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DE1090150B - Dreh- oder Stemmtor fuer Schiffsschleusen - Google Patents

Dreh- oder Stemmtor fuer Schiffsschleusen

Info

Publication number
DE1090150B
DE1090150B DEM34105A DEM0034105A DE1090150B DE 1090150 B DE1090150 B DE 1090150B DE M34105 A DEM34105 A DE M34105A DE M0034105 A DEM0034105 A DE M0034105A DE 1090150 B DE1090150 B DE 1090150B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gate
leaves
rotary
door
lock
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM34105A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hermann Hacker
Kurt Bahrenberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Maschinenfabrik Esslingen AG
Original Assignee
Maschinenfabrik Esslingen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Maschinenfabrik Esslingen AG filed Critical Maschinenfabrik Esslingen AG
Priority to DEM34105A priority Critical patent/DE1090150B/de
Publication of DE1090150B publication Critical patent/DE1090150B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B7/00Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
    • E02B7/20Movable barrages; Lock or dry-dock gates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Barrages (AREA)

Description

  • Dreh- oder Stemmtor für Schiffsschleusen Drehtore und insbesondere Stemmtore sind seit langem als Verschlußkörper für Schiffsschleusen bekannt.
  • ,Sie werden hauptsächlich in zwei Ausführungsarten verwendet, und zwar erstens als Schleusentore mit Umläufen, bei welchen besondere Kanäle in den seitlichen Schleusenmauern oder in der Schleusensohle vorgesehen sind, die durch Schieber oder Zylinderschütze verschlossen werden und durch welche der Spiegelausgleich zwischen den beiden Wasserständen oberhalb und unterhalb der Tore erfolgt, oder zweitens als sogenannte unilaufloseTore, bei welchen als Ersatz für die Umläufe besondere Verschlußorgane in den Torflügeln. in Form von Segment- oder Rollschützen angeordnet werden, welche den Zweck haben, den Spieggelausgleich zwischen den Wasserständen herbeizuführen. Dieser Ausgleich der beiden Wasserspiegel des Ober- und Unterwassers ist beim Öffnen unbedingt notwendig, da sich sonst die Tore -gegen den vollen Wasserdruck überhaupt nicht öffnen lassen.
  • Beide Ausführungsformen dieser bekannten Tore ]laben gemeinsam, daß der Spiegelausgleich durch besondere komplizierte und daher teuere Verschlüsse erfolgt und die Torflügel sich im geschlossenen Zustand am Drempel gegen eine besondere Schwelle anlegen. Für die Bewegung derTorflügel maß im Drempelboden eine vorzugsweise wannenförmige Vertiefung ausgespart werden, in welcher sich erfahrungsgemäß Geschiebe, sperriges Schwemmgut u. dgl. mehr ablagert. Das kann schließlich so weit gehen, daß dadurch der einwandfreie Verschluß.und damit der Betrieb des Schleusentores in Frage gestellt wird.
  • Ein weiterer -bekannter Vorschlag geht dahin, die Schütze zum Spiegelausgleich am unteren Ende der Tore anzuordnen, und zwar derart, daß zum Füllen oder Entleeren die untere Kante des Tores angehoben wird. Zur Vernleidung von Geschwemmselablage wird ferner hierbei das Tor bei angehobenem Schütz in eine nicht bis zum Boden der Kammer reichenden Nische hineingedreht. Der Füllstrahl hat dadurch keine Mög- lichkeit, in die Tornische einzudringen und dort unerwünschte Wirbel zu bilden oder Ablagerungen zu veranlassen. Auch bei dieser Ausführung sind besondere und oft aufwendige Verschlußorgane sowie deren Betätigungsvorrichtungen erforderlich.
  • E-benfalls zur Vermeidung und zur Beseitigung von Ablagerungen am Drempel ist bei einem Drelitor be- reits vorgeschlagen worden, das Tor als Ganzes anzuheben. Als Hebevorrichtung dient ein Kniegelenk, welches quer zur Drehachse verstellt wird.
  • Die Erfindung macht von der bei Drehtoren zur Erreichung eines einwandfreien Abschlusses am Drempel bekannten Maßnahme des Anhebens des ganzen Tores Gebrauch. Erfindungsgemäß. wird bei einem Dreh- oder Stemmtor für Schiffsschleusen mit einer zwischen Drempelschwelle und Torunterkante erfolgenden Füllung oder Entleerung der Schleuse vorgeschlagen, jeden der vorhandenen Torflüggel als Ganzes durch eine zentrisch zur Drehachse des Tores angeordnete und in Achsrichtung wirkende, hydraulische oder pneumatische Habvorrichtung anhebbar auszubilden. Damit werden in mehrfacher Hinsicht Vorteile erzielt. In erster Linie wird die konstruktive Gestaltung des Tores vereinfacht, da dasselbe als einfache Rahmenkonstruktion ausgebildet werden kann. Die sonst üb- lichen Schütze und deren Führungen und Abdichtungen gelangen vollkommen in Fortfall. Darüber hinaus ist, wie an sich bekannt, die Abdichtung am Drempel durch das senkrecht erfolgende Aufsetzen der Torunterkante wesentlich leichter zu beherrschen. Auch läßt sich das Tor im eingeschwenkten Zustand in eine nicht bis auf die Schleusensohle reichende Nische einschwenken. Die Hubvorrichtung wirkt in Längsrichtung derDrehachse und braucht durch die vorgesehene 23 zentrische Anordnung die Schwenkbewegung des je- weiligen Torflügels nicht mitzumachen. Für die vorgesehene zentrische Anordnung eignet sich besonders eine hydraulisch oder pneumatisch wirkende Hubvorrichtung, bei der der eine Teil - entweder der Kolben oder der Zylinder - vorzugsweise mit der oberen Torangel verbunden ist. Eine derartige Hubvorrichtung erfordert keinen übermäßigen Platzbedarf; auch lassen sich bei entsprechender Dimensionierung des Zylinders bzw. des Kolbens größere Tore 221 einwandfrei heben.
  • _Um insbesondere bei Stemmtoren einen der beiden vorhandenen Torflügel> zum Füllen oder Entleeren unabhängig von dem anderen anheben zu können, stützen sich gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung die beiden Torflügel über Druckrollen und entsprechende Gegenstücke gegeneinander ab.
  • ZD Ein Ausführungsbeispiel eines Schleusentores in Gestalt eines Hubstemmtores ist in der Zeichnung in rein schematischer Form dargestellt. Es zeigt Fig. 1 den Grundriß des Obertores in geschlossenem Zustand, Fig. 2 einen Schnitt durch die Schleusenkammer mit Ansicht des geschlossenen Obertores, Fig. 3 einen Schnitt durch die Schleusenkammer mit Ansicht des gehobenen Obertores, -Fig. 4 den Grundriß des -Obertores in geöffnetem Zustand, Fig. 5 einen Schnitt durch die Schlensenkaminer und die geöffneten, in denNischen liegendenTorflügel. Das Hubstemmtor besteht vorzugsweise aus zwei Torflügeln 1, welche im geschlossenen Zustand in bekannter Weise sich unter einem Winkel gegeneinander stemmen und welche beim Öffnen nach Oberwasser 0 zu parallel zur Schleusenachse in seitliche Nischen 2 des Schleusenmauerwerkes einschwenken. Damit die Torflügel 1 gehoben und nach erfolgtem Heben geschwenkt werden können, sind diese mit Lagerstülzken 3, 4 verbunden, welche ihrerseits auf einer senkrechten Welle 5 höhenverschiebbar und drehbar gelagert sind. Die Welle 5 stützt sich mittels Stemmlagern 6, 7, 8 gegen das Mauerwerk ab.
  • Zum Heben des Tores dient eine hydraulische oder pneumatische Hebeeinrichtung, welche zentrisch zur Drehachse des Tores angeordnet ist. Diese besteht aus einem einfach oder doppelt wirkenden Druckzylinder 9, welcher mit dem oberen Lagerstück 3 des Tores verbunden ist. In dem Druckzylinder 9 ist der Kolben 10, welcher direkt oder über eine Kolbenstange mit dem oberen Ende einer zentrisch zur Drehachse des Tores angeordneten senkrechten Welle 5 verbunden ist.
  • Durch Beaufschlagung des Druckzylinders 9 mittels Öl oder Druckluft wird der Druckzylinder 9 mit dem daran befestigten Torflügel 1 gehoben. Dabei gleiten das Lagerstück 3 mit dem Zylinder 9 bzw. das untere Lagerstück 4 des Tores an der senkrechten Welle 5 entlang nach oben. Dadurch löst sich die Dichtung 11 des Torflügels 1 vorn Drempel 12 ab und gibt einen Durchflußspalt mit der Höhe H frei, durch welchen das Wasser von Oberwasser 0 in das Unterwasser U strömt, bis der Ausgleich.der beiden Wasserspiegel erfolgt ist.
  • Die beiden Torflügel 1 stützen sich im geschlossenen Zustand in der Mitte der Schleusenkammer gegeneinander ab, und zwar über Lagerteile, welche mit den Lagerstücken 3, 4 in gleicher Höhe liegen, Damit Verklemmungen der Torflügel i bei ungleichmäßigem Anheben vermieden werden, ist die eine Hälfte der Lagerteile als festes, vorzugsweise konkav geformtes Teil 13 ausgebildet, während als Gegenstück eine Rolle 14 mit beispielsweise balliger Lauffläche angeordnet ist. Diese beiden Teile 13, 14 greifen in geschlossenem Zustand der Torflügel 1 formschlüssig derart ineinander ein, daß letztere gegeneinander senkrecht verschoben -",erden können.
  • Das Öffnen der Torflügel erfolgt erst nach Entlastung vom Wasserdruck. Dabei dreht sich jeder Torflügel 1 mittels der Lagerstücke 3 und 4 um die senkrechte Welle 5, bis sie in den seitlichen Nischen 2 des Schleusenmauerwerkes zu liegen kommen und damit die Durchfahrtsöffnung frei geben.
  • Das Drehen der Torflügel 1 kann mechanisch, hy- draulisch oder mit Hilfe anderer bekannter Mittel erfolgen. Die Zeichnung zeigt eine hydraulische Betätigung, wobei ein mit dem oberen Lagerstück 3 des Torflügels 1 bzw. mit dem Druckzylinder 9 fest verbundener Hebelarm 15 mit Hilfe eines Kolbens 16 und Zylinders 17 um die senkrechte Welle 5 gedreht wird. Der Zylinder 17 ist mittels eines Gelenkes 18 in einer Nische des Schleusenmauerwerkes sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung drehbar gelagert und an dem Hebelarra 15 durch ein Kugel- bzw. Kardangelenk 19 nach allen Richtungen schwenkbar angelenkt.
  • Damit der Druckzylinder 9 bei geöffnetem Tor nicht dauernd unter Druck steht, ein Umstand, welcher bei unvermeidlichen Olverlusten ein allmähliches Absinken der Torflügel 1 zur Folge hätte, laufen die Torflügel 1 beim Öffnen kurz vor Erreichen der Endlage auf vorzugsweise unterhalb des Schwerpunktes der geöffneten Torflügel 1 auf der Sohle der Tornischen 2 befindliche Stützknaggen20 auf. Dadurch wird der Druckzylinder9 vollständig entlastet.
  • Das Schließen des Tores erfolgt durch den Drehmechanismus in umgekehrter Richtung wie das Öffnen. Da das Tor in der Schließstellung unten keinen Anschlag hat, werden nicht dargestellte, federnde Anschläge im Drehmechanismus vorgesehen, so daß der Torflügel 1 nicht über die Schließlage hinaus bewegt werden kann. Wenn die Schließlage erreicht ist, werden die Torflügel 1 mit Hilfe entsprechender Ventile der Druckzylinder 9 wieder auf den Drempel 12 abgesenkt.
  • Die oberwasserseitigen Begrenzungsmauern der Schleusenkammer gehen von Schleusensohle bis zur Füllstellung glatt durch, während die Nischen 2 für die Unterbringung der geöffneten Torflügel 1 erst oberhalb dieser Stellung beginnen.
  • Besonders einfach gestaltet sich auch der Aus- und Wiedereinbau derTorflügel 1. Diese werden zu diesem Zweck geöffnet, so daß sie auf den auf der Sohle der Tornische 2 befestigten Stützknaggen 20 aufsitzen. Dann wird der Druckzylinder 9 abgeschraubt. Es kann dann nach Lösen des Sicherungskeiles vorzugsweise zwischen Stemmlager 6 und Welle 5 diese nach oben herausgezogen werden. Der Torflügel 1 ist dann frei zum Ausbau. Der Wiedereinbau -eht in umgekehrter Reihenfolge vor sich. Damit sich die Welle 5 durch die Bohrung der Stenimlager 6, 7, 8 bzw. der Lagerstücke 3, 4 leichter einführen läßt, ist sie unten kegelförmig zugespitzt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHF: 1. Dreh- oder Stemnitor für Schiffsschleusen mit einer zwischen Drempelschwelle und Torunterkan,te erfolgenden Füllung oder Entleerung der Schleuse, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zweck der Füllung oder Entleerung der Schleuse jeder der vorhandenen Torflügel (1) als Ganzes durch eine zentrisch zur Drehachse des Tores (1) angeordnete und in Achsrichtung wirkende hydraulische oder pneumatische Hubvorrichtung (9, 10) anhebbar ist.
  2. 2. Dreh- oder Stemmtor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubvorrichtung (9, 10) oberhalb der Toroberkante angeordnet ist. 3. Dreh- oder Stenuntor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubvorrichtung aus einem Druckzylinder (9) und einem Kolben (10) besteht, wobei der Hubzylinder (9) mit dem oberen Lagerstück des jeweiligen Torflügels (1) verbunden ist, während sich der Kolben (10) auf das obere Ende einer zentrisch zur Drehachse des Tores angeordneten Welle (5) ahstützt. 4. Dreh- oder Stemmtor nach Anspruch 1, da# durch gekennzeichnet, daß bei Vorhandensein von zwei Torflügeln (1) sich diese in der Mitte über Druckrollen- (14) und entsprechende Gegenstücke (13) gegeneinander abstützen. 5. Drehr oder Stemmtor nach Anspruch 4, dadurch, gekennzeichnet, daß die als mittlere, gegenseitige Abstützung der beiden Torflügel (1) vorgesehenen Druckrollen (14) und die entsprechenden Gegenstücke (13) in der gleichen Höhe liegen wie die Lagerstücke (3, 4). In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 369 494; deutsche Patentanmeldung K 17660 V/84 b (bekanntgernacht am 29. 7. 1954).
DEM34105A 1957-05-07 1957-05-07 Dreh- oder Stemmtor fuer Schiffsschleusen Pending DE1090150B (de)

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DE (1) DE1090150B (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1134034B (de) 1959-03-20 1962-07-26 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Zweifluegeliges Stemmtor fuer Schleusen
EP0312676A1 (de) * 1987-10-20 1989-04-26 Léon Lauriks Gelenkverbindung zum Ermöglichen einer schwingenden Bewegung eines schwimmenden Tores in bezug auf eine Landabstützung
DE19537274A1 (de) * 1995-10-06 1997-04-10 Olis Haase Sperrwerk zum Schutz vor Sturmfluten
DE102005026542A1 (de) * 2005-06-08 2006-12-14 Rmd-Consult Gmbh Wasserbau Und Energie Schleusentor

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE369494C (de) * 1922-03-29 1923-02-20 Fried Krupp Akt Ges Grusonwerk Drehtor fuer Kanaele, Schleusen usw.

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