DE1094796B - Verfahren zur Fernuebertragung von Informationen - Google Patents
Verfahren zur Fernuebertragung von InformationenInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Fernübertragung von Informationen, insbesondere
von Listen, auf denen die Informationen aufgezeichnet sind.
Es hat sich gezeigt, daß die Übertragung von Informationen, insbesondere in der Form von langen
Listen, durch die normale Postbeförderung oft zu langsam ist. Auch die Übertragung über das Telefonnetz
mittels Sprache ist oft nicht zufriedenstellend, und zwar aus einem oder mehreren der folgenden
Gründe:
1. Es können sich leicht Fehler bei derartigen Übertragungen
einschleichen;
2. man hat keine Aufzeichnung dessen, was man übertragen hat;
3. die Zeit und die Kosten für das Ablesen und Übertragen langer Listen wirkt sich hindernd
aus;
4. an beiden Übertragungsseiten ist eine Bedienungsperson erforderlich.
Wenn mehrere Sendestellen vorhanden sind, die eine derartige Übertragung zu einer einzigen Empfangsstation
durchführen müssen, so werden die aufgeführten Schwierigkeiten noch vervielfacht. So kann
z. B. ein einzelnes Warenhaus seine Ware von hundertfünfzig Lieferanten beziehen, wobei jeder Lieferant
tausend einzelne Posten haben kann. In derartigen Fällen ist die Übertragung langer Bestellungen
über das Telefonnetz eine unpraktische Lösung. Ähnliche Verhältnisse ergeben sich für die schnelle Übertragung
der Stimmenzählungen am Wahltage zu einem zentralen Zählbüro.
Eine mögliche Lösung der obigen Probleme besteht in der Verwendung von Fernschreibern oder Faksimileübertragung.
Dies ist jedoch wegen der Kosten für die Geräte unter Umständen unwirtschaftlich;
außerdem können die Telefonleitungen nicht mehr zu diesem Zwecke benutzt werden. Andererseits muß
vor der Verwendung derartiger Übertragungsgeräte zunächst eine Aufzeichnung mit den Bestellungen
gemacht werden, die dann von der Maschine abgelesen und verarbeitet werden. Dies bedeutet natürlich auch
noch eine Erhöhung der Bearbeitungskosten sowie die Gefahr, daß sich bei der Bearbeitung Fehler ergeben.
Eine andere Möglichkeit zur Lösung der obigen Aufgabenstellung besteht darin, die Bestellisten direkt
zu codieren, um so die codierten Informationen mit hoher Geschwindigkeit über die normalen Telefonleitungen
zu übertragen, wobei die Informationen durch verschiedene Tonsignale dargestellt sind. Eine
direkte Codierung der Listen ist jedoch ohne eine entsprechende Maschine schwierig, die Verwendung einer
derartigen Maschine jedoch teuer und wahrscheinlich auch nicht besonders praktisch, da sie nicht transpor-
Verfahren zur Fernübertragung
von Informationen
von Informationen
Anmelder:
International
Standard Electric Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Ciaessen, Patentanwalt,
Stuttgart-Zuffenhausen, Hellmuth-Hirth-Str. 42
Stuttgart-Zuffenhausen, Hellmuth-Hirth-Str. 42
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 13. Oktober 1955
V. St. v. Amerika vom 13. Oktober 1955
Michael C. Poylo, New York, N. Y. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
tierbar sein wird. Es würde auch anderseits schwierig sein, die codierte Nachricht zwecks Prüfung gegen
Fehler oder zur Einfügung von Änderungen in die normale Schreibweise umzucodieren.
Es ist auch schon eine Anlage zur Fernbedienung von Registriermaschinen bekanntgeworden, um die an
verschiedenen Stellen anfallenden Informationen in einer Zentrale verarbeiten zu können. Zu diesem
Zwecke werden zentral Lochkarten mit codiert eingetragenen Informationen hergestellt und diese dann
zur Verarbeitung in der üblichen Lochkartentechnik in den verschiedenen Außenstellen verwendet. Zum
Unterschied von der normalen Verarbeitung stehen die Ausgabewerke nicht am gleichen Platz, sondern in
der Zentrale, so daß also die abgetasteten Werte zunächst nach dort übertragen werden müssen, wo die
Verarbeitung mit üblicher Technik erfolgt.
Zweck der Erfindung ist es einmal, ein einfaches Verfahren zur Übertragung von Informationen, z. B.
von Warenlisten oder Stimmen, unter Vermeidung der aufgezeigten Nachteile anzugeben. Ferner liegt
der Erfindung der Wunsch zugrunde, von der bekannten Lochkartentechnik freizukommen, da sie bei der
Fernübertragung von z. B. Warenbestellungen sehr aufwendig ist. Es können dann nämlich nicht wie bei
der obengenannten Anlage zentral Lochkarten herge^ stellt werden, da die zu übertragenden Informationen
— nämlich die Mengenangaben der zu bestellenden Waren — bei den verschiedenen Außenstellen unterschiedlich
sind; es müßte daher bei jeder Außenstelle
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eine Anlage zur Erstellung der Lochkarten vorgesehen Fig. 4 ein Blockdiagramm der entsprechenden Anwerden.
Andererseits soll aber die maschinelle Aus- Ordnungen auf der Sende- und Empfangsseite zur
wertung und Übertragung der Informationen erhal- Verarbeitung des in Fig. 3 dargestellten Aufzeichten
bleiben, um in der Empfangsstation eine auto- nungsträgers.
matische Verarbeitung direkt vornehmen zu können. 5 Bei dem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist von
matische Verarbeitung direkt vornehmen zu können. 5 Bei dem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist von
Gegenstand der Erfindung ist ein System zur Fern- der Tatsache Gebrauch gemacht, daß ein bestimmter
übertragung von Informationen, die in Form einer Teil der zu übertragenden Informationen, z. B. die
Liste mit einzelnen Warenposten od. dgl. vorliegen. Warenart oder die Namen der Kandidaten, sich nicht
Gemäß der Erfindung besteht das System in einem ändert, so daß man auf der Sende- und Empfangsseite
Aufzeichnungsträger mit einer Liste der einzelnen io einander entsprechende Listen verwenden kann. Dann
durch besondere, maschinell lesbare Markierungen brauchen nur die veränderlichen Merkmale, z. B. die
gekennzeichnete Posten, welcher so ausgebildet ist, Anzahl der bestellten Waren oder die gewählten Kandaß
bei jedem Posten die betreffs dieses Postens zu didaten, übertragen zu werden, einschließlich einer
übertragende Information bestimmende und maschi- zusätzlichen Information, die auf der Empfangsseite
nell lesbare Markierungen unmittelbar manuell ein- 15 die Beziehung zwischen der Warenart und der enttragbar
sind; ferner sind Mittel zur Abtastung der sprechenden bestellten Anzahl dieser Warenart her-Markierungen
und Umwandlung der Abtastsignale in stellt. Auf der Sendeseite wird ein mit einer Liste von
hörbare Signale, die über das normale Telefonnetz Waren versehener Aufzeichnungsträger verwendet, der
übertragen werden, sowie in der Empfangsstation hinter jeder Warenart Platz für Markierungen entMittel
zur Umwandlung der empfangenen Signale in 20 hält, die die Anzahl der bestellten Ware darestellen.
elektrische Signale, die ihrerseits zum Aufbringen Bei der Warenliste des Ausführungsbeispiels sind
entsprechender Markierungen auf einem Aufzeich- die Mengen der einzelnen Waren in dem Dezimalnungsträger
in einer für die weitere maschinelle Ver- system angegeben, in dem eine entsprechende Anzahl
arbeitung verwendbaren Form dienen, vorgesehen. von Reihen und Spalten vorgesehen ist. Dabei ent-
Auf Listen, bei denen die Menge jedes Postens die 25 spricht jede Reihe einer Dezimalstelle und jede Spalte
zu übertragende Information ist, ist es zweckmäßig, einer Dezimalziffer. Die Anzahl der Reihen richtet
hinter jedem Posten eine Mehrzahl von Kolonnen, sich nach der maximal möglichen Stellenzahl. Die
von denen jede eine bestimmte Dezimalziffer dar- durch die Reihen und Spalten entstehenden Quadrate
stellt, und eine Mehrzahl von Reihen, von denen jede werden markiert, z. B. mit lichtundurchlässiger Tinte
eine bestimmte Dezimalstelle darstellt, vorzusehen 30 oder durch Lochung. Beides kann leicht von Hand
und die Listen entsprechend den Mengen der einzel- ausgeführt werden. Der so vorbereitete Aufzeichnen
Posten in diesen Kolonnen und Reihen zu mar- nungsträger wird dann in eine Maschine eingeführt,
kieren. Bei vertikaler Anordnung der einzelnen die die Markierungen in hörbare Tonsignale umwan-Posten
auf der Liste ist es günstig, die Kolonnen delt. Diese Signale können dann über das gewöhnsenkrecht
und die Reihen waagerecht anzuordnen und 35 liehe Telefonnetz übertragen werden. Man erkennt
die Abtastung in vertikaler Richtung vorzunehmen. also, daß ein leicht lesbarer Aufzeichnungsträger an
Die Sondermarkierungen können entweder durch ihre der Sendestelle entsteht und daß keine Codiermaschine
Lage längs der Liste die einzelnen Posten kennzeich- für die Vorbereitung notwendig ist.
nen oder in einem maschinell lesbaren Code so dar- Um sicherzustellen, daß die übertragenen Zahlen gestellt werden, daß hierdurch die einzelnen Posten 40 auch zu den richtigen Posten bezogen werden, wird gekennzeichnet sind. ein Signal mitübertragen, das die vorher bestimmten
nen oder in einem maschinell lesbaren Code so dar- Um sicherzustellen, daß die übertragenen Zahlen gestellt werden, daß hierdurch die einzelnen Posten 40 auch zu den richtigen Posten bezogen werden, wird gekennzeichnet sind. ein Signal mitübertragen, das die vorher bestimmten
Die Erfindung hat einmal den Vorteil, daß eine Positionen längs der Liste kennzeichnet. Es kann aber
visuell lesbare Liste ohne eine Codiermaschine und auch ein Signal übertragen werden, das eine beohne
besondere Kenntnisse auf dem Gebiet der Codie- stimmte Zahl darstellt, wobei diese Zahl einer berung
bzw. speziellen Fertigkeit für die Übertragung 45 stimmten Warenart zugeordnet ist. Für die Erzeuhergerichtet
werden kann. Die in der Liste eingetra- gung dieser Signale können ähnliche Markierungen
genen Informationen können ferner von jedem ohne wie bei Informationsmarkierungen verwendet werden,
besondere Kenntnisse entziffert werden. Außerdem die von vornherein auf der Liste aufgedruckt sind,
hat die Erfindung den Vorteil, daß die Informationen Auf der Empfangsseite wird die Nachricht mit mit großer Geschwindigkeit übertragen werden kön- 50 hoher Geschwindigkeit aufgezeichnet. Die aufgezeichnen. Bei der Übertragung können kaum Fehler ent- nete Information wird dann decodiert und mit gestehen, da die Informationen automatisch abgelesen ringerer Geschwindigkeit den Verarbeitungsanord- und in einer entsprechenden Form übertragen werden. nungen zugeführt, z. B. Drucker, Lochkartenmaschi-Die an der Empfangsseite aufgenommenen Informa- nen oder Rechenmaschinen. Die Bestellung kann also tionen können daher auch direkt zur Steuerung von 55 ohne die Überwachung durch eine Bedienungsperson irgendwelchen Maschinen, z. B. Rechenmaschinen, übertragen und an der Empfangsstelle aufgezeichnet Lochkartenmaschinen od. dgl., verwendet werden. werden.
hat die Erfindung den Vorteil, daß die Informationen Auf der Empfangsseite wird die Nachricht mit mit großer Geschwindigkeit übertragen werden kön- 50 hoher Geschwindigkeit aufgezeichnet. Die aufgezeichnen. Bei der Übertragung können kaum Fehler ent- nete Information wird dann decodiert und mit gestehen, da die Informationen automatisch abgelesen ringerer Geschwindigkeit den Verarbeitungsanord- und in einer entsprechenden Form übertragen werden. nungen zugeführt, z. B. Drucker, Lochkartenmaschi-Die an der Empfangsseite aufgenommenen Informa- nen oder Rechenmaschinen. Die Bestellung kann also tionen können daher auch direkt zur Steuerung von 55 ohne die Überwachung durch eine Bedienungsperson irgendwelchen Maschinen, z. B. Rechenmaschinen, übertragen und an der Empfangsstelle aufgezeichnet Lochkartenmaschinen od. dgl., verwendet werden. werden.
Ferner hat die Erfindung den Vorteil, daß die über- Gemäß Fig. 1 besteht der Aufzeichnungsträger 1
tragenen Informationen auf der Sendeseite in einer aus einem lichtdurchlässigen Papierblatt, auf dem
direkt lesbaren Form erhalten bleiben. 60 eine Liste 2 mit verschiedenen Waren 3 einge-
Die Erfindung sowie deren weitere Vorteile werden tragen ist. Hinter den Warenposten sind zehn
an Hand der Fig. 1 bis 4 beispielsweise näher er- Kolonnen 4 vorgesehen, die die Dezimalziffern 1
läutert. Es zeigt bis 9 und 0 darstellen. Ferner sind hinter jedem
Fig. 1 schematisch einen Aufzeichnungsträger zur Warenposten zwei horizontale Reihen 5 und 6 vorAufnahme
einer Warenliste, 65 gesehen, wobei die Reihe 5 die Zehnerstelle und die
Fig. 2 ein Blockdiagramm der sendeseitigen und Reihe 6 die Einerstelle darstellt. So bezeichnen die
empfangsseitigen Anordnungen zur Verarbeitung der schwarzen Markierungen 7 hinter dem Warenposten
in Fig. 1 dargestellten Warenlisten, »Eier, weiß, groß«, z. B. 35 Stück. Bei der nächsten
Fig. 3 einen gegenüber Fig. 1 abgeänderten Auf- Warenart »Eier, braun, groß« kennzeichnen die
zeichnungsträger und 70 schwarzen Markierungen 42 Stück, und bei der
dritten Warenart »Eier, braun, mittel« bezeichnen die schwarzen Markierungen 21 Stück. Alle Aufdrucke
auf der Liste außer den schwarzen Markierungen 7 werden vorher aufgebracht. So sind auch die mit 8
bezeichneten schwarzen Markierungen bei der Herstellung der Liste bereits aufgedruckt. Diese speziellen
Markierungen dienen zur Festlegung der Warenart auf der Liste. Bei der dargestellten Form werden
nur die Sondermarkierungen 8 und die Anzahlmarkierungen 7 übertragen. Die Markierungen 7 können
leicht mit einem Pinsel oder einem Bleistift eingetragen werden.
Fig. 2 zeigt einen Fotoabtaster 9, durch den der Aufzeichnungsträger 1 hindurchgeführt wird. Der
Abtaster wandelt die Markierungen 7 und 8 in bekannter Weise in elektrische Impulse, um, die längs
der einzelnen Leitungen 10 zu dem Tongenerator 11 gelangen, der für jede Eingangsleitung eine verschiedene
Tonfrequenz oder Gruppe von Frequenzen erzeugt, so daß jede Frequenz oder Gruppe von Frequenzen
eine Markierung 7 darstellt. Zusätzlich werden zwei weitere verschiedene Frequenzen oder
Gruppen erzeugt, die die Sondermarkierung 8 kennzeichnen. Die Sondermarkierung 8 besteht nämlich
aus zwei nebeneinanderliegenden Markierungen, von denen jede so groß ist wie eine Markierung 7. Fotoabtaster
sowie Verfahren zur Erzeugung von elektrischen Signalen bei der fotoelektrischen Abtastung,
wie sie in dem vorliegenden Falle verwendet werden, sind in der Technik hinreichend bekannt und brauchen
daher nicht näher erläutert zu werden.
Die am Ausgang des Tongenerators auftretenden Tonsignale werden dem Übertrager 12 zugeleitet, der
z. B. aus einem kleinen Lautsprecher oder einem Kopfhörer bestehen kann. Vor Beginn der Übertragung
wird eine Telefonverbindung mit der Empfangsstation in üblicher Weise hergestellt und dann
der Lautsprecher 12 vor das Mikrofon des Handapparates 13 gebracht. Auf der Empfangsseite werden
die von dem Lautsprecher 12 ausgesandten hörbaren Töne von dem Handapparat 14 wiedergegeben
und mittels eines entsprechenden Mikrofons 15 in elektrische Signale umgewandelt. Die Signale können
noch verstärkt werden, bevor sie zu dem eigentlichen Empfänger 16 geleitet werden.
Der Empfänger 16 dient zur Steuerung einer mit hoher Geschwindigkeit arbeitenden Schreibeinrichtung
17; welche die empfangenen elektrischen Signale auf dem Aufzeichnungsträger 18 aufzeichnet. Daneben
werden auch die empfangenen Positionssignale, die den Sondermarkierungen entsprechen, aufgezeichnet.
Die Aufzeichnung kann magnetisch oder fotoelektrisch durchgeführt werden.
Der Aufbau des Empfängers 16 ist relativ einfach und ebenfalls in der Technik bekannt. Die empfangenen
Tonfrequenzen werden durch die Filter 19 getrennt, an deren Ausgänge jeweils ein Detektor 20
liegt. Von den Detektoren 20 gelangen die Signale zu dem Impulsgenerator 21, dessen Ausgangsimpulse
längs der Leitungen 22 zu der Schreibeinrichtung 17 geleitet werden, wo die entsprechende Aufzeichnung
stattfindet. Die Positionsimpulse werden zu einer Koinzidenzschaltung 23 geleitet, um zu verhindern,
daß durch Störungen falsche Positionssignale erzeugt werden. Der Ausgang der Koinzidenzschaltung 23
ist über die Leitung 24 mit der Schreibeinrichtung 17 verbunden, so daß die entsprechenden Signale auch
auf dem Aufzeichnungsträger 18 eingetragen werden. Wenn Gruppen von Tonsignalen für jede Markierung
übertragen werden, was z. B. dafür verwendet werden kann, daß zufällige Operationen infolge von
Störsignalen vermieden werden, dann müssen Koinzidenzschaltungen verwendet werden, um sicherzustellen,
daß alle erforderlichen Töne vorhanden sind, bevor die Markierung auf dem Aufzeichnungsträger
aufgedruckt wird.
Der Aufzeichnungsträger 18 kann nun mit einer entsprechenden Anordnung 25 mit einer Geschwindigkeit
zusammenarbeiten, die der Verarbeitungseinrichtung entspricht.
Es ist oft erwünscht, alle übertragenen Informationen zusammenzuzählen, z. B. wenn die Informationen
von verschiedenen Stationen kommen. Zu diesem Zweck kann der Aufzeichnungsträger 18 mit
einer datenverarbeitenden Maschine zusammenarbeiten, indem die aufgezeichneten Daten von der
Maschine abgelesen und mit anderen Daten, die bereits früher von anderen Aufzeichnungsträgern abgelesen
wurden, zusammengezählt werden. Der Aufzeichnungsträger 18 kann daher auch noch mit einer
Markierung versehen werden, die die Sendestelle kennzeichnet, oder diese Kennzeichnung kann auch
von der Sendestelle selbst in irgendeiner Weise mitübertragen werden.
Als Verarbeitungseinrichtung 25 kann auch ein Fernschreiber dienen, um auf der Empfangsseite eine
Liste ähnlich der an der Sendestelle herzustellen. Die übersandte Warenliste wird also an der Empfangsstelle dupliziert. Eine derartige Duplizierung kann
vielfach vorteilhaft sein.
Anstatt eine derartige duplizierte Liste herzustellen, ist es auch möglich, nur die durch die Markierungen
7 und 8 dargestellten Werte auf einem Streifen abzudrucken, der dann in eine Schablone eingelegt
werden kann, auf der die Warenliste mit den entsprechenden Warenposten eingetragen ist.
Die Verarbeitungseinrichtung 25 kann schließlich auch in einer Lochkartenmaschine bestehen, die entsprechend
den empfangenen Informationen Lochkarten herstellt, die zur späteren Verarbeitung oder
Steuerung dienen.
Das beschriebene Verfahren kann dahingehend abgeändert werden, daß keine Synchronisiersignale
entsprechend den Positionsmarkierungen übertragen werden, sondern Signale entsprechend einem Code,
durch den jede Warenart der Liste festgelegt ist. Ein Beispiel hierfür ist mit dem Aufzeichnungsträger 26
der Fig. 3 gezeigt, der keine Positionsmarkierungen hat, sondern Markierungen 27, die direkt jeden der
Warenposten 3 kennzeichnen, in dem die Markierungen 27 in einem bestimmten Code, z. B. in einem
2-aus-5-Code, dargestellt sind. Der Aufzeichnungsträger 26 wird mittels des in Fig. 4 dargestellten
Systems übertragen. Die Abtastung wird wieder mittels des Fotoabstasters 9 vorgenommen, der jedoch
nun zwei verschiedene Gruppen von Ausgangsleitungen 28 und 29 besitzt. Die Ausgangsleitungen 28 entsprechen
den Anzahlmarkierungen 7 des Aufzeichnungsträgers 26, die die bestellte Warenmenge in
dezimaler Weise bezeichnen. Die Impulse der Leitungen 28 gelangen zu dem Codewandler 30, der die
dezimalen Ziffern in einen binären Code umwandelt, und zwar in einen 2-aus-5-Code. Die Ausgänge des
Codewandlers sind dann mit dem Tongenerator 11 verbunden, der entsprechende Töne oder Gruppen von
Tönen erzeugt.
Die von den Markierungen 27 erzeugten Impulse gelangen über die Leitungen 29 direkt zu dem Tongenerator 11, da sie bereits in dem 2-aus-5-Code dargestellt
sind.
Die Tonfrequenzen des Tongenerators 11 gelangen in der eben beschriebenen Weise zu dem Empfänger
16, wo sie wieder entsprechend ausgefiltert werden. Die den Markierungen 7 entsprechenden Tonsignale
werden zu dem Codewandler 31 geleitet, wo eine Um-Wandlung aus dem 2-aus-5-Code in das Dezimalsystem
stattfindet. Die Ausgangssignale des Codewandlers 31 gelangen über die Leitungen 32 zu der
Schreibanordnung 17. Die den Identifiziermarkierungen 27 entsprechenden Impulse gelangen über die
Leitungen 33 zu der Codiereinrichtung 34, die entsprechend jedem Codiersignal über die Leitung 35 ein
Signal zu der Schreibeinrichtung 17 sendet, wo Markierungen entsprechend dem Namen der Warenart
aufgezeichnet werden. Diese Markierungen werden daher gleichzeitig mit den entsprechenden Mengenmarkierungen
aufgezeichnet, so daß andere Synchronisiermittel nicht nötig sind. Der Aufzeichnungsträger
36 der Schreibeinrichtung 17 kann in ähnlicher Weise, wie gemäß Fig. 2 beschrieben, in der Verarbeitungseinrichtung
25 benutzt werden.
Es ist selbstverständlich, daß in der beschriebenen Anordnung verschiedene Änderungen möglich sind,
z. B. kann an Stelle der Schwarzmarkierungen eine Lochmarkierung verwendet werden. Auf der Empfangsseite
kann man auch einen Lochstreifen an Stelle des Beschriebenen verwenden.
Claims (8)
1. System zur Fernübertragung von Informationen, die in Form einer Liste mit einzelnen
Warenposten od. dgl. vorliegen, gekennzeichnet durch einen Aufzeichnungsträger mit einer Liste
der einzelnen durch besondere, maschinell lesbare Markierungen gekennzeichnete Posten, welcher so
ausgebildet ist, daß bei jedem Posten die betreffs dieses Postens zu übertragende Information bestimmende
und maschinell lesbare Markierungen unmittelbar manuell eintragbar sind, sowie durch
Mittel zur Abtastung der Markierungen und Umwandlung der Abtastsignale in hörbare Signale,
welche über das normale Telefonnetz übertragen werden, und schließlich durch Mittel in der Empfangsstation,
um die empfangenen Signale in elektrische Signale zurückzuverwandeln, die ihrerseits
zum Aufbringen entsprechender Markierungen auf einem Aufzeichnungsträger in einer für die
weitere maschinelle Verarbeitung verwendbaren Form dienen.
2. System zur Fernübertragung von Informationen, bei dem die Quantitäten der einzelnen
Posten die zu übertragenden Informationen darstellen, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Aufzeichnungsträger jedem Posten mehrere jeweils eine dekadische Ziffer bezeichnende
Spalten und mehrere jeweils eine dekadische Stelle bezeichnende Reihen zugeordnet sind, in
denen die Markierungen zur Kennzeichnung der Quantität des betreffenden Postens manuell eintragbar
sind.
3. System nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die einzelnen Warenposten
kennzeichnenden Sondermarkierungen (8) auf der Liste so angeordnet sind, daß sie durch ihre Lage
bezüglich der Abtastrichtung die Warenart kennzeichnen, und daß die Sondermarkierungen
in Tonsignale verschiedener Frequenz umgewandelt werden, die am Empfangsort die Warenart
auf einer Liste, auf der die Warenposten in der gleichen Reihenfolge wie auf der sendeseitigen
Liste aufgeführt sind, festlegen.
4. System nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sondermarkierungen (27)
codierte Zahlen darstellen, z. B. in einem 2-aus-5-Code, durch welche die Warenposten gekennzeichnet
sind.
5. System nach Anspruch 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Sendeseite die Abtastsignale
der im Dezimalsystem dargestellten Markierungen vor der Umwandlung in Tonsignale
in einen der Codierung der Sondermarkierungen entsprechenden Code umgewandelt werden und auf
der Empfangsseite die umgekehrte Codewandlung durchgeführt wird.
6. System nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Umwandlung der Markierungen
in elektrische Signale und umgekehrt mit großer Geschwindigkeit und die Verarbeitung der
auf der Empfangsseite aufgezeichneten Informationen mit relativ geringer Geschwindigkeit erfolgt.
7. Warenliste zur Durchführung der Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Aufzeichnungsträger aus lichtdurchlässigem Material besteht und die Markierungen für
fotoelektrische Abtastung geeignet sind.
8. Warenliste zur Durchführung der Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Markierungen durch Löcher dargestellt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 544 645.
Deutsche Patentschrift Nr. 544 645.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 678/207 12.60
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US540231A US2815400A (en) | 1955-10-13 | 1955-10-13 | Information transmission system |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1094796B true DE1094796B (de) | 1960-12-15 |
Family
ID=24154563
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI12311A Pending DE1094796B (de) | 1955-10-13 | 1956-10-12 | Verfahren zur Fernuebertragung von Informationen |
Country Status (2)
| Country | Link |
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1956
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