DE1091969B - Bergeversatzvorrichtung und -verfahren - Google Patents
Bergeversatzvorrichtung und -verfahrenInfo
- Publication number
- DE1091969B DE1091969B DESCH15192A DESC015192A DE1091969B DE 1091969 B DE1091969 B DE 1091969B DE SCH15192 A DESCH15192 A DE SCH15192A DE SC015192 A DESC015192 A DE SC015192A DE 1091969 B DE1091969 B DE 1091969B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- wall
- offset
- brackets
- lying
- mat
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21F—SAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
- E21F15/00—Methods or devices for placing filling-up materials in underground workings
- E21F15/02—Supporting means, e.g. shuttering, for filling-up materials
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Geology (AREA)
- Load-Engaging Elements For Cranes (AREA)
Description
- Bergeversatzvorrichtung und -verfahren Die Hauptpatentamneldung betrifft ein Versatzverfahren und eine Vorrichtung zur Durchführung desselben, bei dem eine zugfest ausgebildete, flexible Wand (Matte) durch Haltevorrichtungen zwischen Kopf- und Ladestrecke gespannt und dem fortschreitenden Abbau folgend vorgerückt wird.
- Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, der Versatzwand eine Ausbildung zu geben, die es gestattet, auch bei stark unterschiedlichen Flözmächtigkeiten das Abbaufeld nach dem Versatzverfahren der Hauptpatentanmeldung zu versetzen und dabei zu verhindern, daß der Versatz am Liegenden und Hangenden auslaufen kann.
- Nach der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Wanderwand ein mit der öffnung zum Versatz hin gerichtetes Profil aufweist und ihre Ränder sich gegen das Hangende und Liegende abstützen.
- Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß sowohl bisher abbauunwürdige dünne Flöze mit stark wechselnder Flözmächbigkeit mann- und ausbaulos als auch mächtige Flöze nach dem Versatzverfahren des Hauptpatents mit gleichzeitigem und kontinuierlichem Abbau sowie Versatz ausgebaut "verden können, weil die zugfest über einen größeren Flözabschnitt sich erstreckende und zu verschiebende Wanderwand durch ihre Profilausbildung die Abbau- und Versatzfelder abgedichtet voneinander trennt.
- Die Wanderwand nach der Erfindung kann noch dadurch verbessert werden, daß die Ränder der Versatzmatte zu einem schlauchartigen Hohlkörper verbunden werden, der eine Füllung aus Luft, Flüssigkeit bzw. plastischer oder körniger Masse erhält. Hierdurch wird erreicht, daß die Wanderwand sich den Erfordernissen des Versatzfeldes noch besser anpassen kann.
- Bei Versuchen hat sich eine Versatzmatte von U-förmigem Profil aus Drahtgeflecht bewährt, die in Abständen, von z. B. 1 bis 2 m, auf der Außenseite der Versatzmatte vom Hangenden bis zum Liegenden sich erstreckende Klammern aus zumindest zwei gelenkig miteinander verbundenen Schenkeln trägt, die durch das Versatzgut gegen das Hangende und Liegende gedrückt werden, ein Aufrollen von Mattenteilen verhindern und der Versatzmatte bei ungestörter Anschmiegbarkeit an das Liegende und Hangende eine größere Steifigkeit geben und vor allem ein Gleiten auch der belasteten Versatzmatte auf dem Liegenden und Hangenden beim Wandern der Versatzmatte ermöglichen. Der auf dem Liegenden aufliegende Klammerschenkel kann in der Form einer schlittenartigen Kufe ausgebildet werden und auch Ösen zum Durchziehen von Zugmitteln, wie Seile oder Ketten, aufweisen. Die Klammern werden in Abständen fest mit der Wand verbunden. Durch ein oder mehrere Gelenke wird den Klammern ermöglicht, die Schenkel auf- und abwärts zu bewegen, wenn Mächtigkeitsschwankungen des Flözes zu überwinden sind.
- Zum Bewegen der Versatzmatte entsprechend 'dem Abbaufortschritt kann sie in der Oberstrecke an einer vierfahrbaren Laufkatze angehängt und verfahren sowie in der Unterstrecke an einem Schlitten, der sich beispielsweise auf dem eisernen Grubenausbau bewegen läßt, befestigt werden. Die Laufkatze kann dabei auf einer Laufbahn aus Schienen, U-Eisen od. dgl., die ihrerseits wieder auf Balken oder Ständern ruhen, verschiebbar sein oder Leitschienen aufweisen, die aus eigenen Teilen vorgebaut werden können.
- Außerdem ist es zweckmäßig, wie es an sich bereits Gegenstand eines nicht zum Stand der Technik gehörenden Vorschlages ist, die Wanderwand bei fortschreitendem Abbau von einer Trommel abzuwikkeln. Dabei kann die Wanderwand an einem Ende auf der Ober- oder Unterstrecke befestigt und am anderen Ende von einer Trommel, beispielsweise Haspeltrommel, abgewickelt werden. Es ist aber auch möglich, die :Matte in der Ober- und Unterstrecke auf vierfahrbaren Trommeln zu lagern und nach Bedarf von den Trommeln ab- oder aufzuwickeln.
- Die Zeichnung dient zur weiteren Erläuterung der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel. Es zeigt Fig. 1 Unter- und Oberstrecke mit Verbindungsstreb im Schnitt, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 1 und Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie C-C der Eig. 1. Zwischen der Oberstrecke 1 und,der Unterstrecke 2 befindet sich der Abbaustreb 3. An den Ausbaueisen der Oberstrecke 1 ist die Laufkatze 4 verschiebbar befestigt, über dessen Führungsschienen 5 die Laufrolle 6 läuft. An letzterer hängt eine Kette 7 mit Krone 8, an der sechs Ketten 9 hängen, die sich in zwölf Ketten 10 und letztere wieder in vierundzwanzig Ketten 11 gabeln (dargestellt ist jeweils nur die halbe Zahl der Ketten). An letzteren ist die biegsame Versatzmatte 12 als Wanderwand aufgehängt. Die Matte besteht aus Stahldrahtgeflecht mit am Liegenden und Hangenden anschmiegbaren Rändern 12a und 12b und mit in Abständen angebrachten Klammern 13, die in Fig. 4 im Schnitt dargestellt sind. Letztere bestehen aus zwei durch Gelenk 14 verbundene Schenkel 13 a und 13 b, von denen ,der auf dem Liegenden 15 liegende Schenkel 13a als schlittenartige Kufe ausgebildet ist und das Zugseil 16 trägt. Die Matte 12 ist mit den Klammern 13 verbunden. Das Versatzgut 17 drückt Matte und Klammerschenkel gegen das Liegende 15 und Hangende 18. Am unteren Ende der Matte 12 ist ein Schuh 19 befestigt, der mit dem Schlitten 20 verbunden ist. Letzterer liegt auf dem Streckenausbau 23 der Unterstrecke 2 auf und ist mittels der Halteketten 21 am Ausbau 23 festzuhalten oder durch die Zugketten 22 nach dem Lösen der Ketten 21 zu verschieben, wenn die Wandermatte dem Abbau folgen soll. Fig. 3 zeigt eine Aufsicht auf den Schlitten 20 mit Schnitt durch Matte 12 und deren Auflage auf dem Ausbau 23 der Unterstrecke 2.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zur Durchführung des Versatzverfahrens nach Patentanmeldung Sch 12951 VI/5 d, bei dem mit Abstand von dem Kohlenstoß eines Flözabschnittes eine zugfest ausgebildete, flexible Wanderwand (Matte) zur Abstützung des hinterfüllten Versatzes durch Haltevorrichtungen zwischen Kopf- und Ladestrecke gespannt .und, dem fortschreitenden Abbau folgend, vorgerückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Wanderwand ein mit der Öffnung zum Versatz hin gerichtetes Profil aufweist und ihre Ränder sich gegen das Hangende und Liegende abstützen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder der Wanderwand zu einem schlauchartigen Hohlkörper verbunden sind, der eine Füllung aus Luft, Flüssigkeit oder plastischer bzw. körniger Masse enthält.
- 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wanderwand in Abständen auseinanderbiegsame Klammern trägt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klammern mehrschenklig ausgebildet und mit Gelenken versehen sind.
- 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klammern an ihren auf dem Liegenden ruhenden Teil als schlittenartige Kufen ausgebildet sind.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wanderwand an einer Laufkatze ;in der Oberstrecke verfahrbar angehängt und mittels Schuhen auf einem in der Unterstrecke vorzugsweise auf deren Ausbau verschiebbaren Schlitten befestigt ist.
- 7. Versatzverfahren mit einer Wanderwand nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wanderwand bei fortschreitendem Abbau an einem Ende festgelegt und am anderen Ende von einer Trommel abgewickelt wird. B. Versatzverfahren mit einer Wanderwand nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wanderwand an der Kopf- und Ladestrecke zwischen fahrbaren Trommeln gespannt und bei fortschreitendem Abbau nach Bedarf ab- oder aufgewickelt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentanmeldung p 34004 VI j 5 c D (bekanntgemacht am 23. 11. 1950). In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 946 531.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH15192A DE1091969B (de) | 1954-04-27 | 1954-04-27 | Bergeversatzvorrichtung und -verfahren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH15192A DE1091969B (de) | 1954-04-27 | 1954-04-27 | Bergeversatzvorrichtung und -verfahren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1091969B true DE1091969B (de) | 1960-11-03 |
Family
ID=7427425
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH15192A Pending DE1091969B (de) | 1954-04-27 | 1954-04-27 | Bergeversatzvorrichtung und -verfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1091969B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1272860B (de) * | 1966-04-23 | 1968-07-18 | Mannesmann Ag | Vorrichtung zum Verkleiden des Bergeversatzes in der steileren und steilen Lagerung und Verfahren zu deren Einbringen |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE946531C (de) * | 1954-05-23 | 1956-08-02 | Steinhaus Gmbh | Wanderwand |
-
1954
- 1954-04-27 DE DESCH15192A patent/DE1091969B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE946531C (de) * | 1954-05-23 | 1956-08-02 | Steinhaus Gmbh | Wanderwand |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1272860B (de) * | 1966-04-23 | 1968-07-18 | Mannesmann Ag | Vorrichtung zum Verkleiden des Bergeversatzes in der steileren und steilen Lagerung und Verfahren zu deren Einbringen |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1091969B (de) | Bergeversatzvorrichtung und -verfahren | |
| DE1955353A1 (de) | Wandernder Grubenausbau | |
| DE2461251C3 (de) | Vorrichtung für die Vormontage, den Transport und den Einbau eines Strecken- bzw. Tunnelausbaus | |
| DE3816621A1 (de) | Einrichtung zur oertlichen montage von sperrigen maschinenteilen, insbesondere von ausbauschildern in bergwerken | |
| DE1945611A1 (de) | Einrichtung zum Verlegen von Dichtungs- und/oder Verkleidungsmaterialbahnen auf Tunnelwaende | |
| DE932117C (de) | Ausziehbares Foerderband mit S-foermiger Schleife | |
| DE815956C (de) | Vorrichtung zur Erleichterung des Einbringens von Teilen eines eisernen Grubenausbaus | |
| DE2364502C3 (de) | Einrichtung zum Verlegen von Pipeline-Rohren in Gräben | |
| AT515121B1 (de) | Schutzbrücke | |
| DE2215978B2 (de) | Vorrichtung für das Einbringen von Ausbauteilen in untertägigen Strecken | |
| DE4317516A1 (de) | Gleisloses Lorensystem zum Materialtransport in einer Rohrprofilstrecke | |
| DE1433859C (de) | Vorrichtung zum Transport des Stein materials beim Ausbrechen oder Erneuern der Auskleidung von Drehrohrofen | |
| DE2513065C3 (de) | Einrichtung zum Bereitstellen von Material, insbesondere von Lang- und Ausbaumaterial, für Vortriebsörter im Berg- und Tunnelbau | |
| DE1658587B1 (de) | Einrichtung zum Herstellen mehrfeldriger Tragwerke,insbesondere Brueckenueberbauten,aus Stahl- oder Spannbeton | |
| EP3478587A1 (de) | Vorrichtung zur herstellung eines schlauchförmigen behältnisses | |
| DE1809349C3 (de) | Ausziehbarer Förderer mit einem im Oberturm auf Tragrollen abgestützten Förderband für die Streckenförderung im Untertagebergbau | |
| DE1189941B (de) | Verfahren zum Einbringen von Teilversatz bei der Gewinnung in mannlosen Streben in steiler und halbsteiler Lagerung | |
| DE2303259C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verlängern oder zum Verkürzen eines ausziehbaren Förderbandtraggerüstes | |
| AT201541B (de) | Auf Schienen verfahrbare Arbeitsbühne für Vortriebs- und Ausbauarbeiten im Gruben- oder Tunnelbau | |
| DE1289010C2 (de) | Gespann zur aufnahme und abspannung der antriebstation eines strebfoerderers in einer strecke | |
| DE1043606B (de) | Bauaufzug | |
| DE390718C (de) | Foerderwagenkipper | |
| DE526399C (de) | Fahrbares Foerdergeruest zum Ausheben und Wiedereinfuellen von Graeben | |
| DE1658587C (de) | Einrichtung zum Herstellen mehrfeld nger Tragwerke, insbesondere Bruckenuber bauten, aus Stahl oder Spannbeton | |
| DE2257830C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen von DrahtgetlecMmatten zum Sichern des Hangenden in Schreitausbaustreben |