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DE1091161B - Verwendung von Organopolysiloxanharzen als Isoliermasse fuer elektrische Geraete - Google Patents

Verwendung von Organopolysiloxanharzen als Isoliermasse fuer elektrische Geraete

Info

Publication number
DE1091161B
DE1091161B DED19526A DED0019526A DE1091161B DE 1091161 B DE1091161 B DE 1091161B DE D19526 A DED19526 A DE D19526A DE D0019526 A DED0019526 A DE D0019526A DE 1091161 B DE1091161 B DE 1091161B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
resins
weight
units
organopolysiloxane
parts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED19526A
Other languages
English (en)
Inventor
Donald Richard Weyenberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dow Silicones Corp
Original Assignee
Dow Corning Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dow Corning Corp filed Critical Dow Corning Corp
Publication of DE1091161B publication Critical patent/DE1091161B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/18Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
    • H01B3/30Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances plastics; resins; waxes
    • H01B3/46Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances plastics; resins; waxes silicones

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Silicon Polymers (AREA)

Description

  • Verwendung von Organopolysiloxanharzen als Isoliermasse für elektrische Geräte Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von bestimmten Organopolysiloxanharzen als Isoliermasse für elektrische und/oder elektronische Geräte und Ausrüstungen bzw. deren Bestandteile.
  • Bekanntlich eignen sich Organopolysiloxanharze, bei denen die organischen Substituenten Methyl-, Phenyl-, Vinyl- und/oder andere einwertige Kohlenwasserstoffreste sind, dank ihrer bemerkenswert guten physikalischen Eigenschaften, wie Zähigkeit, hohe Durchschlagsfestigkeit, Widerstandsfähigkeit gegen Zersetzung bei hohen Temperaturen und verhältnismäßig geringe Veränderung der physikalischen Eigenschaften bei einem Temperaturwechsel, besonders gut als Imprägniermittel und Überzugsmittel für elektrische Ausrüstungen, z. B. Spulen.
  • Die bisher in der Technik verwendeten Organopolysiloxanharze hatten jedoch den Nachteil, daß man ein Lösungsmittel verwenden mußte, um die Harze an die Stelle zu bringen, wo sie aufgebracht werden sollten. Das Lösungsmittel muß selbstverständlich dann abgetrieben werden, wobei das Organopolysiloxan zurückbleibt. Dies stellt bei dünnen Organosilpolyoxanschichten ober bei Anwendungszwecken, wo das Lösungsmittel leicht von dem Organopolysiloxan entfernt werden kann, kein Problem dar. Sollen jedoch dicke Organopolysiloxanharzschichten hergestellt werden oder wird das Organopolysiloxan als Imprägniennittel auf komplizierte Oberflächen und an schwer zugänglichen Stellen, wie sie in elektrischen Motoren und Generatoren vorkommen, aufgetragen, so ist das Lösungsmittel schwer zu entfernen, weshalb in dem gehärteten Harz oftmals Lücken, Risse oder Blasen auftreten.
  • Überdies hing das Härten der bisher verwendeten Organopolysiloxanharze im allgemeinen von einem Kondensationsmechanismus ab, z. B. der Kondensation von an den Si-Atomen gebundenen Hydroxylgruppen im Organopolysiloxanmolekül. Durch diese Kondensation entsteht Wasser, das ebenfalls Leerstellen und/oder Blasen während des Härtens verursacht, wenn das Harz in dicken Schichten oder an schwer zugänglichen Stellen aufgetragen werden soll, aus denen der Wasserdampf nicht entweichen kann.
  • Seitdem die Organopolysiloxanharze in der Industrie verwendet werden, sind schon Versuche im Gange, um die Blasenbildung während des Härtens zu verhindern. Ein Vorschlag zur Herstellung von lösungsmittelfreien, vollständig kondensierten Organopolysiloxanharzen besteht darin, daß ein hydroxylgruppenhaltiges Harz in Gegenwart eines Alkalikatalysators so lange erhitzt wird, bis die Hydroxylgruppen kondensiert sind. Sodann wird das Lösungsmittel abgedampft, wobei ein thermoplastisches Material zurückbleibt, das sodann mit bestimmten Katalysatoren zu blasenfreien Überzügen gehärtet wird. Diese Harze eignen sich jedoch aus zwei Gründen nicht für die Verwendung bei komplizierten elektrischen Geräten: Erstens ist ihre Viskosität zu hoch, um eine zufriedenstellende Imprägnierung zu ergeben, und zweitens dauert es zu lange, bis die Harze genügend durchgehärtet sind, auch bei Mitverwendung von Katalysatoren.
  • Die Harze, welche bisher unter Vermeidung der Blasenbildung verwendet wurden, haben aJ1e einen oder mehrere Nachteile, durch die sie für die Verwendung bei elektrischen Geräten ungeeignet sind. Diese Nachteile sind im allgemeinen von zweierlei Art: Entweder haben die erhaltenen Harze nicht die Wärmebeständigkeit, die zur Verwendung bei hohen Temperaturen erforderlich ist, oder sie weisen nicht genügend Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beanspruchung auf, oder beides.
  • So hat man auch bereits vorgeschlagen, mischpolymere Organosiloxanharze, die neben gesättigten Kohlenwasserstoffresten Allylreste aufweisen, ohne Lösungsmittel zur Isolierung für elektrische Zwecke zu verwenden. Obwohl jedoch im allgemeinen mit dem Si-Atom verbundene Allylreste leichter bei der Polymerisation reagieren als Vinylreste, so haben Allylgruppen enthaltende Polysiloxane andererseits den Nachteil, daß sie eine geringere Hitzefestigkeit aufweisen als die entsprechenden Polysiloxane, die bei sonst gleicher Struktur äquimolare Mengen von Vinylgruppen an Stelle von Allylgruppen enthalten.
  • Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß bestimmt zusammengesetzte mischpolymere Organosiloxanharze sich vorzüglich als riß- und blasenfreie Imprägnierungs- und Überzugsmittel für die Elektroinstallation von elektrischen bzw. elektronischen Geräten, insbesondere von Spulen in Transformatoren, Generatoren, Elektromotoren und anderen ähnlichen Apparaten bzw. von Bestandteilen elektrischer bzw. elektronischer Ausrüstungen, eignen.
  • Erfindungsgemäß werden als Isoliermasse für elektrische Geräte mischpolymere Organopolysiloxanharze, bestehend im wesentlichen aus 20 bis 75 Molprozent Phenylvinylsiloxan- und 80 bis 25 Molprozent Methylphenylsiloxan- sowie gegebenenfalls bis zu 5 Molprozent Siloxaneinheiten der Formel R,SiO", worin R Phenyl, Methyl oder Vinyl ist, verwendet. Vorzugsweise sind die Harze frei von Hydroxylgruppen, wenn auch geringe Mengen solcher Gruppen unter Umständen vorhanden sein können. Derartige Organosiloxane sind lösungsmittelfrei für Imprägnierungen und Überzüge anwendbar und können nach dem Auftragen mit anderen Mitteln gehärtet werden als durch den üblichen Kondensationsniechanismus. Durch diese Harze, welche die wünschenswerten Eigenschaften der bisher bekannten Organopolysiloxanharze aufweisen, werden die obengenannten Schwierigkeiten vermieden, so daß diese Stoffe die ersten erfolgreichen lösungsmittelfreien Siloxanimprägnier- und -überzugsharze für die Elektrotechnik darstellen.
  • Es hat sich herausgestellt, daß, wenn andere Organosiloxaneinheiten als die beiden oben erstgenannten in größeren Mengen bei der Mischpolymerisation mitverwendet werden, die erhaltenen Harze in vieler Hinsicht unterlegen sind; z. B. neigen diese während des Härtens zur Bildung von Rissen. Mischpolymere Organosiloxanharze außerhalb des Bereiches vorliegender Erfindung stellen daher keine befriedigenden vinylhaltigen, lösungsmittelfreien Harze dar. Ein Mischpolymerisat z. B. aus MethylvinyIsiloxan- und Methylphenylsiloxaneinheiten ist sehr spröde und fällt beim Erhitzen auseinander; andere Zusammensetzungen außerhalb des erfindungsgemäß festgelegten Rahmens sind zu weich oder neigen zur Rißbildung oder haben sonstige Nachteile.
  • Die gegebenenfalls in den anzuwendenden Mischpolymerisaten vorliegenden R,Si0",-Einheiten blockieren die Molekülenden und er möglichen dadurch die Regulierung der Viskosität. Beispiele von verwendbaren endblockierenden Gruppen sind Trimethylsiloxan-, Vinyldimethvlsiloxan-, Phenyldimethylsiloxan-, Vinyldiphenylsiloxan- und Triphenylsiloxaneinheiten. Die Verwendbarkeit derartiger Siloxanharze als lösungsmittelfreie Imprägnierharze ist jedoch nicht von der Anwesenheit dieser Gruppen abhängig.
  • Die Viskosität der als Lösungsmittel anzuwendenden ungehärteten Harze kann von Flüssigkeiten mit 100 cSt bis zu nicht mehr fließenden Feststoffen schwanken. Sie kann bei der Herstellung der Mischpolymerisate je nach dem vorgesehenen Verwendungszweck verändert werden. Die bevorzugte Viskosität für Imprägnierzwecke liegt zwischen 1000 und 25 000 cSt. Derartige Flüssigkeiten haben ausgezeichnete Fließeigenschaften und eignen sich daher vorzüglich für Anwendungszwecke, bei denen der Stoff an schwer zugängliche Stellen und in Zwischenräume gelangen soll.
  • Die Herstellung der erfindungsgemäß verwendeten Harze kann nach beliebigen, an sich bekannten Verfahren erfolgen und wird hier nicht beansprucht. Beispielsweise können die Harze durch alkalische Aquilibrierung von Phenylvinylsiloxan und Methylphenylsiloxan hergestellt werden, wobei ein Alkalimetallsalz eines Organosilanols als Katalysator, z. B.
  • KO[(CH,),SiO],K und C,H"(CH,),SiOK, verwendet wird. Die Harze können auch durch Mischhydrolyse der entsprechenden Diorganodihalogensilane, vorzugsweise von Phenylvinyldichlorsilan und Methylphenyldichlorsilan, und anschließende Kondensation gewonnen werden, wobei das gewünschte Mischpolymerisat erhalten wird.
  • Die Mischpolymerisate können am besten mit 0,05 bis 2,0 Gewichtsprozent eines organischen Peroxyds, wie t-Butvli)erbenzoat, Di-t-Butylperoxyd oder Benzoylperoxyd ' 'dehärtet werden, indem man die Mischungen auf Temperaturen über 100' C erhitzt. Die erhaltenen Produkte sind zähe, lösungsmittelfeste Harze mit ausgezeichneten Eigenschaften, enthalten keinerlei Lücken, Risse und/oder Blasen. Beispiel 1 Auf bekannte Weise werden zunächst zur Herstellung des erfindungsgemäß zu verwendenden Harzes in einen Kolben, der mit einem Thermometer und einer elektrisch betriebenen Rührvorrichtung versehen ist, 195,4 Gewichtsteile des cyclischen tetrameren Phenylsiloxans, 204 Gewichtsteile des cyclischen tetrameren Methylphenylsiloxans und 4,82 Gewichtsteile symm. Divinvltetramethyldisiloxan gegeben, dann auf 110' C erhitzt, und 0,28 Gewichtsteile des Kaliumsalzes von Phenyldimethylsilanol [C6H5(CH3)2S'OY'] werden als Katalysator zugesetzt. Die Gesamtmischung erhitzt man unter ständigem Rühren noch 3 Stunden auf 150' C; ihre Viskosität steigt während des Erhitzens beträchtlich an. Die Mischung wird sodann auf Zimmertemperatur abgekühlt, und 0,43 Gewichtsteile Trimethylchlorsilan werden zugesetzt, um den Katalysator inaktiv zu machen. Die Reaktionsmischung wird sodann bei 110' C und 10 mm Hg destilliert. Die nach der Destillation verbleibende Flüssigkeit hat eine Viskosität von etwa 5,000 cSt bei 25' C und stellt ein Mischpolymerisat aus Phenylvinylsiloxan- und MethylphenylsiloxaneinheitiE#n dar, worin die Siloxanketten mit Vinyldimethvisiloxaneinheiten endblockiert sind.
  • Das Harz kann erfindungsgemäß verwendet werden. 20 Gewichtsteile des nach obigen Angaben erhaltenen Organopolysiloxans werden mit 0,2 Gewichtsteilen t-Butylperbenzoat gemischt. Die Mischung gibt man in ein kleines Glasgefäß und härtet in einem Ofen 20 Stunden bei 105 bis 110' C vor. Das erhaltene Produkt wird nach Beendigung der Vorhärtung geprüft und erweist sich als biegsam und zäh. Durch weiteres Erhitzen auf 200 bis 250' C wird das Material härter, ohne spröde zu werden oder sich zu verfärben. Während des Härtens tritt keine Blasenbildung auf, und das gehärtete Harz enthält keine Lücken oder Risse.
  • Ein zweites, gleichartiges Gemisch von Organopolysiloxan mit t-Butylperbenzoat wird zu einer festen, harzartigen Folie in den Ausmaßen 3,175 - 152,5 - 152,5 mm vergossen. Die hierfür verwendete Gußforrn wird hergestellt, indem man zwei Magnesiumplatten auf einen an zwei Enden offenen Rahmen spannt. Die Mischung wird in dieser Form 18 Stunden bei 110' C sowie 2 Stunden bei 250' C gehärtet. Aus diesem Gußkörper werden zur Prüfung der Biegsamkeit mehrere Streifen in den Ausmaßen 3,175 - 25 - 100 mm herausgeschnitten; ihre Biegefestigkeit beträgt 325 bis 350 kg/CM2. Nach weiterem 50stündigem Härten bei 250' C beträgt die Biegefestigkeit 350,5 bis 365 kg/cm'. Andere Proben werden 100 Stunden bei 250' C gehärtet, wobei eine Biegefestigkeit von 335 bis 405 kg/cm2 erzielt wird.
  • Das eingangs beschriebene Harz wird erfindungsgemäß gut als Imprägniermittel für die Isolation von elektrischen Spulen in Generatoren und von Bestandteilen elektronischer Apparaturen verwendet.
  • Beispiel 2 Gemäß dem alkalischen Äquilibrierungsverfahren nach Beispiel 1 wird ein auf bekannte Weise erfindungsgemäß zu verwendendes Mischpolymerisat aus 266 Gewichtsteilen des cyclischen tetrameren Methylphenylsiloxans, 104,5 Gewichtsteilen des cyclischen tetrameren Phenylvinylsiloxans und 7,2 Gewichtsteilen Divinyltetramethyldisiloxan hergestellt. Es besteht im wesentlichen aus 75 Molprozent Phenylvinylsiloxan- und 25 Molprozent Methylphenylsiloxaneinheiten neben einer geringen Menge von Vinyldimethylsiloxaneinheiten.
  • Beim Härten nach Beispiel 1 ergibt dieses Mischpolymerisat ein zähes, biegsames, harzartiges Material und wird deshalb erfindungsgemäß mit ausgezeichneter Wirkung als Imprägniermittel und Überzugsmasse für Elektromotoren und Spulen verwendet. Beispiel 3 Zur Herstellung des erfindungsgemäß zu verwendenden Harzes werden auf bekannte Weise 2862 Gewichtsteile Phenylvinyldichlorsilan mit 3036 Gewichtsteilen Methylphenyldichlorsilan in einen Kolben gegeben und die Mischung kontinuierlich einem heißen Gemisch von Toluol und Wasser zugefügt. Das Toluol muß in genügender Menge vorhanden sein, um eine 600/,ige Lösung des Hydrolysats zu ergeben, und die Wassermenge so groß sein, daß neben der zur vollständigen Hydrolyse der Diorganodichlorsilane erforderlichen Menge noch ein Überschuß vorhanden bleibt. Die Hydrolyse wird bei 800 C durchgeführt; nach ihrer Beendigung wäscht man das Mischhydrolysat neutral und zerlegt es in zwei gleiche Teile A und B.
  • 10,25 Gewichtsteile K OH werden jedem der beiden Teile zugesetzt und die Mischungen jeweils 9 Stunden über einem Wasserverschluß unter Rückfluß erhitzt.
  • Teil A wird durch Zugabe eines Überschusses an Tri-. methylchlorsilan neutralisiert und das Lösungsmittel durch Erhitzen auf 150' C bei einem verminderten Druck von 2 bis 10 mm Hg abdestilliert. Das filtrierte flüssige Produkt hat eine Viskosität von 1100 eSt.
  • Durch Beimischung von Di-t-Butylperoxyd in einer Menge von 0,2 bis 1,0 Gewichtsprozent zu dem flüssigen Mischpolymerisat, Verpressung zu Folien und Gebilden mit unregelmäßigen Oberflächen (wie im Beispiel 1 beschrieben) und Härtung werden Produkte mit ausgezeichneten physikalischen und chemischen Eigenschaften erhalten, die das obige Mischpolymerisat zur erfindungsgemäßen Verwendung als Gießharz (potting compound) u. dgl. geeignet machen. Das Lösungsmittel wird von Teil B durch Erhitzen auf 150' C bei vermindertem Druck (2 bis 10 mm Hg) abdestilliert und dann weitere 2 Stunden auf 150' C erhitzt. Den KOH-Katalysator neutralisiert man durch Zugabe eines Überschusses an Trimethylchlorsilan, filtriert die Reaktionsmischung und destilliert nochmals bei 150' C im Vakuum. Das erhaltene Organopolysiloxanprodukt ist eine Flüssigkeit mit einer Viskosität von 11600 cSt und ist nach Zugabe von 0,2 bis 1,0 Gewichtsprozent Di-t-Butylperoxyd und 3- bis 5stündigem Erwärmen auf 135' C zu einem sehr harten Produkt härtbar. Ähnliche Ergebnisse erzielt man, wenn man mit 0,5 bis 1,0 Gewichtsprozent t-Butylperbenzoat 20 Stunden bei 110' C härtet.
  • Die, wie oben beschrieben, auf bekannte Weise gewonnenen Organopolysiloxane enthalten 47 Molprozent Phenylvinylsiloxaneinheiten und 53 Molprozent Methylphenylsiloxaneinheiten. Diese Harze werden erfindungsgemäß mit ausgezeichnetem Erfolg als Imprägnier-und Überzugsmittel für elektrische und elektronische Ausrüstungen verwendet. Beispiel 4 Gemäß Beispiel 3 wird auf bekannte Weise eine Orgailopolysiloxanflüssigkeit aus 4872 Gewichtsteilen Phenylvinyldichlorsilan und 18,325 Gewichtsteilen Methylphenyldichlorsilan hergestellt. Die erhaltene Flüssigkeit weist 21 Molprozent Phenylvinylsiloxaneinheiten und 79 Molprozent Methylphenylsiloxaneinheiten auf und hat eine Viskosität von 3000 cSt. Sie ist mit 1 Gewichtsprozent Di-t-butylperoxyd und in Form von Folien und Gebilden mit unregelmäßiger Oberfläche durch 3-bis 5stündiges Erhitzen auf 135 bis 150' C härtbar. Das bei der Härtung erhaltene Produkt ist biegsam, zäh und hat ausgezeichnete dielektrische Eigenschaften. Das erfindungsgemäß zu verwendende Mischpolymerisat bildet beim Härten weder Lücken noch Blasen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von lösungsmittelfreien, härtbaren mischpolymeren Organopolysiloxanharzen, bestehend im wesentlichen aus 20 bis 75 Molprozent Phenylvinylsiloxaneinheiten und 80 bis 25 Molprozent Phenylmethylsiloxaneinheiten sowie gegebenenfalls bis zu 5 Molprozent Siloxaneinheiten der Formel R,SiO" (R = Phenyl, Methyl oder Vinyl), als Isoliermasse für elektrische Geräte. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 595 730, 2 645 628.
DED19526A 1954-01-11 1955-01-11 Verwendung von Organopolysiloxanharzen als Isoliermasse fuer elektrische Geraete Pending DE1091161B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1244401B (de) * 1960-12-30 1967-07-13 Gen Electric Verfahren zur Herstellung von zaehen Organopolysiloxanelastomeren nach dem Giess- oder UEberzugsverfahren

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US2645628A (en) * 1951-03-30 1953-07-14 Gen Electric Vinyl polysiloxane compositions

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