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DE1032781B - Verfahren zur Code-Raffung - Google Patents

Verfahren zur Code-Raffung

Info

Publication number
DE1032781B
DE1032781B DEL24035A DEL0024035A DE1032781B DE 1032781 B DE1032781 B DE 1032781B DE L24035 A DEL24035 A DE L24035A DE L0024035 A DEL0024035 A DE L0024035A DE 1032781 B DE1032781 B DE 1032781B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
code
symbols
messages
groups
converted
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL24035A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Helmut Groettrup
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alcatel Lucent Deutschland AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Standard Elektrik Lorenz AG filed Critical Standard Elektrik Lorenz AG
Priority to DEL24035A priority Critical patent/DE1032781B/de
Priority to US638865A priority patent/US2997541A/en
Publication of DE1032781B publication Critical patent/DE1032781B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03MCODING; DECODING; CODE CONVERSION IN GENERAL
    • H03M5/00Conversion of the form of the representation of individual digits

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Arrangements For Transmission Of Measured Signals (AREA)
  • Communication Control (AREA)

Description

DEUTSCHES
Aus der Fernschreibtechnik ist es allgemein bekannt, daß man einen Code erweitern kann, wenn die Zahl der zu übertragenden Symbole die Zahl der innerhalb dieses Code normalerweise darzustellenden Symbole übertrifft. Das bekannteste Beispiel hierfür ist die Buchstaben-Ziffern-Umschaltung in der modernen Fernschreibtechnik.
Durch die Verwendung fernschreibähnlicher Methoden in der Automatisierung von Bürovorgängen und auch auf anderen Gebieten, tritt in neuerer Zeit sehr häufig der Fall auf, daß mit einem Code Nachrichten übertragen werden müssen, die weniger verschiedene Symbole enthalten, als der Code darzustellen in der Lage ist. Der hierfür bekannteste Fall ist die Übermittlung von Nachrichten, die nur aus Ziffern bestehen, über den normalen 5er-Code der Fernschreibtechnik. Die Übertragung der zehn verschiedenen Symbole für die zehn dekadischen Ziffern mit dem Ser-Alphabet-Code, der die Übertragung von zweiunddreißig verschiedenen Symbolen zuläßt, ist im Grunde genommen eine Verschwendung. Andererseits erscheint es nicht möglich, die vorhandene Übertragungseinrichtung, speziell für die Übertragung von Ziffern einzurichten, also etwa mit einem den Ziffern angepaßten Code, für diesen Zweck zu arbeiten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren für die Übertragung von durch einen gegebenen Code dargestellten Nachrichten, die sich aus Symbolen (Buchstaben, Ziffern od. dgl.) zusammensetzen, wobei die Nachrichten weniger verschiedene Symbole (z. B. nur Zahlen) enthalten als der Code darzustellen gestattet, anzugeben, bei dem die aufgezeigte Verschwendung vermieden wird. Erfindungsgemäß werden. Gruppen von Symbolen, d. h. mehrere Impulskombinationen, die z. B. eine mehrstellige Zahl darstellen, zusammengefaßt und in kleinere Gruppen von Symbolen, d. h. in weniger Impulskombinationen, des gleichen Code umgewandelt, in dieser Form ausgesendet, übertragen und empfangen und anschließend in die ursprünglichen Gruppen von Symbolen rückverwandelt.
Eine derartige Coderaffung wirkt sich bei der Übertragung über einen Nachrichtenkanal in einer Zeitersparnis aus, während sie bei Übertragung in Paralleldarstellung über verschiedene Kanäle sich als Ersparnis der Zahl der übertragenden Kanäle auswirkt. Die Erfindung sowie deren weitere Vorteile werden an Hand der Ausführungsbeispiele darstellenden Fig. 1 bis 4 der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 den prinzipiellen Aufbau einer Anlage zur Coderaffung gemäß der Erfindung für den Fall einer Seriendarstellung der Nachrichten,
Fig. 2 eine detaillierte Darstellung der Umwandler 2 und 4,
Verfahren zur Code-Raffung
Anmelder:
C. Lorenz Aktiengesellschaft,
Stuttgart-Zuff enhaus en,
Hellmuth-Hirth-Str. 42
Dipl.-Ing. Helmut Gröttrup, Birkenfeld (Württ.),
ist als Erfinder genannt worden
Fig. 3 eine Umwandleranordnung bei reiner Paralleldarstellung der Nachrichten,
Fig. 4 eine Anordnung zur Coderaffung für den Fall der Übertragung von Ziffern über Fernschreibkanäle.
Der Begriff »reine bzw. ganze Seriendarstellung« bedeutet, daß sowohl die einzelnen Zeichen als auch die Zeichenelemente nacheinander, also in Serie auf die entsprechenden Eingänge gegeben bzw. behandelt werden. Hierfür ist auch die Bezeichnung Serien-Serien-Darstellung gebräuchlich.
Bei »teilweiser Seriendarstellung« werden entweder die Zeichen parallel und die einzelnen Elemente in Serie oder die Zeichen in Serie und die einzelnen Elemente jedes Zeichens parallel behandelt. Hierfür ist auch die Bezeichnung Parallel-Serien- bzw. Serien-Parallel-Darstellung bekannt.
Bei reiner Paralleldarstellung werden sowohl die Zeichen als auch die Zeichenelemente parallel dargestellt.
Fig. 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau einer Anlage zur Code-Raffung bei reiner Seriendarstellung, beispielsweise im 5er-Alphabet der Fernschreibtechnik, der zu übertragenden Zahlennachricht. Die z. B. dreistellige Zahl tritt auf der Eingangsleitung 1 in den Umwandler 2 ein. Im Umwandler 2 werden nun die Gruppen von Symbolen, d. h. die Impulskominationen nach dem Fünferalphabet, die eine Zahl darstellen, in kleinere Gruppen von Symbolen, d. h. in weniger Impulskombinationen des gleichen Code verwandelt und über die Fernleitung 3 zum Empfangsort übertragen. Am Empfangsort durchläuft die Nachricht einen Rückumwandler 4, in dem die kleineren Gruppen von Symbolen wieder in die ursprünglichen Gruppen von Symbolen umgewandelt werden und über die Ausgangsleitung 5 den Rückumwandler verlassen. Die Eingabe der ursprünglichen Nachrichten über die
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3 4
Eingangsleitung 1 in den Umwandler 2 und die Aus- ler 8 in die dreistellige Dezimalzahl 875 umgewandelt, gäbe dieser Nachricht aus dem Rückumwandler4 über Diese Zahl wird parallel, d. h. jede Stelle für sich, den die Ausgangsleitung 5 erfolgt zweckmäßigerweise mit 3 · 10 Eingangsleitungen 16 zugeführt. Da die Ziffern einer größeren Geschwindigkeit je Symbol, wie die der Dezimalzahl im l-aus-10-Code dargestellt sind, Übertragung der umgewandelten Nachricht auf der 5 liefert das erste Symbol der Fernschreibnachricht Fernleitung 3. Das Verhältnis dieser Geschwindig- einen Eingangsimpuls auf der Leitung 8 der ersten keiten entspricht dem Verhältnis der Anzahl der Leitungsgruppe. Das zweite Symbol liefert einen impulskombinationen in den einander entsprechenden Impuls auf der Leitung 7 der zweiten Gruppe und das Gruppen von Impulskombinationen der Ursprung- dritte Symbol einen Impuls auf der Leitung 5 der liehen Nachricht. 10 dritten Gruppe. Bei dem l-aus-10-Code kann die
Fig. 2 zeigt eine detaillierte Darstellung der Um- Information auf zehn verschiedenen Leitungen einwandler 2 und 4. Die Sendeseite der Anlage besteht treffen, wobei jedoch zu einem Zeitpunkt immer nur aus einem Symbolspeicher 6, einem Symbolzähler 7, eine Leitung belegt, d. h. stromerfüllt sein kann. Mit einem Umwandler 8, einem Codezeichenspeicher 9 diesem Code lassen sich daher die dekadischen Ziffern und einem Sender 10. Die Empfangsseite der Anlage 15 direkt darstellen, indem jeder Ziffer eine Leitung zubesteht aus einem Codezeichenspeicher 11, einem Rück- geordnet ist. Diese Eingangsimpulse der Leitungen 8, umwandler 13, einem Symbolspeicher 14, einem Code- 7 und 5 gelangen zu den drei Eingangsabteilungen 17 zeichenzähler 12 und einem Empfänger 15. Der Code- uncj von dort zu dem eigentlichen Umwandler 18. Die Zeichenspeicher 11 ist an die Fernleitung 3 an- jn die Abteilung 17 als dreistellige Ziffern einlaufengeschlossen. 20 den Impulskombinationen werden in dem Umwandler Die auf der Eingangsleitung 1 eintreffenden Sym- 18 in eine lOstellige Binärzahl umgewandelt, die bole der zu übertragenden Nachricht werden im Sym- ihrerseits über die zehn Ausgangsleitungen 19 weiterbolspeicher 6 gruppenweise gespeichert. Der Symbol- geleitet wird. Die Ausgangsleitungen 19 sind entspre-
zähler 7 überwacht die Zahl der in den Symbolspei- chend den binären Stellenwerten 2° 29 mit diesen
eher 6 eingespeicherten Symbole und bewirkt bei voll- 25 Ziffern bezeichnet.
ständiger Füllung des Symbolspeichers, d.h. wenn Für jede Stelle der Binärzahl, deren Ziffernwert »1«
eine Gruppe mit der vorher festgelegten Anzahl von ist, wird über die betreffende Ausgangsleitung ein Symbolen vollständig gespeichert ist, eine Ausspei- Ausgangsimpuls abgegeben, wie in Fig. 3 durch die cherung des Symbolspeichers 6. Die ausgespeicherten Rechtecke auf den Leitungen dargestellt ist. Die einSymbole durchlaufen den Umwandler 8, der die 30 getragenen Impulse stellen die Binärzahl 1101101011 Gruppe von Symbolen z. B. je Ziffer eine Impuls- dar, was der binären Verschlüsselung der Zahl 875 kombination in eine kleinere Gruppe von Codezeichen entspricht.
umwandelt und sie an den Codezeichenspeicher 9 ab- Die Impulskombinationen an den Ausgängen 19
gibt. Die Umwandlung kann entweder in Parallel- werden nun durch Halbieren in zwei Gruppen zu je darstellung für alle Impulskombinationen gleichzeitig 35 fünf Leitungen eingeteilt und so ausgesendet. Aus den erfolgen oder aber der Umwandler 8 kann ein Gerät drei Eingangsgruppen sind also zwei Ausgangsgrupsein, das aus dem Symbolspeicher 6 die Symbole in pen entstanden, so daß eine Ersparnis von 33y3% er-Seriendarstellung abfragt und die umgewandelte zielt wird.
Nachricht in Seriendarstellung an den Codezeichen- Eine noch größere Leitungsersparnis ergibt sich,
speicher 9 abgibt. In diesem Fall ist nur erforderlich, 40 wenn die Nachrichten nicht im Fernschreibcode sondaß die Umwandlungszeit relativ kurz gegen die sonst dem bereits im l-aus-10-Code vorliegen. Bei reiner bei der Übertragung auftretenden Zeiten ist. Faralleldarstellung werden dann die Ziffern der Zah-
Die Umwandlung kann z. B. so durchgeführt wer- len parallel dem Umwandler 17,18 zugeführt, an desden, daß je drei Symbole des 5er-Alphabets eine sen zehn Ausgangsleitungen eine lOstellige Binärzahl Gruppe bilden. Werden nur Ziffern übertragen, dann 45 entnommen wird. Die so entstandene lOstellige Binärstellt diese Gruppe eine 3stellige Dezimälzahl dar. zahl stellt also eine Coderaffung dar. Da aus den Diese Dezimalzahl kann durch eine lOstellige Dual- dreißig Eingangsleitungen zehn Ausgangsleitungen zahl dargestellt werden, da sich mit einer lOstelligen entstanden sind, hat man also eine Leitungsersparnis Dualzahl 1024 Zahlen darstellen lassen. Diese Dual- von 662/3°/o erzielt.
zahl wird schließlich so halbiert, daß jeder Teil fünf 50 Man spart ferner in diesem Fall auch noch beson-Elemente enthält und somit nur noch zwei Schritt- dere Speichereinrichtungen, wie sie in dem anderen kombinationen nach einem 5er-Code vorliegen. Aus Beispiel nötig sind. Allerdings muß man voraussetzen, der Gruppe mit drei Symbolen ist also eine Gruppe daß die Umwandlung so schnell vor sich geht, daß sie mit zwei S}onbolen entstanden. Die Umwandlung von die Übertragung nicht beeinflußt. Auf der Empfangsdrei auf zwei Symbole stellt tatsächlich eine optimale 55 seite ist der gleiche Umwandler mit den umgekehrten Lösung dar, da eine 3stellige Dezimälzahl sich durch Funktionen vorgesehen, so daß die besondere Darsteleine lOstellige Dualzahl darstellen und diese sich lung der Empfangsseite überflüssig ist. wieder in zwei Hälften zerlegen läßt. Andererseits ist Man kann nun weiter annehmen, daß nicht wie be-
diese Reduzierung nur möglich, wenn weniger Zeichen schrieben eine Nachricht parallel einläuft, sondern an auftreten, als der vorhandene Code darzustellen ver- 60 jeder Eingangsgruppe eine getrennte Nachricht in mag. Wären in dem vorliegenden Beispiel alle Zeichen Serie ankommt. Dann kann man von jeder Nachricht des 5er-Codes ausgenutzt, dann könnte man nicht jeweils ein Symbol zu einer dreistelligen Zahl zusammehr drei Symbole zu einer 3stelligenZahl zusammen- menfassen und die beschriebene Umwandlung durchfassen. Wie ersichtlich bedeutet diese Code-Raffung führen. Es lassen sich also drei Nachrichten, für die eine Zeitersparnis von 33Y3 0Zo. 65 eingangsseitig dreißig Leitungen erforderlich sind,
An Hand der Fig. 3 soll die Coderaffung näher er- über zehn Leitungen übertragen. Soll von den drei läutert werden. Es sei angenommen, daß die Nach- einlaufenden Nachrichten jeweils nur eine übertragen licht 8-7-5 übertragen werden soll. In einem vorberei- werden, dann muß man natürlich für die beiden andetenden Verfahrensschritt wird die im Fernschreib- ren Nachrichten besondere Speichereinrichtungen vorcode ankommende Nachricht 8-7-5 in dem Umwand- 70 sehen.
Ein für die Praxis unmittelbar interessantes Beispiel des Verfahrens der Code-Raffung ist in Abb. 4 dargestellt. Es ist angenommen, daß die zu übertragende Nachricht nur aus Ziffern besteht, die mit dem üblichen 5er-Alphabet in einem Aufzeichnungträger, beispielsweise einem Lochstreifen, registriert sind. Die in dieser Form registrierte Nachricht wird nach dem Verfahren der Code-Raffung umgewandelt und die umgewandelte Nachricht wieder in einen Lochstreifen registriert. Dieser Lochstreifen kann dann zu Übertragungszwecken verwendet werden. Auf der Empfangsseite entsteht der gleiche Lochstreifen mit der umgewandelten Nachricht, der wieder in einen Lochstreifen mit der ursprünglichen Nachricht zurückverwandelt wird. X5
Die Anlage auf der Sendeseite besteht aus einem Lochstreifensender 20, der drei aufeinanderfolgende Impulskombinationen gleichzeitig liest und die fünfzehn aus dem Streifen gelesenen Telegrafierschritte als elektrische Impulse über 3 · 5 Leitungen an die Umwandler 21 weitergibt. In den Umwandlern 21 findet eine Umwandlung der im 5er-Alphabet dargestellten Ziffern in Ziffern nach dem 1 Osteiligen Dualsystem statt.
Diese Umwandler haben mithin je zehn Ausgangsleitungen, von denen jeweils eine, die einer bestimmten Ziffer entspricht, Strom führt. Die 3 · 10 Ausgangsleitungen der Umwandler 21 führen in den Speicher 22, in dem die drei aufeinander folgenden Ziffern in dekadischer Form gespeichert werden. Ein vorzugsweise elektronischer Umwandler 23 wandelt nach bekanntem Verfahren die im Speicher 22 gespeicherte dreiziffrige dekadische Zahl in eine lOziffrige binäre Zahl um und gibt diese an den binären Speicher 24 weiter. Da zur Darstellung einer 3ziffrigen deka-(lischen Zahl maximal zehn binäre Ziffern ausreichen, hat der Speicher 24 nur zehn Ausgangsleitungen. Diese zehn Ausgangsleitungen führen zu zwei 5er-Gruppen eines Lochstreifenlochers 25, der in der Lage ist, zwei Lochzeichen gleichzeitig aufzunehmen und in einen Registrierstreifen zu stanzen.
Dieser Lochstreifen kann nun für Übertragungszwecke herangezogen werden. Wird zur Übertragung eine normale Fernschreibleitung verwendet, so ist es möglich, über den Übertragungsweg hinweg in den Lochstreifen am Empfangsort zu duplizieren.
Der duplizierte Lochstreifen wird am Empfangsort von dem Lochstreifensender 26 abgeführt, und zwar gleichzeitig in Gruppen von je zwei Zeichen des 5er-Alphabets. Jede Gruppe, die jeweils eine lOstellige binäre Zahl darstellt, wird im Umwandler 27 zunächst in die 3stellige dekadische Darstellung im l-aus-10-Code zurückverwandelt und in dieser Form in den Speicher 28 eingespeichert. Der Speicher 28 liefert seinen Inhalt über die drei Umwandler 29, die eine Rückverwandlung der einzelnen Ziffern aus dem l-aus-10-Code in das übliche 5er-Alphabet (je Zahl eine Impulskombination) durchführen, über die 3 · 5 Ausgangsleitungen an den Locher 30, der jeweils drei Symbole des 5er-Alphabets im Lochstreifen gleichzeitig registriert.
Die in Fig. 4 dargestellte Anlage eignet sich nach einer geringfügigen Abänderung auch zur gleichzeitigen Übertragung von mehreren Nachrichten. Ersetzt man nämlich auf der Sendeseite den Dreifach-Lochstreifensender 20 durch drei einzelne Lochstreifensender und den doppeltwirkenden Streifenlocher 25 durch zwei einfache Streifenlocher, so erhält man aus drei verschiedenen Nachrichten von drei verschiedenen Lochstreifen als Endprodukt der Sendeseite zwei verschiedene Lochstreifen, von denen jeder die gleiche Zeichenzahl besitzt, wie die ursprünglichen, die Nachricht enthaltenden Streifen. Diese Streifen können über einen oder zwei Fernschreibkanäle übertragen und am F.mpfangsort dupliziert werden. Ersetzt man am Empfangsort den doppeltwirkenden Lochstreifensender 26 durch zwei synchronlaufende Einzelsender und den dreifachwirkenden Streifenlocher 30 durch drei Einzelstreifenlocher, so erhält man die ursprünglichen drei Nachrichten wieder zurück.
Bei Fernschreibübertragungen der zuletzt beschriebenen Art benötigt man im allgemeinen außer den Codezeichen für die Übertragung des Nachrichteninhalts weitere Codezeichen für die Auslösung von verschiedenen Funktionen, wie z. B. Wagenrücklauf, Zeilensprung u. dgl. Die Erzeugung und der Empfang derartiger Funktions-Code-Zeichen ist im Rahmen der beschriebenen Umwandlung leicht möglich, da sich durch eine lOstellige binäre Zahl 1024 verschiedene Symbole darstellen lassen. Für die Übertragung der Sziffrigen dekadischen Zahlen werden hiervon nur 1000 Codezeichen benötigt. Es bleiben also noch vierundzwanzig Codezeichen oder besser Codezeichenpaare für die Darstellung von Funktionssymbolen zur Verfügung.
Das beschriebene Verfahren kann selbstverständlich auch angewandt werden, wenn z. B. auf der Empfangsseite die Nachricht nicht wieder in der Form von Lochstreifen oder in Klarschrift erscheinen soll. Besonders vorteilhaft erscheint das Verfahren, wenn die Nachricht nach der Übertragung in Lochkarten umgewandelt werden soll. In diesem Fall ist es nämlich möglich, einen entsprechend ausgebildeten Kartenlocher unmittelbar an den Speicher 28 anzuschließen, wodurch eine nochmalige Umwandlung des l-aus-10-Code in den Fernschreib-Code und zurück zu dem für das Stanzen der Lochkarten notwendigen l-aus-10-Code überflüssig wird.
Eine weitere vorteilhafte Anwendung des Verfahrens zur Code-Raffung liegt dann vor, wenn die übermittelte Nachricht für die Ausführung von automatischen Rechnungen vorgesehen ist. Da nämlich nach den beschriebenen Verfahren die ursprünglich im Fernschreib-Code gegebene Nachricht in Gruppen von je drei Ziffern binär verschlüsselt erscheint, kann sie in dieser Form unmittelbar in entsprechend aufgebaute binär rechnende Rechenmaschinen eingespeist werden.

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Verfahren für die Übertragung von durch einen gegebenen Code dargestellten Nachrichten, die sich aus Symbolen (Buchstaben, Ziffern od. dgl.) zusammensetzen und die Nachrichten weniger verschiedene Symbole enthalten, als der Code darzustellen gestattet, dadurch gekennzeichnet, daß Gruppen von Symbolen, d. h. mehrere Impulskombinationen, die z. B. eine mehrstellige Zahl darstellen, zusammengefaßt und in kleinere Gruppen von Symbolen, d. h. in weniger Impulskombinationen des gleichen Code umgewandelt, in dieser Form ausgesendet, übertragen und empfangen und anschließend in die ursprünglichen Gruppen von Symbolen rückverwandelt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Darstellung von Nachrichten, die nur aus Ziffern bestehen, im normalen Fernschreibcode die Nachrichtensymbole in Gruppen zu drei Impulskombinationen zusammengefaßt, in
eine lOstellige Dualzahl und danach durch Halbierung dieser Dualzahl in eine Gruppe von zwei Impulskombinationen des Fernschreibcodes umgewandelt, in dieser Form ausgesendet, übertragen und empfangen und auf der Empfangsseite in die ursprünglichen Impulskombinationen des Fernschreibcodes umgewandelt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Darstellung der Nachrichten im l-aus-10-Code die Nachrichten in Gruppen zu drei Symbolen zusammengefaßt, in eine lOstellige Dualzahl und danach in ein einziges Symbol im l-aus-10-Code umgewandelt, in dieser Form ausgesendet, übertragen und empfangen und auf der Empfangsseite in die ursprünglichen Symbole des Fernschreibcodes umgewandelt werden.
4. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3 bei ganzer oder teilweiser Seriendarstellung der zu übertragenden Nachricht, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Empfangs- bzw. Sendeseite Symbolspeicher (6 bzw. 14) für die gruppenweise Speicherung der zu übertragenden Nachrichtensymbole, Umwandler (8 bzw. 13) für die Umwandlung der Gruppen von Symbolen in kleinere Gruppen von Codezeichen bzw. umgekehrt sowie Zahler (7 bzw. 12) zur Steuerung der Zusammenfassung der Nachrichtensymbole bzw. der Codezeichen in die vorgegebenen Gruppen vorgesehen sind.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Darstellung der Nachrichten im Fernschreibalphabet der Umwandler (8 bzw. 13) drei Codewandler (21 bzw. 29) für die Umwandlung des 5er-Alphabetes in Dezimalzahlen im l-aus-10-Code bzw. umgekehrt, einen Speicher (22 bzw. 28) für die Speicherung der entstehenden dreistelligen Dezimalzahl sowie einen Codewandler (23 bzw. 27) für die Umwandlung der dreistelligen Dezimalzahl in eine lOstellige Binärzahl bzw. umgekehrt enthält.
6. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3 bei reiner Paralleldarstellung der Nachrichten, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Sendeseite ein Umwandler (17, 18) vorgesehen ist, der so viel Eingangsleitungen (16) besitzt, wie für die Paralleldarstellung einer Gruppe von Symbolen und so viele Ausgangsleitungen wie zur Paralleldarstellung der aus dieser Gruppe von Symbolen entstehenden Gruppe von Codezeichen benötigt wird, und daß auf der Empfangsseite ein Umwandler mit den umgekehrten Ein- und Ausgängen vorgesehen ist.
7. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei einlaufenden Dezimalzahlen die Eingangsleitungen (16) aus drei Gruppen zu je zehn Leitungen bestehen, auf denen die Nachrichten im l-aus-10-Code ankommen und die Ausgangsleitungen (19) aus einer Gruppe zu zehn Leitungen bestehen, auf denen die Nachrichten in einem Binärcode ausgeliefert werden, so· daß der Umwandler (17, 18) eine Umwandlung der dreistelligen Dezimalzahl in eine lOstellige Binärzahl durchführt.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Sendeseite die Einspeicherung der Symbole mit einer höheren Geschwindigkeit als die Aussendung der umgewandelten Codezeichen und auf der Empfangsseite die Ausspeicherung der Symbole schneller erfolgt als die Einspeicherung der Codezeichen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
® 809 558/166 6.58
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