DE1087701B - Verfahren zum Ausstanzen von Gehaeuse-Abdichtungsscheiben, insbesondere fuer Elektrolytkondensatoren, und Stanzvorrichtung zur Ausfuehrung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Ausstanzen von Gehaeuse-Abdichtungsscheiben, insbesondere fuer Elektrolytkondensatoren, und Stanzvorrichtung zur Ausfuehrung dieses VerfahrensInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01G—CAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
- H01G9/00—Electrolytic capacitors, rectifiers, detectors, switching devices, light-sensitive or temperature-sensitive devices; Processes of their manufacture
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Description
- Verfahren zum Ausstanzen von Gehäuse-A.bdichtungsscheiben, insbesondere für Elektrolytkondensatoren, und Stanzvorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens Es ist bekannt, ein zylindrisches Metallgehäuse eines elektrischen Teiles, insbesondere eines Elektrolytkoridensatörs, mittels einer in das Gehäuse passenden und sich auf einem Abstützrärid dieses Gehäuses abstützenden Scheibe zu verschließen, über die der Rand des Gehäuses gefalzt wird. Zum Erzielen einer feuchtigkeitsundurchlässigen Abdichtung besteht die Scheibe üblicherweise aus einer Schicht elastischen Materials, wie Güinnii, und einem von dieser elastischen Schicht überdeckten steifen Isblierteil.
- Es ist eine solche Abdichtungsscheibe bekannt, bei der die nachgiebige Schicht rlügsherum derart weit über den Ränd des steifen Teiles hervorsteht, daß dieser überstehende Rand der elastischen Schicht sich 'beirrt Einsetzen der Abdichtüägsschefbe in das Gehäuse um den Rand des steifen Teiles fierümlegt. Dies etschwert das Einsetzen der Scheibe erheblich und erfdrdert überdies eine sehr viel größere Fläche der elastischen Schicht als die der steifen Schicht; so daß beide in getrennten Arbeitsgängen hergestellt werden müssen.
- Eine andere bekannte Abdichtungsscheibe dieser Art besteht aus einer steifen, isolierenden Scheibe, z. B. aus Hartpapier, und einer mit dieser steifen Scheibe verleimten, gleiclh großen elastischen Scheibe. Bei Verwendung dieser Abdichtungsscheibe ist jedoch nicht immer der erforderliche flü`ssigkeitsdiche Ver-"schluß gewährleistet. Es ist z. B. besonders §cliwierig, den verlangten, völlig dichten Verschliiß zti erzielen, vvetin äiif die Außenseite der Abdichtühgsscheibe ein Ring mit Schfänkläppen gelegt wird, der von dem gefälzteri Rand des Gehäuses gehalten wird. Dies ist verniutlieh dein Ufnstäüd zuzuschreiben, daß das Material der elastischen Schicht der Äbdlchfürigs'scheibe äm Rande nicht ausreichend -an der Wänd des Gehäuses anliegt.
- Die Erfindung bezieht sich atif ein Verfahren zum Ausstähzen von Gehäuse=Abdichtüingsscheiben, insbesondere für EILktrolytkonderisatoi-eil, aü`s einer Plätte, die äüs eifier steifen Schicht, z. B. Haftpapier, Und, einer mit dieser verbundeneli elastischen Schicht, z. . Gummi, besteht, wobei eine Scheibe aus der zwischen zwei gegeneinander bewegbaren Stempeln, vßn denen der eine aus einem verschiebbaren Innenteil und eitem diesen Innenteil führenden Au#Aefiteil besteht lind der zweite eine dem Durchmesser des ersten Stempels entsprechende Auswurfbffnüng äufiveist, angeordneten Zweisthichtenplatfe derart äiisgestanzt wird, däß die elastische Schicht der Scheibe ringshefurn über den Rand dei= steifen Schicht, vorzugsweise in einer Breite von höchstens gleich der Stärke der elastischen Schicht, hervorsteht. Die Etfindüng ist dadurch gekennzeichnet, daß vor dem eigentlichen Ausstanzen ein die Auswurföffnung des zweiten Stempels unmittelbar uingeheiider Ansatz, dessen Stirnfläche sich etwa -quer zur @fanzrichtung erstreckt, in die ihm zugewendete elastische Schicht der Zweiin eingedrückt und somit das Material der elastischen Schicht teilweise in die Atiswurföffnung gepreßt wird und anschließend das eigentliche Ausstanzen durch den 'verschiebbaren Innenteil des ersten Stempels erfolgt.
- Bei den nach dieseln Verfähten hergestellten Abtichtungsscheiben "steht die elastische Schicht nur gering über der steifen Schicht hervor. Dies führt zu einem absolut feuchtigkeitsdichten Gehäuseverschluß.
- Bei einer Starizvorrichtung zur Ausführung . des Verfahrens nach der Erfindung liegt die Breite der Stirnfläche des Ansatzes des zweiten Stempels zwischen der Hälfte und dem Dreifachen der Stärke der elastischen Schicht.
- Die Erfindung wird nunmehr an Hand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt-Fig. 1 die Draufsicht und Fig. 2 die Seitenansicht einer nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellten Abdichtungsscheibe; Fig. 3 zeigt eine Stanzvorrichtung zur Herstellung' der in Fig. 1 und 2 dargestellten Scheibe; in Fig. 4 ist ein Elektrolytkondensator dargestellt, dessen Gehäuse mit einer gemäß dem Verfahren nach der Erfindung hergestellten Abdichtungsscheibe verschlossen ist.
- Die in Fig. 1 und 2 dargestellte kreisförmige Abdichtungsscheibe besteht aus einer Schicht 1 aus Hartpapier und einer nachgiebigen Schicht 2 aus Gummi. Diese beiden Schichten sind auf der ganzen Berührungsfläche miteinander verleimt. Deutlichkeitshalber ist die Stärke der beiden Schichten im Verhältnis zum Durchmesser der Scheibe zu groß dargestellt. Eine normale Stärke der steifen Schicht 1 ist 1 mm, der Gummischicht 2 etwa 2 mm. Wie aus den Figuren ersichtlich, ist der Durchmesser der Gummischicht 2 größer als der der Hartpapierschicht 1, so daß die erstere ringsherum über den Rand der letzteren hervorsteht. Die Breite b, auf der die nachgiebige Scheibe 2 über der steifen Scheibe 1 hervorsteht, soll höchstens gleich der Stärke d (Fig. 2) der Gummischicht 2 sein.
- Die Differenz der Durchmesser ist etwa gleich der Stärke der Gummischicht 2. In die Scheibe sind zwei Löcher 3 gestanzt, die zum Durchführen der Stromzuleitungen dienen, wie nachstehend an Hand der Fig. 4 näher erläutert wird.
- Fig. 3 zeigt die zum Herstellen einer solchen Abdichtungsscheibe verwendete Stanzvorrichtung.
- Eine Platte 20, die aus einer Hartpapierschicht 21 besteht, auf die eine Gummischicht 22 aufgeklebt ist, wird zwischen zwei sich gegeneinander bewegende Stempel 23 und 24 gebracht. Der Oberstempel besteht aus einem kreiszylindrischen, Innenteil 25, der in einem hohlzylindrischen Außentei127 geführt wird.
- Der Unterstempel 24 besitzt eine dem Innenteil 25 des Oberstempels 23 entsprechende' zylindrische Auswurföffnung 26 und einen -diese Öffnung unmittelbar umgebenden flachen Ansatz 28. Die Stirnfläche dieses Ansatzes 28 verläuft quer zur Achse der Öffnung 26 und bildet zusammen mit der Innenwand dieser öffnung einen der Schneidränder des Werkzeugs. Dieser Schneidrand wird somit nicht, wie es üblich war, von Flächen gebildet, die einen spitzen Winkel einschließen, sondern, wie die Erfindung lehrt, von Flächen, die einen rechten oder nahezu rechten Winkel einschließen.
- Die Platte 20 wird so zwischen den Stempeln angeordnet, daß die Gummischicht 22 dem Ansatz 28 zugewendet ist. Nachdem die Platte 20 zwischen die Stempel gebracht worden ist, werden diese angedrückt, so daß der Ansatz 28 das Gummi der Schicht 22 von der Seite in die-Öffnung 26 hineindrückt, wodurch sich eine ringförmige Aufstülpung 30 des Gummis ergibt. Dann wird durch eine Abwärtsbewegung des Innenteils 25 des Oberstempels 23 eine Scheibe- aus der Platte 20 ausgestanzt. Das Gummi der Aufstülpung 30 nimmt bei der ausgestanzten Scheibe seine ursprüngliche Gestalt wieder an, so daß die ausgeschnittene Gummischicht ringsherum über dem Rand der aus der Hartpapierschicht 21 geschnittenen Scheibe hervorsteht. Danach können auf an sich bekannte Weise Löcher, die den Öffnungen 3 (Fig. 1 und 2) analog sind, in die Scheibe gestanzt werden.
- Die Breite c (Fig. 3) des- Ansatzes 28 wird vorzugsweise nicht kleiner bemessen als die Hälfte der Stärke der Gummischicht 22. Eine zu geringe Breite ergibt ebenso wie eine zu große Breite nur eine geringe Aufstülpung des Gummis in der Öffnung 26. Die Breite c soll nicht größer als das Dreifache der Stärke der Gummischicht 22 bemessen werden. Vorteilhaft ist eine Breite zwischen 1 und 5 mm. Es ist ersichtlich, nicht notwendig, daß die Stirnfläche des Ansatzes 28 senkrecht zur Achse der Öffnung 26 verläuft. Die gewünschte Aufstülpung der nachgiebigen Schicht wird gleichfalls erzielt, wenn diese Stirnfläche gegen die Öffnung 26 hin etwas ansteigt oder sich etwas senkt, das heißt, mit der Wand dieser Öffnung einen vom rechten Winkel etwas abweichenden Winkel einschließt.
- Fig. 4 zeigt einen Elektrolytkondensator mit einem auf einer Seite mittels einer Abdichtungsscheibe nach der Erfindung verschlossenen Metallgehäuse 40, in dessen Innern eine Kondensatorwicklung 41 angeordnet ist.
- Das Gehäuse 40 ist in der Nähe des oberen Randes 42 mit einem Abstützrand 43 versehen. Auf diesem Abstützrand liegt eine Abdichtungsscheibe 44 der vorstehend beschriebenen Art so an, daß die Hartpapierschicht 45 dem Abstützrand 43 zugewendet ist. Auf der Gummischicht 46 ist ein Metallring 47 angeordnet, der mit Schränklappen 48 versehen ist. Der Rand 42 des Gehäuses 40 ist nach innen gefalzt und drückt den Ring 47 auf die Gummischicht 46.
- Weil die Gummischicht 46 über dem Umfang der Hartpapierscheibe 45 etwas hervorsteht, wird der Gummi am Rand an die Innenwand des Gehäuses 40 angedrückt, wodurch sich ein völlig flüssigkeitsdichter Randverschluß des Gehäuses ergibt. Selbstverständlich kann die Abdichtungsscheibe 44 auch umgekehrt, d. h. mit der Gummischicht 46 auf dem Abstützrand 43, im Gehäuse 40 angebracht sein.
- Mittels in der Abdichtungsscheibe 44 befestigter Aluminiumniete 50, unter die auf der Außenseite eine Lötzunge 51 und auf der Innenseite eine zur Wicklung 41 führende Stromzuleitungsfolie 52 geklemmt ist, sind die Elektrodenanschlüsse der Wicklung 41 nach außen geführt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Ausstanzen von Gehäuse-Abdichtungsscheiben, insbesondere für Elektrolytkondensatoren, aus einer Platte, die aus einer steifen Schicht, z. B. Hartpapier, und einer mit dieser verbundenen elastischen Schicht, z. B, Gummi, besteht, wobei eine Scheibe aus der zwischen zwei gegeneinander bewegbaren Stempeln, von denen der eine aus einem verschiebbaren Innenteil und einem diesen Innenteil führenden Außenteil besteht und der zweite eine dem Durchmesser des ersten Stempels entsprechende Auswurföffnung aufweist, angeordneten Zweischichtenplatte derart ausgestanzt wird, daß die elastische Schicht der Scheibe ringsherum über den Rand der steifen Schicht, vorzugsweise in einer Breite von höchstens gleich der Stärke der elastischen Schicht, hervorsteht, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem eigentlichen Ausstanzen ein die Auswurföffnung (26) des zweiten Stempels (24) unmittelbar umgebender Ansatz (28), dessen Stirnfläche sich etwa quer zur Stanzrichtung erstreckt, in die ihm zugewendete elastische Schicht (22) der Zweischichtenplatte (20) eingedrückt und somit das Material der elastischen Schicht teilweise in die Auswurföffnung gepreßt wird und anschließend das eigentliche Ausstanzen durch den verschiebbaren Innenteil (25) des ersten Stempels (23) erfolgt. 2. Stanzvorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite (c) der Stirnfläche des Ansatzes (28) des zweiten Stempels (24) zwischen der Hälfte und dem Dreifachen der Stärke der elastischen Schicht (22) liegt. In Betracht gezogene Druckschriften: Fi anzösische Patentschriften Nr. 834 848, 1012 539, 1058 086; britische Patentschriften Nr. 499 083, 706 244; USA: Patentschriften Nr. 1920 799, 2 290163, 2602832.
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|---|---|---|---|
| NL1087701X | 1955-04-14 |
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| DE1087701B true DE1087701B (de) | 1960-08-25 |
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| DEN12082A Pending DE1087701B (de) | 1955-04-14 | 1956-04-11 | Verfahren zum Ausstanzen von Gehaeuse-Abdichtungsscheiben, insbesondere fuer Elektrolytkondensatoren, und Stanzvorrichtung zur Ausfuehrung dieses Verfahrens |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1087701B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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