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DE10010024A1 - Aufprallschutzvorrichtung - Google Patents

Aufprallschutzvorrichtung

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DE10010024A1
DE10010024A1 DE2000110024 DE10010024A DE10010024A1 DE 10010024 A1 DE10010024 A1 DE 10010024A1 DE 2000110024 DE2000110024 DE 2000110024 DE 10010024 A DE10010024 A DE 10010024A DE 10010024 A1 DE10010024 A1 DE 10010024A1
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cavity
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DE2000110024
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Lear Corp GmbH
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Lear Corp GmbH
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R21/00Arrangements or fittings on vehicles for protecting or preventing injuries to occupants or pedestrians in case of accidents or other traffic risks
    • B60R21/02Occupant safety arrangements or fittings, e.g. crash pads
    • B60R21/16Inflatable occupant restraints or confinements designed to inflate upon impact or impending impact, e.g. air bags
    • B60R21/20Arrangements for storing inflatable members in their non-use or deflated condition; Arrangement or mounting of air bag modules or components
    • B60R21/207Arrangements for storing inflatable members in their non-use or deflated condition; Arrangement or mounting of air bag modules or components in vehicle seats

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Abstract

Es wird eine Aufprallschutzvorrichtung, insbesondere für Insassen von Kraftfahrzeugen angegeben, die einen Airbagmodul (10) mit einem Airbag und einem Gasgenerator aufweist, wobei der Airbagmodul (10) in einem Hohlraum (12) untergebracht und mit Befestigungselementen befestigt ist. Ferner ist eine Verkleidung (30, 32, 34, 50) vorgesehen, die in der Ruhestellung den Airbagmodul (10) in dem Hohlraum (12) abdeckt und die beim Auslösen des Airbagmoduls (10) von einer Öffnung (18) des Hohlraumes (12) wegbewegbar ist, um den Airbag austreten zu lassen. Die Verkleidung weist dabei ein Schaumformteil (30) auf, das längs einer Längsseite einen Bereich (40) reduzierter Materialdicke mit Scharnierfunktion aufweist, derart, daß das Schaumformteil (30) längs dieses Bereiches nach außen aufklappbar ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Aufprallschutzvorrichtung, insbe­ sondere für Insassen von Kraftfahrzeugen, die folgendes auf­ weist: einen Airbagmodul mit einem Airbag und einem Gasgene­ rator, wobei der Airbagmodul in einem Hohlraum untergebracht und mit Befestigungselementen befestigt ist; und eine Verklei­ dung mit einem Flächenkörper, der in der Ruhestellung den Air­ bagmodul in dem Hohlraum abdeckt und der beim Auslösen des Airbagmoduls von einer Öffnung des Hohlraumes wegbewegbar ist, um den Airbag austreten zu lassen.
Aufprallschutzvorrichtungen dieser Art sind in verschiedenen Bauformen bekannt. Die den Airbagmodul umgebenden Bauteile und die Verkleidung haben dabei die Funktion, den Airbagmodul si­ cher aufzunehmen, um die Funktion der Aufprallschutzvorrich­ tung zu gewährleisten, sowie das Aussehen und den Komfort der Einrichtung zu gewährleisten, in der der Airbagmodul unterge­ bracht ist.
Derartige Aufprallschutzvorrichtungen sind heutzutage in vielen Fahrzeugen im Fahrzeuginnenbereich untergebracht, und zwar sowohl für Front-Airbags als auch Seiten-Airbags. In Ab­ hängigkeit von der Lage und der Ausführung der Airbagmodule sind diese üblicherweise vom Bezug von Fahrzeugsitzen, Schaum­ teilen oder schaumähnlichen Polsterelementen umgeben, um im Normalfall ein ansprechendes Aussehen zu bieten und den Kom­ fort für die Fahrzeuginsassen zu gewährleisten.
Wenn der Airbagmodul in einer Gefahrensituation auslöst und den Airbag sehr schnell aufbläst, um die Schutzfunktion gegen­ über einem Aufprall zu gewährleisten, kann es in der Praxis zu Behinderungen des Airbags durch die umgebende Verkleidung kom­ men, wenn die Verkleidung nicht schnell genug entfernt oder weggedrückt werden kann.
Wenn die Verkleidung mit entsprechenden Sollbruchstellen oder Perforationen ausgebildet wird, besteht die Gefahr, daß beim Aufblasen des Airbags ein ganzes Stück der Verkleidung oder zumindest Schaumpartikel aus der Verkleidung weggerissen und in den Innenraum eines Fahrzeugs geschleudert werden. Dies kann zu unerwünschten Verletzungen der Fahrzeuginsassen ins­ besondere im Bereich der Augen führen.
Um diese negativen Effekte zu vermeiden, hat man bereits daran gedacht, den Bereich der Verkleidung, der den Airbagmodul überdeckt, mit einer oder mehreren Verstärkungslagen zu verse­ hen, die insbesondere auf die Innenseite der Verkleidung auf­ gebracht, aber auch um die Verkleidung herum nach außen ge­ führt sind. Zu diesem Zweck werden Vliese, Filze, Gewirke oder Folien verwendet, die man unter dem Gattungsbegriff woven und/oder non-woven fabric zusammenfaßt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Aufprallschutz­ vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, die mit ge­ ringerem Aufwand herstellbar ist und eine zuverlässige Funk­ tion beim Auslösen des Airbagmoduls gewährleistet.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, eine Aufprall­ schutzvorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß der Flächenkörper ein Schaumformteil aufweist, das längs einer Längsseite einen Bereich reduzierter Materialdicke mit Scharnierfunktion aufweist, derart, daß das Schaumformteil längs dieses Bereiches nach außen aufklappbar ist.
Mit der erfindungsgemäßen Aufprallschutzvorrichtung wird die Aufgabe in zufriedenstellender Weise gelöst. Der Komfort ist in keiner Weise beeinträchtigt, und in einer Gefahrensituation kann das Schaumformteil wie ein Klappdeckel in einfacher Weise nach außen aufklappen, um den Weg für den sich aufblasenden Airbag freizugeben.
Auf diese Weise staut sich der vom Gasgenerator aufgebaute Druck nicht im Hohlraum auf, der den Airbagmodul aufnimmt, so daß es nicht zu den unerwünschten Effekten der Zerstörung der Verkleidung kommt, bei der sonst Teile aus der Verkleidung herausgerissen werden und als Projektile in den Innenraum eines Fahrzeugs fliegen.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist das Schaumformteil mindestens eine Aussparung auf, die einen stationären Bereich der Verkleidung von einem aufklappbaren Deckel trennt. Der Be­ reich reduzierter Materialdicke ist dabei wesentlich dünner ausgebildet als das übrige wegklappbare Schaumformteil.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Bereich reduzierter Materialdicke mit einer ersten Längsseite des Hohlraumes zur Aufnahme des Airbagmoduls im wesentlichen ausgefluchtet ist. Der Scharnierbereich des Schaumformteiles befindet sich dann nicht im Austrittsweg des Airbags, wenn dieser aufgeblasen wird, so daß das Aufklappen des Schaumformteiles begünstigt ist.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die den Bereich reduzierter Materialdicke bildende Aussparung als Längsschlitz ausgebildet ist. Auch wenn der Be­ reich reduzierter Materialdicke vom Airbagmodul nach außen nur eine Dicke in der Größenordnung von 10 mm hat, beeinträchtigt dies den Komfort der Verkleidung keineswegs, da der Längs­ schlitz sehr schmal ausgebildet sein kann, derart, daß die beiden umgebenden Bereiche dicht beieinander liegen können.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind verschiedene Aus­ führungen möglich, wobei die Aussparung von der Innenseite, von der Außenseite oder sowohl von der Innenseite und der Außenseite in das Schaumformteil eingearbeitet sein kann.
Bei einer speziellen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, daß die Aussparung eine sich zur Außenseite des Schaumformteiles hin verbreiternde Keilform besitzt. Damit kann ein Freiraum für den Deckel des Schaum­ formteiles geschaffen werden, um das Aufklappen im Gefahren­ fall zu erleichtern. Die Aussparung, die den Bereich reduzier­ ter Materialdicke bildet, kann aber auch von dem Hohlraum, der den Airbagmodul aufnimmt, keilförmig bzw. schräg nach außen verlaufen, um den Scharnierbereich des Schaumformteiles völlig aus der Bewegungsbahn des Airbags herauszubringen.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorge­ sehen, daß das Schaumformteil auf seiner dem Airbagmodul ge­ genüberliegenden Innenseite eine der Innenkontur des Schaum­ formteils, einschließlich der Aussparung folgende Verstär­ kungseinlage aufweist. Diese Verstärkungseinlage beeinträch­ tigt die Funktion des aufklappbaren Deckels in keiner Weise und bietet noch höhere Sicherheit, damit keine Schaumpartikel aus dem Schaumformteil herausgeschleudert werden.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorge­ sehen, daß in dem Schaumformteil auf der der Aussparung gegen­ überliegenden Seite ein durchgehender Spalt ausgebildet ist, der im wesentlichen mit einer zweiten Längsseite des Hohlrau­ mes zur Aufnahme des Airbagmoduls ausgefluchtet ist. Diese Maßnahme unterstützt das Austreten des Airbags im Bedarfsfall.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn eine auf der Außenseite des Schaumformteils ausgebildete Aussparung zur Aufnahme einer Naht eines Überzugs ausgebildet ist. Damit wird einerseits die Aussparung von der Außenseite verdeckt, andererseits wird da­ für gesorgt, daß die Naht in einer geeigneten Aussparung auf­ genommen und gehalten ist.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorge­ sehen, daß die Vorrichtung im Bereich der Seitenwand eines Fahrzeugs, insbesondere an der Seite eines Fahrzeugsitzes an­ gebracht ist, und daß der Bereich reduzierter Materialdicke gegenüber der Seitenwand nach innen versetzt ist, derart, daß das Schaumformteil in den Innenraum des Fahrzeugs klappbar ist. Mit diesen Maßnahmen wird dafür gesorgt, daß der Airbag - bezogen auf den Innenraum eines Fahrzeugs - möglichst weit außen austritt, z. B. direkt an der Tür bzw. der Karosserie­ wand.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorge­ sehen, daß diese im oberen Bereich eines Fahrzeugsitzes unter­ gebracht ist.
Die Erfindung wird nachstehend, auch hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile, anhand der Beschreibung von Ausfüh­ rungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen in
Fig. 1 eine schematische Prinzipskizze in der Draufsicht zur Erläuterung der Anordnung von Airbagmodul und Verkleidung;
Fig. 2 eine Schnittansicht längs der Linie A-A in Fig. 1 zur Erläuterung der Anordnung einer herkömmlichen Aufprallschutzvorrichtung;
Fig. 3 eine schematische Schnittansicht längs der Linie A-A in Fig. 1 zur Erläuterung einer ersten Ausführungs­ form der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 4 bis 6 Schnittansichten längs der Linie A-A in Fig. 1 zur Erläuterung von weiteren Ausführungsformen der Auf­ prallschutzvorrichtung gemäß der Erfindung.
Fig. 1 zeigt in einer Prinzipskizze in der Draufsicht eine Baugruppe, beispielsweise in einem Fahrzeug, in der eine Auf­ prallschutzvorrichtung untergebracht ist. Ein Airbagmodul ist schematisch bei 10 angedeutet und ist von einer Verkleidung umgeben, die ein Schaumformteil 30 aufweist, welches mit einem Deckel 32 über dem Airbagmodul 10 angeordnet ist. Der Deckel 32 kann von zwei Perforationen 44 sowie einem schematisch an­ gedeuteten Spalt 42 begrenzt sein. Die Anordnung ist dabei zweckmäßigerweise so getroffen, daß sich der Spalt 42 an der Außenseite B des Fahrzeuginnenraumes befindet, die der Innen­ seite C gegenüberliegt. Mit anderen Worten, die Innenseite C weist in den Innenraum eines Fahrzeugs.
Fig. 2 zeigt eine herkömmliche Anordnung einer Aufprallschutz­ vorrichtung der hier interessierenden Art, wobei der Schnitt längs der Linie A-A in Fig. 1 genommen ist. In dieser schema­ tischen Darstellung erkennt man einen Airbagmodul 110 in einem Hohlraum 112, der von einer Verkleidung umgeben ist. Die Ver­ kleidung besteht in diesem Falle aus einem Schaumformteil 130, das den Airbagmodul 110 L-förmig überdeckt, und einer Seiten­ wange 134, die dem Schaumformteil 130 gegenüberliegt und von diesem durch einen Spalt 142 getrennt ist.
Die Seitenwange 134 ist von einer ersten Verstärkungslage überzogen, während das Schaumformteil 130 eine erste, innere Verstärkungseinlage 135 sowie eine zweite, äußere Verstär­ kungsauflage 133 aufweist, die die erste Verstärkungslage überdeckt und bis auf die Außenseite des Schaumformteiles 130 herausgeführt ist.
Mit dem Pfeil 46 ist die Bewegung angedeutet, welche das Schaumformteil 130 ausführt, wenn der Airbagmodul 110 betätigt wird und den Airbag nach außen drängt.
Fig. 3 zeigt eine erste Ausführungsform der Aufprallschutzvor­ richtung gemäß der Erfindung. Ein Airbagmodul 10 befindet sich in einem Hohlraum 12, der eine erste Längsseite 14 und eine zweite Längsseite 16 aufweist, die einander gegenüberliegen. Im oberen Bereich des Hohlraumes 12 ist eine Öffnung 18 vorge­ sehen, die von einem Schaumformteil 30 als Teil einer Verklei­ dung abgedeckt ist. Das Schaumformteil 30 weist dabei einen Deckel 32 und eine Seitenwange 34 auf, die durch eine Ausspa­ rung 36 voneinander getrennt sind. Oberhalb der Aussparung 36 befindet sich ein Bereich 40 reduzierter Materialdicke, der dem Schaumformteil 30 eine Scharnierfunktion verleiht. Dieses Linien-Scharnier ist in Fig. 1 schematisch mit einer strich­ punktierten Linie angedeutet.
Zwischen einem Wandteil 50 und dem Schaumformteil 30 befindet sich ein Öffnungsspalt 42, der in seiner Form an die Konturen des Schaumformteiles 30 angepaßt ist. Der Einfachheit halber sind äußere Überzüge aus textilen Materialien oder Leder weg­ gelassen.
Bei der Darstellung gemäß Fig. 3 erkennt man, daß sich sowohl der Öffnungsspalt 42 als auch die Aussparung 36 im wesentli­ chen in der Verlängerung der ersten Längsseite 14 bzw. der zweiten Längsseite 16 des Hohlraumes 12 befinden. Damit läßt sich der Deckel 32 im Bedarfsfall leicht wegdrücken und um­ klappen, wenn der Airbag von dem Gasgenerator aufgeblasen wird, wobei die Öffnung 18 fortschreitend freigegeben wird.
Die Aussparung 36 ist in diesem Falle in Form eines Längs­ schlitzes ausgebildet, der zwischen dem Deckel 32 und der Sei­ tenwange 34 sehr schmal ausgebildet sein kann, so daß der Kom­ fort des Schaumformteiles 30 nicht beeinträchtigt wird. Von dem Hohlraum 12 nach außen kann die als Längsschlitz ausgebil­ dete Aussparung 36 sehr weit in das Schaumformteil 30 eindrin­ gen, so daß nur ein relativ dünner Bereich 40 mit reduzierter Materialdicke stehen bleibt. In der Praxis ist eine verblei­ bende Materialstärke des Bereiches 40 von mindestens etwa 10 mm zweckmäßig, damit das Schaumformteil 30 seine Funktion bei Normalbetrieb mit hinreichendem Komfort ausübt, ohne daß seine Festigkeit beeinträchtigt ist.
Fig. 4 zeigt eine zweite Ausführungsform gemäß der Erfindung, die im wesentlichen der ersten Ausführungsform entspricht. In diesem Falle ist eine Verstärkungslage 48 auf die Innenseite des Schaumformteiles 30 aufgebracht und folgt vollständig der Innenkontur des Schaumformteiles 30 längs der Seitenwange 34, in die Aussparung 36 hinein bis zum Boden der Aussparung 36, aus der Aussparung 36 heraus und dann längs der Innenseite des Deckels 32 bis in den Bereich des Öffnungsspaltes 42.
Mit dem Pfeil 46 ist die Aufklappbewegung des Deckels 32 im Bedarfsfall angedeutet, wobei der Deckel 32 dann um den Be­ reich 40 reduzierter Materialdicke herumklappt.
Fig. 5 zeigt eine dritte Ausführungsform gemäß der Erfindung, wobei lediglich das Schaumformteil 30 dargestellt ist. In die­ sem Falle sind zwischen der Seitenwange 34 und dem Deckel 32 zwei Aussparungen vorgesehen, nämlich eine innere Aussparung 38 und eine äußere gegenüberliegende Aussparung 37, die zwi­ scheneinander einen Bereich 40 reduzierter Materialdicke des Schaumformteiles 30 bilden. Die äußere Aussparung 37 kann da­ bei zur Aufnahme einer Naht eines Bezugsstoffes dienen, so daß die Aussparung 37 zumindest teilweise ausgefüllt und von außen abgedeckt ist.
Die Dimensionierung der beiden Aussparungen 37 und 38 und des verbleibenden Bereiches 40 reduzierter Materialdicke erfolgt in der Weise, daß eine ausreichende Festigkeit gewährleistet und die Klappfunktion des Deckels 32 nicht beeinträchtigt ist.
Auch wenn bei den Ausführungsformen gemäß Fig. 3, 4 und 5 die Aussparungen 36, 37 und 38 in der geradlinigen Verlängerung der Längsseite 14 des Hohlraumes 12 liegen, ist die Erfindung nicht auf diese Ausführungsformen beschränkt. Vielmehr können diese Aussparungen auch von der Längsseite 14 schräg nach außen verlaufen, derart, daß der Bereich 40 reduzierter Ma­ terialdicke seitlich nach außen versetzt angeordnet ist.
Fig. 6 zeigt eine vierte Ausführungsform gemäß der Erfindung, wobei lediglich das Schaumformteil 30 dargestellt ist. Man er­ kennt eine äußere Aussparung 39 zwischen dem Deckel 32 und der Seitenwange 34, so daß sich der Bereich 40 reduzierter Materi­ aldicke an der dem Airbagmodul 10 gegenüberliegenden Seite be­ findet.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 6 hat die Aussparung 39 zweckmäßigerweise eine keilförmige Verbreiterung nach außen, mit der Zielsetzung, daß ausreichend Platz für den Deckel 32 vorhanden ist, wenn dieser in Richtung des Pfeiles 46 aufge­ klappt wird, um den Airbag aus seinem Hohlraum 12 austreten zu lassen.
Selbstverständlich kann die Verstärkungseinlage 48 gemäß Fig. 4 auch bei der dritten und vierten Ausführungsform in Fig. 5 bzw. Fig. 6 zum Einsatz gelangen und ist dann in ent­ sprechender Weise auf die Innenseite des Schaumformteiles 30 aufgebracht und gegebenenfalls in die Aussparung 38 eingelegt. Damit werden Risse und Abrisse im Schaumformteil vermieden, wobei dies natürlich auch für den Bereich des Scharniers gilt, wenn der Deckel 32 nach außen aufgeklappt wird.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 6 kann die Aussparung 39 wiederum zur Aufnahme einer Naht eines Bezugsstoffes dienen.
Die Verstärkungseinlage 48 besteht aus geeigneten Materialien aus einem Vlies, Filz, Gewirk oder einer Folie, welche die ge­ wünschte Festigkeit und Flexibilität besitzt. Dabei können üb­ liche Materialien aus woven und/oder non-woven fabric zum Ein­ satz gelangen.
Die erfindungsgemäße Aufprallschutzvorrichtung bietet zahlrei­ che Vorteile in der Praxis. Zum einen wird die Bewegung des Deckels 32 erleichtert und kann in kontrollierter Weise ablau­ fen. Da der Deckel 32 keinen unnötigen Widerstand gegenüber dem sich aufblasenden Airbag bietet, kann dieser leichter aus­ treten, so daß der zeitliche Ablauf verbessert wird.
Das gegebenenfalls an der Innenseite des Schaumformteils 30 vorgesehene Verstärkungsmaterial 48 kann direkt aufgebracht und an das Schaumformteil 30 angeformt werden, wobei weitaus weniger Material erforderlich ist als bei herkömmlichen Anord­ nungen.

Claims (12)

1. Aufprallschutzvorrichtung, insbesondere für Insassen von Kraftfahrzeugen, die folgendes aufweist:
  • - einen Airbagmodul (10) mit einem Airbag und einem Gasgenerator, wobei der Airbagmodul (10) in einem Hohlraum (12) untergebracht und mit Befestigungs­ elementen befestigt ist, und
  • - eine Verkleidung (30, 32, 34, 50) mit einem Flächen­ körper (32, 34), der in der Ruhestellung den Airbag­ modul (10) in dem Hohlraum (12) abdeckt und der beim Auslösen des Airbagmoduls (10) von einer Öffnung (18) des Hohlraumes (12) wegbewegbar ist, um den Airbag austreten zu lassen,
dadurch gekennzeichnet, daß der Flächenkörper (32, 34) ein Schaumformteil (30) aufweist, das längs einer Längsseite einen Bereich (40) reduzierter Materialdicke mit Scharnierfunktion aufweist, derart, daß das Schaumformteil (30) längs dieses Berei­ ches (40) nach außen aufklappbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaumformteil (30) mindestens eine Aussparung (36, 37, 38, 39) aufweist, die einen stationären Bereich (34) der Verkleidung (30, 32, 34, 50) von einem aufklapp­ baren Deckel (32) trennt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich (40) reduzierter Materialdicke wesentlich dünner ist als das übrige wegklappbare Schaumformteil (30).
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich (40) reduzierter Materialdicke mit einer ersten Längsseite (14) des Hohlraumes (12) zur Aufnahme des Airbagmoduls (10) im wesentlichen ausgefluchtet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die den Bereich (40) reduzierter Materialdicke bil­ dende Aussparung (36) als Längsschlitz ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung (36, 37, 38, 39) von der Innenseite (36, 37), von der Außenseite (39) oder sowohl von der In­ nenseite und der Außenseite (37, 38) in das Schaumform­ teil (30) eingearbeitet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung (39) eine sich zur Außenseite des Schaumformteils (30) verbreiternde Keilform besitzt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaumformteil (30) auf seiner dem Airbagmodul (10) gegenüberliegenden Innenseite eine der Innenkontur des Schaumformteils (30), einschließlich der Aussparung (36) folgende Verstärkungseinlage (48) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Schaumformteil (30) auf der der Aussparung (36, 37, 38, 39) gegenüberliegenden Seite ein durchge­ hender Spalt (42) ausgebildet ist, der im wesentlichen mit einer zweiten Längsseite (16) des Hohlraumes (12) zur Aufnahme des Airbagmoduls (10) ausgefluchtet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine auf der Außenseite des Schaumformteile (30) aus­ gebildete Aussparung (37, 39) zur Aufnahme einer Naht eines Überzugs ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung im Bereich der Seitenwand eines Fahr­ zeugs, insbesondere an der Seite eines Fahrzeugsitzes an­ gebracht ist,
und daß der Bereich (40) reduzierter Materialdicke gegen­ über der Seitenwand nach innen versetzt ist, derart, daß das Schaumformteil (30) in den Innenraum des Fahrzeugs klappbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung im oberen Bereich eines Fahrzeugsit­ zes untergebracht ist.
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