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Breitenverstellbarer Warenbahnführer Die Erfindung betrifft einen
breitenverstellbaren Warenbahnführer mit an jeder Warenbahnkante angeordnetem Schrägwalzenpaar,
dessen eine Walze von der anderen abhebbar bzw. an die andere anpreßbar ist. Bei
einem solchen Gerät wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß bei der an sich bekannten
Verwendung einer Fotozelle zum Abtasten der Bahnkante die Fotozelle derart mit einem
die Breitenverstellung bewirkenden Motor zusammengeschaltet ist, daß nach einer
über eine vorbestimmbare Zeit andauernden völligen Abdeckung bzw. völligen Freigabe
der Fotozelle die Breitenverstellung in Wirkung tritt, und zwar bis zur Erreichung
der neuen Warenbreite.
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Eine Breitenverstellung gemäß der Erfindung besitzt gegenüber den
bekannten Breitenverstellungen den Vorteil, daß für die Breitenverstellung kein
besonderes Abtastorgan verwendet wird, sondern daß dasjenige Organ, das den Warenbahnführer
steuert, also im vorliegenden Falle eine Fotozelle, in zweiter Funktion auch die
Breitenverstellung steuert. Es wird hiermit erreicht, daß Seitensteuerung und die
zusätzliche Breitenverstellung mit einem außerordentlich geringen Aufwand erzielt
werden. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus dem Merkmal, daß der Breitenverstellmotor
erst dann anspricht, wenn eine bestimmte, d. b. eine etwa über ein variables Zeitschaltglied
vorbestimmbare Zeit verflossen ist, und zwar dann, wenn während dieser vorbestimmten
Zeit die Fotozelle entweder völlig abgedeckt oder völlig frei geblieben ist. Man
verhindert auf diese Art eine schädliche Unruhe in der Breitenverstellung, die nämlich
bei den bekannten Vorrichtungen stets sofort anspricht, während bei dem Gerät gemäß
der Erfindung die Breitenverstellung nur dann in Wirkung tritt, wenn sie wirklich
notwendig ist. Das Kriterium für die Notwendigkeit der Breitenverstellung ist die
Zeitdauer der genannten vorbestimmten Zeitspanne.
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Im folgenden ist die Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben,
und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht des Apparates, Fig. 2 eine Ansicht der
Fig. 1 gemäß Pfeil II, teilweise im Schnitt, Fig. 3 und 4 Darstellung der I<upplungsteile,
wie Fig. 2, jedoch vergrößert, und zwar in Wirkstellung und in Nicht-Wirkstellung
der I(upplung, Fig. 5 Anordnung der Fotozellensteuerung, Fig. 6 Stromlaufplan der
gesamten elektrischen Einrichtung.
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Die Erfindung und der Schutz beziehen sich zwar nur auf die in dem
Anspruch enthaltenen Nierkmale, doch wird im folgenden des besseren Verständnisses
wegen eine Beschreibung des gesamten Gerätes gegeben.
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Die Grundplatte oder Gewebeführungsplatte 1 trägt
den gesamten Aufbau.
Der konstant umlaufende Motor 2 treibt über die Schnecke 3 das Schneckenrad 4 an.
Das Schneckenrad 4 ist mit dem Kupplungsteil 5 starr verbunden. Das Kupplungsteil
5 ist auf der Welle 6 drehbar gelagert. Die Außenlamellen 7 sind mit dem Kupplungsteil
5 verzahnt, jedoch in Längsrichtung der Kupplungsachse verschiebbar angeordnet.
Die Innenlamellen 8 sind mit dem Kupplungsteil9 verzahnt, jedoch in Längsrichtung
der Kupplungsachse verschiebbar. Das Kupplungsteil 9 ist starr auf der Welle 6 aufgebracht.
Der Magnetring 10 wird mittels des Wälzlagers 11 und des Kugellagers 12 drehbar
auf dem Kupplungsteil 9 und der Welle 6 gelagert.
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Der Magnetring 10 trägt die Magnetwicklung 13 und den Stromzuführungsarm
14. Durch diese Lagerung des Magnetringes 10 wird erreicht, daß die Magnetwicklung
13 und der Stromzuführungsarm 14 stillstehen können. Um zu vermeiden, daß diese
stillstehenden Teile durch die Lagerreibung mitgedreht werden, wird der Stromzuführungsarm
14 durch die Anschläge 15 festgehalten. Der Ankerring 16 schließt den Kraftlinienweg,
der folgendermaßen verläuft: Vom Magnetring 10 über den Luftspalt 17 durch den Kupplungsteil
5 und die Außen- und Innenlamellen 7 und 8 auf den Ankerring 16 Von hier aus wiederum
über den Luftspalt 17 zum Magnetring 10 zurück. Der Ankerring 16 ist mit dem Kupplungsteil5
verdrehungsfest verbunden, kann sich jedoch in der Kupplungsachse in gewissen Grenzen
bewegen. Die Druckfedern 18 (4 Stück am Umfang) drücken den Ankerring bei ausgeschalteter
Magnetwicklung 13 von den Lamellen7 und 8 weg, so daß der Luftspalt 19 entsteht.
Je nach Erregung der Magnetwicklung 13 werden die Lamellen 7 und 8 durch magnetische
Kraft aneinandergepreßt und so eine stetig veränderliche
Drehmomentübertragung
von Kupplungsteil 5 auf die Welle 6 erreicht. Auf der Welle 6 ist der Hebelarm 20
befestigt, an dem ein Drehmoment zur Betätigung der Gummileitrolle 21 abgenommen
werden kann.
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Die übrige mechanische Einrichtung ist in ihrem Prinzip bekannt und
wird nachfolgend zur Erläuterung noch kurz beschrieben: In dem Auge 22 der Geweheführungsplatte
1 ist der Bolzen 23 mittels der Mutter24 fest eingespannt. Auf dem Bolzen23 ist
das Pendellager 25 gelagert. Dieses trägt die Welle26, auf deren Enden die Leitrollenhalterungen
27 sitzen. Der Hebel 28 sitzt ebenfalls auf der Welle 26 zwischen dem Pendellager
25 und ist durch die Schraube 29 auf-dieser einstellbar.
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In der Darstellung der Fig. 5 erzeugt die Lampe 30 einen Lichtstrom,
der durch die Gläser 31 und 32 hindurch auf die Fotozelle33 fällt. Durch diese Anordnung
kann der Apparat vollkommen staub- und feuchtigkeitsdicht gemacht werden.
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Im Spalt 34 bewegt sich die Warenbahn und beeinflußt die Lichtstrecke.
Die Gläser 31 und 32 sind so angeordnet, daß sie etwas über ihre Einfassungen hervorstehen
und damit laufend von der Warenbahn gereinigt werden. Das Lampengehäuse 35 schirmt,
auf Grund seiner zweckentsprechenden Formgebung, die Fotozelle gegen direkte Fremdlichtbestrahlung
ab.
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In Fig. 6 ist der Stromlaufplan der elektrischen Einrichtung gezeichnet.
Der Widerstand 36 bildet mit der Fotozelle33 und dem Widerstand 37 einen Fotozellenkreis.
Die Saugspannung wird aus der Wicklung C des Transformators 38 mittels des Gleichrichters
39 und des Kondensators 40 erzeugt.
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Die Röhre 41 wird von der Spannung an der Zelle 33 gesteuert.
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Die Steuerspannung ist immer negativ. Um einen zu hohen Spannungsanstieg
am Gitter der Röhre 41 zu vermeiden, ist der Zelle 33 der Widerstand 37 parallel
geschaltet.
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Im Anodenkreis der Röhre 41 liegt die Magnetwicklung 13 der elektromagnetischen
Kupplung. Das Schirmgitter von Röhre 41 liegt über dem Schutzwiderstand42 an der
Anodenspannung. Die Anodenspannung wird aus der Wicklung des Transformators 38 mittels
des Gleichrichters 43 und des Kondenstators 44 gewonnen. Die Kathode der Röhre 41
liegt an Masse. Damit die elektromagnetische Kupplung auch bei vollkommen gesperrter
Röhre 41 noch ein geringes Restmoment überträgt, ist die Kathoden-Anodenstrecke
der Röhre 41 durch den variablen Widerstand 45 überbrückt. Die Größe des von der
elektromagnetischen Kupplung übertragenen Drehmomentes hängt von der Belichtung
der Fotozelle ab.
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Mit dem Regelwiderstand46 kann die Helligkeit der Lampe30, die aus
der Wicklung G des Transformators 38 gespeist wird, eingestellt werden. Damit kann
am Regelwiderstand 46 das maximal von der elektromagnetischen Kupplung zu übertragende
Drehmoment eingestellt werden. Die Spannung an der Röhre 41 ist ein Maß für die
Überdeckung der Lichtstrecke. Diese Spannung wird zur Steuerung der Schmal- und
Breitverstellung verwendet. Die Spannung gelangt an die R-C-Schaltung, die aus den
Widerständen47, 48, 49, 50, 51, 52 und dem Kondensator 53 besteht. Zur Beschreibung
der R-C-Schaltung werden die Widerstünde 47 und 50 der in Fig. 6 gezeichneten Stellung
des Schalters 54 benutzt. Der Kondensator 53 wird über den Widerstand 47 langsam
aufgeladen. Die Spannung am Kondensator 53 im Endzustand ist vom Verhältnis des
Widerstands47 zu dem Widerstand 50 abhängig. Sinkt die Steuerspannung, so entlädt
sich
der Kondensator 53 langsam über Widerstand 50. Die Spannung am Kondensator 53
eilt der Steuerspannung entsprechend der Zeitkonstante dieser R-C-Schaltung nach.
Die Spannung am Kondensator 53 gelangt über den Widerstand 55 an das Gitter der
Röhre 56. Am Widerstand 55 wird von einer Spannungsquelle, bestehend aus der Wicklung
des Transformators38 sowie dem Gleichrichter 57 und dem Kondensator 58, eine konstante
negative Vorspannung für die Röhre 56 erzeugt. Die Spannung am Kondensator 53 steuert
somit Röhre 56.
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Im Anodenkreis der Röhre 56 liegt der Widerstand 59 und das Relais
60 für die Breitverstellung. Ist der Lichtstrahl dauernd abgedeckt, so steigt die
Spannung am Kondensator 53 an. Das Gitter der Röhre 56 wird positiver, der Anodenstrom
steigt. Durch den Spannungsabfall am Widerstand 59 wird die Röhre 62 gesperrt. Das
Relais 60 zieht an. Der Kontakt 60a legt den Widerstand 63 parallel zur Magnetwicklung
des Relais 60, damit der Abfallpunkt nur wenig vom Anzugspunkt verschieden ist.
Kontakt 60 b schließt den Stromkreis für die Schützspule 64 zur Breitverstellung,
Kontakt 60c legt um und lädt den Kondensator 53 entsprechend dem Spannungsteiler
aus den Widerständen 65 und 66 auf ein Potential auf, das der normalen Abdeckung
der Lichtstrecke entspricht. Wird durch die Breitstellung der Lichtstrahl wieder
frei, so sinkt die Spannung am Widerstand 50 unverzögert.
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Der Anodenstrom der Röhre 56 sinkt, das Relais 60 fällt ab. Die Kontakte
60a und 60b schalten ab. Der Kontakt 60c legt um und gibt auf das Gitter der Röhre
56 eine Spannung, die der normalen Abdeckung der Lichtstrecke entspricht.
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Ist der Lichtstrahl dauernd frei, so sinkt die Spannung an Kondensator
53 ab. Das Gitter der Röhre 56 wird stärker negativ. Der Anodenstrom der Röhre 56
sinkt, der der Röhre 62 steigt. Das Relais 67 zieht an.
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Der Kontakt 67a legt den Widerstand 68 zur Wicklung des Relais 67
parallel, damit der Abfallpunkt wenig vom Anzugspunkt verschieden ist. Kontakt 67b
schließt den Stromkreis der Schützspule 69 zur Schmalverstellung. Kontakt 67c erfüllt
dieselbe Funktion wie Kontakt 60 c, die vorher bereits beschrieben wurde.
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Wird durch die Schmalstellung die Lichtstrecke wieder teilweise verdeckt,
so steigt die Spannung am Widerstand 50 unverzögert an. Der Anodenstrom der Röhre
56 steigt an. Die Röhre 62 wird durch die Spannung am Widerstand 59 abgedrosselt.
Das Relais 67 fällt ab. Die Kontakte 67a und 67b schalten ab. Für Kontakt 67 c gilt
hier wiederum das gleiche wie für Kontakt 60 c.
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Der Kontakt 70 ist an der feststehenden Stofführungsrolle 73 (s.
Fig.1) angebaut und schließt den Stromkreis für die Schützspulen 64 und 69 nur dann,
wenn sich die Rolle 73 dreht. Der Kontakt 71 ist ein Endabschalter.
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In Fig. 6 ist der Breitenverstellmotor 72 für 3-Phasenbetrieb gezeichnet.
Es kann ebensogut ein anderer Motor verwendet werden. Das gleiche gilt für den Motor
2, der die elektromagnetische Kupplung antreibt.
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Der Breitenverstellmotor 72 verschiebt also das Gesamtaggregat, wie
es beispielsweise in Fig.2 gezeigt ist, nach der Seite. Meistens ist auf beiden
Seiten der Warenbahn je ein solcher Warenbahnführer angeordnet, so daß in solchem
Falle der Verstellmotor 72 die Distanz zwischen den beiden Warenbahnführern entsprechend
den vorkommenden Warenbahnbreiten variiert.