DE10011734A1 - Verfahren zum Betreiben eines Spritzgeräts und Vorrichtung zum Steuern oder Regeln des Betriebs eines Spritzgeräts - Google Patents
Verfahren zum Betreiben eines Spritzgeräts und Vorrichtung zum Steuern oder Regeln des Betriebs eines SpritzgerätsInfo
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Abstract
Bekannte Spritzgeräte weisen ein Spurfolgesystem auf, das bewirkt, daß das Spritzgerät beim Befahren eines Vorgewendes in der Spur eines sie ziehenden Ackerschleppers läuft. Ein solches Spurfolgesystem muß während des Spritzbetriebs außer Betrieb gesetzt werden, damit es nicht zu Schwingungen in dem Spritzgestänge kommt. DOLLAR A Es wird ein Verfahren und eine Vorrichtung vorgeschlagen, die das Spurfolgesystem (30) automatisch dann abschalten, wenn sich das Spritzgerät (14) im Spritzmodus befindet. DOLLAR A Spritzgeräte (14) werden in der Landwirtschaft eingesetzt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines
Spritzgeräts und eine Vorrichtung zum Steuern oder Regeln des
Betriebs eines Spritzgeräts.
Es ist bekannt (Pulverisateurs Trainees, Druckvermerk YY14723F,
John Deere), Schädlingsbekämpfungsspritzen mit einem
Spurfolgesystem zu versehen, das bewirkt, daß die von einem
Ackerschlepper gezogene Schädlingsbekämpfungsspritze bei
Kurvenfahrt exakt in der Spur des Ackerschleppers läuft. Auf
diese Weise wird erreicht, daß so wenig Feldfrüchte wie möglich
beschädigt werden und der Zugkraftbedarf verringert wird. Ein
solches Spurfolgesystem enthält einen Sensor, um einen
Lenkwinkel zwischen dem Ackerschlepper und der
Schädlingsbekämpfungsspritze zu erfassen. Dieser Sensor gibt
ein Signal über den Lenkwinkel an einen Rechner, eine
elektronische oder elektrische Steuer- oder Regeleinheit
weiter, und letztere beaufschlagt eine Betätigungsvorrichtung
in der Art eines Hydraulikzylinders, der eine Zugdeichsel
entsprechend seitlich verstellt. Dieses Spurfolgesystem wird
während des Betriebs der Schädlingsbekämpfungsspritze manuell
abgeschaltet, um Schlingerbewegungen zu vermeiden, die zu einem
Schaukeln des bis zu sechzig Meter breiten Spritzgestänges
führen könnten. Zusätzlich muß nach dem Abschalten des
Spurfolgesystems auch die Neutralstellungsfunktion oft noch
manuell betätigt werden, damit das Gerät gerade hinter dem
Ackerschlepper läuft. Bei anderen Systemen werden mehrere
Sensoren verwendet und es gibt auch Spritzgeräte, bei denen die
Räder anstatt der Deichsel verstellt werden.
Das der Erfindung zugrunde liegende Problem wird darin gesehen,
daß die manuelle Ab- und Zuschaltung des Spurfolgesystems zu
einem Zeitpunkt vorgenommen werden muß, zu dem mehrere
Einstellungen vorgenommen werden müssen, was eine hohe
Arbeitsbelastung für eine Bedienungsperson zur Folge hat. Das
Problem wird allgemein in der Vielzahl der vorzunehmenden
Bedienungsschritte während des Betriebs gesehen.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die Lehre des Patent
anspruchs 1 bzw. 5 gelöst, wobei in den weiteren Patentan
sprüchen Merkmale aufgeführt sind, die die Lösung in vor
teilhafter Weise weiterentwickeln.
Auf diese Weise wird die Bedienungsperson entlastet und es
erfolgt eine automatische Neueinstellung des Spritzgeräts
entweder beim Einfahren in das Vorgewende oder beim Einfahren
in eine Fahrgasse. Die Einstellung bzw. die Aufnahme des
Spritzbetriebs ist ein sicheres Zeichen dafür, daß eine
Betriebssituation abgeschlossen ist. Beispielsweise wird eine
Fahrgasse oder ein Vorgewende verlassen; es können auch
Fahrgassen aufeinanderfolgen, in denen das Spritzgerät
unterschiedlich betrieben werden muß, z. B. weil sich der
Bewuchs, die Lage des Feldes etc. ändert. Die Verwirklichung
des Verfahrens kann mit einem softwaregesteuerten Rechner oder
einer elektronischen oder gar elektrischen Hardware-Lösung
erfolgen.
Eine Standardanwendung für das erfindungsgemäße Verfahren liegt
bei dem Wechsel zwischen zwei in entgegengesetzter Richtung
befahrenen Fahrgassen auf dem Weg über ein Vorgewende vor.
Insbesondere bei sich ständig wiederholenden Vorgängen wie dem
Wechsel der Fahrspur über ein Vorgewende können die jeweiligen
Einstellungen in einem Programm gespeichert werden. Denkbar
wäre es auch, den Ablauf des Spritzbetriebs im Vorhinein in
einem Programm zu speichern und anschließend im Betrieb
ablaufen zu lassen. Dies hat insbesondere beim Einsatz
unerfahrener Bedienungspersonen einen großen Vorteil.
Der Betrieb eines Spritzgeräts, d. h. insbesondere eines
allgemein als Schädlingsbekämpfungsspritze bezeichneten Geräts,
läßt sich mit wenigen Komponenten regeln bzw. steuern, nämlich
einem Rechner, wenigstens einem Sensor, der erkennt, ob der
Spritzbetrieb in gang ist oder nicht und einer
Betätigungsvorrichtung, die z. B. ein Schalter, ein Ventil oder
dergl. sein kann und einen Betriebszustand einleitet. Der
Spritzbetrieb kann sowohl an der Stellung von Ventilen als auch
an der Strömung eines Mediums abgelesen werden. Gegebenenfalls
können ein oder mehrere zusätzliche Zustände abgefragt werden,
wie z. B. ob überhaupt ein Antrieb vorliegt, ob sich das
Spritzgerät überhaupt bewegt, etc., um Fehlinformationen oder
-interpretationen zu vermeiden.
Wenn der Sensor auf die Stellung eines Hauptventils anspricht,
von dem der Strom des Ausbringguts, also Spritzbrühe,
Flüssigdünger, Druckluft, Pulver oder dergleichen gesteuert
wird, findet eine einfache und kostengünstige Aufnahme einer
Steuergröße statt.
Eine der am häufigsten vorkommenden Handlungen beim Spritzen
ist das Überfahren eines Vorgewendes. Infolgedessen ist es von
großem Nutzen, wenn der Betrieb einer vorhandenen
Spurfolgevorrichtung gesteuert wird, weil diese nur in diesem
Fall benötigt wird.
Wenn das Spritzgestänge beim Überfahren des Vorgewendes wird,
werden weitere Beschädigungen am Bestand wegen Pendelbewegungen
des Gestänges vermieden.
Zwar erstreckt sich ein Spritzgestänge meist parallel zum
Boden, beim Spritzen am Hang jedoch muß es hierzu in einer
vertikalen Ebene geschwenkt werden, damit nicht ein Ende des
Spritzgestänges mit dem Boden in Berührung kommt und somit
beschädigt wird, während das andere Ende einen wesentlichen
Abstand zum Boden einnimmt. Beim Wechsel der Fahrtrichtung muß
eine Verstellung in der entgegengesetzten Richtung erfolgen.
Dieser Ausgleich kann automatisch erfolgen, wenn der Sensor
anhand des Spritzbetriebs erkennt, daß die Fahrgasse gewechselt
wird. Wenn ein Fahrgassenwechsel ohne Änderung der
Fahrtrichtung stattfindet, kann die Betätigungsvorrichtung mit
üblichen Mitteln im Vorfeld für diese Funktion gesperrt werden.
Spritzgeräte können mit einer Markierungsvorrichtung versehen
werden, die z. B. Schaumspuren hinterläßt, an denen eine
Bedienungsperson erkennen kann, entlang welcher Linie sie über
ein Feld fahren muß. Beim Befahren von Fahrgassen in
unterschiedlichen Richtungen muß die Markierung einmal rechts
und einmal links der Mittellinie des Spritzgeräts erfolgen. Die
Umschaltung von links nach rechts und umgekehrt kann ebenfalls
über eine sensorgesteuerte Betätigungsvorrichtung erfolgen, die
den Fahrtrichtungswechsel am Aussetzen des Spritzbetriebs
erkennt.
Um zu vermeiden, daß eine Umschaltung, insbesondere der
Gestängelagesteuerung, der Markierungsvorrichtung etc. erfolgt,
wenn das Spritzgerät z. B. nur kurzfristig in der Fahrgasse
angehalten worden ist, ist ein Zeitglied vorgesehen, das erst
bei längeren Pausen des Spritzbetriebs, die der Zeit zum
Befahren des Vorgewendes entsprechen, davon ausgeht, daß der
Betriebszustand einer neuen Fahrgasse eingestellt werden soll.
In der Zeichnung ist ein nachfolgend näher beschriebenes Aus
führungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die einzige Figur
der Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung ein Gespann
aus einem Ackerschlepper und einem Spritzgerät in Draufsicht,
wobei eine Vorrichtung zum Steuern oder Regeln des Betriebs des
Spritzgeräts durch Symbole dargestellt ist.
Gemäß der Zeichnung ist ein Gespann 10 bestehend aus einem
Ackerschlepper 12 und einem Spritzgerät 14 vorgesehen.
Dieses Gespann 10 ist dazu bestimmt, sich während eines
Spritzbetriebs über ein Feld zu bewegen, wobei es bei der Fahrt
über das Feld z. B. in Fahrgassen mit festgelegten Spuren oder
in Fahrspuren durch den Bestand fährt und beim Wechsel zwischen
den Fahrgassen über ein Vorgewende fährt.
Der Ackerschlepper 12 bildet das Zugfahrzeug und weist eine
Anhängekupplung 16 auf, die dem Anschluß des Spritzgeräts 14
dient.
Das Spritzgerät 14 ist fahrbar ausgebildet und enthält ein
Fahrwerk 18 mit Rädern 20, ein Fahrgestell 22, eine Deichsel
24, ein Spritzgestänge 26, ein Spritzsystem 28, ein
Spurfolgesystem 30 und eine Vorrichtung 32 zum Regeln oder
Steuern des Betriebs des Spritzgeräts 16.
Das Fahrwerk 18 enthält eine Achse, an die die Räder 20
montiert sind und die zu dem Ackerschlepper 12 einen Abstand
von mehreren Metern einhält, so daß bei einem nicht
korrigierten Fahrbetrieb in der Kurve die Spur des
Ackerschleppers 12 von der Spur des Spritzgerätes 14 abweicht.
Die Räder 20 sind in der gleichen Spurweite wie die des
Ackerschleppers 12 angeordnet und von großem Durchmesser, um
eine hohe Bodenfreiheit des Spritzgeräts 14 zu bewirken.
Das Fahrgestell 22 ist lediglich angedeutet und steht im
wesentlichen stellvertretend für den gesamten Aufbau
einschließlich eines Tanks für Schädlingsbekämpfungsmittel. Im
vorderen Bereich endet das Fahrgestell 22 in einer Gabel 34 mit
einem gegebenenfalls als Büchse ausgebildeten Lager 36. Die
Gabel 34 enthält zwei nicht näher bezeichnete horizontal
verlaufende Platten, die einen Abstand zueinander aufweisen und
zwischen sich die Deichsel 24 aufnehmen. Das Lager 36 ist um
eine vertikale Achse angeordnet und verbindet die Deichsel 24
horizontal schwenkbar mit der Gabel 34. An der Rückseite des
Fahrgestells 22 befindet sich ein Vertikalschlitten 38, um das
Spritzgestänge 26 in der Höhe verstellbar an das Fahrgestell 22
anzuschließen. Bei anderen Ausführungsbeispielen könnte auch
ein anderes Gestängeaufzugsystem, z. B. ein Parallelogramm
verwendet werden. Der Vertikalschlitten 38 ist mit einem
Pendellager 40 versehen, auf dem das Spritzgestänge 26 ruht.
Das Pendellager 40 läßt eine gesteuerte Bewegung des
Spritzgestänges 26 um eine horizontale Achse zu, damit das
Spritzgestänge 26 stets parallel zum Boden geführt werden kann.
Die Verstellung des Spritzgestänges 26 in der Höhe und in der
Neigung erfolgt über nicht gezeigte Hydraulikmotoren,
sogenannte Hydraulikzylinder, die einmal zwischen dem
Fahrgestell 22 und dem Vertikalschlitten 38 und einmal zwischen
dem Vertikalschlitten 38 und dem Spritzgestänge 26 wirken.
Die Deichsel 24 stellt die Verbindung zwischen dem Fahrgestell
22, insbesondere der Gabel 36, und dem Ackerschlepper 12,
insbesondere dessen Anhängekupplung 16 dar. Die Verbindung mit
der Anhängekupplung 16 erfolgt mittels eines Lagers 42, das
einen Öffnungen in der Deichsel 24 und der Anhängekupplung 16
durchdringenden Bolzen enthält. Das Lager 36 ist mit einem
Sensor 44 zum Erkennen des Knickwinkels zwischen dem
Spritzgerät 14 und dem Ackerschlepper 12 versehen, der zu
dessen Lenkwinkel in einer eindeutigen Beziehung steht. In dem
bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Sensor 44 als ein
Potentiometer ausgeführt; allerdings können auch andere
Ausführungsformen, wie etwa ein Stab verwendet werden, dessen
Stellung von einem oder mehreren Lagesensoren erfaßt wird und
dessen Lage sich beim Lenken ändert. Die Deichsel 24 ist
seitlich mit einem Arm 46 versehen, der in diesem
Ausführungsbeispiel zugleich als Befestigungspunkt für eine
Stellvorrichtung 70 dient.
Das Spritzgestänge 26 ist erheblich breiter als das Fahrgestell
22 und kann Längen von bis zu sechzig Metern einnehmen. Längs
des Spritzgestänges 26 ist eine Leitung 48 mit einer Vielzahl
von Sprühdüsen 50 vorgesehen, die aus einer Leitung 52 mit
Spritzmittel gespeist werden. Das Spritzgestänge 26 ist in der
Höhe verstellbar, damit es an die Höhe des jeweiligen Bestandes
angepaßt oder eine bestimmte Bodenfreiheit bei Transportfahrten
erreicht werden kann. Das Spritzgestänge 26 ist vertikal
schwenkbar und kann somit stets parallel zum Boden geführt
werden. Schließlich ist das Spritzgestänge 26 in Abschnitte
26', 26", 26''' gegliedert, die in Gelenken 54 schwenkbar
miteinander verbunden sind. In der Stellung gemäß der Zeichnung
kann das Spritzgestänge 26 Spritzmittel in allen oder einigen
Abschnitten 26' bis 26''' ausbringen; für die Transportfahrt
werden die äußeren Abschnitte 26' und 26''' nach vorne
geklappt. Erforderlichenfalls werden die Abschnitte 26' und
26''' in sich nochmals zusammengeklappt. Selbstverständlich
sind auch andere Einklappsysteme möglich.
Das Spritzsystem 28 enthält einen Tank 56, eine Pumpe 58, ein
Hauptventil 60 und nicht näher bezeichnete Leitungen zwischen
dem Tank 56 und der Pumpe 58 und dem Hauptventil 60. Die
Darstellung und Beschreibung des Spritzsystems 28 ist sehr
vereinfacht; tatsächlich sind weitere Ventile, Spülleitungen,
Ansaug- und Mischbehälter und dergl. vorgesehen, auf die hier
jedoch nicht eingegangen zu werden braucht. Das Spritzsystem 28
hat die Aufgabe, Spritzbrühe aus dem Tank 56 zu den Sprühdüsen
50 zu fördern, die es auf Pflanzen sprühen. Das Hauptventil 60
ist hier lediglich als ein Zweistellungsventil dargestellt,
dessen eine Stellung 62 für Spritzbetrieb und dessen andere
Stellung 64 für Nicht-Spritzbetrieb steht. Demnach wird in der
Stellung 62 Spritzbrühe in die Leitung 52 gepumpt, während in
der Stellung 64 die Spritzbrühe in den Tank 56 zurückgepumpt
wird.
Das Spurfolgesystem 30 enthält eine Pumpe 66, eine
Betätigungsvorrichtung 68 und eine Stellvorrichtung 70. Die
Pumpe 66 ist eine herkömmliche Hydraulikpumpe, die auch die
Hydraulikpumpe des Ackerschleppers sein kann, die
Hydraulikflüssigkeit aus einem nicht näher bezeichneten
Vorratsbehälter ansaugt und es über eine nicht bezeichnete
Leitung zu der Betätigungsvorrichtung 68 pumpt. Die
Betätigungsvorrichtung 68 ist als ein elektromagnetisch
verstellbares Drei-Stellungs-Ventil mit drei Anschlüssen
ausgebildet, von denen einer zu der Pumpe 66 und zwei zu der
Stellvorrichtung 70 führen. Die Stellvorrichtung 70 ist als ein
doppeltwirkender Hydraulikzylinder ausgebildet, der einerseits
an dem Arm 46 und andererseits an einem Lager 72 an dem
Fahrgestell 22 angreift. Das Spurfolgesystem 30 dient dazu, die
Deichsel 24 gegenüber dem Fahrgestell 22 derart zu schwenken,
daß das Spritzgerät 14 während einer Kurvenfahrt in der Spur
des Ackerschleppers 12 läuft. Hierzu wird die Stellvorrichtung
70 auf nachfolgend näher beschriebene Art und Weise mittels der
Betätigungsvorrichtung 68 verstellt.
Die Vorrichtung 32 zum Steuern und/oder Regeln des Betriebs des
Spritzgeräts 14 enthält einen Sensor 74 an dem Hauptventil 60,
den Sensor 44 an der Anhängekupplung 16, einen Rechner 76 und
Magnete 78 an der Betätigungsvorrichtung 68.
Die Aufgabe der Vorrichtung 32 besteht darin, den Betrieb des
Spritzgeräts 14 so zu steuern oder zu regeln, daß abhängig von
erfaßten Signalen bestimmte Betriebszustände erreicht werden.
Die Abhängigkeiten und einzustellenden Betriebszustände sind in
dem Rechner 76 hinterlegt.
Der Sensor 74 ermittelt, ob sich das Hauptventil 60 in seiner
Spritz- oder Nicht-Spritz-Stellung befindet, d. h. ob das
Spritzgerät 14 in Betrieb ist oder nicht. Wenn die Ausbringung
des Spritzmittels nicht nur von dem Hauptventil 60 aus, sondern
auch mit anderen Ventilen gesteuert wird, z. B. von
Teilbreitenventilen, ist auch deren Stellung zu ermitteln, so
daß dann, wenn alle Teilbreitenventile geschlossen sind, das
Hauptventil aber nicht ist, dies als eine Einstellung des
Spritzbetriebs erkannt wird.
Der Sensor 44 ermittelt, ob das Gespann 10 spurtreu hinter dem
Ackerschlepper läuft oder nicht.
Der Rechner 76 nimmt das von dem Sensor 74 ausgesandte Signal,
ermittelt den einzustellenden Betriebszustand und gibt in dem
bevorzugten Ausführungsbeispiel Signale an die Magnete 78, die
zu einer Arretierung oder Verstellung der
Betätigungsvorrichtung 68 führen. Die Stellung der
Betätigungsvorrichtung 68 bewirkt wiederum eine Arretierung
oder Bewegung der Stellvorrichtung 70 und diese bewirkt eine
Arretierung oder Bewegung der Deichsel 24.
Nach einer Betriebsart funktioniert der Rechner 76 wie folgt:
Der Sensor 74 erkennt, daß sich das Gespann 10 beim Spritzen befindet. Unter diesen Umständen wird die Betätigungsvorrichtung 68 in ihrer Minenstellung gehalten und die Stellvorrichtung 70 damit arretiert. Es wird davon ausgegangen, daß die Stellvorrichtung 70 zuvor die Deichsel 24 in die mittige Neutralstellung bewegt hatte, was durch einen weiteren nicht gezeigten Sensor an dem Lager 36 oder an der Stellvorrichtung 70 bzw. durch genaue Hydraulikventile sichergestellt werden kann.
Der Sensor 74 erkennt, daß sich das Gespann 10 beim Spritzen befindet. Unter diesen Umständen wird die Betätigungsvorrichtung 68 in ihrer Minenstellung gehalten und die Stellvorrichtung 70 damit arretiert. Es wird davon ausgegangen, daß die Stellvorrichtung 70 zuvor die Deichsel 24 in die mittige Neutralstellung bewegt hatte, was durch einen weiteren nicht gezeigten Sensor an dem Lager 36 oder an der Stellvorrichtung 70 bzw. durch genaue Hydraulikventile sichergestellt werden kann.
Erkennt der Rechner 76 an der Stellung des Hauptventils 60, daß
der Spritzbetrieb beendet wurde, ermittelt er mittels des
Sensors 44 die Neigung der Deichsel 24 zu der Längsachse des
Ackerschleppers 12 und errechnet daraus ein Signal für die
Magnete 78, das bewirkt, daß die Stellvorrichtung 70 die
Deichsel 24 derart gegenüber dem Fahrgestell 22 verschwenkt,
daß die Räder 20 genau in der Spur der Hinterräder des
Ackerschleppers 12 abrollen. Wird nur ein Vorgewende befahren,
kommt es nicht zu vermeidbaren Schäden unter den Pflanzen.
Sobald der Sensor 74 wieder Spritzbetrieb signalisiert, wird
die Betätigungsvorrichtung 68 wieder in ihrer Neutralstellung
arretiert, gegebenenfalls nachdem zuvor sichergestellt wurde,
daß sich die Deichsel 24 in ihrer Minenstellung befindet.
In nicht dargestellten Ausführungsbeispielen kann der Rechner
76 Signale an nicht gezeigte Magnetventile zur Verstellung der
Höhe oder der Neigung des Spritzgestänges 26 senden.
Beispielsweise wird zum Befahren des Vorgewendes das
Spritzgestänge 26 angehoben, um nicht in Kollision mit Pflanzen
zu geraten. Auch in diesem Fall wird aus der Stellung des
Hauptventils 60 und gegebenenfalls dem Signal des Sensors 44
abgeleitet, daß der Spritzbetrieb für den Wechsel der Fahrgasse
unterbrochen wird.
Claims (10)
1. Verfahren zum Betreiben eines Spritzgeräts (14) mit einem
Rechner (76), einem Sensor (74) zum Erkennen des
Spritzbetriebs und wenigstens einer Betätigungsvorrichtung
(68), wobei die Betätigungsvorrichtung (68) automatisch
abhängig von dem Erkennen eines Spritzbetriebs aktiviert
bzw. deaktiviert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Betrieb während des Wendens zwischen zwei Spritzfahrten
mittels der Betätigungsvorrichtung (68) gesteuert oder
geregelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Rechner (76) Betriebsparameter für den
Spritzbetrieb in unterschiedlichen Fahrsituationen
und/oder für den Wechsel zwischen diesen Fahrsituationen
gespeichert werden.
4. Vorrichtung zum Steuern oder Regeln des Betriebs eines
Spritzgeräts mit einem Rechner (76), wenigstens einem
Sensor (74) zum Erkennen des Ausbringbetriebs und
wenigstens einer Betätigungsvorrichtung (68), wobei die
Betätigungsvorrichtung (68) abhängig von dem Erkennen
eines Ausbringbetriebs gesteuert oder geregelt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Sensor (74) den Schaltzustand eines Hauptventils (60)
zum Steuern des Ausbringguts erkennt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Betätigungsvorrichtung (68) eine
Steuer- oder Regelungsvorrichtung zum Betreiben eines
Spurfolgesystems (30) beaufschlagt.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen
Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Betätigungsvorrichtung eine Vorrichtung zur Verstellung
der Höhe eines Spritzgestänges (26) beaufschlagt.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen
Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Betätigungsvorrichtung eine Vorrichtung zur Verstellung
der Neigung eines Spritzgestänges (26) beaufschlagt.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen
Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Betätigungsvorrichtung eine Vorrichtung zum Anbringen
einer Fahrmarkierung beaufschlagt.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen
Ansprüche 4 bis 9, gekennzeichnet durch ein Zeitglied, das
eine kurzzeitige Unterbrechung des Spritzbetriebs
unberücksichtigt läßt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000111734 DE10011734A1 (de) | 2000-03-10 | 2000-03-10 | Verfahren zum Betreiben eines Spritzgeräts und Vorrichtung zum Steuern oder Regeln des Betriebs eines Spritzgeräts |
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|---|---|---|---|
| DE2000111734 DE10011734A1 (de) | 2000-03-10 | 2000-03-10 | Verfahren zum Betreiben eines Spritzgeräts und Vorrichtung zum Steuern oder Regeln des Betriebs eines Spritzgeräts |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10011734A1 true DE10011734A1 (de) | 2001-09-13 |
Family
ID=7634248
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000111734 Ceased DE10011734A1 (de) | 2000-03-10 | 2000-03-10 | Verfahren zum Betreiben eines Spritzgeräts und Vorrichtung zum Steuern oder Regeln des Betriebs eines Spritzgeräts |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10011734A1 (de) |
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