DE10009681A1 - Zapfenschneidstation für Holzrahmen - Google Patents
Zapfenschneidstation für HolzrahmenInfo
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Abstract
Numerisch gesteuerte Zapfenschneidstation (10) zur Bearbeitung der Enden geradliniger beschlagener Hölzer mit einem prismenförmigen Querschnitt für Fenster-, Türrahmen und dgl. Vorgesehen sind eine Fördereinheit (13) für die Werkstücke (Q), eine Zapfenscheideeinheit (14) mit mindestens einer Fräseinheit (26) mit mehreren Bewegungsachsen zur Bearbeitung der Werkstückenden, eine Manipulationseinheit (15) zum Rüsten der Zapfenschneideinheit (14) und splitterungshindernde Mittel (32) zum Verhindern von Absplitterungen an den Werkstückenden. Die Fördereinheit (13) besteht aus zwei parallelen Kreisförderern (16), die die Zapfenschneideinheit (14) durchqueren. DOLLAR A Die Zapfenschneideinheit (14) besteht aus zwei Schlitten (21), die in entgegengesetzten Richtungen quer zur Vorschubachse des Werkstücks (Q) bewegbar sind, wobei jeder Schlitten einen der Kreisförderer (16) und eine der Fräseneinheiten (26) trägt. Die beweglichen Tragmittel (39) der splitterungshindernden Vorrichtungen (32) sind aus zwei beweglichen Ständern gebildet, die jeweils mit einer der Fräseinheiten (26) mittels eines Tragarms (38) direkt verbunden ist (Fig. 1).
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf das
Gebiet der Arbeitsmaschinen zur Holzbearbeitung und betrifft
insbesonders eine Zapfenschneidstation, die zum Zapfenschneiden
der Enden von geradlinigen Elementen, die die Holzrahmen der
Einfassungen bilden, bestimmt ist.
Wie bekannt werden die Futterhölzer und die Querhölzer, die,
wenn zusammengefügt, die Holzrahmen von Türen und Fenstern
bilden, einzeln aus einem geradlinigen beschlagenen Holzelement
mit einem mehr oder weniger regulären prismenförmigen
Querschnitt, sog. "Kantholz", gefertigt, an dem nacheinander die Be
arbeitung der Rahmenformung, das Zapfenschneiden und die
Profilgebung vorgenommen werden.
Im besonderen besteht das Zapfenschneiden darin, an jedem
Kantholzende die nötigen Zapfen und Schlitze herzustellen, um beim
abschließenden Zusammenfügen die Einspannverbindungen zwi
schen Futterhölzern und Querhölzern zu verwirklichen.
Im allgemeinen wird das Zapfenschneiden auf eine automati
sierte Weise mittels eigener Bearbeitungseinheiten ausgeführt, die
aus mehreren Arbeitsmaschinen bestehen, unter diesen zumindest
eine Fräseinheit, um an den Kantholzenden die gewünschten Zapfen
und Schlitze zu fertigen, und ggfls. auch eine oder mehrere Säge
einheiten, um die Kantholzenden auf Maß zu schneiden und die zu
bearbeitenden Oberflächen vorzubereiten.
Es ist bekannt, daß sich die Ausführung mit Arbeitsmaschinen
solcher Zapfen und Schlitze wegen der Natur als solche des die
Kanthölzer bildenden Materials problematisch zeigt. Die beim Fräsen
angewendeten Schneidkräfte können an den Kantholzenden das
Ablösen von unregelmäßigen Holzsplittern, das sog. "Absplittern" am
Kantholz verursachen, wobei es in einer unersetzlichen Weise
beschädigt und unverwendbar gemacht wird. Die Position, in der das
Splittern auftritt, befindet sich typisch auf der Kantholzseite, auf der
die Fräse Material abzutragen beginnt.
Um das Absplittern des Kantholzes zu vermeiden, hat man
verschiedene Arbeitsverfahren konzepiert, die, wenngleich sie das
obige Problem zum Teil oder ganz lösen, jedoch den Nachteil haben,
die Produktionsleistung negativ zu beeinflussen.
In der Technik besteht ein bekanntes Arbeitsverfahren für
Kanthölzer in der Verwendung eines Holzblocks, die sog. "split
terungshindernde Vorrichtung", die im allgemeinen ein Profil hat, das
dem an den Kantholzenden herzustellenden Zapfenschneidprofil
entspricht. Die splitterungshindernde Vorrichtung wird mit jener
Kantholzseite in Berührung gebracht und daran angedrückt, die der
Seite gegenüberliegt, an der die Fräse zu arbeiten beginnt, so daß
die Fräse, wenn sie an diese Seite kommt, praktisch keine Unter
brechung in dem vom Material gegebenen Widerstand bemerkt.
Wenngleich durch die Verwendung der splitterungshindernden
Vorrichtung das Problem des Absplitterns am Kantholz vollständig
gelöst wird, hat sie jedoch den Nachteil, die Maschinen- und die
Produktflexibilität zu strafen, insofern als sich, um die Rüst- und die
Durchlaufzeiten nicht übermäßig zu erhöhen, die Anpassungsfähig
keit der Arbeitseinheiten zur Ausführung verschiedenartiger Zapfen
reduziert.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die
Flexibilität bei der Bearbeitung von Kanthölzern zu erhöhen, indem
eine Zapfenschneidstation für Kanthölzer geschaffen wird, die eine
hochgradige Anpassungsfähigkeit zur Ausführung verschiedenarti
ger Zapfen mit außerordentlich reduzierten Rüst- und Durchlauf
zeiten hat.
Mehr im einzelnen, die numerisch gesteuerte Zapfen
schneidstation zur Bearbeitung der Enden von geradlinigen
beschlagenen Holzelementen mit prismenfömigem Querschnitt für
Fenster-, Türrahmen und dgl., die eine Fördereinheit für die
Werkstücke, eine Zapfenschneideinheit mit einem Untergestell, das
mindestens eine Fräseinheit mit mehreren Bewegungsachsen trägt
und führt, um an einem Werkstückende zumindest einen Vorsprung
oder eine geformte Vertiefung zu erzeugen, eine Manipulations
einheit zum Rüsten der Zapfenschneideinheit und splitterungshin
dernde Mittel zum Verhindern von Absplitterungen an den Werk
stückenden, die auf beweglichen Tragmitteln angeordnet sind, um
sie zu stützen und an den Werkstückenden zu positionieren,
aufweist, ist dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Fördereinheit aus zwei parallelen Kreisförderern besteht, die so angeordnet sind, daß sie die Zapfenschneideinheit durchqueren;
- - die Zapfenschneideinheit aus zwei Schlitten besteht, die in entgegengesetzten Richtungen, quer zur Vorschubachse der Werkstücke bewegbar sind, wobei jeder Schlitten einen der Kreisförderer und eine der Fräseinheiten trägt, so daß eine Fräs einheit auf jeder Seite der Fördereinheit angeordnet ist, um das jeweilige Werkstückende zu bearbeiten;
- - die beweglichen Tragmittel für die splitterungshindernden Vor richtungen aus zwei beweglichen Ständern gebildet sind, wobei jeder davon direkt mit einer der Fräseinheiten mittels eines Tragarms verbunden ist.
Um die Merkmale der vorliegenden Erfindung näher zu
erklären, wird diese nunmehr in bezug auf eine beispielsweise,
bevorzugte und nicht darauf beschränkte Ausführungsform anhand
der anliegenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1-4 eine Draufsicht der erfindungsgemäßen Zapfen
schneidstation,
Fig. 5, 6, 7 eine Draufsicht, einen vorderen Aufriß bzw. einen
seitlichen Aufriß von einem Ausschnitt der erfindungsgemäßen
Zapfenschneidstation,
Fig. 8 eine perspektivische Ansicht der bei der erfindungsgemäßen
Zapfenschneidstation verwendeten Fräseinheit,
Fig. 9, 10, 11 und 12 eine Draufsicht der Fräseinheit von Fig. 8,
Fig. 13 und 14 eine Ansicht im Schnitt der splitterungshindernden
Vorrichtung.
Mit Bezug auf Fig. 1-4 der Zeichnungen wird dort die erfin
dungsgemäße Zapfenschneidstation in Draufsicht dargestellt und im
gesamten mit 10 bezeichnet. Die Zapfenschneidstation 10 wird
während vier getrennten Arbeitsgängen des Bearbeitungszyklus für
die Enden der Kanthölzer, in den Figuren mit Buchstabe Q
bezeichnet, veranschaulicht. Im einzelnen: Fig. 1 zeigt die Zapfen
schneidstation 10 beim Fräsen der Kantholzenden; Fig. 2 zeigt die
Zapfenschneidmaschine 10 beim Rüstvorgang und Fig. 3 und 4
zeigen die Zapfenschneidstation bei Neupositionierungen im Hinblick
auf eine nachfolgende Bearbeitung.
Die Zapfenschneidstation 10 weist einen Eingang oder
Einlegeteil E für die halbfertigen Kanthölzer und einen Ausgang oder
Entladeteil A für die fertiggestellten Kanthölzer auf. Die Beschickung
der Zapfenschneidstation 10 mit Kanthölzern kann mit Hilfe einer
Arbeitskraft, wie in Fig. 1 und 4 dargestellt, oder auf automatisierte
Weise mittels eines nicht dargestellten Überführungsmechanismus
ausgeführt werden, wenn die Zapfenschneidstation in eine Bear
beitungsstraße bestehend aus mehreren serienmäßig verbundenen
Stationen eingesetzt ist.
Die Zapfenschneidstation 10 besteht aus den folgenden
Hauptkomponenten: eine Versorgungseinheit 11, eine Steuereinheit
12, eine Fördereinheit 13 für die Kanthölzer, eine Bearbeitungs
einheit 14 für die Kanthölzer und eine Manipulationseinheit 15 für die
Werkzeuge und die splitterungshindernden Vorrichtungen. Zwecks
einer einfacheren Beschreibung sind in Fig. 1-4 keine anderen
Komponenten der Zapfenschneidstation 10 gezeigt worden, insofern
als sie im Rahmen dieser Beschreibung eine zweitrangige
Bedeutung einnehmen, wie beispielsweise die Beschickungseinheit
von zur Bearbeitung erforderlichem Hilfsmaterial und die Abführ
einheit für solches nicht verbrauchtes Hilfsmaterial und für die bei der
Bearbeitung anfallenden Abfälle.
Die Versorgungseinheit 11 und die Steuereinheit 12 sind in her
kömmlicher Weise veranschaulicht und sind nicht Gegenstand dieser
Erfindung; sie werden deshalb im folgenden nur summarisch
beschrieben. Selbstverständlich kann ein Fachmann an diesen
Einheiten jede Änderung und/oder Verbesserung vornehmen, die zu
einer Optimierung des Arbeitszyklus, zum Schutz der Steuerungen,
der Werkzeuge usw. sowie auch zu einer Reduzierung der
Ruhezeiten beitragen.
Die Versorgungseinheit 11 besteht im allgemeinen aus einer
Vielzahl von Geräten und Vorrichtungen, die in einem besonderen
Montageabteil vereinigt sind, sog. Speisungsschrank oder -tafel,
und für die Abwicklung der Funktionen von Umspannung,
Umformung und Regulierung der in die Zapfenschneidstation 10
gespeisten Energie sowie Umschalt- und Schutzfunktionen bestimmt
sind.
Auch die Steuereinheit 12 besteht aus einem besonderen
Montageabteil, sog. Steuerschrank oder -tafel, worin eine Vielzahl
von Geräten und Vorrichtungen aufgenommen sind, die bekannter
weise zur Abwicklung der Funktionen: Erfassung, Umwandlung,
Verarbeitung, Speichern, Erzeugen und Übertragen von Steuer- und
Regelsignalen, die zum Steuern des Betriebes der Zapfenschneid
station 10 dienen, bestimmt sind.
Die Fördereinheit 13 für die Kanthölzer ist zwischen dem
Eingang E und dem Ausgang A der Zapfenschneidstation 10 ange
ordnet und führt die Kanthölzer längs der Richtung von Achse X der
Zapfenschneideinheit 14 zu. Die Fördereinheit 13 ist aus einem Paar
Kreisförderer 16 von der Art endloser Förderbänder gebildet, die
über synchronisierte Steuermittel 17 betätigt werden. Die Kreis
förderer 16 sind auf einer gemeinsamen horizontalen Oberfläche
parallel untereinander angeordnet und jeder davon weist ein
Traggestell auf, das aus einem länglichen horizontalen Element 18
und aus zwei vertikalen Tragelementen 19 gebildet ist. Wie
nachfolgend beschrieben wird, können die Kreisförderer 16 während
des Arbeitszyklus zwischen zwei Arbeitspositionen, in Fig. 2 und 3
dargestellt, horizontal verschoben werden.
In Fig. 5-7 der Zeichnungen ist im einzelnen die Gestaltung
der Zapfenschneidstation 10 veranschaulicht. Da diese im wesent
lichen gegenüber der Zuführachse X der Kanthölzer symmetrisch ist,
wird in den Figuren lediglich der Teil der Zapfenschneidstation 10
gezeigt, der sich rechts von dieser Achse befindet.
Die Zapfenschneideinheit 14 ist quer zur Kantholzzuführ
richtung X angeordnet und weist ein Untergestell 20 auf, das zwei
Schlitten 21 trägt und führt, die in entgegengesetzten Richtungen,
der Achse V entlang, bewegbar sind. Zum Steuern der Bewegung
der Schlitten 21 sind zwei Führungen 22 vorgesehen, die einstückig
auf dem Untergestell 20 eingelassen oder daran befestigt sind. Die
notwendigen Vorschub- und Rückwärtsbewegungen der Schlitten 21
werden mittels einer Steuerung bestehend aus einem Motor 23 und
einem Antrieb 24 bewirkt. Die Schlitten 21 dienen als bewegliche
Träger zum Verschieben der Kreisförderer 16 in entgegengesetzten
Richtungen, entlang der Achse V. Zu diesem Zweck besteht jeder
Schlitten 21 aus zwei Ständern 25, mit denen die senkrechten
Tragelemente 19 eines jeden Kreisförderers 16 verbunden sind.
Einer dieser Ständer 25 dient auch zum Abstützen einer Fräseinheit
26, die von einem Querschlitten 27 bzw. einem Längsschlitten 28 in
die Querrichtung Y und in die Längsrichtung Z des Ständers geführt
wird. Die Zapfenschneideinheit 14 für Kanthölzer weist also im
gesamten zwei Fräseinheiten 26 auf, jede davon ist zum Bearbeiten
von einem Ende des Kantholzes Q bestimmt. Jede Fräseinheit 26 ist
durch fünf Steuerachsen gekennzeichnet: die Achse X für die
Vorschubbewegung von Kantholz Q, die Achse Y für die Verschiebe
bewegung des Querschlittens 27, die Achse Z für die Verschiebe
ewegung des Längsschlittens 28, die Achse V parallel zur Achse Y
für die Verschiebebewegung von Schlitten 21, der den Ständer 25
der Fräseinheit 26 trägt, und die Achse C für die Drehbewegung der
Werkzeugspindel der Fräseinheit 26.
Die Manipulationseinheiten 15 für die Werkzeuge und die split
terungshindernden Vorrichtungen sind neben der Zapfenschneid
einheit 14 angeordnet und bestehen aus einer programmierbaren
automatischen Manipuliervorrichtung 29 und einem damit zuge
ordneten Magazin 30, in dem die Werkzeuge 31 und die splitterungs
hindernden Vorrichtungen 32 aufgehoben sind. In der in den Zeich
nungen dargestellten Ausführungsform besteht die programmierbare
automatische Manipuliervorrichtung 29 aus einem kartesischen
Roboter mit Portal, der mit Greifelementen 33 und 34 ausgestattet
ist, die ein gleichzeitiges Manipulieren der Werkzeuge und der
splitterungshindernden Vorrichtungen ermöglichen.
Die Gestaltung der Manipulationseinheit 15 wird hier nur
beispielsweise angeführt und ist nicht darauf beschränkt, da es für
den Fachmann offensichtlich ist, daß solche Einheit anders gestaltet
sein könnte, um sie Anforderungen höherer Funktionalität und
geringerer Komplexität und geringeren Außenmaßes anzupassen, so
daß sich das Einfügen der Zapfenschneidstation 10 in eine bereits
vorhandene Fertigungsstraße nicht problematisch zeigt. Das der
Manipulationseinheit 15 zugeordnete Magazin 30 könnte z. B. von der
Zapfenschneideinheit 14 getrennt sein, oder mit deren Untergestell
nicht verbunden sein wie in Fig. 5 und 6 dargestellt, sondern von
einem unabhängigen Untergestell getragen werden, und könnte nur
die Werkzeuge 31 enthalten, während man für die splitterungs
hindernden Vorrichtungen 32 ein eigenes Magazin vorsehen könnte,
beispielsweise ein Drehmagazin, das in die Zapfenschneideinheit 14
einverleibt ist. In diesem Fall würde die Manipuliervorrichtung 29 die
Werkzeuge 31 und die splitterungshindernden Vorrichtungen 32
einzeln manipulieren.
Mit Bezug auf Fig. 8-12 der Zeichnungen wird darin die
Gestaltung der Fräseinheiten 26 ausführlich veranschaulicht. Wie
oben gesagt, wird jede Fräseinheit 26 in Quer- und in Längsrichtung
des respektiven Ständers 25 von einem Querschlitten 27 bzw. einem
Längsschlitten 28 geführt. Der Querschlitten 27 weist eine Konsole
35 auf, die als Tragelement für den Spindelkopf 36 und die
Hauptsteuerung 37 der Fräseinheit 26 dient. Ein Arm 38, an den
Spindelkopf 36 befestigt und davon horizontal und parallel zur
Vorschubrichtung X der Kanthölzer abstehend, dient als Stütze für
einen Halter 39 für die splitterungshindernde Vorrichtung, der zum
Abstützen und Positionieren der splitterungshindernden Vorrichtung
32 beim Bearbeiten des Kantholzes bestimmt ist. Der Halter 39 für
die splitterunghindernden Vorrichtungen ist als ein beweglicher
Ständer gestaltet, von drei Bewegungsachsen gekennzeichnet: eine
zur Achse X parallele Achse U, eine zur Achse Z parallele Achse W
und eine zur Achse W senkrechte Achse T, die mit der Achse U
einen Winkel alpha bildet. Die nötigen Verschiebebewegungen
entlang den Achsen U, W und T werden durch die Steuerungen 40,
41 bzw. 42 bewirkt.
Fig. 13 und 14 zeigen im Schnitt die Vorrichtung zum schnellen
Festspannen der splitterungshindernden Vorrichtung auf den Halter
39. Diese Festspannvorrichtung, in den Figuren mit 43 bezeichnet,
ist hydraulischer Art oder mit Schraube und besteht grundsätzlich
aus einem Schwalbenschwanzverbindungselement 44, das beim
Rüsten zum Einsetzen in einen im Halter 46 der splitterungs
hindernden Vorrichtung erhaltenen Unterschnitt 45 bestimmt ist. Die
Festspannung von Halter 46 der splitterungshindernden Vorrichtung
erhält man dadurch, daß man das Schwalbenschwanzverbindungs
element 44 mit den Seiten des Unterschnitts 45 in Berührung bringt
und dort andrückt, folglich einer achsialen Verschiebung der Fest
spannvorrichtung 43 nach innen.
Im nachfolgenden werden die Arbeitsgänge des an der
Zapfenschneidstation 10 ausgeführten Bearbeitungszyklus be
schrieben. Das Ausgangshalbfabrikat ist, wie gesagt, ein gradliniges
beschlagenes Holzelement mit einem mehr oder weniger regulären
prismenförmigen Querschnitt, sog. Kantholz, an dessen Enden durch
Fräsen ein Vorsprung oder ein geformte Vertiefung erzeugt wird.
Der erste Arbeitsgang besteht im Einlegen von Kantholz Q in
den Eingang E der Zapfenschneidstation 10, auf die Kreisförderer
16, mittels denen es der Zapfenschneideinheit 14 mit der genauen
Orientierung, d. h. mit der größeren Seite senkrecht zur Vorschub
richtung X, vorgelegt wird. Das genau orientierte Kantholz Q gelangt
in die Zapfenschneideinheit 14 und wird zur Fräseinheit 26 befördert,
wo der Fräsgang an seinen Enden einsetzt.
Während das Kantholz Q längs der Achse X befördert wird,
beginnt die Fräse 31 das Ende an der Kantholzvorderseite zu
bearbeiten. Wenn die Fräse 31 die Rückseite vom Kantholz Q
erreicht hat, positioniert der Halter 39 die splitterungshindernde
Vorrichtung 32 an der Rückseite vom Kantholz und folgt dem
Kantholz in seiner Vorschubbewegung, indem sie bis zur
Vervollständigung des Fräsgangs ständig mit seiner Rückseite in
Berührung bleibt.
Ist der Fräsgang beendet, kehrt der Halter 39 der splitterungs
hindernden Vorrichtung in seine Ausgangsstellung für die nächste
Bearbeitung zurück und das bearbeitete Kantholz Q wird zum
Ausgang A der Zapfenschneidstation 10 geleitet.
Müssen die Fräse 31 und die splitterungshindernde Vorrich
tung 32 ausgewechselt werden, bewegen sich die Schlitten 21 in die
Nähe der Manipulationseinheit 15 und die Fräseinheiten 26 nehmen
die Rüststellung ein. Der programmierbare automatische Manipulator
29 wechselt dann die Fräse 31 und die splitterungshindernde Vor
richtung 32 mit solchen für die nächste Bearbeitung erforderlichen
aus. Nach Beendigung der Rüstoperation werden die Schlitten 21
und die Fräseinheiten 26 erneut in die Arbeitsstellung überführt.
Aus der obigen Darlegung kann man verstehen, daß die
erfindungsgemäße Zapfenschneideinheit sich der Ausführung des
Zapfenschneidens verschiedener Profile flexibel anpaßt und für den
Wechsel von Werkzeug und splitterungshindernder Vorrichtung
sowie für deren Positionieren in Arbeitsstellung reduzierte Zeiten
erfordert.
Claims (9)
1. Numerisch gesteuerte Zapfenschneidstation (10) zur Bearbeitung
der Enden geradliniger beschlagener Hölzer mit einem
prismenförmigen Querschnitt für Fenster-, Türrahmen und dgl.,
die eine Fördereinheit (13) für die Werkstücke (Q), eine
Zapfenschneideinheit (14) mit einem Untergestell (20), das
mindestens eine Fräseinheit (26) mit mehreren Bewegungs
achsen trägt und führt, um an einem Werkstückende zumindest
einen Vorsprung oder eine geformte Vertiefung zu erzeugen, eine
Manipulationseinheit (15) zum Rüsten der Zapfenschneideinheit
(14) und splitterungshindernde Mittel (32) zum Verhindern von
Absplitterungen an den Werkstückenden und die auf beweglichen
Tragmitteln (39) angeordnet sind, um sie zu stützen und an den
Enden des Werkstücks (Q) zu positionieren, aufweist, dadurch
gekennzeichnet, daß
- - die Fördereinheit (13) aus zwei parallelen Kreisförderern (16) besteht, die so angeordnet sind, daß sie die Zapfenschneideinheit (14) durchqueren;
- - die Zapfenschneideinheit (14) aus zwei Schlitten (21) besteht, die in entgegengesetzten Richtungen, quer zur Vorschubachse des Werkstücks (Q) bewegbar sind, wobei jeder Schlitten einen der Kreisförderer (16) und eine der Fräseinheiten (26) trägt, so daß eine Fräseinheit (26) auf jeder Seite der Fördereinheit (13) angeordnet ist, um das jeweilige Werkstückende zu bearbeiten;
- - die beweglichen Tragmittel (39) der splitterungshindernden Vor richtungen (32) aus zwei beweglichen Ständern gebildet sind, wobei jeder davon direkt mit einer der Fräseinheiten (26) mittels eines Tragarms (38) verbunden ist.
2. Zapfenschneidstation nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der das Tragmittel (39) der splitterungshindernden
Vorrichtung bildende bewegliche Ständer eine horizontale und zur
Werkstückvorschubachse (X) parallele Bewegungsachse (U),
eine vertikale und zur Werkstückvorschubachse (X) senkrechte
Bewegungsachse (W) und eine horizontale Bewegungsachse T,
die mit der Werkstückvorschubachse X einen Winkel von 0 bis
90° bildet, hat.
3. Zapfenschneidstation nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der das Tragmittel (39) der splitterungshindernden
Vorrichtung bildende bewegliche Ständer mit Feststellmitteln (43)
für die splitterungshindernden Mittel (32) versehen ist.
4. Zapfenschneidstation nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Feststellmittel (43) der splitterungshindernden
Mittel (32) aus einem axial beweglichen Schwalbenschwanz
element (44) besteht, um bei der Rüstarbeit in einen in den
splitterungshindernden Mitteln (32) eingearbeiteten Unterschnitt
(45) eingesetzt zu werden und um die letzteren Mittel (32) infolge
einer axialen Verschiebung, bei der das Schwalbenschwanz
element (44) mit den Seiten von Unterschnitt (45) in Berührung
gebracht wird und gegen sie gedrückt wird, zu blockieren.
5. Zapfenschneidstation nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Manipulationseinheiten (15) zwei sind und jede
davon auf einer Seite der Zapfenschneideinheit (14) angeordnet
ist.
6. Zapfenschneidstation nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Manipulationseinheit (15) aus einem
programmierbaren automatischen Manipulator (29) zum
gleichzeitigen Manipulieren der Werkzeuge (31) und der
splitterungshindernden Mittel (32) und ein Magazin (30) für die
Werkzeuge (31) und die splitterungshindernden Mittel (32)
besteht.
7. Zapfenschneidstation nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Manipulationseinheit (15) aus einem
programmierbaren automatischen Manipulator (29) besteht, um
die Werkzeuge (31) und die splitterungshindernden Mittel (32),
ein Magazin (30) mit Werkzeugen (31) und ein Magazin (30) mit
splitterungshinderden Mitteln (32) einzeln zu manipulieren.
8. Zapfenschneidstation nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Magazin (30) mit den splitterungshindernden
Mitteln (32) in der Zapfenschneideinheit (14) aufgenommen ist,
während das Magazin 30 mit den Werkzeugen (31) von der
Zapfenschneideinheit (14) getrennt ist.
9. Zapfenschneidstation nach Anspruch 1, 5 und 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schlitten (21), in Querrichtung zur
Fördereinheit (13), aus einer Arbeitsposition, in der die
Kreisförderer (16) die Werkstücke tragen und die Fräseinheiten
(26) das Zapfenschneiden der Enden der Werkstücke (Q)
ausführen, in eine Rüstposition bewegbar sind, in der die
Schlitten (21) an die relativen Manipulationseinheiten (15) zwecks
Auswechseln der Werkzeuge (31) und der splitterungshindernden
Mittel (32) und umgekehrt, überführt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ITMI990929 IT1312274B1 (it) | 1999-04-30 | 1999-04-30 | Stazione di tenonatura per la lavorazione di elementi di telaio diinfissi |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10009681A1 true DE10009681A1 (de) | 2000-11-02 |
| DE10009681C2 DE10009681C2 (de) | 2003-12-11 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000109681 Expired - Fee Related DE10009681C2 (de) | 1999-04-30 | 2000-02-29 | Zapfenschneidsystem zum Bearbeiten der Enden von Rahmenhölzern durch Fräsen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10009681C2 (de) |
| IT (1) | IT1312274B1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1854603A1 (de) * | 2006-05-12 | 2007-11-14 | SCM GROUP S.p.A. | Zapfenfräsmaschine |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4221246A (en) * | 1978-08-03 | 1980-09-09 | Grutter William G | Floor joist machine |
| DE19721521A1 (de) * | 1996-05-22 | 1997-11-27 | Celaschi S P A | Numerisch gesteuerte Zapfenschneidmaschine |
| DE19752685A1 (de) * | 1997-11-28 | 1999-07-01 | Ima Maschinenfabriken Klessmann Gmbh | Maschine zum Bearbeiten von Fensterrahmen-Holmen |
-
1999
- 1999-04-30 IT ITMI990929 patent/IT1312274B1/it active
-
2000
- 2000-02-29 DE DE2000109681 patent/DE10009681C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4221246A (en) * | 1978-08-03 | 1980-09-09 | Grutter William G | Floor joist machine |
| DE19721521A1 (de) * | 1996-05-22 | 1997-11-27 | Celaschi S P A | Numerisch gesteuerte Zapfenschneidmaschine |
| DE19752685A1 (de) * | 1997-11-28 | 1999-07-01 | Ima Maschinenfabriken Klessmann Gmbh | Maschine zum Bearbeiten von Fensterrahmen-Holmen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1854603A1 (de) * | 2006-05-12 | 2007-11-14 | SCM GROUP S.p.A. | Zapfenfräsmaschine |
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|---|---|
| IT1312274B1 (it) | 2002-04-10 |
| DE10009681C2 (de) | 2003-12-11 |
| ITMI990929A1 (it) | 2000-10-30 |
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| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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