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Aufspannwalze für blattförmige Tonträger Die Erfindung betrifft eine
Aufspannwalze für blattförmige Tonträger, auf die dieser unter Wahrung eines Abstandes
zwischen den Blattstoßkanten gespannt wird.
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Blattförmige Tonträger haben nur eine begrenzte Aufnahmefähigkeit,
so daß für eine längere Aufnahme oder Wiedergabe nacheinander mehrere Tonträger
erforderlich sind. Beim Einsetzen und Herausnehmen dieser Tonträger von Hand ergeben
sich unerwünschte Pausen.
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Für das Auswechseln der Tonträger wird eine besonders lange Zeit benötigt,
wenn der Tonträger auf einer Walze aufgespannt ist. Bei einer bekannten Ausführungsform
wird das eine Tonträgerende umgebogen und in einen Schlitz der Aufspannwalze eingesteckt.
Bei einer derartigen Befestigung muß die Aufspannwalze zum Abnehmen angehalten und
nach dem Einsetzen des Tonträgers wieder angelassen werden, so daß das Auswechseln
der Tonträger eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Die Erfindung will diese Pausen
vermeiden. Erfindungsgemäß ist die Aufspannwalze an ihren Enden von je einem gehäusefesten,
in radialem Abstand angeordneten koaxialen Ring umgeben, der mit dem Umfang der
Aufspannwalze eine konzentrische Führungsnut bildet, in welche der Tonträger durch
einen tangential zu dieser Führungsnut angeordneten Einführungsschlitz aus einem
Vorratsmagazin eingebracht werden kann, und das Ausstoßen des Tonträgers erfolgt
bei gleichbleibender Drehrichtung der Aufspannwalze über einen zeitweise durch eine
Sperrklappe verschließbaren, tangential zu der Führungsnut verlaufenden Auslaßschlitz,
der den Tonträger in einen Sammelbehälter fallen läßt.
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Bei dieser Anordnung ist es sowohl zum Einsetzen als auch zum Herausnehmen
des Tonträgers nicht mehr notwendig, die AufspannwaIze anzuhalten, so daß nunmehr
bei ständig laufender Aufspannwalze entsprechend einem auslaufenden Tonträger der
nächste Tonträger bereits einlaufen kann. Bei entsprechend direkter Aufeinanderfolge
der Tonträger kann dann fortlaufend aufgenommen oder wiedergegeben werden.
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Da der zu einem Zylinder geformte Tonträger an der Stoßstelle eine
Unterbrechung aufweist, entsteht eine Pause. Wenn Sorge dafür getragen wird, daß
diese Stoßstelle möglichst klein gehalten wird (etwa in. der Größenordnung von etwa
1/5 Sekunde Spieldauer), ist keine Unterbrechung für das Ohr wahrnehmbar.
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Gegen Ende des Tonträgers, zweckmäßig dann, wenn der Tonkopf sich
bereits in der letzten Rille befindet, wird durch den Tonkopf auf elektrischem oder
mechanischem Wege eine Auslaßklappe betätigt. Durch diese Ausl-aßklappe wird der
Tonträger tangential herausgeführt, und zwar mit der Umlaufgeschwindigkeit. Dadurch
wird es möglich, auch das letzte Ende des Tonträgers zu beschriften bzw. abzutasten,
ohne daß .eine Änderung der Abtastgeschwindigkeit und damit der Tonhöhe eintritt.
Gleichzeitig mit dem Verlassen des ersten Tonträgers wird ein neuer Tonträger der
laufend weiter umlaufenden Aufspannwalze zugeführt, und zwar wiederum mit der Abtastgeschwindigkeit.
Zu dieser Zeit ist die Auslaßklappe wieder geschlossen, der neue Tonträger wird
wie der erste Tonträger um die Mantelfläche gelegt, abgetastet usw.
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Die Rückführung des Aufnahme- und Wiedergabekopfes kann auch durch
einen Tonträger geschehen, der Rillen mit umgekehrtem Steigungssinn aufweist. Es
müssen demzufolge umschichtig Tonträger mit wechselndem Steigungssinn eingelegt
werden.
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Man kann aber auch der Einfachheit halber Tonträger mit gleichem Steigungssinn
verwenden. In diesem Fall muß der Tonkopf beim Verlassen der letzten Rille mit großer
Geschwindigkeit auf seine Ausgangsstellung, d. h. auf den Anfang der ersten Rille
des nächsten Tonträgers, bewegt werden. Diese Bewegung kann in einfacher Weise mit
Hilfe eines Elektromagneten oder auch mechanisch ausgeführt werden. Die durch diesen
Sprung des Kopfes entstehende Pause kann ebenfalls auf den Bruchteil einer Sekunde
herabgedrückt werden und ist so nicht wahrnehmbar. Das Vorratsmagazin kann während
des Betriebes jederzeit nachgeladen werden, ebenso wie das Sammelmagazin
jederzeit
während des Betriebes entleert werden kann. Auf diese Weise ist es möglich, eine
beliebig lange Aufnahme oder Abspieldäuer ohne Pause zu erreichen.
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In .den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigt Fig.1 schematische Seitenansicht, Fig.2 Seitenansicht und Stirnansicht
der Aufspannwalze mit den koaxialen Ringen, Fig. 3 Draufsicht auf zwei Tonträger
mit verschiedenem Steigungssinn, _ .
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Fig. 4 Draufsicht auf zwei Tonträger mit gleichem Steigungssinn, T-Fig.5
Seitenansicht einer Ausführungsform des Gerätes gemäß Fig. 1 mit einer Zusatzeinrichtung
zur selbsttätigen Zu- und Abfuhr der Tonträger.
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In der Darstellung gemäß Fig. 1 sind in einem Vorratsmagazin l mehrere
Tonträger 2 gestapelt und gelangen durch einen Schli..tz .in Pfeilrichtung auf die
um die Achse 3 sich drehende Aufspannwalze 4. Ein Sprech- bzw. Hörkopf 5 mit schmalen
Polschuhen ist auf einer Achse 6 verschiebbar angeordnet. Der auf der Aufspannwalze4
befestigte Tonträger? ist mit Rillen versehen, in die die schmalen Polschuhe des
Sprech- und. Hörkopfes 5 eingreifen. Die Rillen sind in bekannter Weise mit einer
Steigung versehen, so daß der Tonträger, zu einer- Manschette gebogen, ein fortlaufendes
Gewinde darstellt. In dieser Lage wird der Tonträger beschriftet bzw. abgetastet.
Der Tonträger wird durch geeignete. Mittel gegen die Aufspannwalze gehalten, z.
B. ähnlich wie bei einer Schreibmaschinenwalze, durch in einem kleinen Abstand zur
Aufspannwalze befindliche konzentrische Ringe. Die Abtastung erfolgt dadurch,- daß
der parallel zur Aufspannwalzenachse bewegliche Sprech- und Hörkopf über den Tonträger
gleitet. Die Bewegung des Tonkopfes entsteht durch die in den Tonträger eingepreßten,
mit Steigung versehenen Führungsrillen. Nach dem Abtasten verläßt der Tonträger
durch die Auslaßklappe 8 und einen Auslaßschlitz die Aufspann, walze und wird: in
-das Auffangmagazin 9 geleitet.
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In Fig. 2 ist die Aufspannwalze 4 noch einmal in Ansicht und Seitenansicht
gezeigt. Zwei konzentrische Ringe 12 sind mit einem Einführungsschlitz 13 und dem
Auslaßschlitz 14 versehen. Der Innendurchmesser der Ringe ist etwas größer als der
Walzendurchmesser,- so daß ein Tonträger zwischen den Ringen Platz hat und durch
die rotierende Walze in drehende Bewegung gesetzt werden kann: Eine um den Drehpunkt
15 gelagerte Auslaßklappe 8 kann geöffnet werden, wodurch der Tonträger in Drehrichtung
die Walze durch den Auslaßschlitz tangential verläßt.
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Fig. 3 zeigt in Draufsicht zwei Tonträger 17 und 18 mit entgegengesetztem
Steigungssinn der Führungsrillen. Beim Abspielen des Tonträgers 17 würde der Sprech-
und Hörkopf von Punkt 19 zum Punkt 20 wandern, bei dem nächsten Tonträger würde
er dagegen von Punkt 21 zu Punkt 22 und dadurch zurück in seine Anfangsstellung
gebracht werden.
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In Fig. 4 sind in Draufsicht zwei Tonträger 23 und 24 mit gleichem
Steigungssinn gezeigt. Die Bewegung des Sprech- und Hörkopfes würde hierbei vom
Anfang des Tonträgers Punkt 25 zum Ende des Tonträgers Punkt 26 erfolgen. Um zum
Anfang des nächsten Tonträgers Punkt 27 zu gelangen, muß der Sprech- und Hörkopf.
durch geeignete Mittel sprungartig zurückgeführt werden. Die Abtastung des Tonträgers
24 erfolgt analog dem ersten Tonträger, d. h., von Punkt27 zu Punkt28.
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Fig. 5 zeigt den pausenlosen Wechsel zweier Tonträger. Der Sprech-
und Hörkopf 5 hat beim Erreichen der letzten Tonrille einen Kontakt berührt, und
einen Elektromagneten 30 betätigt, der wiederum die Auslaßklappe 8 geöffnet
hat. Der Tonträger 7 verläßt die Walze durch den Auslaßschlitz und schließt dabei
einen elektrischen Kontakt 33, der eine (nicht gezeichnete) Kupplung üblicher Bauart
betätigt, welche die Zuführungsrolle 4 in Drehung versetzt. Dadurch wird ein neuer
Tonträger 2 aus dem Vorratsmagazin zugeführt. Diese Anordnung arbeitet selbsttätig
mit großer Genauigkeit und Betriebssicherheit. Ein neuer Tonträger kann nur eingeführt
werden, wenn ein Tonträger die Aufspannwalze 4 verläßt und dabei den Kontakt 33
auslöst. Durch diese Maßnahme ist es möglich, den Abstand 37 zwischen dem Ende des
ersten Tonträgers und, dem Anfang des nächsten Tonträgers auf ein Mindestmaß einzustellen,
so daß praktisch keine wahrnehmbare Unterbrechung der Beschriftung bzw. Abtastung
eintritt. Bei der Verwendung von Tonträgern mit dem ;gleichen Steigungssinn war
es notwendig, den Sprech- und Hörkopf 5 schnell in seine Anfangsstellung zurückzubefördern.
Diese Aufgabe übernimmt ein: Elektromagnet, der ebenfalls von dem Kontakt 33 oder
einem anderen durch den Tonträger :gesteuerten Kontakt betätigt wird. Damit der
die Aufspannwalze verlassende Tonträger in das Auffangmagazin 9 gelangt und
dabei den Kontakt 33 freigibt, ist eine mit der Abtastgeschwindigkeit umlaufende
Rolle 39 vorgesehen.