DE1032781B - Verfahren zur Code-Raffung - Google Patents
Verfahren zur Code-RaffungInfo
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Description
DEUTSCHES
Aus der Fernschreibtechnik ist es allgemein bekannt, daß man einen Code erweitern kann, wenn die
Zahl der zu übertragenden Symbole die Zahl der innerhalb dieses Code normalerweise darzustellenden
Symbole übertrifft. Das bekannteste Beispiel hierfür ist die Buchstaben-Ziffern-Umschaltung in der modernen
Fernschreibtechnik.
Durch die Verwendung fernschreibähnlicher Methoden in der Automatisierung von Bürovorgängen und
auch auf anderen Gebieten, tritt in neuerer Zeit sehr häufig der Fall auf, daß mit einem Code Nachrichten
übertragen werden müssen, die weniger verschiedene Symbole enthalten, als der Code darzustellen in der
Lage ist. Der hierfür bekannteste Fall ist die Übermittlung von Nachrichten, die nur aus Ziffern bestehen,
über den normalen 5er-Code der Fernschreibtechnik. Die Übertragung der zehn verschiedenen
Symbole für die zehn dekadischen Ziffern mit dem Ser-Alphabet-Code, der die Übertragung von zweiunddreißig
verschiedenen Symbolen zuläßt, ist im Grunde genommen eine Verschwendung. Andererseits
erscheint es nicht möglich, die vorhandene Übertragungseinrichtung, speziell für die Übertragung von
Ziffern einzurichten, also etwa mit einem den Ziffern angepaßten Code, für diesen Zweck zu arbeiten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren für die Übertragung von durch einen gegebenen
Code dargestellten Nachrichten, die sich aus Symbolen (Buchstaben, Ziffern od. dgl.) zusammensetzen,
wobei die Nachrichten weniger verschiedene Symbole (z. B. nur Zahlen) enthalten als der Code darzustellen
gestattet, anzugeben, bei dem die aufgezeigte Verschwendung vermieden wird. Erfindungsgemäß
werden. Gruppen von Symbolen, d. h. mehrere Impulskombinationen, die z. B. eine mehrstellige Zahl darstellen,
zusammengefaßt und in kleinere Gruppen von Symbolen, d. h. in weniger Impulskombinationen, des
gleichen Code umgewandelt, in dieser Form ausgesendet, übertragen und empfangen und anschließend in
die ursprünglichen Gruppen von Symbolen rückverwandelt.
Eine derartige Coderaffung wirkt sich bei der Übertragung über einen Nachrichtenkanal in einer Zeitersparnis
aus, während sie bei Übertragung in Paralleldarstellung über verschiedene Kanäle sich als Ersparnis
der Zahl der übertragenden Kanäle auswirkt. Die Erfindung sowie deren weitere Vorteile werden
an Hand der Ausführungsbeispiele darstellenden Fig. 1 bis 4 der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 den prinzipiellen Aufbau einer Anlage zur Coderaffung gemäß der Erfindung für den Fall einer
Seriendarstellung der Nachrichten,
Fig. 2 eine detaillierte Darstellung der Umwandler 2 und 4,
Verfahren zur Code-Raffung
Anmelder:
C. Lorenz Aktiengesellschaft,
Stuttgart-Zuff enhaus en,
Hellmuth-Hirth-Str. 42
Stuttgart-Zuff enhaus en,
Hellmuth-Hirth-Str. 42
Dipl.-Ing. Helmut Gröttrup, Birkenfeld (Württ.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Fig. 3 eine Umwandleranordnung bei reiner Paralleldarstellung der Nachrichten,
Fig. 4 eine Anordnung zur Coderaffung für den Fall der Übertragung von Ziffern über Fernschreibkanäle.
Der Begriff »reine bzw. ganze Seriendarstellung« bedeutet, daß sowohl die einzelnen Zeichen als auch
die Zeichenelemente nacheinander, also in Serie auf die entsprechenden Eingänge gegeben bzw. behandelt
werden. Hierfür ist auch die Bezeichnung Serien-Serien-Darstellung gebräuchlich.
Bei »teilweiser Seriendarstellung« werden entweder die Zeichen parallel und die einzelnen Elemente in
Serie oder die Zeichen in Serie und die einzelnen Elemente
jedes Zeichens parallel behandelt. Hierfür ist auch die Bezeichnung Parallel-Serien- bzw. Serien-Parallel-Darstellung
bekannt.
Bei reiner Paralleldarstellung werden sowohl die Zeichen als auch die Zeichenelemente parallel dargestellt.
Fig. 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau einer Anlage zur Code-Raffung bei reiner Seriendarstellung, beispielsweise
im 5er-Alphabet der Fernschreibtechnik, der zu übertragenden Zahlennachricht. Die z. B. dreistellige
Zahl tritt auf der Eingangsleitung 1 in den Umwandler 2 ein. Im Umwandler 2 werden nun die
Gruppen von Symbolen, d. h. die Impulskominationen nach dem Fünferalphabet, die eine Zahl darstellen,
in kleinere Gruppen von Symbolen, d. h. in weniger Impulskombinationen des gleichen Code verwandelt
und über die Fernleitung 3 zum Empfangsort übertragen. Am Empfangsort durchläuft die Nachricht
einen Rückumwandler 4, in dem die kleineren Gruppen von Symbolen wieder in die ursprünglichen Gruppen
von Symbolen umgewandelt werden und über die Ausgangsleitung 5 den Rückumwandler verlassen. Die
Eingabe der ursprünglichen Nachrichten über die
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3 4
Eingangsleitung 1 in den Umwandler 2 und die Aus- ler 8 in die dreistellige Dezimalzahl 875 umgewandelt,
gäbe dieser Nachricht aus dem Rückumwandler4 über Diese Zahl wird parallel, d. h. jede Stelle für sich, den
die Ausgangsleitung 5 erfolgt zweckmäßigerweise mit 3 · 10 Eingangsleitungen 16 zugeführt. Da die Ziffern
einer größeren Geschwindigkeit je Symbol, wie die der Dezimalzahl im l-aus-10-Code dargestellt sind,
Übertragung der umgewandelten Nachricht auf der 5 liefert das erste Symbol der Fernschreibnachricht
Fernleitung 3. Das Verhältnis dieser Geschwindig- einen Eingangsimpuls auf der Leitung 8 der ersten
keiten entspricht dem Verhältnis der Anzahl der Leitungsgruppe. Das zweite Symbol liefert einen
impulskombinationen in den einander entsprechenden Impuls auf der Leitung 7 der zweiten Gruppe und das
Gruppen von Impulskombinationen der Ursprung- dritte Symbol einen Impuls auf der Leitung 5 der
liehen Nachricht. 10 dritten Gruppe. Bei dem l-aus-10-Code kann die
Fig. 2 zeigt eine detaillierte Darstellung der Um- Information auf zehn verschiedenen Leitungen einwandler
2 und 4. Die Sendeseite der Anlage besteht treffen, wobei jedoch zu einem Zeitpunkt immer nur
aus einem Symbolspeicher 6, einem Symbolzähler 7, eine Leitung belegt, d. h. stromerfüllt sein kann. Mit
einem Umwandler 8, einem Codezeichenspeicher 9 diesem Code lassen sich daher die dekadischen Ziffern
und einem Sender 10. Die Empfangsseite der Anlage 15 direkt darstellen, indem jeder Ziffer eine Leitung zubesteht
aus einem Codezeichenspeicher 11, einem Rück- geordnet ist. Diese Eingangsimpulse der Leitungen 8,
umwandler 13, einem Symbolspeicher 14, einem Code- 7 und 5 gelangen zu den drei Eingangsabteilungen 17
zeichenzähler 12 und einem Empfänger 15. Der Code- uncj von dort zu dem eigentlichen Umwandler 18. Die
Zeichenspeicher 11 ist an die Fernleitung 3 an- jn die Abteilung 17 als dreistellige Ziffern einlaufengeschlossen.
20 den Impulskombinationen werden in dem Umwandler Die auf der Eingangsleitung 1 eintreffenden Sym- 18 in eine lOstellige Binärzahl umgewandelt, die
bole der zu übertragenden Nachricht werden im Sym- ihrerseits über die zehn Ausgangsleitungen 19 weiterbolspeicher
6 gruppenweise gespeichert. Der Symbol- geleitet wird. Die Ausgangsleitungen 19 sind entspre-
zähler 7 überwacht die Zahl der in den Symbolspei- chend den binären Stellenwerten 2° 29 mit diesen
eher 6 eingespeicherten Symbole und bewirkt bei voll- 25 Ziffern bezeichnet.
ständiger Füllung des Symbolspeichers, d.h. wenn Für jede Stelle der Binärzahl, deren Ziffernwert »1«
eine Gruppe mit der vorher festgelegten Anzahl von ist, wird über die betreffende Ausgangsleitung ein
Symbolen vollständig gespeichert ist, eine Ausspei- Ausgangsimpuls abgegeben, wie in Fig. 3 durch die
cherung des Symbolspeichers 6. Die ausgespeicherten Rechtecke auf den Leitungen dargestellt ist. Die einSymbole
durchlaufen den Umwandler 8, der die 30 getragenen Impulse stellen die Binärzahl 1101101011
Gruppe von Symbolen z. B. je Ziffer eine Impuls- dar, was der binären Verschlüsselung der Zahl 875
kombination in eine kleinere Gruppe von Codezeichen entspricht.
umwandelt und sie an den Codezeichenspeicher 9 ab- Die Impulskombinationen an den Ausgängen 19
gibt. Die Umwandlung kann entweder in Parallel- werden nun durch Halbieren in zwei Gruppen zu je
darstellung für alle Impulskombinationen gleichzeitig 35 fünf Leitungen eingeteilt und so ausgesendet. Aus den
erfolgen oder aber der Umwandler 8 kann ein Gerät drei Eingangsgruppen sind also zwei Ausgangsgrupsein,
das aus dem Symbolspeicher 6 die Symbole in pen entstanden, so daß eine Ersparnis von 33y3% er-Seriendarstellung
abfragt und die umgewandelte zielt wird.
Nachricht in Seriendarstellung an den Codezeichen- Eine noch größere Leitungsersparnis ergibt sich,
speicher 9 abgibt. In diesem Fall ist nur erforderlich, 40 wenn die Nachrichten nicht im Fernschreibcode sondaß
die Umwandlungszeit relativ kurz gegen die sonst dem bereits im l-aus-10-Code vorliegen. Bei reiner
bei der Übertragung auftretenden Zeiten ist. Faralleldarstellung werden dann die Ziffern der Zah-
Die Umwandlung kann z. B. so durchgeführt wer- len parallel dem Umwandler 17,18 zugeführt, an desden,
daß je drei Symbole des 5er-Alphabets eine sen zehn Ausgangsleitungen eine lOstellige Binärzahl
Gruppe bilden. Werden nur Ziffern übertragen, dann 45 entnommen wird. Die so entstandene lOstellige Binärstellt
diese Gruppe eine 3stellige Dezimälzahl dar. zahl stellt also eine Coderaffung dar. Da aus den
Diese Dezimalzahl kann durch eine lOstellige Dual- dreißig Eingangsleitungen zehn Ausgangsleitungen
zahl dargestellt werden, da sich mit einer lOstelligen entstanden sind, hat man also eine Leitungsersparnis
Dualzahl 1024 Zahlen darstellen lassen. Diese Dual- von 662/3°/o erzielt.
zahl wird schließlich so halbiert, daß jeder Teil fünf 50 Man spart ferner in diesem Fall auch noch beson-Elemente
enthält und somit nur noch zwei Schritt- dere Speichereinrichtungen, wie sie in dem anderen
kombinationen nach einem 5er-Code vorliegen. Aus Beispiel nötig sind. Allerdings muß man voraussetzen,
der Gruppe mit drei Symbolen ist also eine Gruppe daß die Umwandlung so schnell vor sich geht, daß sie
mit zwei S}onbolen entstanden. Die Umwandlung von die Übertragung nicht beeinflußt. Auf der Empfangsdrei
auf zwei Symbole stellt tatsächlich eine optimale 55 seite ist der gleiche Umwandler mit den umgekehrten
Lösung dar, da eine 3stellige Dezimälzahl sich durch Funktionen vorgesehen, so daß die besondere Darsteleine
lOstellige Dualzahl darstellen und diese sich lung der Empfangsseite überflüssig ist.
wieder in zwei Hälften zerlegen läßt. Andererseits ist Man kann nun weiter annehmen, daß nicht wie be-
diese Reduzierung nur möglich, wenn weniger Zeichen schrieben eine Nachricht parallel einläuft, sondern an
auftreten, als der vorhandene Code darzustellen ver- 60 jeder Eingangsgruppe eine getrennte Nachricht in
mag. Wären in dem vorliegenden Beispiel alle Zeichen Serie ankommt. Dann kann man von jeder Nachricht
des 5er-Codes ausgenutzt, dann könnte man nicht jeweils ein Symbol zu einer dreistelligen Zahl zusammehr
drei Symbole zu einer 3stelligenZahl zusammen- menfassen und die beschriebene Umwandlung durchfassen.
Wie ersichtlich bedeutet diese Code-Raffung führen. Es lassen sich also drei Nachrichten, für die
eine Zeitersparnis von 33Y3 0Zo. 65 eingangsseitig dreißig Leitungen erforderlich sind,
An Hand der Fig. 3 soll die Coderaffung näher er- über zehn Leitungen übertragen. Soll von den drei
läutert werden. Es sei angenommen, daß die Nach- einlaufenden Nachrichten jeweils nur eine übertragen
licht 8-7-5 übertragen werden soll. In einem vorberei- werden, dann muß man natürlich für die beiden andetenden
Verfahrensschritt wird die im Fernschreib- ren Nachrichten besondere Speichereinrichtungen vorcode
ankommende Nachricht 8-7-5 in dem Umwand- 70 sehen.
Ein für die Praxis unmittelbar interessantes Beispiel des Verfahrens der Code-Raffung ist in Abb. 4
dargestellt. Es ist angenommen, daß die zu übertragende Nachricht nur aus Ziffern besteht, die mit
dem üblichen 5er-Alphabet in einem Aufzeichnungträger, beispielsweise einem Lochstreifen, registriert
sind. Die in dieser Form registrierte Nachricht wird nach dem Verfahren der Code-Raffung umgewandelt
und die umgewandelte Nachricht wieder in einen Lochstreifen registriert. Dieser Lochstreifen kann
dann zu Übertragungszwecken verwendet werden. Auf der Empfangsseite entsteht der gleiche Lochstreifen
mit der umgewandelten Nachricht, der wieder in einen Lochstreifen mit der ursprünglichen Nachricht zurückverwandelt
wird. X5
Die Anlage auf der Sendeseite besteht aus einem Lochstreifensender 20, der drei aufeinanderfolgende
Impulskombinationen gleichzeitig liest und die fünfzehn aus dem Streifen gelesenen Telegrafierschritte
als elektrische Impulse über 3 · 5 Leitungen an die Umwandler 21 weitergibt. In den Umwandlern 21
findet eine Umwandlung der im 5er-Alphabet dargestellten Ziffern in Ziffern nach dem 1 Osteiligen
Dualsystem statt.
Diese Umwandler haben mithin je zehn Ausgangsleitungen, von denen jeweils eine, die einer bestimmten
Ziffer entspricht, Strom führt. Die 3 · 10 Ausgangsleitungen der Umwandler 21 führen in den Speicher
22, in dem die drei aufeinander folgenden Ziffern in dekadischer Form gespeichert werden. Ein vorzugsweise
elektronischer Umwandler 23 wandelt nach bekanntem Verfahren die im Speicher 22 gespeicherte
dreiziffrige dekadische Zahl in eine lOziffrige binäre Zahl um und gibt diese an den binären Speicher 24
weiter. Da zur Darstellung einer 3ziffrigen deka-(lischen
Zahl maximal zehn binäre Ziffern ausreichen, hat der Speicher 24 nur zehn Ausgangsleitungen.
Diese zehn Ausgangsleitungen führen zu zwei 5er-Gruppen eines Lochstreifenlochers 25, der in der Lage
ist, zwei Lochzeichen gleichzeitig aufzunehmen und in einen Registrierstreifen zu stanzen.
Dieser Lochstreifen kann nun für Übertragungszwecke herangezogen werden. Wird zur Übertragung
eine normale Fernschreibleitung verwendet, so ist es möglich, über den Übertragungsweg hinweg in den
Lochstreifen am Empfangsort zu duplizieren.
Der duplizierte Lochstreifen wird am Empfangsort von dem Lochstreifensender 26 abgeführt, und
zwar gleichzeitig in Gruppen von je zwei Zeichen des 5er-Alphabets. Jede Gruppe, die jeweils eine lOstellige
binäre Zahl darstellt, wird im Umwandler 27 zunächst in die 3stellige dekadische Darstellung im l-aus-10-Code
zurückverwandelt und in dieser Form in den Speicher 28 eingespeichert. Der Speicher 28 liefert
seinen Inhalt über die drei Umwandler 29, die eine Rückverwandlung der einzelnen Ziffern aus dem
l-aus-10-Code in das übliche 5er-Alphabet (je Zahl
eine Impulskombination) durchführen, über die 3 · 5 Ausgangsleitungen an den Locher 30, der jeweils drei
Symbole des 5er-Alphabets im Lochstreifen gleichzeitig registriert.
Die in Fig. 4 dargestellte Anlage eignet sich nach einer geringfügigen Abänderung auch zur gleichzeitigen
Übertragung von mehreren Nachrichten. Ersetzt man nämlich auf der Sendeseite den Dreifach-Lochstreifensender
20 durch drei einzelne Lochstreifensender und den doppeltwirkenden Streifenlocher 25 durch zwei
einfache Streifenlocher, so erhält man aus drei verschiedenen Nachrichten von drei verschiedenen Lochstreifen
als Endprodukt der Sendeseite zwei verschiedene Lochstreifen, von denen jeder die gleiche Zeichenzahl
besitzt, wie die ursprünglichen, die Nachricht enthaltenden Streifen. Diese Streifen können über
einen oder zwei Fernschreibkanäle übertragen und am F.mpfangsort dupliziert werden. Ersetzt man am
Empfangsort den doppeltwirkenden Lochstreifensender 26 durch zwei synchronlaufende Einzelsender
und den dreifachwirkenden Streifenlocher 30 durch drei Einzelstreifenlocher, so erhält man die ursprünglichen
drei Nachrichten wieder zurück.
Bei Fernschreibübertragungen der zuletzt beschriebenen Art benötigt man im allgemeinen außer den
Codezeichen für die Übertragung des Nachrichteninhalts weitere Codezeichen für die Auslösung von
verschiedenen Funktionen, wie z. B. Wagenrücklauf, Zeilensprung u. dgl. Die Erzeugung und der Empfang
derartiger Funktions-Code-Zeichen ist im Rahmen der beschriebenen Umwandlung leicht möglich, da sich
durch eine lOstellige binäre Zahl 1024 verschiedene Symbole darstellen lassen. Für die Übertragung der
Sziffrigen dekadischen Zahlen werden hiervon nur 1000 Codezeichen benötigt. Es bleiben also noch vierundzwanzig
Codezeichen oder besser Codezeichenpaare für die Darstellung von Funktionssymbolen zur
Verfügung.
Das beschriebene Verfahren kann selbstverständlich auch angewandt werden, wenn z. B. auf der Empfangsseite
die Nachricht nicht wieder in der Form von Lochstreifen oder in Klarschrift erscheinen soll.
Besonders vorteilhaft erscheint das Verfahren, wenn die Nachricht nach der Übertragung in Lochkarten
umgewandelt werden soll. In diesem Fall ist es nämlich möglich, einen entsprechend ausgebildeten Kartenlocher
unmittelbar an den Speicher 28 anzuschließen, wodurch eine nochmalige Umwandlung des
l-aus-10-Code in den Fernschreib-Code und zurück zu dem für das Stanzen der Lochkarten notwendigen
l-aus-10-Code überflüssig wird.
Eine weitere vorteilhafte Anwendung des Verfahrens zur Code-Raffung liegt dann vor, wenn die
übermittelte Nachricht für die Ausführung von automatischen Rechnungen vorgesehen ist. Da nämlich
nach den beschriebenen Verfahren die ursprünglich im Fernschreib-Code gegebene Nachricht in Gruppen
von je drei Ziffern binär verschlüsselt erscheint, kann sie in dieser Form unmittelbar in entsprechend aufgebaute
binär rechnende Rechenmaschinen eingespeist werden.
Claims (8)
1. Verfahren für die Übertragung von durch einen gegebenen Code dargestellten Nachrichten,
die sich aus Symbolen (Buchstaben, Ziffern od. dgl.) zusammensetzen und die Nachrichten
weniger verschiedene Symbole enthalten, als der Code darzustellen gestattet, dadurch gekennzeichnet,
daß Gruppen von Symbolen, d. h. mehrere Impulskombinationen, die z. B. eine mehrstellige
Zahl darstellen, zusammengefaßt und in kleinere Gruppen von Symbolen, d. h. in weniger Impulskombinationen
des gleichen Code umgewandelt, in dieser Form ausgesendet, übertragen und empfangen
und anschließend in die ursprünglichen Gruppen von Symbolen rückverwandelt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Darstellung von Nachrichten, die
nur aus Ziffern bestehen, im normalen Fernschreibcode die Nachrichtensymbole in Gruppen
zu drei Impulskombinationen zusammengefaßt, in
eine lOstellige Dualzahl und danach durch Halbierung
dieser Dualzahl in eine Gruppe von zwei Impulskombinationen des Fernschreibcodes umgewandelt,
in dieser Form ausgesendet, übertragen und empfangen und auf der Empfangsseite in die
ursprünglichen Impulskombinationen des Fernschreibcodes umgewandelt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Darstellung der Nachrichten im
l-aus-10-Code die Nachrichten in Gruppen zu drei Symbolen zusammengefaßt, in eine lOstellige
Dualzahl und danach in ein einziges Symbol im l-aus-10-Code umgewandelt, in dieser Form ausgesendet,
übertragen und empfangen und auf der Empfangsseite in die ursprünglichen Symbole des
Fernschreibcodes umgewandelt werden.
4. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3 bei ganzer oder teilweiser
Seriendarstellung der zu übertragenden Nachricht, dadurch gekennzeichnet, daß auf der
Empfangs- bzw. Sendeseite Symbolspeicher (6 bzw. 14) für die gruppenweise Speicherung der zu
übertragenden Nachrichtensymbole, Umwandler (8 bzw. 13) für die Umwandlung der Gruppen von
Symbolen in kleinere Gruppen von Codezeichen bzw. umgekehrt sowie Zahler (7 bzw. 12) zur
Steuerung der Zusammenfassung der Nachrichtensymbole bzw. der Codezeichen in die vorgegebenen
Gruppen vorgesehen sind.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß bei Darstellung der Nachrichten im Fernschreibalphabet der Umwandler (8 bzw. 13)
drei Codewandler (21 bzw. 29) für die Umwandlung des 5er-Alphabetes in Dezimalzahlen im
l-aus-10-Code bzw. umgekehrt, einen Speicher (22 bzw. 28) für die Speicherung der entstehenden
dreistelligen Dezimalzahl sowie einen Codewandler (23 bzw. 27) für die Umwandlung der
dreistelligen Dezimalzahl in eine lOstellige Binärzahl bzw. umgekehrt enthält.
6. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3 bei reiner Paralleldarstellung
der Nachrichten, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Sendeseite ein Umwandler (17, 18) vorgesehen ist, der so viel Eingangsleitungen (16) besitzt, wie für die Paralleldarstellung einer Gruppe von Symbolen und so viele
Ausgangsleitungen wie zur Paralleldarstellung der aus dieser Gruppe von Symbolen entstehenden
Gruppe von Codezeichen benötigt wird, und daß auf der Empfangsseite ein Umwandler mit den
umgekehrten Ein- und Ausgängen vorgesehen ist.
7. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei einlaufenden Dezimalzahlen
die Eingangsleitungen (16) aus drei Gruppen zu je zehn Leitungen bestehen, auf denen die Nachrichten im l-aus-10-Code ankommen und die Ausgangsleitungen
(19) aus einer Gruppe zu zehn Leitungen bestehen, auf denen die Nachrichten in einem Binärcode ausgeliefert werden, so· daß der
Umwandler (17, 18) eine Umwandlung der dreistelligen Dezimalzahl in eine lOstellige Binärzahl
durchführt.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Sendeseite die
Einspeicherung der Symbole mit einer höheren Geschwindigkeit als die Aussendung der umgewandelten
Codezeichen und auf der Empfangsseite die Ausspeicherung der Symbole schneller erfolgt
als die Einspeicherung der Codezeichen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Publications (1)
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