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Förderb andwaage Die Erfindung betrifft eine Förderbandwaage, bei
welcher eine das Gewicht eines Bandabschnittes kompensierende Kraft mittels eines
elektrodynamischen Tauchspulsystems mit Feld- und Tauchspule erzeugt wird und bei
welcher der die Tauchspule dieses Systems durchfließende, zwecks Einstellung der
kompensierenden Kraft automatisch gesteuerte Strom dem Gewicht der geförderten Materialmengen
proportional ist und zur elektrischen Integration der Fördergewichte verwendet wird.
Derartige Kompensationseinrichtungen sind unter der Bezeichnung »Stromwaage« in
der Technik bekannt. Sie finden unter anderem auch Anwendung fiir die Druckmessung
und für die Messung von Flüssigkeitsmengen.
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Bei den Förderbandwaagen der eingangs bezeichneten Art ergibt die
Zählung der Gutmenge über die Zeit nur dann zutreffende Werte, wenn die Bandgeschwindigkeit
der Waage konstant ist, was jedoch nicht immer der Fall sein wird. Der Erfindung
liegt nun die Aufgabe zugrunde, Förderbandwaagen der bezeicllneten Art so auszubilden,
daß einwandfreie Meßergebnisse auch dann erzielt werden, wenn die Bandgeschwindigkeit
nicht konstant ist. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe in besonders zweckmäßiger
und zuverlässiger Weise dadurch gelöst, daß bei der oben beschriebenen Förderbandwaage
die Feldspule des Systems mit einem Strom gespeist wird, welcher gleichzeitig die
Tauchspule eines weiteren elektrodynamischen Systems mit einer Feldspule und einer
Tauchspule durchfließt, und daß dessen Feldspule von dem in an sich bekannter Weise
von einem mit der Bandgeschwindigkeit angetriebenen Tachometergenerator erzeugten
Strom durchflossen wird und sclbsttätig so gesteuert wird, daß die am zweiten elektrodynamischen
System erzeugte Kraft im Gleichgewicht mit einer konstanten, durch ein Gewicht erzeugten
Kraft ist. Auch dieses zweite elel;trodynamische System kann zweckmäßig wieder ein
Bestandteil einer nach Art einer Stromwaage ausgebildeten Anordnung sein. Es sei
darauf hingewiesen, daß es bei Förderbandsvaagen bekannt ist, mit der Bandgeschwindigkeit
angetriebene Tachometergene ratorcl: zu verwenden. Bei den bekannten Anordnungen
handelt es sich jedoch um Förderbandwaagen anderer Art, d. b. um solche, die keine
Selbstkompensation mittels einer elektrischen Einrichtung aufweisen.
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Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung an einem schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiel erläutert. klit I ist eine Förderbandwaage und mit II eine Stromwaage
bezeichnet. III bezeichnet die dieser Stromwaage II zugehörigen elektrischen Anzeigemittel,
die räumlich getrennt von der Waage angeordnet sein können. Mit IV ist eine weitere,
als Reziprokwandler benutzte Stromwaage zur Berücksichtigung der veränderlichen
Bandgeschwindigkeit bezeichnet.
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Die StromwaageII besteht im wesentlichen aus dem zweiarmigen, bei
1 drehbar gelagerten »Kompensationshebel« 2, der an seinem unteren Ende die Spule
3 eines Tauchspulsystems mit Elektromagneten 4 trägt. An dem oberen Ende des Hebels
2 ist eine Spule 5 angeordnet, welche die Schwenkspule eines richtungsempfindlichen
Regeltransformators 6 (»induktiver Abgriff «) bildet. Mit 7 ist ein Verstärker mit
Gleichrichter bezeichnet, mit 8 ein Anzeige-, mit 9 ein Registriergerät, mit 10
ein Gleichstromzähler und schließlich mit 11 irgendein gegebenenfalls noch vorzusehendes
Regelgerät. Über ein in bekannter Weise angeordnetes Hebelsystem 12, 13, 14 wird
der Lastausschlag der Waage I auf den unteren Arm des Isompensationshebels übertragen.
Bei einer Auslenkung des Hebels 2 wird in der Schwenkspule 5 ein Wechselstrom induziert,
der im Verstärker 7 verstärkt und gleicllgerichtet wird. Dieser Gleichstrom durchfließt
die Instrumente8 bis 11 und die Tauchspule 3 des Tauchspulsystems. DieAnordnung
ist so getroffen. daß die von der Tauchspule 3 auf den Isompensatiollà hebel ausgeübte
Kraft der von der Bandwaage her über das Hebelsystem 12 bis 14 auf den Hebel ausgeübten
Kraft entgegenwirkt. Es stellt sich also bei jedem Lastausschlag ein Gleichgewichtszustand
am Hebei 2 ein, bei welchem der in der Spule 5 induzierte und dann verstärkte und
gleichgerichtete Strom über das Tauchspulsystem 3, 4 der auf den Hebel 2 wirken-
den
Kraft (Gewicht) die Waage hält. Der im Anzeigekreis fließende Strom ist also in
jedem Moment dem an der Bandwaage abgegriffenen Gewicht proportional.
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Mit dem Gleichstromzähler 10 wird fortlaufend die bisher geförderte
Gutmenge gewichtsmäßig angezeigt.
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In der bisher beschriebenen Anordnung ergibt die Zählung der Gutmenge
über die Zeit nur dann zutreffende Werte, wenn die Bandgeschwindigkeit konstant
ist. Um veränderliche Bandgeschwindigkeiten berücksichtigen zu können, ist ein Reziprokwandler
in Gestalt der zweiten Stromwaage IV vorgesehen (vgl.
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Abb. 2) und eine Tachometermaschine 30, die mit dem Bandantrieb gekuppelt
ist. Die Wirkungsweise des Wandlers ist derjenigen der Stromwaage 1 sehr ähnlich:
Der bei 20 drehbar gelagerte Kompensationshebel 22 ist durch das konstante Gewicht
21 belastet.
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Die mit 25 und 26 bezeichnete Anordnung ist wieder der induktive Abgriff,
27 der zugehörige Verstärker mit Gleichrichter. Mit 23 und 24 sind die Tausch bzw.
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Feldspule des Tauchspulsystems bezeichnet. Mit 30 ist die mit dem
Bandantrieb gekuppelte Tachometermaschine angedeutet, die die Feldspule 24 des Tauchspulsystems
speist. Die Stromwaage IV arbeitet in der Weise, daß dem Gewicht 21 das System23,
24 stets das Gleichgewicht hält. Das Produkt aus dem von der Tachometermaschine
gelieferten Strom und dem vom Wandler - also der Stromwaage IV - erzeugten Strom
ist konstant. Der in den Leitungen 31 fließende Gleichstrom ist gleich dem Kehrwert
des Tachometerstromes; er durchfließt die Elektromagnet-Feldspule 4 des Tauchspulsystems
der Stromwaage II. An dem Gleichstromzähler 10 dieser Stromwaage wird also stets
die bereits geförderte Gewichtsmenge angezeigt, auch wenn inzwischen die Bandgeschwindigkeit
nicht konstant geblieben war.
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PATENTANSPROCHE: 1. Förderbandwaage, bei welcher eine das Gewicht
eines Bandabschnittes kompensierende Kraft mittels eines elektrodynaraischen Tauchspulsystems
mit Feld- und Tauchspule erzeugt wird und bei welcher der die Tauchspule dieses
Systems durchfließende, zwecks Einstellung der kompensierenden Kraft automatisch
gesteuerte Strom dem Gewicht der geförderten Materialmengen proportional ist und
zur elektrischen Integration der Fördergewichte verwendet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Feldspule (4) des Systems mit einem Strom gespeist wird, welcher gleichzeitig
die Tauchspule (23) eines weiteren elektrodynamischen Systems mit einer Feldspule
(24) und einer Tauchspule (23) durchfließt, und daß dessen Feldspule (24) von dem
in an sich bekannter Weise von einem mit der Bandgeschwindigkeit angetriebenen Tachometergenerator
(30) erzeugten Strom durchflossen wird und selbsttätig so gesteuert wird, daß die
am zweiten elektrodynamischen System erzeugte Kraft im Gleichgewicht mit einer konstanten,
durch ein Gewicht (21) erzeugten Kraft ist.