DE1001342B - Synchronisierschaltung, insbesondere fuer Fernsehempfaenger - Google Patents
Synchronisierschaltung, insbesondere fuer FernsehempfaengerInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
- H04N5/00—Details of television systems
- H04N5/04—Synchronising
- H04N5/06—Generation of synchronising signals
- H04N5/067—Arrangements or circuits at the transmitter end
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Description
Die Erfindung betrifft eine Synchronisierschaltung, insbesondere für Fernsehempfänger, bei der in einer
Phasenvergleichsstufe mit an sich unsymmetrischem Aufbau durch gegenseitige Modulation der Synchronisierimpulse
mit den Schwingungen eines zu synchronisierenden Generators eine Regelspannung zur Nachregelung
des zu synchronisierenden Generators gewonnen wird.
Soll ein Schwingungserzeuger durch irgendeine andere Schwingung synchronisiert werden, so ist dies, wie
bekannt, durch direkte oder indirekte Synchronisierung möglich. Bei der indirekten Synchronisierung wird die
Phase der zu synchronisierenden Schwingung mit der Phase der synchronisierenden Schwingung verglichen.
Dies geschieht in einer Phasenvergleichsstufe, die praktisch eine gegenseitige Modulation der synchronisierenden
mit der zu synchronisierenden Schwingung bewirkt. Aus diesem Vergleich wird eine Spannung,
ζ. B. eine Gleichspannung, gewonnen, deren Höhe von der gegenseitigen Phasenlage der zu vergleichenden
Schwingungen abhängig ist. Diese Spannung regelt dann den Generator so nach, daß Synchronismus entsteht.
Der Vorteil der indirekten Synchronisierung besteht zur Hauptsache darin, daß Störimpulse bzw. zeitweiliges
Ausfallen der Synchronisationsschwingung bzw. Impulse besser überbrückt werden als bei direkter Synchronisation.
Dies ist besonders bei der Zeilensynchronisation von Fernsehgeräten wichtig, damit auf dem Bildschirm
ein möglichst kleiner Störeindruck entsteht.
Zur Erläuterung des Störeindrucks sei auf Fig. 1 der Zeichnung hingewiesen. Es sei f0 die Sollfrequenz, auf
welche der Generator synchronisiert werden soll, z. B. die Zeilenfrequenz der Fernsehsendung. Bei genauer
Synchronisierung wird also der Generator stets mit der Frequenz f0 schwingen. Bleibt nun aus irgendeinem
Grunde die synchronisierende Frequenz (Impulsfolge) für eine gewisse Zeit aus, z. B. durch einen Störimpuls
(Sekundärstörung im Amplitudensieb oder durch Ausfallen der senderseitigen Synchronisierung), so ändert sich
infolge der ausbleibenden Regelspannung aus der Phasenvergleichsschaltung die Frequenz fQ des zu synchronisierenden
Oszillators um einen gewissen Betrag A f. Der Störeindruck sei nun definiert durch den Betrag
fodzAf. Dieser Störeindruck wird um so größer, je
größer diese Frequenzabweichung A f ist. Die Größe von Af hängt nun unter anderem hauptsächlich vom
symmetrischen Arbeiten der Phasenvergleichsschaltung ab. Dabei ist unter Symmetrie zu verstehen, daß der
Oszillator, wenn er ohne Synchronisation in einem Bereich zwischen /Ί bis f2 — dem sogenannten Fangbereich
— schwingt, bei Wiedereinsetzen der synchronisierenden Frequenz wieder auf die Sollfrequenz f0
hingezogen werden kann und daß die Bezeichnung
f0 = JjJph- gilt. Wenn nun mit fF die Freifrequenz
Synchronisierschaltung,
insbesondere für Fernsehempfänger
insbesondere für Fernsehempfänger
Anmelder:
Blaupunkt-Werke G.m.b.H.,
Hildesheim, Hildesheimer Waldstr. 200
Hildesheim, Hildesheimer Waldstr. 200
Dipl.-Ing. Johannes Backwinkel, Hildesheim,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
des Oszillators bezeichnet wird, d. h. die Frequenz, mit
der der Oszillator ohne Synchronisation schwingt, so ist der Störeindruck proportional f0 — fF = Af. Es ist
also das Bestreben, die Frequenzabweichung bei Ausfall
ao der Synchronisation, d. h. Δ f, so klein wie möglich zu
halten. Die Kleinhaltung dieses Frequenzabweichungsbetrages A f ist bisher nur mit bekannten symmetrisch
arbeitenden Phasenvergleichsschaltungen möglich, die jedoch einen Symmetrietransformator oder eine Phasendrehstufe
benötigen und demgemäß teuer sind.
Wird nun eine unsymmetrische Phasenvergleichsstufe verwendet, wie sie später näher beschrieben wird, bei der
beim Ausfallen der Synchronisierungsimpulse die Schaltung für die Schwingung des zu synchronisierenden
Generators unsymmetrisch wird, so kann die Frequenz fF und damit der ganze Fangbereich f1 bis f% des zu synchronisierenden
Generators sehr weit von der Sollfrequenz f0 verschoben werden, da durch die Unsymmetrie der
Phasenvergleichsschaltung bei Ausfall der Synchronisation eine konstante Regelspannung entsteht, die die
Frequenz des zu synchronisierenden Generators stark verschiebt. Demzufolge ist f0 — fF in diesem Fall
wesentlich größer als bei symmetrischem Aufbau der Phasenvergleichsstufe.
Um nun diese nachteiligen Folgen zu vermeiden, ist die erfindungsgemäße Synchronisierschaltung, insbesondere
für Fernsehempfänger, bei der in einer Phasenvergleichsstufe mit an sich unsymmetrischem Aufbau
aus den synchronisierenden Schwingungen und den Schwingungen eines zu synchronisierenden Generators
eine Regelspannung zur Nachregelung des zu synchronisierenden Generators gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß am oder vor dem Einspeisungspunkt der symmetrierenden Schwingung bzw. Impulsfolge eine
zusätzliche Schwingung bzw. Impulsfolge, die mit der zu synchronisierenden Schwingung bzw. Impulsfolge phasenstarr
verbunden ist, eingekoppelt wird, die eine solche Größe und Form hat, daß beim Aussetzen der synchronisierenden
Schwingung alle in diesem Augenblick durch
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den unsymmetrischen Aufbau bedingten zusätzlich auftretenden Regelspannungen praktisch kompensiert
werden und nur eine vom Arbeitszustand unabhängige Grundvorspannung übrigbleibt.
Zur Erklärung der Wirkungsweise der Erfindung sei
auf den Schaltungsaufbau in Fig. 2 verwiesen. Hier ist mit G1 der Generator bezeichnet, der die synchronisierende
Schwingung liefert. Als Generator kann beispielsweise in einem Empfänger das Amplitudensieb betrachtet werden.
R8 ist der Innenwiderstand des Generators. Die Kondensatoren
C7, C1 und C3 dienen zur Gleichspannungsabriegelung.
G2 ist der zu synchronisierende Generator,
beispielsweise der Zeilenoszillator oder die Zeilenendstufe eines Fernsehempfängers. Die Phasenvergleichsstufe
besteht aus einer Modulationsbrücke mit den Gleichrichtern GZ1, GL2, deren Arbeitswiderständen Ji1 und R2
und dem Ladekondensator C2.
Die zu synchronisierende Schwingung und die synchronisierte Schwingung werden in bekannter Weise dieser
Phasenvergleichsstufe derart zugeführt, daß eine Modulation beider Schwingungen durch getrennte Gleichrichtung
der Summe bzw. der Differenz beider zu vergleichenden Schwingungen entsteht. Diese Summe bzw. Differenzspannungen
ergeben durch Gleichrichtung in GL1 bzw. GL2
entsprechende Gleichspannungen, durch welche der Kondensator C2 aufgeladen wird. Die Differenz dieser
Gleichspannungen wird über die Widerstände R5, R6
und R7 sowie die Kondensatoren C4, C5 und C6 geglättet,
wobei durch diese Glieder gleichzeitig Regelschwingungen verhindert werden. Der regelbare Widerstand R3 gestattet
eine Einstellung der Grundvorspannung und kann den Zeilenfrequenzregler darstellen. A4 und C2 formen die
von dem zu synchronisierenden Generator gelieferte Impulsfolge, beispielsweise die Rücklauf impulse des
Zeilenkipptransformators, in eine für den Phasenvergleich günstige Form, beispielsweise Sägezahnform, um. Der
Kondensator C2 soll möglichst groß sein, damit die Impulse von G1 in derselben Größe an GZ1 wie an GL2
gelangen. Setzt nun die Synchronisation aus, d. h. liefert der Generator G1 keine Spannung bzw. Impulsfolge
mehr, so erfolgt statt einer Modulation der zu vergleichenden Spannungen eine Gleichrichtung der Sägezahnspannung
des Generators G2. Da der Innenwiderstand des Generators G1 in diesem Fall einen Nebenschluß zum
Gleichrichter GL2 darstellt, tritt eine Differenzspannung
von GL1 und GL2 in der Regelleitung auf, die /Ί bis f2
und damit die Freifrequenz fF des Generators G2 durch
die zusätzliche Regelspannung so verschiebt, daß der Fangbereich ft bis f2 und damit fF um einen großen
Betrag A f von der Sollfrequenz f0 verschoben wird. Dies
bedeutet einen großen Störeindruck bei Ausfall der Synchronisation. Zur Vermeidung dieses Nachteils wird
nun erfindungsgemäß über den Kondensator C8 eine Schwingung bzw. Impulsfolge geeigneter Form und
Größe dem Eingang der Phasenvergleichsstufe zugeführt, die mit dem Vergleichssägezahn vom Generator G2
phasenstarr verbunden ist. Dadurch wird in der Phasenvergleichsstufe eine zusätzliche konstante Spannung
erzeugt, die der konstanten Spannung, entstehend aus der alleinigen Gleichrichtung der Schwingung des zu
synchronisierenden Generators, entgegenwirkt. Eine derartig aufgebaute Phasenvergleichsstufe weist nunmehr
alle Merkmale der Symmetrie auf, ohne daß eine symmetrisch arbeitende Phasenvergleichsstufe benötigt wird.
Da die zusätzlich dem Eingang der Phasenvergleichsstufe zugeführte Schwingung mit der zu synchronisierenden
Schwingung phasenstarr verbunden ist, d. h. im Ausführungsbeispiel dem Generator G2 direkt entnommen
wird, wird durch diese Schwingung im normalen Arbeitsfall, d. h. also bei Vorhandensein der Synchronisierimpulse,
keine Regelspannung erzeugt. Beim Ausfall der Synchronisierimpulse entsteht jedoch eine konstante
Regelspannung bei entsprechender Form und Größe der zusätzlich zugeführten Spannung, die allen aus dem
unsymmetrischen Aufbau resultierenden verschiedenen Spannungen entgegenwirkt und somit der gewünschten
Verschiebung f0 = ■ auch bei dieser an sich
unsymmetrischen Schaltung beim Ausbleiben von Synchronisierimpulsen Gültigkeit verschafft. Die Zusatzimpulsfolge
kann, wie gezeigt, in den Einspeisungspunkt der symmetrierenden Schwingung bzw. Impulsfolge
eingekoppelt sein, sie kann jedoch auch schon vor dem Einspeisungspunkt der symmetrierenden Schwingung in
dem Weg dieser Schwingung eingekoppelt sein, z. B. im Amplitudensieb, und mit dieser gemeinsam an die
Phasenvergleichsstufe angelegt werden. Die Einkopplung der zusätzlichen Impulsfolge darf jedoch nicht an einer
Stelle erfolgen, wo der Weg durch eine Störung gesperrt werden kann. Sie darf z. B. nicht dem Gitter der ersten
Stufe des Amplitudensiebes oder vorher zugeführt werden. Die Zusatzimpulsfolge kann dem Zeilenoszillator
eines Fernsehgerätes entnommen werden oder auch der Zeilenendstufe des Empfängers. Es ist auch möglich, die
Zusatzimpulsfolge einer der vorhandenen oder einer besonderen Wicklung des Zeilenkippausgangstransformators
zu entnehmen.
Die durch die Phasenvergleichsstufe gewonnene Regelspannung wird, wie an sich bekannt, zur Steuerung des
zu synchronisierenden Generators, also im Beispiel des Zeilenoszillators eines Fernsehempfängers, benutzt. Im
Beispiel steuert die Regelspannung die Frequenz des Generators G2.
Claims (4)
1. Synchronisierschaltung, insbesondere für Fernsehempfänger, bei der in einer Phasenvergleichsstufe
mit an sich unsymmetrischem Aufbau aus den Synchronisierimpulsen und der Schwingung des zu
synchronisierenden Generators eine Regelspannung zur Nachregelung des zu synchronisierenden Generators
gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, daß am oder vor dem Einspeisungspunkt der symmetrierenden
Schwingung bzw. Impulsfolge eine zusätzliche Schwingung bzw. Impulsfolge, die mit der zu synchronisierenden
Schwingung bzw. Impulsfolge phasenstarr verbunden ist, eingekoppelt wird, die eine solche
Größe und Form hat, daß beim Aussetzen der synchronisierenden Schwingung die in diesem Augenblick
durch den unsymmetrischen Aufbau bedingte zusätzlich auftretende Regelspannung praktisch kompensiert
wird und nur eine vom Arbeitszustand unabhängige Grundvorspannung übrigbleibt.
2. Synchronisierschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Schwingung bzw.
Impulsfolge aus dem Zeilenoszillator eines Fernsehgerätes entnommen wird.
3. Synchronisierschaltung nach Ajispruchl, dadurch
gekennzeichnet, daß die zusätzliche Schwingung bzw. Impulsfolge aus der Zeilenendstufe eines Fernsehempfängers
entnommen wird.
4. Synchronisierschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Schwingung bzw.
Impulsfolge einer der vorhandenen oder einer besonderen Wicklung des Zeilenkippausgangstransformators
eines Fernsehgerätes entnommen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
I 609 767/298 1.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB35644A DE1001342B (de) | 1955-05-06 | 1955-05-06 | Synchronisierschaltung, insbesondere fuer Fernsehempfaenger |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB35644A DE1001342B (de) | 1955-05-06 | 1955-05-06 | Synchronisierschaltung, insbesondere fuer Fernsehempfaenger |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1001342B true DE1001342B (de) | 1957-01-24 |
Family
ID=6964666
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB35644A Pending DE1001342B (de) | 1955-05-06 | 1955-05-06 | Synchronisierschaltung, insbesondere fuer Fernsehempfaenger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1001342B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3302700A1 (de) * | 1983-01-27 | 1984-08-02 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Schaltungsanordnung zum einstellen der mittenfrequenz des oszillators eines phasenregelkreises |
-
1955
- 1955-05-06 DE DEB35644A patent/DE1001342B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3302700A1 (de) * | 1983-01-27 | 1984-08-02 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Schaltungsanordnung zum einstellen der mittenfrequenz des oszillators eines phasenregelkreises |
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