-
Verpackung für Eier, Glühbirnen und andere empfindliche Gegenstände
Die Erfindung bezieht sich auf Verpackungen für Eier, Glühbirnen und andere empfindliche
Waren.
-
Der Transport von Eiern erfolgt normalerweise in Eierkartons oder
Eierkisten, wobei die einzelnen Schichten der Eier durch Verpackungs- bzw. Zwischenlageplatten
voneinander getrennt sind, die entsprechende, die Enden der Eier aufnehmende Vertiefungen
und dazwischenliegende abstützende Erhöhungen aufweisen. Diese Eierverpackungen
sind für den Kleinverkauf nachteilig, da die Eier aus der Eierkiste oder dem Eierkarton
einzeln herausgenommen werden müssen und dann in Tüten oder anderen Gefäßen zum
Verkauf gelangen, so daß große Sorgfalt darauf verwendet werden muß, daß die nunmehr
unverpackten, direkt aufeinanderliegenden Eier beim Verkauf und weiteren Transport
bis zum Verbrauch nicht beschädigt werden. Die Verwendung der in der Eierkiste nicht
mehr benötigten Zwischenlageplatten für den Weitertransport ergibt sperrige Pakete,
die außerdem nur in seltenen Fällen für die Anzahl der verkauften Eier gerade passend
sind. Dile gebräuchliche Art der Eierverpackung zwingt auch dazu, jedes einzelne
Ei mit einem Datum- und einem Gütestempel zu versehen, wenn für die Frische und
Qualität der Eier eine Garantie übernommen werden soll.
-
Es sind auch schon Verpackungen in der Form von Schachteln bekannt,
die einen Einsatz mit Aussparungen aufweisen, deren Ränder als Stützen für die zu
verpackenden Gegenstände ausgebildet sind. Der Boden dieser Schachteln ist zum Abstützen
der Enden entweder V- oder W-förmig ausgebildet. Diesle Verpackungsschachteln sind
verhältnismäßig kompliziert da sie aus mehreren Teilen zusammengesetzt werden müssen.
-
Weiterhin sind auch schon Eierverpackungen bekannt, bei denen sich
durch den quadratischen Querschnitt der Verpackung übereck erstreckende Abstützt
teile vorhanden sind. Diese Abstützteile haben Aussparungen oder für die Halterung
der Eier dienende gestanzte Lappen. Die Ausstanzungen bzw. Lappen halten dabei die
Eier im Abstand voneinander. Der Nachteil dieser Verpackung liegt aber darin, daß
die Eier außer durch diese sich übereck erstreckenden Abstützteile auch noch von
der Außenhülle der Verpackung abgestützt werden. Damit sind aber Eier oder andere
empfindliche Gegenstände, wie Glühbirnen od. dgl., nicht gegen einen von außen erfolgenden
Druck gegen die Verpackung geschützt. Man kann somit nicht eine beliebige Anzahl
dieser Verpackungen übereinanderschichten. Außerdem sind die Verpackungen auch nicht
stoß sicher.
-
Die neue Verpackung für Eier und andere empfindliche Gegenstände
stellt eine Verbesserung der zuletzt beschriebenen Art von Verpackungen dar. Die
Verpackung ist gemäß der Erfindung dadurch getrennt zeichnet, daß unterhalb jedes
Abstützteiles ein unter Federspannung eingelegter gebogener Streifen angeordnet
ist, der das durch die Ausstanzung in dem Abstützteil hindurchragende Ende des Gegenstandes
federnd abstützt. Die Abmessungen der Außenhülle sind dabei so gewählt, daß der
von den Abstützteilen und den federnden Streifen gehaltene Gegenstand einen Abstand
von der Außenhülle hat.
-
Durch die Ausbildung der Verpackung gemäß der Erfindung werden die
Eier oder anderen empfindlichen Gegenstände im Abstand von der Außenhülle in ihrer
Lage festgehalten. Damit ist die neue Verpackung bruch- und stoßsicher.
-
Die federnden Streifen können mit den Abstützteilen oder der ganzen
Verpackungshülle aus einem Stück gebildet werden, indem sie von einer zurückgebogenen
Verlängerung des sich im wesentlichen diagonal erstreckenden Abstützteils gebildet
werden.
-
Um den Gegenstand noch besser in seiner Lage zu halten, können die
federnden Streifen auch mit einer das Ende des Gegenstandes aufnehmenden Aussparung
versehen sein.
-
Die federnden Streifen haben das Bestreben, die ursprünglich rechteckige
bzw. quadratische Form der Verpackung zu strecken und damit in eine rhombische Querschnittsform
umzuwandeln. Diesem Bestreben kann dadurch entgegengewirkt werden, daß die sich
übereck erstreckenden Abstützteile der Verpackungshülle z. B. durch Lappen, die
in entsprechende Ausstanzungen eingreifen, mit der Hülle verankert werden. Auf diese
Weise wird die Hülle formsteif.
-
Eine gemäß der Erfindung ausgebildete Verpakkung, bei der die Eier
in der Diagonale liegen, ermöglicht die Unterbringung einer gleichen Zahl von Eiern
in den international genormten Eierkisten und Eier kartons wie mittels der üblichen
Verpackungszwischenlagen mit Vertiefungen und abstützenden Erhöhungen.
-
Beim Händler können die Verpackungen wie jede andere Ware in Regalen
gestapelt werden.
-
Diese Art der Verpackung der Eier eignet sich besonders gut aber
auch für die Verwendung in den sogenannten Selbstbedienungsläden sowie in Warenhäusern
und anderen Großkaufstätten. Die Außenflächen der Verpackungen können außerdem als
Reklameflächen verwendet werden.
-
Außer für Eier eignet sich eine gemäß der Erfindung ausgebildete
Verpackung auch für andere empfindliche Waren bzw. Gegenstände, wie Glühbirnen,
Radioröhren, Ampullen usw.
-
Die Erfindung wird im folgenden an Hand schema tischer Zeichnungen
an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
-
Fig. I zeigt eine Ansicht in Perspektive einer gemäß der Erfindung
ausgebildeten Verpackung für Eier; Fig. 2 ist der gestanzte und gerillte Zuschnitt,
aus dem die Verpackung der Fig. I gebildet ist.
-
Fig. 3 ist eine Draufsicht auf eine Verpackung nach Fig. I; Fig.
4 ist ein Querschnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 3; Fig. 5 ist ein Teilquerschnitt
im vergrößerten Maßstab nach der Linie 5-5 der Fig. 3 und zeigt die Verankerung
des diagonal sich erstreckenden Teils mit der Außenhülle, und Fig. 6 ist ein der
Fig. 5 ähnlicher Teilquerschnitt mit einer anderen Art der Verankerung.
-
Die in der Fig. 1 in offenem Zustand gezeigte, für Eier vorgesehene
Verpackung besteht aus den beiden Verpackungshälften I und 2, die sich nach dem
Ineinanderfalten des in Fig. 2 gezeigten Zuschnitts ergebeii.
-
Der gerillte und gestanzte Zuschnitt wird von den vier die Außenhülle
der Verpackung bildenden Streifen 3, 4, 5 und 6, den beiden die Abstützteile bildenden
Streifen 7 und 8 sowie den beidien Endteilen g und IO gebildet, die bei der ineinandergefalteten
fertigen Verpackung die Enden der Eier federnd abstützen. Die einzelnen Streifen
3 bis IO des Zuschnitts sind durch je nach Stärke und Art des gewählten Verpackungsmaterials
gerillte oder geritzte Linien II voneinander getrennt. Die mittlere dieser gerillten
oder geritzten Linien II weist Aussparungen 12 auf, durch die beim Ineinanderfalten
nacheinander die beiden jeweils zugehörigen freigestanzten Lappen I3 gesteckt werden
und dadurch den Abstützteil 7 bzw. 8 mit der Außenhülle verankern, wie es in Fig.
5 gezeigt ist.
-
Die sich diagonal erstreckenden Abstützteile 7 und S weisen die Eierhalterungen
14 auf. Diese Eierhalterungen werden von einzelnen durch Freistanzen entstandenen
Lappen 15 gebildet. Damit die Lappen sich beim Einsetzen der Eier leicht umbiegen
und das Ei nicht wieder herausdrücken, sind sie an der Biegelinie bei I6 eingeritzt.
Als Halterung für Eier sind solche Lappen 15 vorzuziehen. Für andere, immer gleiche
Außenform aufweisende Gegenstände, wie Glühbirnen, Ampullen u. dgl., können statt
der Lappen auch einfach nur den Gegenstand aufnehmende Aussparungen vorgesehen sein.
-
Die vier die Außenhülle ergebenden Streifen 3, 4, 5 und 6 sind in
einer Linie mit den Eierhalterungen 14 mit gleichzeitig für die Luftzirkulation
dienenden Sichtlöchern I8 versehen. Diese Sichtlöcher I8 decken sich bei der ineinandergefalteten
Verpackung mit
Schlitzen 19 in den federnden Streifen 9 und I0 so daß bei geschlossener
Verpackung die Füllung kontrolliert werden kann und bei längerer Lagerung eine Luftzirkulation
durch die Verpackung möglich ist.
-
An den Enden der Verpackung sind Seitenklappen I9' und Abschlußklappen
20 vorgesehen. Die Abschlußklappe hält die beiden Verpackungshälften I, 2 im aufeinandergeklappten
Zustand zusammen. Außerdem sind die beiden Verpackungshälften im geschlossenen Zustand
an der offenen Isante durch einen in Fig. 4 gezeigten Itontrollstreifen 21 miteinander
rerbunden. In diesen Ixontrollstreifen 21 ist ein Faden 22 eingeklebt, mit dem die
Kante zum Öffnen der Verpackung leicht aufgerissen werden kann.
-
Zwischen den einzelnen Eierhalterungen Iß sind über die ganze Länge
des Zuschnitts Perforationslinien eingestanzt. Die Perforationslinien I7 sind so
breit ausgeführt, daß die einzelnen Verpackungsteile der fertigen Verpackung bequem
durch ein Messer getrennt werden können. Es ist auch möglich, nur so wenig Verbindungsstege
zxvischen den Perforationslöchern zu lassen, daß die Verpackung leicht an der gewünschten
Stelle auseinandergebrochen werden kann.
-
Bei der in Fig. 6 gezeigten abgewandelten Verankerung der sich diagonal
erstreckenden Teile mit der Außenhülle sind in der Außenhülle Lappen 23 freigestanzt,
die sich mit seitlichen Ecken hinter die Ecken von entsprechend geformten Aussparungen
24 in den federnden Streifen 9', IO' legen.
-
PATnNTANsPiiitCHF.: 1. Verpackung für Eier und andere empfindliche
Gegenstände, wie Glühbirnen, mit zwei sich übereck erstreckenden, von der Diagonale
weg gekrümmten und mit Aussparungen oder gestanzten Lappen für die Halterung des
verpackten Gegenstandes versehenen Abstützteilen, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb
jedes Abstützteiles (7, 8) ein unter Spannung eingelegter gebogener Streifen (9,
Io) angeordnet ist, der das durch die Ausstanzung (I4) in dem Abstützteil hindurchragende
Ende des verpackten Gegenstandes federnd abstützt, und daß die Abmessungen der Außenhülle
(3 bis 6) so gewählt sind, daß der von den Abstützteilen und den federnden Streifen
gehaltene Gegenstand einen Abstand von der Außenhülle hat.