DE1092034B - Greiferkettenausleger an Schnellpressen - Google Patents
Greiferkettenausleger an SchnellpressenInfo
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Description
- Greiferkettenausleger an Sdinellpressen Die Erfindung betrifft Greiferkettenausleger an Schnellpressen, bei denen der von der Greiferkette freigegebene Bogen von einem hin- und herbewegten Stabwagen zum Ablegetisch getragen und dabei durch eine Reihe Blasdüsen eines Düsenrohres, die im Takt der Maschine wirken, beschleunigt fallen und niedergehalten werden sollen.
- Blasluft zur Einwirkung auf Druckbogen wird mannigfaltig verwendet. Beispielsweise bei Auslegevorrichtungen mit einer Greiferkette über dem Ablegestapel dienen Blasvorrichtungen zu anderem Zweck dazu, Luftpolster unter dem absinkenden Bogen zu verdrängen.
- Man kennt auch Bogenausleger, bei denen ein Blasdüsenrohr zum Niederhalten des Bogens im Stabwagen gelagert ist. Dabei ist es jedoch nicht möglich, eine Steuerung der Blasluft zur Anpassung an unterschiedliche Betriebsbedingungen bequem von Hand zu betätigen, weil das Blasdüsenrohr, mit dem Stabwagen ständig hin- und herfahrend, bewegt wird.
- Diese Bauart ist bei den von der Erfindung behandelten Greiferkettenauslegern vermieden, bei denen das Blasdüsenrohr in der Maschinenseitenwand gelagert ist. Jedoch die bekannten Blasvorrichtungen stellten sich als unzureichend heraus. Teils brachten sie zu viel Luft, teils reichte die Luft nicht dazu aus, die ausgestreckte Bogenlage auf dem Stabwagen zu sichern und dem Fahrwind entgegen zu wirken, der den Bogen beim Lauf des Stabwagens insbesondere bei größeren Laufgeschwindigkeiten störend beeinflußt.
- Zur Behebung dieser Mängel wiesen auch die bei Bogenanlegeapparaten verwendeten Blasluftdüsen keinen Weg. So wurden bei einem bekannten Bogenanleger zwei übereinanderliegende Blasdüsenreihen durch einen Flachschieber taktmäßig abwechselnd wirksam. Diese Einrichtung dient aber nur zum Vorlockern und Trennen der Bogen eines Anlegestapels.
- Zum gleichen Zweck befindet sich bei einer anderen Anordnung in der Zuleitung für zwei stetig abwechselnd wirksame Gruppen Blasdüsen ein mechanisch gesteuertes Ventil. Dieses besteht aus einem hohlzylindrischen Drehschieber, der zwei seitlich und diametral zueinander versetzte Gruppen von Bohrungen zur Luftführung besitzt und in einem starr in der Maschinenseitenwand steckenden Rohrstutzen mit Schlauchtüllen geführt ist.
- Außerdem wurde auch schon vorgeschlagen, zum Abheben der Bogen vom Stapel dienende Saugdüsen durch mehrere Drehschieber gruppenweise von Hand regelbar auf einem langen Saugrohr anzuordnen, das zur Erzielung der gewünschten Düsenneigung von Schwenkarmen getragen wird. Zu diesem Zweck besteht das Saugrohr aus mehreren Rohrstücken mit ebenso vielen Drehschiebern, deren Handgriffe die Rohrwandung radial durchdringen. Dabei sitzen jedoch die Handgriffe zum Regeln der Düsen verteilt zwischen den Maschinenseitenwänden. Diese Einrichtung ist also nicht nur aufwendig, sondern auch schlecht zugänglich. also in ihrer Brauchbarkeit äußerst beschränkt.
- Insbesondere das letzte gilt auch für ein ebenfalls bei Bogenanlegern verwendetes mechanisch betätigtes Ventil mit einem Drehschieber für Blas- und Saugluft, der zwei Zeiger und Skalen zum Regeln der Luftmenge von Hand hat. Dieses Ventil sitzt, durch längere Leitungen mit den Blasrohren verbunden, auf der Mitte der Saugstange und achsparallel dazu.
- Solche Anordnungen eignen sich für Bogenausleger, aber nicht für Greiferkettenausleger der angezeigten Art.
- Ein weiterhin bei Bogenanlegern bekanntes Saugventil in einer ortsfesten Leitung besitzt einen mechanisch beweglichen Drehschieber in Form eines Schwenkarmes, dessen Kragenbüchse ihm gegenüber nach Zeiger und Skala zum Regeln der Ventilöffnung einstellbar ist.
- Schließlich wird noch auf eine bei Bürodruckapparaten bekannte Einrichtung zum Regeln der Farbzufuhr von Hand verwiesen, bei der eine poröse Druckwalze über ihre ortsfeste Hohlwelle von innen her mit der Farbflüssigkeit gespeist wird. Diese Hohlwelle besitzt eine Axialreihe von Schlitzen, während ihr hohlzylindrischer Drehschieber im Umfang stufenförmig versetzte Schlitze hat und an seinem überragenden Ende eine Skala trägt, an der die jeweils wirksame Farbdüse erkennbar ist.
- Es gibt also zahllose Steuerungen für Düsen.
- Trotzdem erfüllt keine der genannten Vorrichtungen die gesamten oben gestellten Forderungen. Es bedarf also bei einem Greiferkettenausleger, bei welchem die Bogen durch einen Stabwagen zum Ablegetisch getragen werden und dabei durch eine Reihe von Blasdüsen eines Düsenrohres niedergehalten werden sollen, einer besonderen Blasluftsteuerung. Zu diesem Zweck schlägt die Erfindung vor, daß der in an sich bekannter Weise im Düsen rohr zur Steuerung mehrerer Gruppen von Blasdüsen eingelagerte Drehschieber an seinem die Maschinenseitenwand überragenden Ende lösbar und für sich beliebig von Hand verdrehbar mit dem Abscblußfiansch des Düsenrohres verschraubt ist, der samt Düsen rohr und Drehschieber verdrehbar sowie außen an der Maschinenseitenwand festsetzbar ist.
- Eine solche Anordnung bietet mit einfachen Mitteln eine von Hand bedienbare bequeme Steuerung der Blasluft nach Menge und Wirkrichtung sowie Verteilung über die Fläche eines abwandernden Bogens.
- Sie ermöglicht es ohne besonderen Aufwand, jeder beliebigen Papiersorte Rechnung zu tragen und eine einwandfreie Bogenablage zu sichern, gleichgültig ob dünne oder dicke Papiersorten verdruckt werden.
- Alle erforderlichen Handgriffe zum Regeln der Blasluft nach Menge, nach Wirkrichtung sowie zur Luftverteilung sind an einer gemeinsamen Bedienungsstelle zusammengefaßt und handlich angeordnet und auch bei laufender Maschine bequem bedienbar.
- Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Es zeigt Abb. 1 eine Blasvorrichtung im Längsschnitt, Abb. 2 die Regelvorrichtung für die Blasdüsen mit Ouerschnitt des Düsenrohres sowie des Drehschiebers, Abb. 3 ein Schema der Greiferkette mit Ablegestapel.
- Bei einer Anordnung nach Abb. 3 wird jeder bedruckte Bogen durch die Greiferkette 1 vom Druckzylinder 2 übernommen und in ihrem unteren Trum dem darunter befindlichen Stabwagen 3 zugeführt, der ihn im Vor- und Rücklauf zum Ablegestapel 4 bringt.
- In dem von der Greiferkette 1 umschlossenen Raum ist mindestens eine Blasvorrichtung mit einer Reihe Blasdüsen 5 angeordnet, die das Fallen des von der Greiferkette freigegebenen Bogens beschleunigt und vor allem dazu dient, den auf den Stabwagen aufgelegten Bogen beim Vorlauf zum Ablegestapel in seiner ausgestreckten Lage niederzuhalten.
- Das in der Maschinenseitenwand gelagerte Düsenrohr 6 trägt hier eine Reihe von sechs Blasstutzen 5.
- Am einen Ende wird es durch die im Takt der Maschine gesteuerte Druckluftquelle 7 beschickt, am anderen Rohrende sitzt ein Abschlußflansch 8 mit Schlitzzuführung 9 für eine Knebelschraube 10 zum Befestigen an der Maschinenseitenwand. Im Düsenrohr 6 liegt verdrehbar ein weiteres Rohr 11 als Drehschieber zur Aufnahme und Verteilung der dem Düsenrohrende zuströmenden Luft. Sein Abschlußflansch 8 dient als Lagerung für den die Maschinenseitenwand überragenden Zapfen 12 der Nabe des Verteilerrohres 11, der vor dem Abschlußflansch 8 ein festsitzendes Handrad 13 und auf seinem Gewindeende eine Stellmutter 14 trägt. Die Stellmutter dient dazu, Düsenrohr 6 und Verteilerrohr 11 lösbar mit- einander zu verklemmen. Das Verteilerrohr 11 besitzt drei unterschiedliche Reihen 15, 16, 17 von Bohrungen oder Schlitzen, die in Umfang und Breite zueinander versetzt sind und als Luftaustrittsöffnungen mit den Blasdüsen 5 fluchten. Reihe 15 hat der Zahl der Blasdüsen entsprechend sechs Bohrungen, während die Reihe 16 mit vier Bohrungen die beiden äußeren Paare Blasdüsen beschickt und die Reihe 17 mit zwei Bohrungen zu den heiden mittleren Blasdüsen führt.
- Durch Verdrehen und Festsetzen des Verteilerrohres bzw. Drehschiebers 11 gegenüber dem Düsenrohr 6 lassen sich also drei unterschiedliche Gruppen der Blasdüsen, d. h. wahlweise zwei, vier oder alle sechs Blasdüsen 5 mit Blasluft beschicken. Dabei ist es möglich, jede Blasdüsenreihe beliebig zu schließen oder freizugeben. Es können die Bohrungen 15 bis 17 von Null bis zum vollen Durchfluß mit den jeweils entsprechenden Einmündungen des Düsenrohres 6 in Deckung gebracht werden, so daß die Stärke der Blasluftströme für die verschiedenen Gruppen von Blasdüsen durch Drosselung fein regelbar ist.
- Jeder Gruppe ist eine auf dem Flansch 8 angebrachte Skala 19, 20, 21 zugeordnet. Mit einem vom Handrad 13 getragenen Zeiger 18 wird die jeweilige Lage des Drehschiebers zum Düsenrohr 6 sowie das Maß der Überdeckung der Blasdüseneinmündungen bestimmt und die Umstellung von einer Gruppe zur anderen erleichtert.
- Außerdem ist das Verteilerrohr 11 mit dem Düsenrohr 6 nach dem Lösen der Knebelschraube 10 gemeinsam verschwenkbar, um auch die Richtung der auf den bedruckten Bogen wirkenden Blasluftströme von Hand verändern zu können. Auch die jeweilige Schwenklage der Blasdüsen 5 ist mittels einer Marke 22 des Flansches 8 an einer Skala 23 ersichtlich, die an der Maschinenseitenwand angebracht ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Greiferkettenausleger an Schnellpressen, bei welchem die von der Greiferkette freigegebenen Bogen durch einen Stabwagen zum Ablegetisch getragen werden und dabei durch eine Reihe von Blasdüsen eines in der Maschinenseitenwand gelagerten Düsenrohres niedergehalten werden sollen, dadurch gekennzeichnet, daß der in an sich bekannter Weise im Düsenrohr (6) zur Steuerung mehrerer Gruppen (15, 16, 17) von Blasdüsen eingelagerte Drehschieber (11) an seinem die Maschinenseitenwand überragenden Ende lösbar und für sich beliebig von Hand verdrehbar mit dem Abschlußflansch (8) des Düsenrohres verschraubt ist, der samt Düsenrohr (6) und Drehschieber (11) verdrehbar sowie außen an der Maschinenseitenwand festsetzbar ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 296 680, 519 813, 602 763, 617 838, 803602,933341; USA.- Patentschritten Nr. 1 303 040, 1 633 596, 2 200 937, 2 641 280, 2 657 052.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE1092034B (de) |
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