DE10012882A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Aufbringung eines Halbleiter-Chips auf ein Trägerelement - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Aufbringung eines Halbleiter-Chips auf ein TrägerelementInfo
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Abstract
Die Erfindung gibt ein vereinfachtes Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Aufbringung eines integrierten Schaltkreises (1) auf ein Trägerelement (6) an, bei dem/der auf eine untere Kontaktfläche (2) des integrierten Schaltkreises (1) eine aushärtbare Ausgleichsschicht (5) von zunächst pastenartiger Konsistenz im wesentlichen flächendeckend aufgetragen wird, woraufhin der integrierte Schaltkreis (1) über die Ausgleichsschicht (5) mit dem Trägerelement (6) nach relativer Ausrichtung zusammengefügt wird, um dann eine elektrische Verbindung zwischen dem integrierten Schaltkreis (1) und Leiterzügen (9) des Trägerelements (6) über die Dicke der Ausgleichsschicht (5) überwindende elektrische Leitungen (12) herzustellen, woraufhin die Ausgleichsschicht (5) unter Volumenvergrößerung ausgehärtet wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung
zur Aufbringung eines integrierten Schaltkreises auf ein Trä
gerelement gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 bzw. 8.
Um eine mechanische und elektrische Einbindung eines inte
grierten Schaltkreises innerhalb der Schaltung eines elektro
nischen Gerätes herzustellen, können integrierte Schaltkreise
in allgemein bekannter Weise platz- und materialsparend durch
sogenanntes "chip-size/scale-packaging (CPS)" oder derglei
chen mit einem Trägerelement verbunden werden. Als Trägerele
ment kann hier zum Beispiel eine flexible Umverdrahtungsfolie
zum Einsatz kommen, die aus einer ca. 50 Mikrometer dicken
Polyimidfolie mit ca. 15 Mikrometer dicken Kupferleiterzügen
bestehen kann. Um thermomechanische Spannungen aufgrund von
betriebs- oder montagebedingten Temperaturdifferenzen zwi
schen dem integrierten Schaltkreis und dem Trägerelement zu
minimieren, wird der Zwischenraum zwischen beiden Elementen
gewöhnlich mit einer Ausgleichsschicht ausgefüllt. Die Aus
gleichsschicht nimmt die unerwünschten Spannungen auf, so daß
insbesondere die Gefahr eines Abrisses von den integrierten
Schaltkreis mit dem Trägerelement verbindenden elektrischen
Leitungen an den Kontaktierungsstellen wirksam reduziert
wird.
Aus der WO 97/40958 ist ein Verfahren zur Aufbringung eines
integrierten Schaltkreises auf ein Trägerelement bekannt, das
durch Unterfüllen des Zwischenraums die spannungsaufnehmende
Ausgleichsschicht schafft. Zu diesem Zwecke wird zunächst der
integrierte Schaltkreis über abstandhaltende Silikonpunkte
auf dem Trägerelement aufgebracht, um den Zwischenraum in
seiner Breite festzulegen. Danach wird die elektrische Ver
bindung zwischen dem integrierten Schaltkreis und dem Trägerelement
durch Ausbrechen von Leiterbahnabschnitten aus vorge
fertigten Durchbrüchen im Trägerelement und anschließendem
Befestigen an korrespondierenden Kontaktstellen am integrier
ten Schaltkreis hergestellt. Das Befestigen erfolgt hierbei
durch ein sogenanntes Bondingverfahren. Als Nächstes wird un
ter Druckabschluß ein zunächst fließfähiges Material in den
Zwischenraum mittels Unterdruckwirkung eingebracht, das
schließlich zur Bildung der Ausgleichsschicht aushärtet.
Dabei ist von Nachteil, daß aufwendige gerätetechnische Vor
aussetzungen zum Unterfüllen des integrierten Schaltkreises
mittels Unterdruckwirkung erforderlich sind, um ein vollstän
diges Ausfüllen des Zwischenraumes zu garantieren. Weiterhin
muß die Fließfähigkeit des Materials der Ausgleichsschicht
während des Unterfüllens stets sichergestellt werden. Daher
sind bei dieser bekannten Lösung zum Aufbringung des inte
grierten Schaltkreises auf das Trägerelement eine Vielzahl
von Verfahrensschritten erforderlich, welche insgesamt eine
zeitaufwendige Montage verursachen.
Aus der WO 97/27624 ist eine Vorrichtung zum Unterfüllen des
Zwischenraumes bekannt, mit der im Vergleich hierzu weniger
Herstellungsschritte erforderlich sind. Über den elektrisch
und mechanisch beabstandet mit dem Trägerelement verbundenen
integrierten Schaltkreis wird eine Form becherartig gestülpt,
die den integrierten Schaltkreis umgibt und deren Rand auf
dem Trägerelement zur Auflage kommt. Eine daran angeordnete
Injektionseinrichtung drückt zeitnah ein fließfähiges Mate
rial, das im ausgehärteten Zustand die Ausgleichsschicht bil
det, in den Zwischenraum. Da das Unterfüllen insoweit mittels
Überdruck erfolgt, ist es hier nicht erforderlich einen Un
terdruck im Zwischenraum herzustellen. Zwar sind mit der Vor
richtung vergleichsweise weniger Herstellungsschritte notwen
dig, so daß eine etwas kürzere Montagezeit realisiert werden
kann; gleichwohl ist die Vorrichtung zum Unterfüllen insge
samt recht aufwendig und kompliziert aufgebaut.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Ver
fahren sowie eine Vorrichtung zur Aufbringung eines inte
grierten Schaltkreises auf ein Trägerelement zu schaffen,
das/die eine Vereinfachung in der Herstellung unter Erzielung
einer optimalen spannungsabsorbierenden Funktion der Aus
gleichsschicht ermöglicht.
Die Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens durch den An
spruch 1 und hinsichtlich der Vorrichtung durch den Anspruch
8 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in
den jeweils abhängigen Ansprüchen angegeben.
Die Erfindung schließt die verfahrenstechnische Lehre ein,
daß zur Aufbringung eines integrierten Schaltkreises auf ein
Trägerelement an der unteren Kontaktfläche des integrierten
Schaltkreises eine aushärtbare Ausgleichsschicht von pasten
artiger Konsistenz im wesentlichen flächendeckend unter Frei
lassung der elektrischen Kontaktstellen aufgetragen wird, daß
anschließend der integrierte Schaltkreis über die Ausgleichs
schicht mit dem Trägerelement nach relativer Ausrichtung haf
tend zusammengefügt wird, daß daraufhin eine elektrische Ver
bindung zwischen dem integrierten Schaltkreis und Leiterzügen
des Trägerelements über die Dicke der Ausgleichsschicht über
windende elektrische Leitungen hergestellt wird, und daß
schließlich die Ausgleichsschicht unter Volumenvergrößerung
ausgehärtet wird.
In vorteilhafter Weise wendet sich die Erfindung damit von
der im Stand der Technik angewendeten Unterfülltechnik ab und
beschreitet einen neuen Weg, indem das Auftragen des die Aus
gleichsschicht im ausgehärteten Zustand bildenden Materials
vor dem elektrischen Kontaktieren erfolgt. Damit wird insbe
sondere der erste Verfahrensschritt des zwischenraumbildenden
Anheftens des integrierten Schaltkreises - beispielsweise
mittels Silikonpunkte - gänzlich eingespart, so daß sich die
Herstellung deutlich vereinfacht. Mit dem Aufbringen des in
tegrierten Schaltkreises auf das Trägerelement wird in vorteilhafter
Weise gleichzeitig auch die Grundlage zur Bildung
der Ausgleichsschicht geschaffen. Ein zuverlässiges Ausfüllen
des Zwischenraums wird durch das Aushärten der Ausgleichs
schicht unter Volumenvergrößerung garantiert. Insgesamt ver
kürzt das erfindungsgemäße Verfahren die Montagezeit.
Eine weitere die Erfindung verbessernde Maßnahme besteht dar
in, daß die elektrischen Leitungen zunächst ungestrafft zwi
schen dem integrierten Schaltkreis und dem Trägerelement be
festigt werden. Die elektrischen Leitungen werden erst bei
der Volumenvergrößerung der Ausgleichsschicht gestrafft, d. h.
relativ zur Oberfläche des Trägerelements tendenziell aufge
richtet. Die Länge der gestrafften Leitungen entspricht dabei
einer Mindestdicke der Ausgleichsschicht, die vorhanden sein
muß, um die auftretenden Spannungen ausgleichen zu können. Im
ungestrafften Zustand sind die elektrischen Leitungen bei
spielsweise als lockere Kupferbändchen mit bogenförmiger Ge
stalt ausgebildet.
Die Volumenvergrößerung der Ausgleichsschicht kann auf ver
schiedene Weise herbeigeführt werden. Zum einen kann dieses
durch Einbringen eines Gases während des Auftragens oder wäh
rend des Aushärtens erfolgen. Zum anderen kann das Volumen
der Ausgleichsschicht auch durch einen (während des Aushär
tens) gasfreisetzenden Stoff vergrößert werden, der dem
Grundmaterial beigemischt ist.
Vorzugsweise kann der Prozeß der Volumenvergrößerung ausge
löst werden durch Erhöhung der Temperatur der Ausgleichs
schicht beim Aushärten oder Bestrahlung der Ausgleichsschicht
mit ultraviolettem Licht oder auf eine andere geeignete Wei
se. Hierfür kann ein Heizgerät bzw. eine UV-Lampe Verwendung
finden. Eine Temperaturerhöhung ist daneben auch durch eine
exotherme Reaktion des Materials der Ausgleichsschicht wäh
rend des Aushärtens zu bewirken. In diesem Falle sind keine
separaten temperaturerhöhenden Mittel erforderlich.
Es ist vorteilhaft, wenn bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
die elektrischen Leitungen durch ein herkömmliches Bonding
verfahren befestigt werden, um eine schnelle und zuverlässige
Kontaktierung des integrierten Schaltkreises mit den hier ge
gebenen geometrischen Abmessungen sicherzustellen. So kann
als Bondingverfahren beispielsweise das sogenannte "Leadbon
ding", "Laserbonding" oder "Thermokompression-Bonding" ange
wendet werden.
Das vorstehend beschriebene Verfahren zur Aufbringung eines
integrierten Schaltkreises - der auch mittels Chipscheiben
technologie hergestellt werden kann - auf ein Trägerelement
kann vorzugsweise mit einer Vorrichtung ausgeführt werden,
die ein Beschichtungsmittel zum im wesentlichen flächen
deckenden Auftragen einer aushärtbaren klebenden Ausgleichs
schicht auf eine untere Kontaktfläche des integrierten
Schaltkreises umfaßt. Das Beschichtungsmittel kann dabei eine
Art druckbetätigbare Zylinderanordnung mit einer Austritts
öffnung oder eine Anordnung zum Drucken sein. Weiterhin um
faßt die Vorrichtung ein Bestückungsmittel - beispielsweise
ein Pick-And-Place-Gerät - zum ausgerichteten Zusammenfügen
des integrierten Schaltkreises mit dem Trägerelement vermit
tels der haftenden Ausgleichsschicht. Ein Verdrahtungsmittel
- insbesondere ein Bonding-Gerät - dient dem elektrischen
Verbinden des integrierten Schaltkreises mit Leiterzügen des
Trägerelements über elektrische Leitungen, welche die Dicke
der Ausgleichsschicht überwinden. Die elektrischen Leitungen
sind vorzugsweise als zu den Leiterzügen des Trägerelements
gehörige Kupferbändchen ausgebildet. Als Alternative hierzu
kann auch das Verfahren des "wire bonding" oder dergleichen
angewendet werden, um die elektrische Verbindung zwischen dem
integrierten Schaltkreis und dem Trägerelement herzustellen.
Gegebenenfalls kann ein separates Mittel - beispielsweise ein
Heizgerät - zum Aushärten der Ausgleichsschicht unter Volu
menvergrößerung erforderlich sein, falls dieses nicht in der
chemischen Reaktion des Materials selbst, das die Ausgleichs
schicht bildet, enthalten ist.
Als Material für die Ausgleichsschicht kommt vorzugsweise ein
schäumbares Silikonmaterial oder ein schäumbares Epoxid-Mate
rial zum Einsatz. Daneben sind auch andere Materialien denk
bar, welche die gewünschten aufschäumbaren Eigenschaften zur
Bildung der spannungsabsorbierenden Ausgleichsschicht be
sitzen.
Weitere die Erfindung verbessernde Maßnahmen sind in den ab
hängigen Ansprüchen angegeben oder werden nachfolgend mit der
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Er
findung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 eine prinzipielle Darstellung eines ersten Verfah
rensschrittes zur Aufbringung eines integrierten Schaltkrei
ses auf ein Trägerelement, bei dem eine Ausgleichsschicht auf
den integrierten Schaltkreis aufgetragen wird,
Fig. 2 eine prinzipielle Darstellung eines zweiten Verfah
rensschrittes zur Aufbringung, bei dem das Trägerelement mit
dem integrierten Schaltkreis zusammengefügt wird,
Fig. 3 eine prinzipielle Darstellung eines dritten Verfah
rensschrittes zur Aufbringung, bei dem die elektrische Anbin
dung des integrierten Schaltkreises hergestellt wird und
Fig. 4 eine prinzipielle Darstellung eines vierten Verfah
rensschrittes zur Aufbringung, bei dem die Ausgleichsschicht
ausgehärtet wird.
Ein integrierter Schaltkreis 1 gemäß Fig. 1 besitzt eine un
tere Kontaktfläche 2. Auf der unteren Kontaktfläche 2 sind
Kontaktstellen 3 zur elektrischen Anbindung des integrierten
Schaltkreises 1 innerhalb der Schaltung eines hier nicht wei
ter dargestellten elektronischen Gerätes angeordnet. Über ein
Beschichtungsmittel 4 wird ein haftvermittelndes Material von
pastenartiger Konsistenz, das später eine Ausgleichsschicht 5
bildet, im wesentlichen flächendeckend unter Freilassung der
elektrischen Kontaktstellen 3 auf die Kontaktfläche 2 aufge
tragen. Das Beschichtungsmittel 4 ist in diesem Ausführungs
beispiel eine Zylinderanordnung, die das Material der Aus
gleichsschicht 5 enthält, und die über eine Austrittsöffnung
mittels Druck das Material abgibt. Als Material kommt bei
diesem Ausführungsbeispiel ein schäumbarer Silikonwerkstoff
zum Einsatz.
Nach Fig. 2 wird anschließend der integrierte Schaltkreis 1
über die Ausgleichsschicht 5 mit einem flexiblen Trägerele
ment 6 nach relativer Ausrichtung zusammengefügt. Die rela
tive Ausrichtung zwischen dem integrierten Schaltkreis 1 und
dem Trägerelement 6 sowie das Zusammenfügen erfolgt über ein
Bestückungsmittel 7. Als Bestückungsmittel 7 ist ein Pick-
And-Place-Gerät geeignet. Als flexibles Trägerelement 6 kommt
eine Polyimidfolie 8 mit Leiterzügen 9 aus Kupfer zum Ein
satz, die eine Umverdrahtungsebene bildet.
Gemäß Fig. 3 wird die elektrische Verbindung zwischen dem
integrierten Schaltkreis 1 und den Leiterzügen 9 des Träger
elements 6 über die vorläufige Dicke der Ausgleichsschicht 5
hinweg durch ein Verdrahtungsmittel 10 hergestellt. Das Ver
drahtungsmittel 10 ist als sogenanntes "Bonding-Gerät" ausge
bildet und bricht durch in der Polyimidfolie 9 vorgesehene
fensterartige Öffnungen 11 elektrische Leitungen 12 als Kup
ferbändchen aus den Leiterzügen 9 heraus. Die elektrischen
Leitungen 12 werden derart an den elektrischen Kontaktstellen
3 des integrierten Schaltkreises 1 mittels Ultraschall befe
stigt, daß diese zunächst eine bogen- oder wellenartige und
insoweit ungestraffte Gestalt aufweisen. Die elektrischen
Leitungen 12 liegen bei diesem Verfahrensschritt im wesentli
chen flach innerhalb der Ausgleichsschicht 5.
Schließlich wird nach Fig. 4 die Ausgleichsschicht 5 ausge
härtet. Das Aushärten erfolgt dabei unter einer Volumenver
größerung. Diese Volumenvergrößerung wird bei diesem Ausführungsbeispiel
durch einen während des Aushärtens Gas freiset
zenden Stoff erzielt. Dieser Stoff ist als eine Art Treibmit
tel dem Material - hier also dem Silikonwerkstoff - beige
mischt, um dieses aufschäumbar zu machen. Der Prozeß der Vo
lumenvergrößerung wird durch ein externes Mittel zum Aushär
ten der Ausgleichsschicht 5 definiert herbeigeführt. Als Mit
tel zum Aushärten kommt hier eine UV-Lampe 13 zum Einsatz.
Die UV-Lampe 13 ist derart angeordnet, daß zumindest ein
wirksamer Teil des Materials der Ausgleichsschicht 5 der Be
strahlung ausgesetzt ist, so daß die Volumenvergrößerung zu
verlässig erfolgen kann. Infolge der Volumenvergrößerung
straffen sich die elektrischen Leitungen 12, welche sich zu
vor flach in der Ausgleichsschicht 5 befanden. Beim Straffen
nehmen die bereits elektrisch und mechanisch mit dem inte
grierten Schaltkreis 1 verbundenen elektrischen Leitungen 12
eine aufgerichtete Lage bezüglich der Oberfläche des Träger
elements 6 oder der Kontaktfläche 2 des integrierten Schalt
kreises 1 ein. Durch die hierbei wirksame Länge der elektri
schen Leitungen 12 stellt sich eine Mindestdicke der Aus
gleichsschicht 5 ein, welche erforderlich ist, um eine genü
gende elastische Schichteigenschaft sicherzustellen, so daß
die aufgrund von betriebsbedingten Temperaturdifferenzen auf
tretenden thermomechanischen Spannungen zwischen dem inte
grierten Schaltkreis 1 und dem Trägerelement 6 absorbiert
werden können. Somit ist insbesondere die Gefahr eines Abris
ses der den integrierten Schaltkreis 1 mit dem Trägerelement
6 verbindenden elektrischen Leitungen 12 an den elektrischen
Kontaktstellen 3 gebannt.
Die Erfindung ist nicht allein auf das vorstehend beschrie
bene Ausführungsbeispiel beschränkt. Vielmehr sind auch Vari
anten hiervon denkbar, die auch bei grundsätzlich anders ge
arteter Ausführung von der Erfindung Gebrauch machen.
1
integrierter Schaltkreis
2
Kontaktfläche
3
elektrische Kontaktstelle
4
Beschichtungsmittel
5
Ausgleichsschicht
6
Trägerelement
7
Bestückungsmittel
8
Polyimidfolie
9
Leiterzug
10
Verdrahtungsmittel
11
fensterartige Öffnung
12
elektrische Leitung
13
UV-Lampe
Claims (17)
1. Verfahren zur Aufbringung eines integrierten Schaltkrei
ses (1) auf ein Trägerelement (6),
dadurch gekennzeichnet,
- - daß entweder auf eine untere Kontaktfläche (2) des inte grierten Schaltkreises (1) oder auf das Trägerelement eine aushärtbare Ausgleichsschicht (5) von zunächst pastenartiger Konsistenz im wesentlichen flächendeckend aufgetragen wird,
- - daß anschließend der integrierte Schaltkreis (1) über die Ausgleichsschicht (5) mit dem Trägerelement (6) nach relati ver Ausrichtung haftend zusammengefügt wird,
- - daß daraufhin eine elektrische Verbindung zwischen dem in tegrierten Schaltkreis (1) und Leiterzügen (9) des Trägerele ments (6) über die Dicke der Ausgleichsschicht(5) überwinden de elektrische Leitungen (12) hergestellt wird,
- - daß schließlich die Ausgleichsschicht (5) unter Volumenver größerung ausgehärtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrischen Leitungen (12) zunächst ungestrafft zwi
schen dem integrierten Schaltkreis (1) und dem Trägerelement
(6) befestigt werden, so daß diese bei der Volumenvergröße
rung der Ausgleichsschicht (5) gestrafft werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Volumen der Ausgleichsschicht (5) durch Einbringen
eines Gases während des Auftragens oder während des Aushär
tens vergrößert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Volumen der Ausgleichsschicht (5) durch einen während
des Aushärtens gasfreisetzenden Stoff vergrößert wird, der
dem Material beigemischt ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Aushärten die Temperatur der Ausgleichsschicht (5)
erhöht wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Aushärten die Ausgleichsschicht (5) mit ultraviolet
tem Licht bestrahlt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrischen Leitungen (12) durch ein Bondingverfah
ren befestigt werden.
8. Vorrichtung zur Aufbringung eines integrierten Schaltkrei
ses (1) auf ein Trägerelement (6), umfassend:
ein Beschichtungsmittel (4) zum im wesentlichen flächen
deckenden Auftragen einer aushärtbaren klebenden Ausgleichs
schicht (5) auf eine untere Kontaktfläche (2) des integrier
ten Schaltkreises (1), ein Bestückungsmittel (7) zum ausge
richteten Zusammenfügen des integrierten Schaltkreises (1)
mit dem Trägerelement (6) vermittels der Ausgleichsschicht
(5), ein Verdrahtungsmittel (10) zum elektrischen Verbinden
des integrierten Schaltkreises (1) mit Leiterzügen (9) des
Trägerelements (6) mittels die Dicke der Ausgleichsschicht
(5) überwindende elektrische Leitungen (12) und ein Mittel
zum Aushärten der Ausgleichsschicht (5) unter Volumenver
größerung.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Beschichtungsmittel (4) eine Art druckbetätigbare Zy
linderanordnung mit einer Austrittsöffnung oder ein Mittel
zum Drucken ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bestückungsmittel (7) nach Art eines Pick-And-Place-
Gerätes ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verdrahtungsmittel (10) als Bonding-Gerät ausgebildet
ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Mittel zum Aushärten der Ausgleichsschicht (5) ein
Heizgerät ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Mittel zum Aushärten der Ausgleichsschicht (5) eine
UV-Lampe (13) ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Material für die Ausgleichsschicht (5) ein schäumba
res Silikonmaterial zum Einsatz kommt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Material für die Ausgleichsschicht (5) ein schäumba
res Epoxid-Material zum Einsatz kommt.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrischen Leitungen (12) zwischen dem integrierten
Schaltkreis (1) und dem Trägerelement (6) als zu den Leiter
zügen (9) des Trägerelements (6) gehörige Kupferbändchen aus
gebildet sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß der integrierte Schaltkreis (1) mittels Chipscheibentech
nologie hergestellt ist.
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