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Automatische Multipliziereinrichtung Gegenstand des Hauptpatentes
ist eine motorisch angetriebene Vierspezies-Rechenmaschine, bei der zum Vorbereiten
und Einschalten von Maschinenfunktionen kraftbetätigte Steuerglieder vorgesehen
sind, welche über Kommandoglieder ausgelöst werden können und die jeweils während
der Durchführung der Maschinenfunktionen wieder in ihre Ausgangslage zurückgestellt
werden. Für die Steuerung des Plus-und Minusrechnens und des Schlittenlinks- und
Schlittenrechtstransportes sind jeweils an sich bekannte, aus einem Steuerglied
und einer an diesem angreifenden Kraftspeicherfeder bestehende, in der Ruhelage
durch Kommandoglieder verklinkte Kraftsteuerelemente vorgesehen. Die Kommandoglieder
sind in an sich bekannter Weise einerseits über Funktionstasten manuell, andererseits
über maschinengetriebene Schaltmittel verstellbar.
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Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine automatische Multipliziereinrichtung
für eine solche Maschine, und zwar eine Multipliziereinrichtung, wie sie unter der
Bezeichnung »Schnellmultiplizierautomat« bekannt ist. Solche Multipliziereinrichtungen
arbeiten bekanntlich mit den Ziffern »5« bzw. »6« bis »9« verkürzt, d. h., an die
Multiplikation schließt sich selbsttätig eine Schlittenverschiebung und an diese
eine Korrektur an, welche mit dem Betätigen einer der Wahltasten »5« bzw. »6« mit
»9« bereits vorbereitet wird.
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Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, in einer Maschine nach dem
Hauptpatent mit einer automatischen Multipliziereinrichtung der angeführten Art
Hilfsschaltmittel vorzusehen, über die das vorbereitete Korrekturkommando noch vor
Beendigung des mit den Multiplizierrechenschritten zusammenhängenden Maschinenganges
durch die kraftbetätigte Einschaltung der Transportsteuereinrichtung ausgelöst wird,
wobei das Korrekturkommando in der Steuerzentrale bis zur Beendigung des sich an
die Multiplikationsrechenschritte selbsttätig anschließenden Transportschrittes
gespeichert bleibt, um anschließend, während sich die die Vorbereitung des Korrekturkommandos
bei verkürztem Rechnen herbeiführenden Schaltglieder bereits wieder in der Ruhelage
befinden, zur Durchführung zu gelangen.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung können sowohl die Rechenkommandos,
wie auch die Steuerung für verkürztes oder unverkürztes Rechnen mit der vorzugsweise
gleichzeitig erfolgenden Einschaltung des Korrektursteuerkanals über nur einen Steuerzug,
beispielsweise eine verschwenk- und verschiebbare Welle, von der Multipliziereinrichtung
zu den zu einer Steuerzentrale zusammengefaßten Kraftsteuergliedern gegeben werden.
Durch die längsverschiebbare Ausführung dieser Steuerwelle wird erreicht, daß durch
das Rechenkommando je nachdem, ob unverkürzt oder verkürzt, d. h. mit den Zahlen
»t« bis »5« oder »6« bis »9« gerechnet wird, über diese Steuereinrichtung unmittelbar
der Plus- oder der Minuskommandohebel betätigt werden kann. Bei der Verkürztmultiplikation
erfolgt gleichzeitig mit der Umsteuerung auf den Minus-Kommandohebel die Vorbereitung
des Korrekturkommandos durch die Bereitstellung eines Steuerkanals, der bereits
durch die Einschaltbewegung des entsprechenden Kraftsteuergliedes, also einem der
Transportbewegung vorgeschalteten, vorzugsweise noch während der Rechenbewegung
zur Auslösung gelangenden Hebels erfolgt. Hierdurch ist gewährleistet, daß die die
Vorbereitung der Korrektur auslösenden Schaltglieder nicht in ihre unwirksame Ausgangslage
zurückkehren können, bevor nicht der sich an die Verlegung des Schlittens anschließende
Korrekturschritt bereits auf das Kommandoglied für Plusrechnen übertragen ist. Dort
wird das Kommando dann gespeichert, bis die Schlittenbewegung beendet ist, und gelangt
anschließend zur Durchführung.
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Als besonderes Merkmal der Erfindung sind weiterhin in der Maschine
Einrichtungen vorgesehen, die während der Durchführung eines bereits gegebenen Kommandos,
und zwar sowohl eines Rechen- wie auch eines Transportkommandos, den Steuerzug von
der Multipliziereinrichtung zur Steuerzentrale unterbrechen. Dies kann beispielsweise
dadurch erreicht werden, daß sowohl mit der Rechen- wie mit der Transportsteuerwelle
Gestänge verbunden sind, die eine zwischen der Multiplizierwahltastatur und der
Steuerzentrale liegende Kupplung unterbrechen.
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Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus dem
im folgenden
beschriebenen Beispiel hervor. Die erfindungsgemäße Einrichtung wird näher veranschaulicht
an einer Maschine gemäß dem Hauptpatent und ist in den Fig. 1 bis 12 dargestellt.
In den einzelnen Figuren zeigt Fig. 1 eine Ansicht der linken Rechenmaschinengestellwand
von außen, Fig.2 die linke Gestellwand von innen mit einer Schnellmultipliziereinrichtung
sowie entsprechenden Schalt- und Sperreinrichtungen, Fig.3 die rechte Gestellwand
von innen mit dem Bedienungstastenfeld, den Kraftsteuergliedern und den Auslösegliedern
der Multipliziereinrichtung, Fig. 3 a ein der Übersichtlichkeit halber in Fig. 3
nicht dargestelltes Schaltglied für eine einmalige Auslösebetätigung, Fig. 4 die
rechte Gestenwand von außen, in der nur die für die Erläuterung der Erfindung wichtigen
Teile eingezeichnet sind, Fig.5 eine Ansicht von oben der in Fig. 1 und 2 dargestellten
Einrichtung, Fig. 6 eine Ansicht von oben der in Fig. 3, 3 a und 4 dargestellten
Bauteile, Fig.7 die Tastenbank für die Schnellmultipliziereinrichtung in einer Seitenansicht,
Fig. 8 die Tastenbank von oben, Fig.9 eine Ansicht der Tastenbank von links gegenüber
Fig. 7, Fig. 10 eine Ansicht der Tastenbank von rechts, bei der auch ihr Zusammenwirken
mit den in Fig.2 und 5 dargestellten Schaltgliedern veranschaulicht wird, Fig. 11
einen Schnitt durch die Tastenbank gemäß XI-XI in Fig. 7, Fig. 12 eine perspektivische
Ansicht des Funktionstastenfeldes mit einer Sperre gegen Fehleintastungen. An Hand
der Figuren soll zunächst der prinzipielle Aufbau der im Hauptpatent beschriebenen
Maschine ohne die erfindungsgemäße Multipliziereinrichtung erläutert werden.
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Antrieb Wie aus der Fig. 1 hervorgeht, weist die Außenseite der linken
Gestenwand 1 der Rechenmaschine eine Kontakteinrichtung 2 für den Motorstromkreis
auf. Der um die Achse 3 gegen den Zug einer Feder 4 verschwenkbare Kontakthebel
5 wird durch die Schiene 23, die einen Anschlag 8 aufweist, eingeschaltet. Die Schiene
23 ist mittels eines Langloches an einem Bolzen 7 geführt, der an der Gestellwand
1 befestigt ist. Die Feder 6 hält im Ruhezustand die Schiene 23 in ihrer
Ausschaltlage. Durch Einschalten des Motors wird von der Motorwelle 10 das Ritzel
9 angetrieben, das über das Zwischengetriebe 11, 12, 13 die Welle 14 für
den Schlittentransport und über das Zahnrad 15 die im Hauptpatent näher beschriebene
Kupplung 16 antreibt. Die Abtriebsseite dieser Kupplung 16 ist mit der Hauptrechenwelle
17 verbunden. Von dem Zahnrad 15 wird über ein Zwischenrad 18 außerdem noch ein
einer weiteren Kupplung 20 zugeordnetes Zahnrad 19 bewegt. Die Kupplung 16 soll
weiterhin als Haupt-, die Kupplung 20 als Neben-oder Hilfskupplung bezeichnet werden.
Um bei einem etwaigen Festsetzen der Maschine den Motor vor Durchbrennen zu bewahren,
ist vorteilhaft zwischen Motorwelle 10 und Ritzel 9 oder im Verlaufe
des Zwischengetriebes 11, 12, 13 eine Rutschkupplung vorgesehen. Zum Auslösen der
Hauptkupplung 16 dient eine Steuerwelle 21, auf der ein Hebel 22 festsitzt, der
beim Verschwenken im Uhrzeigersinn (Fig. 1) den in der Figur dargestellten, aber
als bekannten Bauteil nicht näher beschriebenen Kupplungsmechanismus auslöst. Außerdem
wird durch einen mit dem Hebel 22 verbundenen Schalthebel 24 die Schiene 23 unter
Spannen der Rückholfeder 6 nach rechts bewegt, der Motorstromkreis durch die Feder4
eingeschaltet und der Antrieb durch die auf dem Hebel 22 drehbar gelagerte Rolle
25, die sich an einer entsprechenden Kurvenscheibe 17' der Kupplung 16 abwälzt,
für die Dauer einer oder mehrerer voller Rechenumdrehungen aufrechterhalten.
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Wie in dem Patent 933665 näher ausgeführt wurde, hat die mit der Hauptkupplung
16 in Verbindung stehende Hilfskupplung 20 die Aufgabe, der eigentlichen Rechenbewegung
eine Hilfsbewegung vor- und/ oder nachzuschalten. Diese Hilfsbewegugg dient, wie
bereits vorgeschlagen wurde, der Übertragung von Ziffernwerten aus dem Tastenfeld
ins Rechenwerk und der Umschaltung des Wendegetriebes. Zur Steuerung der Hilfskupplung20
ist mit dem Hebel 22 ein Steuerglied 26 drehbar verbunden, das zwei Anschläge
26'
und 26" trägt. Der linke Anschlag 26' gibt beim Verschwenken des Steuerhebels
22 den Schalthaken 20' der Hilfskupplung 20 frei, wodurch deren Abtriebsseite eine
halbe Umdrehung ausführen kann, um sodann am Anschlag 26" wieder gefangen zu werden.
Diese Vorlaufbewegung wird über einen an der Abtriebsseite der Hilfskupplung exzentrisch
angebrachten Lenker 27 auf einen Hebel 28 übertragen, der mit einer die Maschine
durchsetzenden Welle 29 fest verbunden ist. Auf diese Weise wird der Welle
29 eine Schwenkbewegung erteilt, die den oben angeführten Zwecken dienen
kann. Im vorliegenden Falle wird diese Vorlaufbewegung auch zum Betätigen eines
Schiebers 30 benützt, der bei 31 und 32 mittels Langlöcher und Bolzen an der Gestenwand
1 geführt ist und der durch den Zug der Feder 33 nach rechts gleiten kann, wenn
der Hebel 28 den am Schieber 30 befestigten Stift 34 freigibt. An seinem rechten
Ende weist der Schieber 30 eine rundliche Vertiefung 35 auf, mit der er in eine
Eindrehung 180 der Welle 36 eingreifen kann, wenn diese entsprechend längs ver=
schoben ist. Die Aufgabe dieses Schiebers 30 wird in Verbindung mit der Multipliziereinrichtung
noch näher erläutert.
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Wie bereits oben erwähnt, hält der auf dem Steuerglied 26 vorgesehene
rechte Anschlag 26" den Sperrhaken20' der Abtriebsseite der Hilfskupplung20 nach
der Durchführung einer halben Umdrehung fest, wodurch diese vom Antrieb abgekuppelt
wird. Durch die Schwenkbewegung des Hebels 28 wurde jedoch kurz vor Erreichen der
Abkupplung der Sperrhebel 37 ausgelöst, wodurch in hier nicht näher zu beschreibender
Weise das Steuerglied 26 so weit nach rechts rücken konnte, daß die Hauptkupplung
16 durch Entriegelung des Sperrhakens 16' und des mit dem Hebel 22 verbundenen Schaltgliedes
22' eingeschaltet wurde, wodurch die Drehung der Hauptrechenwelle 17 beginnen konnte.
Während der Drehung der Rechenwelle 17 bleibt die Hilfskupplung 20 und damit die
Welle 29 in ihrer verschwenkten Lage. Kurz vor Beendigung der Rechenwellendrehung
läuft die Rolle 25 des Hebels 22 von der Kurvenscheibe 17' ab, wodurch der Hebel
22, sofern nicht ein weiteres gleichartiges Rechenkommando- vorliegt, in seine Ausgangslage
zurückkehren kann und das Steuerglied 26 die Hilfskupplung wieder freigibt. Die
Abtriebsseite der Hilfskupplung 20 führt dann anschließend wieder eine halbe Umdrehung
aus, wird an dem Anschlag 26' gefangen und befindet sich in seiner Ausgangslage.
Außer
den bisher bereits beschriebenen Einrichtungen weist die Fig. 1 noch die Welle 38
auf, die zur Einschaltung der Transportbewegung dient, sowie die Welle 39, die mit
den Aufzugsgliedern 105 und 106 (Fig. 3) der in der Steuerzentrale vorgesehenen
Kraftspeicher 54, 59 und 55, 60 für die Rechensteuerglieder verbunden ist. Die Welle
38 (Fig. 1) wird zur Lagerung des Hebels 40 verwendet, der eine Rolle 41 trägt,
die sich auf der Kurvenscheibe 42 abwälzt, wodurch beim Umlauf der mit der Abtriebsseite
der Kupplung 16 verbundenen Kurvenscheibe 42 dem Hebel 40 eine Schwenkbewegung erteilt
wird, die über den Lenker 49 auf einen fest auf der Rechenwelle 39 sitzenden Hebel
44 übertragen wird. Die Kurvenscheibe 42 ist, wie aus Fig. 1 ersichtlich, so ausgebildet,
daß die Schwenkbewegung erst gegen Ende der Rechenbewegung ihr Maximum erfährt.
Das Andrücken der Rolle 41 an die Kurvenscheibe geschieht durch die Feder 40', die
Wegbegrenzung des Hebels44 durch das Anschlagstück44'. Auf der Welle 38 ist ferner
noch ein durch die Feder 45' in Anschlag gehaltener Hebel 45 gelagert, der die Kupplung
16 gegen Zurückdrehen sichert. Der gleichen Aufgabe dient der Hebel 46 bei der Hilfskupplung
20, wobei dieser durch die Feder 46' mit seiner Rolle 47 gegen eine entsprechende
Sperrkurve 48, die mit der Abtriebsseite verbunden ist, drückt. Ferner sieht man
in der Fig. 1 noch den mit der Transportsteuerwelle 38 fest verbundenen Motoreinschalthebel
49, der mittels eines Anschlags 50 die Schiene 23 nach rechts verschieben und damit
den Motorstromkreis einschalten kann.
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Die an der linken Gestellwand 1 der Rechenmaschine angeordneten Getriebe
und Kupplungen sowie die zugehörigen Steuergestänge sind in der Fig. 5 in ihrer
Ansicht von oben gezeigt. Ebenso sind in der Fig. 5 die die Maschine durchdringenden
Wellen dargestellt, die in ihrer Fortsetzung in Fig.6 sichtbar sind, wobei hier
der Übersichtlichkeit halber die Hauptrechenwelle 17 weggelassen wurde. Steuerzentrale
Die Fig.6 zeigt an der Innenseite der rechten Gestellwand 51 angeordnet die Bauteile
der Steuerzentrale von oben gesehen. Eine Ansicht von der Seite ist in Fig.3 wiedergegeben.
Wie im Hauptpatent im einzelnen näher ausgeführt ist, dienen zum Einstellen der
verschiedenen Steuerzüge, insbesondere der Steuerzüge für den Schlittenlinks- und
rechtstransport und für das Plus- und Minusrechnen Steuerglieder, die unter der
Wirkung je einer kräftigen Feder stehen. Sie können durch entsprechende Kommandoglieder
ausgelöst werden. Wie aus Fig. 3 und 6 hervorgeht, sind in der Rechenmaschine insgesamt
vier solche Steuerglieder 52, 53, 54, 55 vorgesehen, die vorzugsweise alle gleichartig
ausgebildet um eine gemeinsame Welle 56 an der Innenseite der rechten Gestellwand
51 schwenkbar gelagert sind. jedes dieser Steuerglieder ist mit einer kräftigen
Feder 57, 58, 59, 60 versehen. Außerdem arbeiten diese mit Kommandohebeln zusammen,
das Steuerglied 52 mit dem Kommandohebel 61, Steuerglied 53 mit Kommandohebel 62,
Steuerglied 54 mit Kommandohebel 63 und Steuerglied 55 mit Kommandohebel
64. Um diese Kommandoglieder 61 bis 64 mit den zugehörigen Steuerglieder 52 bis
55 in Anschlag bzw. Eingriff zu halten, dienen Federn 65 bis 68, die den Kommandogliedern
zugeordnet sind.
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Die Anordnung der Funktionstasten ist besonders aus der Fig.6 ersichtlich,
in der man die Tastenschäfte 69, 70, 71 und 72 sehen kann, die vertikal verschiebbar
angeordnet sind. An diesen Tastenschäften sind seitliche Stifte 73, 74, 75 und 76
befestigt, mit denen sie auf den Kommandohebeln 61, 62, 63 und 64 aufliegen, um
beim Druck der Bedienungstasten 77, 78 und 79, 80 (Fig.3) die jeweils zugehörigen
Kraftsteuerglieder 52, 53, 54, 55 unter Überwindung der Kraft der Federn 65, 66,
67 und 68 auszulösen. Die Funktionstaste 77 soll für Links-, 78 für Rechtstransport
und die Funktionstaste 79 für Minus- und 80 für Plusrechnen dienen. Die Kommandoglieder
oder -hebel 61, 62, 63, 64 sind ebenfalls um eine in der Maschine feststehende gemeinsame
Achse 81 schwenkbar gelagert. In ihrer seitlichen Lage werden sie durch Abstandsrollen
81' (Fig. 6) gehalten. Zur Verriegelung mit den Kraftsteuergliedern 52 bis 55 weisen
die Kommandoglieder 61 bis 64 Anschläge auf, die, wie aus Fig.3 zu ersehen ist,
die Kraftsteuerglieder in Ruhelage festhalten. Wird nun beim Drücken einer der Funktionstasten
77 bis 80 der jeweils zugehörigen Kommandohebel 61, 62, 63 oder 64 entgegen der
Wirkung der Feder 65, 66, 67 oder 68 im Uhrzeigersinne verschwenkt, so wird jeweils
das zugehörige Steuerglied 52, 53, 54 oder 55 entriegelt und betätigt unter der
Kraft seiner Feder 57, 58, 59 oder 60, wie später noch erläutert wird, die Steuerzüge
für Rechnen oder Transport, gegebenenfalls auch anderer Funktionen.
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Damit nun beim gleichzeitigen Drücken der Plus-und Minustaste oder
der Rechts- und Linkstransporttaste beide Kommandos nicht gleichzeitig gegeben werden
können, muß zwischen diesen beiden Tasten eine Verriegelung vorgesehen sein, die
in ihrer Ausbildung in der Fig. 12 gezeigt wird. Diese Verriegelungseinrichtung
verhindert außerdem das gleichzeitige Geben eines Rechen- und eines Transportkommandos,
desgleichen auch andere mit der Steuerzentrale in Verbindung stehender Kommandoauslöseeinrichtungen,
wie Löschung eines oder mehrerer Zählwerke, die, wie im Hauptpatent bereits beschrieben
wurde, vorzugsweise mit der Transportsteuereinrichtung bzw. deren Kraftsteuergliedern
vereinigt wird.
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Für die Übertragung der den Kraftsteuergliedern erteilten Kommandos
auf weitere Steuerzüge der Rechenmaschine sind folgende Einrichtungen vorgesehen:
Die die Maschine von links nach rechts durchsetzende Steuerwelle 21, die, wie in
Fig. 1 dargestellt, zum Verschwenken des Hebels 22 und damit zum Einschalten der
Haupt- und Hilfskupplung für das Rechnen und zum Schließen der Kontakteinrichtung
2, 5 für den Motor dient, ist an ihrem rechten Ende, wie aus den Fig.3 und 6 ersichtlich
ist, mit einem Hebel 82 versehen, der an seinem oberen Ende einen Bolzen 83 aufweist,
an dem ein Schaltstück 84 angelenkt ist. Dieses Schaltstück weist an seinem vorderen
Ende einen in die Bewegungsbahn der Steuerglieder 54 und 55 ragenden Stift 85 auf,
wodurch bei der Betätigung des Schaltstuckes in bereits im Hauptpatent beschriebener
Weise durch den Bolzen 86 das Umschaltgestänge für die Doppelkegelräderverstelleinrichtung
gesteuert wird.
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Der Steuerungs- und Antriebsmechanismus für den Schlittentransport
geht aus der Fig. 6 hervor. Mit 14 ist die bereits bei der Beschreibung der Fig.
1 erwähnte Antriebswelle bezeichnet. Sie ist über eine Kupplung 87 mit einem Kegelradgetriebe
88, 89, 90 verbunden, wobei das Kegelrad 89 die Welle 91 für den Links-Rechts-Transport
des Schlittens antreibt. Mit dem Kegelrad 90 ist eine Hülse 92 verbunden, auf der
ein Exzenter 93 befestigt ist. Zur Auslösung
der Kupplung 87 dient
ein Steuerhebel 94, der auf der Steuerwelle 38 befestigt ist. Die Steuerwelle 38
wird von den Steuergliedern 52, 53 durch das Gestänge 95, 96 betätigt, das mittels
Langlöcher den auf der Steuerwelle 38 befestigten Hebel 97 an einem auf ihm sitzenden
Querstift 98 umgreift und beim Verschwenken eines der beiden Steuerglieder 52 oder
53 auch die Steuerwelle 38 verschwenkt.
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Wie im Hauptpatent bereits beschrieben wurde, ist für die beiden Gruppen
von Steuergliedern 52, 53 und 54, 55 je ein getrennter Aufzug vorgesehen. Während
der Aufzug der beiden Steuerglieder 54, 55 für Rechnen durch die bereits in Fig.
1 dargestellte Aufzugswelle 39 erfolgt, werden die Kraftsteuerglieder 52, 53 für
Transport durch die Bewegung des auf der Transportkupplungs-Abtriebsseite sitzenden
Exzenter 93 aufgezogen. An den Steuergliedern ist zu diesem Zweck je ein Anschlagzapfen
99, 100, 101 und 102 (Fig. 3) vorgesehen, gegen den Nocken 103, 104, 105 und 106
drücken. Die Nocken 103 und 104, die auf einer Hülse 107 sitzen, die ihrerseits
drehbar auf der Welle 39 gelagert ist, ziehen über die Anschläge 99, 100 die Kraftsteuerglieder
52, 53 für Links-Rechts-Transport auf. Sie erhalten ihre Verschwenkbewegung von
dem bereits erwähnten Exzenter 93 über die Schubstange 108, die an einem
Hebel 109 angreift, der seinerseits fest mit der Hülse 107 verbunden ist.
An dem Gelenkpunkt ist außerdem noch eine weitere Schubstange 110 mittels Langloch
geführt, deren Funktion bei der Beschreibung der Multipliziereinrichtung noch näher
erläutert wird. Sicherung Wie bereits erwähnt, sind die Funktionstasten für Plus-
und Minusrechnen sowie für Links- und Rechtstransport gegeneinander so verriegelt,
daß eine gleichzeitige Betätigung nicht möglich ist. Um jedoch in rascher Aufeinanderfolge
Kommandos verschiedener Art, z. B. Rechnen und Transport, geben zu können, muß die
Rechenmaschine noch mit einer Verriegelungseinrichtung versehen sein, wie sie beispielsweise
in Fig. 4 dargestellt ist. An der Außenseite der rechten Gestenwand 51 sind die
beiden Wellen 21 und 38, das sind Rechen- und Transportsteuerwelle herausgeführt
und mit Einrichtungen zur gegenseitigen Verriegelung versehen. Auf der Welle 21
sitzt ein Hebel 111 mit einem umgewinkelten Lappen 112, der sich im Bercich der
Nase 113 des auf der Welle 38 sitzenden Hebels 114 bewegt. Die beiden Hebel 111
und 114 nehmen gegeneinander eine solche Lage ein, daß jeweils bei Verschwenkung
des einen oder des anderen der beiden Hebel entgegen dem Uhrzeigersinn der andere
gegen Verschwenken gesperrt ist, so daß also jeweils nur eine der beiden Steuerwellen
ihre wirksame Lage einnehmen kann, d. h. niemals zwei verschiedene Kommandos gleichzeitig
zur Durchführung gelangen können. Die oben angeführten Sicherungshebel haben jedoch,
wie bereits im Hauptpatent hervorgehoben wurde, ein solches Spiel, daß bei Verriegelung
einer Steuerwelle dennoch die andere noch so weit verschwenken kann, daß das durch
den Kommandohebel ausgelöste zweite Kraftsteuerglied zwar noch keinen Steuerzug
betätigen, aber das Kommandoglied auch nicht mehr mit ihm in Eingriff kommen kann.
Da an zweiter Stelle gegebene Kommando bleibt sodann so lange gespeichert, bis das
erste zu Ende ist und wird anschließend durchgeführt.
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Außer der Kommandogabe der Funktionstasten können selbstverständlich
Steuerimpulse auf die Steuerzentrale auch von anderen Einrichtungen her übertragen
werden, wie eine solche im Hauptpatent bereits an einer vollautomatischen Division
gezeigt wurde. Eine andere Einrichtung, die ebenfalls Steuerimpulse auf die Kraftsteuerglieder
bzw. ihre Kommandoglieder gibt, ist im folgenden angeführt: Multipliziereinrichtung
Die zu beschreibende Multipliziereinrichtung weist eine Tastenbank auf, die Tasten
mit den Ziffern »1« bis »9« umfaßt und bei der außerdem zur Verschiebung des Schlittens
noch eine Nulltaste vorhanden ist. Bei der vorliegenden Maschine befindet sich diese
Nulltaste außerhalb der Tastenbank im unteren Rahmen 168 (Fig. 5) der Maschine gelagert.
Beim Drücken der Multiplizier-Wahltasten »1« bis »5« werden der Zahl entsprechende
Umdrehungen der Rechenwelle selbsttätig gesteuert und anschließend der Schlitten
um eine Dezimale versetzt. Werden die Tasten »6« bis »9« gedrückt, so soll der Multipliziervorgang
verkürzt ablaufen, d. h. die Maschine eine dem Komplementwert der getasteten Ziffer
zu zehn entsprechende Anzahl von Minusrechendrehungen ausführen, wobei anschließend
an die Schlittenverlegung nach rechts noch eine Korrekturdrehung folgen muß.
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Die Multipliziereinrichtung umfaßt im einzelnen folgende Baugruppen:
Tastenbank Die Tastenbank bildet für sich eine Einheit und besteht, wie aus den
Fig. 7 bis 11 zu ersehen ist, aus einer Grundplatte 115 und dem mit ihr verbundenen
Rahmen 116, in welchem die gesamten Teile eingebaut sind. Die mit den Ziffern» 1«
bis »9« beschrifteten Wahltasten sind auf Tastenschäften 117 befestigt, welche durch
Federn 118 in der dargestellten nach oben geschobenen Lage gehalten werden. Auf
der rechten Seite weisen die Tastenschäfte zwei Einschnitte 119 und 120 (Fig. 11)
auf, in die die Klappe 121 mit ihrem umgebogenen Rand eingreifen kann. Die Klappe
121 ist im Rahmen 116 drehbar gelagert. In Ruhelage der Multipliziereinrichtung,
in der die in Fig.7 mit 122 bezeichnete Platte ganz nach links herausgezogen zu
denken ist, wird durch die ausgeschnittene Kurve 123 der Stift 124 nach unten geschoben
und dadurch, wie Fig. 11 zeigt, die Klappe 121 in der Entriegelungsstellung gehalten,
so daß die Tasten ohne Widerstand betätigt werden können. An der Platte 122 ist
ein seitlich überstehender Bolzen 125 sichtbar, mit dem die Wahltastatur mit einem
in Fig. 2 dargestellten Segment 150 in Verbindung steht. Die Platte 122 steht unter
der Spannung der Feder 126, die sie in die Arbeitslage zu ziehen bestrebt ist. Ferner
weist die Platte 122 noch Anschläge 127' auf, die mit Ansätzen 127 an den Tastenschäften
117 zusamenwirken. Die Anschläge 127' sind so in die Platte 122 eingesetzt, daß
sie bei der Ziffer »1« den geringsten Weg und bei der Ziffer »5« den größten Weg
zurücklegt. Nach der Ziffer »9« hin nimmt der Weg dann wieder stufenweise ab. Jeweils
eine Stufe entspricht einer Zahnteilung an dem Schaltsegment 150. Außer der bereits
erwähnten Klappe 121 sind noch zwei weitere Klappen 128 und 129 an der Tastenbank
vorgesehen. Die Klappe 129, die mit seitlichen Lappen unter den Enden der Tastenschieber
117 liegt, dient, wie im Zusammenhang mit Fig.2 noch näher erläutert wird, der Auslösung
des Rechenvorganges. Die Klappe 128 reicht nur von den Ziffern »6« bis »9«, d. h.,
sie wird nur bei der Verkürztmultiplikation betätigt und in Ruhelage durch eine
Feder 113 im Anschlag gegen Ansätze 131 der Tastenschieber gehalten.
Am
unteren bzw. in bezug auf Fig. 7 rechten Ende ist mit der Klappe 128 ein Nocken
132 verbunden, der, wie später noch beschrieben wird, die Umsteuerung des Rechenkommandos
von Plus- auf Minusrechnen vornimmt.
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Steuerelemente Wie bereits im vorhergehenden beschrieben wurde, wird
beim Drücken einer der Wahltasten »1« bis »9« über die Klappe 129 (Fig. 7 und 9
bis 11) die Maschine ausgelöst. Diese Auslösung erfolgt, wie Fig. 2 veranschaulicht,
dadurch, daß die Klappe 129 auf den Schieber 138 drückt. Dieser Schieber ist mit
einer Schiene 133 verbunden, die an ihrem rechten Ende einen umgebogenen Führungsteil
134 aufweist, der mit einem Langloch 135 versehen ist, in dem der Zapfen 136 läuft.
Letzterer ist am oberen Ende eines auf der Transportsteuerwelle 38 festsitzenden
Hebels 137 angebracht. An ihrem unteren linken Ende ist die Schiene 133, wie der
Schnitt zeigt, gelenkig mit dem Schaltschieber 138 verbunden, der mittels eines
Langloches am Bolzen 139, der in der Gestellwand 1 sitzt, geführt wird. In der Ruhelage
wird der Schaltschieber 138 durch die Kraft einer an ihm angreifenden Feder 140
in seiner dargestellten Lage und gegen einen Schalt- und Rasthebel 141 in Anschlag
gehalten. Dieser Schalthebel ist um einen Bolzen 142 drehbar an der Gestellwand
1 gelagert und weist an seinem nach oben reichenden Arm eine Raste 143 auf, mit
der er einen Lappen 144 an einem die Rechenkommandos auf die Multipliziersteuerwelle
36 übertragenden Hebel 145 sperrt. Zwischen diesem Hebel 45 und dem vorgenannten
Schalt- und Rasthebel 141 ist eine Feder 146 gespannt. Auf dem oberen Teil des Hebels
145 liegt mit seinem linken Ende ein an der Gestellwand 1 bei 147 drehbar gelagerter
doppelarmiger Hebel 148 auf, der mit seinem rechten Ende das Schaltsegment 150 im
Ruhezustand sperrt. Um den doppelarmigen Hebel 148 in fester Auflage auf dem Hebel
145 zu halten, dient eine Feder 149. Das Schaltsegment 150 weist nach oben
einen Einschnitt 151 auf, in den, wie bereits beschrieben, der Bolzen 125 der Multiplizier-Wahltastenbank
eingehängt ist. Das Schaltsegment ist am Zapfen 152 drehbar gelagert. An seinem
unteren gebogenen Segmentteil ist die Verzahnung zu sehen. Die Zähne 153 sind alle
gleichmäßig ausgebildet, nur weist, wie aus der Fig.2 zu erkennen ist, der letzte
Zahn nach rechts eine vergrößerte und vertiefte nachfolgende Zahnlücke 154 auf.
Diese Vertiefung gestattet beim Schalten des Segments 150 durch die Schaltklinke
155, die gleichzeitige Mitnahme der Schubstange 157, wenn der Klinkenlappen 156
in die Vertiefung einfällt. Die Schaltklinke 155 ist über einen Zwischenhebel 158
und eine Feder 159 so mit der Aufzugswelle 39 verbunden, daß bei jeder Verschwenkung
dieser Welle das Segment einen Zahn weitergeschaltet wird. Die Schubstange 157 dient
zur Kommandogabe des Schlittenschrittes im Anschluß an den letzten Multiplikationsschritt.
Wie aus der Fig.2 ersichtlich. ist, dient zur Schaltung der Schubstange 157 durch
die Klinke 155 eine in den Bereich des Lappens 156 ragende Nase 160, die jedoch
nur mitgenommen wird, wenn der Klinkenlappen 156 auf die Vertiefung 154 trifft.
Die Schubstange 157 ist an ihrem rechten Ende mittels eines Langloches an einem
Stift 161 geführt und wird in Ruhelage durch die Feder 162 in ihrer nach rechts
verschobenen Lage gehalten. An ihrem linken Ende ist sie an einen an der Gestenwand
1 gelagerten Hebel 163 angelenkt. An diesem steht ein Stift 164 über, womit
die Schlittenschrittschaltung über die Schiene 165 gesteuert wird. Diese Schiene
weist einen Arm 166 auf, auf dem der Stift 164 aufliegt und der außerdem
noch von dem Schaft der Nulltaste 167 übergriffen wird, die ihrerseits in der zwischen
den beiden Gestellwänden 1 und 51 (Fig.5, 6) angebrachten Profilschiene 168 angeordnet
ist. Die Nulltaste 167 (Fig. 2) steht unter der Kraft der Feder 169. Der
Arm 166 wird durch die Feder 170 in seiner Ausgangslage gehalten.
In der Fig.2 ist außerdem noch ein um den Zapfen 171 drehbarer Hebel 172 dargestellt,
dem die Aufgabe obliegt, bei zurückgeschaltetem Segment den Hebel 145 wieder so
weit anzuheben, daß weitere Rechenimpulse nicht mehr an die Steuerzentrale gegeben
werden und der Schalthebel 141 mit seiner Rast 143 den Lappen 144 wieder verriegeln
kann. Zur Vermeidung des Zurückschwenkens des Schaltsegments 150 beim Aufziehen,
d. h. während des Arbeitens, dient der zweiarmige an dem Drehpunkt 173 gelagerte
Hebel 174, der an seinem rechten Ende eine Klinke 175 aufweist, die während des
Multipliziervorgangs unter der Kraft der Feder 174' mit der Segmentverzahnung 153
im Eingriff steht, sobald der an seinem linken Ende umgebogene Lappen 176, der auf
einem mit der Hilfsbewegungswelle 29 verbundenen Sicherungs- und Schaltglied 177
aufliegt, nach unten, d. h. entgegen dem Uhrzeigersinne schwenken kann. Sicherung
Das Sicherungs- und Schaltglied 177 (Fig. 7) bewirkt durch seine Ausbildung ferner
die Abschaltung der Multiplizier-Wahleinrichtung, sobald irgendein Rechenvorgang,
beispielsweise von den Funktionstasten aus eingeleitet wurde, in dem es den Schaltschieber
138 so weit nach links ausschwenkt, daß über diesen der Hebel 141 nicht mehr ausgelöst
werden kann. Der Stift 136 gleitet hierbei in dem Langloch 135 des Lappens 134.
In gleicher Weise erfolgt eine Abschaltung der Multipliziereinrichtung, wenn die
Rechensteuerwelle 21 verschwenkt wird. Zu diesem Zweck ist auf dieser ein Hebel
178 befestigt, der mit der oberen linken Kante gegen einen an der Schiene 133 vorstehenden
Lappen 179 anschlägt und den Schieber 138 ausschwenkt. Desgleichen erfolgt eine
Ausschwenkung, wenn die Steuerwelle 38 für Transport den Hebel 137 und damit den
Stift 136 entgegen dem Uhrzeigersinne schwenkt. Übertragungsgestänge Wie bereits
anläßlich der Beschreibung der Fig. 2 erwähnt wurde, erfolgt die Übertragung der
Rechenkommandos von der Multipliziereinrichtung auf die Steuerzentrale über den
Hebel 145 auf die mit ihm fest verbundene Welle 36, die schwenk- und längsverschiebbar
ausgebildet ist. Diese Welle, die an ihrem linken Ende einen Einschnitt 180 (Fig.
5) aufweist, erstreckt sich bis über die rechte Gestellwand 51 (Fig. 6) hinaus.
Im Bereich der Steuerzentrale ist auf ihr ein Hebel 181 befestigt, der mit
seinem Ende auf die Druckstifte 75, 76 der Rechenfunktionstasten 79, 80 (Fig. 3)
bzw. die Rechenkommandoglieder 63, 64 einwirken kann, wenn die Welle 36 verschwenkt
wird. In Ruhelage und bei unverkürzter Multiplikation ist die Welle in der dargestellten
Lage durch die Feder 182 (Fig. 6) gehalten, die zwischen dem Hebel 181 und der Gestellwand
51 gespannt ist. Der Hebel kann mit seinem Ende auf die Plusrechenglieder 76, 64,
55 einwirken. Wird in der Multipliziereinrichtung
eine der Zifferntasten
»6« bis »9« gedrückt, so wird, wie bereits beschrieben, die Klappe 128 (Fig. 11)
der Tastenbank verschwenkt und dadurch der Nocken 132 (Fig. 10) gedreht. An diesem
liegt ein auf der Welle 36 befestigter Anschlag 183 (Fig. 3 und 5) an. Somit wird
beim V erschwenken des Nockens 132 entgegen der Kraft der Feder 182 die Welle 36
seitlich verschoben. Dadurch wird auch der Hebel 181 (Fig. 6) von den Plusrechenkommandogliedern
76, 64, 55 auf die Minusrechenglieder 75, 63, 54 verschoben, so äaß die entsprechende
Anzahl Minusschritte durchgeführt wird. Da durch die Hilfsbewegung der Nebenkupplung
20 zur Einleitung der Rechenbewegungen bereits über die in Fig. 1 dargestellten
Glieder 27, 28, 34, 33 die Kerbe des Schiebers 30 in den Einschnitt
180 (Fig. 5) der Welle 36 eingreift, bleibt die Welle in der längsverschobenen
Lage bis zur Beendigung der Rechenschritte.
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Die in der Fig. 2 gezeigte Verschiebung des Lenkers 157 dient der
Einleitung des Schlittenschrittes. Dazu wird die Schubbewegung im Hebel
163 über den Stift 164 auf die Schiene 165 als Schwenkbewegung übertragen.
Die Schiene 165, die auf der Welle 36 gelagert ist, erstreckt sich längs dieser
ebenfalls bis in den Bereich der Steuerzentrale. Um jedoch bei jeder Verschiebung
des Lenkers 157 bzw. bei Druck der Taste 167 nur einen Schlittenschritt auszulösen,
ist in dem Verlauf der Schiene 165 ein Schaltglied zwischengeordnet, das
nach Abgabe eines Schaltimpulses den Steuerzug unterbricht. Dieses Schaltglied,
das aus Fig. 3 a und Fig. 6 zu erkennen ist, weist an dem Teil 184 der Schiene 165
eine drehbar gelagerte Klinke 185 auf, die unter der Kraft einer Feder 186 gegen
einen vorzugsweise als Vierkant ausgebildeten Stollen 187 gezogen wird, der an dem
abgebogenen Teil 188, der unter der Bezeichnung 165' weitergeführten Schiene befestigt
ist. An der Klinke 185 greift zum Abheben vom Stollen 187 ferner noch die Schubstange
110 an, die, wie bereits im Zusammenhang mit der Steuerzentrale (Fig. 3) erläutert
wurde, von der Aufzugswelle aus gesteuert wird. Wie aus Fig.3 und 6 ersichtlich
ist, liegt das abgewinkelte Ende 189 der Schiene 165' auf dem Kommandohebel 62 auf,
so daß über diesen das entsprechende Steuerglied 53 betätigt wird. Verriegelung
Um die Rechenmaschine vor Falschbetätigung und dadurch Festsetzen oder Falschrechnen
zu schützen, ist auf dem Ende der Welle 36 außerhalb der Gestenwand 51 (Fig. 4)
ein Hebel 190 befestigt, der einen Seitenstollen 191 und einen Lappen 192 an seinem
oberen Ende aufweist, mit dem er bei verschwenktem Hebel 193, der beispielsweise
einer Additionsumschaltung angehören kann, auf einem Sperrstift 194 einer mit dem
Hebel 193 verbundenen Schiene 195 aufliegt. Ist der Hebel 193 und
damit 195 bzw. 194 in der dargestellten Lage, so ist die Auslösung eines Rechenkommandos
über die Multipliziereinrichtung unterbunden. Der Seitenstollen 191 des Hebels
190 hat die Aufgabe bei betätigter Divisionseinrichtung 196 über die Schräge 197
des Tastenschaftes 198, ferner die Schubstange 199, die in Ruhelage durch die Feder
200 nach rechts gezogen ist, und den an dem linken Ende der Schubstange 199
angebrachten Stift 201 eine Seitenverschiebung der Welle 36 zu unterbinden, damit
die Ergebnisse nicht verfälscht werden.
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Wie aus den Fig. 3 und 6 hervorgeht, ist es an sich gleich, ob durch
die von der Multipliziereinrichtung kommenden Steuerglieder (Welle 36, Schiene 165
bzw. 165') die Kommandoglieder 62 bis 64 direkt oder über den Umweg der Tastenschäfte
bzw. ihrer Druckstifte betätigt werden. In dem angeführten Beispiel soll nun aber,
um eine zusätzliche Eintastung im Bedienungsfeld während des Multiplikationsvorganges,
grundsätzlich während jeder anderen Maschinenfunktion, zu unterbinden, ein Gesperre
mit den Tastenschäften der verschiedenen Bedienungstasten zusammenwirken, das selbstverständlich
in gleicher Weise an den Kommandogliedern 61 bis 64 vorgesehen sein könnte. Wie
die Fig. 12, in der der Übersichtlichkeit halber die Multiplikationssteuerglieder
181 und 189 weggelassen wurden, zeigt, enden die Schäfte bzw. an ihnen vorgesehene
Arme in einem mit vier der Materialstärke entsprechenden Schlitzen 207 bis 210 versehenen
Körper 211, der fernerhin als Kugelkäfig bezeichnet wird. In einem Kanal dieses
Körpers 211 befinden sich Kugeln 212. Der Kanal ist mit einer Schraube213 verschlossen.
Der Kanaldurchmesser sowie die Abmessungen der Kugeln 212 sind so gewählt, daß,
wie an sich bekannt ist, jeweils nur eines der Glieder 69, 70 bzw. 71', 72' eingelegt
werden kann, d. h. die anderen Schlitze durch die seitlich verschobenen Kugeln.
212 gesperrt sind. Um mit diesem Gesperre auch noch weitere Bedienungstasten, wie
Löschen oder Wagenrücklauf, sperren zu können, die in den Beispielen des Hauptpatentes
alle auf das Kraftsteuerglied für Linkstransport einwirken, wobei gleichzeitig durch
den Tastendruck eine manuelle Gestängeumschaltung für die jeweils durchzuführende
Funktion erfolgt, ist am Tastenschaft 69 ein Ansatz 214 vorgesehen, auf dem Arme
215, 216 und 217 aufliegen, die an den Tastenschäften 218', 219', 221' der Bedienungstasten218,
Löschen des Resultatzählwerks, 219, Löschen des Umdrehungszählwerks, und 221, Wagenrücklauf,
angehören. Die Bedienungstaste 220 stellt eine Löschtaste zum manuellen oder motorischen
Löschen des Einstellwerks dar. Selbstverständlich könnten den Bedienungstasten 218,
219 und 221 auch Schlitze im Kugelgesperre zugeteilt sein. Auch könnte statt eines
Kugelgesperres irgendein bekanntes anderes Gesperre, beispielsweise mit verschwenk-oder
verschiebbaren Schienen, verwendet werden. Korrektur Wie einleitend schon erwähnt
ist, wird durch die seitliche Verschiebung der Welle 36 bei der Verkürztmultiplikation
zugleich mit der Umsteuerung von Plus- auf Minusrechnen ein Steuerkanal vorbereitet,
der im Anschluß an den Transportschritt noch einen Pluskorrekturschritt zur Auslösung
bringt. Wie aus den Fig.3 und 6 hervorgeht, ist an dem Hebel 181
ein Lagerstift
202 angebracht, auf dem mit einem Langloch ein Lenker 203 gleiten kann. An
seinem linken Ende (Fig.3) ist letzterer an einen auf der Transportsteuerwelle 38
fest sitzenden Hebel 204 angelenkt. Im Bereich der Kommandoglieder weist der Lenker
203 einen Seitenstollen 205 auf, mit dem er bei nach links (Fig. 6) verschobener
Welle 36 ein Steuerglied 206, 207, 208 betätigt, sobald die Transportsteuerwelle
38 verschwenkt wird. Das Steuerglied weist im einzelnen einen verschwenkbaren Anschlag
206, eine Übertragungswelle 207 und das Druckstück 208 auf. Durch die Betätigung
dieses Steuergliedes wird der Kommandohebel 64 im Uhrzeigersinne geschwenkt und
dadurch die Auslösung des Plusrechenkraftsteuergliedes 55 verursacht.
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Statt das Schlittentransportkommando getrennt von der Multipliziereinrichtung
auf die Steuerzentrale zu übertragen, könnte mit dem Rechenkommandosteuerglied 181
(Fig. 6) ein Druckstück verbunden
sein, das jeweils, vorzugsweise
gegenüber dem Rechenkommando verzögert, das Transportkommandoglied 62 zur Auslösung
bringt.
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Wirkungsweise der Multipliziereinrichtung Zur Multiplikation mit einer
im Beispiel beschriebenen Rechenmaschine wird in bekannter Weise der Multiplikand
in das Einstellwerk eingetastet und in der Grundstellung des Schlittens, d. h. in
nach links ausgefahrener Lage, von hinten her der Multiplikator auf den Wahltasten
der Multipliziereinrichtung nacheinander eingetastet. Als Beispiel soll die Rechnung
253 - 704 dienen. Die Zahl 253 wird also in das Einstellwerk eingetastet, der Schlitten
durch Drücken der Taste 221 (Fig. 12) ganz nach links verschoben und nun an der
Multiplikations-Wahltastatur die Ziffer »4« (Fig. 5, 7, 8) gedrückt.
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Mit dem Drücken der Ziffer »4« wird die Klappe 129 verschwenkt und
über den Schaltschieber 138 (Fig. 2) durch Verschwenken des Hebels 141 in Uhrzeigergegenrichtung
unter Überwindung der Feder 146 von der Rast 143 der Lappen 'i44 am Kommandoübertragungshebel
145 freigegeben. Damit kann auch der zweiarmige Hebel 148 infolge der Kraft der
Feder 149 das Schaltsegment freigeben, in dessen Schlitz 151 der Bolzen 125 (Fig.
7) der Multipliziertastenbank eingreift, wodurch die Platte 122, durch die Feder
126 gezogen, sich bis zum Anschlag 127 der Taste »4« nach rechts bewegt. Mit der
Verschiebung der Platte kann sich der Stift 124 in dem Kurvenausschnitt 123 nach
oben bewegen, wodurch die Klappe 121 (Fig. 11) in den Einschnitt 119 des Tastenschaftes
der Ziffer »4« einfällt und diese in der gedrückten Lage festhält. Gleichzeitig
wird durch die Verschiebung des Bolzen 125 das Segment 150 (Fig.7) entsprechend
um vier Zahnteilungen entgegen dem Uhrzeigersinne verschwenkt. Durch die Freigabe
des Kornmandoübertragungshebels 145 wurde aber inzwischen bereits die Welle 36 verschwenkt.
Der auf ihr befestigte Hebel 181 (Fig. 3, 6) hat den Stift 76 an der Funktionstaste
80 für Plusrechnen gedrückt, über das Kommandoglied 64 das Kraftsteuerglied 55 ausgelöst
und durch die Kraft der Feder 60 die Plusrechnung vorbereitet sowie die Steuerwelle
21 verschwenkt. Mit diesem Vorgang wird der Antrieb 10 (Fig. 1) eingeschaltet; die
Hilfskupplung verschwenkt die Hilfswelle 29 und schaltet die Hauptkupplung ein,
worauf diese eine Rechenumdrehung durchführt und kurz vor Beendigung der Umdrehung
mit der Kurve 42 den Hebel 40 und dadurch über die Schubstange 49 die Aufzugswelle
39 bewegt. Gleichzeitig mit der Verschwenkung der Rechensteuerwelle 21 schlägt der
Hebel 178 (Fig. 2) gegen den Lappen 179 (Fig. 5) an der Schiene 133 und verschiebt
diese so weit nach links (Fig.2), daß von der Tastatur aus keine weiteren Kommandos
auf den Hebel 141 übertragen werden können. Durch das Schaltglied 177, das auf der
Welle 29 sitzt, wird ferner der Schieber 138 in der ausgerückten Lage gehalten,
bis die der Hauptbewegung nachgeschaltete Hilfsbewegung beendet ist. Mit der Schwenkung
der Aufzugswelle 39 wird aber durch die Schaltklinke 155 auch das Schaltsegment
150 um eine Zahnteilung im Uhrzeigersinne verschwenkt. Dieses wird durch
die Klinke 175 am Hebel 174 in der nunmehr eingenommenen Lage gehalten. Im Resultatwerk
steht nach diesem ersten Rechenschritt die Zahl 253. Da sich jedoch der Hebel 145
immer noch in der verschwenkten Stellung befindet, folgen ohne Zwischenvorgang sofort
der nächste Rechenschritt und die folgenden in gleicher Weise, bis bei Beendigung
des vierten Rechenschrittes die Aufzugsklinke 155 das Schaltsegment 150 so weit
im Uhrzeigersinne verdreht hat, daß dieses den Hebel 172 anhebt, wodurch unter Spannen
der Feder 146 auch der Hebel 145 wieder angehoben wird und die Rast 143 des Hebels
141 am Lappen 144 einfällt. Damit ist eine weitere Rechenimpulsgabe unterbunden,
und die Hilfskupplung kehrt unter Rückschwenken der Welle 29 in die Ausgangslage
zurück. Im Resultatzählwerk steht die Zahl 1012.
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Gleichzeitig mit dem letzten Schaltschritt der Klinke 155 kann, wie
aus der Fig. 2 hervorgeht, der Klinkenlappen 156 in die Vertiefung 154 des Schaltsegmentes
155 einfallen und dadurch den Zahn 160 der Schubstange 157 mitnehmen, d. h. nach
links bewegen. Hierdurch wird über den Hebel 163 und den Stift 164 der nach
innen gewinkelte Arm 166 der Schiene 165 nach unten gedrückt und die Schiene 165
zur Maschine hin verschwenkt. Wie aus Fig. 3 a und 3 zu ersehen ist, wird durch
diese Verschwenkung der Schiene 165 über die Klinke 185 und den Stollen 187 auch
der Schiene 165' die gleiche Schwenkbewegung erteilt, so daß diese über das Schaltglied
189 das Kommandoglied 62 und das Kraftsteuerglied 53 auslöst. Dieses Kraftsteuerglied
53 verschwenkt nun seinerseits über den Lenker 96, der an dem Bolzen 98 des Hebels
97 angreift, die Transportsteuerwelle 38 und schaltet über den Steuerhebel 94 (Fig.
6) die Transportkupplung 87 ein, so daß über das Kegelgetriebe 88, 89 die Welle
91 bewegt wird, die ihrerseits die Verschiebung des Schlittens um eine Stelle nach
rechts durchführt. Gleichzeitig treibt das Kegelrad 89 noch ein weiteres Kegelrad
90 an, das auf der Hülse 92 festsitzt, auf der der Exzenter 93 befestigt ist. Von
diesem wird über die Schubstange 108 der Hebel 109 im Uhrzeigersinne (Fig.3)
geschwenkt und mit ihm die Aufzugshülse 107, die die Aufzugsglieder 103, 104 der
Kraftsteuerelemente 52, 53 für den Schlittentransport und Löschen betätigt. Am Hebel
109 ist aber außerdem noch eine weitere Schubstange 110 angelenkt, die, wie Fig.
3 a zeigt, drehbar mit der Klinke 185 des Einschrittschaltgliedes verbunden ist.
Durch die Exzenterbewegung wird die Klinke 185 vom Stollen 187 heruntergestoßen,
so daß auch bei verschwenkter Schiene 165 die Schiene 165' in ihre Ruhelage zurückkehrt
und keine weiteren Schlittenschaltschritte auslöst.
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Die Zahl 1012 im Resultatwerk ist also nunmehr um eine Stelle nach
rechts gerückt, über der letzten Tastenreihe des Einstellwerkes, d. h. der eingetasteten
Zahl »3«, steht jetzt im Resultatwerk die Zahl »1«.
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Als nächster Arbeitsschritt folgt nunmehr die Multiplikation mit der
folgenden Ziffer des Multiplikators, das ist die Zahl »0«. Der Rechnende drückt
die Taste 167 (Fig. 7) unter Überwindung der Feder 169, stößt damit den Arm 166
entgegen der Kraft der Feder 170 nach unten und verschwenkt die Schiene 165. Es
läuft der gleiche Vorgang ab, wie er im vorhergehenden für den Schlittentransportschritt
im Anschluß an die Rechenschritte beschrieben wurde. Über das Einzelschaltglied
wird das Kraftsteuerglied 53 (Fig. 6) ausgelöst, dadurch der Transport durchgeführt
und gleichzeitig über die Schubstange 110 und den Hebel 185 das Einzelschaltglied
wieder ausgeschaltet. Der Rechnende kann also beliebig lange seinen Finger auf der
Nulltaste halten, die Maschine steht nach dem einen Schlittenschritt still.
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Die Zahl 1012 ist also wiederum um eine Stelle nach rechts gerückt,
über der Ziffer »3« des Multiplikanden steht nunmehr die Ziffer »0«.
Der
Rechnende drückt jetzt zur Multiplikation mit Sieben die Ziffer »7« der Multiplizierwahltasten.
Hierdurch wird außer der Klappe 129 (Fig. 11) der Wahltastenbank auch die Klappe
128 v erschwenkt und dadurch über den Nocken 132 (Fig.5) entgegen der Kraft der
Feder 182 (Fig. 6) durch den mit der Welle 36 fest verbundenen Anschlag 183 (Fig.
5) die Welle 36 nach links verschoben. Außerdem wird gleichzeitig durch die bereits
beschriebene Auslösung der Multipliziereinrichtung die Platte 122 (Fig. 7) wieder
freigegeben, die durch die Kraft der Feder 126 bis zum Anschlag
127 der Taste »7« nach rechts gleitet. Wie bereits erwähnt, arbeitet die
Einrichtung bei Ziffern größer als Fünf verkürzt, es werden also bei der Ziffer
»7« nicht sieben Schritte, sondern nur dem Komplement zu Zehn entsprechend drei
Schritte zu machen sein. Um diese drei Zahnteilungen wird das Schaltsegment 150
(Fig. 7) verschwenkt. Der Rechenvorgang, d. h. die Steuerung, läuft genauso ab,
als wenn die Ziffer »3« gedrückt worden wäre, nur ist, wie bereits am Anfang des
Abschnittes erläutert wurde, die Welle 36 (Fig. 6) nach links verschoben worden.
Durch die jeder Rechenbewegung, d. h. Drehung der Hauptrechenwelle 17 bzw. Hauptkupplung
16, vorgeschaltete Hilfsbewegung der Nebenkupplung 20 ist über den Hebel 28 (Fig.
1) der Schieber 30 freigegeben worden. Dieser legt sich mit seiner Kerbe 35 unter
der Kraft der Feder 33 in die Eindrehung 180 (Fig. 5) der nach links über die Gestellwand
1 herausgedrückten Welle 36 und hält diese in der eingenommenen Lage bis zum Abschluß
der Multiplikationsrechenschritte fest. Mit dieser Verschiebung wird aber auch der
Hebel 181 (Fig. 6) von dem Stift 76 für das Plus-Kommandoglied auf den mit der 'Minustaste
77 verbundenen Stift 75 herübergerückt, so daß statt drei Plusrechenumdrehungen
drei Minusdrehungen durchgeführt werden. Wie die Fig. 3 und 6 zeigen, wird hierdurch
ferner auch eine einerends über den Hebel 204 mit der Transportsteuerwelle 38, andernends
an Bolzen 202 mit dem Steuerhebel 181 gelenkig verbundene Schiene 203 so weit nach
links (Fig.6) verschoben, daß der an ihr angebrachte Stollen 205 vor das Korrektur-Steuerglied
206, 207, 208 zu liegen kommt. Während des Rechenvorganges wird jetzt von der Zahl
»10«, die über dem 'Multiplikanden steht, dreimal die Zahl »253« abgezogen, am Ende
der Rechnung steht somit im Resultatzählwerk ... 9999925112, d. h., das Zählwerk
wurde überzogen.
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Wie bei der Rechnung mit der Zahl »4«, erfolgt im Anschluß an diese
Rechnung wiederum ein Schlittenschritt nach rechts, der in der bereits beschriebenen
Weise ausgelöst und durchgeführt wird. Die Zahl ... 9999925112 rückt also abermals
eine Stelle nach rechts, so daß jetzt die Zahlen wie folgend gezeigt untereinanderstehen.
9999925112 0000253 Durch die Auslösung des Transportschrittes im Anschluß an den
Rechenschritt, d. h. bereits ehe dieser ganz beendet war, wurde die Welle 38 (Fig.
3) verschwenkt. Diese schob über den Hebel 204 die Schiene 203 so weit nach rechts,
daß der auf der Schiene 203 sitzende Stollen 205 den Hebel 206 bewegte. Mit diesem
Hebel 206 sind aber, wie schon beschrieben wurde, die Welle 207 und das Druckglied
208 verbunden, d. h., mit der Betätigung der Transportsteuerwelle 38 wird der Korrekturschritt
ausgelöst, indem der Kommandohebel 64 (F ig. 6) für Plusrechnen im Uhrzeigersinne
geschwenkt wird. Das Kommando kann allerdings nicht sofort durchgeführt werden,
da die Rechensteuerwelle 21 (Fig. 4) während des zur Zeit noch laufenden Schlittenschrittes
durch die Transportsteuerwelle über die Sicherungen 111, 112, 113, 114 verriegelt
ist. Ist aber der Transportschritt beendet, womit gleichzeitig das Korrekturglied
206 (Fig. 3) in seine Ausgangslage zurückkehren kann, so folgt nunmehr der Korrektur-Rechenschritt,
der wie jede normale Addition zur Durchführung gelangt. Unter Rückstellung des Überzuges
im Resultatzählwerk erscheint dort nunmehr die Zahl 178112.
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Bereits mit dem Abschluß der ersten drei Rechenumdrehungen, d. h.
kurz nachdem der Transportschritt eingeleitet und der Korrekturschritt ausgelöst
war, konnte durch die Rückstellung des Schiebers 30 (Fig. 1) über den durch die
Hilfskupplung betätigten Hebel 28 auch die Welle 36 durch die Kraft der Feder 182
(Fig.6) wieder in ihre Ausgangslage zurückkehren. Nach Abschluß der Rechnung befinden
sich alle Steuereinrichtungen somit wieder in ihrer Normal-Ruhelage. Wirkungsweise
der Sicherungen Die Arbeitsweise der mit der Transport- und der Rechensteuerwelle
(38 und 21) zusammenwirkenden und sich gegenseitig verriegelnden Sicherungshebel
111 und 114 (Fig. 4) wurde bereits erläutert. Im folgenden werden daher nur noch
die Verriegelungseinrichtungen für die Multiplizier-Wahleinrichtung und das Bedienungsfeld
in ihrem Zusammenwirken näher besprochen. Diese Einrichtungen dienen hauptsächlich
dazu, eine Fehlbedienung und damit ein Falschrechnen oder Festsetzen der 'Maschine
unmöglich zu machen.
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Wie bereits bei der Erklärung der Multipliziereinrichtung erwähnt
wurde, wird bei Verschwenkung der Rechensteuerwelle 21 (Fig. 5) durch den Hebel
178 die Schiene 133 über den Anschlag 179 so weit nach vorn verschoben, daß der
Schaltschieber 138 den Hebel 141 (Fig. 2) nicht mehr mit seinem unteren Ende erreichen
kann. Desgleichen wird die Schiene 133 auch verschoben, wenn die Transportsteuerwelle
38 verschwenkt ist, die mittels des Hebels 137 und des an ihm befestigten Bolzens
136 an dem Lappen 134 bzw. in dessen Langloch 135 angreift. Ein Ausschwenken wird
ferner auch durch das Schaltglied 177 herbeigeführt, das auf der Hilfsbetätigungswelle
29 festsitzt. Da während des ganzen Multipliziervorgangs jeweils mindestens eine
der Wellen sich in verschwenktem Zustand befindet, kann somit nie eine Fehlauslösung
durch Betätigen einer der Multiplizier-Wahltasten erfolgen.
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Um jedoch auch ein Zwischentasten mit den Funktionstasten des Bedienungsfeldes
zu unterbinden, greifen, wie insbesondere die Fig. 3 zeigt, die Steuerglieder der
Multiplikationseinrichtung nicht an den Kommandohebeln der Steuerzentrale selbst
an, sondern vorzugsweise an den den Bedienungstasten 77 bis 80 zugeordneten Druckstiften
73 bis 76, die an den Tastenschäften 69 bis 72 befestigt sind. Das bedeutet also,
daß jeweils bei der Betätigung einer Steuereinrichtung auch der zugehörige Tastenschaft
mit nach unten gedrückt wird. Die Tastenschäfte 69, 70 bzw. die Arme 71'
und 72' der Tastenschäfte 71 und 72 enden, wie die Fig. 12 veranschaulicht, in einem
Gesperre, das hier als Kugelgesperre dargestellt ist. Ist nun einer der Tastenschäfte
im Kugelkäfig 211 nach unten gedrückt, so sind die übrigen
drei
Schlitze durch die seitlich ausweichenden Kugeln gesperrt, es kann also von keinem
anderen Funktionsglied aus ein weiteres Kommandoglied betätigt werden. Um auch die
Löschtasten und die Rücklauftaste an die Sicherungseinrichtung anzuschließen, ohne
den Kugelkäfig erweitern zu müssen, sind diese, da sie im Beispiel auch alle
auf das gleiche Kommandoglied 61 einwirken, mit Armen 215, 216, 217 versehen, die
durch den gemeinsamen Arm 214 des Tastenschaftes 69 Untergriffen werden, so daß
also beim Drücken irgendeiner der Tasten 218, 219 oder 221 jeweils der Tastenschaft
69 mit nach unten gehen muß und dabei in den Kugelkäfig eintaucht, d. h. umgekehrt
keine dieser Tasten gedrückt werden kann, wenn der Kugelkäfig von einer anderen
Taste aus, beispielsweise der Plustaste, durch die Multipliziereinrichtung gesperrt
ist.
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Die in Fig.4 gezeigten Sicherungseinrichtungen, die bereits in der
Figurenbeschreibung eingehend erläutert wurden, dienen jeweils dazu, mit der Betätigung
der Multipliziereinrichtung über den Hebel 190 die Einschaltung der automatischen
Division (Taste 196) und die Einschaltung einer Einzeladditionseinrichtung über
den Hebel 193 zu verhindern. Umgekehrt wiederum ist bei der Umschaltung des Hebels
193 in der in der Fig. 4 gezeigten Lage die Betätigung der Multipliziereinrichtung
und bei gedrückter Divisionseinrichtung 196 ein seitliches Verschieben der Welle
36 unterbunden.