DE1253511B - Vorrichtung zum Anlassen einer Kolbenbrennkraftmaschine - Google Patents
Vorrichtung zum Anlassen einer KolbenbrennkraftmaschineInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
FOIl
Deutsche Kl.: 46bl-22
Nummer: 1 253 511
Aktenzeichen: A 513411 a/46 bl
Anmeldetag: 18. Januar 1966
Auslegetag: 2. November 1967
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anlassen
einer Kolben-Brennkraftmaschine, insbesondere eines Dieselmotors, mit Hilfe von unter Druck
stehender Anlaßluft.
War ein Motor einige Zeit außer Betrieb, besteht die Gefahr, daß einer oder mehrere seiner Zylinder
Flüssigkeit enthalten können, z.B. beim Bestehen eines Lecks im Kühl- oder Schmiersystems des betreffenden
Zylinders oder des zu diesem, gehörenden Kolbens oder auf Grund eines undichten Brennstoffventils.
Solch ein ganz oder teilweise mit Flüssigkeit gefüllter Zylinder kann beim Anlassen des Motors
einen kräftigen Flüssigkeitsschlag verursachen, der zu ernsthaften Beschädigungen der beweglichen Teile
des Motors führen kann.
Zur Abhilfe des erwähnten Risikos wird gemäß der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen, die dem
Motor zugeführte Menge Anlaßluft, bezogen auf die ihm normalerweise zugeführte Anlaßluftmenge, zu
reduzieren, jedesmal wenn die Länge der Stillstands- ao
periode der Maschine vor dem Anlassen einen im voraus festgelegten Wert überschritten hat, und die
volle Anlaßluftmenge erst zuzuführen, wenn die Kurbelwelle der Maschine eine im Voraus festgelegte
Drehung ausgeführt hat. as
Durch die vorgeschriebene Reduktion der Anlaßluftmenge wird erreicht, daß der Motor während
des einleitenden Abschnittes des Anlaßverlaufes nur langsam rotiert, so daß die beim Vorhandensein von
Flüssigkeit in einem Zylinder auftretenden Stoßkräfte innerhalb der Grenzen gehalten werden können, die
die beweglichen Teile des Motors mit Sicherheit aushalten können. Hat der Motor dann unter Einwirkung
der reduzierten Anlaßluftmenge die erwähnte Drehung, die nach einem die Erfindung
weiter ausgestaltenden Gedanken vorzugsweise wenigstens eine volle Umdrehung der Kurbelwelle beträgt,
ungehindert ausgeführt, kann man damit rechnen, daß mit der Zuführung der vollen Anlaßluftmenge
kein Risiko mehr verbunden ist, und das Anlassen verläuft hierauf auf die normale oder
übliche Weise.
Gemäß weiterer Ausbildung des Gegenstands der Erfindung wird es vorgezogen, die Reduktion der
Anlaßluftmenge durch Drosseln einer beim normalen Anlaßluftdruck zugeführten Luftmenge vorzunehmen.
Hierdurch wird erreicht, daß die auf den Kolben in dem mit der Anlaßluftleitung verbundenen
Zylinder einwirkende Anlaßkraft, falls sie auf anormalen Widerstand stößt, bis auf den Wert ansteigt,
der dem vollen Anlaßluftdruck entspricht, ohne daß dies zu einer unerwünschten Beschleuni-Vorrichtung
zum Anlassen
einer Kolbenbrennkraftmaschine
einer Kolbenbrennkraftmaschine
Anmelder:
Aktieselskabet Burmeister & Wain's Maskinog Skibsbyggeri, Kopenhagen
Vertreter:
Dipl.-Ing. J. Ludewig
und Dipl.-Phys. K. Buse, Patentanwälte,
Wuppertal-Barmen, Unterdörnen 114
Als Erfinder benannt:
S0ren Hansen, Holte (Dänemark)
Beanspruchte Priorität:
Dänemark vom 28. Januar 1965 (468)
gung des Kolbens und damit der übrigen beweglichen Teile führt.
Außerdem betrifft eine Ausführungsart der Erfindung eine Vorrichtung, umfassend eine Druckluftquelle,
mit der der Motor durch eine Anlaßluftleitung verbunden ist, in welche ein Hauptanlaßventil
eingeschaltet ist, sowie durch ein manuell zu bedienendes Anlaßorgan gesteuerte Organe zum
öffnen des erwähnten Ventils. Das Eigentümliche der Vorrichtung besteht darin, daß in einer Umgehungsleitung
für das Hauptanlaßventil ein Ventil mit kleinerem Durchgangsquerschnitt eingeschaltet ist und
daß die Organe zum öffnen des Hauptanlaßventils sowohl ein Zeitrelais umfassen, das beim Abstellen
des Motors in Gang gesetzt wird und das nach Ablauf einer Zeitspanne ein öffnen des Hauptventils
verhindert, als auch ein Zählrelais, das für jede Motorumdrehung einen Impuls empfängt und nach
seiner Erregung die vom Zeitrelais verursachte Behinderung bzw. Blockierung des öffnens des Hauptventils
aufhebt.
Dabei kann das Zählrelais so eingerichtet sein, daß es erst nach Empfang von zwei Impulsen erregt
wird, wodurch sichergestellt wird, daß das Haupt-
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anlaßventil nicht geöffnet wird, bevor die Kurbelwelle, ungeachtet ihrer Stellung bei Beginn des Anlaßverlaufes,
wenigstens eine volle Umdrehung ausgeführt hat.
Das manuell zu bedienende Anlaßorgan kann so eingerichtet sein, daß es immer, d. h. ungeachtet des
Zustandes des Zeitrelais, das Umlaufventil öffnet. Hierdurch wird das Steuersystem vereinfacht, da es
nur noch die Bedienung des Hauptanlaßventils zu beeinflussen braucht, und wenn dieses Ventil offen
ist, spielt es in der Praxis keine Rolle mehr, ob das Umlaufventil offen oder geschlossen ist.
Im folgenden wird die Erfindung unter Hinweis auf die schematische Zeichnung, die Ausführungsbeispiele
darstellt, näher erläutert.
Fig. 1 der Zeichnung zeigt ein vereinfachtes Blockschaltbild der wesentlichen Teile der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
Fig. 2 ein ausführlicheres Schaltbild u.a. der in F i g. 1 gezeigten Relais der Vorrichtung und
F i g. 3 ein Zeitschema über den Anlaßverlauf bei der Anwendung der Vorrichtung.
In F i g. 1 bezeichnet 1 eine Brennkraftmaschine, z. B. einen Zweitakt-Schiffsdieselmotor, und 2 einen
Behälter, der Druckluft zum Anlassen des Motors 1 enthält. Vom Anlaßluftbehälter 2 führt eine Leitung
3 zu einem nicht eingezeichneten Verteilerschieber am Motor 1, mit dessen Hilfe die Zufuhr
der Anlaßluft zu den einzelnen Zylindern des Motors gesteuert wird. In die Luftleitung 3 sind zwei
hintereinanderliegende Ventile eingeschaltet, und zwar ein Hauptanlaßventil 4 und ein Absperrventils.
Die Ventile4 und 5 sind in Fig. 1 als Magnetventile dargestellt, deren Steuermagneten
einschließlich eventuell dazugehörender Relais usw. mit 6 bzw. 7 bezeichnet sind.
Zu beiden Seiten des Hauptanlaßventils 4 ist an die Leitung 3 eine Umgehungsleitung 8 angeschlossen,
und in der Leitung 8 ist ein Ventil 9 eingeschaltet, dessen Steuermagnet mit 10 bezeichnet
ist. Die Leitung 8 und das Ventil 9 haben eine kleinere lichte Weite als die Leitung 3 und das
Ventil 4.
Der Motor 1 wird mit Hilfe eines Anlaßrelais 11 angelassen, das rein schematisch durch, einen Anlasserknopf
12 dargestellt ist. Der Anlasserknopf 12 kann entweder ein Druckknopf oder ein Organ sein,
das manuell mit einem Hebel oder durch Fernsteuerung, z. B. mit einem Relais, betätigt wird.
Das Steuersystem der Anlaßvorrichtung umfaßt außerdem ein Zählrelais 13, ein Zeitrelais 14, einen
bei jeder Umdrehung der Kurbelwelle ansprechenden Kontakt 15 und einen Zählrelaiskontakt 16. Weiterhin
gehört zum Steuersystem noch ein Stopprelaiskontakt 17, der mit dem Zählrelaiskontakt 16 verbunden
ist.
Das Steuersystem ist in F i g. 2 ausführlicher dargestellt. Hieraus geht hervor, daß das Zählrelais 13
vier einzelne Relais enthält, deren Relaisspulen mit A, B, C und D bezeichnet sind. Die dazugehörenden
Relaiskontakte sind mit al, al, bl, el, el, c3, c4
und dl bezeichnet. Parallel zu der Relaisspule A ist ein Kondensator 18 in Serie mit einem Widerstand 19
geschaltet. Diese Komponenten dienen dazu, die Auslösung des Relais A zu verzögern, was im folgenden
näher erläutert wird.
Der Relaiskontakt c 4, der identisch mit dem in Fi g. 1 gezeigten Zählrelaiskontakt 16 ist, ist mit dem
Stopprelaiskontakt 17 und dem Zeitrelais 14 in Serie geschaltet, und das Zeitrelais 14 hat einen Kontakt
20 in der einen Zuleitung 21 für den Steuerstrom zum Zählrelais 13. Die Leitung 21 und die
andere Zuleitung 22 zum Zählrelais 13 sind an eine Steuerstromquelle angeschlossen.
Zwischen den Zuleitungen 21 und 22 liegt außerdem die Magnetspule 10 des Ventils 9 (oder die Relaisspule
eines Relais, das den Magnet des Ventils
ίο aktiviert) in Serie mit dem Anlasserknopf 12. Parallel
mit der Magnetspule 10 ist die Magnetspule 6 (oder Relaisspule) des Hauptanlaßventils 4 in Serie
mit zwei parallel verbundenen Ruhekontakten c3 und 23 geschaltet. Der Kontakte3 gehört zur Relaisspule
C, während der Kontakt 23 zur Relaisspule 10 gehört und geöffnet wird, wenn dieser Spule
über den Anlasserkontakt 12 Strom zugeführt wird. Sämtliche Kontakte sind im F i g. 2 in der Stellung
gezeichnet, die sie einnehmen, wenn die zugehörigen Relaisspulen stromlos sind.
Der Magnet 6 des Ventils 4 ist so mit dem Ventil verbunden, daß dieses geöffnet wird, wenn der Magnet
6 stromlos wird, während sich das Ventil 9 öffnet, wenn dessen Magnet 10 Strom erhält.
Während des normalen Betriebes des Motors 1 ist die Spule C des Zählrelais 13 über den zugehörigen
Haltekontakt el und den normalerweise geschlossenen Kontakt 20 erregt, während die anderen
Spulen A, B und D im Zählrelais stromlos sind.
Dieser Zustand ist in F i g. 3 dargestellt für den Zeitpunkt t0. Die Abszisse in F i g. 3 stellt die Zeit dar,
während die Stellungen der verschiedenen Relais und Kontakte durch / und O, d. h. angezogen (geschlossen)
bzw. ausgefallen (offen), gekennzeichnet sind.
Wird nun der Motor 1 im Zeitpunkt tt abgestellt,
so führt dies zu einer Betätigung des Stopprelaiskontaktes 17, der geschlossen wird und damit das
Zeitrelais 14 in Gang setzt, denn der Relaiskontakt c4 ist ja geschlossen, da die Spule C erregt ist.
Das Ingangsetzen des Zeitrelais 14 führt jedoch keine Änderung der Stellung des Kontaktes 20 mit
sich, und der Relaisspule C wird deshalb weiter Strom zugeführt, solange das Zeitrelais 14 noch nicht
wieder abgelaufen ist, welches erst im Zeitpunkt L geschieht. Der Relaiskontakt C3 ist daher offen, und
eine im Intervall zwischen tt und t2 vorgenommene
Betätigung des Anlasserknopfes 12, die die Magnetspule 10 stromführend macht und damit den Kontakt
23 öffnet, führt deshalb auch zu einer Unterbrechung des der Magnetspule 6 zugeführten Stromes, welches
wiederum, wie schon vorher erläutert, bedeutet, daß das Hauptanlaßventil 4 entweder gleichzeitig mit
oder unmittelbar nach dem Öffnen des Ventils 9 geöffnet wird.
Durch die Betätigung des Anlasserknopfes 12 wird auch der Magnet 7 des Absperrventils 5 aktiviert, so
daß die Anlaßluft ungehindert vom Luftbehälter 2 durch die offenen Ventile 4 und 5 zum Anlaßluftverteiler
des Motors 1 strömen und der Motor auf normale Weise angelassen werden kann.
Das Hauptanlaßventil 4 kann so eingerichtet sein, daß es nach dem Öffnen z. B. durch ein in Verbindung
mit dem Magnet 6 angebrachtes Zeitrelais noch für eine gewisse Zeit offengehalten wird.
Innerhalb der durch die Einstellung des Zeitrelais 14 bedingten Periode, d. h. innerhalb des in F i g. 3
gezeigten Intervalls Z1-^2, nach dem Abstellen des
Motors geht der Anlaßverlauf, wie es aus dem obigen Text hervorgeht, auf normale Weise vor sich, da
durch die Betätigung des Anlasserknopfes 12 das Hauptanlaßventil 4 geöffnet wird.
Nach Ablauf der am Zeitrelais 14 eingestellten Periode im Zeitpunkt t2 öffnet das Relais den Kontakt
20, wodurch die Stromzufuhr zum Zählrelais 13 unterbrochen wird, so daß die Spule C stromlos wird
und die zu dieser gehörenden Kontakte el bis c4 zu den in F i g. 2 gezeigten Stellungen fallen. Unmittelbar
danach wird der Kontakt 20 wieder geschlossen, doch wird dadurch kein Einfluß auf das Relais 13
ausgeübt, solange der Motor außer Betrieb ist.
Wenn der Relaiskontakt c3 die in Fig. 2 gezeigte
Stellung einnimmt, steht die Magnetspule 6 immer unter Spannung, auch wenn der Anlasserknopf 12
betätigt und dadurch der Kontakt 23 geöffnet wird, und nach dem Ablaufen des Zeitrelais führt eine
Betätigung des Anlasserknopfes 12 deshalb nur noch zu einer Erregung des Magneten 10 und damit zum
öffnen des Ventils 9, während das Hauptanlaßventil 4 geschlossen bleibt, so wie es im Punkt ts in
F i g. 3 gezeigt ist. Dem Motor 1 wird aus diesem Grund durch die Leitung 8 eine wesentlich kleinere
Menge Anlaßluft zugeführt, und das Anlassen verläuft deshalb entsprechend langsamer. Das Risiko
eines eventuellen Flüssigkeitsschlages auf einen der Kolben des Motors, dessen Zylinder ganz oder teilweise
mit Flüssigkeit gefüllt ist, wird daher stark reduziert.
Treten beim Anlassen mit der reduzierten Luftmenge keine Schwierigkeiten auf, dreht sich die
Kurbelwelle des Motors langsam, und für jede vom Motor ausgeführte Umdrehung wird der bei jeder
Umdrehung ansprechende Kontakt 15 vorübergehend geschlossen, so wie es in F i g. 3 in den Punkten t4
und te gezeigt ist. Dieser Kontakt, der in Verbindung
mit der Kurbelwelle oder der Nockenwelle angeordnet sein kann, sorgt dafür, daß über den Relaiskontakt
c 2 eine Spannung an die Spule D des Zählrelais 13 angelegt wird, und wenn hierdurch der Relaiskontakt
dl geschlossen wird, erhält die Spulet Strom und ihr Haltekontakt al wird angezogen.
Durch diesen Kontakt verbleibt die Spule A unter Spannung, auch nachdem der Kontakt 15 im Punkt
t5 wieder geöffnet worden ist, wodurch das Relais D
abfällt.
Wenn das Relais D abfällt, während das Relais A weiter angezogen bleibt, wird die Relaisspule B über
die Kontakte dl und al erregt, wodurch dieses Relais zieht und gezogen bleibt, und zwar auch nach
der nächsten Betätigung des Kontaktes 15 im Punkt te, die das Relais D zum zweitenmal erregt.
Gleichzeitig mit dem Relais D zieht dieses Mal auch das Relais C, da der Relaiskontakt b 2 jetzt
geschlossen ist, und das Relais C behält hiernach mit Hilfe eines Haltekontaktes el diesen Zustand während
der weiteren Rotation des Motors bei. Das Relais D fällt dagegen sofort aus, da der Kontakt c2
geöffnet wird. Wenn das Relais D fällt, wird die Stromzufuhr zur Relaisspule A unterbrochen, jedoch
bleibt dieses Relais noch eine Zeitlang angezogen, während sich der Kondensator 18 über den Widerstand
19 entlädt. Nach dem verzögerten Abfallen des Relais A fällt auch das Relais B, da der Kontakt α 2
geöffnet wird, und das Relais C ist dann das einzige, das erregt ist. Da hiermit der Kontakt c2 geöffnet ist,
kann das Relais D nicht mehr ziehen, und der Zustand der Relais ändert sich deshalb bei dem ständigen,
für jede Umdrehung des Motors sich wiederholenden Schließen des bei jeder Umdrehung ansprechenden
Kontaktes 15 nicht mehr.
Da das Relais C nach den zwei beschriebenen Betätigungen des Kontaktes 15 zieht, d. h. zur Zeit te in
F i g. 3, wird der Kontakt c3 dieses Relais geöffnet,
und da der Kontakt 23 ebenfalls offen ist, wird die Magnetspule 6 stromlos und damit das Hauptanlaßventil
4 geöffnet. Die Anlaßluft hat daraufhin durch die Hauptleitung 3 freien Zugang zum Motor, und
das Anlassen verläuft weiterhin auf normale Weise.
Das Zeitrelais 14 ist vorzugsweise einstellbar, so daß die Periode nach dem Abstellen des Motors,
innerhalb welcher bei Betätigung der Anlaßorgane des Motors diesem die gesamte Anlaßluftmenge zugeführt
wird, variiert werden kann. Die Länge dieser Periode kann zweckmäßigerweise etwa 20 Minuten
betragen.
Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebene und durch die Zeichnung dargestellte Ausführungsform, deren Einzelheiten sich auf viele verschiedene
Arten ändern lassen, begrenzt. An Stelle der rein elektrischen Steuerung können auch hydraulische
oder pneumatische Komponenten, eventuell in Verbindung mit elektrischen Komponenten, Anwendung
finden. Die Erfindung läßt sich besonders vorteilhaft bei ferngesteuerten Motoranlagen, z. B. von der
Kommandobrücke eines Schiffes aus gesteuerten, verwenden, aber eine entsprechende Bedeutung
können die durch die Erfindung ermöglichten Vorteile zur Entlastung des Bedienungspersonals beim
Betrieb mehr herkömmlicher Motoranlagen haben.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Anlassen einer Kolben-Brennkraftmaschine, insbesondere eines Dieselmotors,
mit Hilfe von unter Druck stehender Anlaßluft, dadurchgekennzeichnet, daß
die der Maschine zugeführte Anlaßluftmenge, bezogen auf die ihr normalerweise zugeführte Anlaßluftmenge,
reduziert wird, jedesmal wenn die Länge der Stillstandsperiode der Maschine vor dem Anlassen einen im voraus festgelegten Wert
überschritten hat, und daß die volle Anlaßluftmenge erst zugeführt wird, wenn die Kurbelwelle
der Maschine eine im voraus festgelegte Drehung ausgeführt hat.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung der Kurbelwelle
wenigstens eine volle Umdrehung beträgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reduktion der
Anlaßluftmenge durch Drosseln einer bei normalem Anlaßluftdruck zugeführten Luftmenge
geschieht.
4. Vorrichtung, umfassend eine Druckluftquelle, mit der der Motor durch eine Anlaßluftleitung
verbunden ist, in welche ein Hauptanlaßventil eingeschaltet ist, und durch ein manuell zu bedienendes
Anlaßorgan gesteuerte Organe zum Öffnen des Hauptanlaßventils, nach Anspruch 1,
2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Umgehungsleitung (8) für das Hauptanlaßventil
(4) ein Ventil (9) mit kleinerem Durchgangsquerschnitt eingeschaltet ist und daß die Organe zum
Öffnen des Hauptanlaßventils (4) einerseits ein
Zeitrelais (14) umfassen, das beim Abstellen des Motors in Gang gesetzt wird und das nach Ablauf
einer Zeitspanne ein öffnen des Hauptventils (4) verhindert, andererseits ein Zählrelais (13),
das für jede Motorumdrehung einen Impuls empfängt und nach seiner Erregung die vom Zeitrelais
(14) verursachte Blockierung des Öffnens des Hauptventils (4) aufhebt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Zählrelais (13) erst nach
Empfang von zwei Impulsen erregt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das manuell zu bedienende
Anlaßorgan (12) ungeachtet des Zustandes des Zeitrelais (14) das Umlaufventil (9)
öffnet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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