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DE1088499B - Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen 1,2-Diaryl-3,5-dioxo-pyrazolidin-4-essig-saeuren sowie deren Salzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen 1,2-Diaryl-3,5-dioxo-pyrazolidin-4-essig-saeuren sowie deren Salzen

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Publication number
DE1088499B
DE1088499B DEG22684A DEG0022684A DE1088499B DE 1088499 B DE1088499 B DE 1088499B DE G22684 A DEG22684 A DE G22684A DE G0022684 A DEG0022684 A DE G0022684A DE 1088499 B DE1088499 B DE 1088499B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dioxo
pyrazolidine
general formula
diaryl
molecular weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG22684A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Franz Haefliger
Dr Louis Mueslin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
JR Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JR Geigy AG filed Critical JR Geigy AG
Publication of DE1088499B publication Critical patent/DE1088499B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen 1,2-Diaryl-3,5-dioxo-pyrazolidin-4-essigsäuren sowie deren Salzen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen 1,2-Diaryl-3,5-dioxo-pyrazolidin-4-essigsäuren und ihren Salzen der allgemeinen Formel worin Ar, und Are Phenylreste, welche durch niedermolekulare Alkyl- oder Alkoxygruppen oder Halogenatome substituiert sein können, R einen niedermolekularen Alkylrest, R, Wasserstoff oder einen niedermolekularen Alkylrest und R2 Wasserstoff oder ein Normaläquivalent eines Kations bedeuten.
  • Zur Herstellung dieser Verbindungen setzt man eine Metallverbindung, insbesondere eine Alkalimetallverbindung, eines 4-substituierten 1,2-Diaryl-3,5-dioxopyrazolidins der allgemeinen Formel bzw. dessen tautomerer Form, worin R, Ar, und Are die oben angegebene Bedeutung haben, mit einem a-Halogenalkancarbonsäureester der allgemeinen Formel worin X ein Halogenatom und R2' einen niedermolekularen Alkylrest bedeutet und R1 die oben angegebene Bedeutung hat, in an sich bekannter Weise um, hydrolysiert anschließend den erhaltenen Ester zur freien Säure oder" einem Salz -derselben und führt die freie Säure gewünschtenfalls in üblicher Weise in ein Salz mit einer organischen oder anorganischen Base über. Zur Durchführung der Umsetzung kann man beispielsweise ein 4-substituiertes 1,2-Diaryl-3,5-dioxo-pyrazolidin der allgemeinen Formel II in einer alkoholischen Lösung eines Alkalialkoholats auflösen und hierauf den a-Halogenalkancarbonsäureester der allgemeinen Formel III in der Wärme langsam zugeben. An Stelle von Alkoholen kann man als Lösungsmittel für die Alkaliverbindung des Dioxo-pyrazolidins z. B. auch Diäthylenglykol-diäthyläther verwenden. Die Hydrolyse der Ester kann beispielsweise mittels wäßrig-alkoholischer Alkalilaugen erfolgen, wobei man Alkahmetallsalzlösungen der erfindungsgemäß herstellbaren Säuren erhält, aus denen man gegebenenfalls die freien Säuren durch Ansäuren abscheidet und diese gewünschtenfalls wiederum in Salze mit anorganischen oder organischen Basen überführt.
  • Als Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel II kommen beispielsweise bekannte 4-substituierte 1,2-Diaryl-3,5-dioxo-pyrazolidine, wie 4-Methyl-, 4-Äthyl-, 4-n-Propyl-, 4-Isopropyl-, 4-n-Butyl- und 4-Isobutyl-1,2-diphenyl-3,5-dioxo-pyrazolidin, und entsprechend substituierte 1,2-Bis-(p-methyl-phenyl)-, 1,2-Bis-(p-methoxy-phenyl)-und 1,2-Bis-(p-chlor-phenyl)-3,5-dioxo-pyrazolidine in Betracht. Sie können beispielsweise mit den niedermolekularen Alkylestern der Chlor- oder Bromessigsäure, a-Chlor- und a-Brompropionsäure und a-Chlor- und a-Brombuttersäure umgesetzt werden.
  • Andererseits kann man auch eine Metallverbindung, insbesondere eine Alkalimetallverbindung, eines 4-substituierten 1,2-Diaryl-3,5-dioxo-pyrazohdins der allgemeinen Formel worin Arl, Are, R1 und R2 die oben angegebene Bedeutung haben, in analoger Weise mit einer Halogenverbindung der allgemeinen Formel R-X V worin X und R die oben angegebene Bedeutung haben, zu einem Ester einer Säure der allgemeinen Formel I umsetzen, diesen zur freien Säure oder einem Salz derselben hydrolysieren und die freie Säure gewünschtenfalls in ein. Salz mit einer anorganischen oder organischen Base überführen.
  • Wie gefunden wurde, besitzen die erfindungsgemäß herstellbaren, neuen, in Form ihrer Salze wasserlöslichen, aber nicht enolisierbaren Verbindungen ausgezeichnete antiphlogistische, antipyretische und analgetische Wirksamkeit.
  • Die wäßrigen Lösungen der Alkalisalze der neuen Carbonsäuren besitzen nahezu neutrale Reaktion und können in der Behandlung rheumatischer Erkrankungen, beispielsweise zur intramusculären oder intravenösen Injektion, verwendet werden. Es können aber auch die erfindungsgemäß herstellbaren Säuren und Salze zur peroralen Rheumabehandlung Verwendung finden.
  • Es sind schon therapeutisch, insbesondere antiphlogistisch, antipyretisch und analgetisch wirksame 1,2-Diaryl-3,5-dioxo-pyrazolidine bekannt, welche in der 4-Stellung des Pyrazolidinringes durch Kohlenwasserstoffreste monosubstituiert sind, welche Reste gegebenenfalls durch Heteroatome oder durch Carbonylgruppen unterbrochen und durch Hydroxylgruppen substituiert sein können. Alle diese Verbindungen enthalten eine enolisierbare Ketogruppe und sind infolgedessen alkalilöslich. Auch die in der französischen Patentschrift 1092 336 beschriebenen, in der 4-Stellung disubstituierten, aber in 2-Stellung ursubstituierten 1,4-Diphenyl-4-alkyl-3,5-dioxo-pyrazolidine besitzen eine inAlkalienlöslichmachende enolisierbare Ketogruppe. Diedortweiterhin beschriebenen in der 1- und 2-Stellung substituierten und in der 4-Stellung disubstituierten Pyrazolidinabkömmlinge, wie das 1,2,4-Triphenyl-4-methyl-3,5-dioxo-pyrazolidin, sind nicht enolisierbar und infolge Abwesenheit von freien Carboxylgruppen nicht salzbildungsfähig und daher nicht wasserlöslich, was sie für therapeutische Anwendung in Form von wäßrigen Injektionslösungen unbrauchbar macht. Carbonsäuren der in der 4-Stellung disubstituierten 1,2-Diaryl-3,5-dioxo-pyrazolidinreihe mit nicht enolisierbaren Ketogruppen, welche Verbindungen in der4-Stellung an Stelle einerPhenylgruppe einen wasserlöslichmachenden aliphatischen, eine freie Carboxylgruppe tragenden Rest enthalten, sind bisher nicht beschrieben worden.
  • Diese erfindungsgemäß erhaltenen Carbonsäuren zeichnen sich bei Injektion als wäßrige Lösungen gegenüber dem bekannten 1,2-Diphenyl-3,5-dioxo-4-n-butylpyrazolidin durch eine merklich bessere antiphlogistische Wirksamkeit (ermittelt durch Schwellungsverminderung im Rattenpfoten-Formalinoedemtest) und eine bedeutend geringere Toxizität aus. Die nachfolgenden Beispiele sollen die Tierstellung der neuen Verbindungen näher erläutern. Teile bedeuten darin Gewichtsteile; diese verhalten sich zu Volumteilen wie Gramm zu Kubikzentimeter.
  • Beispiel 1 a) In 1600 Teilen absoluten Alkohol werden nacheinander 35,5 Teile Natrium und 462 Teile 1,2-Diphenyl-3,5-dioxo-4-n-butyl-pyrazohdin eingetragen. Darauf wird zum Sieden erhitzt und bei Siedetemperatur langsam 186 Teile Chloressigsäureäthylester eingetropft. Nach 40stündigem Kochen unter Rückfluß wird auf Raumtemperatur gekühlt, das entstandene Natriumchlorid durch Filtration abgetrennt und das Filtrat bei vermindertem Druck eingeengt. Der Rückstand wird mit Benzol ausgezogen und der Benzolextrakt nach gutem Durchschütteln mit 0,5 n-Natronlauge über Natriumsulfat getrocknet. Nach Abdestillieren des Benzols hinterbleibt ein öliges Rohprodukt, aus welchem durch Kristallisierenlassen aus Cyclohexan das 1,2-Diphenyl-3,5-dioxo-4-n-butyl-4-carbäthoxymethyl-pyrazolidin in Kristallen vom Schmelzpunkt 81 bis 82°C erhalten wird.
  • b) Zu 74 Teilen Kaliumhydroxyd in 600 Teilen Wasser werden 462 Teile 1,2-Diphenyl-3,5-dioxo-4-n-butyl-4-carbäthoxymethyl pyrazolidin in 600 Teilen Alkohol zugegeben. Nach 6 Stunden Kochen unter Rückfluß wird das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert, der Rückstand in 4000 Teilen Wasser gelöst und die Lösung mit Äther geschüttelt. Die vom Äther abgetrennte wäßrige Lösung wird mit Tierkohle behandelt und darauf mit Salzsäure kongosauer gestellt. Der Niederschlag wird mit Chloroform extrahiert, die Chloroformlösung eingedampft und der daraus erhaltene Rückstand aus Benzol-Cyclohexan umkristallisiert, wobei das 1,2-Diphenyl-3,5-dioxo-4-n-butyl-4-carboxymethyl-pyrazolidin vom Schmelzpunkt 146 bis 148°C erhalten wird.
  • Beispiel 2 170 Teile 1,2-Diphenyl-3,5-dioxo-l-isopropyl-pyra.zolidin werden in 225 Volumteilen Natriumäthylatlösung, hergestellt aus 225 Volumteilen Äthanol und 13,3 Teilen Natrium, gelöst und in der Siedehitze innerhalb 15 bZinuten 108 Teile a-Brompropionsäureäthylester zutropfen gelassen. Nach 17stündigem Kochen unter Rückfluß wird das Äthanol abdestilliert und der Rückstand zwischen 1 n-Natronlauge und Äther verteilt. Die ätherische Phase wird abgetrennt und der Äther abdestilliert. Aus dem Rückstand wird der nicht umgesetzte a-Brompropionsäureäthylester mit Petroläther extrahiert. Die zurückgebliebene Substanz wird in 500 Volumteilen Äthanol und 100 Volumteilen Wasser gelöst und mit 32 Teilen Kaliumhydroxyd 6 Stunden unter Rückfluß gekocht. Nach dem Erkalten extrahiert man aus der alkalischen Lösung das 1,2-Diphenyl-3,5-dioxo-4-isopropyl-4-(a-carbäthoxyäthyl)-pyrazolidin mit . Äther und dampft den Ätherextrakt ein. Der rohe Ester wird weitere 12 Stunden mit 6°/jger alkoholischer Kalilauge unter Rückfluß gekocht und nach dem Erkalten aus dem Reaktionsgemisch des unverseiftenEsters mit Chloroform extrahiert. Die alkalische Lösung wird hierauf mit 2 n-Salzsäure angesäuert. Das ausgeschiedene 1,2-Diphenyl-3,5-dioxo-4-isopropyl-4-(a-carboxyäthyl)-pyrazohdin schmilzt nach Umkristallisation aus Benzol-Cyclohexan 1:10 bei 171°C.
  • Beispiel 3 33,8 Teile 1,2-Diphenyl-3,5-dioxo-4-carbäthoxymethylpyrazolidin (hergestellt durch Kondensation von Hydrazobenzol, Natrium und Carbäthoxymethyl-malonsäurediäthylester in absolutem Alkohol) werden in 330 Teilen absolutem Toluol gelöst und mit 3,9 Teilen Natriumamid versetzt und am Rückfluß 2 bis 3 Stunden erhitzt, bis kein Ammoniak mehr entweicht. Zur siedenden Mischung der entstandenen Metallverbindung tropft man dann 14,0 Teile n-Butylbromid, gelöst in 50 Teilen absolutem Toluol, sehr langsam zu und kocht noch 14 Stunden am Rückfluß. Nun wird die Mischung auf Raumtemperatur gekühlt, das entstandene Natriumbromid durch Filtration abgetrennt und das Lösungsmittel bei vermindertem Druck teilweise abgedampft. Nach Waschen des Toluolextraktes mit 0,5 n-Natronlauge wird über Natriumsulfat getrocknet. Nach Abdestillieren des Toluols hinterbleibt ein öliges Rohprodukt, aus welchem durch Kristallisierenlassen aus Cyclohexan das 1,2-Diphenyl-3,5-dioxo-4-n-butyl-4-carbäthoxymethyl-pyrazolidin in Kristallen vom Schmelzpunkt 81 bis 82°C erhalten wird.
  • Die Verseifung dieses Esters zum bei 146 bis 148'C schmelzenden 1,2-Diphenyl-3,5-dioxo-4-n-butyl-4-carboxymethyl-pyrazolidin (freie Säure) erfolgt in gleicher Weise wie im Beispiel 1, b) angegeben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen 1,2-Diaryl-3,5-dioxo-pyrazolidin-4-essigsäuren sowie deren Salzen der allgemeinen Formel worin Arl und Are Phenylreste, welche durch niedermolekulare Alkyl- oder Alkoxygruppen oder Halogenatome substituiert sein können, R einen niedermolekularen Alkylrest, R1 Wasserstoff oder einen niedermolekularen Alkylrest und R2 Wasserstoff oder ein Normaläquivalent eines Kations bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß man entweder a) eine Metallverbindung eines 4-substituierten 1,2-Diaryl-3,5-dioxo-pyrazolidins der allgemeinen Formel bzw. dessen tautomerer Form, worin Ar, Are und R die oben angegebene Bedeutung haben, mit einem a-Halogenalkancarbonsäureester der allgemeinen Formel worin R1 die oben angegebene Bedeutung hat, X ein Halogenatom und R2' einen niedermolekularen Alkylrest bedeutet, in an sich bekannter Weise umsetzt, oder daß man b) eine Metallverbindung eines 4-substituierten 1,2-Diaryl-3,5-dioxo-pyrazolidins -der allgemeinen Formel worin Ar, Are, R1 und Rz die oben angegebene Bedeutung haben, mit einer Halogenverbindung der allgemeinen Formel R-X V worin R und X die oben angegebene Bedeutung haben, nach bekannten Methoden umsetzt, anschließend den nach a) oder b) erhaltenen Ester zur freien Säure oder einem Salz derselben hydrolysiert und die freie Säure gewünschtenfalls in ein Salz mit einer organischen oder anorganischen Base überführt. Bei der Bekanntmachung der Anmeldung ist ein Versuchsbericht ausgelegt worden.
DEG22684A 1956-08-03 1957-08-02 Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen 1,2-Diaryl-3,5-dioxo-pyrazolidin-4-essig-saeuren sowie deren Salzen Pending DE1088499B (de)

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