DE1094311B - Schaltungsanordnung zur Erregung eines Relais mit kurzen Impulsen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Erregung eines Relais mit kurzen ImpulsenInfo
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Description
DEUTSCHES
Bisher sind Schaltungen bekanntgeworden, bei denen ein Relais über einen Transistor durch kurzzeitige
Impulse angeschaltet werden kann. Insbesondere gestatten solche Schaltungen, auch ein Relais mit
Impulsen zum Einschalten zu bringen, die wesentlich kürzer als die Anzugszeit des Relais sind. Derartige
Schaltungen arbeiten meist mit bistabilen Multivibratoren, die mit einem Punktkontakttransistor oder mit
zwei Schichttransistoren aufgebaut sind, indem die Relaiswicklung in einer Kollektorleitung angeordnet
wird. Die Punktkontakttransistoren weisen relativ instabile Kennlinien auf, so daß derartige Schaltungen
wegen ihrer geringen Betriebssicherheit keine große Anwendung in elektronischen Rechenanlagen gefunden
haben. Die Multivibratoranordnungen mit Schichttransistoren bedingen zur Erreichung des gleichen
Zweckes einen zusätzlichen Aufwand von einem Transistor pro Schaltung, der bei der großen Zahl solcher
Schaltungen in einer elektronischen Rechenanlage als erheblicher Nachteil zu werten ist. Außerdem fließt in
derartigen Schaltungen stets Strom in einem der beiden Transistoren.
Es ist weiterhin schon vorgeschlagen worden, bei einem Transistorsperrschwinger den Impulstransformator
durch ein Relais mit zwei Wicklungen zu ersetzen. Bei diesen Schaltungen kann bislang nur durch
Relais spezieller Bauart erreicht werden, daß die Rückkopplung so lange anhält, bis das Relais angezogen
hat und sich selbst über einen Haltekontakt weiter hält.
Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile an einer Schaltungsanordnung zur Erregung eines Relais
mit kurzen Impulsen, bestehend aus einem Sperrschwinger mit einem Transistor und einem Relais, bei
dem eine erste Relaiswicklung in Reihe mit dem Kollektor und eine zweite Relaiswicklung in positiv rückkoppelnder
Polung mit der Steuerelektrode des Transistors verbunden ist, dadurch beseitigt, daß ein Ruhekontakt
des Relais die Basis an eine den Transistor sperrende Vorspannung legt, die beim Beginn des Ankerhubes
sofort durch den sich öffnenden Ruhekontakt abgeschaltet wird, so daß eine zweite, den Transistor
in leitendem Zustand haltende Vorspannung wirksam wird.
Eine derartige Anordnung wird somit von der Forderung nach Verwendung spezieller Relais frei, da der
Transistor-Sperrschwinger auf diese Weise schon beim Beginn der Ankerbewegung in einen stabilen, dauernd
leitenden Zustand gebracht wird.
In Verbindung mit der Serieneingangsschaltung einer Magnetkernsignalwicklung, die als Teil eines
derartigen Rückkopplungskreises angeordnet ist, erhält man weiter vorteilhaft eine Schaltung, bei der in
dem Magnetkern nach dem Auslesen einer gespeicher-Schaltungsanordnung
zur Erregung eines Relais
mit kurzen Impulsen
Anmelder:
IBM Deutschland Internationale
Büro-Maschinen Gesellschaft m.b.H.,
Sindelfingen (Württ.), Tübinger Allee 49
Dr.-Ing. Theodor Einsele, Sindelfingen (Württ.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
ten Information durch dieRückkopplungsleitung diese sofort wieder in den Kern eingeschrieben wird. Man
kann also mit einer derartigen Vorrichtung direkt den Speicherzustand der in Speichermatrixanordnungen
vorhandenen Magnetkerne auf ein Relais übertragen und durch die Relaiskontakte auf weitere Elemente,
z. B. zur Steuerung eines Streifenlochers, einwirken. Eine Paralleleingangsschaltung einer Magnetkernsignalwicklung
an dem Rückkopplungskreis bringt den Vorteil einer besonders niedrigen zur Umsteuerung
benötigten Signalimpulsamplitude bei gleichzeitiger sicherer Verhinderung der erneuten Einspeicherung
der soeben aus dem Magnetkern ausgelesenen Information.
Die Erfindung ist überall dort anwendbar, wo man in der Technik einen Übergang schaffen muß von elekironischen
Anordnungen mit kurzen Signalen kleiner Leistung auf Anordnungen, z. B. mechanischen Anordnungen,
mit längeren Signalen größerer Leistung. Derartige Verhältnisse finden sich nicht nur in der
Rechenmaschinen- und Büromaschinentechnik, sondem auch z. B. bei der Fernwahl in der Fernsprechtechnik
oder in der Regelungs- und Steuerungstechnik, ζ. Β. bei digitalen Regelungen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich an Hand der nachfolgenden Beschreibung J
009 677/114 J
einiger Ausführungsbeispiele, der Zeichnungen und der Patentansprüche. Es zeigt
Fig. 1 einen Relais-Transistorsperrschwinger zur Anzeige des Speicherzustandes eines Magnetkernes
mit Serieneingang,
Fig. 2 eine Schaltung nach Fig. 1 mit Paralleleingang.
Das in der Fig. 1 in der Kollektorleitung des Flächentransistors 2 angeordnete Relais 1 besitzt außer
seiner Hauptwicklung noch eine Hilfswicklung, die im Sinne positiver Rückkopplung zwischen der Kollektorbatterie
und der Basis des Transistors 2 eingeschaltet ist. In diesem Kreis liegt ferner eine Signalwicklung
5 eines Magnetkernes 3. Über einen zwischen der zweiten Relaiswicklung und der Kollektorbatterie
eingefügten Widerstand 6 wird eine solche Spannung an die Basis des Transistors 2 mit dem Beginn
des öffnens des Ruhekontaktes 8 gelegt, daß der Transistor 2 dauernd in stromleitendem Zustand gehalten
werden kann.
Der Magnetkern 3 enthält eine gespeicherte »1«, er befindet sich also in dem oberen Remanenzpunkt seiner
rechteckförmigen Hystereseschleife. Durch einen Leseimpuls in der Wicklung 4 wird dieser Kern in
den anderen Ast der Hysteresekurve ummagnetisiert. Dabei wird in der Wicklung 5 ein an der Basis des
Transistors 2 negativer Impuls von etwa 1 //sek Dauer
induziert. Dieser Impuls besitzt eine genügende Amplitude, um die durch den aus der positiven Spannungsquelle,
dem Widerstand 9 und dem Widerstand der Rückkopplungswicklung gebildeten Spannungsteiler
erzeugte, den Transistor 2 sperrende Vorspannung zu überwinden. Diese Vorspannung wird zweckmäßig
so hoch bemessen, daß Störimpulse, die z. B. beim Auslesen von Magnetkernen entstehen, die eine
»0« gespeichert haben, unwirksam bleiben. Durch den Signalimpuls wird der Transistor 2 von der Basis her
in den leitenden Zustand gebracht. Dadurch setzt sofort über die Wicklungen des Relais eine induktive
Rückkopplung ein, die so lange anhält, bis das Feld der Hauptwicklung seinen vollen Wert erreicht hat.
Bei den meisten Relais fängt der Anker verzögert seine Bewegung an. Über den Relaiskontakt 8, der
sich sofort beim Beginn der Ankerbewegung öffnet, wird nun die Erde von der Hilfswicklung abgeschaltet.
Dadurch kann über den Widerstand 6 die negative Spannung der Kollektorbatterie an die Basis gelangen
und den Transistor weiterhin im leitenden Zustand halten. Der Umschaltteil des Kontaktes 8 kann dabei
gleichzeitig zur Abgabe eines dem Speicherzustand des Magnetkernes entsprechenden Signals benutzt
werden.
Durch eine entsprechende Bemessung der Rückkopplungswicklung des Relais oder des Widerstandes
6 und der Windungszahl der Wicklung 5 ist es möglich zu machen, daß der soeben über die Wicklung
4 ausgelesene Kern sich durch die Abgabe eines Signals sofort wieder eine »1« einspeichert. Die Information
geht daher nicht beim Auslesen verloren. Damit läßt sich mit der gezeigten Anordnung auch ein
innerhalb einer Speichermatrix angeordneter Magnetkern direkt zur Angabe eines beliebig starken Steuerimpulses
heranziehen, ohne daß durch das Abfragen der Informationsinhalt des Kernes gelöscht wird. Eine
weitere Verbesserung dieser Schaltung wird durch die 'überbrückung der Rückkopplungswicklung durch eine
"Hode 10 erreicht. Einmal wird im gesperrten Zustand
ibei die an der Basis-Emitterstrecke des Trantors 2 liegende Spannung durch die Schleusenspang
der in Durchlaßrichtung gepolten Diode 10 mitbestimmt. Zum anderen findet ein in der Wicklung 5
induzierter Signalimpuls über die Diode 10 einen von der Induktivität der Rückkopplungswicklung freien,
d. h. niederohmigen Weg zur Masse. Damit genügt eine kleinere Signal spannung aus der Wicklung 5, da
ohne die Diode 10 der Signalimpuls nur über die Rückkopplungswicklung des Relais 1 und die ihr parallel
liegende Wicklungskapazität zur Masse gelangt. Die in der Rückkopplungswicklung während des An-Sprechvorganges
induzierte Spannung beansprucht die Diode 10 jedoch in Sperrichtung.
Die Schaltung nach Fig. 2, deren mit der Fig. 1 übereinstimmende Teile das gleiche Bezugszeichen tragen,
bedarf infolge der Parallelschaltung des Eingangskreises einer ähnlichen niedrigen Signalamplitude
wie im eben beschriebenen Fall zur Auslösung der Umschaltung. Der Rückkopplungsstrom wird
durch die Diode 12 von der Signalwicklung 5 des Magnetkernes 3 ferngehalten. Eine vorteilhafte Art der
ao Sperrung erhält man, indem an Stelle des Widerstandes 9 (Fig. 1) die Batterie positiver Spannung gegen
Masse in die Zuleitung zum Umschaltkontakt 8 gelegt wird (Batterie 11). Dann fließt im Ruhezustand ein
Strom über die Diode 12 in Durchlaßrichtung, so daß auch hier die Schleusenspannung die Sperrspannung
der Basis-Emitterstrecke des Transistors 2 mitbestimmt.
Die Anordnungen nach den Fig. 1 und 2 können z. B. durch das kurzzeitige öffnen des Schalters 7 wieder
in den Ruhezustand gebracht werden. Für besonders schnelle Umschaltungen ist es auch möglich, das
Relais 1 als magnetostriktives Relais auszubilden.
Claims (7)
1. Schaltungsanordnung zur Erregung eines Relais mit kurzen Impulsen, bestehend aus einem
Sperrschwinger mit einem Transistor und einem Relais, bei dem eine erste Relaiswicklung in Reihe
mit dem Kollektor und eine zweite Relaiswicklung in positiv rückkoppelnder Polung mit der Steuerelektrode
des Transistors verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ruhekontakt (8) des Relais
die Basis an eine den Transistor sperrende Vorspannung legt, die beim Beginn des Ankerhubes
sofort durch den sich öffnenden Ruhekontakt abgeschaltet wird, so daß eine zweite, den Transistor
in leitendem Zustand haltende Vorspannung wirksam wird.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklung (5) eines Magnetkernes
(3) in die Rückkopplungsleitung zwischen die zweite Wicklung des Relais (1) und die Basis
des Transistors (2) eingefügt ist.
3. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Windungszahl der
Magnetkernwicklung (5) so hoch bemessen wird, daß der Magnetkern durch den im Rückkopplungskreis fließenden Strom nach dem Auslesen wieder
auf eine gespeicherte »1« aufgesetzt wird.
4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Diode (10) parallel
zur zweiten Wicklung des Relais (1) geschaltet ist, deren Schleusenspannung die sperrende Vorspannung
der Basis mitbestimmt.
5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklung (5, Fig. 2) eines Magnetkernes
(3) parallel an die Rückkopplungsleitung unter Einfügung einer Diode (12) an die
Basis des Transistors (2) angeschlossen wird und
daß die Schleusenspannung der Diode (12) die sperrende Vorspannung an der Basis mitbestimmt.
6. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Batterie (H)
positiver Spannung gegen Masse in Reihe mit dem Ruhekontakt (8) des Relais geschaltet ist.
7. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Relais ein magnetostriktives
Relais verwendet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 021 902.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 677/114 11.60
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