DE1093065B - Duschmaschine fuer Fische - Google Patents
Duschmaschine fuer FischeInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A22—BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
- A22C—PROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
- A22C25/00—Processing fish ; Curing of fish; Stunning of fish by electric current; Investigating fish by optical means
- A22C25/02—Washing or descaling fish
Landscapes
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Description
DEUTSCHES
Die mit Fischdampfern gefangenen Fische werden aus dem Netzsteert ausgeschüttet und, je nach der
Fischsorte, ausgeschlachtet oder nicht ausgeschlachtet in ein an Deck befindliches Spülfach geworfen. An den
Fischen haftet Schmutz aller Art, z. B. Eingeweideteile oder Rückstände von Meerespflanzen und Tieren,
die häufig inFäulnis oder Verwesungübergegangen sind.
Diese Schmutzstoffe sind nicht nur unappetitlich, sondern sie haben vor allem den Nachteil, daß sie in
hohem Grade unhygienisch sind, denn sie stellen konzentrierte, sich ausbreitende Herde von Fäulnis- und
Verwesungsbakterien dar, welche die gesunden und frischen Fischleiber in unkontrollierbarer Weise infizieren.
Dadurch werden der Frischezustand des Fanges, seine Haltbarkeit und sein Handelswert stark
vermindert.
Man hat versucht, die Fische dadurch zu reinigen, daß man unter Benutzung der Deckwaschleitung einen
Wasserstrahl auf die in dem Spülfach liegenden Fische richtet. Dabei treten Besatzungsmitglieder mit ihren
Seestiefeln auf den Fischen hin und her, um Bewegung in die Masse zu bringen in der Erwartung, daß das
Wasser durch diese Knetbewegung auch den tiefer liegenden Fischen zugeführt wird.
Es ist auf diese Weise aber nicht möglich, den zwisehen
den Fischen eingeklemmten Schmutz in genügendem Maße fortzuspülen und die offenen Bauchhöhlen
ausgeschlachteter Fische zu reinigen, weil die Fische nicht einzeln gewendet werden, sondern zusammenhängende
Päckchen bilden. Das Spülwasser kommt nicht genügend an den Schmutz heran. Außerdem
tritt noch eine Qualitätsverschlechterung dadurch ein, daß die obenauf liegenden Fischleiber durch die
Seestiefel mechanisch beschädigt werden.
Es ist auch bereits eine Entschuppungsmaschine für Fische bekannt, die aus einer kontinuierlich umlaufenden,
an ihren Stirnseiten offenen und in ihrer Wandung mit Löchern versehenen, schräg gelagerten
Trommel besteht, durch die sich eine mit Spritzdüsen versehene feste Seewasserleitung erstreckt, während
unter der Trommel ein Trog zum Auffangen des aus den Löchern der Trommelwandung austretenden
Schmutzwassers in solchem Abstand angeordnet ist, daß die Trommel in das Schmutzwasser des Troges
nicht eintaucht. Bei dieser bekannten Maschine besteht die Trommelwandung aus einem gitterartigen
Netzwerk, das mit nach innen vorstehenden scharfen Kanten versehen ist, um die Schuppen der Fische abzureißen.
Dies kommt jedoch einer Verletzung des Fischkörpers gleich, die eine Eingangspforte für Faulnisbakterien
darstellt, so daß die in dieser Maschine behandelten Fische während der langen Reise vom
Fanggebiet bis zum Hafen nicht frisch gehalten werden können.
Dusdimaschine für Fische
Anmelder:
Horst Scheidung,
Loxstedt (Bez. Bremen), Düringerstr. 4a
Horst Scheiding, Loxstedt (Bez. Bremen),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Bei einer anderen bekannten Fischwaschmaschine, deren aus Holzleisten bestehende Trommel etwa bis
zur Hälfte in das Wasser des darunter angeordneten Troges eintaucht, dienen zum Reinigen, Entschuppen
und Vorwärtsbewegen der Fische auf der Innenseite der Trommel in Schraubenlinien angeordnete Bürstenleisten.
Auch in dieser Maschine werden die Fische an ihrer Oberfläche verletzt und sind außerdem während
des ganzen Durchganges durch die Waschtrommel mit dem Schmutzwasser in Berührung, was
sich ebenfalls auf die Haltbarkeit der Fische nachteilig auswirkt.
Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu vermeiden und eine Duschmaschine mit einer umlaufenden
Trommel und einer durch diese sich erstreckenden festen Seewasserleitung so auszurüsten, daß die Fische
darin einwandfrei gereinigt und dabei so schonend behandelt werden, daß nicht nur das Schuppenkleid,
sondern möglichst auch der darüber befindliche Schleimfilm unversehrt erhalten bleiben. Die neue
Duschmaschine ist dadurch gekennzeichnet, daß eine auf der Innenseite der Trommelwandung angeordnete
Förderschnecke und Wendeleisten wulstförmig abgerundeten Querschnitt haben und aus einem weichen,
elastischen Material wie Gummi oder Kunststoff bestehen und daß die Löcher oder Schlitze der Trommelwandung
im vorderen und mittleren Teil der Trommel in geringer Zahl und im hinteren Teil der Trommel
zahlreich vorgesehen sind.
In der auf diese Weise ausgerüsteten Trommel kommt der Fisch trotz gründlicher Umwälzung und
Reinigung mit keinerlei harten und scharfen Kanten in Berührung, die seine Oberfläche verletzen könnten.
Außerdem bewirkt die geringe Zahl der Löcher oder Schlitze im vorderen und mittleren Teil der Trommelwandung
in Verbindung mit der Förderschnecke, daß das aus den Düsen der Seewasserleitung austretende
Wasser nicht sofort vollständig aus der Trommel abläuft, sondern sich an den Windungen der Förder-
009 64832
schnecke staut, so daß eine trockene Reibung der Fische an der Trommelwand über den größten Teil
der Trommellänge verhindert und dadurch ein Verletzen der Fische sicher vermieden wird. Der vollständige
Abfluß des Spritzwassers erfolgt erst im hinteren Trommelteil, in welchem die Entwässerungslöcher zahlreich vorhanden sind. Dieser Trommelteil
kann jedoch so kurz sein, daß hier keine Beschädigungen der Fische mehr eintreten.
In den Abb. 1 bis 4 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Abb. 1 zeigt die Duschmaschine in Seitenansicht,
Abb. 2 im Grundriß, wobei die Trommel im Längsschnitt
dargestellt ist;
Abb. 3 ist eine Stirnansicht, in Richtung der Trommelachse gesehen;
Abb. 4 ist ein durch die Trommel und den Trog gelegter Querschnitt.
Mit 1 ist ein mit der Seewasserleitung verbundenes, auf der rechten Seite geschlossenes Rohr bezeichnet,
das mit Spritzdüsen 2 oder Löchern versehen ist. Dieses Rohr ist durch eine schräg gelagerte, an ihren
Stirnseiten offene Trommel 3 hindurchgeführt und an beiden Enden der Trommel an Böcken 4 befestigt, die
am Maschinenfundament angebracht sind. Die Trommel ist mit Ringschienen 5 armiert, die auf Rollen 6
laufen. Erforderlichenfalls werden oberhalb der Ringschienen noch weitere Rollen oder Sicherungsbügel
angeordnet, die ein Abheben der Trommel durch überkommende Seen oder durch starkes Schlingern des
Schiffes verhindern.
Die Trommel läuft um und wird mittels einer Kette 7 über ein Untersetzungsgetriebe 8 von einem
Elektromotor 9 angetrieben. Der Trommelmantel ist mit Löchern oder Schlitzen 10 versehen, die gemäß
Abb. 1 und 2 im vorderen und mittleren Teil der Trommel in geringer Zahl und am Trommelende zahlreich
vorhanden sind.
An der inneren Wand des Trommelmantels ist ein Gummischlauch 11 oder ein Gummihohlprofil in einer
Schraubenlinie befestigt, die als Förderschnecke dienen. An Stelle des Schlauches kann auch ein an
seiner freien Kante mit einer Gummi- oder Kunststoffleiste armierter Blechstreifen als Förderschnecke
verwendet werden.
Unter der Trommel 3 ist ein Trog 13 auf dem Maschinenfundament angeordnet, der zum Auffangen des
durch die Schlitze 10 ablaufenden Schmutzwassers dient. Eine Leitung 14 führt das Schmutzwasser über
Bord.
Die schmutzigen Fische werden der umlaufenden Trommel kontinuierlich zugeführt, z. B. durch ein
endloses Förderband 15 und eine Schütte 16. Der als Förderschnecke dienende Schlauch 11 transportiert die
Fische innerhalb der Trommel weiter. Hierbei werden sie nicht nur durch die Drehbewegung der Trommel,
sondern auch durch den Schlauch fortlaufend gewendet, so daß die in verschiedenen Richtungen aus den
Spritzdüsen 2 austretenden Seewasserstrahlen die Fische von allen Seiten abspülen und bei zuvor geschlachteten
Fischen auch in die offenen Bauchhöhlen eindringen. Das Wenden der Fische wird durch Leisten
12 unterstützt, die an der Innenseite der Trommelwand angebracht sind. Die Leisten sind wulstförmig
ausgebildet und bestehen aus einem weichen, elastischen Material, z. B. Gummi oder Kunststoff.
Der Trog 13 ist so tief unter der Trommel angeordnet, daß diese nicht in das Schmutzwasser eintauchen
kann. Die Fische kommen daher nur mit frischem Seewasser in Berührung.
Es empfiehlt sich, die Spritzdüsen 2 schon vor dem rechten Trommelende aufhören zu lassen, damit die
Fische noch in der Trommel abtropfen können. Ein
ίο weiteres Abtropfen der aus der Trommel fallenden
gereinigten Fische findet auf der anschließenden Siebrutsche 17 statt.
Die beschriebene Duschmaschine hat nicht nur den Vorteil, daß sie die Fische allseitig und auch in ihren
geöffneten Bauchhöhlen gründlich und zuverlässig reinigt, sondern auch, daß diese Reinigung gänzlich
ohne Verletzung der Fischleiber durchgeführt wird, so daß diese vor Infektion durch Fäulnisbakterien
weitgehend geschützt sind. Der Wert des Fanges wird also in doppelter Weise verbessert.
Zahlreiche bauliche Abwandlungen sind möglich. Es kann z. B. für den Betrieb zweckmäßig sein, an
Stelle eines gewöhnlichen Untersetzungsgetriebes 8 ein stufenlos regelbares zu verwenden oder die Spritzdüsen
2 in Gruppen abschaltbar zu machen. Es können auch parallel zu dem Seewasser führenden Rohr 1
weitere Rohre angeordnet werden, die den Fischen ein flüssiges Konservierungsmittel oder Gebläseluft zum
schnelleren Trocknen zuführen.
Claims (3)
1. Duschmaschine für Fische, die aus einer kontinuierlich
umlaufenden, an ihren Stirnseiten offenen und in- ihrer Wandung mit Löchern oder
Schlitzen versehenen, schräg gelagerten Trommel besteht, durch die sich eine mit Spritzdüsen versehene
feste Seewasserleitung erstreckt, während unter der Trommel ein Trog zum Auffangen des
aus den Löchern oder Schlitzen der Trommelwandung austretenden Schmutzwassers in solchem
Abstand angeordnet ist, daß die Trommel in das Schmutzwasser des Troges nicht eintaucht, dadurch
gekennzeichnet, daß eine auf der Innenseite der Trommelwandung angeordnete Förderschnecke
(11) und Wendeleisten (12) wulstförmig abgerundeten Querschnitt haben und aus einem weichen,
elastischen Material wie Gummi oder Kunststoff bestehen und daß die Löcher oder Schlitze (10)
der Trommelwandung im vorderen und mittleren Teil der Trommel in geringer Zahl und im hinteren
Teil der Trommel zahlreich vorgesehen sind.
2. Duschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spritzdüsen (2) der Seewasserleitung (1) sich nur über den vorderen und mittleren, die Wandungslöcher (10) in geringer
Zahl enthaltenden Trommelbereich erstrecken.
3. Duschmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Innenseite
der Trommelwandung angebrachte Förderschnecke (11) aus einem Gummischlauch besteht.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 202 280;
USA.-Patentschrift Nr. 2 331 855.
Deutsche Patentschrift Nr. 202 280;
USA.-Patentschrift Nr. 2 331 855.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©009 648/32 11.60
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DESCH23093A DE1093065B (de) | 1957-11-09 | 1957-11-09 | Duschmaschine fuer Fische |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH23093A DE1093065B (de) | 1957-11-09 | 1957-11-09 | Duschmaschine fuer Fische |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1093065B true DE1093065B (de) | 1960-11-17 |
Family
ID=7429501
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH23093A Pending DE1093065B (de) | 1957-11-09 | 1957-11-09 | Duschmaschine fuer Fische |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1093065B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1144523B (de) | 1961-07-11 | 1963-02-28 | Handelsvereeniging V H W Van D | Vorrichtung zum Behandeln, vorzugsweise zum Waschen stueckiger Gueter, wie Rueben, Gurken, Fische |
| DE1298769B (de) * | 1967-07-28 | 1969-07-03 | Reifen Huber Th Huber & Sohn M | Wascheinrichtung zum kontinuierlichen Waschen von Kartoffeln |
| DE1753134B1 (de) * | 1968-03-07 | 1971-04-08 | Nordischer Maschb Rud Baader | Vorrichtung zum Waschen,Entschuppen und Entschleimen von Fischen |
| DE1753126B1 (de) * | 1968-02-09 | 1972-03-09 | Walcker & Co Kg | Vorrichtung zum Waschen von geschlachteten Fischen |
-
1957
- 1957-11-09 DE DESCH23093A patent/DE1093065B/de active Pending
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1144523B (de) | 1961-07-11 | 1963-02-28 | Handelsvereeniging V H W Van D | Vorrichtung zum Behandeln, vorzugsweise zum Waschen stueckiger Gueter, wie Rueben, Gurken, Fische |
| DE1298769B (de) * | 1967-07-28 | 1969-07-03 | Reifen Huber Th Huber & Sohn M | Wascheinrichtung zum kontinuierlichen Waschen von Kartoffeln |
| DE1753126B1 (de) * | 1968-02-09 | 1972-03-09 | Walcker & Co Kg | Vorrichtung zum Waschen von geschlachteten Fischen |
| DE1753134B1 (de) * | 1968-03-07 | 1971-04-08 | Nordischer Maschb Rud Baader | Vorrichtung zum Waschen,Entschuppen und Entschleimen von Fischen |
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