DE10010024A1 - Aufprallschutzvorrichtung - Google Patents
AufprallschutzvorrichtungInfo
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Abstract
Es wird eine Aufprallschutzvorrichtung, insbesondere für Insassen von Kraftfahrzeugen angegeben, die einen Airbagmodul (10) mit einem Airbag und einem Gasgenerator aufweist, wobei der Airbagmodul (10) in einem Hohlraum (12) untergebracht und mit Befestigungselementen befestigt ist. Ferner ist eine Verkleidung (30, 32, 34, 50) vorgesehen, die in der Ruhestellung den Airbagmodul (10) in dem Hohlraum (12) abdeckt und die beim Auslösen des Airbagmoduls (10) von einer Öffnung (18) des Hohlraumes (12) wegbewegbar ist, um den Airbag austreten zu lassen. Die Verkleidung weist dabei ein Schaumformteil (30) auf, das längs einer Längsseite einen Bereich (40) reduzierter Materialdicke mit Scharnierfunktion aufweist, derart, daß das Schaumformteil (30) längs dieses Bereiches nach außen aufklappbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Aufprallschutzvorrichtung, insbe
sondere für Insassen von Kraftfahrzeugen, die folgendes auf
weist: einen Airbagmodul mit einem Airbag und einem Gasgene
rator, wobei der Airbagmodul in einem Hohlraum untergebracht
und mit Befestigungselementen befestigt ist; und eine Verklei
dung mit einem Flächenkörper, der in der Ruhestellung den Air
bagmodul in dem Hohlraum abdeckt und der beim Auslösen des
Airbagmoduls von einer Öffnung des Hohlraumes wegbewegbar ist,
um den Airbag austreten zu lassen.
Aufprallschutzvorrichtungen dieser Art sind in verschiedenen
Bauformen bekannt. Die den Airbagmodul umgebenden Bauteile und
die Verkleidung haben dabei die Funktion, den Airbagmodul si
cher aufzunehmen, um die Funktion der Aufprallschutzvorrich
tung zu gewährleisten, sowie das Aussehen und den Komfort der
Einrichtung zu gewährleisten, in der der Airbagmodul unterge
bracht ist.
Derartige Aufprallschutzvorrichtungen sind heutzutage in
vielen Fahrzeugen im Fahrzeuginnenbereich untergebracht, und
zwar sowohl für Front-Airbags als auch Seiten-Airbags. In Ab
hängigkeit von der Lage und der Ausführung der Airbagmodule
sind diese üblicherweise vom Bezug von Fahrzeugsitzen, Schaum
teilen oder schaumähnlichen Polsterelementen umgeben, um im
Normalfall ein ansprechendes Aussehen zu bieten und den Kom
fort für die Fahrzeuginsassen zu gewährleisten.
Wenn der Airbagmodul in einer Gefahrensituation auslöst und
den Airbag sehr schnell aufbläst, um die Schutzfunktion gegen
über einem Aufprall zu gewährleisten, kann es in der Praxis zu
Behinderungen des Airbags durch die umgebende Verkleidung kom
men, wenn die Verkleidung nicht schnell genug entfernt oder
weggedrückt werden kann.
Wenn die Verkleidung mit entsprechenden Sollbruchstellen oder
Perforationen ausgebildet wird, besteht die Gefahr, daß beim
Aufblasen des Airbags ein ganzes Stück der Verkleidung oder
zumindest Schaumpartikel aus der Verkleidung weggerissen und
in den Innenraum eines Fahrzeugs geschleudert werden. Dies
kann zu unerwünschten Verletzungen der Fahrzeuginsassen ins
besondere im Bereich der Augen führen.
Um diese negativen Effekte zu vermeiden, hat man bereits daran
gedacht, den Bereich der Verkleidung, der den Airbagmodul
überdeckt, mit einer oder mehreren Verstärkungslagen zu verse
hen, die insbesondere auf die Innenseite der Verkleidung auf
gebracht, aber auch um die Verkleidung herum nach außen ge
führt sind. Zu diesem Zweck werden Vliese, Filze, Gewirke oder
Folien verwendet, die man unter dem Gattungsbegriff woven
und/oder non-woven fabric zusammenfaßt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Aufprallschutz
vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, die mit ge
ringerem Aufwand herstellbar ist und eine zuverlässige Funk
tion beim Auslösen des Airbagmoduls gewährleistet.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, eine Aufprall
schutzvorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden,
daß der Flächenkörper ein Schaumformteil aufweist, das längs
einer Längsseite einen Bereich reduzierter Materialdicke mit
Scharnierfunktion aufweist, derart, daß das Schaumformteil
längs dieses Bereiches nach außen aufklappbar ist.
Mit der erfindungsgemäßen Aufprallschutzvorrichtung wird die
Aufgabe in zufriedenstellender Weise gelöst. Der Komfort ist
in keiner Weise beeinträchtigt, und in einer Gefahrensituation
kann das Schaumformteil wie ein Klappdeckel in einfacher Weise
nach außen aufklappen, um den Weg für den sich aufblasenden
Airbag freizugeben.
Auf diese Weise staut sich der vom Gasgenerator aufgebaute
Druck nicht im Hohlraum auf, der den Airbagmodul aufnimmt, so
daß es nicht zu den unerwünschten Effekten der Zerstörung der
Verkleidung kommt, bei der sonst Teile aus der Verkleidung
herausgerissen werden und als Projektile in den Innenraum
eines Fahrzeugs fliegen.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist das Schaumformteil
mindestens eine Aussparung auf, die einen stationären Bereich
der Verkleidung von einem aufklappbaren Deckel trennt. Der Be
reich reduzierter Materialdicke ist dabei wesentlich dünner
ausgebildet als das übrige wegklappbare Schaumformteil.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Bereich reduzierter
Materialdicke mit einer ersten Längsseite des Hohlraumes zur
Aufnahme des Airbagmoduls im wesentlichen ausgefluchtet ist.
Der Scharnierbereich des Schaumformteiles befindet sich dann
nicht im Austrittsweg des Airbags, wenn dieser aufgeblasen
wird, so daß das Aufklappen des Schaumformteiles begünstigt
ist.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung die den Bereich reduzierter Materialdicke bildende
Aussparung als Längsschlitz ausgebildet ist. Auch wenn der Be
reich reduzierter Materialdicke vom Airbagmodul nach außen nur
eine Dicke in der Größenordnung von 10 mm hat, beeinträchtigt
dies den Komfort der Verkleidung keineswegs, da der Längs
schlitz sehr schmal ausgebildet sein kann, derart, daß die
beiden umgebenden Bereiche dicht beieinander liegen können.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind verschiedene Aus
führungen möglich, wobei die Aussparung von der Innenseite,
von der Außenseite oder sowohl von der Innenseite und der
Außenseite in das Schaumformteil eingearbeitet sein kann.
Bei einer speziellen Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist vorgesehen, daß die Aussparung eine sich zur
Außenseite des Schaumformteiles hin verbreiternde Keilform
besitzt. Damit kann ein Freiraum für den Deckel des Schaum
formteiles geschaffen werden, um das Aufklappen im Gefahren
fall zu erleichtern. Die Aussparung, die den Bereich reduzier
ter Materialdicke bildet, kann aber auch von dem Hohlraum, der
den Airbagmodul aufnimmt, keilförmig bzw. schräg nach außen
verlaufen, um den Scharnierbereich des Schaumformteiles völlig
aus der Bewegungsbahn des Airbags herauszubringen.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorge
sehen, daß das Schaumformteil auf seiner dem Airbagmodul ge
genüberliegenden Innenseite eine der Innenkontur des Schaum
formteils, einschließlich der Aussparung folgende Verstär
kungseinlage aufweist. Diese Verstärkungseinlage beeinträch
tigt die Funktion des aufklappbaren Deckels in keiner Weise
und bietet noch höhere Sicherheit, damit keine Schaumpartikel
aus dem Schaumformteil herausgeschleudert werden.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorge
sehen, daß in dem Schaumformteil auf der der Aussparung gegen
überliegenden Seite ein durchgehender Spalt ausgebildet ist,
der im wesentlichen mit einer zweiten Längsseite des Hohlrau
mes zur Aufnahme des Airbagmoduls ausgefluchtet ist. Diese
Maßnahme unterstützt das Austreten des Airbags im Bedarfsfall.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn eine auf der Außenseite des
Schaumformteils ausgebildete Aussparung zur Aufnahme einer
Naht eines Überzugs ausgebildet ist. Damit wird einerseits die
Aussparung von der Außenseite verdeckt, andererseits wird da
für gesorgt, daß die Naht in einer geeigneten Aussparung auf
genommen und gehalten ist.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorge
sehen, daß die Vorrichtung im Bereich der Seitenwand eines
Fahrzeugs, insbesondere an der Seite eines Fahrzeugsitzes an
gebracht ist, und daß der Bereich reduzierter Materialdicke
gegenüber der Seitenwand nach innen versetzt ist, derart, daß
das Schaumformteil in den Innenraum des Fahrzeugs klappbar
ist. Mit diesen Maßnahmen wird dafür gesorgt, daß der Airbag -
bezogen auf den Innenraum eines Fahrzeugs - möglichst weit
außen austritt, z. B. direkt an der Tür bzw. der Karosserie
wand.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorge
sehen, daß diese im oberen Bereich eines Fahrzeugsitzes unter
gebracht ist.
Die Erfindung wird nachstehend, auch hinsichtlich weiterer
Merkmale und Vorteile, anhand der Beschreibung von Ausfüh
rungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen in
Fig. 1 eine schematische Prinzipskizze in der Draufsicht
zur Erläuterung der Anordnung von Airbagmodul und
Verkleidung;
Fig. 2 eine Schnittansicht längs der Linie A-A in Fig. 1
zur Erläuterung der Anordnung einer herkömmlichen
Aufprallschutzvorrichtung;
Fig. 3 eine schematische Schnittansicht längs der Linie A-A
in Fig. 1 zur Erläuterung einer ersten Ausführungs
form der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 4
bis 6 Schnittansichten längs der Linie A-A in Fig. 1 zur
Erläuterung von weiteren Ausführungsformen der Auf
prallschutzvorrichtung gemäß der Erfindung.
Fig. 1 zeigt in einer Prinzipskizze in der Draufsicht eine
Baugruppe, beispielsweise in einem Fahrzeug, in der eine Auf
prallschutzvorrichtung untergebracht ist. Ein Airbagmodul ist
schematisch bei 10 angedeutet und ist von einer Verkleidung
umgeben, die ein Schaumformteil 30 aufweist, welches mit einem
Deckel 32 über dem Airbagmodul 10 angeordnet ist. Der Deckel
32 kann von zwei Perforationen 44 sowie einem schematisch an
gedeuteten Spalt 42 begrenzt sein. Die Anordnung ist dabei
zweckmäßigerweise so getroffen, daß sich der Spalt 42 an der
Außenseite B des Fahrzeuginnenraumes befindet, die der Innen
seite C gegenüberliegt. Mit anderen Worten, die Innenseite C
weist in den Innenraum eines Fahrzeugs.
Fig. 2 zeigt eine herkömmliche Anordnung einer Aufprallschutz
vorrichtung der hier interessierenden Art, wobei der Schnitt
längs der Linie A-A in Fig. 1 genommen ist. In dieser schema
tischen Darstellung erkennt man einen Airbagmodul 110 in einem
Hohlraum 112, der von einer Verkleidung umgeben ist. Die Ver
kleidung besteht in diesem Falle aus einem Schaumformteil 130,
das den Airbagmodul 110 L-förmig überdeckt, und einer Seiten
wange 134, die dem Schaumformteil 130 gegenüberliegt und von
diesem durch einen Spalt 142 getrennt ist.
Die Seitenwange 134 ist von einer ersten Verstärkungslage
überzogen, während das Schaumformteil 130 eine erste, innere
Verstärkungseinlage 135 sowie eine zweite, äußere Verstär
kungsauflage 133 aufweist, die die erste Verstärkungslage
überdeckt und bis auf die Außenseite des Schaumformteiles 130
herausgeführt ist.
Mit dem Pfeil 46 ist die Bewegung angedeutet, welche das
Schaumformteil 130 ausführt, wenn der Airbagmodul 110 betätigt
wird und den Airbag nach außen drängt.
Fig. 3 zeigt eine erste Ausführungsform der Aufprallschutzvor
richtung gemäß der Erfindung. Ein Airbagmodul 10 befindet sich
in einem Hohlraum 12, der eine erste Längsseite 14 und eine
zweite Längsseite 16 aufweist, die einander gegenüberliegen.
Im oberen Bereich des Hohlraumes 12 ist eine Öffnung 18 vorge
sehen, die von einem Schaumformteil 30 als Teil einer Verklei
dung abgedeckt ist. Das Schaumformteil 30 weist dabei einen
Deckel 32 und eine Seitenwange 34 auf, die durch eine Ausspa
rung 36 voneinander getrennt sind. Oberhalb der Aussparung 36
befindet sich ein Bereich 40 reduzierter Materialdicke, der
dem Schaumformteil 30 eine Scharnierfunktion verleiht. Dieses
Linien-Scharnier ist in Fig. 1 schematisch mit einer strich
punktierten Linie angedeutet.
Zwischen einem Wandteil 50 und dem Schaumformteil 30 befindet
sich ein Öffnungsspalt 42, der in seiner Form an die Konturen
des Schaumformteiles 30 angepaßt ist. Der Einfachheit halber
sind äußere Überzüge aus textilen Materialien oder Leder weg
gelassen.
Bei der Darstellung gemäß Fig. 3 erkennt man, daß sich sowohl
der Öffnungsspalt 42 als auch die Aussparung 36 im wesentli
chen in der Verlängerung der ersten Längsseite 14 bzw. der
zweiten Längsseite 16 des Hohlraumes 12 befinden. Damit läßt
sich der Deckel 32 im Bedarfsfall leicht wegdrücken und um
klappen, wenn der Airbag von dem Gasgenerator aufgeblasen
wird, wobei die Öffnung 18 fortschreitend freigegeben wird.
Die Aussparung 36 ist in diesem Falle in Form eines Längs
schlitzes ausgebildet, der zwischen dem Deckel 32 und der Sei
tenwange 34 sehr schmal ausgebildet sein kann, so daß der Kom
fort des Schaumformteiles 30 nicht beeinträchtigt wird. Von
dem Hohlraum 12 nach außen kann die als Längsschlitz ausgebil
dete Aussparung 36 sehr weit in das Schaumformteil 30 eindrin
gen, so daß nur ein relativ dünner Bereich 40 mit reduzierter
Materialdicke stehen bleibt. In der Praxis ist eine verblei
bende Materialstärke des Bereiches 40 von mindestens etwa
10 mm zweckmäßig, damit das Schaumformteil 30 seine Funktion
bei Normalbetrieb mit hinreichendem Komfort ausübt, ohne daß
seine Festigkeit beeinträchtigt ist.
Fig. 4 zeigt eine zweite Ausführungsform gemäß der Erfindung,
die im wesentlichen der ersten Ausführungsform entspricht. In
diesem Falle ist eine Verstärkungslage 48 auf die Innenseite
des Schaumformteiles 30 aufgebracht und folgt vollständig der
Innenkontur des Schaumformteiles 30 längs der Seitenwange 34,
in die Aussparung 36 hinein bis zum Boden der Aussparung 36,
aus der Aussparung 36 heraus und dann längs der Innenseite des
Deckels 32 bis in den Bereich des Öffnungsspaltes 42.
Mit dem Pfeil 46 ist die Aufklappbewegung des Deckels 32 im
Bedarfsfall angedeutet, wobei der Deckel 32 dann um den Be
reich 40 reduzierter Materialdicke herumklappt.
Fig. 5 zeigt eine dritte Ausführungsform gemäß der Erfindung,
wobei lediglich das Schaumformteil 30 dargestellt ist. In die
sem Falle sind zwischen der Seitenwange 34 und dem Deckel 32
zwei Aussparungen vorgesehen, nämlich eine innere Aussparung
38 und eine äußere gegenüberliegende Aussparung 37, die zwi
scheneinander einen Bereich 40 reduzierter Materialdicke des
Schaumformteiles 30 bilden. Die äußere Aussparung 37 kann da
bei zur Aufnahme einer Naht eines Bezugsstoffes dienen, so daß
die Aussparung 37 zumindest teilweise ausgefüllt und von außen
abgedeckt ist.
Die Dimensionierung der beiden Aussparungen 37 und 38 und des
verbleibenden Bereiches 40 reduzierter Materialdicke erfolgt
in der Weise, daß eine ausreichende Festigkeit gewährleistet
und die Klappfunktion des Deckels 32 nicht beeinträchtigt ist.
Auch wenn bei den Ausführungsformen gemäß Fig. 3, 4 und 5 die
Aussparungen 36, 37 und 38 in der geradlinigen Verlängerung
der Längsseite 14 des Hohlraumes 12 liegen, ist die Erfindung
nicht auf diese Ausführungsformen beschränkt. Vielmehr können
diese Aussparungen auch von der Längsseite 14 schräg nach
außen verlaufen, derart, daß der Bereich 40 reduzierter Ma
terialdicke seitlich nach außen versetzt angeordnet ist.
Fig. 6 zeigt eine vierte Ausführungsform gemäß der Erfindung,
wobei lediglich das Schaumformteil 30 dargestellt ist. Man er
kennt eine äußere Aussparung 39 zwischen dem Deckel 32 und der
Seitenwange 34, so daß sich der Bereich 40 reduzierter Materi
aldicke an der dem Airbagmodul 10 gegenüberliegenden Seite be
findet.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 6 hat die Aussparung 39
zweckmäßigerweise eine keilförmige Verbreiterung nach außen,
mit der Zielsetzung, daß ausreichend Platz für den Deckel 32
vorhanden ist, wenn dieser in Richtung des Pfeiles 46 aufge
klappt wird, um den Airbag aus seinem Hohlraum 12 austreten zu
lassen.
Selbstverständlich kann die Verstärkungseinlage 48 gemäß
Fig. 4 auch bei der dritten und vierten Ausführungsform in
Fig. 5 bzw. Fig. 6 zum Einsatz gelangen und ist dann in ent
sprechender Weise auf die Innenseite des Schaumformteiles 30
aufgebracht und gegebenenfalls in die Aussparung 38 eingelegt.
Damit werden Risse und Abrisse im Schaumformteil vermieden,
wobei dies natürlich auch für den Bereich des Scharniers gilt,
wenn der Deckel 32 nach außen aufgeklappt wird.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 6 kann die Aussparung 39
wiederum zur Aufnahme einer Naht eines Bezugsstoffes dienen.
Die Verstärkungseinlage 48 besteht aus geeigneten Materialien
aus einem Vlies, Filz, Gewirk oder einer Folie, welche die ge
wünschte Festigkeit und Flexibilität besitzt. Dabei können üb
liche Materialien aus woven und/oder non-woven fabric zum Ein
satz gelangen.
Die erfindungsgemäße Aufprallschutzvorrichtung bietet zahlrei
che Vorteile in der Praxis. Zum einen wird die Bewegung des
Deckels 32 erleichtert und kann in kontrollierter Weise ablau
fen. Da der Deckel 32 keinen unnötigen Widerstand gegenüber
dem sich aufblasenden Airbag bietet, kann dieser leichter aus
treten, so daß der zeitliche Ablauf verbessert wird.
Das gegebenenfalls an der Innenseite des Schaumformteils 30
vorgesehene Verstärkungsmaterial 48 kann direkt aufgebracht
und an das Schaumformteil 30 angeformt werden, wobei weitaus
weniger Material erforderlich ist als bei herkömmlichen Anord
nungen.
Claims (12)
1. Aufprallschutzvorrichtung, insbesondere für Insassen von
Kraftfahrzeugen, die folgendes aufweist:
- - einen Airbagmodul (10) mit einem Airbag und einem Gasgenerator, wobei der Airbagmodul (10) in einem Hohlraum (12) untergebracht und mit Befestigungs elementen befestigt ist, und
- - eine Verkleidung (30, 32, 34, 50) mit einem Flächen körper (32, 34), der in der Ruhestellung den Airbag modul (10) in dem Hohlraum (12) abdeckt und der beim Auslösen des Airbagmoduls (10) von einer Öffnung (18) des Hohlraumes (12) wegbewegbar ist, um den Airbag austreten zu lassen,
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schaumformteil (30) mindestens eine Aussparung
(36, 37, 38, 39) aufweist, die einen stationären Bereich
(34) der Verkleidung (30, 32, 34, 50) von einem aufklapp
baren Deckel (32) trennt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bereich (40) reduzierter Materialdicke wesentlich
dünner ist als das übrige wegklappbare Schaumformteil
(30).
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bereich (40) reduzierter Materialdicke mit einer
ersten Längsseite (14) des Hohlraumes (12) zur Aufnahme
des Airbagmoduls (10) im wesentlichen ausgefluchtet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Bereich (40) reduzierter Materialdicke bil
dende Aussparung (36) als Längsschlitz ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aussparung (36, 37, 38, 39) von der Innenseite
(36, 37), von der Außenseite (39) oder sowohl von der In
nenseite und der Außenseite (37, 38) in das Schaumform
teil (30) eingearbeitet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aussparung (39) eine sich zur Außenseite des
Schaumformteils (30) verbreiternde Keilform besitzt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schaumformteil (30) auf seiner dem Airbagmodul
(10) gegenüberliegenden Innenseite eine der Innenkontur
des Schaumformteils (30), einschließlich der Aussparung
(36) folgende Verstärkungseinlage (48) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Schaumformteil (30) auf der der Aussparung
(36, 37, 38, 39) gegenüberliegenden Seite ein durchge
hender Spalt (42) ausgebildet ist, der im wesentlichen
mit einer zweiten Längsseite (16) des Hohlraumes (12) zur
Aufnahme des Airbagmoduls (10) ausgefluchtet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine auf der Außenseite des Schaumformteile (30) aus
gebildete Aussparung (37, 39) zur Aufnahme einer Naht
eines Überzugs ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung im Bereich der Seitenwand eines Fahr zeugs, insbesondere an der Seite eines Fahrzeugsitzes an gebracht ist,
und daß der Bereich (40) reduzierter Materialdicke gegen über der Seitenwand nach innen versetzt ist, derart, daß das Schaumformteil (30) in den Innenraum des Fahrzeugs klappbar ist.
daß die Vorrichtung im Bereich der Seitenwand eines Fahr zeugs, insbesondere an der Seite eines Fahrzeugsitzes an gebracht ist,
und daß der Bereich (40) reduzierter Materialdicke gegen über der Seitenwand nach innen versetzt ist, derart, daß das Schaumformteil (30) in den Innenraum des Fahrzeugs klappbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung im oberen Bereich eines Fahrzeugsit
zes untergebracht ist.
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| Country | Link |
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