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DE1091977B - Verfahren zum Bleichen mit waessrigen Loesungen von Chloriten - Google Patents

Verfahren zum Bleichen mit waessrigen Loesungen von Chloriten

Info

Publication number
DE1091977B
DE1091977B DED27308A DED0027308A DE1091977B DE 1091977 B DE1091977 B DE 1091977B DE D27308 A DED27308 A DE D27308A DE D0027308 A DED0027308 A DE D0027308A DE 1091977 B DE1091977 B DE 1091977B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bleaching
solutions
chlorite
chlorites
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED27308A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Peter Ney
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Priority to DED27308A priority Critical patent/DE1091977B/de
Priority to GB3284/59A priority patent/GB912487A/en
Publication of DE1091977B publication Critical patent/DE1091977B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L4/00Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs
    • D06L4/20Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which contain halogen
    • D06L4/22Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which contain halogen using inorganic agents
    • D06L4/24Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which contain halogen using inorganic agents using chlorites or chlorine dioxide
    • D06L4/26Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which contain halogen using inorganic agents using chlorites or chlorine dioxide combined with specific additives

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

DEUTSCHES
Es ist bekannt, Fasern, Garne, Gewebe, Gewirke oder Textilwaren mit wäßrigen Chloritlösungen von Alkalioder Erdalkalichloriten zu bleichen. Um eine Bleichwirkung zu erzielen, müssen diese Lösungen aktiviert werden. Das bekannteste Aktivierungsmittel ist das Ansäuern der Lösungen, z. B. mit Ameisensäure oder Essigsäure. Der Nachteil des Aktivierungsverfahrens mit Säure besteht darin, daß die mit Säuren aktivierten Chloritlösungen schon in der Kälte durch frei werdendes Chlordioxyd einen unangenehmen Geruch und auf die Dauer physiologische Schäden bewirken. Außerdem ist es notwendig, die aktivierten Lösungen in korrosionsfesten Gefäßen zu halten bzw. zu verarbeiten. Bekanntlich lassen sich Korrosionsschäden selbst bei Edelstahlapparaturen nicht vermeiden, wenn man säureaktivierte Chloritlösungen verwendet.
Ein anderes Mittel zum Aktivieren besteht in dem Zusatz von reduzierenden Stoffen, welche sich wie z. B. Formaldehyd zu einer Säure auf oxydieren. Der Nachteil der Aktivierung mit reduzierenden Stoffen liegt darin, daß nicht das gesamte Chlorit bleichend wirkt, sondern daß ein Teil des Oxydationspotentials zum Oxydieren der reduzierenden Stoffe verbraucht wird. Um eine bestimmte Bleichwirkung zu erzielen, braucht man daher größere Mengen von Chloriten als bei der Aktivierung mit Säuren.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Bleichlösungen aus Alkali- oder Erdalkalichloriten durch Zugabe von Chloralhydrat, Amiden niedermolekularer Carbonsäuren und deren Halogensubstitutionsprodukte oder Ammoniumsalzen zu aktivieren.
Schließlich ist es bekannt, Chloritlösungen chlorierte Kohlenwasserstoffe zuzusetzen. Da diese in Wasser unlöslich sind, müssen besondere Maßnahmen ergriffen werden, um eine Umsetzung mit dem gelösten Chlorit zu ermöglichen; es ist fraglich, ob es unter technischen Arbeitsbedingungen gelingt, durch einen solchen Zusatz eine einwandfreie Aktivierung der Chloritlösung zu bewirken.
Es wurde nun gefunden, daß man das Bleichen von natürlichen oder synthetischen Fasern, Garnen, Geweben, Gewirken oder daraus hergestellten Textilwaren mit wäßrigen, neutralen oder alkalischen Lösungen von Alkali- oder Erdalkalichloriten erfolgreich durchführen kann, wenn man diesen Lösungen wasserlösliche Salze, wie Ammonium-, Alkali- oder Erdalkalisalze, von monohalogenierten niedermolekularen Carbonsäuren zusetzt. Vornehmlich eignen sich solche Verbindungen, die in α-Stellung zur Carboxylgruppe halogeniert sind. Von den Halogenen ist das Chlorsubstitutionsprodukt vorzuziehen. Es erwies sich, daß mit Monochloressigsäure oder deren wasserlöslichen Salzen als Aktivierungsmittel für Chloritbleichlösungen die günstigsten Bleichbedingungen erreicht wurden.
Verfahren zum Bleichen
mit wäßrigen Lösungen von Chloriten
Anmelder:
Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt
vormals Roessler,
Frankfurt/M., Weißfrauenstr. 9
Dipl.-Chem. Dr. Peter Ney, Frankfurt/M.,
ist als Erfinder genannt worden
Der Vorteil dieser Aktivierung besteht darin, daß durch sie die neutralen oder alkalischen Chloritlösungen in der Kälte gar nicht oder nur sehr langsam angesäuert werden und dadurch über einen längeren Zeitraum aufbewahrt werden können, ohne daß eine Zersetzung der Chloritlösung, ζ. B. durch frei werdendes Chlordioxyd, zu beobachten ist.
Für die Aktivierung der Chloritlösungen werden in der Regel auf 10 Gewichtsteile Chlorit 0,5 bis 10 Gewichtsteile der genannten Verbindungen benötigt.
Beim Arbeiten gemäß der Erfindung verfährt man zweckmäßigerweise so, daß man die Chlorite und entsprechende Mengen der obengenannten Verbindungen enthaltende Lösungen zunächst auf einen pH-Wert von 7 bis 10 einstellt, z. B. durch Zusatz von Essigsäure oder Natronlauge. Man kann auch so verfahren, daß man zunächst eine Lösung des Chlorits herstellt, diese auf den gewünschten pH-Wert einstellt und dann den Aktivator zusetzt.
Lösungen gemäß der Erfindung sind bei Raumtemperatur oder mäßig erhöhter Temperatur lange beständig. Erst beim Erwärmen auf höhere Temperaturen tritt die gewünschte Aktivierung ein. Das Bleichen selbst wird vorteilhaft bei Temperaturen von 70 bis 100° C durchgeführt.
Lösungen, die erfindungsgemäß obengenannte Verbindungen enthalten, können in verschiedenster, an sich bekannter Weise verwendet werden. Als besonders vorteilhaft haben sich die erfindungsgemäßen Lösungen erwiesen, wenn man mit ihnen das zu bleichende Gut zunächst tränkt, die überschüssige Lösung dann entfernt, z. B. durch Abquetschen oder Abschleudern, das mit der Lösung getränkte Bleichgut anschließend kurzzeitig, z. B. durch Behandeln mit Dampf, erhitzt und es dann in einer wärmeisolierten Kammer, zweckmäßig in dichter
009 630/390
Packung, unterbringt, bis der Bleichvorgang beendet ist. Gerade bei diesem Verfahren machen sich die Vorteile des Zusatzes von obengenannten Verbindungen insofern bemerkbar, als beim Tränken und Abquetschen noch keine Aktivierung der Chloritlösung stattfindet. Es genügt also, nur die Kammer, in welcher die Bleiche zu Ende geführt wird, aus einem Material herzustellen, das widerstandsfähig gegen aktivierte Chloritlösung ist.
Die nachstehenden Beispiele beschreiben das Bleichen von Nesselgewebe mit Lösungen der unten angegebenen Zusammensetzungen. In allen Fällen wurde das Gewebe zunächst mit der Lösung getränkt, dann wurde die überschüssige Lösung so abgequetscht, daß in 100 Gewichtsteilen Gewebe 100 Gewichtsteile der Lösung verblieben. Das getränkte Gut wurde innerhalb von 5 Minuten auf die Bleichtemperatur gebracht und dann in einem geschlossenen Behälter bei derselben Temperatur zu Ende gebleicht.
Beispiel 1
r
Zusammensetzung der Chloritbleichlösung
15 g/l Natriumchlorit 8O°/oig,
3 g/l monochloressigsaures Natrium,
1 g/l Netzer. 2,
PH-Wert der Chloritbleichlösung = 9,4,
Verweilzeit des imprägnierten Gewebes = 3 Stunden bei
85° C,
pH-Wert in der Waschflotte 1:10 nach dem Bleichen = 4,8,
unverbrauchtes Chlorit = 0,45 °/0 des Warengewichtes, Weißgrad des gebleichten Gewebes = 88,0%.
Beispiel 2
Zusammensetzung der Chloritbleichlösung
12 g/l Natriumchlorit 8Oo/oig,
3 g/l monochloressigsaures Ammonium,
1 g/l Netzer
35 pH-Wert der Chloritbleichlösung = 8,5,
Verweilzeit des imprägnierten Gewebes = 3 Stunden bei
850C,
pH-Wert in der Waschflotte 1:10 nach dem Bleichen = 4,0,
unverbrauchtes Chlorit = 0,068 °/0 des Warengewichts, Weißgrad des gebleichten Gewebes = 89,7%.

Claims (4)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zum Bleichen von natürlichen oder synthetischen Fasern, Garnen, Geweben, Gewirken oder daraus hergestellten Textilwaren mit wäßrigen neutralen oder alkalischen Lösungen von Alkali- oder Erdalkalichloriten, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gut mit Lösungen, die neben den Chloriten mindestens ein wasserlösliches Salz einer monohalogenierten, niedermolekularen Carbonsäure enthalten, bei erhöhter Temperatur, z. B. 70 bis 1000C bleicht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bleichflotte 10 Gewichtsteile Chlorit und 0,5 bis 10 Gewichtsteile des Salzes der monohalogenierten Säure enthält.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von Lösungen, die bei gewöhnlicher Temperatur einen pH-Wert von 7 bis 10 haben.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das zu bleichende Gut zunächst mit der Bleichlösung tränkt, die überschüssige Lösung dann entfernt, das Bleichgut kurzzeitig erhitzt und es schließlich in einer wärmeisolierten Kammer, zweckmäßig in dichter Packung, zu Ende bleicht.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Referat der schwedischen Patentschrift Nr. 134 537 im Chem. Zentralblatt, 1953, S. 7692.
© 009 630/390 10.60
DED27308A 1958-01-30 1958-01-30 Verfahren zum Bleichen mit waessrigen Loesungen von Chloriten Pending DE1091977B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED27308A DE1091977B (de) 1958-01-30 1958-01-30 Verfahren zum Bleichen mit waessrigen Loesungen von Chloriten
GB3284/59A GB912487A (en) 1958-01-30 1959-01-29 A bleaching process, using aqueous solutions of chlorites

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DE1091977B true DE1091977B (de) 1960-11-03

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1719004B1 (de) * 1961-12-29 1969-09-25 Elektrochem Werke Muenchen Ag Festes alkalisches bis neutrales Chloritbleichmittel

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FR2063109A1 (en) * 1969-09-22 1971-07-09 Soprosoie Fa Simultaneous desizing and bleaching of fabrics
DE2264234A1 (de) * 1972-12-30 1974-07-18 Hoechst Ag Verfahren zum bleichen von chloriten

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GB912487A (en) 1962-12-05

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