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DE10007095A1 - Kartenwerk, insbesondere Autoatlas - Google Patents

Kartenwerk, insbesondere Autoatlas

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DE10007095A1
DE10007095A1 DE2000107095 DE10007095A DE10007095A1 DE 10007095 A1 DE10007095 A1 DE 10007095A1 DE 2000107095 DE2000107095 DE 2000107095 DE 10007095 A DE10007095 A DE 10007095A DE 10007095 A1 DE10007095 A1 DE 10007095A1
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Volkmar Mair
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MAIRDUMONT GMBH & CO. KG, 73760 OSTFILDERN, DE
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MAIR S GEOPRAPHISCHER VERLAG K
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Abstract

Ein Kartenwerk, insbesondere ein Autoatlas, enthält mindestens drei Kartenteile, die untereinander verschiedene Maßstäbe aufweisen. Der erste Kartenteil enthält den kleinsten Maßstab, auf ihn folgen dann mindestens zwei weitere Kartenteile mit einem zunehmend größeren Maßstab. Alle Kartenteile stellen das gleiche Gebiet dar. Jeder Kartenteil enthält einen optisch wahrnehmbaren Verweis auf derjenigen Seite des folgenden Kartenteils, auf der ein bestimmtes Gebiet einer Karte des jeweils vorhergehenden Kartenteils in größerem Maßstab dargestellt ist.

Description

Bei Autoatlanten ist es bekannt, dass diese Kartenteile unterschiedlichen Maßstabes enthalten. Beispielsweise ist ein Kartenteil für Deutschland mit einem größeren Maßstab als ein Kartenteil für den übrigen Teil Europas vorhanden. Außerdem kann es Stadtumgebungskarten für einige größere Städte geben.
Die meisten Autoatlanten haben ganz am Anfang oder am Ende eine Übersichtskarte, aus der sich entnehmen lässt, für welches Gebiet welche Karte in dem Autoatlas zuständig ist. Diese Übersichtkarten, die meistens auf einer einzigen Doppelseite enthalten sind, können aber als Karten nicht verwendet werden. Sie enthalten zwar die Namen und Anordnung der größeren Städte, aber in den meisten Fällen keinerlei Straßenverbindungen.
Weiterhin ist es bei einem Autoatlas bekannt (DE 36 32 940 C), für unterschiedliche Kartenteile farbige Markierungen in Form von Balken zu verwenden, die auf den Seiten so aufgedruckt sind, dass sie an der Stirnseite des Buchblocks sichtbar sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kartenwerk zu schaffen, das sich noch leichter und sinnfälliger benutzen lässt.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ein Karten­ werk mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vor. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche, deren Wortlaut ebenso wie der Wortlaut der Zusammenfassung durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht wird.
Das Kartenwerk enthält also mindestens drei Kartenteile, von denen jedes Kartenteil durchgehend in einem einheitlichen Maßstab dargestellt ist. Die Kartenteile ihrerseits enthalten einen von jedem anderen Kartenteil verschieden Maßstab. Der Kartenteil mit den kleinsten Maßstab, bei dem es sich also nicht um eine Übersicht handelt, ist schon als vollständig verwendbarer Kartenteil ausgebildet. Er kann beispielsweise den Maßstab eins zu zwei Millionen aufweisen. In ihm sind die Umrisse aller Karten des im Maßstab folgenden Kartenteils eingezeichnet. Der Benutzer dieses Kartenteils kann also sofort erkennen, ob es für eine bestimmte Gegend, die er in dem ersten Kartenteil studiert, in dem Kartenteil mit dem nächstgrößeren Maßstab eine genauere Darstellung gibt, und wo diese vorhanden ist. Er kann sich daher bei einem Kartenwerk mit drei Kartenteilen von dem Kartenteil mit den kleinsten Maßstab zum dem nächsten Kartenwerk weiter bewegen, und kann von dort aus auch nachsehen, ob eine nochmals genauere Darstellung eines bestimmten Gebietes im nächstfolgenden Kartenwerk vorhanden ist. Andererseits leidet die Übersicht­ lichkeit der Karten nicht, denn in jeder Karte eines Karten­ teils ist nur der Umriss einer Karte im jeweils im Maßstab folgenden Kartenteil enthalten. Es gibt also keinen durch den Umriss einer Karte dargestellten Verweis von dem ersten Kartenteil zu dem dritten oder weiteren Kartenteil.
Die Erfindung schlägt in Weiterbildung vor, dass die Karten­ teile in dem Kartenwerk in der Reihenfolge zumehmend größeren Maßstabes angeordnet sind. Der Autoatlas beginnt also mit der Karte mit dem kleinsten Maßstab, Beispiel 1 zu zwei Milli­ onen. Die Kartenteile mit dem größeren Maßstab folgen danach.
In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Kartenwerk eine durchgehende Seitennummerierung aufweist. Denkbar wäre auch eine nur für jeden Kartenteil durchgehende Seitennummerierung. Die Erfindung bevorzugt jedoch eine für das gesamte Kartenwerk durchgehende Nummerierung.
In nochmaliger Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der in einer Karte eines Kartenteils eingezeichne­ te Umriss die Seitenzahlen der diesem Umriss zugeordneten Karte mit dem nächstgrößeren Maßstab aufweist.
Um die einzelnen Kartenteile optisch deutlich voneinander zu unterscheiden, kann erfindungsgemäß in Weiterbildung vorgese­ hen sein, dass die Kartenteile durch ihrem Maßstab entspre­ chend unterschiedlich lange Balken, insbesondere Farbbalken, gekennzeichnet werden. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Balken auf die Seite des Kartenwerks bis an den Rand der Seite aufgebracht, insbesondere aufgedruckt sind. Dies hat den Vorteil und die Wirkung, dass bei zugeklapptem Buchblock die Markierungen auf der Stirnseite des Buchblocks sichtbar sind und dem Benutzer ein Hinweis geben können, wo etwa er den Buchblock aufschlagen soll.
Während im Stand der Technik die Balken von der dem Rücken abgewandten Kante jeder Seite ausgehend angebracht sind, schlägt die Erfindung vor, die Balken derart anzuordnen, dass sich alle Balken eines Kartenteils von einer gemeinsamen Stelle ausgehend in Richtung auf die dem Rücken abgewandte Kante jeder Seite erstrecken. Dadurch entsteht bei geschlos­ senem Buchblock auf der Stirnseite ein treppenförmiges Muster, bei dem mindestens auf der dem Rücken abgewandten Seite des Musters eine Treppenform vorhanden ist. Beispiels­ weise können alle Balken vom Rücken ausgehen. Bei einem ge­ schlossenen Buchblock entsteht auf der Stirnseite des Buch­ blocks dadurch ein treppenförmiges symmetrisches Muster. Es hat sich herausgestellt, dass diese Art der Anordnung der Balken insbesondere bei einem aufgeschlagen Buch die Orien­ tierung des Benutzers verbessert, da er bei einem Kartenwerk nach der Erfindung von einem Kartenteil kleineren Maßstabes immer zu einem Kartenteil größeren Maßstabes geleitet wird, also bei einem Buch immer weiter nach hinten in dem Buch.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigen:
Fig. 1 schematisch die Ansicht eines Autoatlas nach der Erfindung;
Fig. 2 in einer schematischen Übersicht eine erklä­ rende Darstellung der Erfindung bei einem Beispiel mit drei Kartenteilen;
Fig. 3 die Stirnansicht eines Autoatlas nach der Erfindung.
Die Fig. 1 zeigt schematisch perspektivisch die Ansicht eines Autoatlas mit beispielsweise drei verschiedenen Kar­ tenteilen 1, 2, 3. Die Kartenteile sind zwischen zwei Buch­ deckeln 4 angeordnet. Auf die Kartenteile kann noch ein Inhaltsverzeichnis 5 folgen, das eine alphabetische Aufzäh­ lung aller in dem Kartenteil dargestellten Orte enthält. Der erste Kartenteil 1 enthält in dem als Beispiel dienenden Autoatlas eine Darstellung der gesamten Bundesrepublik in einem kleinen Maßstab, wobei diese Darstellung alle Autobah­ nen und Fernstraßen und die größeren Orte enthält.
Der Kartenteil 2 enthält ebenfalls eine gesamte Darstellung der BRD in einem größeren Maßstab. Dadurch ist der zweite Kartenteil 2 auch dicker, wie man dies der Fig. 1 entnehmen kann.
Der 3. Kartenteil 3 kann beispielsweise Stadtumgebungskarten oder Karten von Ballungsgebieten enthalten. Er enthält daher nicht die gesamte Bundesrepublik, da in manchen Gegenden Stadtumgebungskarten nicht benötigt werden. Dieser Kartenteil ist daher vom Umfang kleiner als der zweite Teil.
In der Fig. 2 ist schematisch dargestellt, wie ein Benutzer den Autoatlas benutzen kann. Die einzelnen Kartenteile sind getrennt dargestellt, wobei nur einige wenige Karten angedeu­ tet sind. In irgendeiner beliebigen Karte des ersten Karten­ teils studiert der Benutzer eine bestimmte Gegend. In dieser Karte sind im dargestellten Beispiel zwei Rechtecke einge­ zeichnet, die den Umriss eines bestimmten geographischen Gebietes darstellen. Beide Umrisse enthalten Seitenzahlen. Will nun der Benutzer, ausgehend von diesem ersten Karten­ teil, diese Gegend genauer studieren, so verweisen ihn die Seitenzahlen des Umrisses in den zweiten Kartenteil 2, und zwar auf eine bestimmte Seite. Auf dieser Seite ist der dem Umriss entsprechende Kartenteil als Karte im nächstgrößeren Maßstab dargestellt. Jeder Umriss auf jeder Karte des ersten Kartenteils verweist auf eine andere Doppelseite des zweiten Kartenteils.
Auf dem Kartenteil des zweiten Kartenteils sind ebenfalls Umrisse 8 eingezeichnet, die einen nochmals kleineren Bereich der Oberfläche des Gebietes darstellen. Auch diese Umrisse sind mit Seitenzahlen versehen, mit deren Hilfe der Benutzer eine bestimmte Seite aus dem dritten Kartenteil heraussuchen kann. Diese Seite bzw. Doppelseite enthält einen Kartenaus­ schnitt, der dem Umriss in dem jeweils vorhergehenden Karten­ teil entspricht.
Es gibt keine Verweise aus dem ersten zu dem dritten Karten­ teil.
Wenn man annimmt, dass der dritte Kartenteil nur die Karten von Ballungsgebieten in einem großen Maßstab enthält, so ist nicht jede Karte des zweiten Kartenteils mit einem Umriss für diesen dritten Kartenteil versehen.
Nun zur Fig. 3. Diese zeigt eine Stirnansicht eines Auto­ atlas nach der Erfindung. Dieser Autoatlas enthält zwei Kartenwerke, nämlich einen ersten Atlasteil 9 beispielsweise für die Bundesrepublik Deutschland, und einen zweiten Atlas­ teil 10 für das übrige Europa. Der Atlasteil 9 für Deutsch­ land enthält 5 Kartenteile 1, 10, 2, 3, 11. Die Abstufung der Maßstäbe ist hier feiner als bei dem Beispiel mit den nur drei Kartenteilen. Der fünfte Kartenteil 11 kann beispiels­ weise Stadtpläne enthalten. Jeder Kartenteil des ersten Atlasteils 9 weist auf jeder Seite eine Balkenmarkierung 12 auf, die am Rand der Seite aufgedruckt ist, und zwar von der Mitte der Seite ausgehend symmetrisch nach beiden Seiten. Durch das Aufdrucken am Rand der Seite können diese Markie­ rungen auch bei geschlossenem Buch gesehen werden. Es ergibt sich daher ein abgestuftes Dreieck symmetrisch zur Mitte der Seite.
Der zweite Atlasteil 10, der nur drei Kartenteile enthält, ist ebenfalls mit einer abgestuften Dreieckmarkierung verse­ hen, wobei in diesem Fall eine andere Farbe gewählt wird, was durch die unterschiedliche Art der Schraffierung darzustellen versucht ist. Bei aufgeklapptem Autoatlas kann der Benutzer sich aufgrund der von der Mitte der Seite ausgehenden Markierungen leichter in dem folgenden Teil des Buches orientieren.

Claims (10)

1. Kartenwerk, insbesondere Autoatlas, mit
  • 1. 1.1 mindestens drei Kartenteilen (1, 2, 3, 10, 11) des darzustellen Gebietes, von denen
  • 2. 1.2 jeder Kartenteil (1, 2, 3, 10, 11) für alle seine Karten den gleichen Maßstab bzw. den gleichen Maßstabsbereich aufweist,
  • 3. 1.3 alle Kartenteile (1, 2, 3, 10, 11) einen von dem Maßstab aller anderen Kartenteile (1, 2, 3, 10, 11) verschiedenen Maßstab aufweisen, und
  • 4. 1.4 der Kartenteil (1) mit dem kleinsten Maßstab eine vollständige und als Karte nutzbare Darstellung des Gebiet enthält, wobei
  • 5. 1.5 der Umriss (6, 7, 8) jeder Karte jedes Kartenteils (2, 3, 10, 11) mit dem größeren Maßstab in einer Karte des Kartenteils (1, 2, 10, 11) mit dem jeweils um eine Stufe kleineren Maßstab eingezeich­ net ist.
2. Kartenwerk nach Anspruch 1, bei dem die Kartenteile (1, 10, 2, 3, 11) in der Reihenfolge zunehmend größeren Maßstabes angeordnet sind.
3. Kartenwerk nach Anspruch 1 oder 2, bei dem das Karten­ werk eine durchgehende Seitennummerierung aufweist.
4. Kartenwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der in einer Karte eingezeichnete Umriss (6, 7, 8) die Seitenzahlen der diesem Umriss zugeordneten Karte aufweist.
5. Kartenwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Kartenteile (1, 10, 2, 3, 11) durch ihrem Maßstab entsprechend unterschiedlich lange Balken (12), insbesondere Farbbalken, gekennzeichnet sind.
6. Kartenwerk nach Anspruch 5, bei dem die Balken (12) bis an den Rand der Seite aufgebracht sind.
7. Kartenwerk nach Anspruch 5 oder 6, bei sich alle Balken (12) eines Kartenteils (1, 10, 2, 3, 11) von einer gemeinsamen Stelle aus in Richtung auf die dem Rücken abgewandte Seite des Buchblocks erstrecken.
8. Kartenwerk nach einem der Ansprüche 5 bis 7, bei dem die Balken (12) symmetrisch zur Mitte jeder Seite angeordnet sind.
9. Kartenwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem zweiten ähnlich aufgebauten Kartenwerk zu einem einzigen Kartenwerk zusammengefasst.
10. Kartenwerk nach Anspruch 9, bei dem die beiden Karten­ werke sich durch die Farbe der Balken (12) unterschei­ den.
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