DE1761182B2 - Bogenanlegevorrichtung - Google Patents
BogenanlegevorrichtungInfo
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Description
8. Bogenanlegevorrichtung nach Anspruch 1, und in einer auf ihm angebrachten Deckleiste eingedadurch
gekennzeichnet, daß der aerodynamische 35 arbeitet sind, gemeinsam Schlitze, durch die parallel
Körper (7) aus einem sich über die gesamte zum Anlegetisch in Richtung auf die Vordermarken
Breite des Anlegetisches erstreckenden Teil be- Druckluft geblasen wird. Die Druckluft erzeugt unter
steht. dem anzulegenden Bogen einer geschuppt änkom-
9. Bogenanlegevorrichtung nach Anspruch 1. menden Bogenbahn einen UnterdiucK, welcher diedadurch
gekennzeichnet, daß der aerodynamische 40 sen Bogen von dem ihn überdeckenden Bogen trennt
Körper (7) aus mehreren Teilkörpern bausteinar^ und gegen den Anlegetisch zieht. Nachdem der Botig
ausgebildet ist. gen die Vordermarken erreicht hat, wird die Druck-
10. Bogenanlegevorrichtung nach Anspruch 1, luft unterbrochen, wonach sie zur Niedersaugung des
dadurch gekennzeichnet, daß das Fenster (20) nächsten Bogens wieder einsetzt. Dazu ist eine zeitstegartig
ausgebildet oder gelocht ist. 45 gerechte Steuerung der Druckluft und damit ein sowohl
in der Ausführung als auch in der Arbeitsweise
präzises Steuerventil erforderlich. Daraus ergibt sich,
daß die Funktion dieser Vorrichtung von einer
Der Gegenstand der Erfindung ist eine Vörrich-1 Menge aufwendiger und teurer Hilfsmittel abhängig
tung mit einem Anlegetisch und Vordermarken und 50 ist, durch weiche während des Betriebes Verzögerun-
im Anlegetisch angeordneten, auf die Vordermarken gen auftreten, die eine negative Auswirkung auf die
gerichteten Blasdüsen. heute von Druckmaschinen geforderte Bogenleistung
Die modernen Druckmaschinen und Bogen verar- haben. Mit Unterstützung der Druckluft können bei
beitenden Maschinen haben ihre Leistungen erheb- dieser Bogenanlegevorrichtung Staub, kleine Papierlich
gesteigert. Die Zuführung des Bogenmaterials er- 55 stücke und andere unerwünschte Fremdkörper, sofolgt,
um dem Arbeitstempo der Bogen verarbeiten- weit sie nicht von den die Maschine stillsetzenden
den Maschinen folgen zu können, durch eine von Kontrollvorrichtungen erfaßt Werden, unbehelligt in
einzelnen Bogen gebildete Bogenbahn, wobei die Bo- die Maschine gelangen, diese beschädigen oder Magen
— übereinander, schuppenartig, kontinuierlich kulatur erzeugen (deutsche Auslegeschrift
aufgebaut — den Voranschlägen zur Anlage züge- 60 1 186473).
führt werden und — wegen des Arbeitstempos — Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
der erste ausgerichtete Bogen schon von den Grei- Bocenanlegevorrichtung zu schaffen, mit der es mögfern
der Bogen verarbeitenden Maschine gegriffen Hch ist, mittels Blasluft ein Überfahren der Vorder-
und mitgenommen wird, während der zweite ihm fol- marken durch den anzulegenden Bogen zu verhingende
Bogen noch der Vorderanlage zustrebt. 65 dem und ein sicheres Anlegen des Bogens an die
Es geschieht dabei oft, daß dieser Bogen die Vor- Vordermarken auch bei hohen Maschinengeschwin-
deranschläge bzw. die Deckmarke überfährt und in digkeiten zu gewährleisten,
die Druckmaschine gerät. Zur Beseitigung sind Hilfs- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge-
löst, daß im Bereich des Anlegetisches zwischen den Blasluftdüsen und den Vordermarken ein aerodynamischer
Körper unterhalb eines Fensters vorgesehen ist.
Der Gegenstand der Erfindung ist beispielsweise in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen die
F i g. 1 bis 4 einen Querschnitt mit verschiedenen Stellungen des aerodynamischen Körpers.
In bekannter Weise ist am Anlegetisch 1 das sogenannte Vorderblech 2 mit den Vordermarken 3 vorgesehen.
Dieses Vorderblech 2, kann für Teilstücke eines aerodynamischen Körpers 7 ausgeklinkt sein
oder für einen sich über die ganze Bogenbreite erstreckenden Körper 7 ein ebenso breites Fenster 20
aufweisen, dessen Kanten abgerundet sind. Dieses Fenster 20 ist dann zweckmäßig mit Stegen versehen,
die den Bogen bis zu den Vordermarken 3 stützen.
Durch eine Walze 4 des Anlegetisches 1 werden auf Bändern 5 Bogen bis zu den Vordermarken 3,
hintereinander oder schuppenartig überdeckt angeordnet, vorgetragen und nacheinander in bekannter
Weise von einer Seitenziehmarke 6 nach einem Seitenanschlag rechtwinklig zur Vordermarke 3 ausgerichtet
Im Bereich des Vorderbleches 2 ist ein Körper 7 angeordnet, der aerodynamisch geformt ist. Er kann
sich über die gesamte Breite der Maschine erstrekken. Es können aber auch nur wenige Teilstücke verwendet
werden.
Seine Oberseite 8 ist der Bogenbahn 9 zugewendet, wobei die konkave Unterseite 10 nach unten gerichtet
ist. Dem wulstartigen Teil 11 ist eine Blasluftduse 12 /orgebaut. Der aerodynamische Korper 7ist um
den Drehpunkt 13 schwenkbar. Ein Leitblech 14 ist vor den Vordermarken 3 und hinter dem sich verjun-
genden Teil 15 des aerodynamischen Korpers 7 angeordnet.
, -LTT"
Zweckmäßig ist es, daß der aerodynamische Koper7
verstell- und feststellbar ist. So kann der aerodynamische Körper 7 während des Betriebes und
ίο ohne Unterbrechung der Arbeitsmaschine, angehoben
werden, und zwar so, daß z.B. die Unterdruckzone 16 mehr oder weniger in den Bereich der Bogenbahn
9 gerät.
Die Blasluftduse 12 ist mit bekannten, den Blas-
luftstrom drosselnden Einrichtungen versehen sein. Die gegen den aerodynamischen Körper 7 geachtete
Blasluft 18 baut an dessen Oberseite 8 eine Unterdruckzone 16 und an dessen Unterseite 10 eine
Druckzone 17 auf. Von diesen beiden Räumen theßt
ao die Blasluft in der Richtung, 19 wieder ab, die im wesentlichen
von dem Leitblech 14 bestimmt wird.
In der Unterdruckzone 16 entsteht ein vibrierender Effekt der einen hier durchlaufenden Bogen
springend und saugend gegen die Vordermarken 3
as bzw unter die Deckmarke bewegt. Dieser Effekt, den man als Klopfeffekt bezeichnet, kann durch Verstellung
des aerodynamischen Körpers 7 erhöht oder abgeschwächt werden. Diese Veränderung ist ohne
Unterbrechung des Betriebes möglich und kann auch
durch Verstellung des Leitbleches 14 beeinflußt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Bogenanlegevorrichtung mit einem Anlege- Das geschieht, bei der Bogenanlegevorrichtung
tisch und Vordermarken und im Anlegetisch an- nach der deutschen Patentschrift 964 146 durch Vergeordneten,
auf die Vordermarken gerichteten 5 wendung eines im Aufbau und in der Arbeitsweise
Blasdüsen, dadurch gekennzeichnet, bekannten Springsaugers als Sauggreifer. Er ist im
daß im Bereich des Anlegetisches (1) zwischen Bereich der Vordermarken unter dem Anlegetisch in
den Blasluftdüsen (12) und den Vordermarken einem auf einer Pendelwelle angeordneten Tragarm
(3) ein aerodynamischer Körper (7) unterhalb in Bogenbahnrichtung schwenkbar gelagert. Steht der
eines Fensters (20) vorgesehen ist. io Sauggreifer unter Saugluft, dann reicht seine röhren-
2. Bogdnahlegevorrichtung nach Anspruch t, förmige Kolbenstange über den Anlegetisch hinaus,
dadurch gekennzeichnet, daß dem Verjüngten Wird nun der Greifermund von der Unterseite eines
Teil (15) des aerodynamischen Körpers (7) zur herankommenden Bogens einer überlappten Bogen-Ablenkung
der Blasluft ein Leitblech (14) zu- bahn verschlossen, so trennt die Kolbenstange den
geordnet ist. 15 unteren Bogen ruckartig von dem darüberliegenden
3. Bogenanlegevorrichtung nach Anspruch 1, Bogen und zieht den erstgenannten auf den Anlegedadurch
gekennzeichnet, daß der aerodynamische tisch. Nachdem der festgehaltene Bogen an Hilfsmar-Körper
(7) schwenk- und feststellbar ist. ken eine Vorausrichtung erfahren hat, muß ihn der
4. Bogenanlegevorrichtung nach Anspruch 1, Sauggreifer zur Erreichung der Hauptanlegemarken
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der aerody- ao schwenken und dabei in einem gewissen Winkel um
namische Körper (7) in der Höhe und horizontal eine Kante biegen. Dadurch dürfte es außerordentverstell-
und feststellbar ist. Hch schwierig sein, insbesondere steifen Bogenmate-
5. Bogenanlegevorrichtung nach Anspruch 1, rialien, wie beispielsweise Karton, diese Biegung
dadurch gekennzeichnet, daß die Blasluftdüse ohne Schäden aufzuzwingen und zur korrekten An-(12)
schwenk- und in der Höhe wie auch in For- as lage zu bringen. Ein weiterer Nachteil besteht darin,
derrichtung verstell- und festlegbar ist. daß die bekannte Bogenanlegevorrichtung eine große
6. Bogenanlegevorrichtung nach Anspruch 5, Anzahl von schwierig herzustellenden Teilen aufdadurch
gekennzeichnet, daß die Blasluftdübe weist und einen recht komplizierten, taktmäßig ge-(12)
mit Drosseleinrichtungen versehen ist. steuerten Antriebsmechanismus für die Schwenkbe-
7. Bogenanlegevorrichtung nach Anspruch 2, 30 wegung des Sauggreifers erfordert.
dadurch gekennzeichnet, daß das Leitblech (14) Bei einer anderen bekannten Bogenanlegevorrichwährend
des Betriebes einstell- rnd feststellbar tung bilden Aussparungen, die zwischen der Seitenist,
ziehmarke und den Vördermarken im Anlegetisch
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681761182 DE1761182B2 (de) | 1968-04-13 | 1968-04-13 | Bogenanlegevorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19681761182 DE1761182B2 (de) | 1968-04-13 | 1968-04-13 | Bogenanlegevorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1761182A1 DE1761182A1 (de) | 1971-04-22 |
| DE1761182B2 true DE1761182B2 (de) | 1974-01-31 |
Family
ID=5696427
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19681761182 Pending DE1761182B2 (de) | 1968-04-13 | 1968-04-13 | Bogenanlegevorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1761182B2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4421198A1 (de) * | 1994-06-17 | 1995-12-21 | Heidelberger Druckmasch Ag | Vorrichtung zur Bogenanlage an bogenverarbeitenden Maschinen |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3209259C1 (de) * | 1982-03-13 | 1983-11-03 | M.A.N.- Roland Druckmaschinen AG, 6050 Offenbach | Bogenanlegevorrichtung an bogenverarbeitenden Maschinen |
| DE102017208090B4 (de) | 2017-05-15 | 2024-03-21 | Koenig & Bauer Ag | Bogenzuführvorrichtung für eine Druckmaschine |
-
1968
- 1968-04-13 DE DE19681761182 patent/DE1761182B2/de active Pending
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4421198A1 (de) * | 1994-06-17 | 1995-12-21 | Heidelberger Druckmasch Ag | Vorrichtung zur Bogenanlage an bogenverarbeitenden Maschinen |
| DE4421198B4 (de) * | 1994-06-17 | 2008-02-21 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Vorrichtung zur Bogenanlage an bogenverarbeitenden Maschinen |
| DE4421198B9 (de) * | 1994-06-17 | 2008-06-19 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Vorrichtung zur Bogenanlage an bogenverarbeitenden Maschinen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1761182A1 (de) | 1971-04-22 |
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