünschenswert, den
Lichtleiter so zu wickeln, daß die Richtung einer der beiden zueinander orthogonalen optischen
Achsen parallel zur Oberfläche des Piezozylinders 41 verläuft, während die andere Achse
rechtwinklig auf der Oberfläche des Zylinders 41 steht, damit Spannung in Richtung parallel zu
der Richtung der senkrechten Achse aufgebracht werden kann. Allerdings ist es schwierig,
unter Ausrichtung in axialer Richtung den Lichtleiter aufzuwickeln, da die Achse in dem die
Polarisationsebene beibehaltenden Lichtleiter verdrillt ist. Deshalb ist tatsächlich der Lichtleiter in
Kontakt mit der Außenelektrode 42₂ gewickelt, damit die Spannung vom Piezozylinder 41 gut
auf die Spule 44 übertragen werden kann. Als Beispiel für die tatsächlichen Abmessungen des
Piezozylinders 41 ist ein Radius von 72 mm, eine Dicke von 5 mm und eine Höhe von 65 mm
gewählt. Ein Lichtleiter 10 in einer Länge von 10 m bis 100 m ist zur Schaffung der Spule um
den Piezozylinder 41 gewickelt.
Ähnlich wie der Spannungsvermittler 40, mit dem auf den Lichtleiter 10 Spannung ausgeübt
wird, ist ein Spannungsvermittler 40′ (der durch einen Pfeil 40′ in Fig. 1 gezeigt ist) aufgebaut,
mit dem der zweite, die Polarisationsebene beibehaltende Lichtleiter 20 unter Spannung gesetzt
wird. In der in Fig. 1 gezeigten Polarisationsänderungs-Vorrichtung ist der Lichtleiter 10 mit dem
Lichtleiter 20 am Polarisationsebenenwechselstück 30 so verbunden, daß die optischen Achsen
X und Y dieser Lichtleiter in bezug auf die Faserachse zueinander unter einem Winkel von 45°
gedreht sind.
Wenn mit Hilfe der niederfrequenten Spannungsquelle 43 zwischen die Innenelektrode 42₁ und
die Außenelektrode 42₂ des Piezozylinders 41 des Spannungsvermittlers 40 eine niederfre
quente Spannung angelegt wird, erfolgt eine Verformung des Piezozylinders 41, die sich in
Abhängigkeit von der Frequenz der erzeugten Spannung ändert. Infolgedessen expandiert und
kontrahiert der Außendurchmesser des Piezozylinders 41 in Abhängigkeit von der Frequenz der
angelegten Spannung. Anhand der Expansion und Kontraktion des Außendurchmessers des Pie
zozylinders 41 in Abhängigkeit von der Frequenz der angelegten Spannung wird die Spule 44,
die aus dem um den Piezozylinder 41 gewickelten, vorherbestimmten Längenabschnitt des
ersten Lichtleiters 10 besteht, einer Deformation in Abhängigkeit von der Frequenz der angeleg
ten Spannung unterzogen. Wenn die Spule 44 eine Deformation erfährt, ändert sich die Brech
zahl des Spulenteils in Abhängigkeit von dieser Deformation. Die Phasendifferenz δ wird auf der
Basis der Änderung der Brechzahl geändert. Durch das Anlegen einer niederfrequenten Span
nung zwischen Innenelektrode 42₁ und Außenelektrode 42₂ des Piezozylinders 41 läßt sich so
die Phasendifferenz δ des polarisierten Lichts in dem ersten Lichtleiter 10 ändern. Wie bereits
erwähnt, kann der Polarisationszustand durch Ändern der Phasendifferenz δ geändert werden.
Die Größe der Phasendifferenz δ läßt sich leicht dadurch einstellen, daß die oszillierende Span
nung der Niederfrequenz-Spannungsquelle 43 variabel gemacht wird.
Fig. 7 zeigt ein weiteres spezielles Beispiel des in der Polarisationsänderungs-Vorrichtung
benutzten Spannungsvermittlers. Bei dem in Fig. 7 gezeigten Beispiel sind zwei Spannungsver
mittler vorgesehen, die gemeinsam einen einzigen Piezozylinder 41 nutzen. Hierin besteht ein
Unterschied gegenüber der Anordnung der Fig. 6. Als Lichtleiter 10 und 20 ist ein Monomoden-
Lichtleiter vorgesehen. Dieser Lichtleiter 10 und 20 ist um die Außenelektrode 42₂ des Pie
zozylinders 41 gewickelt. In der Mitte der Wicklung ist ein kleiner Spulenteil 50 gebildet. Im
einzelnen sind auf der Außenelektrode ein und desselben Piezozylinders Spulen 44₁ und 44₂
aus dem Monomoden-Lichtleiter so gebildet, daß die Grenze bzw. der Übergang zwischen
diesen Spulen von dem kleinen Spulenteil 50 gebildet wird.
Der kleine Spulenteil 50 entspricht dem in Fig. 1 gezeigten Polarisationsebenenwechselstück
30. Deshalb entspricht der Abschnitt vom Beginn der Wicklung bis einschließlich des kleinen
Spulenteils 50 des Monomoden-Lichtleiters auf dem Piezozylinder 41 dem ersten Lichtleiter 10
in Fig. 1, während der Teil des Piezozylinders 41, um den die Spule 44₁ gewickelt ist, dem
Spannungsvermittler 40 der in Fig. 1 gezeigten Polarisationsänderungs-Vorrichtung entspricht.
Ferner entspricht der Abschnitt vom kleinen Spulenteil 50 bis zum Wicklungsende des
Monomoden-Lichtleiters auf dem Piezozylinder 41 dem zweiten Lichtleiter 20 in Fig. 1, und der
Abschnitt des Piezozylinders 41, um den die Spule 44₂ gewickelt ist, entspricht dem
Spannungsvermittler 40′ der in Fig. 1 gezeigten Polarisationsänderungs-Vorrichtung. Die
Windungszahl und der Durchmesser des kleinen Spulenteils 50 ist in Abhängigkeit von der
Brechzahl des verwendeten Lichtleiters bestimmt, während die Merkmale zum Ändern der Pola
risationsebene in Abhängigkeit von dem Winkel zwischen der optischen Achse des ersten
Lichtleiters 10 vor dem kleinen Spulenteil 50 und der optischen Achse des zweiten Lichtleiters
20 nach dem kleinen Spulenteil 50 abhängen. Bei diesem speziellen Beispiel ist der kleine
Spulenteil 50 so ausgelegt, daß die Polarisationsebenen unter einem Winkel von 45° im
Verhältnis zueinander gedreht sind.
Wie bei dem Betrieb des in Fig. 6 gezeigten Spannungsvermittlers wird auch bei dem Span
nungsvermittler gemäß Fig. 7 beim Anlegen einer niederfrequenten Spannung zwischen der
Innenelektrode 42₁ und der Außenelektrode 42₂ mit Hilfe einer hier nicht gezeigten Niederfre
quenz-Spannungsquelle eine Deformation, die sich in Abhängigkeit von der Frequenz der Span
nung ändert, im Piezozylinder 41 hervorgerufen. Folglich expandiert und kontrahiert der Außen
durchmesser des Piezozylinders 41 je nach der Frequenz der Spannung. Anhand der Expansion
und Kontraktion des Außendurchmessers des Piezozylinders 41 in Abhängigkeit von der
Frequenz der angelegten Spannung erfahren die jeweiligen Spulen 44₁ und 44₂ der um den
Piezozylinder 41 gewickelten Lichtleiter 10 und 20 eine von der Frequenz der Spannung
abhängige Verformung. Wenn die Monomoden-Lichtleiter 10 und 20 diese Verformung erleiden,
ändern sich die Brechzahlen dieser Lichtleiter. Die Phasendifferenz δ wird durch die Änderung
der Brechzahl geändert. Das heißt, daß durch Anlegen der niederfrequenten Spannung zwischen
der Innenelektrode 42₁ und der Außenelektrode 42₂ die Phasendifferenz δ in den Lichtleitern 10
und 20 geändert werden kann. Die Größe der Phasendifferenz δ läßt sich leicht dadurch
einstellen, daß die von der Niederfrequenz-Spannungsquelle 43 erzeugte Spannung variabel
gemacht wird.
In der so konstruierten Polarisationsänderungs-Vorrichtung ist es zur Abgabe von polarisiertem
Licht, welches einen in beliebiger Richtung weisenden Polarisationszustand hat, eine unabläs
sige Bedingung, daß das einfallende Licht so in den Lichtleiter 10 eintritt, daß der Winkel, den
die Polarisationsebene des Einfallslichtes mit der optischen Achse X oder Y des Lichtleiters 10
einschließt, 45° beträgt. Bei einer solchen Anordnung können alle in Fig. 8-11 dargestellten
Polarisationszustände verwirklicht werden. Es ist nämlich möglich, jedes beliebige polarisierte
Licht austreten zu lassen, welches den erforderlichen Polarisationszustand hat, wenn man die
beiden Lichtleiter 10 und 20, die zu beiden Seiten des Polarisationsebenenwechselstücks 30
angeordnet sind, unter Spannung setzt und die Phasendifferenz δ richtig einstellt und steuert.
Nachfolgend sollen die Gründe hierfür erläutert werden. Für den Fall, daß das obige Erfordernis
nicht erfüllt ist, schließt die Polarisationsebene des Einfallslichtes mit dem Einfallswinkel Θ unter
Bezugnahme auf Fig. 1 denjenigen Fall ein, daß die Polarisationsebene des Einfallslichtes der
optischen Achse X oder Y des die Polarisationsebene beibehaltenden Lichtleiters 10 entspricht.
In diesem Fall wird folglich die Polarisationsebene unabhängig von jeglicher Spannung auf
rechterhalten, die im Lichtleiter 10 erzeugt wird. Folglich kann der Polarisationszustand nicht
geändert werden. Aus diesem Grund kann ein Teil des einfallenden Lichtes nicht in polarisiertes
Licht des gewünschten Polarisationszustandes umgewandelt werden. Um das zu vermeiden,
muß in der Polarisationsänderungs-Vorrichtung gemäß diesem Ausführungsbeispiel die Polarisa
tionsebene des Einfallslichtes einen Winkel von 45° mit der optischen Achse X oder Y bilden.
Das soll noch näher erläutert werden. Angenommen, das Einfallslicht sei linear polarisiertes
Licht E=A₀cos (ωt) und der Einfallswinkel Θ in den Lichtleiter 10 entspräche der optischen
Achse X oder Y des Lichtleiters 10. In diesem Fall pflanzt sich das elektrische Feld des den
Lichtleiter 10 durchsetzenden Lichts längs nur einer der optischen Achsen fort. Selbst wenn der
Lichtleiter 10 unter Spannung gesetzt wird, um die Doppelbrechung der optischen Achsen X
und Y zu ändern, wird das einfallende linear polarisierte Licht nicht durch die Änderung der
Doppelbrechung beeinflußt und pflanzt sich durch den Lichtleiter 10 unter Beibehaltung des ur
sprünglichen linearen Polarisationszustandes fort. Das aus dem Lichtleiter 10 austretende polari
sierte Licht läßt sich wie folgt ausdrücken:
EX = A₀cos(0)cos(ωt) = A₀cos(ωt)
EY = A₀sin(0)cos(ωt) = 0
A₀: Amplitude des Einfallslichtes.
EY = A₀sin(0)cos(ωt) = 0
A₀: Amplitude des Einfallslichtes.
Da der erste Lichtleiter 10 und der zweite Lichtleiter 20 so miteinander verbunden sind, daß die
genannten optischen Achsen unter einem Winkel von 45° zueinander versetzt sind, tritt übri
gens das aus dem ersten Lichtleiter 10 austretende polarisierte Licht in den zweiten Lichtleiter
20 mit einem Einfallswinkel Θ = 45° ein. Damit läßt sich das elektrische Feld des in den Licht
leiter 20 einfallenden polarisierten Lichts wie folgt ausdrücken:
A₀: Amplitude des Einfallslichts.
Durch die Doppelbrechung, die die an den zweiten Lichtleiter 20 angelegte Spannung hervorruft,
wird auf der optischen Achse X und Y eine Phasenverzögerung TX2 bzw. TY2 erzeugt. Das elek
trische Feld des aus dem zweiten Lichtleiter 20 austretenden polarisierten Lichts läßt sich wie
folgt ausdrücken:
A₀: Amplitude des Einfallslichts.
Das aus dem zweiten Lichtleiter 20 austretende Licht nimmt damit die in Fig. 12 gezeigte Form
an, und es kann linear polarisiertes Licht, elliptisch polarisiertes Licht von beliebiger elliptischer
Gestalt ebenso wie zirkular polarisiertes Licht erzeugt werden. Jede dieser polarisierten Lichtar
ten ist jedoch eine polarisierte Welle konstanter Richtung gegenüber der optischen Achse X und
Y des zweiten Lichtleiters 20. In Fig. 12 hat linear polarisiertes Licht einen Winkel von 45° zu
beiden optischen Achsen X und Y des Lichtleiters 20, und Haupt- und Nebenachsen eines ellip
tisch polarisierten Lichts haben einen Winkel von 45° zu den beiden optischen Achsen X und Y
des Lichtleiters 20. Nur polarisiertes Licht von gleichbleibender Richtung ist am Ausgangsende
des Lichtleiters 20 zu entnehmen. So kann zum Beispiel linear polarisiertes Licht mit einem
Winkel von 22,5° zu den optischen Achsen X und Y des Lichtleiters 20 nicht entnommen
werden.
Wenn man, wie vorstehend beschrieben, der Polarisationsrichtung des Einfallslichtes einen
Winkel von 45° gibt, kann in beliebiger Weise polarisiertes Licht, das heißt linear polarisiertes
Licht, elliptisch polarisiertes Licht von willkürlicher elliptischer Gestalt und zirkular polarisiertes
Licht erzeugt werden; aber die Polarisationsrichtung des austretenden polarisierten Lichts hängt
von der Richtung der optischen Achse des Lichtleiters ab.
Nun soll das zweite Ausführungsbeispiel einer Polarisationsänderungs-Vorrichtung gemäß der
Erfindung beschrieben werden, mit dem die für das erste Ausführungsbeispiel genannte Schwie
rigkeit eliminiert ist.
Zunächst soll unter Hinweis auf Fig. 13 das Prinzip erläutert werden. Mit den Bezugszeichen
10, 20 und 300 sind ein erster, ein zweiter und ein dritter jeweils die Polarisationsebene beibe
haltender Lichtleiter des gleichen Typs bezeichnet, die miteinander seriell verbunden sind.
Wenn zueinander orthogonale optische Achsen jedes der die Polarisationsebene beibehaltenden
Lichtleiter mit X und Y angenommen werden, sind die benachbarten Lichtleiter seriell so mitein
ander verbunden, daß die orthogonalen optischen Achsen X und Y dieser beiden Lichtleiter im
Verhältnis zueinander unter einem Winkel von 45° in bezug auf die Lichtleiterachse versetzt
(gedreht) sind. Anders gesagt, an einem ersten Polarisationsebenenwechselstück 30 sind der
erste und zweite, die Polarisation beibehaltende Lichtleiter 10 und 20 so aneinander ange
schlossen, daß die optischen Achsen X und Y des zweiten Lichtleiters 20 unter einem Winkel
von 45° gegenüber den optischen Achsen X und Y des ersten Lichtleiters 10 mit Bezug auf die
Lichtleiterachse verdreht sind, und am zweiten Polarisationsebenenwechselstück 30′ sind der
zweite und dritte Lichtleiter 20 und 300 so miteinander verbunden, daß die optischen Achsen X
und Y des dritten, die Polarisation beibehaltenden Lichtleiters 300 unter einem Winkel von 45°
gegenüber den optischen Achsen X und Y des zweiten Lichtleiters 20 in bezug auf die Lichtlei
terachse gedreht sind.
Mit Bezugszeichen 40 ist ein erstes Bauteil bezeichnet, welches den ersten Lichtleiter 10 in
Spannung versetzt, Bezugszeichen 40′ zeigt ein zweites Bauteil, mit dem an den zweiten Licht
leiter 20 Spannung angelegt wird, und Bezugszeichen 40" zeigt ein drittes Bauteil zum Anlegen
von Spannung an den dritten Lichtleiter 300. Die Länge des ersten, die Polarisationsebene
beibehaltenden Lichtleiters ist so festgelegt, daß eine Phasendifferenz von mehr als einer
Wellenlänge zwischen dem sich ausbreitenden Licht, welches in Richtung der optischen Achse
X schwingt, und dem sich ausbreitenden Licht erzeugt wird, welches in Richtung der optischen
Achse Y schwingt, indem über den Spannungsvermittler 40 Spannung angelegt wird. In ähnli
cher Weise ist die Länge des zweiten Lichtleiters 20 und auch die Länge des dritten Lichtleiters
300 so festgelegt, daß eine Phasendifferenz von mehr als einer Wellenlänge jeweils zwischen
dem sich ausbreitenden Licht, welches in Richtung der optischen Achse X schwingt, und dem
sich ausbreitenden Licht, welches in Richtung der optischen Achse Y schwingt, durch Anlegen
von Spannung erzeugt wird.
Unter Hinweis auf Fig. 14 soll ein spezielles erstes Beispiel der Polarisationsänderungs-Vorrich
tung mit einer vorgenannten Anordnung beschrieben werden. In der Vorrichtung gemäß Fig. 14
wird als Mittel zum Beeinflussen der optischen Eigenschaften eines Lichtleiters zwecks Ände
rung der Phasendifferenz ein Spannungsvermittler von gleicher Anordnung verwendet wie beim
ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 dargestellt. Bei dem speziellen, in Fig. 14 gezeigten
Beispiel sind die die Polarisationsebenen beibehaltenden Lichtleiter 10, 20 und 300, die an den
beiden Polarisationsebenenwechselstücken 30 und 30′ seriell verbunden sind, so aneinander
angeschlossen, daß die optischen Achsen X und Y der benachbarten Lichtleiter jeweils unter
einem Winkel von 45° in bezug auf die Lichtleiterachse gedreht sind. Außerdem sind drei
Spannungsvermittler 40, 40′ und 40′′ zum Anlegen von Spannung an die drei Lichtleiter 10, 20
und 300 vorgesehen. Um einen ersten Piezozylinder 41 ist ein erster Abschnitt vorherbestimm
ter Länge des ersten Lichtleiters 10 gewickelt, ein Abschnitt vorherbestimmter Länge des zwei
ten Lichtleiters 20 ist um einen zweiten Piezozylinder 41′ gewickelt, und ein Abschnitt vorher
bestimmter Länge des dritten Lichtleiters 300 ist um einen dritten Piezozylinder 41′′ gewickelt.
Fig. 15 zeigt ein bestimmtes zweites Beispiel einer Polarisationsänderungs-Vorrichtung gemäß
der Erfindung. Bei dem in Fig. 15 gezeigten Beispiel ist ein vorherbestimmter Längenabschnitt
des ersten Lichtleiters 10 um den ersten Piezozylinder 41 gewickelt, ein vorherbestimmter Län
genabschnitt des zweiten Lichtleiters 20 ist um den zweiten Piezozylinder 41′ gewickelt, und
ein vorherbestimmter Längenabschnitt des dritten Lichtleiters 300 ist wiederum um den ersten
Piezozylinder 41 gewickelt. Dabei ist, in Fig. 15 gesehen, der erste Lichtleiter um den unteren
Bereich des ersten Piezozylinders 41 und der dritte Lichtleiter 300 um den oberen Teil des
ersten Piezozylinders 41 gewickelt. Natürlich könnte auch der erste Lichtleiter 10 um den
oberen Teil des ersten Piezozylinders 41 und der dritte Lichtleiter 300 um den unteren Teil des
ersten Piezozylinders 41 gewickelt sein.
Bei jedem dargestellten Beispiel wird dem einfallenden Licht (polarisierten Licht), welches in den
ersten Lichtleiter 10 eintritt, während es sich durch die optische Achse X und die optische
Achse Y fortpflanzt, durch die Brechzahldifferenz zwischen beiden (der Achse X und der Achse
Y) eine Phasendifferenz vermittelt. Das den Lichtleiter 10 durchsetzende Licht, dem eine
Phasendifferenz vermittelt wurde, tritt dann in den an den ersten Lichtleiter 10 angeschlossenen
zweiten Lichtleiter 20 am ersten Polarisationsebenenwechselstück 30 so ein, daß die optischen
Achsen X und Y unter einem Winkel von 45° gegenüber den optischen Achsen X und Y des
ersten Lichtleiters 10 verdreht sind, und pflanzt sich durch den zweiten Lichtleiter 20 fort. In
diesem Lichtleiter 20 erhält das Einfallslicht wiederum während seiner Ausbreitung eine Phasen
differenz, wie im ersten Lichtleiter 10. Nach Durchlauf des zweiten Lichtleiters 20 tritt das Licht
dann in den am zweiten Polarisationsebenenwechselstück 30′ angeschlossenen, zweiten Licht
leiter 20 so ein, daß die optischen Achsen X und Y unter einem Winkel von 45° gegenüber den
optischen Achsen X und Y des zweiten Lichtleiters 20 verdreht sind und durchsetzt den dritten
Lichtleiter 300. In diesem Lichtleiter 300 erhält das Licht wiederum eine Phasendifferenz, wie
schon in den Lichtleitern 10 und 20.
Das aus dem dritten Lichtleiter 300 austretende Polarisationslicht ist eine zusammengesetzte
Welle aus Licht, welches die optischen Achsen X und Y des dritten Lichtleiters 300 durchlaufen
hat. Das soll nachfolgend näher erläutert werden.
Das elektrische Feld E des in den ersten, die Polarisationsebene aufrechterhaltenden Lichtleiter
10 einfallenden Lichts läßt sich, wie schon gesagt, wie folgt ausdrücken:
E = A₀cos(ωt),
worin A₀: Amplitude des Einfallslichts.
Angenommen, das Einfallslicht tritt in den ersten Lichtleiter 10 unter dem Einfallswinkel Θ zur
optischen Achse ein, dann wird das elektrische Feld wie folgt ausgedrückt:
In Richtung der optischen Achse X: EX = A₀cos(Θ)cos(ωt)
In Richtung der optischen Achse Y: EY = A₀sin(Θ)cos(ωt).
In Richtung der optischen Achse Y: EY = A₀sin(Θ)cos(ωt).
Wenn die durch Brechung der optischen Achsen während der Fortpflanzung durch den ersten
Lichtleiter 10 erzeugte Phasendifferenz im einfallenden Licht T₁ beträgt, dann wird das elektri
sche Feld des aus dem ersten Lichtleiter 10 austretenden Lichts wie folgt ausgedrückt:
EX = A₀cos(Θ)cos(ωt-T)
EY = A₀sin(Θ)cos(ωt).
EY = A₀sin(Θ)cos(ωt).
Das elektrische Feld des in den zweiten Lichtleiter 20 einfallenden Lichts wird wie unten ange
geben ausgedrückt, da der erste Lichtleiter 10 und der zweite Lichtleiter 20 miteinander so
verbunden sind, daß die optischen Achsen der beiden unter einem Winkel von 45° in bezug auf
die Lichtleiterachse im Verhältnis zueinander gedreht sind.
Wenn diese Phasendifferenz des Einfallslichts, die durch Brechung der optischen Achsen
während der Fortpflanzung von Licht durch den zweiten Lichtleiter 20 erzeugt wird, mit T₂
angenommen wird, läßt sich das elektrische Feld des aus dem zweiten Lichtleiter 20 austreten
den Lichts wie folgt ausdrücken:
Da der zweite Lichtleiter 20 mit dem dritten Lichtleiter 300 so verbunden ist, daß deren opti
sche Achsen zueinander unter einem Winkel von 45° in bezug auf die Faserachse verdreht sind,
kann das elektrische Feld des in den dritten Lichtleiter 300 einfallenden Lichts wie folgt ausge
drückt werden:
Wenn die Phasendifferenz des Einfallslichtes, die durch Brechen der optischen Achsen während
der Fortpflanzung durch den dritten Lichtleiter 300 erzeugt wird, mit T₃ angenommen wird, läßt
sich das elektrische Feld des aus dem dritten Lichtleiter 300 austretenden Lichts wie folgt
ausdrücken:
Unter Bezugnahme auf die obigen Gleichungen zeigt Fig. 16 den Polarisationszustand des aus
dem dritten Lichtleiter abgestrahlten Lichts für den Fall, daß ωt im Bereich von 0-2 π variiert.
Fig. 16 zeigt den Fall, bei dem der Einfallswinkel Θ = 0 und ωt in Schritten von π/4 geändert
wird. Wie aus dieser Fig. hervorgeht, ist anhand des zweiten Ausführungsbeispiels ohne
weiteres zu verstehen, daß linear polarisiertes Licht für jeden Winkel auch unabhängig vom
Polarisationszustand des Einfallslichts verwirklicht werden kann.
Fig. 17 zeigt zu Vergleichszwecken den Polarisationszustand des abgestrahlten Lichts unter
ähnlicher Bedingung für das erste Ausführungsbeispiel, wenn nur ein Polarisationsebenen
wechselstück vorgesehen ist, an welchem zwei Lichtleiter miteinander verbunden sind. Fig. 17
zeigt ähnliche Ergebnisse wie Fig. 12. Im Fall von Fig. 17 wird ein linear polarisiertes Licht mit
einem Winkel von 45° zur optischen Achse des Lichtleiters deshalb ausgegeben, weil das
einfallende, linear polarisierte Licht mit einem Einfallswinkel Θ = O eintrat.
Bei dem obigen Beispiel ist als Spannungsvermittler das für das erste Ausführungsbeispiel in
Fig. 6 gezeigte Bauteil benutzt. Das zweite Ausführungsbeispiel kann aber auch mit einem
Spannungsvermittler des in Fig. 7 gezeigten, zweiten Typs versehen werden. In diesem Fall ist
der erste Lichtleiter 10 und der zweite Lichtleiter 20 um den ersten Piezozylinder und der dritte
Lichtleiter 300 um den zweiten Piezozylinder gewickelt.
Bei jedem speziellen Beispiel für die zweite Ausführungsform ist als Lichtleiter eine die Polarisa
tionsebene beibehaltende optische Faser benutzt. Es kann aber auch ein gewöhnlicher Lichtleiter
verwendet werden, der im Vergleich zu einem die Polarisationsebene beibehaltenden Lichtleiter
weniger kostet. Allerdings ist die in einem gewöhnlichen Lichtleiter erzeugte Doppelbrechung
geringer als die in einem die Polarisationsebene beibehaltenden Lichtleiter, so daß stärkerer
Druck aufgebracht und eine größere Faserlänge benutzt werden muß.
Als nächstes soll unter Hinweis auf Fig. 18 ein Ausführungsbeispiel einer Meßvorrichtung für
den Polarisationsgrad beschrieben werden, die mit einer Polarisationsänderungs-Vorrichtung
gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung arbeitet. In Fig. 18 ist eine Polarisa
tionsänderungs-Vorrichtung mit 100 bezeichnet. Diese Vorrichtung entspricht dem unter
Hinweis auf Fig. 14 oder 15 beschriebenen Ausführungsbeispiel einer Polarisationsänderungs-
Vorrichtung. Das von der Vorrichtung 100 zum Ändern des Polarisationszustandes ausge
strahlte, polarisierte Licht, dessen Polarisationszustand geändert wurde, wird in einen Photo
analysator 101 eingeleitet. Das vom Photoanalysator 101 hindurchgelassene Licht wird in seiner
Polarisationslichtstärke von einem Photodetektor 102 erfaßt. Die durchgelassene Polarisations
lichtstärke des Photoanalysators 101, die der Photodetektor 102 ermittelt hat, wird in einem
Datenspeicher 103 gespeichert.
In Fig. 18 sind ferner eine Steuerschaltung 104, eine Steuerantriebsschaltung 105 und eine
Recheneinheit 106 angedeutet.
Wie schon erwähnt, kann der Polarisationsgrad gemäß folgender Gleichung anhand des
Maximal- und Minimalwertes der vom Photoanalysator 101 hindurchgelassenen Polarisations
lichtstärke gemessen werden.
Polarisationsgrad = (Maximalwert - Minimalwert)/(Maximalwert).
Mit anderen Worten, der Photodetektor 102 erfaßt den Maximal- und Minimalwert des ausge
strahlten polarisierten Lichts durch Steuern des Photoanalysators 101, der Maximal- und
Minimalwert wird im Datenspeicher 103 gespeichert, der Polarisationsgrad wird unter Verwen
dung der gespeicherten Maximal- und Minimalwerte mittels der Recheneinheit 106 unter
Zugrundelegung der obigen Formel für den Polarisationsgrad erhalten, und anschließend wird
das Rechenergebnis angezeigt. Da, wie schon erwähnt, bei der Polarisationsänderungs-Vorrich
tung gemäß der vorliegenden Erfindung kein λ/2-Wellenplättchen und kein λ/4-Wellenplättchen
benutzt wird, brauchen keine Einrichtungen zum Drehen dieser Wellenplättchen vorgesehen zu
werden. Da außerdem keine Achsenverschiebung zwischen den Wellenplättchen besteht, ist
keine Einstellung der optischen Achse erforderlich. Da schließlich auch das Einfallslicht keinen
Reflexionsverlust an den Oberflächen der Wellenplättchen erleidet, kann eine Meßvorrichtung
für den Polarisationsgrad geschaffen werden, die den Grad der Polarisation genau und rasch
messen kann.
Aus der obigen Beschreibung geht hervor, daß die Polarisationsänderungs-Vorrichtung gemäß
der vorliegenden Erfindung nicht mit einer komplexen Optik und einem komplexen elektrischen
Steuerungssystem arbeiten muß, um den Polarisationszustand von in einen Lichtleiter eintreten
dem polarisiertem Licht zu ändern. Es ist lediglich eine Steuerung/ Einstellung der Frequenz und
Spannung einer Spannungsquelle zum Ansteuern eines Piezozylinders erforderlich. Aus diesem
Grund kann der Polarisationszustand sehr einfach und sehr schnell geändert werden. Da ferner
keine Rotationseinrichtung erforderlich und keine Einstellung der optischen Achse nötig ist, kann
eine einfache Vorrichtung kostengünstiger aufgebaut werden und das einfallende, polarisierte
Licht trotzdem rasch und genau in polarisiertes Licht von willkürlichem Polarisationszustand
umwandeln und dann ausstrahlen. Außerdem ist im Fall des zweiten Ausführungsbeispiels keine
Vorbedingung hinsichtlich des Einfallswinkels des polarisierten Lichts zu erfüllen, da polarisiertes
Licht von beliebigem Polarisationszustand selbst dann erzeugt werden kann, wenn das in den
Lichtleiter eintretende polarisierte Licht mit einem willkürlichen Einfallswinkel Θ zur optischen
Achse X oder Y des Lichtleiters einfällt. Schließlich läßt sich mit der Polarisationsänderungs-
Vorrichtung gemäß der Erfindung leicht eine Meßvorrichtung schaffen, die exakt und mit hoher
Geschwindigkeit den Polarisationsgrad mißt, kein rotierendes Bauelement enthält und keine
Justierung der optischen Achse erfordert.
Claims (13)
1. Polarisationsänderungs-Vorrichtung, gekennzeichnet durch:
- - einen ersten und einen zweiten, die Polarisationsebene beibehaltenden Lichtleiter (10, 20);
- - ein Polarisationsebenenwechselstück (30), an welchem der erste und zweite Lichtlei ter seriell miteinander so verbunden sind, daß ihre optischen Achsen X und Y in bezug auf die Lichtleitfaserachse zueinander unter einem Winkel von 45° gedreht sind; und
- - zwei Spannungsvermittler (40, 40′), die jeweils die Lichtleiter unter Spannung setzen und jeweils einen Piezozylinder (41) sowie eine Spannungsquelle (43) zum Ansteuern des Piezo zylinders aufweisen;
- - wobei ein vorherbestimmter Längenabschnitt des ersten Lichtleiters (10) um einen ersten Piezozylinder (41) und ein vorherbestimmter Längenabschnitt des zweiten Lichtleiters um einen zweiten Piezozylinder (41′) gewickelt ist und die Schwingungsfrequenz sowie die erzeugte Spannung der Spannungsquelle veränderlich ist.
2. Polarisationsänderungs-Vorrichtung, gekennzeichnet durch:
- - einen ersten und einen zweiten Monomoden-Lichtleiter (10, 20);
- - ein Polarisationsebenenwechselstück, an dem der erste und zweite Lichtleiter seriell miteinander so verbunden sind, daß ihre optischen Achsen X und Y in bezug auf die Lichtleiter faserachse zueinander unter einem Winkel von 45° gedreht sind; und
- - einen Spannungsvermittler (40) zum gemeinsamen Anlegen von Spannung an jeden der Lichtleiter, wobei dieser Spannungsvermittler einen Piezozylinder (41) und eine Span nungsquelle (43) zum Ansteuern des Piezozylinders aufweist;
- - wobei vorherbestimmte Längenabschnitte des ersten und zweiten Lichtleiters nach einander um den Piezozylinder gewickelt sind, das Polarisationsebenenwechselstück ein kleiner Spulenteil (50) ist, der durch Wickeln von Abschnitten der Lichtleiter in einer Schleife an der Verbindungsstelle des ersten und zweiten Lichtleiters geschaffen ist, und wobei sowohl die Schwingungsfrequenz als auch die erzeugte Spannung der Spannungsquelle veränderlich ist.
3. Polarisationsänderungs-Vorrichtung, gekennzeichnet durch:
- - einen ersten, zweiten und dritten Lichtleiter (10, 20, 300);
- - ein erstes Polarisationsebenenwechselstück (30), an dem der erste und zweite Licht leiter seriell so miteinander verbunden sind, daß ihre optischen Achsen X und Y in bezug auf die Lichtleitfaserachse unter einem Winkel von 45° zueinander gedreht sind;
- - ein zweites Polarisationsebenenwechselstück (30′), an dem der zweite und dritte Lichtleiter seriell so miteinander verbunden sind, daß ihre optischen Achsen X und Y in bezug auf die Lichtleitfaserachse zueinander unter einem Winkel von 45° gedreht sind; und
- - mindestens zwei Spannungsvermittler (40, 40′), mit denen Spannung auf jeden der drei Lichtleiter aufbringbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Spannungs
vermittler (40) einen Piezozylinder (41) und eine Spannungsquelle (43) zum Ansteuern des
Piezozylinders aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingungsfre
quenz der Spannungsquelle ebenso veränderlich ist wie die von ihr erzeugte Spannung.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß drei
Spannungsvermittler (40, 40′, 40′′) vorgesehen sind, von denen jeder einen Piezozylinder und
eine Spannungsquelle zum Ansteuern des Piezozylinders aufweist, daß der erste Lichtleiter (10)
um einen Piezozylinder (41) eines ersten Spannungsvermittlers (40) gewickelt ist, daß der
zweite Lichtleiter (20) um einen Piezozylinder (41′) eines zweiten Spannungsvermittlers (40′)
und der dritte Lichtleiter (300) um einen Piezozylinder (41′′) eines dritten Spannungsvermittlers
(40′′) gewickelt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Licht
leiter (10) um einen ersten Piezozylinder (41) gewickelt ist, daß der zweite Lichtleiter (20) um
einen zweiten Piezozylinder (41′) und der dritte Lichtleiter (300) um den ersten Piezozylinder
(41) gewickelt ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und
zweite Lichtleiter um einen ersten Piezozylinder gewickelt sind, und daß der dritte Lichtleiter um
einen zweiten Piezozylinder gewickelt ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3-8, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der
Lichtleiter eine die Polarisationsebene aufrechterhaltende Lichtleitfaser ist.
10. Meßvorrichtung für den Polarisationsgrad, gekennzeichnet durch:
- - eine Polarisationsänderungs-Vorrichtung (100) mit einem ersten, zweiten und dritten Lichtleiter (10, 20, 300), einem ersten Polarisationsebenenwechselstück, an dem der erste und zweite Lichtleiter seriell so miteinander verbunden sind, daß ihre optischen Achsen X und Y in bezug auf die Lichtleitfaserachse zueinander unter einem Winkel von 45°C gedreht sind, einem zweiten Polarisationsebenenwechselstück, an dem der zweite und dritte Lichtleiter seriell so miteinander verbunden sind, daß ihre optischen Achsen X und Y in bezug auf die Lichtleitfaser achse zueinander unter einem Winkel von 45°C gedreht sind, und mindestens zwei Spannungsvermittlern zum Aufbringen von Spannung auf jeden der drei Lichtleiter;
- - einen Photoanalysator (101), in den das von der Polarisationsänderungs-Vorrichtung nach dem Ändern des Polarisationszustandes ausgestrahlte, polarisierte Licht eingegeben wird;
- - einen Photodetektor (102), der die durch den Photoanalysator hindurchgelassene Polarisationslichtleistung oder -stärke erfaßt;
- - einen Datenspeicher (103), der die vom Photodetektor ermittelte Polarisationslichtlei stung speichert; und
- - eine Recheneinheit (106), die den Maximalwert und den Minimalwert der im Daten speicher gespeicherten Polarisationslichtleistung erfaßt und den Polarisationsgrad des ein fallenden, polarisierten Lichts in einem Rechenprozeß unter Verwendung des Maximal- und Minimalwertes berechnet.
11. Meßvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der
Spannungsvermittler (40) einen Piezozylinder (41) und eine Spannungsquelle (43) zum
Ansteuern des Piezozylinders aufweist.
12. Meßvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungs
quelle zum Ansteuern des Piezozylinders sowohl in der Schwingungsfrequenz als auch der von
ihr erzeugten Spannung variabel ist.
13. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 10-12, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder der Lichtleiter eine die Polarisationsebene beibehaltende Lichtleitfaser ist.
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