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DE1092205B - Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Lactonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Lactonen

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Publication number
DE1092205B
DE1092205B DEF23986A DEF0023986A DE1092205B DE 1092205 B DE1092205 B DE 1092205B DE F23986 A DEF23986 A DE F23986A DE F0023986 A DEF0023986 A DE F0023986A DE 1092205 B DE1092205 B DE 1092205B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
copolymers
groups
lactonization
reaction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF23986A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Robert Schmitz-Josten
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF23986A priority Critical patent/DE1092205B/de
Publication of DE1092205B publication Critical patent/DE1092205B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08CTREATMENT OR CHEMICAL MODIFICATION OF RUBBERS
    • C08C19/00Chemical modification of rubber
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F8/00Chemical modification by after-treatment
    • C08F8/14Esterification
    • C08F8/16Lactonisation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Lactonen Es ist bekannt, daß man Mischpolymerisate aus Vinyl-oder Isopropenylestern mit Derivaten von a,ß-ungesättigten Mono- und Dicarbonsäuren, z. B. Mischpolymerisate aus Vinylacetat und Acrylsäuremethylester, durch alkalische Verseifung oder saure Umesterung, gegebenenfalls unter verseifenden Bedingungen, in die entsprechenden polymeren Lactone überführen kann (USA.-Patentschriften 2 067 706 und 2 306 071).
  • Es wurde nun gefunden, daß man hochmolekulare Lactone mit wertvollen Eigenschaften auf einfachere Weise herstellen kann, wenn man Mischpolymerisate, die einerseits Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen und andererseits Carbonsäure- und/oder Thiocarbonsäuregruppen und/oder zu diesen Gruppen verseifbare Gruppen enthalten, lactonisierenden und gegebenenfalls verseifenden Bedingungen unterwirft. Hierbei entstehen überraschenderweise Produkte, welche einen wesentlich geringeren Gehalt an Doppelbindungen und gegebenenfalls an freien Carboxylgruppen bzw. Thiocarbonsäuregruppen besitzen als die Ausgangsprodukte, indem eine intramolekulare Anlagerung von (Thio) Carboxylgruppen an Doppelbindungen unter Lactonisierung stattfindet.
  • Auch die physikalischen, chemischen und technologischen Eigenschaften der Umsetzungsprodukte, z. B.
  • Löslichkeit, Verträglichkeit mit anderen Kunststoffen oder Weichmachern, Licht- und Luftbeständigkeit, Filmbildungsvermögen und Haftfestigkeit, werden durch die Lactonisierung wesentlich verändert. Überraschenderweise findet die Anlagerung der (Thio) Carboxylgruppen an die Doppelbindungen praktisch nur intramolekular statt. Dies ist daraus zu erkennen, daß die Reaktionsprodukte noch löslich sind, was bei einer intermolekularen Reaktion nicht der Fall sein würde.
  • Das vorliegende Verfahren bedeutet eine Verbesserung der bekannten Verfahren, da die Lactonisierung nicht mit einem Gewichtsverlust durch Abspaltung von Acyl-, Alkoxyl- oder Halogengruppen zwangläufig verbunden ist. Ferner werden durch das vorliegende Verfahren neue Ausgangsmaterialien der Herstellung von polymeren Lactonen zugänglich.
  • Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eignen sich insbesondere Mischpolymerisate aus konjugierten Dienen und a,ß-äthylenisch ungesättigten Mono- und Dicarbonsäuren. Bei der Herstellung dieser Mischpolymerisate können die freien Säuren ganz oder teilweise auch durch die entsprechenden zu Säuren verseifbaren Derivate, wie Dicarbonsäureanhydride, Carbonsäureester, -thioester, Amide, Estersäuren, Thioestersäuren und Amidsäuren, ersetzt werden. Als alkoholische Komponenten für die Esterderivate kommen hierbei insbesondere aliphatische und cycloaliphatische gesättigte Alkohole mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen in Frage. Auf diese Weise erhält man hochmolekulare Lactone, welche zusätzlich Ester-, Carbonamidgruppen oder andere funktionelle Gruppen enthalten. Auch ungesättigte, hochpolymere Verbindungen, welche Thiocarbonsäuregruppen bzw. zu Thiocarbonsäuregruppen verseifbare Gruppen enthalten, sind der Lactonisierungsreaktion zugänglich. In diesem Falle werden polymere Thiolactone erhalten.
  • An geeigneten konjugierten Diolefinen für die Herstellung der vorgenannten Mischpolymerisate seien beispielsweise genannt: Butadien, Isopren, 2,3-Dimethylbutadien, Piperylen, Cyclopentadien, Cyclohexadien-t 3. Geeignete ungesättigte Mono- und Dicarbonsäuren sind z. B. Acryl-und Methacrylsäure, Crotonsäure, Vinylessigsäure, Zimtsäure, Malein- und Fumarsäure, Itakon- und Citrakonsäure sowie deren Derivate, z. B. Acrylsäuremethylester, Di-tert.-butylfumarsäureester, Maleinsäureanhydrid, Maleinsäurehalbester, wie Monomethylmaleinat, Monobutylmaleinat, Maleinsäurecyclohexylhalbester, Maleinimid, Malein- und Fumaramidsäure sowie deren N-substituierte Derivate, z. B. N-Methylmaleinimid, N-Dodecylmaleinamidsäure, Maleinanilidsäure. Es können auch Gemische der angeführten Monomeren verwendet werden.
  • Ferner ist es auch möglich, bei der Herstellung der Ausgangsmaterialien für das vorliegende Lactonisierungsverfahren noch andere Mono- und Diolefine mit einzupolymerisieren. Hierdurch kann der Lactongehalt des Endproduktes in weiten Grenzen variiert und dem beabsichtigten Verwendungszweck angepaßt werden.
  • Derartige Monomere sind beispielsweise: Styrol, a-Methylstyrol und deren Homologe, Acrylnitril, Vinylacetat, Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, Isobutylen, Vinylmethylketon, Allylacetat, Allylacrylat, Isopropenylacetat.
  • Das vorliegende Verfahren wird vorzugsweise in Gegenwart von sauren Katalysatoren durchgeführt. Als Katalysatoren kommen in Frage: starke Säuren, saure Salze sowie andere säurebildenden Stoffe, wie sie unter dem Namen »Friedel-Crafts-Katalysatoren« bekannt sind.
  • Es seien beispielsweise folgende Katalysatoren genannt: Schwefelsäure, Salzsäure, Kaliumbisulfat, Trichloressigsäure, Trifluoressigsäure, Chlorsulfonsäure, Acetylchlorid, Thionylchlorid, Phosphoroxychlorid, Alkyl- und Arylsulfonsäuren und deren Halogenide und Ester, Aluminiumchlorid, Titantetrachlorid, Zirkontetrachlorid, Eisenchlorid, Zinntetrachlorid, Zinkchlorid, Borfluorid und dessen Komplex- bzw. Anlagerungsverbindungen, z. B.
  • Borfluoridessigsäure, Borfluoridätherat, -alkoholat, -hydrat, -phosphorsäure, Phosphorpentoxyd, Pyrophosphorsäure, Borsäure, Oxalsäure. Selbst mit schwächeren Säuren, z. B. Phosphorsäure, läßt sich die Lactonisierung bei geeigneter Wahl der Reaktionsbedingungen, wie höheren Temperaturen und/oder längere Reaktionszeiten, durchführen. In vielen Fällen sind im Reaktionsmedium unlösliche, saure Katalysatoren, wie Kationenaustauscher in der Säureform, Borphosphat, Phosphorwolframsäure und Kieselgel, verwendbar.
  • Die Reaktionstemperaturen und -zeiten hängen weitgehend von der Art des Ausgangsmaterials, des Lösungsmittels sowie von der Stärke der verwendeten Katalysatoren ab. Mit sehr starken Säuren läßt sich die Reaktion bei Raumtemperatur durchführen, besonders wenn die Doppelbindungen im Mischpolymerisat durch entsprechende Substitution eine erhöhte Reaktionsbereitschaft zeigen. Dies ist z. B. bei Mischpolymerisaten des Isoprens oder 2,3-Dimethylbutadiens mit ungesättigten Carbonsäuren der Fall. Jedoch ist in den meisten Fällen die Anwendung höherer Temperaturen, vorzugsweise zwischen 50 und 150"C, in einigen Fällen sogar bis 200"C, zur Verkürzung der Reaktionszeiten und Erhöhung des Umsatzes zweckmäßig. Die Lactonisierung findet zweckmäßigerweise unter Ausschluß von Luftsauerstoff statt, um Nebenreaktionen zu vermeiden.
  • Die Wahl des Lösungsmittels richtet sich nach dem gewünschten Effekt. Man kann Lösungsmittel verwenden, in welchen das Ausgangsmaterial löslich, das lactonisierte Produkt dagegen unlöslich ist, um das Reaktionsprodukt leichter von Verunreinigungen abtrennen zu können.
  • Umgekehrt kann man auch Lösungsmittel verwenden, in denen die zu lactonisierende Verbindung un- bzw. schwerlöslich, die Lactone dagegen löslich sind. In anderen Fällen verwendet man Lösungsmittel, in welchen sowohl das Ausgangs- wie das Endprodukt löslich, die Katalysatoren dagegen unlöslich sind. Hierbei kann man die Polymerisation und die Lactonisierung in besonderen Verfahren durchführen und die Lösung der Endprodukte nach Abtrennen bzw. Neutralisation des Katalysators ohne weitere Operationen der beabsichtigten Verwendung zuführen. In besonderen Fällen ist sogar Herstellung und Lactonisierung der Mischpolymerisate in einem Arbeitsgang möglich.
  • Die Lactonisierung wird meistens in Abwesenheit von Wasser oder Alkoholen durchgeführt. In manchen Fällen ist jedoch ein Zusatz von Wasser, Alkoholen oder Carbonsäuren erwünscht, wenn der Lactonisierung eine Verseifung bzw. Umesterung vorausgehen muß. Es ist auch möglich, die Reaktion in wäßriger Emulsion durchzuführen. In anderen Fällen kann die Freilegung der zu lactonisierenden Carboxylgruppen auch durch Abspaltung von Olefinen erfolgen, was bekanntlich bei Estern tert. und sek.Alkohole, wie Cyclohexanol oder tert. Butanol, besonders leicht erfolgt.
  • Die Lactonisierung kann bei jedem gewünschten Umsetzungsgrad abgebrochen werden, falls ein Restgehalt an Doppelbindungen bzw. freien Carboxylgruppen im Reaktionsprodukt erwünscht ist. Restliche freie Carboxylgruppen können anschließend oder auch während der beanspruchten Lactonisierungsreaktion noch verestert werden. Auch ist ihre nachträgliche Überführung in Carbonamidgruppen durch Umsetzung mit Ammoniak, primären oder sekundären Aminen bei höheren Temperaturen möglich. Restliche Doppelbindungen können bei partiell lactonisierten Produkten auch weiteren Umsetzungen unterworfen werden, z. B. Anlagerungsreaktionen nach an sich bekannten Methoden. Auch in diesem Punkt unterscheidet sich das vorliegende Verfahren vorteilhaft von bereits bekannten.
  • Um einen möglichst großen Lactonisierungsgrad zu erreichen, werden vorzugsweise solche Mischpolymerisate eingesetzt, die durch Mischpolymerisation von annähernd äquimolekularen Mengen an Diolefin unda,ß-ungesättigten Mono- und Dicarbonsäuren bzw. deren Derivaten erhalten werden. Diese Mischpolymerisate, in welchen Diolefine und Carbonsäuren vorwiegend alternierend eingebaut sind, lassen sich besonders leicht der Lactonisierungsreaktion unterwerfen. Durch Änderung des Mischungsverhältnisses sowie durch Einpolymerisieren von anderen Monomeren, welche nach der Polymerisation keine der Lactonisierung zugänglichen Gruppen mehr enthalten, wird der Lactonisierungsgrad herabgesetzt, was für manche Verwendungszwecke von Vorteil ist, z. B. kann man ein Mischpolymerisat aus 80 bis 950/, Isopren und 20 bis 50/o Acrylsäure mit sauren Katalysatoren gleichzeitig lactonisieren und cyclisieren, wobei dem Cyclokautschuk ähnliche Produkte erzielt werden.
  • Die Eigenschaften der nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten hochpolymeren Lactone können durch geeignete Wahl der Ausgangsmaterialien in weiten Grenzen variiert werden. Bei Einsatz von Mischpolymerisaten aus Diolefinen und äquimolekularen Mengen a,ß-ungesättigter Carbonsäuren werden z. B. schwer- bis unlösliche, harte Stoffe erhalten. Auch Mischpolymerisate aus Diolefinen mit Maleinsäureanhydrid oder Maleinsäuremonomethyl- oder -äthylester gehen bei der Lactonisierung in harte, schwerlösliche Massen über, die jedoch in polaren Lösungsmitteln, z. B. Dimethylformamid, Eisessig, Aceton oder Dioxan, noch löslich sind und beim Eintrocknen ihrer Lösungen hitze- und alterungsbeständige, farblose, harte, glänzende nichtklebende Filme mit guten Haftungseigenschaften, z. B. an Glas oder anderen keramischen Produkten, bilden. Mischpolymerisate aus Diolefinen mit Halbestern der Maleinsäure mit höheren Alkoholen, wie Butanol, Isoamylalkohol, Cyclohexanol oder Dodecylalkohol, liefern jedoch bei der Lactonisierung Produkte mit höherer Biegsamkeit, besserer Löslichkeit und Verträglichkeit mit anderen Kunststoffen und Lackrohstoffen, welche den nach bekannten Verfahren hergestellten Produkten überlegen sind. In allen Fällen sind die so hergestellten Lactone härter als die entsprechenden ungesättigten Ester.
  • Die beschriebenen hochmolekularen Lactone können durch geeignete Vernetzungsreaktionen, wie Umsetzung mit Polyaminen, Polyalkoholen oder Methylolverbindungen, in den unlöslichen Zustand übergeführt werden.
  • Bei einem Restgehalt an Doppelbindungen ist der Einsatz der Produkte in lufttrocknenden Lacken möglich.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten hochpolymeren Lactone sind unter anderem geeignet zur Herstellung von Filmen, Folien, Fäden, Preßartikeln, Lacken, z. B. in Kombination mit trocknenden Ölen oder Alkydharzen, als Verbundschicht für die Herstellung von Sicherheitsglas. Ihre Klarheit und Alterungsbeständigkeit läßt sie auch für die Herstellung von photographischen Artikeln, wie Trägern von photographischen Emulsionen oder Zwischenschichten in photographischen Filmen, geeignet erscheinen. Weitere Anwendungsgebiete sind gegeben im Textilsektor, z. B. als Pigmentbinder im Textildruck oder zur Textilimprägnierung. Die öllöslichen Typen eignen sich auch zur Verbesserung von Schmierölen.
  • Beispiel 1 100 Gewichtsteile einer 580/0eigen Lösung eines Mischpolymerisates aus gleichmolekularen Mengen Isopren und Maleinsäuremonomethylester in Chlorbenzol wird mit 2,5 Volumteilen Borfluoridessigsäure versetzt und auf 100°C erwärmt. Die Reaktion setzt unter Wärmetönung ein. Nach etwa 1 Stunde läßt sich eine Probe des teilweise lactonisierten Produktes mit Alkohol fällen. Das in Chlorbenzol unlösliche Reaktionsprodukt fällt im Verlauf von 5 Stunden aus. Man gießt von der Chlorbenzollösung ab und reinigt das Reaktionsprodukt durch mehrmaliges Umfällen aus Dioxan-Methanol. Nach dem Trocknen erhält man ein farbloses, hartes Produkt, welches in Dioxan, Tetrahydrofuran, Eisessig, Pyridin und Dimethylformamid löslich ist. In Alkohol, Benzol, Essigester und Tetrachlorkohlenstoff ist das Produkt im Gegensatz zum Ausgangsmaterial nicht mehr löslich.
  • Beim Ausgießen einer Acetonlösung des neuen Kunststoffes erhält man nach dem Eindunsten einen harten, glänzenden Film mit sehr guter Haftung auf der Unterlage. Das Produkt hat einen Methoxylgehalt von 13,8 0/o, das sind 880/o der Theorie.
  • Beispiel 2 Führt man die im Beispiel 1 angegebene Umsetzung in Gegenwart von 50 Volumteilen Methanol und 2,5 Volumteilen Borfluoridessigsäure bei 80"C durch, so erhält man nach 48 Stunden ein Produkt, welches im Gegensatz zu dem nach Beispiel 1 hergestellten Reaktionsprodukt in Cblorbenzol und Essigester löslich ist.
  • Beispiel 3 1000 Gewichtsteile einer wasserfreien Benzinlösung eines Mischpolymerisates aus 1,3 Mol eines Maleinsäurehalbesters mit einem Gemisch primärer Alkohole der Kohlenstoffzahl C,2 bis C20, 1,40 Mol Butadien und 0,15 Mol Styrol werden mit 1000 Volumteilen Benzol und 50 Volumteilen Borfluoridessigsäure versetzt und 24 Stunden auf 96"C erhitzt. Der Fortschritt der Lactonisierung wird durch Prüfen von kleinen Proben auf ihre Fällbarkeit mit überschüssigem Alkohol kontrolliert. Nach etwa 3stündiger Reaktion beginnt das Umsetzungsprodukt in Alkohol unlöslich zu werden. Nach 24 Stunden wird das Gemisch in Alkohol eingerührt, wobei das polymere Lacton ausfällt. Dieses wird durch Umfällen aus Benzol Alkohol gereinigt. Man erhält so ein schwachgelbgefärbtes, in den meisten organischen Lösungsmitteln lösliches Produkt, welches sich zu klaren, glänzenden, biegsamen und klebfreien Filmen verarbeiten läßt. Es ist mit vielen Lackrohstoffen, wie Leinöl oder Alkydharzen, verträglich.
  • Die Säurezahl des Ausgangsmaterials beträgt 129, die des lactonisierten Produktes 10 bis 20.

Claims (3)

  1. PATENTANsPRÜcHE: 1. Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Lactonen, dadurch gekennzeichnet, daß man Mischpolymerisate, die einerseits Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen und andererseits Carbonsäure und/ oder Thiocarbonsäuregruppen und/oder zu diesen Gruppen verseifbare Gruppen enthalten, lactonisierenden und gegebenenfalls verseifenden Bedingungen unterwirft.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Mischpolymerisate solche aus konjugierten Diolefinen mit a,ß-ungesättigten Mono-und/oder Dicarbonsäuren verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Mischpolymerisate solche aus konjugierten Diolefinen und vorzugsweise äquimolekularen Mengen Maleinsäurehalbester verwendet.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Hollemann-Richter, Lehrbuch der organ. Chemie, 1951, S. 197.
DEF23986A 1957-09-20 1957-09-20 Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Lactonen Pending DE1092205B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3510462A (en) * 1967-10-30 1970-05-05 Firestone Tire & Rubber Co Lactonization of butadiene-methacrylic acid copolymers and product produced thereby
DE2757767A1 (de) * 1977-02-14 1978-10-19 Exxon Research Engineering Co Laktonester, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als additive

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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