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DE1098533B - Verfahren zum Aufstellen eines Verschlussplanes - Google Patents

Verfahren zum Aufstellen eines Verschlussplanes

Info

Publication number
DE1098533B
DE1098533B DED28487A DED0028487A DE1098533B DE 1098533 B DE1098533 B DE 1098533B DE D28487 A DED28487 A DE D28487A DE D0028487 A DED0028487 A DE D0028487A DE 1098533 B DE1098533 B DE 1098533B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
route
punch
card
switch
relays
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED28487A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Heinrich Steinfeld
Willi Geber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Bundesbank
Original Assignee
Deutsche Bundesbank
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Bundesbank filed Critical Deutsche Bundesbank
Priority to DED28487A priority Critical patent/DE1098533B/de
Publication of DE1098533B publication Critical patent/DE1098533B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L25/00Recording or indicating positions or identities of vehicles or trains or setting of track apparatus
    • B61L25/06Indicating or recording the setting of track apparatus, e.g. of points, of signals
    • B61L25/08Diagrammatic displays

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

  • Verfahren zum Aufstellen eines Verschlußplanes Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufstellen eines Verschlußplanes für Stellwerke, insbesondere für Spurplanstellwerke, unter Verwendung eines Muster-GleisbildtiSCheS mit relaisbestückten Tischfeldattrappen und eines Kartenlochers zum Ablochen von Lochkarten.
  • Bekanntlich werden beim Entwurf für die Ausgestaltung eines Tisches für ein Gleisbildstellwerk Mustergleisbildtische mit maßgerechten Tischfeldattrappen verwendet; auf diesen sind Sinnbilder von Gleissperren, Signalen, Gleissträngen, Bedienungseinrichtungen des Streckenblocks usw. aufgemalt, so daß diese Tischfeldattrappen vollständig den Tischfeldern des aufzubauenden Gleisbildtisches entsprechen. Die Attrappen werden von Hand in den Mustergleisbildtisch eingesetzt. Dadurch ist es möglich, den Tisch entsprechend der geographischen Lage des Bahnhofes auszubilden und gleichzeitig die günstigste Anordnung der Bedienungseinrichtungen festzulegen. Das auf diese Art gewonnene Gleisbild wird der Ausgestaltung des Gleisbildtisches zugrunde gelegt.
  • Zum Bestimmen der einzelnen Fahrwege muß ein Verschlußplan aufgestellt werden, in welchem für jede Fahrstraße die Weichenlagen, die Signalstellungen und die Ausschlüsse gegenüber allen anderen Fahrstraßen angegeben und durch Sinnbilder festgelegt werden. Da das Aufstellen des Verschlußplanes umfangreiche Erfahrungen verlangt, konnten dafür bisher nur eigens geschulte Ingenieure herangezogen werden; dennoch können durch menschliche Unzulänglichkeiten Fehler auftreten, welche die Sicherheit des späteren Betriebes der Anlage gefährden.
  • Beim Aufstellen des Verschlußplanes muß unterschieden werden zwischen Angaben, die zum Bau der Anlage dienen, und solchen, die betrieblich (z. B. bei Störungen) notwendig sind, technisch sich jedoch von selbst ergeben.
  • Zum Bau der Anlage sind folgende Angaben notwendig 1. Flankenschutzbegrenzung, z. Beschreibung des Fahrweges bei mehreren Fahrmöglichkeiten, 3. Durchrutschwegbegrenzung. 4. Zwieschutzweichen.
  • Für die Bedienung bei Störungen werden folgende zusätzliche Angaben gefordert: 1. Genaue Beschreibung der Fahrstraße, Lage der befahrenen Weichen und der Flankenschutzeinrichtungen sowie Verlauf des Durchrutschweges, 2. ausgeschlossene Fahrstraßen.
  • Zur Erleichterung der durchzuführenden Entwurfsarbeiten für das Aufstellen von Gleisbildern ist eine Ausführung bekannt, bei welcher der Gleisbildtisch als Rost ausgebildet ist. In diesem Rost werden einzelne Tischfeldattrappen entsprechend der aufzubauenden Gleisanlage bzw. des aufzubauenden Stelltisches von Hand eingefügt.
  • Um Relais auf den Relaisgestellen und Verbindungen der Relais untereinander sowie mit dem Gleisbildtisch möglich übersichtlich und platzsparend anzuordnen, werden bei einer anderen bekannten Einrichtung auch die Relaisgruppen nach dem Gleisbild angeordnet, und zwar derart, daß die Relais und sonstigen Schaltmittel innerhalb der einzelnen Relaisgruppe in Reihe hintereinanderliegen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Verschlußpläne von weniger geschultem Personal und in kürzerer Zeit weitgehend automatisch aufzustellen.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in der Schalteinrichtung im Muster-Gleisbildtisch der Verlauf der einzelnen Fahrstraßen in an sich bekannter Weise selbsttätig nach Bedienen einer Starttaste und einer Zieltaste nachgebildet wird und betriebsbedingte Abweichungen vom Fahrstraßenverlauf (Umwegfahrstraßen) durch vorheriges Bedienen von Schaltern in den Weichenfeldern des Muster-Gleisbildtisches eingestellt werden, und daß der für die jeweilige Fahrstraße hergestellte Schaltzustand der Relais im Muster-Gleisbildtisch mittels Drehwählern, die über Kabel und Stecker mit dem Muster-Gleisbildtisch verbunden sind, nacheinander von allen Tischfeldattrappen abgetastet und über ein weiteres Kabel an den Kartenlocher weitergegeben wird, der den übertragenen Schaltzustand Spalte für Spalte in eine der jeweiligen. Fahrstraße entsprechende Lochkarte ablocht, wobei der Kartenlocher jeweils nach dem Ablochen einer Kartenspalte einen Weiterschaltimpuls an den Drehwähler gibt und sich nach dem Ende des Ablochens eines hergestellten Schaltzustandes oder bei einer Fehleranzeige selbsttätig stillsetzt. Durch das Verfahren gemäß der Erfindung können erhebliche Arbeitskräfte eingespart werden, und außerdem treten Fehler infolge menschlicher Unzulänglichkeiten nicht mehr auf, so daß die Betriebssicherheit der aufzubauenden Anlage wesentlich gesteuert werden kann.
  • An Hand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele wird die Erfindung nachstehend näher beschrieben.
  • Der in bekannter Weise beim Entwurf des Gleisbildtisches verwendete, in Abb. 7 dargestellte Muster-Gleisbildtisch M mit maßstabgerechten Tischfeldattrappen At wird gemäß der Erfindung zum Aufstellen des Verschlußplanes mitbenutzt. Die dazu nötigen Schaltmittel werden in den Tischfeldattrappen untergebracht. Da die normale -Tischfeldoberfiäche mit Rücksicht auf das wahrheitsgetreue Gleisbild nicht vergrößert werden kann, werden Kleinstrelais verwendet, von denen vier Relais unter einer Felddeckplatte untergebracht werden können. Sie reichen zur Lösung der gestellten Aufgabe aus.
  • Die Verbindung derTischfeldattrappen untereinander wird, wie bei der Spurplantechnik angestrebt, durch einheitliche Kabelverbindungen hergestellt. Sie werden in den Feldunterteilen des Tisches eingebaut. Die Tischfeldattrappen werden mit Stecker und der Tisch mit Buchsen versehen. Einige Felder sind'mit Tasten T ausgerüstet, die zur Fahrstraßeubildung benötigt werden. In Abb. 1 wird schaltungsmäßig eine Möglichkeit gezeigt, das selbsttätige Einlaufen einer Fahrstraße durchzuführen. Wie auf dem in Abb. 1 links dargestellten Gleisplan eines Stehtisches. erkennbar, ist die Fahrmöglichkeit von der Spitze der Weiche aus nach rechts allgemein als Grundstellung (Pluslage) der Weiche angenommen und mit -I- bezeichnet. Diese Grundstellungsbezeichnung ist jedoch, wie im folgenden näher beschrieben wird, unzweckmäßig.
  • Durch gleichzeitiges Bedienen der Starttaste A und Zieltaste a im Gleisplan nach Abb. 1 bilden sich zwei Suchstromkreise, und zwar a) über den Kontakt A 1 der Starttaste zum Tischfeld der Weiche W1, von hier über Kontakte WS 1 und FS 1-I-1 zum Tischfeld der Weiche W 2 sowie über Kontakte WS I und FS 1-1 zum Tischfeld der Weiche W4, schließlich über Kontakte WS 4 und FS4+1 zum Tischfeld der Weiche W5 sowie über Kontakte WS4 und FS4-1 zu " den Tischfeldern der Lichtsperrsignale LSI und LSII und weiter zum Tischfeld der Weiche W7. Im Tischfeld der Weiche W7 spricht das Relais FS7- an und stellt einen Stromkreis über die Kontakte FL7/1 und FS7-1, den Kontakt a 1 der Zieltaste und das Relais FPa her; dieses hält sich über seinen eigenen Kontakt FPa1; b) von einem Kontakt a2 der Zieltaste zum Tischfeld der Weiche W7; von hier kann sich nun der Stromkreis über die Kontakte WS7 und FS7-2 zum Tischfeld des Lichtsperrsignals LSIII nicht mehr bilden, da bereits das Relais FS7- in den unter a) beschriebenen Stromkreisen angezogen hat. War jedoch dieser Stromkreis bereits geschlossen, so wird er nachträglich durch den Kontakt FS7-2 aufgetrennt. Es kann sich folglich endgültig nur der Stromkreis über Kontakte WS 7 und FS7+1 zum Relais FS4+ im Tischfeld der Weiche W 4 halten. Durch das Anziehen des Relais FS4+ wird der unter a) beschriebene Stromkreis zum Tischfeld der Weiche W 5 durch Kontakt FS4+1 unterbrochen, während sich der Stromkreis über Kontakte FL4/1 und FS4+2 zum Relais FS 1-f- im Tischfeld der Weiche W 1 -bildet. Auch hier wird der Stromweg nach dem Tischfeld der Weiche W2 durch Kontakt FS1+1 unterbrochen und über die Kontakte FL1/1 und FS1+2 und den Kontakt A2 der Starttaste das Relais FPA erregt.
  • Damit ist die Fahrwegsuche abgeschlossen; die Stromkreise bleiben über Kontakte FPal und FPA1 bzw. FPa2 und FPA2 bestehen. Sind, wie in Abb. 2 gezeigt, verschiedene Fahrmöglichkeiten über die Weichen W 8 und W 9 vorhanden, so muß durch einen besonderen Eingriff der gewünschte Fahrweg bestimmt werden. Dies ist mittels der Weichenschalter WS möglich, die auf den Tischfeldattrappen der Weichen, die in Abb. 5, 6 und 7 dargestellt sind, angebracht werden.
  • Diese Weichenschalter haben drei Stellungen, die erste entspricht dem Einlaufen der Weiche in einer Fahrstraße, die zweite der festen Weichenlage nach rechts, die dritte der festen Weichenlage nach links.
  • In dem in Abb. 2 dargestellten Gleisplanausschnitt ist nur die Lage einer der Weichen W 8 oder W 9 durch: Betätigen des genannten Schalters von Hand zu bestimmen. Die vorher beschriebenen Stromkreise kommen dann selbsttätig zustande.
  • Nach erfolgter Fahrwegsuche ist nunmehr die Flankenschutzsuche notwendig. Teile der erforderlichen Stromkreise sind in Abb. 3 gezeigt. Durch einen Kontakt FPA3 des in Abb. 1 dargestellten Relais FPA wird für den bereits bestimmten Fahrweg die Flankenschutzsuche eingeleitet. Über die Kontakte FPA3 und FS1+3 zieht z. B. das der Weiche W2 zugeordnete Relais FL 2 an; dessen Kontakt FL 2l1 schaltet das Relais FS2+ an. Damit dieses Relais nicht eine erneute Fahrwegsuche auslöst, sind in der Schaltung nach Abb. 1 Kontakte der Flankenschutzsuchrelais angeordnet. Die erfolgte Flankenschutzsuche für die Weiche W 2 wird betätigt durch Anziehen des Relais WÜ1 über die Kontakte FL2/2 und FS2+1.
  • In gleicher Weise erfolgt die Flankenschutzsuche auch von der Weiche W4 zur Weiche W5.
  • Da die Flankenschutzsuche nur vom Startpunkt des Fahrweges aus erfolgt, ist es möglich, die Lichtsperrsignale in diesem Stromweg einzubeziehen; dabei ziehen das »Halt«-RelaisHI und das »Fahrt«-Relais FII an. Der Weiche W7 wird der Flankenschutz durch das Lichtsperrsignal LSIII gegeben; daher zieht das Relais FL III an und schaltet über Kontakt FL 111 1 das »Halt«-Relais H III ein. Dessen Anziehen wird über die Kontakte FL III 2 und H III 1 durch Anziehen des Relais WU7 im Tischfeld der Weiche W 7 gemeldet.
  • Soll ein Flankenschutz aus. betrieblichen. Erwägungen verkürzt werden., so kann durch eine flexible Verbindung V1 (in Abb. 3 gestrichelt dargestellt) die Flankenschutzsuchleitung z. B. zum Relais W Ü 1 durchgeschaltet werden. Die Flankenschutzeinrichtung wird somit nicht erregt.
  • Eine Bestätigung, daß Fahrweg und Flankenschutz eingestellt sind, wird alsdann durch Anzug der in Abb. 3 dargestellten SignalüberwacherSÜ1 und SU 2 gegeben. In dem Stromkreis der Signalüberwacher SÜ1 und SÜ2 werden alle zu der eingestellten Fahrstraße gehörenden Relais überwacht, so da,ß der ganze Fahrweg auf einer Lochkarte festgehalten werden kann. Alle wesentlichen Teile des Verschlußplanes sind damit erstellt.
  • Die beschriebene selbsttätige Suche eines Fahrweges mit Flankenschutz bezieht sich auf eine Ausfahrstraße. Bei der Einfahrt ist der Vorgang sinngemäß, nur wird dann als Zieltaste eine Taste bedient, die zweckmäßig außerhalb des Muster-Gleisbildtisches etwa in dessen äußerer Umrahmung angebracht ist, da im endgültigen Gleisbildtisch diese Zieltaste, die ja das Ende eines Einfahrweges ohne Durchrutschweg kennzeichnet, nicht am wirklichen Ziel der Fahrstraße eingebaut ist. Durch Einschalten der Taste an das Durchrutschwegende wird dieser als Teil der Fahrstraße behandelt; die spitz- und stumpfbefahrenen Weichen des Durchrutschweges werden also als befahrene Weichen im Fahrweg behandelt. Es ist somit möglich, mit dem Muster-Gleisbildtisch nicht nur die Tischfeldform und die zweckmäßige Ausgestaltung des Gleisbildes, sondern auch den Verlauf der Fahrstraße endgültig zu bestimmen. Der Tisch wird bei der Bedienung nur in dem Umfange ausgeleuchtet, wie die den Weichen, Gleisabschnitten oder Signalen zugeordneten Relais angesprochen haben. Alle anderen Felder sind dunkel. Die Schalteinrichtungen im Tisch M können aus dem Netz über Transformatoren bzw. Gleichrichter unmittelbar gespeist werden. War ein Fahrweg eingestellt und ist er durch den Locher L registriert, so wird der Tisch vom Netz abgeschaltet, und die Ausleuchtung erlischt. Dann wird die nächste Fahrstraße eingestellt.
  • Zum Registrieren der Fahrstraßenangaben ist es notwendig, alle Bezeichnungen in Zahlen festzulegen und auf alle Buchstaben oder sonstigen Kennzeichen zu verzichten.
  • Daher ist es unzweckmäßig, z. B. die Weichenlagen mit -I- oder - zu bezeichnen. Die Weichenlagen werden daher mit Ziffern bezeichnet, und zwar die Pluslage mit 1, die Minuslage mit 2, die Pluslage als Schutzweiche mit 4 und die Minuslage als Schutzweiche mit 5. Aus dem gleichen Grunde ist auch die Falirstraßenbezeichnung mit Buchstaben unzweckmäßig; sie wird durch Gleisnummern gebildet. Für die Bahnhofsgleise sind die Zahlen 01 bis 99 vorgesehen, für die Streckengleise die Zahlen von 10'1 an aufwärts.
  • Die Fahrstraßenbezeichnung erfolgt vom Start nach dem Ziel. Eine Ausfahrt aus Gleis 9 nach dem Streckengleis 102 wird mit 09-102 und eine Einfahrt von dem Streckengleis 101 nach Gleis 8 mit 101-08 bezeichnet. Auch die Weichenbezeichnungen der einfachen und doppelten Kreuzungsweichen werden zweckmäßig in der Weise in Zahlen ausgedrückt, daß sie fortlaufend als Einzelweichen numeriert werden. Eine Weiche mit der Kennzeichnung 2a/b wird beispielsweise mit 2, eine Weiche mit 2 cld mit 3 bezeichnet.
  • In Abb. 4a bis 4c ist gezeigt, wie die Lage einer Weiche die Stellung eines Lichtsperrsignals oder eine Gleisnummer in Zahlen umgesetzt werden kann. Hat z. B. in der Schaltung nach Abb. 4a der Kontakt FL umgeschaltet, so entspricht das Schließen des Kontaktes FS1 -f- einer 4 bzw. das Schließen des Kontaktes FS1- einer 5. Befindet sich dagegen der Kontakt FL in der gezeichneten Lage, so entspricht die Grundstellung, wenn also die Weiche für den eingestellten Fahrweg nicht benötigt wird, einer 0; sinngemäß entspricht das Umlegen eines der Kontakte FS2+ oder FS2- einer 1 bzw. einer 2. In der Schaltung nach Abb. 4b für ein Lichtsperrsignal entspricht der Grundstellung (kein Relais ist für den betreffenden Fahrweg benötigt, Kontakt H2 und F2 sind geschlossen) eine 0. Arbeitet dagegen das Haltrelals (Kontakt H 1 schließt), so entspricht das einer 1; arbeitet das Fahrtrelais (Kontakt F 1 schließt), so entspricht das einer 2. Gleisnummern werden gemäß Abb. 4 c über einen Kontakt Sii an den Locher weitergegeben.
  • Diese Zahlen müssen nun abgegriffen und in der Lochkarte festgehalten werden. Der Abgriff der einzelnen Stromkreise erfolgt in der in Abb. 5 gezeigten Weise. In die Tischfeldattrappen At, von denen in Abb. 6 zwei aneinander angrenzende nochmals wiedergegeben sind, werden rechteckige Stecker St mit den Anschlüssen 0, 1, 2, 4 und 5, die den festgelegten Ziffern der Weichenlagen entsprechen, eingeführt.
  • Jeder Stecker wird zur Übertragung in den Locher an einem Drehschalter Dr mit fünf Armen angeschlossen. Von dem Drehschalter Dr stellt ein Kabel die Verbindung zu dem Locher L her. Das Zusammenarbeiten von Locher und Drehschalter ist in Abb. 5 und 7 schematisch gezeigt. Die normale Arbeitsweise des nicht näher dargestellten Lochers ist folgende: Er hat zwölf Tasten. Durch Tastendruck wird das der Taste zugeordnete Relais erregt, und ein schwerer Anker durchschlägt an der dem angezogenen Relais entsprechenden Stelle dieLochkarte. Es können achtzig Spalten dieser Karte gelocht werden. Von den fünf Armen des in Abb. 5 und 7 dargestellten Drehschalters werden die von den Tischfeldattrappen jeder Weiche, jedes Signals und jedes Gleisabschnitts herkommenden Leitungen abgefühlt und die anliegenden Spannungen in derselben Reihenfolge an den Locher weitergegeben. Im Locher wird bei jedem Abgriff in die entsprechende Kartenspalte diejenige Ziffer eingelocht, die der unter Spannung stehenden, abgegriffenen Leitung entspricht. Sollte eine Störung vorliegen und gleichzeitig mehrere Zahlen oder keine gegeben werden, so ergibt der Locher eine Störungsanzeige. Die Weiterschaltung des Drehschalters ist in Abb. 7 und 8 gezeigt. Haben. im Muster-Gleisbildtisch die Relais Si=I1 und SU2 der Schaltung nach Abb. 3 gearbeitet, so wird der Kontakt An, einer Anschalttaste betätigt und der Drehschalter über die Kontakte SÜ11 und SÜ21 durch das Relais D auf die erste Kontaktbank geschaltet. Das Relais D überbrückt mit Kontakt D 1 den Kontakt An und bleibt somit erregt. Hat der Locher den ersten Stromstoß aufgenommen und die Karte um eine Lochbreite verschoben, so erhält der Drehschalter über die Kontakte D 2 und L 1 am Locher nochmals einen Stromstoß und prüft die nächste Kontaktreihe. Entsprechend schalten sich Locher und Drehschalter Schritt für Schritt selbsttätig weiter.
  • Werden in der achtzigspaltigen Lochkarte für die Fahrstraßenbezeichnung etwa sechs Lochspalten benutzt, so stehen noch vierundsiebzig Lochspalten zurr Kennzeichnen von Weichenlagen und Signalstellungen zur Verfügung. Hat ein Bahnhof mehr als vierundsiebzig Weichen und Signale, so müssen für eine Fahrstraße mehrere Anschlußlochkarten angelegt werden, die zweckmäßig fortlaufend numeriert werden.
  • Es ist nur ein Locher für jede Tischgröße erforderlich. Er kann zum Lochen jeder Karte benutzt werden. Wurde die achtzigste Reihe der ersten Karte gelocht, so wird dies durch Klingelzeichen angezeigt. Es wird die Übereinstimmung zwischen Locher und Tisch nochmals überprüft, und der Locher kann dann in Grundstellung gebracht werden. Die zweite Karte kann nun in den Locher eingelegt und gelocht werden. Die Größe der Kontaktbank der Drehschalter ist je nach Bauform verschieden. Es ist jedoch eine automatische Weiterschaltung auf die folgenden Schalter ohne Schwierigkeiten möglich.
  • Zum Auswerten der Lochkarte zwecks Bestimmung der Fahrstraßenausschlüsse werden die bekannten Tabelliermaschinen verwendet. Die der zu vergleichenden Fahrstraße zugeordnete Lochkarte (Bezugskarte) wird mit den Lochkarten aller übrigen Fahrstraßen verglichen, und zwar durch Addition der Zahlen der übereinstimmenden Spalten in der Bezugskarte und in jeder der zu vergleichenden Karten. Enthält die Bezugskarte in einer Spalte z. B. 0 (kein Verschluß für eine Weiche), so besteht kein Aus.schluß mit irgendeiner anderen Fahrstraße. Nur dann, wenn in der zu vergleichenden Karte eine andere Weichenlage registriert ist als in der Bezugskarte, so besteht ein Fahrstraßenausschluß. Aus der folgenden Tabelle kann das Bestehen oder Nichtbestehen von Ausschlüssen abgelesen werden.
    Ausschluß
    Bezugskarte Ver gleidzs Summe oder
    nein
    0 (kein Verschluß) 0 0 nein
    1 (Weichenlage links) 1 2 nein
    2 (Weichenlage rechts) 2 4 nein
    4 (Weichenlage links 4 8 nein
    als Schutzweiche)
    5 (Weichenlage rechts 5 10 nein
    als Schutzweiche)
    0 1 1 nein
    0 2 2 nein
    0 4 4 nein
    0 5 5 nein
    1 2 3 ja
    1 4 5 nein
    1 5 6 ja
    2 4 6 ja
    2 5 7 nein
    4 5 9 ja
    Wie aus der Tabelle ersichtlich, geben die Summenzahlen 3, 6 und 9 das Vorhandensein von Ausschlüssen an. Die zu vergleichende Karte muß in diesen Fällen durch die Tabelliermaschine als Karte einer ausgeschlossenen Fahrstraße aufgeschrieben werden. Ferner ist aus dieser Tabelle ersichtlich, warum die Zahlenanordnung zu den Weichenlagen in der vorher beschriebenen Weise vorgenommen wurde.
  • Die Summenzahl 9 gibt an, daß es sich um eine Zwieschutzweiche handelt, da dieser Ausschluß durch gleichzeitige Linkslage als Schutzweiche (Ziffer 4) und Rechtslage als Schutzweiche (Ziffer 3) entsteht. Folglich wird durch die Tabelliermaschine auch jede Zwieschutzweiche besonders angegeben. Eine nachträgliche, sehr zeitraubende Untersuchung nach vorhandenen Zwieschutzweichen kann somit ebenfalls entfallen.
  • Dem beschriebenen Ausführungsbeispiel wurde der Fall eines Zentralstellwerks zugrunde gelegt. Es ist jedoch möglich, mit dem Verfahren gemäß der Erfindung auch jeden anderen Verschlußplan aufzustellen..

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Aufstellen eines Verschlußplanes für Stellwerke, insbesondere für Spurplanstellwerke, unter Verwendung eines Muster-Gleisbildtisches mit relaisbestückten Tischfeldattrappen und eines Kartenlochers zum Ablochen von Lochkarten, dadurch gekennzeichnet, daß in der Schalteinrichtung im Muster-Gleisbildtisch (M) der Verlauf der einzelnen Fahrstraßen in an sich bekannter Weise selbsttätig nach Bedienen einer Starttaste und einer Zieltaste nachgebildet wird und betriebsbedingte Abweichungen vom Fahrstraßenverlauf (Umwegfahrstraßen) durch vorheriges Bedienen von Schaltern (WS) in den Weichenfeldern des Muster-Gleisbildtisches eingestellt werden und daß der für die jeweilige Fahrstraße hergestellte Schaltzustand der Relais im Muster-Gleisbildtisch mittels Drehwählern (Dr), die über Kabel und Stecker mit dem Muster-Gleisbildtisch verbunden sind, nacheinander von allen Tischfeldattrappen (At) abgetastet und über ein weiteres Kabel an den Kartenlocher (L) weitergegeben wird, der den übertragenen Schaltzustand Spalte für Spalte in eine der jeweiligen Fahrstraße entsprechende Lochkarte ablocht, wobei der Kartenlocher jeweils nach dem Ablochen einer Kartenspalte einen Weiterschaltimpuls an den Drehwähler gibt und sich nach dem Ende des Ablochens eines hergestellten Schaltzustandes oder bei einer Fehleranzeige selbsttätig stillsetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Fahrstraße von den Relais jeder Tischfeldattrappe (At) für eine Weiche oder ein Signal nacheinander in den Kartenlocher (L) je eine bestimmte, durch den gemeinsamen Schaltzustand der Relais dieses Tischfeldes festgelegte Ziffer übertragen wird, die in die Lochkarte dieser Fahrstraße an derjenigen Kartenspalte eingelocht wird, die dieser Weiche bzw. diesem Signal fest zugeordnet ist, und die eine Information darüber gibt, ob es sich um unverschlossene Weichen oder um in dieser Fahrstraße befahrene oder Schutzweichen, jeweils in Links- oder in Rechtslage, handelt bzw. ob ein Signal Halt oder Fahrt anzeigen muß oder mit dieser Fahrstraße nicht im Zusammenhang steht.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochkarten zum Bestimmen gegenseitiger Fahrstraßenausschlüsse und zum Feststellen von Zwieschutzweichen mittels bekannter Tabelliermaschinen in der Weise ausgewertet werden, daß die Ziffernangaben in den übereinstimmenden Spalten zweier zu vergleichender Lochkarten summiert werden und daß die Tabelermaschine beim Auftreten bestimmter, den Begriffen »nicht übereinstimmende Weichenlage« oder »Zwieschutzweiche« entsprechender Summenziffern ein Hinweiszeichen auf das Vorliegen eines Ausschlusses oder einer Zwieschutzweiche ausschreibt.
  4. 4. Muster-Gleisbildtisch zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Relais der Tischfeldattrappen (At) in an sich bekannter Weise entsprechend dem Verlauf der möglichen Fahrwege und Flankenschutzverbindungen zusammengeschaltet sind und durch Bedienen einer Starttaste und einer Zieltaste eingeschaltet werden.
  5. 5. Muster-Gleishildtisch nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, da,ß in den Tischfeldattrappen (At) Steckeinrichtungen vorgesehen sind, mit denen die Flankenschutzrelais überbrückt werden und dadurch die selbsttätige Flankenschutzsuche an diesem Tischfeld begrenzt wird.
  6. 6. Muster-Gleisbildtisch nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zieltasten der Fahrwege für Einfahrten am Ende des zugehörigen Durchrutschweges statt am Ende des Fahrweges selbst angeordnet sind: In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 847 981, 1002 385.
DED28487A 1958-07-09 1958-07-09 Verfahren zum Aufstellen eines Verschlussplanes Pending DE1098533B (de)

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DE (1) DE1098533B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE847981C (de) * 1949-05-14 1952-08-28 Lorenz C Ag Gleisbildtisch zum Aufbau von Gleisbildern
DE1002385B (de) 1953-12-14 1957-02-14 Siemens Ag Stellwerk mit elektrischen Verschluessen, insbesondere Gleisbildstellwerk

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