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Die Erfindung betrifft eine Bewässerungskanone, wie sie im
Gattungsbegriff des Anspruches 1 beschrieben ist und aus der
US-A-3.556.407 bekannt ist.
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Die Bewässerung wird gegenwärtig häufig noch in der Weise
durchgeführt, daß eine Einrichtung zum Versorgen eines
Wasserwerfers mit Wasser aus einem Wasservorrat mit der
Zapfwelle eines Traktors oder einer auf einem Anhänger
montierten Motoreinheit gekuppelt wird. Diese Einrichtung
wird dann von einem Punkt zu einem anderen entlang der
Bewässerungskanäle bewegt, die in den Feldern vorhanden
sind, um das kultivierte Land nach und nach zu bewässern.
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Diese Bewässerungsmethode erfordert häufige Eingriffe des
Bedienungspersonals, weshalb sie immer weniger akzeptiert
wird im Hinblick auf das Bestreben, in der Landwirtschaft
den Arbeitseinsatz zu verringern.
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Eine Verbesserung war mit Bewässerungseinrichtungen erreicht
worden, bei denen Trommeln mit einem flexiblen Schlauch
eingesetzt werden, die einen auf einen Wagen montierten
Wasserwerfer mit Wasser versorgen. Der Schlauch wird
fortwährend auf eine große Trommel aufgewunden, wenn der Wagen
bewegt wird und dabei gleichzeitig ein Bodenstreifen
bewässert wird, der im wesentlichen so lange wie der
flexible Schlauch ist. Diese Trommel ist auf einem
Fahrgestell angeordnet, welches immer wieder umgesetzt werden
muß, damit jedes Mal neue Bodenstreifen bewässert werden
können. Gerade in den Maßnahmen für das fortwährende
Umsetzen und erneute Einrichten wird einer der Nachteile
dieser Einrichtung deutlich, die in der äußerst langen
Stillstandszeit der Einrichtung liegt, die diese Maßnahmen
nach sich ziehen.
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Andere Nachteile des Trommelsystems liegen in der Tatsache,
daß die Feldfrüchte niedergedrückt werden und daß im Wasser
hohe Leistungsverluste auftreten, die die Installation einer
entsprechend großen Antriebsleistung erfordert.
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Ziel der Erfindung ist es, die Nachteile zu überwinden, die
beim Einsatz der bekannten Bewässerungseinrichtungen
auftreten.
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Dieses Ziel schließ die Aufgabe ein, eine Bewässerungskanone
zu schaffen, mit der Bodenstreifen in Abwesenheit einer
Bedienungsperson bewässert werden können und bei der die die
Feldfrüchte nicht niederdrückt werden.
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Eine weitere Aufgabe besteht darin, eine Bewässerungskanone
zu schaffen, die leicht von einem Bereich zu einem anderen
umgesetzt werden kann.
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Eine weitere Aufgabe besteht darin, eine Bewässerungskanone
zu schaffen, die flexibel eingesetzt werden kann, mit der es
beispielsweise möglich ist, die jenigen Bereiche sehr klein
zu halten, die im Hinblick auf die Umsetzvorgänge nicht
versorgt werden können, und bei der die Wasserversorgung des
Wasserwerfers nur mit geringen Leistungsverlusten behaftet
ist.
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Dieses Ziel und die spezielleren Aufgaben werden durch eine
Wasserkanone mit den in den Ansprüchen angegebenen Merkmalen
bewältigt.
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Weitere Eigenschaften und Vorteile ergeben sich aus der
Beschreibung einiger bevorzugter aber nicht allein möglicher
Ausführungsformen der Erfindung, die lediglich als nicht
begrenzende Beispiele in den zugehörigen Zeichnungen
dargestellt sind. Darin zeigen:
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Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen
Wasserkanone während des Betriebes;
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Fig. 2 eine schematische Darstellung des
Hydraulik-Kreislaufes für das Betätigen der Kraftantriebe einer
Lenkvorrichtung;
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Fig. 3 und 4 schematische Ansichten abgewandelter
Ausführungsbeispiele.
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Die aus Fig. 1 und Fig. 2 ersichtliche Bewässerungskanone
weist ein Fahrgestell 1 auf, das eine Saugpumpe 2 trägt, die
das Wasser ansaugt und einem Wasserwerfer 3 zuführt. Die
Saugpumpe 2 wird mittels einer Verbrennungskraftmaschine 4
angetrieben und ist mit einem Saugrüssel 5 versehen, der in
Fig. 1 in einen Bewässerungskanal 6 teilweise eintaucht.
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Der Saugrüssel 5 kann in bekannter Weise dadurch angehoben
werden, daß eine Seilwinde 5a betätigt wird und das Seil
dabei aufgewickelt wird, dessen Ende mit dem Saugrüssel 5
verbunden ist. Auf diese Weise kann der Saugrüssel 5 in eine
angehobene Position gebracht werden, in der es möglich ist,
die Bewässerungskanone von einem Bewässerungskanal zu einem
anderen umzusetzen. Die Bewässerungskanone kann auch
dahingehend abgewandelt werden, daß der Saugrüssel 5 mit einer
Vorrichtung verbunden ist, mittels der er in einen
Bewässerungskanal abgesenkt werden kann, der relativ zum
Fahrgestell eine andere Lage hat: Beipielsweise kann das
Fahrgestell an einem Leitstreifen entlangbewegt werden, der in
der Bewegungsrichtung der Bewässerungskanone rechts neben
dem Bewässerungskanal gelegen ist. Dann wird der Saugrüssel
auf der linken Seite außerhalb des Fahrgestells abgesenkt.
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Das Fahrgestell 1 ist mit Rädern 7, 8, 10 und 11 versehen,
mittels der beim Einsatz des Wasserwerfers 3 die Saugpumpe 2
entlang dem Bewässerungskanal 6 bewegt wird. Die Räder sind
mit einer Einstellvorrichtung versehen, mittels der die
Spurweite der Räder des Vorderradpaares und des
Hinterradpaares verändert werden kann. Zu diesem Zweck sind die
Vorderräder 7 und 8 an einer Achse 9 angeordnet, die mit
Teleskopierelementen 7a und 8b versehen ist, die mittels
Hydraulikzylinder 7b bzw. 8b betätigt werden. Die
Hinterräder 10 und 11 sind an einer Achse 12 angeordnet, die
ebenfalls mit Telskopierelementen versehen ist, etwa mit dem
Teleskopierelement 10a für das Rad 10, die durch
Hydraulikzylinder, etwa den Hydraulikzylinder 10b, betätigt werden.
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Zweckmäßigerweise sind die Vorderräder 7 und 8 als
Antriebsräder ausgebildet, die angetrieben werden, um die
Bewässerungskanone während des Bewässerungsbetriebes und beim
Umsetzen von einem Bewässerungskanal zum anderen zu bewegen.
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Die Räder 7 und 8 sind mit einem Hydrualikmotor 7c bzw. 8c
gekuppelt. Die Bewegungsgeschwindigkeit kann mittels einer
Geschwindigkeitssteurung eingestellt werden, die mit einem
Einstellhebel, beispielsweise dem Hebel 13, verbunden ist.
Zweckmäßigerweise ist der Hebel 13 mit einem
Verriegelungsmechanismus versehen, so daß er in der gewünschten
Einstellung verriegelt werden kann, so daß die am besten geeignete
Bewegungsgeschwindigkeit der Bewässerungskanone bei der
Bewegung entlang dem Bewässerungskanal stets eingehalten
wird. Die Geschwindigkeitssteuerung weist eine
programmierbare Steuerungseinheit auf, die an dem Fahrgestell so
angeordnet ist, daß sie der Bewässerungskanone während ihrer
Bewegung die Bewegungskriterien übermittelt, die am besten
geeignet sind, um den Bewässerungsvorgang zu optimieren.
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Der Kraftantrieb für die Räder kann auf jede geeignete Weise
vorgesehen werden. Es können auch alle vier Räder
angetrieben werden.
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Die Vorderräder 7 und 8 sind mit einer Lenkvorrichtung
versehen, die im folgenden erläutert wird.
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Diese Vorrichtung weist die hydraulisch betätigte
Steuervorrichtung 14 auf. An sie ist eine Zulaufleitung 15 zu einer
Kammer des Kolbenantriebes 17 und eine Rücklaufleitung 16
von einer kammer des Kolbenantriebes 18 angeschlossen, wie
in Fig. 2 dargestellt ist. Diese Kolbenantriebe 17 und 18
verschwenken die Räder 7 bzw. 8. Die jeweils andere Kammer
dieser Kolbenantriebe sind durch die Verbindungsleitung 19
miteinander verbunden.
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Wenn die Räder beispielsweise in die in Fig. 2
strichpunktiert dargestellte Stellung verschwenkt werden sollen,
fließt die Hydraulikflüssigkeit in Richtung der in Fig. 2
eingetragenen Pfeile, wozu weitere Erläuterungen nicht
erforderlich sind.
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Steuerbefehle erreichen die Steuervorrichtung 14 auf
zweierlei Weise.
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Wenn die Bewässerungskanone sich entlang dem
Bewässerungskanal 6 bewegt, während der Wasserwerfer 3 in Betrieb ist
und die beiden Bodenstreifen bewässert, die beiderseits des
Bewässerungskanals 6 gelegen sind, befindet sich keine
Bedienungsperson auf dem Fahrzeug und die Steuerung erfolgt
automatisch.
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Zu diesem Zweck sind Mittel vorhanden, zu denenein Arm 20
gehört, der mittels eines Schwenkgelenkes 21 an einem
Kotflügel des Fahrgestelles 1 schwenkbar gelagert ist. Dieser
Arm 20 ist an einem Ende mit einem Rad 22 versehen, das
während der Bewegung der Bewässerungskanone innerhalb einer
Rinne 23 verbleibt, die parallel zu dem Bewässerungskanal 6
verläuft. Dieser Arm 20 betätigt an seinem anderen Ende
getrennt voneinander Sensoren 24 und 25, die Signale an die
hydraulisch betätigte Steuervorrichtung 14 weitergeben.
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Wenn die Bewässerungskanone das Ende des
Bewässerungskanals 6 erreicht, ird sie automatisch durch einen
Steuerbefehl angehalten, der von einem Wegendesensor 26 erzeugt
wird. Die Bewässerungskanone muß dann umgesetzt werden, um
bei einem anderen Bewässerungskanal zu arbeiten.
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In diesem Falle legt die Bewässerungskanone die
Umsetzstrecke mit eigenem Antrieb zurück, wozu die schon zuvor
beschriebenen Räder 7, 8, 10 und 11 benutzt werden und wobei
sie von einer auf dem Fahrgestell sich aufhaltenden
Bedienungsperson gelenkt wird, die dafür ein Lenkrad 27 benutzt,
welches mit der hydraulisch betätigten Steuerorrichtung 14
verbunden ist.
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Es ist klar, daß auf dieser Umsetzstrecke die Vorderräder 7
und 8 und die Hinterräder 10 und 11 ein Hindernis bilden
können, wenn sie ihre maximale Spurbreite beibehalten, mit
der die Bewegung der Bewässerungskanone ermöglicht wurde,
als sie auf den beiden Randstreifen des Bewässerungskanals 6
rollten und die Bewässerungskanone sich rittlings über dem
Bewässerungskanal befand. In einem solchen Falle ist es
möglich, die Teleskopierelemente der Achsen 9 und 12
einzusetzen, damit diese eingezogen werden und dadurch die
Spurweite drastisch verringert wird.
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Dieser Vorgang kann leicht dadurch ausgeführt werden, daß
zuerst die Bewässerungskanone angehoben wird, bis ihre Räder
nicht länger auf dem Boden ruhen. Das wird
selbstverständlich erst dann durchgeführt, wenn die Räder die Randstreifen
des Bewässerungskanals 6 verlassen haben. Für das Anheben
verwendet man eine Hubvorrichtung, welche eine Platte 28
aufweist, die mit einer Stange 29 gekuppelt wird, die von
einem Betätigungszylinder 30 betätigt wird, der im
Schwerpunkt angeordnet ist.
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Da die Platte 28 mit der Stange 29 so gekuppelt ist, daß sie
um die Stange 29 gedreht werden kann, kann diese
Hubvorrichtung auch dazu benutzt werden, um die Bewegungsrichtung der
Bewässerungskanone zu wechseln und damit ihre Positionierung
zu erleichtern.
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Aus den vorangehenden Erläuterungen geht ohne weiteres
hervor, daß die Bewässerungskanone auf einfache Weise auf
die verschiedenen Bewässerungskanäle eingestellt werden kann,
die überall in den kultivierten Feldern vorhanden sind, die
für eine Bewässerung mit Bewässerungskanonen eingerichtet
sind. Außerdem geht daraus hervor, daß die
Bewässerungskanone sehr flexibel einzusetzen ist.
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Es sollte auch beachtet werden, daß diese Bewässerungkanone
bei ihrem Einsatz die Feldfrüchte nicht niederdrückt und
außerdem nur einen geringen Leistungsverlust bei der
Wasserversorgung aufweist.
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Aus Fig. 3 ist eine Ausführungsform zu ersehen, die sich von
der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform nur dadurch
unterscheidet, daß ihre Räder 31 an starren Achsen
angeordnet sind.
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Das aus Fig. 4 ersichtliche Ausführungsbeispiel weist vier
Räder 40 auf, die von Achsschenkelbolzen aufgenommen werden,
die um eine vertikale Achse 40a geschwenkt werden können,
und zwar bis zu einem Schwenkwinkel, der zumindest annähernd
gleich einem rechten Winkel ist, so daß die Räder 40 von der
kleinsten Spurweite, die in Fig. 4 dargestell ist, auf die
größte Spurweite umgestellt werden können.