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DE1099790B - OEldruckschalter fuer das Andrehen und Abstellen von Brennkraftmaschinen - Google Patents

OEldruckschalter fuer das Andrehen und Abstellen von Brennkraftmaschinen

Info

Publication number
DE1099790B
DE1099790B DED32202A DED0032202A DE1099790B DE 1099790 B DE1099790 B DE 1099790B DE D32202 A DED32202 A DE D32202A DE D0032202 A DED0032202 A DE D0032202A DE 1099790 B DE1099790 B DE 1099790B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oil pressure
internal combustion
piston
combustion engine
lubricating oil
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED32202A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Jaksch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Daimler Benz AG
Original Assignee
Daimler Benz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Daimler Benz AG filed Critical Daimler Benz AG
Priority to DED32202A priority Critical patent/DE1099790B/de
Publication of DE1099790B publication Critical patent/DE1099790B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D1/00Controlling fuel-injection pumps, e.g. of high pressure injection type
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D2700/00Mechanical control of speed or power of a single cylinder piston engine
    • F02D2700/02Controlling by changing the air or fuel supply
    • F02D2700/0269Controlling by changing the air or fuel supply for air compressing engines with compression ignition
    • F02D2700/0282Control of fuel supply
    • F02D2700/0284Control of fuel supply by acting on the fuel pump control element
    • F02D2700/0287Control of fuel supply by acting on the fuel pump control element depending on several parameters

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Lubrication Of Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Öldruckschalter für das Andrehen und Abstellen von Brennkraftmaschinen Die Erfindung betrifft einen Öldruckschalter für das Andrehen und Abstellen von Brennkraftmaschinen, bei denen durch eine Schmierölvorpumpe vor dem Andrehen im Schmierkreislauf der Brennkraftmaschine ein bestimmter Öldruck aufgebaut, durch eine Andrehwiederholvorrichtung und eine Andrehsperrvorrichtung die elektrische Andrehvorrichtung gesteuert und mit Hilfe eines Öldrucksicherheitsabstellers mit Öldruckwarnlampe der Lauf der Brennkraftmaschine bei richtigem Schmieröldruck überwacht und bei ungenügendem Schmieröldruck die Brennkraftmaschine abgestellt wird.
  • Es ist bereits bekannt, den Schalter für einen elektrischen Andrehmotor vorn Schmieröldruck, der durch eine fremde, d. h. nicht von der Brennkraftmaschine angetriebene Ölpumpe aufgebaut wird, zu betätigen. Das Andrehen der Maschine erfolgt also erst, nachdem ein bestimmter Schmieröldruck im Schmierkreislauf vorhanden ist.
  • Bei ebenfalls bekannten elektrischen Andrehvorrichtungen erfolgt die Steuerung durch elektromagnetisch betätigte Kontakte eines Andrehwiederholrelais und Andrehsperrschützes innerhalb eines Stromkreises, wobei das Andrehwiederholrelais dazu dient, das Andrehritzel beim Andrehen der Brennkraftmaschine in kurzen Zeitabständen wiederholt gegen den Schwungradzahnkranz zu bewegen, bis es in diesen eingespurt hat. Das Andrehsperrschütz hat unter anderem die Aufgabe, das Einspuren des Andrehritzels in den Schwungradzahnkranz bei laufender Maschine zu verhindern.
  • Es ist weiterhin bekannt, die Andrehvorrichtung nach dem Andrehen der Brennkraftmaschine durch den Schmieröldruck der Hauptölpumpe auszuschalten. Ist ein bestimmter Schmieröldruck aufgebaut, wird die Andrehvorrichtung ausgeschaltet, was gleichzeitig durch Löschen einer Lampe sichtbar gemacht ist.
  • Die an sich bekannten Öldrucksicherheitsabsteller mit Üldruckwarnlampe dienen dazu, die Brennkraftmaschine immer nur bei genügend großem Schmieröldruck laufen zu lassen. Der Öldrucksicherheitsabsteller schaltet die Maschine ab, wenn der Mindestschtnieröldruck unterschritten wird. Der öldrucksicherheitsabsteller kann z. B. so eingestellt werden, daß er die Brennkraftmaschine bei einem Schmieröldruck von 1 atü abstellt. Dabei kann die Öldruckwarnlampe schon vorher aufleuchten, z. B. bei einem Schmieröldruck von 1,2 atü, und das Bedienungspersonal damit rechtzeitig aufmerksam machen.
  • Die bekannten öldrucksicherheitsabsteller wirken mechanisch durch den Schmieröldruck über ein Regelgestänge auf eine Einspritzpumpe od. dgl. Der Öldrucksicherheitsabsteller kann auch durch einen Elektromagnet auf die Einspritzpumpe wirken. Die Erregung des Elektromagnets erfolgt dabei beim Schließen des Stromkreises durch einen mittels Öldruck betätigten Membrandruckschalter. Weiterhin müssen die Brennkraftmaschinen eine willkürliche Abstellung durch das Bedienungspersonal aufweisen. Diese Abstellung erfolgt bei der Verwendung von elektrischen Öldrucksicherheitsabstellern derart, daß von Hand die beiden vom Schmieröldruck beaufschlagten Membrandruckschalter überbrückt werden und der Abstellmagnet dabei über ein Regelgestänge auf die Einspritzpumpe wirkt. Wird ein mechanischer Öldrucksicherheitsabsteller verwendet, so wird durch mechanisches Schließen des Stromkreises ein Magnetventil betätigt, welches über einen Steuerkolben eine Entleerungsöffnung freigibt und dabei durch das Abströmen des Schmieröles die Maschine abstellt.
  • Es ist auch ein Oldrucksicherheitsabsteller mit Öldruckwarnlampe bekannt, bei dem der bekannte, vorher erwähnte, vom Schmieröldruck beaufschlagte Schalter für den elektrischen Andrehmotor in den elektrischen Stromkreis einer elektrischen Kraftstoffförderpumpe eingeschaltet ist. Sinkt der Schmieröldruck auf einen zu niedrigen Wert ab, wird die Kraftstofförderpumpe abgeschaltet, und eine zur Kraftstofförderpumpe parallel geschaltete Öldruckwarnlampe leuchtet durch den nun vollen Stromfluß auf. DerNachteil diesesOldrucksicherheitsabstellers ist die Beschränkung der Anwendung auf Brennkraftmaschinen mit elektrisch angetriebener Kraftstofförderpumpe.
  • Die vorstehend beschriebenen Vorrichtungen sind Einzelgeräte, deren Kontakte zum Teil elektromagnetisch geschaltet werden. Sie sind kompliziert und damit störanfällig, sowie teuer und zum Teil nur auf bestimmte Kraftstoffördereinrichtungen beschränkt. Das Andrehwiederholrelais sowie das Andrehsperrschütz sind jeweils mit eineriz Elektrolyt-Kondensatof versehen. Diese Kondensatoren wirken auf die entsprechend elektromagnetisch betätigten Kontakte derart verzögernd, daß durch das Andrehwiederholrelais das Andrehritzel etwa in zeitlichen Abständen von 0,3 Sekunden gegen den Schwungradzahnkranz bis zum Einspuren bewegt wird. Wäre kein Kondensator vorhanden, würde der elektromagnetisch betätigte Kontakt zu schnell hin- und herpendeln und ähnlich wie bei einer Klingel arbeiten. Beim Andrehsperrschütz wird durch das- vom Kondensator hervorgerufene verzögerte Schließen eines Kontaktes das Andrehen gesperrt, falls die Brennkraftmaschine beim ersten Andrehen nicht in Gang öder nach einigen Umdrehungen wieder zur Ruhe kommt.
  • Die Kondensatoren arbeiten nur bis zu einer Temperatur von etwa 60° C zuverlässig. Bei höheren Temperaturen sind diese Geräte sehr störanfällig. Das Andrehwiederholrelais sowie das Andrehsperrschütz arbeiten nur in Verbindung mit der Lichtmaschine und stehen damit über diese mögliche Störgröße nur mittelbar mit der Brennkraftmaschine in Verbindung. Der mit einem Elektromagnet arbeitende Öldrucksicherheitsabsteller mit Membrandruckschalter hat folgende Nachteile: Da der Elektromagnet bei längerer Einschaltdauer sehr warm wird. bzw. durchbrennen kann, ist es notwendig, ihn nur kurze -Zeit unter Strom zu lassen. Dies wird dadurch erreicht, daß dem Elektromagnet zwei Membrandruckschalter zugeordnet werden. Einer ist auf den mindestzulässigen Schmieröldruck der Brennkraftmaschine, z. B. auf 1 atü, eingestellt und schließt einen Kontakt beim Unterschreiten dieses Druckes, wobei der Elektromagnet erregt wird und über ein Gestänge die Brennkraftmaschine abstellt. Mit auslaufender Brennkraftmaschine sinkt der Schmieröldruck ab. Wenn der Schmieröldruck 0,2 atü erreicht hat, öffnet ein in diesen Stromkreis eingebauter zweiter Membrandruckschalter und macht den Elektromagnet stromlos. Die Einspritzpumpe ist durch einen Fliehkraftregler auf »Vollast-Stellung« geregelt. Im Normalfall ist beim Erreichen des Öldruckes von 0,2 atü die BrennkraStmaschine zum Stillstand gekommen, und die »Vollast-Stellung« der Einspritzpumpe erfolgt bei stehender Maschine. Es kann nun vorkommen, daß infolge Undichtheit oder Bruch der- Schmierölleitung, begünstigt durch ein großes Schwungmoment der Brennkraftmaschine bzw. der Arbeitsmaschine, der Schmieröldruck sehr schnell auf 0,2 atü absinkt, ohne daß die Maschine zum Stillstand gekommen ist. In diesem Fall läuft die Brennkraftmaschine ohne ausreichenden Schmieröldruck mit der Gefahr des Festfressens wieder hoch, sobald der Membrandruckschalter den Elektromagnet stromlos gemacht hat und dieser die Einspritzpumpe auf Vollast geregelt hat.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, die beschriebenen Nachteile der Steuerung zu vermeiden und durch die Vereinigung der beschriebenen Vorrichtungen zu einem einzigen Gerät eine einfache, billige und zuverlässige Steuerung zu schaffen. Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß die Andrehwiederholvorrichtung, die Andrehsperrung sowie der Öldrucksicherheitsabsteller mit Öldruckwarnvorrichtung in einem Öldruckschaltgerät baulich vereinigt und durch zwei zueinander axial begrenzt bewegbare, vom Schmieröldruck der Vorschmierpumpe bzw. der Hauptölpumpe beaufschlagte Kolben steuerbar sind, ;_elche zusammen als Differentialkolben wirken, wobei ein Kolben gegen das Gehäuse des Schaltgerätes -äbstützbar ist.
  • Für die Andrehwiederholung und Öldrucksicherheitsabstellung mit Öldruckwarnanzeige werden einfache Schnappschalter verwendet, welche temperaturunempfindlich und zuverlässiger arbeiten als die bekannten Membrandruckschalter mit schleichender Kontaktbewegung und Kondensator. Weiterhin hat die hydraulische Steuerung gegenüber der elektromagnetischen ,den Vorteil, daß die Einschaltdauer der Kontakte beliebig lang gehalten werden kann und damit z. B. ein zweiter Schalter für den Öldrucksicherheitsabsteller eingespart wird. Kondensatoren zum verzögerten- Bewegen von Kontakten an der Andrehwiederholvorrichtung sowie an der Andrehsperrvorrichtung sind ebenfalls nicht mehr nötig. Die erfindungsgemäße Steuerung der Andrehwiederholung und der Andrehsperre erfolgt unabhängig von der Lichtmaschine. -Sie erfolgt unmittelbar in Verbindung mit dem Lauf der Brennkraftmaschine über den Schmieröldruck der Vorschmierpumpe bzw. der Hauptölpumpe.
  • Wie die Erfindung in ihren Einzelheiten aufgebaut ist, zeigt das Ausführungsbeispiel. Das Schaltschema ist bei Stillstand der Brennkraftmaschine und bei einem Schmieröldruck von 0,0 atü dargestellt.
  • Der Andrehschalter 3 wird von der gezeichneten »Aus-Stellung« zum Andrehen nach links in die strichpunktierte Stellung gedreht und schließt am Kontakt der Leitung 4 den Stromkreis für die Schutzspule 5 der Vorschmierpumpe 2. Die Leitungen 6 und 7 werden durch den Bügel 8 des Andrehschalters 3 überbrückt. Das Schaltschütz 9 wird geschlossen, und die elektrisch angetriebene Vorschmierpumpe 2 arbeitet. Die Brennkraftmaschine 1 wird also vor dem Andrehen zunächst durch die von einer Batterie gespeiste elektrisch angetriebene Vorschmierpumpe 2 vorgeschmiert. Vor dem Andrehen sind in den Stromkreis der Leitung 4 zur Leitung 42 des elektrischen Andrehmotors 30 die Schutzspule 5 der Vorschmierpumpe 2 und die Öldruck-,varnlampe 10 parallel eingeschaltet. Die Spannung der Schutzspule 5 entspricht damit der EMK; vom Anschlußpunkt 41 der Andrehvorrichtung 31 fließt der- Strom über die mit einem kleinen Widerstand versehene dicke Leitung 42 zur Masse 43 ab. Der Strom fließt nicht über die mit größeren Widerständen versehene Leitung 6, 7 und 45 sowie die Schutzspulen46 und 44 der Andrehvorrichtung31. Daher arbeitet zunächst der Andrehmotor 30 noch nicht.
  • Durch die Vorschmierpumpe 2 wird das Schmieröl in die Schmierölleitung 13, über das Rückschlagventil 14 und durch die Filteranlage 15 in die Schmierölleitung 17 zum Öldruckschaltgerät 21 und durch die Schmierölleitung 16 zur Brennkraftmaschine 1 gefördert. Das Schmieröl drückt auf die Membran 18 des Kraftstoffschalters 19 und bewegt den Regelungshebel 20 der Einspritzpumpe 54 für die Brennkraftmaschine1 in die »Stop-Stellung« nach rechts.
  • Im Öldruckschaltgerät 21 liegen zwei ineinander axial verschiebbare Kolben 22 und 23. Mit dem Kolben 22 erfolgt die Andrehsperrung und die Öldrucksicherheitsabstellung, und mit dem Kolben 23 wird das Andrehen ausgelöst sowie die Andrehwiederholung bei Zahn-auf-Zahn-Stellung von Andrehritzel und Schwungradzahnkranz der Brennkraftmaschine betätigt. Eine Membran 24 und der Kolben 23 werden durch den Schmieröldruck gegen eine Feder 25 nach links bewegt. Der Kolben 23 legt dabei mit der Nase 26 bei einem Schmieröldruck von 0,5 atü den Kontakt 27 des Andrehwiederholschalters 28 nach links in die strichpunktiert dargestellte Stellung. Der Kolben 23 stützt sich in seiner linken Endstellung mit seinem Bund 34 über eine Scheibe 35 des Kolbens 22 auf das Gehäuse 53 des Oldruckschaltgerätes 21 ab.
  • Wird der Andrehwiederholkontakt 27 durch den Kolben 23 in die strichpunktierte linke Stellung gebracht, werden die Vorschmierpumpe 2 und die Warnlampe 10 abgeschaltet; der Strom fließt nun von der Leitung 4 zur Leitung 45 und erregt die Einrückschaltspule 46 und die Haltespule 44 der elektromagnetischen Einrückvorrichtung für das Andrehritzel der Andrehvorrichtung 31. Der Strom kann von der Leitung 4 nicht über die Leitungen 7 und 6 zum Anschlußpunkt 41 des Andrehmotors 30 fließen, weil dies durch den zwischengeschalteten Gleichrichter 47 verhindert wird.
  • Die erregte Einrückschaltspule 46 schließt den Kontakt 48 für den Stromkreis der Einrückspule 51. Die magnetischen Zugkräfte der Spulen 44 und 51 wirken auf den Schubanker des Andrehmotors 30 und versuchen, das Andrehritzel in den Schwungradzahnkranz der Brennkraftmaschine 1 einzuspuren. Gelingt dies, so schließt der Arbeitskontakt 29. Die Einrückspule 51 wird damit überbrückt und der Strom fließt über den Arbeitskontakt 29 durch die Leitung 42 zum Andrehmotor 30 der Andrehvor richteng 31. Wenn das Andrehritzel eingespurt ist, läuft der Andrehmotor 30 um und die Brennkraftmaschine 1 wird angedreht. Dann wird die Vorschmierpumpe 2 abgestellt. Dadurch wird der Regelungshebel 20 der Einspritzpumpe 54 durch Federbelastung und die Gewichte des Fliehkraftreglers 50 nach links in die »Vollast-Stellung<, gebracht, so daß die Drennkraftmaschine 1 mit Volllastregelung anspringen kann und die Einspritzmenge mit zunehmender Drehzahl durch den Fliehkraftregler 50 heruntergeregelt wird.
  • Ist der Kontakt 29 der Andrehvorrichtung 31 geschlossen, d. h., hat das Andrehritzel eingespurt und wird die Brennkraftmaschine 1 angedreht, bleibt er geschlossen, unabhängig vom jeweiligen Schmieröldruck und damit von der Stellung des Andrehwiederholschalters 28, da bei dessen linker Schaltstellung der Strom von den Leitungen 4 und 45 zur Haltespule 44 des Andrehmotorankers und bei dessen rechter Schaltstellung der Strom von der Stromzuleitung 52 über den Gleichrichter 47 durch die Leitungen 6, 7 und 45 zur Haltespule 44 fließt. Der Andrehmotor 30 wird also unabhängig vom Schmieröldruck allein durch den Andrehschalter 3 ausgeschaltet. Ein geringer Strom wird auch über den Anschlußpunkt41 durch die Spule 5 des Schaltschützes 9 fließen. Dieser Strom ist aber durch die großen Widerstände der Spule 5, der Leitung 49 und der Warnlampe 10 so gering, daß die magnetische Kraftliniendichte und damit die magnetische Zugkraft nicht ausreichen, um das Schalt-:;chütz 9 der Vorschmierpumpe 2 zu schließen. Die elektrische Vorschmierpumpe 2 bleibt damit abgeschaltet.
  • Kann das Andrehritzel nicht in den Schwungradzahnkranz einspuren, weil die Stirnseiten der Zähne aufeinanderstoßen, der Kontakt 29 der Einrückspule 51 also nicht geschlossen wird, so daß der Anschlußpunkt 41 an der Masse 43 liegt, fällt nach kurzer Zeit der von der Vorschmierpumpe2 aufgebaute Schmieröldruck im Oldruckschaltgerät21 ab, da ja die Vorschmierpumpe 2 bei einem Öldruck von 0,5 atü durch den Kolben 23 abgeschaltet worden ist und die Brennkraftmaschine 1 nicht läuft. Der Kolben 23 wird durch die Feder 25 nach rechts bewegt, und der Kontakt 27 des Andrehwiederholschalters 28 schnappt wieder zur rechten Anlage zurück. Der Stromkreis für das Schaltschütz 9 der Vorschmierpumpe 2 schließt wieder, und die Einrückspulen 46 und 44 der Andrehvorrichtung 31 werden stromlos. Die Vorschmierpumpe 2 beginnt wieder zu laufen und Druck aufzubauen. Dieser Ablauf erfolgt so lange wechselseitig, bis das Andrehritzel in den Schwungradzahnkranz eingespurt hat.
  • Der Arbeitskontakt 29 wird deshalb mit zwei Spulen 44 und 51 erregt, weil die Einrückspule 51 im Hauptstromkreis liegt und durch die große magnetische Kraftliniendichte zweckmäßig nur kurzzeitig, d. h. zum Einspuren, benutzt wird. Die wesentlich geringer belastete Haltespule 44 hält das Andrehritzel so lange im Schwungradzahnkranz, bis der AndrehschaIter3 in die Betriebsstellung auf den Kontakt33 nach rechts gedreht worden ist. Ist die Brennkraftmaschine 1 angesprungen, wird der Schmieröldruck durch die Hauptschmierpumpe 32 sofort weiter vergrößert. `Fenn der Schmieröldruck im Öldruckschaltgerät 21 auf 0,7 atü angestiegen ist, bewegt sich der Kolben 22 nach rechts und nimmt durch den Bund 34 und die Scheibe 35 den Kolben 23 mit. Beide Kolben zusammen wirken jetzt als Differentialkolben. Der Andrehwiederholkontakt 27 kommt zur rechten Anlage, was aber kein Einschalten der Vorschmierpumpe 2 bewirkt, da am Anschlußpunkt 41 über die Leitung 52 und geschlossenem Kontakt 29 die gleiche Spannung liegt. Beim Erreichen von 1,0 atü Schmieröldruck wird ein Kontakt 12 eines Öldrucksicherheitsabstellers 40 des Öldruckschaltgerätes 21 durch den Schaltnocken 36 und beim Erreichen von 1,2 atü ein Kontakt 11 einer Öldruckwarnvorrichtung 39 durch den Schaltnocken 37 nach rechts gelegt, so daß die Öldruckwarnlampe 10 erlischt.
  • Jetzt ist der für den Betrieb der Brennkraftmasch:ne mindesterforderliche Schmieröldruck erreicht, und der Andrehschalter 3 wird in die Betriebsstellung auf den Kontra kt 33 nach rechts gedreht, womit die Haltespule 4i'- und die Einrückschaltspule 46 stromlos werden. Der Kontakt 29 wird geöffnet, d. b., das Andrehritzel w:rd aus dem Schwungradzahnkranz gezogen, und der Andrehmotor 30 ist ausgeschaltet. Beide Kolben 22 und 23 des Oldruckschaltgerätes 21 gehen dann entgegen der Kraft der Feder 65 weiter nach rechts bis in eine dem bestimmten Schmieröldruck entsprechende Stellung. Eine Andrebsperrung ist dadurch erreicht, daß der Kolben 22 bei dem hohen Schmieröldruck durch die Scheibe 35 und den Bund 34 am Kolben 23 verhindert, daß der Kolben 23 sich allein nach links bewegen und den Andrehwiederholschalter 28 betätigen kann.
  • Beim Absinken des Schmieröldruckes bewegen sich die Kolben 22 und 23 nach links und legen den Kontakt 11 der Oldruckwarnvorrichtung 39 beim Unterschreiten des Mindestschmieröldruckes von z. B. 1,2 atü nach links; die Öldruckwarnlampe 10 leuchtet auf. Sinkt der Öldruck weiter auf z. B. 1,0 atü ab, wird der Kontakt 12 des Öldrucksicherheitsabstellers 40 nach links gelegt. Er schließt den Stromkreis für das Schaltschütz 9, wodurch die Vorschmierpumpe 2 eingeschaltet wird. Der von der Vorschmierpumpe 2 aufgebaute Öldruck wirkt über die Membran 18 des Kraftstoffschalters 19 auf den Regelungshebel 20 und stoppt die Förderung der Einspritzpumpe 54, wodurch die Brennkraftmaschine 1 abgeschaltet wird.
  • Wird die Brennkraftmaschine 1 willkürlich vom Bedienungspersonal abgestellt, wird der Andrehschalter 3 auf die »Stop-Stellung« 38 gebracht und die Vor- Schmierpumpe 2 eingeschaltet. Dieser Kontakt 38 kann auch mit dem Kontakt der Leitung 4 vereint sein, da somit ebenfalls die Vorschmierpumpe 2 eingeschaltet wird-.
  • In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist es möglich, die Abschaltung des Öldrucksicherheitsabstellers 40 bei verschiedenen Mindestschmieröldrücken im Schmierkreislauf erfolgen zu lassen. Durch den jeweiligen Mindestschmieröldruck und damit der Strömungsgeschwindigkeit des Öles in den Leitungen ist die geringste Wärmeabfuhr durch das Schmieröl bestimmt. Bei hoher Belastung der Brennkraftmaschine 1 ist damit auch ein höherer Mindest-Schmieröldruck wünschenswert, damit auch im ungünstigsten Fall genügend Wärme abgeführt wird. Bei einer Brennkraftmaschine 1 mit konstanter Drehzahl und Füllungsregelung kann damit der Mindestschmieröldruck in Abhängigkeit von der jeweils in den Zylinder eingespritzten Kraftstoffmenge bzw. von der dabei auftretenden Leckkraftstoffmenge verändert werden. Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß der den Öldrucksicherheitsabsteller 40 und die Öldruckwarnvorrichtung 39 betätigende Kolben 22 als doppelt beaufschlagter Kolben wirkt und einerseits vom Schmieröl und andererseits zusätzlich zur Feder 65 vom Leckkraftstoff der Einspritzdüsen 59 bis 62 beaufschlagt wird. Der Kraftstoff wird von der Einspritzpumpe 54 den einzelnen Düsen 59 bis 62 zugeleitet. Der Leckkraftstoff fließt durch die Leitung 63 in den der Schmieröldruckseite des Kolbens 2.2 gegenüberliegenden Raum 55 des öldruckschaltgerätes 21. Er fließt aus dem Raum 55 heraus über eine Drossel 56 durch die Leitung 57 in einen Kraftstoffvorratsbehälter. Die Drossel 56 ist dabei so ausgelegt, daß sich z. B. bei Halblast der Brennkraftmaschine der Druck des Leckkraftstoffes im Raum 55 so einstellt, daß der Oldrucksicherheitsabsteller 40 bei einem Schmieröldruck von 1,0 atü betätigt wird. Mit zunehmender Belastung der Brennkraftmaschine 1 und damit größerer Leckkraftstoffmenge wird sich der Druck im Raum 55 erhöhen. Der Öldrucksicherheitsabsteller 40 wird dann bei einem höheren Mindestschmieröldruck abschalten.
  • Mit dieser Einrichtung ist neben dem veränderlichen Mindestschmieröldruck, abhängig von der Maschinenbelastung, auch eine weitere Sicherheitsabstellung der Brennkraftmaschine erreicht. Sollte einmal eine Leckkraftstoffleitung während des Betriebes defekt werden und der Leckkraftstoff kann frei austreten, fällt der Kraftstoffdruck im Raum 55 des Öl- ; druckschaltgerätes 21 ab, und der Kolben 22 verschiebt sich nach rechts und schaltet mit einem Schaltnocken 64 einen Kontakt 58, womit durch das Einschalten der Vorschrnierpumpe 2 die Brennkraftmaschine 1 abgestellt wird. ; Durch den erfindungsgemäßen Öldruckschalter wird eine einfache, sichere und raumsparende Baueinheit für die verschiedenen zur Inbetriebsetzung, Steuerung und Überwachung von Brennkraftmaschinen notwendigen Funktionen geschaffen; durch diese wird das Vorschmieren der Brennkraftmaschine überwacht und das Einspuren des Andrehritzels in den Schwungradzahnkranz auch bei anfänglicher Zahn-auf-Zahn-Stellung vom Andrehritzel und Schwungradzahnkranz durch Wiederholung des Einspurens bis zum vollen- t Beten Einrücken geschaltet. Weiterhin wird durch den Öldruckschalter das Andrehen der Brennkraftmaschine, das Sperren für die Andrehvorrichtung bei laufender Brennkraftmaschine sowie das Warnen und Abstellen der Brennkraftmaschine bei zu geringem Schmieröldruck und das Abstellen der Maschine bei einer defekten Kraftstoffleitung geschaltet.

Claims (10)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Öldruckschalter für das Andrehen und Abstellen von Brennkraftmaschinen, bei denen durch eine Schmierölvorpumpe vor dem Andrehen im Schmierkreislauf der Brennkraftmaschine ein bestimmter Öldruck aufgebaut, durch eine elektrische Andrehwiederholvorrichtung und eine Andrehsperrvorrichtung die elektrische Andrehvorrichtung gesteuert und mit Hilfe eines Öldrucksicherheitsabstellers mit Öldruckwarnlampe der Lauf der Brennkraftmaschine bei richtigem Schmieröldruck überwacht und bei ungenügendem Schmieröldruck die Brennkraftmaschine abgestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Andrehwiederholvorrichtung (28), die Andrehsperrung sowie der Öldrucksicherheitsabsteller (40) mit Öldruckwarnvorrichtung (39) in einem Öldruckschaltgerät (21) baulich vereinigt und durch zwei zueinander axial begrenzt bewegbare, vom Schmieröldruck der Vorschmierpumpe (2) bzw. der Hauptölpumpe (32) beaufschlagte Kolben (22, 23) steuerbar sind, welche zusammen als Differentialkolben wirken, wobei ein Kolben gegen das Gehäuse des Schaltgerätes (21) abstützbar ist.
  2. 2. Öldruckschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er einen Zylinder mit einem Druckkolben (22) größeren Durchmessers und einen zweiten Zylinder mit einem Druckkolben (23) kleineren Durchmessers aufweist, wobei beide Kolben einerseits vom Öldruck im Schmierkreislauf und andererseits durch einstellbare Federn (25 und 65) belastet sind.
  3. 3. Öldruckschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Zylinder ineinander übergehen und der gemeinsame Übergangsraum durch eine Schmierölleitung (17) an den Schmierkreislauf der Brennkraftmaschine (1) angeschlossen ist und die den Kolben (22, 23) zugeordneten Federn (65, 25) außerhalb des gemeinsamen Raumes auf den äußeren Kolbenenden angeordnet sind.
  4. 4. Öldruckschalter nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der kleine Kolben (23) gegenüber dem großen Kolben (22) nur um einen begrenzten Weg bewegbar ist und nach Zurücklegen dieses Weges beide Kolben nur gemeinsam bewegbar sind.
  5. 5. Öldruckschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange des kleinen Kolbens (23) in der des großen Kolbens (22) geführt und mit einem Bund (34) auf einer Stützscheibe (35) des Kolbens (22) oder an diesem selbst abstützbar ist.
  6. 6. Öldruckschalter nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der große Kolben (22) am Gehäuse (53) des Schaltgerätes (21) abstützbar ist.
  7. 7. Öldruckschalter nach einem der vorstehenden Ansprüche; dadurch gekennzeichnet, daß am kleinen Kolben (23) Schaltnocken (26, 36, 37, 64) zur Betätigung der als Schnappschalter ausgebildeten elektrischen Steuerkontakte (27, 11, 1258) für die Andrehwiederholvorrichtung (28), die Öldruck-. warnvorrichtung (39), den Öldrucksicherheitsabsteller (40) und eine Kraftstoff-Sicherheitsabstellvorrichtung (58, 64) angeordnet sind. B.
  8. Öldruckschalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die dem kleinen Kolben (23) zugeordnete Feder (25) auf einen der Vorschmierpumpe (2) entsprechenden geringeren Druck und die dem großen Kolben (22) zugeordnete Feder (65) unter Berücksichtigung der Differenzfläche beider Kolben (22, 23) auf einen der Hauptschmierpumpe (32) entsprechenden höheren Öldruck abgestimmt ist.
  9. 9. Öldruckschalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für eine Regelung des für die Abschaltung maßgeblichen Mindestöldruckes in Abhängigkeit von der Belastung der Brennkraftmaschine der Kolben (22) einerseits vom Schmieröl und andererseits im äußeren Zylinderraum (55) von einem von der Maschinenbelastung abhängigen Druckmittel beaufschlagbar ist.
  10. 10. Öldruckschalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Zylinderraum (55) durch eine Kraftstoffleitung (63) mit dem Leckkraftstoffabfluß der Einspritzdüsen (59 bis 62) der Brennkraftmaschine in Verbindung steht und in seiner Ableitung (57) für den Leckkraftstoff eine den Druck anstauende Drossel (56) angeordnet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 721794, 950 516; französische Patentschrift Nr. 878 325; französische Zusatzpatentschrift Nr. 51912 (Zusatz zur französischen Patentschrift Nr. 878 325) ; USA.-Patentschrift Nr. 2102 514.
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Cited By (1)

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