DE10003663C2 - Zusammenlegbarer und transportabler Freizeitstuhl - Google Patents
Zusammenlegbarer und transportabler FreizeitstuhlInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen zusammenlegbaren
und transportablen Freizeitstuhl mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
Derartige Freizeitstühle sind bekannt und finden als Gar
tenmöbel, Campingmöbel etc. Verwendung. Sie lassen sich mit
wenigen Handgriffen zusammenlegen und können ohne weiteres
transportiert werden, so daß sie an vielen Stellen verwen
det werden können.
Ferner sind sogenannte Strandkörbe bekannt, bei denen es
sich um relativ schwere Holz/Korbgeflechtkonstruktionen
handelt, die aufgrund ihrer Schwere nicht ohne weiteres
transportiert werden können. Um die Strandkörbe über
größere Strecken zu bewegen, sind geeignete maschinelle
Hebeeinrichtungen sowie Transportfahrzeuge erforderlich.
Derartige Strandkörbe haben den Vorteil, daß sie aufgrund
ihrer Konstruktion, die massive Seitenwände, eine massive
Rückenwand und eine massive Decke aufweist, einen gegenüber
Wind und Regen geschützten Aufenthalt ermöglichen, was bei
den vorstehend beschriebenen bekannten zusammenlegbaren
Freizeitstühlen nicht der Fall ist. Letztere finden daher
nicht an exponierten Stellen, wie am Meeresstrand, an denen
der Benutzer relativ ungeschützt den Witterungseinflüssen
ausgesetzt ist, Verwendung.
Aus der US 30 37 811 ist ein Freizeitstuhl bekannt, der im
wesentlichen die Merkmale des Oberbegriffs des Patentan
spruchs 1 aufweist. Diese Veröffentlichung betrifft einen
einfachen Campingstuhl, der keinerlei Windschutz und Stütz
konstruktionen für diesen aufweist.
Aus der WO 99/18 825 A1, der DE 72 20 141 U und der DE 76 38 864 U
sind Stühle bekannt, die einen Wind- bzw. Sonnen
schutz aufweisen, der lediglich eine Haube im oberen Teil
des Stuhles bildet.
Aus der DE 90 045 C ist ein Strandstuhl bekannt, der keine
Armlehnen aufweist und eine aufwendige Stützkonstruktion
für einen haubenartigen Windschutz benötigt. Diese Kon
struktion besitzt einen etwa horizontal angeordneten Rah
men, der sich auf Vorderleisten abstützt. Der Stuhl bietet
nur eine begrenzte Bewegungsfreiheit und ist nicht einfach
zu transportieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen zusammen
legbaren und transportablen Freizeitstuhl der angegebenen
Art zu schaffen, der bei einem geringen Gewicht, einer ein
fachen Bedienbarkeit und einer guten Transportmöglichkeit
dem Benutzer ein Maximum an Witterungsschutz, insbesondere
Windschutz, bietet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Freizeitstuhl
der angegebenen Art durch die kennzeichnenden Merkmale des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Der erfindungsgemäß ausgebildete Freizeitstuhl kommt einem
Strandkorb sehr nahe, da er mit einem haubenartigen Wind
schutz versehen ist, der einen vor den Witterungsverhält
nissen geschützten Aufenthalt ermöglicht. Andererseits hat
dieser Freizeitstuhl nicht die Nachteile eines herkömmli
chen Strandkorbes, nämlich hohes Gewicht, großes Volumen.
Das Grundgestell läßt sich zusammenlegen, wobei die den
Sitz bildende Bahn aus textilem Material mit zusammengelegt
wird, so daß sich eine kompakte transportable Einheit er
gibt. Natürlich ist nicht ausgeschlossen, daß die den Sitz
bildende Bahn auch vor dem Zusammenlegen des Grundgestelles
von diesem entfernt werden kann. Auch die Stützkonstruktion
für den Windschutz ist zusammenklappbar, wobei der
Windschutz ebenfalls mit zusammengelegt wird. Auch hier ist
nicht ausgeschlossen, daß der Windschutz vor dem Zusammen
klappen der Stützkonstruktion entfernt werden kann. Um den
Stuhl transportfähig zu machen, wird somit zuerst die
Stützkonstruktion zusammengeklappt und in eine Lage etwa
parallel zu den Trägerstangen gebracht. Die Trägerstangen
werden dann mit der zusammengeklappten Stützkonstruktion
auf das restliche Grundgestell mit Armlehnen umgelegt, oder
das Grundgestell wird an die Trägerstangen umgelegt. Sind
beispielsweise zusätzliche Füße vorhanden, werden diese
ebenfalls in die Ebene der anderen Teile hineingeklappt.
Sämtliche Teile befinden sich nunmehr im wesentlichen in
einer Ebene, so daß sich eine einfach handhabbare und
transportierbare Einheit ergibt.
Vorteilhafterweise ist das Grundgestell mit Rädern verse
hen, so daß im zusammengelegten Zustand die gebildete komp
akte Einheit die Form eines "Buggy" erhält. Die Einheit
kann dann an einem Ende angefaßt werden, während das andere
Ende über die angeordneten Räder Bodenkontakt hat. Hier
durch muß die Einheit nicht getragen werden, sondern kann
gerollt werden.
Der Windschutz erstreckt sich über die Ober
seite, Rückseite und die beiden Seitenflächen des Stuhles.
Hierdurch wird der Stuhl von allen Seiten - außer der Vor
derseite - von dem Windschutz umschlossen, so daß sich ein
besonders effektiver Witterungsschutz ergibt. Die an den
Trägerstangen befestigte oder befestigbare Stützkonstruk
tion bildet das Traggerüst für den Windschutz, so daß sich
dieser haubenartig über den Freizeitstuhl erstreckt. Im
unteren Bereich ist der Windschutz zweckmäßigerweise am
Grundgestell fixiert, um eine Verspannung zu erreichen. Es
versteht sich, daß vor dem Zusammenlegen des Freizeitstuh
les diese Fixierungen gelöst werden.
Der Windschutz besteht aus einem geeigneten textilen Mate
rial, das für derartige Zwecke verwendet wird, beispiels
weise Leinwand. Er kann mit Fenstern versehen sein, bei
spielsweise an den Seitenwänden. Diese können durch geeig
nete Kunststoffolien gebildet werden, die windundurchlässig
sind, jedoch einen Fenstereffekt haben. Im übrigen erfolgt
die Ausbildung des Windschutzes in Abhängigkeit von der
Konstruktion des Freizeitstuhles.
Der erfindungsgemäße Freizeitstuhl, d. h. dessen Grundge
stell, Querstangen, Trägerstangen und Sützkonstruktion, be
steht aus einer Vielzahl von Rohren bzw. Stangen, die starr
oder beweglich miteinander verbunden sind. Als geeignete
Materialien hierfür kommen insbesondere Stahl, Aluminium
oder Kunststoff in Frage. Die starren Verbindungen werden
vorzugsweise durch Schweißverbindungen gebildet, während
die beweglichen Verbindungen übliche Gelenkverbindungen
sind. Um die einzelnen Elemente relativ zueinander zu fi
xieren, beispielsweise die Neigung der Trägerstangen zum
Grundgestell festzulegen, kommen bekannte Einrichtungen zur
Anwendung, beispielsweise an den Armlehnen angebrachte Vor
sprünge, die in verschiedene Löcher des Grundgestelles ein
rasten können.
Natürlich kann der Windschutz auch mehrteilig ausgebildet
sein. Beispielsweise können bei dieser Ausführungsform zwei
Windschutzteile Verwendung finden, von denen einer im we
sentlichen nur oberhalb der Trägerstangen angeordnet ist
und die Form einer zusammenklappbaren Haube besitzt, wäh
rend der andere Windschutzabschnitt die Seitenflächen und
Rückfläche des Freizeitstuhles umgibt. Beim Zusammenlegen
wird hierbei als erstes der untere Windschutzabschnitt ent
fernt, wonach der obere Windschutzabschnitt zusammenge
klappt wird.
Die Stützkonstruktion für den Windschutz weist
zwei verschwenkbar an den Trägerstangen gelagerte Stützen
auf, an deren freien Enden Halteeinrichtungen für den Wind
schutz angeordnet sind.
Beim Aufstellen des Stuhles werden die in der
Ebene der Trägerstangen befindlichen Stützen ausgeschwenkt
und in eine fixierte Endlage gebracht. Zusammen mit dieser
Bewegung wird der Windschutz aufgespannt, oder der Wind
schutz wird nach dem Ausschwenken der Stützen an diesen be
festigt. Hierzu dienen die an den Enden der Stützen vorge
sehenen Halteeinrichtungen, bei denen es sich vorzugsweise
um in der Ebene der Stützen liegende Haltestangen handelt,
die etwa in ihrer Mitte gelenkig an den Stützen gelagert
sind.
Die Stützen sind vorzugsweise verschiebbar an den Träger
stangen gelagert, so daß sie beim Herausschwenken oder Her
einschwenken an den Stützen entlang bewegt und in verschie
denen Endlagen fixiert werden können. Auf diese Weise kom
men die Stützen beim Zusammenlegen etwa parallel zu den
Trägerstangen zu liegen, so daß sie diese im zusammengeleg
ten Zustand im wesentlichen nicht überragen. Konstruktiv
wird dies dadurch verwirklicht, daß die Stützen mit Hülsen
verbunden sind, die die Trägerstangen umgreifen und an diesen
in bestimmten Lagen fixierbar sind.
Zur weiteren Stabilisierung können die Stützen Verbindungs
stangen aufweisen, die eine Verbindung zwischen ihren
freien Endbereichen und den Trägerstangen herstellen. Diese
Verbindungsstangen sind naturgemäß ebenfalls gelenkig und
verschiebbar fixierbar gelagert.
Vorzugsweise sind die Stützen als Teleskopstangen ausge
bildet. Das hat den Vorteil, daß sie im Gebrauchszustand
eine relativ große Länge besitzen und somit den Windschutz
ausreichend hoch über dem Sitz abstützen können, so daß
sich die Bequemlichkeit erhöht. Im Transportzustand können
sie eingefahren werden und somit eine geringe Länge erhal
ten, die für das Zusammenlegen des Stuhles gewünscht wird.
Das Ein- und Auswärtsbewegen der Teleskopstangen kann vor
zugsweise manuell erfolgen, wobei vorzugsweise durch Rela
tivdrehung zwischen den beiden Teleskopstangenabschnitten
eine Fixierung in der jeweiligen Endlage erreicht wird.
Was die Ausbildung des Grundgestelles anbetrifft, so wird
eine Ausführungsform bevorzugt, bei der das Grundgestell
zwei scherenförmig mit den Trägerstangen verbundene Seiten
stangen aufweist, zwischen denen sich die untere Querstange
erstreckt. Bei dieser Ausführungsform findet im Gebrauchs
zustand des Stuhles eine Fixierung der Seitenstangen und
Trägerstangen relativ zueinander statt. Wird diese Fixie
rung gelöst, lassen sich Trägerstangen und Seitenstangen
scherenförmig zusammenlegen, so daß sie sich im wesentli
chen in einer Ebene befinden. Die Armlehnen sind hierbei
beispielsweise an den Vorderenden der Seitenstangen gelenkig
angeordnet und werden beim Zusammenlegen der Trägerstangen
und Seitenstangen ebenfalls mit in die gemeinsame Ebene be
wegt. Der Winkel, den die Trägerstangen mit den Seitenstan
gen bilden, ist über die Fixiereinrichtungen einstellbar,
so daß auf diese Weise die Sitzneigung geändert werden
kann, falls gewünscht. Als Fixiereinrichtung kommt bei
spielsweise ein flexibles Element (Band etc.) zum Einsatz,
das am unteren Ende der Seitenstangen befestigt ist, um eine
am unteren Ende der Trägerstangen angeordnete Umlenkrolle
geführt wird und an entsprechenden, in unterschiedlichen
Höhen angeordneten Vorsprüngen an den Trägerstangen fixiert
werden kann. Vor dem Zusammenlegen wird die Fixiereinrich
tung gelöst.
Die den Sitz bildende Bahn aus textilem Material ist norma
lerweise an der unteren Querstange befestigt. Diese Quer
stange erstreckt sich bei der vorstehend beschriebenen Aus
führungsform vorzugsweise zwischen den beiden Seitenstangen.
Sie kann jedoch auch zwischen den Vorderenden der beiden
Armlehnen vorgesehen sein, wobei diese Armlehnen wiederum
gelenkig mit den Seitenstangen verbunden sind.
Bei einer anderen Ausführungsform umfaßt das Grundgestell
einen die untere Querstange aufweisenden Rahmen, an dem die
Trägerstangen schwenkbar gelagert sind. Dieser Rahmen ist
im aufgestellten Zustand des Freizeitstuhles vorzugsweise
leicht geneigt angeordnet, während die beiden Trägerstangen
hiermit nahezu einen Winkel von 90° bilden, der zur Nei
gungseinstellung verstellbar ist. In seinem hinteren Be
reich befinden sich vorzugsweise am Rahmen zwei Räder, die
einen einfachen Transport ermöglichen. Im vorderen Bereich
besitzt der Rahmen zwei Schwenkfüße. Ein geeignetes Fußab
stützteil kann am vorderen Rahmenbereich des Grundgestelles
befestigt oder befestigbar sein. Die Armlehnen sind bei
dieser Ausführungsform zweckmäßigerweise schwenkbar an den
Trägerstangen gelagert und stützen sich auf am Rahmen ange
ordneten Stützelementen ab, wobei sie an diesen, je nach
Neigung der Trägerstangen, in verschiedenen Stellungen fi
xierbar sind.
Bei der zuletzt beschriebenen Ausführungsform erfolgt das
Zusammenlegen des Stuhles so, daß als erstes die den Wind
schutz tragende Stützkonstruktion mit oder ohne Windschutz
in die Ebene der Trägerstangen hineingeschwenkt wird. Durch
Lösen der Armlehnen aus ihren fixierten Stellungen werden
die Trägerstangen dann in die Ebene des das Grundgestell
bildenden Rahmens verschwenkt. Die am Rahmen angeordneten
Füße und/oder das Fußstützteil werden ebenfalls von der Un
terseite in die Rahmenebene verschwenkt. Die Einheit ist
dann transportfähig.
Generell gilt, daß die Einheit im Transportzustand zusätz
lich über geeignete Halteeinrichtungen (Haltebänder etc.)
gesichert werden kann.
Zum Transport kann die zusammengelegte Einheit auch in
einem Behältnis, beispielsweise einer geeigneten Tasche
oder einem geeigneten Sack, untergebracht werden. Das
Behältnis kann mit Griffen versehen sein.
Die Erfindung sieht ferner vor, daß zwei oder mehr erfin
dungsgemäß ausgebildete Freizeitstühle seitlich aneinander
gereiht werden können. Bei dieser Ausführungsform sind eine
oder beide Seitenflächen des Windschutzes abtrennbar ausge
bildet, beispielsweise mit Hilfe eines Reißverschlusses.
Somit können beim Aneinandersetzen der Stühle die einander
zugewandten Seitenflächen des Windschutzes entfernt werden.
Generell ist zu sagen, daß der Windschutz mit abtrennbaren
Abschnitten versehen sein kann, was ebenfalls vorzugsweise
mit Hilfe von Reißverschlüssen realisiert werden kann.
Es können Fixiereinrichtungen vorgesehen sein, um mehrere
aneinandergereihte Stühle miteinander zu verbinden.
Vorstehend wurde erwähnt, daß die Stützen der Stützkon
struktion für den Windschutz als Teleskopstützen ausgebil
det sein können. Die Erfindung ist nicht auf diese Ausfüh
rungsform beschränkt. Vielmehr können die Stützen generell
in ihrer Länge verstellbar ausgebildet sein, um der Stütz
funktion gerecht zu werden und für den Transport eine mög
lichst kompakte Einheit zu bilden.
Ferner wurde erwähnt, daß die am freien Stützenende ange
ordnete Halteeinrichtung für den Windschutz eine schwenkbar
gelagerte Haltestange umfaßt. Auch auf diese Ausführungs
form ist die Erfindung nicht beschränkt. Vielmehr können
auch hier andere Einrichtungen angeordnet sein, beispiels
weise Rahmen, Winkelelemente etc. Diese Halteeinrichtungen
können frei schwenkbar an den Stützen angeordnet sein oder
aber auch in einer bestimmten Lage fixierbar sein. Die ent
sprechende Ausgestaltung kann davon abhängig sein, ob der
Windschutz am Grundgestell verspannt wird oder lediglich
frei hängt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei
spielen in Verbindung mit der Zeichnung im einzelnen erläu
tert. Es zeigen:
Fig. 1 eine räumliche Ansicht einer ersten Ausfüh
rungsform eines als Strandkorb ausgebildeten
Freizeitstuhles;
Fig. 2 den Freizeitstuhl der Fig. 1 im zusammenge
legten Zustand;
Fig. 3 den Stuhl der Fig. 1 zu Beginn des Auseinan
derklappens;
Fig. 4 den Stuhl der Fig. 1 in einer weiteren Phase
des Auseinanderklappens;
Fig. 5 den Stuhl der Fig. 1 noch in einer weiteren
Phase des Auseinanderklappens;
Fig. 6 den Stuhl der Fig. 1 noch in einer weiteren
Phase des Auseinanderklappens;
Fig. 7 den Stuhl der Fig. 1 noch in einer weiteren
Phase des Auseinanderklappens; und
Fig. 8 den Stuhl der Fig. 1 in der fertigen Ge
brauchsstellung;
Fig. 9 eine Seitenansicht eines als Strandkorb aus
gebildeten Freizeitstuhles gemäß einer weite
ren Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 1 zeigt in räumlicher Ansicht einen als Strandkorb
ausgebildeten Freizeitstuhl, der ein rahmenförmiges Grund
gestell 1 aufweist, das eine vordere Querstange 8 und eine
hintere Querstange sowie zwei Seitenstangen 19 besitzt. An der
hinteren Querstange sind zwei Räder 7 drehbar gelagert,
während an den Ecken zwischen den Seitenstangen 19 und der
vorderen Querstange 8 zwei ausklappbare Füße 6 schwenkbar
gelagert sind, die in Fig. 1 im ausgeklappten Zustand dar
gestellt sind. An der vorderen Querstange 8 ist ferner eine
Fußstütze 5 befestigt, die ebenfalls in die Ebene des
Grundgestells 1 verschwenkt werden kann.
Ferner besitzt der Freizeitstuhl zwei Trägerstangen 2, die
schwenkbar an den beiden Seitenstangen 19 des Grundgestelles 1
gelagert sind. Diese Trägerstangen tragen jeweils eine Arm
lehne 10, welche sich über ein Stützelement 16 an der Sei
tenstange 19 des Grundgestelles 1 abstützt. Die Armlehne 10
kann in verschiedenen Stellungen am Stützelement 16 fixiert
werden, so daß hierdurch die Neigung der Trägerstangen re
lativ zum Grundgestell verändert werden kann. An ihren obe
ren Enden sind die beiden Trägerstangen 2 über eine obere
Querstange 9 fest miteinander verbunden.
Zwischen der unteren Querstange 8 und der oberen Querstange
9 erstreckt sich ein durch eine Bahn aus textilem Material
gebildeter Sitz 18. Die Bahn aus dem textilen Material ist
hierbei um die obere und untere Querstange 8, 9 geführt, so
daß jeweils eine Schlaufe gebildet wird, durch die sich die
Querstange erstreckt.
Der Freizeitstuhl 1 besitzt ferner eine Stützkonstruktion
für einen haubenartigen Windschutz 4. Diese Stützkonstruk
tion umfaßt zwei Stützen 12, von denen jeweils eine an der
zugehörigen Trägerstange 2 verschwenkbar und verschiebbar
gelagert ist. Als Lagereinrichtung dient eine Hülse 17, die
die Trägerstange 2 umgreift und an dieser in verschiedenen
Stellungen fixierbar ist. Die Stütze 12 wird über eine
Querstange 13 in ihrer Schwenklage gehalten. Die Querstange
13 ist ebenfalls gelenkig an der Trägerstange 2 angeordnet.
Am freien Ende greift die Stütze 12 eine gelenkig gelagerte
Haltestange 14 für den Windschutz 4 auf.
Der Windschutz 4 ist für geeignete Fixiereinrichtungen,
hier Befestigungsbänder 15, am Grundgestell (hier an den
Füßen 6) fixiert, so daß sich ein verspannter Zustand des
Windschutzes 4 ergibt. An den Seitenflächen weist der Wind
schutz Fenster 11 auf, die durch eine geeignete durchsich
tige Kunststoffolie gebildet werden.
Der in Fig. 1 dargestellte, als Strandkorb ausgebildete
Freizeitstuhl ist zu einer kompakten Transporteinheit zu
sammenlegbar. Die einzelnen Stadien des Aufstellens des
Stuhles sind in den Fig. 2 bis 8 dargestellt.
Fig. 2 zeigt den Freizeitstuhl im Transportzustand, in dem
dieser die Form eines Buggy annimmt und über seine Räder 7
befördert werden kann. Der Windschutz kann dabei mit zusam
mengefaltet sein und einen bei 30 angedeuteten Stauraum
bilden oder aber vor dem Zusammenlegen vom Freizeitstuhl
getrennt worden sein. In den Fig. 2 bis 7 ist zum Ver
gleich jeweils der aufgestellte Zustand des Stuhles schematisch
dargestellt.
Man erkennt in Fig. 2, daß die Füße 6, das Grundgestell 1
und die Trägerstangen 2 sowie die Stützkonstruktion für den
Windschutz so zusammengeklappt sind, daß sie im wesentli
chen in einer einzigen Ebene liegen.
Fig. 3 zeigt den ersten Schritt zum Aufstellen des Stuh
les, der darin besteht, daß die Füße 6 vom Grundgestell 1
abgeklappt werden, so daß der Stuhl eine fixierte Bodenlage
erhält.
Fig. 4 zeigt den Stuhl in der nächstfolgenden Aufstel
lungsphase, in der die beiden über die Querstange 9 mitein
ander verbundenen Trägerstangen 2 aus der Ebene des Grund
gestelles 1 heraus aufgeklappt werden. Dabei nehmen die
Armlehnen die in Fig. 4 dargestellte Lage ein. Die Stütz
konstruktion für den Windschutz liegt hierbei noch im we
sentlichen in der Ebene der Trägerstangen 2.
In Fig. 5 haben die Trägerstangen 2 ihre Endlage eingenom
men, und die Stützkonstruktion für den Windschutz wird in
ihre Gebrauchslage bewegt. Hierbei werden die beiden Stüt
zen 12 mit der Lagerungshülse 17 entlang den Trägerstangen
2 nach oben bewegt, bis die Lagerungshülsen ihre Endstel
lung erreichen. Die Querstange 13 wird dabei aufgeklappt.
Fig. 6 zeigt eine weitere Bewegungsphase der Stützen 12
mit Querstangen 13. Diese haben in der in Fig. 7 gezeigten
Position ihre Endstellung erreicht. In dieser Position neh
men die Haltestangen 14 nach dem Verspannen des Windschut
zes eine etwa horizontale Lage ein.
Fig. 8 zeigt den Freizeitstuhl in seiner Endstellung,
nachdem die Fußstütze 5 ausgeklappt worden ist. Diese ist
in den vorhergehenden Fig. 2 bis 6 nicht dargestellt.
Ferner sind die Fixiereinrichtungen zum Verspannen des
Windschutzes ebenfalls nicht in den Fig. 2 bis 8 dar
gestellt.
Fig. 9 zeigt eine weitere Ausführungsform eines als
Strandkorb ausgebildeten Freizeitstuhles in der Seitenan
sicht. In Fig. 9 werden zur
Bezeichnung von gleichen oder ähnlich ausgebildeten Teilen
gleiche Bezugszeichen verwendet.
Der in Fig. 9 dargestellte Freizeitstuhl hat ein Grundge
stell 1, das anders ausgebildet ist als das Grundgestell
der vorhergehenden Ausführungsform. Bei dieser Ausführungs
form besteht das Grundgestell 1 aus zwei Seitenstangen 19,
die scherenförmig mit den zwei Trägerstangen 2 angeordnet
und mit diesen gelenkig verbunden sind. An ihren vorderen
Enden sind die Seitenstangen 19 gelenkig mit zwei Armlehnen
10 verbunden, welche an ihren Vorderenden eine Querstange 8
tragen. Auch bei dieser Ausführungsform sind die beiden
Trägerstangen 2 an ihren oberen Enden über eine Querstange
9 miteinander verbunden. Zwischen den Querstangen 8 und 9
erstreckt sich ein Sitz 18, der von einer Bahn aus textilem
Material gebildet wird.
Auch diese Ausführungsform hat einen Windschutz 4, der den
Freizeitstuhl bis auf eine offene Vorderseite umgibt. Zur
Halterung des Windschutzes 4 dient eine Stützkonstruktion,
die zwei Stützen 12 aufweist, welche über eine Lagerhülse
17 verschwenkbar und verschiebbar an den Trägerstangen 2
gelagert sind. Die Lagerhülse 17 ist in geeigneten Stellun
gen an der zugehörigen Trägerstange 2 fixierbar. Ferner ist
die Schwenkstellung der Sützen 12 fixierbar (beispielsweise
über nicht gezeigte Querstreben).
Die Stützen 12 sind bei dieser Ausführungsform als Tele
skopstützen ausgebildet. An den freien Endabschnitten der
Teleskopstützen sind Haltestangen 14 gelagert, die etwa der
Ausführungsform der Fig. 1 entsprechen. Fixiereinrichtun
gen zur Befestigung des Windschutzes 4 am Grundgestell sind
nicht dargestellt.
Zum Zusammenlegen des Stuhles werden die Teleskopstützen 12
eingefahren und in die Ebene der Trägerstangen 2 ver
schwenkt. Danach wird durch Lösen einer Fixiereinrichtung
(nicht gezeigt), die die Trägerstangen 2 und Seitenstangen
19 in dem in Fig. 9 gezeigten Gebrauchszustand hält, der
Stuhl in eine Transportstellung gebracht, in der die Trä
gerstangen 2, Seitenstangen 19 und Armlehnen 10 im wesent
lichen in einer Ebene liegen. Der Windschutz 4 wird dabei
mit zusammengeklappt oder vorher vom Stuhl entfernt.
Ergänzend zu Fig. 9 sei noch darauf hingewiesen, daß die
Lagerhülse (Scharnier) 17 umklappbar ausgebildet ist, um
ein noch kompakteres Zusammenlegen zu ermöglichen. Im auf
geklappten Zustand der Trägerstange 2 ist der haubenförmige
Windschutz 4 fest mit der Querstange 9 verbunden. Die Träger
stange 2 kann auch im übrigen klappbar oder einschiebbar
ausgebildet sein, um sie zu verkürzen.
Claims (7)
1. Zusammenlegbarer und transportabler Freizeitstuhl mit einem zusammenlegbaren
Grundgestell (1), das eine untere (8) und obere Querstange (9), zwei Seitenstangen (19),
zwei schwenkbar an den Steitenstangen (19) gelagerte seitliche Trägerstangen (2) für die
obere Querstange (9) und zwei verschiebbar an den Seitenstangen oder Trägerstangen (2)
gelagerte Armlehnen (10) aufweist, und einer einen Sitz (18) bildenden Bahn aus textilem
Material zwischen den beiden Trägerstangen (2),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Neigung des Sitzes (18) durch Verstellung der Neigung der Trägerstangen (2) verstellbar ist,
er zur Ausgestaltung als Strandkorb einen haubenartigen Windschutz (4) aus textilem Material aufweist, der sich über die Oberseite, Rückseite und die beiden Seitenflächen des Stuhles erstreckt und zur Verspannung am Grundgestell (1) fixiert ist,
er eine an den Trägerstangen (2) befestigte oder befestigbare zusammenklappbare Stützkonstruktion für den Windschutz (4) aufweist und
die Stützkonstruktion zwei verschwenkbar an den Trägerstangen (2) gelagerte Stützen (12) besitzt, an deren freien Enden etwa mittig Halteeinrichtungen für den Windschutz schwenkbar gelagert sind.
die Neigung des Sitzes (18) durch Verstellung der Neigung der Trägerstangen (2) verstellbar ist,
er zur Ausgestaltung als Strandkorb einen haubenartigen Windschutz (4) aus textilem Material aufweist, der sich über die Oberseite, Rückseite und die beiden Seitenflächen des Stuhles erstreckt und zur Verspannung am Grundgestell (1) fixiert ist,
er eine an den Trägerstangen (2) befestigte oder befestigbare zusammenklappbare Stützkonstruktion für den Windschutz (4) aufweist und
die Stützkonstruktion zwei verschwenkbar an den Trägerstangen (2) gelagerte Stützen (12) besitzt, an deren freien Enden etwa mittig Halteeinrichtungen für den Windschutz schwenkbar gelagert sind.
2. Freizeitstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Windschutz (4)
mehrteilig ausgebildet ist.
3. Freizeitstuhl nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützen (12)
verschiebbar an den Trägerstangen (2) gelagert sind.
4. Freizeitstuhl nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
Stützen (12) als Teleskopstangen ausgebildet sind.
5. Freizeitstuhl nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
Halteeinrichtungen je eine schwenkbar am freien Stützenende gelagerte Haltestange (14)
umfassen.
6. Freizeitstuhl nach einem der vorangehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass
das Grundgestell (1) zwei scherenförmig mit den Trägerstangen (2) verbundene
Seitenstangen (19) aufweist, zwischen denen oder zwischen dazugehörigen Armlehnen
(10) sich die untere Querstange (8) erstreckt.
7. Freizeitstuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet dass das
Grundgestell (1) einen die untere Querstange (8) aufweisenden Rahmen umfasst, an dem
die Trägerstangen (2) schwenkbar gelagert sind.
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