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DE1094700B - Verfahren zum ununterbrochenen Reinigen endloser Drucktuecher - Google Patents

Verfahren zum ununterbrochenen Reinigen endloser Drucktuecher

Info

Publication number
DE1094700B
DE1094700B DED14276A DED0014276A DE1094700B DE 1094700 B DE1094700 B DE 1094700B DE D14276 A DED14276 A DE D14276A DE D0014276 A DED0014276 A DE D0014276A DE 1094700 B DE1094700 B DE 1094700B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
blanket
printing
rubber
extender
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED14276A
Other languages
English (en)
Inventor
William C Ross
Alec W Niconchuk
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WR Grace and Co
Original Assignee
WR Grace and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WR Grace and Co filed Critical WR Grace and Co
Publication of DE1094700B publication Critical patent/DE1094700B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F35/00Cleaning arrangements or devices
    • B41F35/007Cleaning arrangements or devices for supports of workpieces

Landscapes

  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ausbildung des Verfahrens zum ununterbrochenen Reinigen endloser Drucktücher gemäß Anspruch 10 des Patentes 860 044, nach welchem bereits vorgeschlagen wurde, die aus elastischen, kaltgestreckten Fäden eines linearen, synthetischen Hochpolymeren bestehende saubere Textiloberschicht eines Drucktuches mit einem Sperrmittel zu versehen, welches sich bei späterer Trocknung als dünner Film auf dem Gewebe niederschlägt, worauf das Drucktuch getrocknet und in diesem Zustand der Druckzone zugeführt wird, um nach Aufnahme von überschüssiger Farbe in einer Waschvorrichtung durch wasserbefeuchtete Bürsten mit Wasser behandelt und durch Walzenpreß druck von Wasser und Farbe befreit zu werden.
Die Verwendung eines Sperrmittels bei derartigen Drucktüchern aus synthetischen Fäden ist deswegen notwendig geworden, weil im Gegensatz zu den früheren Drucktüchern, bei denen der Überschuß an Farbe nur auf eine undurchlässige Oberfläche auftraf, jetzt die überschüssige Farbe absorbiert und in den kapillaren Zwischenräumen zwischen den Fasern des Garnes festgehalten wird. Es werden dadurch wesentlich größere Mengen an Farbe, die beim Druck durch die Waren hindurchdringen oder bei über die Webekante der Waren hinausgehenden Mustern unmittelbar auf das Drucktuch übergehen, aufgenommen und weggeführt. Diese großen Farbmengen können bei Verwendung von üblichen Farben praktisch vollkommen entfernt werden, wenn man das Drucktuch mit warmem Wasser behandelt und anschließend zwischen Preßwalzen hindurchführt.
Neuerdings werden jedoch in steigendem Maße Pigmentfarben verwendet, die im Gegensatz zu den früher verwendeten Farbstoffen mit Harzen gedickt sind, die im Wasser quellen. Es sind dies Dispersionen mit einer Phase aus wärmehärtbarem Kunststoff und Wasser als anderer Phase, wobei sowohl Wasser-in-Öl-Emulsionen als auch Öl-in-Wasser-Emulsionen verwendet werden. Die Farbstoffe sind gewöhnlich in der Dispersion suspendiert, wobei je nach Emulsionstyp die Harzlösung entweder die äußere oder innere Phase bildet.
Beide Pigmentfarbentypen verhalten sich gleich, wenn sie als dünner Film auf Textilien oder auf dem Drucktuch beim Passieren des Trockenzylinders erhärten. Durch Wasserbehandlung mit nachfolgendem Auspressen kann nach dem Passieren des Trockenzylinders ein mit derartigen Pigmentfarbendispersionen verschmutztes Drucktuch nicht mehr gesäubert werden.
Es ist daher bereits gemäß Patent 860 044 (Anspruch 10) vorgeschlagen worden, auf der Oberfläche des Drucktuches einen dünnen Film als Sperrschicht Verfahren zum ununterbrochenen
Reinigen endloser Drucktücher
Zusatz zum Patent 860 044
Anmelder:
W. R. Grace & Co.,
Cambridge, Mass. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. J.-D. Frhr. v. Uexküll,
Patentanwalt, Hamburg-Hochkamp, Königgrätzstr. 8
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 6. Februar 1952
William C. Ross, Winchester, Mass.,
und Alec W. Niconchuk, Peabody, Mass. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
aufzubringen, bevor die Oberfläche in der Druckzone mit den Pigmentfarben in Berührung kommt. Wenn dann nach einer solchen Vorbehandlung der farbbeschmierte Teil des Drucktuches in der Waschzone mit Wasser behandelt, gebürstet und ausgepreßt wird, werden dabei auch die Pigmentfarben aus der Oberflächenschicht entfernt. Als Sperrmittel wurden gemäß dem Hauptpatent Mittel vorgeschlagen, die nach dem Abpressen von Flüssigkeit und/oder Trocknen einen dünnen Film auf dem Gewebe hinterließen, z. B. Waschmittel, wie Seife (1 % Natriumoleat in Wasser) oder Kienölemulsion, verschiedene Kombinationen der Hauptbestandteile von Seifenwaschmitteln, Kienölersatz sowie Suspensionen von Bentonit und pyrophosphorsaurem Natrium.
Solange beim Arbeiten mit Emulsionsfarben die hydrophilen Waschmittel die einzelnen Fasern der Garne vollkommen einhüllen, bevor ein lackähnlicher Harzniederschlag mit der Oberfläche des Drucktuches in Berührung kommt, lassen sich auch die Emulsionsfarben zur Zufriedenheit aus dem Drucktuch entfernen.
Neuerdings wird aber der Harzanteil in den Pigmentfarbpasten erhöht, um das geringfügige Abfärben zu vermeiden, das bis dahin eine charakteristische Eigenschaft der Pigmentfarben gewesen war. Die
009 678/455
Harzkonzentration ist in den sogenannten »hoch verschnittenen« Farbpasten so hoch, daß man mit Sperrschichten aus Seifen bzw. den Reinigungsmitteln gemäß Patent 860 044 nicht mehr die gesamte Farbmenge entfernen kann.
Untersuchungen an auf dem Drucktuch zurückgebliebenen hoch verschnittenen Pigmentfarben ergaben, daß die Farbe besonders an den Rändern des Drucktuches einen nahezu kontinuierlichen und lackähnlichen Überzug bildet, während die niedrig verschnittenen Farben keinen zusammenhängenden Film bilden und in seifenhaltigem Wasser leicht emulgiert und von dem Drucktuch abgebürstet werden können. Die hoch verschnittenen Farben sind dagegen schlecht emulgierbar. *5
Diese Nachteile können auch nicht durch einen längeren Waschvorgang behoben werden, da sich der harte Film auch dann nicht löst. Außerdem laufen die etwa 40 m langen Drucktücher normalerweise mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 bis 200 m/min um, ao und es befinden sich nur etwa immer 2 bis 3 m Drucktuch in der Waschzone. Das Drucktuch muß also meist in der kurzen Zeit von 2 bis 3 Sekunden vollständig gereinigt werden, wenn man nicht den ganzen Druckvorgang verlangsamen will.
Es wurde nun festgestellt, daß bei Verwendung der hochverschnittenen Pigmentpräparate die Bildung eines undurchlässigen Harzfilms auf der Faser verhindert werden kann, wenn man den Harzfilm in einem breiigen gelatinösen Zustand halten kann, der dann durch Bürsten und Waschflüssigkeit ohne weiteres in kürzester Zeit entfernbar ist.
Erfindungsgemäß wird die Verwendung eines Stoffes als Sperrmittel vorgeschlagen, der den Pigmentfilm weich und gelatinös hält, der weiterhin weder Oberfläche noch Drucktuch selbst angreift, der beim Trocknen des Drucktuches nicht verdunstet und der gemeinsam mit dem Farbpräparat mittels Bürsten und Waschflüssigkeit schnell und leicht entfernt werden kann; als solcher Hilfsstoff wurde eine Lösung von flüssigen, als Kautschukstreckmittel bekannten Erdölkohlenwasserstoffen in einem flüchtigen Kohlenwasserstoff von geringem Kautschuklösungsvermögen gefunden.
Dieser Hilfsstoff verhindert überraschenderweise, in schon ganz geringen Mengen angewendet, ein Erhärten des Pigmentfilms, und zwar unabhängig davon, wie lange er zur Härtung des Harzes erhitzt worden war. Es wurde festgestellt, daß durch die Aufbringung dieses Hilfsstoffes auf die Oberfläche des Drucktuches, bevor es mit den Pigmentfarben in Berührung kommt, sich die Oberfläche des Drucktuches selbst nach dem Waschen mit Seife noch weich und glitschig anfühlt, während normales Drucktuch sich rauh und griffig anfaßt. Wenn das Kautschukstreckmittel, d. h. die Sperrschicht, von der Faser absorbiert ist, kommt die Farbe mit der wirklichen Faseroberfläche nicht mehr in Berührung. Wenn auf der Faser noch eine größere Streckmittelmenge verbleibt, als zur Bildung einer etwa monomolekularen Schicht notwendig ist, dann wirkt dieser Streckmittelanteil gelatinierend auf den anschließend aufgebrachten Farbfilm ein, und zwar mindestens in dem Ausmaß, daß die unmittelbar benachbarten Harzanteile gelatiniert werden.
Weiterhin wird erfindungsgemäß noch weiteres Streckmittel nach dem Drucken auf das Drucktuch aufgebracht, wodurch die von unten — also von der Faser aus — aufgeweichte Harzschicht auch von der Oberfläche aufgeweicht bzw. angequollen wird. Erfindungsgemäß enthält das Drucktuch vor Aufbringen des Sperrmittels bereits das im Patent 860044 beschriebene Waschmittel auf den Fasern.
Derartig behandelte Drucktücher lassen sich gut reinigen, gleichgültig, wie hoch die Farben mit Harzen verschnitten sind. Um jedoch den Reinigungsvorgang noch zu beschleunigen und in kürzester Zeit durchzuführen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dem Kautschukstreckmittel noch ein Emulgiermittel zuzusetzen. Dadurch wird nicht nur der Färb- oder Pigmentbelag weich gehalten, so daß er flockig abgewaschen werden kann, sondern er wird auch derart dispergiert, daß das Drucktuch in einem normalen Drucktuch wäscher bei normaler Druckgeschwindigkeit sofort restlos ausgewaschen werden kann. Untersuchungen mit verschiedenen öllöslichen Emulgatoren an verschiedenartigen Pigmentfarben ergaben, daß die Mittel verschieden stark wirksam waren, jedoch im allgemeinen genügten 1 bis 2 Gewichtsprozent Emulgator, bezogen auf den Harzgehalt der Pigmentfarbe, um eine schnelle Dispergierung des Farbfilms zu bewirken.
Die erforderliche Emulgatormenge ist der zu entfernenden Farbmenge direkt proportional. Sie ändert sich mit dem Muster, hängt von der Ware und von der Farbe ab.
Die folgenden \rerhältniszahlen sind als Durchschnittswerte anzusehen und müssen vom Drucker den jeweiligen Erfordernissen entsprechend variiert werden. So muß beispielsweise, wenn die zu entfernende Farbmenge sehr klein ist, der Streckmittelanteil vergrößert werden, während bei einer sehr großen Farbmenge die Emulgatormenge erhöht werden muß, jedoch sollte in keinem Fall mehr als 1 Teil Emulgator auf 2 Teile Streckmittel angewandt werden. Die Lösung kann mit flüchtigen Kohlenwasserstoffen stark verdünnt werden, wenn der Anteil an nicht flüchtigen Stoffen, die bei dem Drucktuch angewandt werden müssen, sehr klein ist. Als obere Grenze sollten nicht mehr als 2,2 kg nicht flüchtige Stoffe pro 1000 m2 Drucktuch angewandt werden.
Bei den üblichen Farbpasten wirken 8 bis 15 Gewichtsprozent Emulgator, bezogen auf das Kautschuk-Streckmittel in der Reinigungslösung, genügend stark auf den Harzfilm ein, wenn das eingefärbte Drucktuch nach Durchgang durch die Druckzone mit der Lösung benetzt wird.
Wenn mehrere Farbstoffe gleichzeitig auf das Drucktuch aufgebracht werden, von denen einige Farbpasten Öl-in-Wasser-Emulsionen, andere hingegen Wasserin-Öl-Emulsionen sind, so werden vorteilhafterweise nicht allein öllösliche Emulgatoren verwendet, die sich in dem Kautschuk-Streckmittel lösen, sondern auch solche, die ebenfalls in Wasser löslich sind. Die Öllöslichkeit des Emulgators ist zum Auflösen desEmulgators in dem Streckmittel notwendig, öl- und wasserlösliche Emulgatoren hingegen sind wesentlich vorteilhafter und erhöhen den Wirkungsgrad der Reinigungslösung.
Die Kautschuk-Steckmittel werden aus gewissen Rückständen der Erdölraffinierung hergestellt. Die Beschaffenheit und Herstellungsweise dieser Produkte hängt bis zu einem gewissen Grade von der Natur des Rohproduktes und der angewandten Raffinierungsmethode ab. Sie reagieren mit Schwefel und können mit Kautschuk zusammen vulkanisiert werden. Diese Verbindungen sind inderUSA.-Patentschrift 2 180 367 und in einer Veröffentlichung in Rubber Age, Bd. 69, S. 559 ff. (1951), beschrieben. Bei dem angewandten Verfahren werden bevorzugt Kautschuk-Streckmittel verwendet, deren Viskosität oberhalb von 7000 Say-
boltsekunden bei 38° C liegt. Streckmittel mit geringerer Viskosität sind weniger geeignet, da sie in die Drucktuchoberfläche hineindringen und von dieser aufgesaugt werden. Die Kautschuk-Streckmittel selbst sind außergewöhnlich wenig flüchtig, so daß auf den Drucktuchfäden nach der Hitzetrocknung noch ausreichende Streckmittelmengen bleiben, die auf die Pigmentfarben einwirken.
Mit einer außerordentlich geringen Streckmittelmenge ist es bereits möglich, die Natur des Films zu verändern. Das Streckmittel wird in verdünnter Lösung angewandt, wobei als Lösungsmittel ein flüchtiges (niedrigsiedendes) Benzindestillat, das für Kautschuk ein geringes Lösungsvermögen besitzt, verwendet wird.
Im folgenden soll an Hand von Ausführungsbeispielen das erfindungsgemäße Verfahren näher beschrieben werden.
Als Sperrmittel, welches nach der Preßtrocknung und vor dem durch Wärmeeinwirkung erfolgenden ao Trocknen zur Anwendung gelangt und welches durch letztere als dünne einhüllende Schicht auf den Fasern niedergeschlagen wird, werden die obenerwähnten Rückstände aus der ölraffination verwendet. Diese sind meist dunkelfarbige, meist hoch- oder mittelsiedende Produkte.
Diese Kautschukstreckmittel werden in Testbenzin gelöst, wobei das Lösungsvermögen dieses Testbenzins an und für sich sehr groß ist, jedoch in bezug auf Kautschuk gering ist; dieses ist wegen der unter Verwendung von Kautschuk hergestellten Drucktücher im Hinblick auf etwaige Beschädigungen notwendig. An Testbenzin werden etwa 1600 Teile auf 100 Teile Kautschukstreckmittel verwendet.
Wie bereits eingangs erwähnt, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, dem Kautschuk-Streckmittel noch einen Emulgator zuzusetzen, damit die spätere Reinigung beim Waschprozeß erleichtert wird. Dieser Zusatz ist zwar nicht unbedingt notwendig und kann bei Farbpasten mit geringerem Harzanteil weggelassen werden, jedoch ist bei höherem Harzanteil der Emulgatorzusatz für das schnelle Säubern notwendig. Als Emulgatoren haben sich Polyoxyäthylenlaurylalkohol, Fettsäureester eines Polyätheralkohols und Laurinsäure-di-ester von Polyäthylenglykol besonders bewährt.
Bei Verwendung eines Emulgators — d. h. bei hohem Harzanteil — kann die Sperrmittellösung folgende Zusammensetzung haben:
Gewichtsteile ^0
Kautschuk-Streckmittel 90
PmiiiffQfni- in
JLjJLIAUIgCtHJl ·· IW
Lösungsmittel (Testbenzin) 1600
Als Reinigungslösung zur Aufbringung auf das verschmutzte Drucktuch kann die folgende Zusammensetzung Verwendung finden, wobei die Aufbringung möglichst nahe an der Druckzone erfolgen soll:
Gewichtsteile
Kautschuk-Streckmittel 90
Emulgator 10
Lösungsmittel" '(Testbenzin)".'.'.'.'.'.'.'.'. 1600
Die zur Reinigung des Drucktuches erforderliche Menge an Reinigungslösung hängt von der Farbmenge ab, die zu entfernen ist. Gewöhnlich sind 4 bis 141 Lösung pro 1000 m2 verschmutztes Drucktuch ausreichend.
Die Sperrmittellösung wird ■—· wie bereits erwähnt — dann auf das Drucktuch aufgebracht, wenn / υυ
es den Preßtrockner der Waschapparatur verläßt, d. h. von der überschüssigen Waschmittellösung befreit ist, bevor es über die erhitzten Trockenzylinder geht. In dem Hitzetrockner wird das restliche Wasser und das Lösungsmittel weitgehend ausgetrieben, so daß im wesentlichen trockenes Drucktuch in die Druckzone geführt wird. Eine Verteilung von 4,5 1 Sperrmittellösung auf 1000 m2 Drucktuch kann schon ausreichen, um jegliches Haften der Farbe auf dem Drucktuch zu verhindern, wobei Sorgfalt und Erfahrung des Druckers ausschlaggebend sind. Geübte Drucker können bei bestimmten Mustern ihren Wäscher so sorgfältig regulieren, daß das Drucktuch stets genügende Sperrmittelmengen mit sich führt, um noch nach 1000 Durchgängen sauber zu bleiben, ohne daß weiteres Sperrmittel auf das Drucktuch nach dem Waschen aufgebracht zu werden braucht. Da nicht immer ein solches Maß an Sorgfalt oder Erfahrung vorhanden ist, wird erfindungsgemäß bei der praktischen Durchführung des Verfahrens nach dem Waschen stets eine verdünnte Sperrmittellösung auf das Drucktuch aufgebracht werden, so daß ein Durchschnittsdrucker in der Lage ist, sein Drucktuch sauber zu halten.
Bei der Verwendung von Pigmentfarben sind Drucktücher aus Stoffen im Gebrauch, die gegenüber öl und Lösungsmitteln resistent sind. Letztere beeinflussen nur in sehr geringem Maße die Härte und Verschleißfestigkeit der Tücher, so daß deren Lebensdauer nicht herabgesetzt wird.
Eine Druckmaschine mit Aufbringungsvorrichtung für Sperrmittel und Reinigungsmittel ist in der Abbildung dargestellt. Irgendwo auf dem Wege des Drucktuches, vorzugsweise möglichst hinter der Druckzone, wird das schmutzige Drucktuch unter einer Aufbringungswalze 36 durchgeführt, durch die unmittelbar auf die farbhaltige Oberfläche ein dünner Streckmittelfilm aufgebracht wird. Die Lösung wird vom Behälter 37 über ein Rohr 38 mit Steuerventil 39 an eine V-förmige Kastenschleuse 41 herangeführt, die die Länge der Aufbringungswalze 36 besitzt. Nach Einstellen des Ventils 39 tropft die Lösung aus der Schleuse auf die Walze 36.
Anschließend läuft das Drucktuch 23'in die Waschzone. Vorteilhafterweise wird die Walze 36 möglichst weit entfernt von der Waschzone angeordnet, denn je länger die Lösung mit der Farbe auf der Oberfläche des Drucktuches in Berührung bleibt, um so weicher und gelatinöser wird die Farbe und um so leichter kann sie durch Waschen entfernt werden. In der Waschzone läuft das Drucktuch um den Hauptwaschzvlinder27' herum und trifft auf eine Anzahl ver-
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schiedener Drehbursten, von denen sich einige entgegengesetzt zum Drucktuch bewegen. Sie sind mit Wasserdüsen 48 und 50 ausgerüstet, die auf die Borsten der Bürsten gerichtet sind, so daß die Borsten von Zeit zu Zeit von Farbenhäufungen frei gewaschen werden können. Die Bürsten 51 und 53 rotieren in zueinander entgegengesetzter Richtung. Ihre Borsten tauchen in Seifenschalen 52 und 54 ein, so daß die Drucktuchoberfläche an dieser Stelle mit einer Seifenlösun£ abgebürstet wird. Die Bürste 55 rotiert in gegenläufiger Richtung mit sehr viel größerer Geschwindigkeit als das Drucktuch. Im Anschluß an die Bürste 55 wird eine Seifenlösung durch eine vom Seifenbehälter 33' gespeiste Tropfvorrichtung 32' auf das Drucktuch gegeben. Die überschüssige Seifenlösung, die über die Drucktuchoberfläche fließt, wird durch die Bürste 55 zurückgebürstet und hält in den Schalen 52 und 54 den Seifenlösungsspiegel aufrecht.
Als Walze 34' wird vorzugsweise eine mit Gummi überzogene Quetschwalze verwendet, welche möglichst mit einem Luftkissen versehen ist, so daß der Preßdruck auf das Drucktuch schnell und genau kontrolliert werden kann. Eine weitere Auftragswalze 42 ist unmittelbar hinter der Quetschwalze angeordnet. Diese dient zum Aufbringen des Sperrmittels und wird mit einer verdünnten Kautschuk-Streckmittellösung gespeist, welche vom Behälter 43 über ein Kontrollventil 44 und einen V-förmigen Schleusenkasten 45 fließt, der die Länge der Polsterwalze besitzt. Anschließend wird das Drucktuch über eine Reihe von Trockenzylindern 35' geführt, die sich vorzugsweise in einem Gehäuse 57 befinden, welches durch ein Gebläse 56 mit Frischluft versorgt wird. Das getrocknete Drucktuch 23' kommt anschließend in die Druckzone, wird unter das Textilgut 25' und unter die Farbwalzen 26', 26' geführt und läuft um den Gegendruckzylinder 24' der Druckpresse herum. Wenn 4 bis 14 1 Reinigungsflüssigkeit mittels der Walze 36 und etwa 4 1 Sperrmittellösung mittels Walze 42 auf das Drucktuch aufgebracht werden und wenn der Quetschwalzendruck so eingestellt ist, daß sich das Drucktuch beim Verlassen der Preßwalze trocken anfühlt, kann die Maschine sehr lange mit Pigmentfarben arbeiten und das Drucktuch gründlich säubern.
Die zum Verschneiden der Pigmentfarbstoffe und zur Haftung dieser auf den Geweben verwendeten Harze sind verschiedenartig. Es werden Harnstoff-Formaldehyd-Harze, Melaminharze und modifizierte Alkydharze verwendet. Die Farbpigmente sind ihrer Zusammensetzung nach nicht immer bekannt, und die Art des Harzes ist dem Textildrucker in den seltensten Fällen bekannt und wechselt häufig.
Von Zeit zu Zeit erscheinen vollkommen neue Harztypen in den Farbpasten. Ehe ein kostspieliges Drucktuch bei einer unbekannten Farbzusammensetzung riskiert wird, wird vorgeschlagen, die Farbe in folgender Weise auf ihre Abwaschbarkeit zu prüfen:
Eine kleine Abdampfschale wird mit Farbpaste beschmiert und einige Tropfen Streckmittellösung zu der Schmiere hinzugegeben. Anschließend wird die Abdampfschale in einen Ofen gestellt, der so hoch erhitzt wird, daß das flüchtige Lösungsmittel abgetrieben und das Harz gehärtet wird. Wenn das Harz in Gegenwart der Streckmittellösung nicht erhärtet, sondern gelatinös bleibt, dann ist es ziemlich gewiß, daß die Farbe in der beschriebenen Weise von dem Drucktuch abgewaschen werden kann.
Versuche mit einer großen Anzahl typischer und in der Textilindustrie üblicher Pigmentpasten zeigten, daß alle Farben weich blieben und leicht entfernt werden konnten. Es wurde weiterhin bei Untersuchungen in Fabrikmaßstab gefunden, daß bei Verwendung von Farbemulsionen mit hohem Harzgehalt die Drucktücher zuverlässig gewaschen und gereinigt werden können und eine lange Lebensdauer aufweisen, ohne daß sich Farbe in oder auf dem Drucktuch festsetzt, wenn sie in der erfindungsgemäßen Weise behandelt werden.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Ausbildung des Verfahrens zum ununterbrochenen Reinigen endloser Drucktücher gemäß Anspruch 10 des Patents 860 044, die eine Textiloberschicht aus elastischen, kaltgestreckten Fäden eines synthetischen, linearen Hochpolymeren besitzen, wobei in ununterbrochenem Arbeitsgang auf die gewaschene Textiloberfläche ein Sperrmittel aufgebracht wird, welches sich als dünner Film auf dem Gewebe niederschlägt, worauf das Drucktuch getrocknet und in diesem Zustand der Druckstelle zugeführt wird, um nach Verschmutzung durch überschüssige Farbpaste in einer Waschvorrichtung durch wasserbefeuchtete Waschbürsten und Waschmittel behandelt und durch Walzenpreßdruck von Wasser und Farbe befreit zu werden, dadurch gekennzeichnet, daß als Sperrmittel auf das gewaschene, ausgequetschte, Waschmittelreste noch enthaltende Drucktuch eine Lösung von an sich als Kautschuk-Streckmittel bekannten flüssigen Kohlenwasserstoffen aus Rückständen der Erdölraffination in einem flüchtigen Kohlenwasserstoff von geringem Kautschuklösungsvermögen aufgebracht wird und unmittelbar nach dem Druckvorgang weiterhin auf das verschmutzte Drucktuch eine der Streckmittellösung gleichartige Flüssigkeit als Quellmittel für die Farbreste aufgesprüht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Sperrmittel eine Kautschuk-Streckmittellösung verwendet wird, die ein öllösliches, nichtionogenes Emulgiermittel enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kautschuk-Streckmittel verwendet wird, das eine Viskosität von wenigstens 7000 Savboltsekunden bei 38° C aufweist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 814 349;
USA.-Patentschrift Nr. 2 438 038;
Zeitschrift »Metalloberfläche«, Ausgabe B, 1951, Heft 4, S. 57/58.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 678/4SS 12.60
DED14276A 1952-02-06 1953-02-05 Verfahren zum ununterbrochenen Reinigen endloser Drucktuecher Pending DE1094700B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR814349A (fr) * 1936-07-08 1937-06-21 Ig Farbenindustrie Ag Décapant pour vernis et enduits de toutes sortes
US2438038A (en) * 1944-10-02 1948-03-16 Monsanto Chemicals Method of removing paint, varnish, and lacquer films from surfaces

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