DE10007089A1 - Vorrichtung zur Handhabung von Zuschnitten, insbesondere Banderolen für Zigarettenpackungen - Google Patents
Vorrichtung zur Handhabung von Zuschnitten, insbesondere Banderolen für ZigarettenpackungenInfo
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Abstract
Vorrichtung zur Bevorratung und Übergabe von Zuschnitten, insbesondere Banderolen, an (Zigaretten-)Packungen (11), wobei ein Vorrat an Zuschnitten (10) in mindestens einem aufrechten Magazinschacht, nämlich Vorratsschacht (21) oder Übergabeschacht (50), gespeichert ist, dem die Zuschnitte (10) einzeln an der Unterseite entnommen werden. Zur Erhöhung der Kapazität ist mit Abstand von einer den Packungen (11) zugeordneten Übergabestation (19) eine Beladestation (17) mit einer Vorratseinheit (20) für Zuschnitte (10) angeordnet, und zwar in einem störungsfreien, leicht erreichbaren Bereich der Verpackungsmaschine.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Handhabung von Zu
schnitten, insbesondere von Banderolen für Zigarettenpackungen,
nämlich zum Bevorraten und zum Zuführen derselben zu einem Ver
arbeitungsaggregat oder zu einer Zigarettenpackung, mit einem
im Wesentlichen aufrechten Schacht oder Magazin, in dem die Zu
schnitte übereinander gestapelt sind und an dessen Unterseite
die Zuschnitte einzeln durch ein Entnahmeorgan entnehmbar und
abförderbar sind.
Die Handhabung von insbesondere kleinen, dünnwandigen Zuschnit
ten, wie (Steuer-)Banderolen, Coupons etc. für (Zigaret
ten-)Packungen ist in der Verpackungstechnik problematisch we
gen der hohen Arbeitsgeschwindigkeit der Verpackungsmaschinen.
Derartige Zuschnitte, insbesondere Banderolen, werden in der
Praxis überwiegend außerhalb der Verpackungsmaschine vorberei
tet, nämlich zugeschnitten und als Stapel in ein aufrechtes,
schachtartiges Magazin eingegeben. Diesem werden die Zuschnitte
an der Unterseite nacheinander entnommen und den Packungen zu
geführt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Leistungsfähig
keit einer Vorrichtung zum Bevorraten und Handhaben derartiger
Zuschnitte zu vergrößern und auch die Sicherheit bei der Hand
habung zu verbessern.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Vorrichtung
dadurch gekennzeichnet, dass der Schacht oder das Magazin (für
die Zuschnitte) aus wenigstens zwei übereinander angeordneten
Teilschächten besteht, nämlich aus einem unteren (kleineren)
Sockelschacht und einem oberen Vorratsschacht, der nach Entlee
rung vom Sockelschacht abnehmbar und nach Füllung mit Zuschnit
ten (wieder) auf diesen aufsetzbar ist.
Nach Entleerung des Vorratsschachts verbleibt noch ein ausrei
chender Bestand an Zuschnitten im vorzugsweise feststehend mon
tierten Sockelschacht. Der abgenommene Vorratsschacht wird
durch einen gefüllten, neuen Vorratsschacht ersetzt, so dass
innerhalb kurzer Zeit wieder der volle Inhalt des Magazins zur
Verfügung steht.
Eine weitere Besonderheit betrifft die Erhöhung der Kapazität
des Zuschnittmagazins durch Anordnung mehrerer Teilschächte,
nämlich Vorratsschächte, an einem Endlosförderer, insbesondere
am Außenumfang eines drehbaren Karussells. Mit Zuschnitten ge
füllte Schächte bzw. Vorratsschächte werden nacheinander zu
einer Übergabestation gebracht bzw. in eine Position oberhalb
eines Sockelschachts. Der betreffende Vorratsschacht wird mit
dem Sockelschacht verbunden. Nach Entleerung wird das Karussell
um einen Takt weitergedreht. Die Vorratsschächte können in ein
facher Weise von dem Karussell abgenommen bzw. an dieses ange
setzt werden.
Von besonderer Bedeutung ist auch die räumliche Positionierung
des durch die Vorratsschächte gebildeten, großvolumigen Zu
schnittmagazins mit Abstand von einer Verarbeitungsstation für
die Zuschnitte. Das Zuschnittmagazin, insbesondere das mit Vor
ratsschächten bestückte Karussell, ist an einer für die Be
schickung günstigen, frei zugänglichen Position der Ver
packungsmaschine untergebracht, insbesondere seitlich neben der
Maschine. Die Zuschnitte werden von dieser Beladestation über
einen längeren Förderweg, nämlich über einen Zuschnittförderer,
in den Verarbeitungsbereich transportiert, insbesondere in den
Bereich eines Trockenrevolvers zum Anbringen der Zuschnitte
bzw. Banderolen an den Packungen.
Schließlich ist ein Entnahmeorgan, nämlich ein Schieber, wich
tig, mit dem die einzelnen Zuschnitte im Bereich der Verarbei
tungsstation einem Übergabeschacht entnommen werden.
Weitere Besonderheiten und Merkmale der Erfindung werden nach
folgend anhand von Ausführungsbeispielen bzw. Einzelheiten der
Vorrichtung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Verpackungsmaschine in stark vereinfachter
Draufsicht,
Fig. 2 die Vorrichtung zum Handhaben von Zuschnitten in
Seitenansicht, teilweise geschnitten,
Fig. 3 eine Einzelheit der Vorrichtung gemäß Fig. 2, näm
lich ein (Magazin-)Karussell in Draufsicht,
Fig. 4 ein Detail der Vorrichtung gemäß Fig. 3 in einem
Vertikalschnitt, bei vergrößertem Maßstab,
Fig. 5 eine weitere Einzelheit der Vorrichtung gemäß Fig.
2, nämlich eine Entnahmevorrichtung für Zuschnitte
aus einem Schacht, in Seitenansicht, teilweise im
Vertikalschnitt, vergrößert,
Fig. 6 die Vorrichtung gemäß Fig. 5 in einer Querschnitts
darstellung in der Schnittebene VI-VI der Fig. 5,
Fig. 7 einen unteren Teil eines Zuschnittschachts, nämlich
einen Sockelschacht, in perspektivischer Darstel
lung, in vergrößertem Maßstab,
Fig. 8 eine Übergabestation für Zuschnitte an eine Verar
beitungsvorrichtung bzw. an Packungen,
Fig. 9 eine Einzelheit der Vorrichtung gemäß Fig. 7, näm
lich ein Entnahmeorgan für Zuschnitte in vergrößer
tem Maßstab,
Fig. 10 das Entnahmeorgan als Einzelheit in perspektivischer
Darstellung, nochmals vergrößert.
Die in den Zeichnungen dargestellten Vorrichtungen befassen
sich mit der Handhabung von kleinen Zuschnitten 10, nämlich
insbesondere (Steuer-)Banderolen aus Papier für Zigaretten
packungen 11.
In Fig. 1 ist als Anwendungsbeispiel eine Verpackungsmaschine
gezeigt für die Herstellung von Zigarettenpackungen 11 des Typs
Weichbecher. Zentrales Organ der in Draufsicht gezeigten Ver
packungsmaschine ist ein Faltrevolver 12 an der Vorderseite der
Verpackungsmaschine. Gegenüberliegend, nämlich rückseitig, ist
eine Einrichtung zur Materialversorgung dargestellt. Bobinen
13, 14 für Innenzuschnitte (Stanniol) und Außenzuschnitte
(Papier) sind in Magazinen angeordnet. Jeweils von einer der
Bobinen 13, 14 wird eine Materialbahn aus dem entsprechenden
Verpackungsmaterial abgezogen und Zuschnittorganen zugeführt,
die Zuschnitte von den Materialbahnen abtrennen und dem Faltre
volver 12 zuführen.
Die weitgehend fertiggestellten Zigarettenpackungen 11 werden
im Anschluss an den Faltrevolver 12 einem Trockenrevolver 15
zugeführt. In dessen Bereich wird die Banderole bzw. der Zu
schnitt 10 an die (Zigaretten-)Packung 11 angelegt, und zwar
üblicherweise im Bereich einer Stirnfläche 16 (Fig. 8).
In besonderer Weise ist die Versorgung der Verpackungsmaschine
mit den Zuschnitten 10 bzw. Banderolen gelöst. An einer von der
Verarbeitungsstation - Trockenrevolver 15 - entferntliegenden
Position ist eine Beladestation 17 gebildet mit einem Zu
schnittvorrat hoher Kapazität. Die Beladestation 17 ist so po
sitioniert, dass ein leichter Zugang möglich ist, und zwar ohne
Störung des Maschinenbetriebs. Im vorliegenden Falle ist des
halb die Beladestation 17 seitlich neben der Verpackungsma
schine angeordnet. Die Zuschnitte 10 werden von der Beladesta
tion 17 über einen längeren Weg transportiert, und zwar durch
einen Zuschnittförderer 18, bis zu einer oberhalb des Trocken
revolvers 15 angeordneten Übergabestation 19.
Die Handhabung der Zuschnitte 10 bzw. Banderolen erfolgt unter
Einsatz von im Wesentlichen aufrecht positionierten Schächten
als Magazin für die zeitweilige Aufnahme der Zuschnitte 10.
Diese sind in den Schächten übereinander positioniert und wer
den unter Eigengewicht abwärts bewegt. An der unteren, teil
weise offenen Seite werden die Zuschnitte 10 entnommen und ab
gefördert.
In der Beladestation 17 ist eine Vorratseinheit 20 für Zu
schnitte 10 gebildet, und zwar mit einer Mehrzahl von Vorrats
schächten 21. Diese enthalten jeweils eine Vielzahl von über
einander angeordneten Zuschnitten 10. Die Vorratsschächte 21
sind an einem Endlosförderer angeordnet, und zwar an einem
Karussell 22. Dieses fördert die Vorratsschächte 21 nacheinan
der in den Bereich einer Entnahmestation 23. In deren Bereich
werden die Zuschnitte 10 unten den Vorratsschächten 21 entnom
men und durch den Zuschnittförderer 18 abtransportiert.
Das Karussell 22 als Halter für die Vorratsschächte 21 ist in
besonderer Weise ausgebildet. Jeder Vorratsschacht 21 besteht
aus (schmaleren) Seitenwänden 24, einer dem Karussell 22 zuge
kehrten Innenwand 25 und einer gegenüberliegenden Außenwand 26.
Letztere besteht aus zwei randseitigen Schenkeln, zwischen de
nen eine freie streifenförmige Öffnung 27 definiert ist (Fig.
6). Die Oberseite der Vorratsschächte 21 ist mit einer Deckwand
28 verschlossen.
Die Vorratsschächte 21 sind mit der (breiteren) Innenwand 25
abnehmbar am Karussell 22 gehalten. Zu diesem Zweck ist über
zwei Verbindungen ein aufrechter Haltesteg 29 an dem Vorrats
schacht 21 mit Abstand von der Innenwand 25 befestigt. Der Hal
testeg 29 wird in eine am Außenrand des Karussells 22 ange
brachte Führung 30 mit einem aufrechten Schlitz eingesetzt.
Das Karussell 22 besteht im Wesentlichen aus zwei in axialem
Abstand voneinander angeordneten Platten, nämlich einer (obe
ren) Halteplatte 31 und einer Stützplatte 32. Die Halterungen
bzw. Führungen 30 sind an der Halteplatte 31 angeordnet. Mit
einem unteren Stützorgan ist der Vorratsschacht 21 bzw. dessen
Haltesteg 29 auf der Stützplatte 32 abgestützt. Es handelt sich
dabei um eine Stützrolle 33 mit horizontaler Drehachse. Die
Stützplatte 32 des Karussells 22 ist feststehend angeordnet,
während die Halteplatte 31 taktweise dreht. Bei der Drehbewe
gung läuft die Stützrolle 33 auf der Stützplatte 32 randseitig
ab.
Im Bereich der Entnahmestation 23 ist die Stützplatte 32 mit
einer Ausnehmung 34 versehen. In diesem Bereich wird die Stütz
rolle 33 durch ein anderes Stützorgan gehalten mit einer tiefer
liegenden Stützebene. Es handelt sich dabei um einen U-förmigen
Halter 35, der feststehend positioniert ist und einen unteren
Tragschenkel 36 aufweist. Dessen Stützfläche für die Stützrolle
33 liegt tiefer als die Laufebene der Stützplatte 32, so dass
die Vorratsschächte 21 in der Entnahmestation 23 eine entspre
chende Abwärtsbewegung ausführen.
Die Vorratsschächte 21 sind in besonderer Weise, nämlich zwei
teilig, ausgebildet, um eine rationelle Beladung und Entnahme
der Zuschnitte 10 zu gewährleisten. Der Vorratsschacht 21 be
steht aus einem oberen bewegbaren Schachtteil, nämlich einem
Sammelschacht 37 und einem (wesentlich kleineren) unteren
Sockelschacht 38. Letzterer ist feststehend im Bereich der Ent
nahmestation 23 positioniert. Der mit Zuschnitten 10 gefüllte
Sammelschacht 37 wird der Entnahmestation 23 zugeführt und in
deren Bereich auf den Sockelschacht 38 aufgesetzt durch Ab
wärtsbewegung des Sammelschachts 37. Der Sammelschacht 37 ist
unten offen. Die Zuschnitte 10 stützen sich - zeitweilig - auf
einem Verschlussorgan ab, nämlich auf einer Schieberplatte 39.
Diese wird im Bereich der Entnahmestation 23 durch ein Betäti
gungsorgan aus der Schließstellung herausgezogen in eine Öff
nungsstellung (strichpunktiert in Fig. 5). Der Sammelschacht 37
ist dadurch unten offen. Der Stapel an Zuschnitten 10 fällt in
folge Eigengewichts nach unten und vereinigt sich mit einem
Restbestand 40 an Zuschnitten 10 im Sockelschacht 38.
Unterseite des Sammelschachts 37 und Oberseite des Sockel
schachts 38 sind in besonderer Weise ausgebildet, um eine form
schlüssige Verbindung dieser beiden Teilschächte zu gewähr
leisten. Der untere bzw. obere Rand der Schachtwände ist mit
Vorsprüngen 41 und entsprechenden Vertiefungen 42 versehen. Die
oberen und unteren Vorsprünge 41 und Vertiefungen 42 korrespon
dieren miteinander hinsichtlich Größe, Gestalt und Positionie
rung, so dass der obere Sammelschacht 37 formschlüssig und zen
trierend auf den Sockelschacht 38 aufgesetzt wird. Durch die
Vor- und Rücksprünge ist gewährleistet, dass keine durchge
hende, geradlinige bzw. horizontale Verbindungskante zwischen
den Schachtteilen entsteht, die zu einer Verhakung der nach und
nach abwärts bewegten Zuschnitte 10 führen könnte.
Die Befüllung der Vorratsschächte 21 bzw. der oberen Teile der
selben (Sammelschacht 37) geht in der Weise vonstatten, dass
bei umgekehrter Positionierung die Zuschnitte 10 stapelweise in
die nach oben gerichtete (untere) offene Seite eingeführt wer
den. Die obere Deckwand 28 dient dabei als Boden. Nach Füllen
des Sammelschachts 37 wird die Schieberplatte 39 in die
Schließstellung gebracht und der Sammelschacht 37 in umgekehr
ter Position an das Karussell 22 angesetzt.
Ein besonderer Vorgang ist die Entnahme der Zuschnitte 10 aus
dem Vorratsschacht 21 im Bereich der Entnahmestation 23 und der
Abtransport derselben. Der Zuschnittförderer 18 besteht aus
zwei Endlosförderern, nämlich einem unteren Gurtförderer 43 und
einem oberen Gurtförderer 44. Der untere Gurtförderer 43 er
streckt sich mit einem oberen Fördertrum 45 bis in den Bereich
unterhalb des nach unten offenen Sockelschachts 38. Der obere
Gurtförderer 44 dient während der Förderstrecke als oberer Ge
genhalter für die Fixierung der Zuschnitte 10 auf dem Gurtför
derer 43. Mindestens der untere Gurtförderer 43 besteht aus
einem Material bzw. einer Oberfläche mit hohem Reibungsbeiwert,
zum Beispiel aus Silikon, um eine sichere Mitnahme und Führung
der Zuschnitte 10 zu gewährleisten.
Die Gurte der Gurtförderer 43, 44 haben eine deutlich geringere
Breite als die Abmessung bzw. Länge der (rechteckigen) Zu
schnitte 10. Diese liegen mit der Längserstreckung quer auf dem
Gurtförderer 43. Seitliche Zuschnittschenkel 46 ragen über den
Gurtförderer 43 bzw. dessen Fördertrum 45 hinweg und sind wäh
rend der Entnahmephase aus dem Sockelschacht 38 leicht nach un
ten abgewinkelt (Fig. 6, Fig. 7). Während der weiteren Transportphase
im Bereich des Zuschnittförderers 18 kehren die Zu
schnitte 10 selbsttätig in eine Strecklage zurück.
Die Mitnahme der Zuschnitte 10 durch den unteren Gurtförderer
43 wird durch eine besondere Gestaltung des Sockelschachts 38
gewährleistet. Dessen Vorderwand 47 ist als Formkörper ausge
staltet. Die verhältnismäßig dicke Vorderwand 47 bildet unten
ein bogenförmiges bzw. seitlich nach unten abgewinkeltes Aus
laufende, welches unmittelbar oberhalb des Fördertrums 45 en
det. In diesem Bereich werden Führungsflächen 48 definiert, die
seitlich zwei abwärts gerichtete Teilflächen bilden. Die durch
den Fördertrum 45 erfassten Zuschnitte 10 werden beim Durch
tritt durch einen von der Vorderwand 47 gebildeten Schlitz 49
oberhalb des Fördertrums 45 in die Form gemäß Fig. 6, Fig. 7
mit nach unten abgewinkelten Zuschnittschenkeln 46 bewegt. Da
durch ergibt sich eine stabile Form der Zuschnitte 10, durch
die die Mitnahme gewährleistet ist. Nachfolgende Zuschnitte 10
werden durch die Gestalt des Schlitzes 49 zurückgehalten, bevor
sie in den Bereich desselben gelangen. Durch die Ausbildung des
Gurts 43 als Friktionsriemen wird jeweils nur der untere Zu
schnitt 10 mitgenommen und unter Verformung abtransportiert.
Der nächste, nachfolgende Zuschnitt 10 wird von dem Gurtförde
rer 43 erfasst und ebenfalls mitgenommen, sobald eine ausrei
chende Fläche auf dem Fördertrum 45 aufliegt. Dadurch kommt es
zu einer schuppenartigen Positionierung der Zuschnitte 10 mit
wechselseitiger Teilüberdeckung.
Die Fördertrume der Gurtförderer 43, 44 können im Bereich der
Förderstrecke durch entsprechende Andrückorgane elastisch an
einander liegen.
Die Übergabestation 19, in deren Bereich die Zuschnitte 10 an
die Packungen 11 übergeben werden, ist ebenfalls mit einem
schachtförmigen Magazin für die Zuschnitte ausgerüstet, nämlich
mit einem Übergabeschacht 50. Dieser ist analog zum Vorrats
schacht 21 ausgebildet, nämlich durch eine Vorderwand 51, durch
eine Rückwand 52 und durch Seitenwände 53, 54 begrenzt. Die
eine Seitenwand 54 besteht aus zwei Wandschenkeln, die eine
mittlere, streifenförmige Öffnung begrenzen.
Der Übergabeschacht 50 ist ortsfest positioniert und an der
Oberseite offen. Dort werden die Zuschnitte 10 vom Zuschnitt
förderer 18 eingeführt. Die Zuschnitte 10 werden dabei über
eine kurze Strecke in freier Bewegung gefördert bis zur Anlage
an der Rückwand 52. Die Vorderwand 51 ist gegenüber dem oberen
Rand des Übergabeschachts 50 etwas nach unten zurückgesetzt.
Die Übergabe der Zuschnitte 10 vom Zuschnittförderer 18 an den
Übergabeschacht 50 wird durch ein Leitorgan 77 unterstützt,
nämlich ein in Abwärtsrichtung geneigtes Führungsblech, welches
oberhalb des Gurtförderers 43 im Bereich einer Umlenkung
desselben positioniert ist.
Der Übergabeschacht 50 ist so geformt, dass ein oberer senk
rechter Abschnitt gebildet ist, während eine untere Entnahme
öffnung 55 in einer schräggerichteten Ebene liegt, entsprechend
einer Entnahmeebene für die Zuschnitte 10. Der Übergabeschacht
50 ist zu diesem Zweck mehrmals abgeknickt, bei dem vorliegen
den Ausführungsbeispiel mit zwei Knickstellen 56, 57 versehen.
Die dem Übergabeschacht 50 einzeln und mit Abstand voneinander
entnommenen Zuschnitte 10 werden einem Übergabeförderer 58 zu
geführt. Dieser ist als Saugband ausgebildet und transportiert
die Zuschnitte 10 bis zur Übergabe an die Zigarettenpackungen
11, und zwar in Abwärtsrichtung. Die Übergabe der Zuschnitte an
die Zigarettenpackung 11, nämlich an die Stirnfläche 16, er
folgt durch Einschub der Zigarettenpackung 11 in eine Halte
rung, nämlich in eine langgestreckte Tasche 59 des Trockenre
volvers 15.
Die Zuschnitte 10 werden durch einen in der schrägen Entnah
meebene hin- und herbewegbaren Schieber 60 dem Übergabeschacht
50 entnommen. Der Schieber 60 besteht aus einem - in Abförder
richtung der Zuschnitte 10 - rückwärtigen Haltestück 61 und
einem im Bereich des Übergabeschachts 50 liegenden Tragstück 62
zum Erfassen und Mitnehmen des Zuschnitts 10. Das Haltestück 61
ist mit einem Getriebe verbunden, nämlich mit einem Parallelo
grammgetriebe 63. Dieses wird durch eine Kurbel 64 hin- und
hergehend angetrieben. Das Haltestück 61 ist mit zwei Lagern
65, 66 mit freien Enden von schwenkbar gelagerten parallelen
Hebeln 67, 68 verbunden. Durch die Kurbel 64 wird eine hin- und
hergehende Bewegung des Schiebers 60 in der schrägen Ebene
bewirkt.
Das Tragstück 62 weist einen vornliegenden Anlagebereich für
den Zuschnitt 10 auf. Dieser Anlagebereich ist im Querschnitt
trapezförmig ausgebildet mit nach unten geneigten seitlichen,
streifenförmigen Halteflächen 69, 70. In diesem Bereich sind
Saugbohrungen 71 angeordnet, die mit einer Unterdruckquelle
verbunden sind, um die Zuschnitte 10 an seitlichen Rändern zu
erfassen. Bei dem vorliegenden Beispiel besteht eine Besonder
heit darin, dass jeweils zwei (zusätzliche) Saugbohrungen 78 im
rückwärtigen Bereich des Schiebers 60 angeordnet sind, so dass
der Zuschnitt 10 praktisch über die volle Länge beidseitig
durch Saugbohrungen 71, 78 erfasst ist.
In der zurückgezogenen Position des Schiebers 60 befindet sich
der Bereich mit den Halteflächen 69, 70 unterhalb des Übergabe
schachts 50. Ein unterer Zuschnitt 10 wird erfasst und durch
die Saugbohrungen 71 an den schräg abfallenden Halteflächen 69,
70 fixiert. Seitliche Bereiche des Zuschnitts 10 sind dadurch
entsprechend nach unten abgewinkelt. In dieser Anordnung wird
der Zuschnitt 10 durch entsprechende Bewegung vom Schieber 60
mitgenommen und an erste Abzugwalzen 72, 73 übergeben. Diese
erfassen den Zuschnitt 10 in einem vornliegenden Bereich. Der
Schieber 60 ist in diesem Bereich gabelförmig ausgebildet (Fig.
9), so dass die Abzugwalzen 72, 73 den freiliegenden Bereich
des Zuschnitts 10 erfassen können.
Der vom Schieber 60 übernommene Zuschnitt 10 wird sodann durch
Zusammenwirken mit einer weiteren Abzugwalze 74 umgelenkt in
eine abwärts gerichtete Förderebene. Die unterhalb der Bewe
gungsebene des Zuschnitts 10 positionierte Abzugwalze 73 wirkt
demnach sowohl mit der ersten Abzugwalze 72 und der zweiten,
versetzt angeordneten Abzugwalze 74 zusammen, um die Abförde
rung und Umlenkung zu bewirken.
Eine Besonderheit des Schiebers 60 besteht darin, dass im Be
reich des Tragstücks 62 zusätzliche, mechanische Hilfsorgane
für eine gesicherte Mitnahme des Zuschnitts 10 auch bei hohen
Fördergeschwindigkeiten gewährleistet sind. Im Bereich der
schräg abwärts geneigten Halteflächen 69, 70 sind Mitnehmer 75,
76 angebracht. Diese erfassen eine rückwärtige Querkante des
Zuschnitts 10 im Bereich der Halteflächen 69, 70 und gewähr
leisten eine sichere Mitnahme und Ausrichtung des Zuschnitts
10, ohne dabei auf den nächstfolgenden Zuschnitt 10 im Überga
beschacht 50 einzuwirken. Die Mitnehmer 75, 76 sind zu diesem
Zweck so positioniert, dass sie insgesamt unterhalb der Ebene
des gestreckten Zuschnitts 10 bzw. unterhalb des nächstfolgen
den Zuschnitts 10 liegen, also den Zuschnitt 10 nur im Bereich
der nach unten verformten seitlichen Schenkel 46 erfassen.
Die Vorrichtung kann auch in der Weise ausgebildet sein, dass
Beladestation 17 und Entnahmestation 23 zusammengelegt sind.
Der Übergabeschacht 50 kann in diesem Falle in das Versorgungs
system mit Karussell 22 oder dergleichen integriert sein. Der
Übergabeschacht 50 ist in diesem Falle zweckmäßigerweise zwei
teilig ausgebildet wie in Zusammenhang mit dem Vorratsschacht
21 beschrieben.
10
Zuschnitt
11
Zigarettenpackung
12
Faltrevolver
13
Bobine
14
Bobine
15
Trockenrevolver
16
Stirnfläche
17
Beladestation
18
Zuschnittförderer
19
Übergabestation
20
Vorratseinheit
21
Vorratsschacht
22
Karussell
23
Entnahmestation
24
Seitenwand
25
Innenwand
26
Außenwand
27
Öffnung
28
Deckwand
29
Haltesteg
30
Führung
31
Halteplatte
32
Stützplatte
33
Stützrolle
34
Ausnehmung
35
Halter
36
Tragschenkel
37
Sammelschacht
38
Sockelschacht
39
Schieberplatte
40
Restbestand
41
Vorsprung
42
Vertiefung
43
Gurtförderer
44
Gurtförderer
45
Fördertrum
46
Zuschnittschenkel
47
Vorderwand
48
Führungsfläche
49
Schlitz
50
Übergabeschacht
51
Vorderwand
52
Rückwand
53
Seitenwand
54
Seitenwand
55
Entnahmeöffnung
56
Knickstelle
57
Knickstelle
58
Übergabeförderer
59
Tasche
60
Schieber
61
Haltestück
62
Tragstück
63
Parallelogrammgetriebe
64
Kurbel
65
Lager
66
Lager
67
Hebel
68
Hebel
69
Haltefläche
70
Haltefläche
71
Saugbohrung
72
Abzugwalze
73
Abzugwalze
74
Abzugwalze
75
Mitnehmer
76
Mitnehmer
77
Leitorgan
78
Saugbohrung
Claims (12)
1. Vorrichtung zur Handhabung von Zuschnitten (10), insbeson
dere Banderolen für Zigarettenpackungen (11), nämlich zum Be
vorraten und zum Zuführen derselben zu einem Verarbeitungsag
gregat oder zu einer Zigarettenpackung, mit einem im Wesentli
chen aufrechten Schacht oder Magazin, in dem die Zuschnitte(10)
übereinander gestapelt sind und an dessen Unterseite die Zu
schnitte (10) einzeln durch ein Entnahmeorgan entnehmbar und
abförderbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Schacht oder
das Magazin aus wenigstens zwei übereinander angeordneten Teil
schächten besteht, nämlich aus einem unteren (kleineren)
Sockelschacht (38) und einem oberen Sammelschacht (37), der
nach Entleerung vom Sockelschacht abnehmbar und nach Füllung
mit Zuschnitten (wieder) auf diesen aufsetzbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere obere Teilschächte, nämlich Sammelschächte (37) an
einem Förderer angebracht sind, insbesondere an einem drehbaren
Karussell (22) und dass mit Zuschnitten (10) gefüllte Teil
schächte bzw. Sammelschächte (37) dem feststehenden Sockel
schacht (38) zuführbar und mit diesem verbindbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Teilschächte bzw. Sammelschächte (37) mit einer seitlichen
Halterung abnehmbar an dem bewegbaren Förderer, insbesondere an
dem drehbaren Karussell (22), angeordnet sind, wobei jeder Sam
melschacht (37) durch eine Vertikalführung gehalten ist mit
einer unteren, bewegbaren Abstützung, insbesondere einer Stütz
rolle (33) und dass im Bereich des Sockelschachts (38) der je
weilige Sammelschacht (37) absenkbar ist, insbesondere durch
Abwärtsbewegung der Stützrolle auf eine entsprechend tiefer
liegende Stützebene.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sammelschacht (37)
ein unteres Verschlussorgan aufweist, insbesondere eine beweg
bare Schieberplatte (39), die nach dem Absetzen des Sammel
schachts (37) auf dem Sockelschacht (38) zurückziehbar ist,
derart, dass der Sammelschacht (37) nach unten zum Sockel
schacht frei ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass den Sammelschacht (37)
bildende Schachtwände am unteren Rand Vorsprünge (41) und Ver
tiefungen (42) aufweisen, die mit korrespondierenden Vorsprün
gen (41) und Vertiefungen (42) von Schachtwänden des Sockel
schachts (38) korrespondieren, derart, dass beim Aufsetzen des
Sammelschachts (37) auf den Sockelschacht (38) die beiderseiti
gen Vorsprünge (41) und Vertiefungen (42) unter Verzahnung in
einander greifen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorratsschächte (21),
insbesondere in Verbindung mit einem Karussell (22), eine Vor
ratseinheit (20) bilden, die im Bereich einer Verpackungsma
schine mit Abstand von einer Verarbeitungsstation der Zu
schnitte (10) positioniert ist und dass die Zuschnitte (10)
durch einen Zuschnittförderer (18) von der Vorratseinheit (20)
der Verarbeitungsstation zuführbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich einer Entnahmestation
für die Zuführung der Etiketten (10) zu Packungen
(11) ein (aufrechter) Übergabeschacht (50) zur Aufnahme eines
Vorrats an Zuschnitten (10) gebildet ist und dass die Zu
schnitte (10) durch den Zuschnittförderer (18) dem Übergabe
schacht (50) zuführbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuschnitte (10) dem
Vorratsschacht (21) bzw. dem Sockelschacht (38) durch einen
Endlosförderer entnehmbar sind, insbesondere unmittelbar durch
den aus einem Gurtförderer (43) bestehenden Zuschnittförderer
(18), wobei die Zuschnitte (10) in quergerichteter Stellung auf
einem Fördertrum (45) des Gurtförderers (43) aufliegen und
durch diesen infolge eines erhöhten Reibungsbeiwerts dem
Sockelschacht (38) entnehmbar sind, vorzugsweise durch in
schuppenartiger Teilüberdeckung aufeinanderfolgender Zuschnitte
(10).
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder einem der weiteren An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gurtförderer (43) des
Zuschnittförderers (18) ein oberer Gurtförderer (44) als Gegen
halter zugeordnet ist, derart, dass die Zuschnitte (10) zwi
schen zwei vorzugsweise elastisch aneinanderliegenden Gurtför
derern (43, 44) transportierbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuschnitte (10) im
Bereich der Entnahmestation (23) einem Schacht, nämlich Überga
beschacht (50), durch einen an dessen Unterseite hin- und her
bewegbaren Schieber (60) entnehmbar sind, der seitliche, strei
fenförmige Halteflächen (69, 70) für Randbereiche des Zu
schnitts (10) aufweist, wobei im Bereich der Halteflächen (69,
70) Saugbohrungen (71, 78) angeordnet sind, und zwar verteilt
über die volle Länge der Halteflächen (69, 70) bzw. über die
volle Länge der Anlage des Zuschnitts (10).
11. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder einem der weiteren An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (60) für die
Entnahme der Zuschnitte (10) aus dem Übergabeschacht (50) im
Bereich von seitlichen, abgeschrägten Halteflächen (69, 70) für
den Zuschnitt (10) Mitnehmer (75, 76) aufweist, die an einer
rückwärtigen Querkante des Zuschnitts (10) anliegen, wobei die
Mitnehmer (75, 76) so bemessen und/oder angeordnet sind, dass
sie während der Ausschubbewegung eines Zuschnitts (10) unter
halb der Ebene eines nachfolgenden, darüber liegenden Zu
schnitts (10) sich erstrecken.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einem Schacht, insbe
sondere Übergabeschacht (50), entnommenen Zuschnitte (10) im
Anschluss an den Schacht von einem Förderer erfassbar sind, der
den Zuschnitt (10) in eine vertikale Förderebene umlenkt, vor
zugsweise durch ein erstes Paar von Abzugwalzen (72, 73) und
eine anschließende Abzugwalze (74), die mit der die Umlenkung
bildenden Abzugwalze (73) zusammenwirkt.
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