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DE1088042B - Verfahren zur Gewinnung von reiner Ameisen- und Essigsaeure aus Produkten der Paraffinoxydation - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von reiner Ameisen- und Essigsaeure aus Produkten der Paraffinoxydation

Info

Publication number
DE1088042B
DE1088042B DED18070A DED0018070A DE1088042B DE 1088042 B DE1088042 B DE 1088042B DE D18070 A DED18070 A DE D18070A DE D0018070 A DED0018070 A DE D0018070A DE 1088042 B DE1088042 B DE 1088042B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
acetic acid
distillation
column
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED18070A
Other languages
English (en)
Inventor
Alec Elce
Archibald Robert Grahan
Alfred Frank Millidge
Ian Kenneth Miles Robson
Donald Peter Young
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Distillers Co Yeast Ltd
Original Assignee
Distillers Co Yeast Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Distillers Co Yeast Ltd filed Critical Distillers Co Yeast Ltd
Publication of DE1088042B publication Critical patent/DE1088042B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/42Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C51/43Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by change of the physical state, e.g. crystallisation
    • C07C51/44Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by change of the physical state, e.g. crystallisation by distillation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/42Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C51/48Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by liquid-liquid treatment
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C53/00Saturated compounds having only one carboxyl group bound to an acyclic carbon atom or hydrogen
    • C07C53/02Formic acid
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C53/00Saturated compounds having only one carboxyl group bound to an acyclic carbon atom or hydrogen
    • C07C53/08Acetic acid

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von reiner Ameisen- und Essigsäure aus Produkten der Paraffinoxydation Zweck des vorliegenden Verfahrens ist es, Ameisen-und Essigsäure aus Gemischen der Oxydation von niedermolekularen Paraffinkohlenwasserstoffen durch Destillation abzutrennen, wobei diese Säuren in hohem Reinheitsgrad entweder in einer gemeinschaftlichen oder in einzelnen Fraktionen erhalten werden.
  • Die verwendeten Oxydationsgemische können z. B. nach den Verfahren der deutschen Patentschriften 1014 978, 1020 015 und 1019 289 hergestellt werden. Sie bestehen aus folgenden Produkten: 1. flüchtigen, nichtsauren Oxydationsprodukten, die in Gegenwart von Wasser bis zu 99° C sieden und im folgenden als »Vorlauf« bezeichnet werden, 2. Wasser, 3. ali.phatischen Monocarbonsäuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und 4. höhersiedenden Rückständen, einschließlich höhermolekularer Carbon.säuren.
  • Die Mengenverhältnisse dieser Bestandteile zueinander können in weiten Grenzen schwanken und hängen von dem der Oxydation zugeführten Ausgangsmaterial und den Reaktionsbedingungen ab.
  • Wird ein derartiges flüssiges Oxydationsgemisch einer normalen fraktionierten Destillation unterworfen, so lassen sich, nachdem der Vorlauf und das Wasser, zweckmäßig mit Hilfe eines Schleppmittels, abgetrieben sind, die Monocarbonsäuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen nacheinander überdestillieren, wobei die durch Destillation schwer voneinander trennbaren Ameisensäure und Essigsäure meist zuerst als gemeinschaftliche Fraktion erhalten werden. Die beiden Säuren werden dann in einer weiteren Verfahrensstufe voneinander getrennt. Gleichgültig, wie vorsichtig nun diese fraktionierte Destillation des Oxydationsgemisches vorgenommen wird, die Fraktionen der Ameisensäure und Essigsäure oder das Gemisch von Ameisen- und Ess.igsäurefraktion sind stets durch Beimischungen verunreinigt, die sie verfärben oder ihnen einen unerwünschten Geruch verleihen, und die sich auch durch analytische Methoden, z. B. solche zur Feststellung von Carbonyl- und Estergruppen, feststellen lassen.
  • Es wurde nun gefunden, daß eine erheblich reinere Ameisensäure-Essigsäure-Fraktion erhalten wird, wenn das Wasser und die Säuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen von den; Rückständen (4) vor ihrer Entwässerung und vor der Fraktionierung zur Trennung der einzelnen Säuren abdestilliert werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist nun dadurch gekennzeichnet, daß man -vorzugsweise nach Abtrennung wenigstens eines Teiles des unterhalb des Siedepunktes des Wassers übergehenden Vorlaufs - das Wasser und die Carbonsäuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, die bei der Destillation gebildeten flüchtigen Verunreinigungen und gegebenenfalls noch Reste des Vorlaufs gemeinsam abdestilliert, aus dieser Fraktion die Verunreinigungen und den gegebenenfalls noch verbliebenen Vorlauf abdestilliert und schließlich aus dem nur noch Wasser und das Carbonsäuregemisch enthaltenden Rückstand Ameisensäure und Essigsäure in an sich bekannter Weise gewinnt. Zweckmäßigerweise wird bei der fraktionierten Destillation der Fraktion, die Wasser, die aliphatischen Carbonsäuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, die bei der Destillation gebildeten Verunreinigungen und den gegebenenfalls noch verbliebenen Vorlauf enthält, so durchgeführt, daß die Menge des Wassers im Bodenprodukt nicht weniger als etwa 8 bis 10% beträgt.
  • Während der destillativen Abtrennung des Gemisches aus Wasser und Säuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen aus den höhersiedenden Rückständen bilden sich, vermutlich infolge einer Zersetzung oder Oxydation von Bestandteilen des Rückstandes, geringe Mengen gefärbter nichtsaurer Stoffe, z. B. Ketone und Ester. Diese nichtsauren Verbindungen destillieren zusammen mit dem Gemisch aus Wasser und Säuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen über und werden im folgenden als »zusätzlicher Vorlauf« bezeichnet. Sie sind die Ursache, daß die erhaltene Ameisen- und Essigsäure nach ihrer Neutralisation . einen unerwünschten Geruch besitzen. Dieser zusätzliche Verlauf ist vermutlich die Ursache der bei den früheren Verfahren entstehenden Verunreinigungen. Bei der erfindungsgemäßen Arbeitsweise ist es möglich, Ameisensäure und Essigsäure in einem so reinen Zustand zu erhalten, daß diese den strengsten technischen Reinheitsforderungen genügen und nach ihrer Neutralisation keinen unerwünschten Geruch mehr besitzen.
  • Die erste Destillation des Oxydationsgemisches kann so durchgeführt werden, daß zuerst der gesamte oder aber auch nur ein Teil des flüchtigen Vorlaufes entfernt wird, bevor das W9sserund die Säuren überdestilliert werden. Ebenso ist es aber auch möglich, den gesamten Vorlauf gleichzeitig mit dem Wasser und den Säuren von den höhersiedenden Rückständen abzudestillieren.
  • Die destillative Trennung des Gemisches aus Wässer und den Säuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen vom Rückstand kann z.-B. zunächst ohne Fraktionierung durch Schnelldestillation oder vorzugsweise unter einer gleichzeitigen gewissen Fraktionierung durch Verwendung einer Kolonne unter Rückflußbedingungen erfolgen. Die Abtrennung kann bei normalem oder vermindertem Druck erfolgen. Der Rückstand von dieser Destillation kann in die Oxydationsstufe zurückgeführt werden (vgl. z. B. Patentschrift 1019 289).
  • Es hat sich allgemein als zweckmäßig erwiesen, beim Abdestillieren der das Wasser und die Säuren enthaltenden Fraktion von den höhersiedenden Rückständen die Temperatur der Destillierblase auf etwa 160° C zu beschränken. Hierbei ist es zweckmäßig, unter vermindertem Druck zu arbeiten, um eine Höchstmenge an abgetrennten Säuren zu erzielen.
  • Nach Abtrennung des Wassers und der Säuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen vom höhersiedenden Rückstand wird das Säuregemisch einer weiteren fraktionierten Destillation unterworfen, um. die Vorläufe zu entfernen. Diese Destillation wird vorzugsweise so ausgeführt, daß die Konzentration des Wassers im Bodenprodukt wenigstens 8 bis 10 Gewichtsprozent beträgt. Auf diese Weise werden besonders reine Säuren erhalten. Gegebenenfalls kann man sich das die zusätzlichen Vorläufe enthaltende Destillat in zwei flüssige Schichten trennen lassen, wobei die obere Schicht die Hauptmenge der Verunreinigungen enthält und die untere Schicht hauptsächlich aus Wasser besteht. Die beiden Schichten können voneinander getrennt werden, wobei die Gesamtmenge oder ein Teil der oberen Schicht verworfen oder in die Oxydationsstufe zurückgeführt und ein etwaiger Rest der oberen Schicht in die Destillationskolonne als Rückfluß zurückgeführt wird. Die untere Schicht kann ebenso als Rückfluß in die Destillätionskolonne zurückgeführt werden, obwohl vorzugsweise ein Teil der unteren Schicht verworfen wird, da auf diese Weise eine gewisse Entwässerung des Systems erreicht wird.
  • Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Beispiel 1 Ein Gemisch, das dadurch erhalten worden war, daß eine Paraffinkohlenwasserstöffreaktion mit einem Siedebereich von 15 bis 95° C (hergestellt durch einfache Destillation eines sogenannten Mittelost-Öles) in flüssiger Phase bei 160° C und einem Druck von 21 kg/em2 oxydiert wurde, wurde über eine Kolonne bei einer Kopftemperatur von 98 bis 99° C und einer Blasentemperatur von 104° C zur vollständigen Entfernung der Vorläufe (35 % der Beschickung) fraktioniert destilliert. Das Bodenprodukt dieser Destillation wurde von den höhersiedenden Verbindungen durch Destillation über eine mit Glasspiralen gefüllten Fraktionierkolonne, die ungefähr acht theoretischen Böden äquivalent war, bei einem Rückflußverhältnis von 1 :1 und einer Temperatur von 81° C am Kolonnenkopf und 130° C bei 17 mm Hg in der Blase befreit. Die höhersiedenden Bestandteile stellten 19% der Beschickung dar. Die so erhaltene rohe Mischung aus Wasser und Säuren wurde in einer mit Füllkörpern beschickten Kolonne bis zu einer Kopftemperatur von 99° C bei Normaldruck einer weiteren fraktionierten Destillation unterworfen, wodurch etwa 1 Gewichtsprozent »zusätzlicher Vorlauf« erhalten wurde, ein praktisch neutrales, leuchtendgelbes Material, das mit Wasser als ein heteroazeotropes Gemisch überdestillierte und eine geringe Menge Säure enthielt. Nach Entfernung dieser Verunreinigungen wurde der Rest durch eine mit Glasspiralen gefüllte Kolonne zuerst in Gegenwart von Isopropyläther zur azeotropen Entfernung von Wasser (Siedepunkt des Azeotrops 61° C;-das entfernte Wasser stellte 30% der Beschickung dar) und dann zur Abtrennung einer Ameisensäure-Essigsäure-Fraktion (Siedepunkt 104 bis 122° C) fraktioniert destilliert. Diese Fraktion stellte weitere 45% der Beschickung dar, wobei die verbleibenden 25 0/0 aus Propion- und Buttersäure bestanden. Die so erhaltene Ameisensäure-Essigsäüre-Fraktion war fast farblos und enthielt die folgenden, analytisch festgestellten Mengen an Verunreinigungen: Ester . . . . . . . . . . . . . . . 0,2 Milliäquivalente je 100 g Carbonylverbindungen 0,2 Milliäquivalente je 100 g Beispiel 2 Ein Gemisch, das durch Oxydation einer dem Beispiel 1 ähnlichen Beschickung bei 170° C und einem Druck von 42 kg/cm2 erhalten worden war, wurde zur möglichst völligen Entfernung des Vorlaufs bei einer Kopftemperatur von 60° C und einer Blasentemperatur von 104° C sowie einem Rückflußverhältnis von 2:1 über eine Kolonne fraktioniert destilliert. Das Bodenprodukt dieser Destillation wurde von den höhersiedenden Bestandteilen befreit, indem es über eine mit Glasspiralen gefüllte Fraktionierkolonne, welche ungefähr achtzehn theoretischen Böden entsprach, bei einem Rückflußverhältnis von 1 :1 und einer Temperatur von 118° C am Kolonnenkopf und 163° C in der Blase destilliert wurde; die höhersiedenden Bestandteile betrugen 14% der Beschickung. Das so erhaltene Gemisch aus Wasser und Säuren wurde in einer mit Füllkörpern beschickten Kolonne bis zu einer Kopftemperatur von 99° C bei Normaldruck nochmals fraktioniert destilliert, wobei weitere 1,5 Gewichtsprozent eines praktisch neutralen, gelben Materials anfielen, das mit Wasser als ein heteroazeotropes Gemisch überdestillierte und eine geringe Menge Säure enthielt. Nach Entfernung dieser Verunreinigungen wurde der Rest über eine mit Glasspiralen gefüllte Kolonne zuerst in Anwesenheit von Isopropyläther zur azeotropen Entfernung von Wasser (Siedepunkt des Azeotrops 61 bis 62° C; das entfernte Wasser stellte 28% der Beschickung dar) und dann nach Entfernung des Isopropyläthers zur Abtrennung einer Ameisensäure-Essigsäure-Fraktion (Siedepunkt 103 bis 118°C), die weitere 54°/o der Beschickung darstellte, fraktioniert destilliert. Die so erhaltene reine Ameisensäure-Essigsäure-Fraktion war farblos und enthielt keine feststellbaren Ester- oder Carbonylverunreinigungen. Beispiel 3 Ein Gemisch, das durch Oxydation des im Beispiel 1 verwendeten Materials bei 170°C und einem Druck von 42 kg/cm2 erhalten worden war, wurde über eine Kolonne bei Normaldruck zur Entfernung des flüchtigen Vorlaufs (=40°/o der Beschickung) fraktioniert destilliert, wobei die Kopftemperatur 60 bis 65° C und die Blasentemperatur 104 bis 105° C betrug. Das Bodenprodukt wurde bei Normaldruck von höhersiedendem Material (=15 % der Beschickung) in einer Kolonne von ungefähr dreißig theoretischen Böden bei einer Kopftemperatur von etwa 1001 bis 110° C und einer Blasentemperatur von 150 bis 160° C fraktioniert destilliert. Das so erhaltene Gemisch aus Wasser und Säure wurde in die Mitte einer kontinuierlich arbeitenden Destillationskolonne von dreißig theoretischen Böden bei einem Rückflußverhältnis von 7 :1 eingeführt, wobei die Kopftemperatur der Kolonne etwa 95° C, die Blasentemperatur 104° C und das gesamte Zweiphasendestillat etwa 12% der Beschickung betrug. Das Bodenprodukt wurde unter Verwendung von Isopropyläther als Schleppmittel in einer weiteren Destillationsvorrichtung bei einer Kopftemperatur von 62° C und einer Blasentemperatur von 115° C entwässert (entferntes Wasser=30% der Beschickung). Die so erhaltenen entwässerten Säuren wurden zur Entfernung von Äther und Gewinnung der Ameisensäure-Essigsäure-Fraktion mit einem Siedepunkt von 104 bis 118° C (=83 % der Beschickung) in einer weiteren Kolonne fraktioniert destilliert. Die Ameisensäure-Essigsäure-Fraktion war farblos und enthielt keine feststellbaren Ester- oder Carbonylverunreinigungen. Beispiel 4 Die hier verwendete Vorrichtung ist in der Zeichnung. wiedergegeben. Ein Gemisch, das durch Oxydation einer bei 15 bis 95° C siedenden Paraffin-Kohlenwasserstoff-Fraktion in flüssiger Phase bei 170° C und einem Druck von 42 kg/cm2 erhalten worden war, wurde durch die Leitung 1 in die kontinuierlich bei einer Kopftemperatur von etwa 60 bis 65° C und einer Blasentemperatur von 104 bis 105° C arbeitende Destillationskolonne 2 eingeführt. Vom Kopf dieser Kolonne wurden der Vorlauf (35 bis 40% der Beschickung) durch die Leitung 3 entfernt, während vom Kolonnenboden das die Säuren enthaltende Bodenprodukt durch die Leitung 4 entfernt und der kontinuierlich arbeitenden Destillationsvorrichtung 5 mit fünf bis sieben theoretischen Böden zugeführt wurde. Dort wurde es zur Abtrennung des rohen Säuregemisches von dem höhersiedenden Material (=10 bis 15% der Beschickung) bei einer Kopftemperatur von etwa 100 bis 110° C und einer Blasentemperatur von 145 bis 160° C fraktioniert destilliert. Die höhersiedenden Rückstände wurden durch die Leitung 6 abgeführt und das die wäßrigen aliphatischen Säuren enthaltende Destillat durch die Leitung 7 in eine kontinuierlich arbeitende Destillationskolonne 8 mit etwa fünfzehn theoretischen Böden, die mit einem Rückflußverhältnis von etwa 9:1 und einer Kopftemperatur von 94 bis 95° C betrieben wurde, eingeführt. Das hier erhaltene Destillat (etwa 10% der Beschickung) enthält die zusätzlichen Vorläufe. Es wurde durch die Leitung 9 in einen Scheider 10 eingeführt, in welchem das Destillat in zwei Schichten getrennt wurde, wobei die untere ganz oder teilweise und bzw. oder die obere Schicht ganz oder teilweise als Rückfluß in die Destillationskolonne zurückgeführt und der Rest verworfen wurde. Das die wäßrigen Säuren enthaltende Bodenprodukt wurde durch die Leitung 11 und nach Zusatz von Isopropyläther.als Schleppmittel für das Wasser in eine kontinuierlich arbeitende Entwässerungskolonne 12 eingeführt.. Die Kopffraktionen dieser Kolonne (Kopftemperaturen 61 bis 62° C) wurden in einen Scheider 13 geführt, die Isopropylätherschicht in die Kolonne zurückgeführt und das vhasser (30°/o der Beschickung) verworfen. Das die Wasser- und ätherfreien Carbonsäuren enthaltende Bodenprodukt dieser Kolonne (Blasentemperatur 115 bis 118° C) wurde durch die Leitung 14 in eine weitere kontinuierlich arbeitende Destillationskolonne 15 unter Zusatz von Toluol als Schleppmittel übergeführt. Die Kopffraktionen dieser Kolonne (Kopftemperatur 86° C) wurden in einen Scheider 16 geführt, aus dem die untere aus Ameisensäure bestehende Schicht (15% der Beschickung) entfernt und die obere, aus Toluol bestehende Schicht in die Kolonne zurückgeführt wurde. Das praktisch toluolfreie Bodenprodukt der Kolonne 15 (Blasentemperatur 120° C) wurde durch die Leitung 17 in eine kontinuierlich arbeitende Fraktionierkolonne 18 (Kopftemperatur 118° C, Blasentemperatur 145 bis 150° C) geleitet, wobei Essigsäure (88% der Beschickung) als Kopffraktion durch die Leitung 19 abgezogen und dann zur Entfernung letzter Spuren von Toluol und Ameisensäure absatzweise destilliert wurde. Das Bodenprodukt der Kolonne 18 (12% der Beschickung) wurde durch die Leitung 20 entfernt und enthielt höhere Fettsäuren. Die so erhaltene Essigsäure war völlig farblos, enthielt keine feststellbaren Spüren von Estern oder ketonischen Verbindungen und erfüllte vollständig die Anforderungen der britischen Standardvorschriften.
  • Vergleichsweise wurde eine Probe des im Beispiel 1 verwendeten wäßrigen Oxydationsgemisches in einer mit Glasspiralen gefüllten Fraktionierkolonne von etwa fünfzehn theoretischen Böden fraktioniert destilliert. Die Ameisensäure-Essigsäure-Fraktion mit dem Siedepunktsbereich von 100 bis 127° C bei 60 mm Hg war braun und enthielt folgende Mengen an Verunreinigungen Ester . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Milliäquivalente je 100 g Carbonylverbindungen 17 Milliäquivalente je 100 g Nach dem Neutralisieren mit Alkali verblieb ein starker, anhaftender Geruch nach höheren Ketonen und Estern. 9

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Gewinnung von reiner Ameisen- und Essigsäure aus dem bei der Oxydation von aliphatischen Kohlenwasserstoffen in flüssiger Phase erhaltenen wäßrigen Gemisch durch Destillation, dadurch gekennzeichnet, daß man, vorzugsweise nach Abtrennung wenigstens eines Teiles des unterhalb des Siedepunktes des Wassers übergehenden Vorlaufs, eine Fraktion von den höhersiedenden Rückständen abtrennt, die Wasser, ein Gemisch aliphatischer Carbonsäuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, die bei der Destillation gebildeten nichtsauren Verunreinigungen und gegebenenfalls noch restliche Anteile an »Vorlauf« enthält, aus dieser Fraktion die Verunreinigungen und den gegebenenfalls noch verbliebenen restlichen »Vorlauf« abdestilliert und aus dem nur noch Wasser und das Carbonsäuregemisch enthaltenden Rückstand Ameisensäure und Essigsäure in an sich bekannter Weise gewinnt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB man die fraktionierte Destillation der Wasser, aliphatische Carbonsäuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Verunreinigungen und gegebenenfalls restlichen »Vorlauf« enthaltenden Fraktion derart durchführt, daB die Menge des Wassers im Bodenprodukt nicht weniger als etwa 8 bis 100/a beträgt.
DED18070A 1953-06-25 1954-06-23 Verfahren zur Gewinnung von reiner Ameisen- und Essigsaeure aus Produkten der Paraffinoxydation Pending DE1088042B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1293146B (de) * 1963-11-20 1969-04-24 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Essigsaeure

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1293146B (de) * 1963-11-20 1969-04-24 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Essigsaeure

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