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DE1087765B - Keimtoetendes Mittel - Google Patents

Keimtoetendes Mittel

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Publication number
DE1087765B
DE1087765B DEW22532A DEW0022532A DE1087765B DE 1087765 B DE1087765 B DE 1087765B DE W22532 A DEW22532 A DE W22532A DE W0022532 A DEW0022532 A DE W0022532A DE 1087765 B DE1087765 B DE 1087765B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iodine
quaternary ammonium
ammonium compound
complex
radical
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW22532A
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WEST LABORATORIES Inc
Original Assignee
WEST LABORATORIES Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WEST LABORATORIES Inc filed Critical WEST LABORATORIES Inc
Publication of DE1087765B publication Critical patent/DE1087765B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N59/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing elements or inorganic compounds
    • A01N59/12Iodine, e.g. iodophors; Compounds thereof

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Keimtötendes Mittel Die Erfindung betrifft keimtötende Mittel, in welchen Jod als aktiver keimtötender Bestandteil derart an bestimmte oberflächenaktive Mittel oder Träger vom Typ des quartären Ammoniums, welche charakteristische Polyäthoxy- und Fettalkylsubstituenten aufweisen, gebunden ist oder mit diesen Komplexe bildet, daß das Jod sowohl stabilisiert als auch in wässrigen Medien löslich gemacht wird.
  • Es sind bereits keimtötende Mittel bekannt, die aus Komplexverbindungen von Jod mit nichtionogenen, anionischen oder kationischen oberflächenaktiven Mitteln als sogenannten Jodträgern bestehen. Als besonders wirksam haben sich als Jodträger nichtionogene Träger von der Art der Alkylphenoxypolyglykoläther erwiesen, wie sie beispielsweise durch Kondensation von Äthylenoxyd mit Nonylphenolen erhalten werden.
  • Diese bekannten keimtötenden Mittel sind jedoch nicht völlig zufriedenstellend, weil die desinfizierende Wirksamkeit des Jods infolge seiner teilweise chemischen Bindung in diesen Komplexverbindungen nicht voll ausgenutzt werden kann. Insbesondere besitzen sie keine substantiv en Eigenschaften, so daß es nicht möglich ist, mit ihrer Hilfe keimtötend wirkendes Papier oder Gewebe herzustellen (vgl. das nachfolgende Beispiel 3).
  • Einen Fortschritt auf diesem Gebiet stellen die Komplexverbindungen des Jods mit quartären Ammoniumverbindungen dar, wie sie in der USA.-Patentschrift 2 679 533 beschrieben sind. Nach dieser Patentschrift werden als jodträger langkettige Alkylbenzyltrimethylammoniumhalogenide, wie Dodecylbenzyltrimethylammoniumchlorid, verwendet.
  • Es wurden nun quartäre Ammoniumverbindungen gefunden, die mit Jod neue Komplexverbindungen von noch wesentlich besserer keimtötender Wirksamkeit bilden. Diese quartären Ammoniumverbindungen besitzen für sich allein nur geringe keimtötende Wirkung, haben aber die Fähigkeit, elementares Jod derart zu binden, daß die keimtötende Aktivität verlängert wird.
  • Das erfindungsgemäße keimtötende Mittel mit einem Gehalt an einem Komplex aus Jod und einer quartären Ammoniumverbindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die quartäre Ammoniumverbindung die Zusammensetzung besitzt, worin zumindest einer der Substituenten R1 und R3 eine unverzweigte gesättigte Alkylgruppe mit 12 bis 1.8 Kohlenstoffatomen, zumindest einer der Substituenten R2 und R3 eine (C H2 C H2 O)y - H-Gruppe, wobei der Gesamtwert y der Substituenten R2 und R3 eine ganze Zahl von 2 bis 200 ist, R3 gegebenenfalls einen niederen Alkyl-, Phenyl- oder Benzylrest, R4 einen niederen Alkyl-, Benzyl- oder substituierten Benzylrest und X einen salzbildenden anionischen Rest bedeutet. Zu den substituierten Benzylresten R4 gehören auch niedere Alkylbenzyl-, niedere Alkoxybenzyl-, Nitrobenzyl- und Halogenbenzylreste.
  • Eine Reihe der Verbindungen der obigen Zusammensetzung sind quartäre Verbindungen auf Basis im Handel verfügbarer tertiärer Amine, die sich leicht durch Umsetzung mit einer Verbindung der Zusammensetzung R4 X, worin R4 und X die obige- Bedeutung haben, in quartäre Form bringen lassen.
  • Die Prüfung derartiger Jodkomplexe kann auf folgende Weise erfolgen: a) Prüfung- der Stabilität gegen Jodverlust auf Grund des Dampfdrucks; b) Prüfung der Stabilität gegen Jodverlust durch Behandlung wäßriger Lösungen des Mittels mit Aktivkohle; c) Prüfung des Keimtötungsvermögens nach C a n t o r und S h e 1 ä n s k i (beschrieben in »A capacity Test for Germicidal action«, Soap and Sanitary Chemicals, Bd. 27, S. 133, 1951), vgl. auch »Antiseptics, Disinfectants, Fungicides and Sterilizatipn«, von C. F. R e d d i s h (Lee & Febiger, 1954), S. 125 ff.
  • d) Vorbehandlung der Lösung mit Aktivkohle nach b) und anschließende Prüfung auf das Keimtötungsvermögen nach c).
  • Obwohl das Jod in den erfindungsgemäßen Mitteln viel fester als in anderen bisher verfügbaren Komplexen aus oberflächenaktivem Mittel und Jod gebunden ist, bleibt es doch als Wirkstoff gegen Mikroorganismen verfügbar. Infolge der, festeren Bindung des Jods zeigen die erfindungsgemäßen Mittel selbst unter erschwerten Bedingungen, z. B. wenn sie auf großen Flächen der Einwirkung der Atmosphäre ausgesetzt sind, eine viel länger anhaltende keimtötende und fungizide Wirkung.
  • Typische Anwendungszwecke dieser neuen Mittel sind beispielsweise Zubereitungen für die sanitäre Behandlung der Umgebung, und zwar mit den Mitteln allein wie in Kombination- mit synthetischen Reinigungsmitteln, für die langzeitige Desinfizierung von umschlossenen Räumen, Spezialeinrichtungen, z. B. für die Nahrungsmittelhandhabung und Krankenhauseinrichtungen u. dgl. Ein anderer Anwendungszweck ist die Behandlung von Papier, Geweben usw. So wirkt z. B. ein so behandeltes Papierhandtuch beim Abtrocknen sterilisierend und desinfizierend. Bei diesen Anwendungszwecken haben die erfindungsgemäßen Mittel den weiteren Vorteil, auf Grund der Substantiven Natur der quartären Ammöniumkomponente gegenüber Papier und vielen Geweben fest an dem behandelten Gegenstand zu haften. In entsprechender Weise macht diese substantive Natur die Mittel zur Anwendung in keimtötenden und fungiziden Zubereitungen geeignet, die zur- Aufbringung auf Menschen-und Tierhaare bestimmt sind.
  • In den erfindungsgemäßen Mitteln kann das Mengenverhältnis des Jods zur-quartären Ammoniumverbindung in weiten Grenzen verändert werden, was zum Teil von der Zweckbestimmung des Mittels abhängt. Sehr gute Ergebnisse werden erhalten, wenn der Komplex das Jod in einer Menge von 5 bis 800%, bezogen auf das Gewicht der quartären Ammoniumverbindung, enthält. In einigen Fällen kann jedoch auch eine Jodmenge von* etwas unterhalb 5 0/a dem Mittel die gewünschte keimtötendeWirkung verleihen.
  • Es sei betont, daß in derii gesamten Bereich von 5 bis 800% die erfindungsgemäßen quartären Ammoniumverbindungen eine Senkung des Joddampfdruckes ergeben, und- mit einigen quartären Ammoniumverbindungen kann man diese Wirkung auch bei Zubereitungen erzielen, die sehr hohe Jodmengen, wie 1000°/o (öder .0'% quartäre Ammoniumv erbindung, bezogen auf 4@a_ Jodgesamtgewicht) enthalten. Wenn die Jodmenge mehr als etwa 50°/o vom Gewicht der quartären Aniföniumverbindung beträgt, ist dieAnwesenheit eines,ändexen j.odophors oder eines einfachen Lösungsvermittlers für das Jod erforderlich, um physikalisch- stabile Zubereitungen zu erhalten. Bei einem jodgehalt'.von 5 bis 50% vom Gewicht der quartären Amirmniumv erbindung jedoch können leicht stabile Zubereitungen hergestellt werden, die als alleinigen Jodopkor - die- quartäre A.mmoniumverbindung enthalten. Nachfolgend wird zunächst die letztgenannte Art von "Zubereitungen beschrieben. Zur :Herstellung der erfindungsgemäßen Komplexe wird elementares Jod in der quartären Axnmoniumverbindung durch einfaches mechanisches Mischen oder Mahlen gelöst. Man kann auch das Jod in einem flüchtigen Lösungsmittel, wie Äthanal oder Isopropylalkohol, lösen und die Lösung dann mit der quartären Ammoniumverbindung vermischen. Das Lösungsmittel kann in dem Produkt" verbleiben oder gegebenenfalls, z. B. durch Destillation, entfernt werden.
  • Das Jod kann auch in Form eines Halogenides, wie Jodchlorid oder -bromid, und zwar Mono- bis Trihalogenid, verwendet werden. In diesem Falle kann die zur Erzielung eines bestimmten Wirkungsgrades erforderliche Jodmenge geringer sein, da anscheinend ein Regenerationseffekt einen Teil des verbrauchten Jodes wieder zur Keimabtötung zur Verfügung stellt. Chlor oder Brom verstärken selbst in geringen Mengen, als sie zur Bildung des Monohalogenides erforderlich sind, die keimtötende Wirkung und erleichtern die Herstellung von Komplexen. Die erfindungsgemäßen Komplexe umfassen daher auch solche, die das Jod in Kombination mit Chlor oder Brom enthalten.
  • Die erfindungsgemäßen Mittel können in Form der reinen Komplexverbindungen, eines festen oder flüssigen Konzentrates, das mit Wasser zur gebrauchsfertigen Lösung verdünnt werden kann, oder einer gebrauchsfertigen Zubereitung hergestellt werden, die erhebliche Mengen an flüssigem oder festem Verdünnungsmittel enthält. Solche Verdünnungsmittel sollen im allgemeinen eine Komponente enthalten die in wäßrigen Medien sauer reagiert, wie Saiz- oder Phosphorsäure.
  • In flüssigen Konzentraten und gebrauchsfertigen Lösungen ist das Verdünnungsmittel vorzugsweise Wasser, kann aber auch ein organisches Lösungsmittel, z. B. Methanol, Äthanol, n- oder Isopropanol, oder ein Gemisch aus Wasser und organischem Lösungsmittel sein.
  • Als feste Verdünnungsmittel sind bei der Herstellung von Konzentraten und gebrauchsfertigen Zubereitungen sowohl synthetische Reinigungsmittel in fester Form (insbesondere zur Erzielung einer kombinierten Reinigungs- und Desinfektionswirkung) als auch Substanzen wie Harnstoff verwendet worden, die als Streckmittel wirken.
  • Zur Untersuchung ihrer Eigenschaften werden erfindungsgemäße Komplexe aus Jod und quartären Ammoniumv erbindungen folgender Formel hergestellt, wobei die Variablen der Formel in den einzelnen Versuchen folgende Bedeutung haben:
    - Tabelle I
    Quartare " -_ -- - " - Gesamt-
    Ammo- - -
    nium- R2 . R R4 X wert
    verbin- ' '- - von y in
    dung -R2 -I- R3
    a I Stearyl (C.ea.C H90)1 _ H (C H2 C H2 O) Y . H C H3 J 15
    b Stearyl- - - =..desgl. desgl. CHZ J 2
    c Stearyl- desgl. desgl. CH3 J 50
    _ d- Stearyl - desgl. - desgl. - C H3 - - Cl 15
    e Stearyl _desg1. desgl. Benzyl , J 15
    f Lauryl _ . desgl. - _ desgl. C H3 J 15
    Tabelle I (Fortsetzung)
    Quartare Gesamt-
    Ammo- wert
    nium- Ri R2 RS R-4 X von y in
    verbin- R2+Rs
    dung
    g Lauryl desgl. desgl. C H3 J 2
    h Lauryl desgl. desgl. Benzyl Cl 2
    i Stearyl desgl. desgl. p-X:ylyl Br 15
    j Stearyl desgl. desgl. p-Nitrobenzyl Cl 15
    k Stearyl desgl. desgl. p-Methoxybenzyl Cl 50
    1 Stearyl desgl. desgl. C2 H5 Br 15
    m Lauryl desgl. Lauryl C H3 J 15
    n Lauryl ' desgl. Lauryl C H3 J 30
    o Lauryl desgl. (C H2 C H2 O) Y H C H3 J 50
    p Stearyl desgl. desgl. CH3 J 93
    q Lauryl desgl. desgl. C H3 C H3 O S 02O - 15
    1. Prüfung der Stabilität gegenüber Jodverlust bei Behandlung wäßriger Lösungen mit Aktivkohle Man mischt 5 Gewichtsteile quartäre Ammoniumverbindung mit 1 Gewichtsteil Jod, bis das gesamte Jod aufgenommen oder gelöst ist.
  • Von jedem Komplex wird eine wäßrige Lösung hergestellt, die 100 Teile je Million an titrierbarem Jod (bei Verwendung von 0,01 n-Natriumthiosulfat als Titriermittel) enthält. Ferner wird zum Vergleich aus der Jod-Träger-Zubereitung gemäß USA.-Patentschrift 2 679 533, Beispiel 2, einem Dodecylbenzyltrimethylammoniumchlorid - Jod - Komplex, eine 100 Teile je Million (nachfolgend kurz T/M) Jod enthaltende Lösung hergestellt. Man gibt nun in 250-cms-Bechergläser je 200 cm3 der 100 T/M Jod enthaltenden Lösungen und setzt jedem Becherglas 0,1 g Aktivkohle zu. Die Kohlesuspensionen werden 60 Minuten gleichmäßig bewegt und dann absetzen gelassen. Der durch Adsorption an der Kohle erhaltene Jodverlust und in bestimmten Fällen auch das Keimtötungsvermögen werden an der überstehenden Flüssigkeit bestimmt.
  • Zur Bestimmung des durch Adsorption an der Kohle eingetretenen Jodverlustes titriert man einen Anteil der überstehenden Flüssigkeit mit Natriumthiosulfat. Es werden folgende Ergebnisse erhalten:
    Tabelle II
    Zur Komplexbildung verwendete Jodmenge nach der
    quartäre Ammoniumverbindung Aktivkohlebehandlung
    gemäß Tabelle I T/M
    a 42
    b 54
    d 24
    g 10
    h 22
    i 36
    j 34
    k 26
    Mittel gemäß USA.-Patent-
    schrift 2 679 533, Beispiel 2 5
    Lugolsche Lösung < 2
    Diese Adsorptionsprüfung gibt Aufschluß über das Verhalten des Mittels in Gegenwart von adsorbierenden Substanzen, wie sie in verschiedenen Arten von Schmutz und Erde in der zu behandelnden Umgebung vorhanden sein können. Für Anwendungszwecke, bei denen wesentliche Mengen an Schmutz oder Erde behandelt werden müssen, werden vorzugsweise Komplexe verwendet, die bei der Aktivkohleprüfung einen geringen Jodverlust ergeben (z. B. die Komplexe mit den Verbindungen a, b und i). 2. Prüfung der keimtötenden Wirkung Wenn man das Keimtötungsvermögen nach der üblichen Methode von C a n t o r und S h e l a n s k i bestimmt, erweist sich die Aktivität des in einer Menge von 100 T/M in der Lösung des Komplexes enthaltenen Jods als so andauernd, daß die Prüfung zu mühselig und zeitraubend ist. Aus diesem Grunde - und da die Aktivkohlebehandlung der Wirkung des bei vielen sanitären Anwendungszwecken auftretenden Schmutzes vergleichbar ist - wurde die keimtötende Wirkung einer Anzahl der Komplexe nach der Kohlebehandlung geprüft.
  • Diese Prüfung, die eine leichte Abänderung der Methode von C a n t o r und S h e 1 a n s k i darstellt, wird folgendermaßen durchgeführt: In gesonderte, mit Magnetrührern ausgerüstete 1-1-Kolben gibt man 450 cm3 steriles- hartes (10° Härte) Wasser, das mit 5 °/oigem Na H2 P 04 auf p$ 4,2 gepuffert ist. Jedem Kolben setzt man 50 cm3 der bei der Aktivkohlebehandlung erhaltenen Lösung der Komplexverbindung zu. Die Kolben sind damit für die Aufnahme bestimmter Mengen von 24 Stunden alten Kulturen von S. typhosa vorbereitet, die auf einer A O A C-Nährbrühe gezüchtet wurden. Jeden Kolben versetzt man mit 1,0 em3 der Kultur, der 6 - 108 Organismen enthält, so daß auf 1 cm3 der 500-cm3-Prüflösung 1,2 # 106 Mikroorganismen entfallen. Bei jedem Zusatz eines Prüfkulturanteils werden die Kolbeninhalte fortlaufend gerührt und genau 1 Minute nach dem jeweiligen Zusatz der Prüfkultur werden 1-cm3-Proben aseptisch entnommen und in 100 cms einer wäßrigen Lösung von 0,0425 g Monokaliumphosphat, 0,16 g Natriümthiosulfat, 5,0 g einer Arylsulfonatkomplexverbindüng und 0,OO8gNatriumhydroxyd je 1 eingebracht. Die so erhaltenen Lösungen werden dann auf Nähragar in 1-cm3- und 0,1-cms-Anteilen aufgebracht. 10 Minuten nach Zusatz des ersten Prüfkulturanteils wird jedem Kolben ein zweiter 1-cm3-Anteil zugesetzt und das oben beschriebene Verfahren wiederholt. Zum Vergleich werden Parallelversuche durchgeführt, wozu man Jod allein in Form der Lugolschen Lösung (5% Jod und 10°/a Kaliumjodid in Wasser) und die entsprechenden quartären Verbindungen verwendet. Die Lösungen der quartären Ammoniumverbindungen werden in der gleichen Konzentration hergestellt, welche sie in den entsprechenden 100 T/M Jod enthaltenden Komplexlösungen hatten. 200 cm3 jeder Lösung werden wie oben 1 Minute mit 0,1 g Aktivkohle behandelt. Die Lugolsche Lösung wird auf 100 T/M titrierbares Jod verdünnt und in entsprechender Weise mit der Aktivkohle behandelt.
  • Die Ergebnisse dieser Prüfungen des Keimtötungsvermögens sind neben anderen Werten in der folgenden Tabelle für den ersten und zweiten Zusatz der Prüfkulturanteile angegeben. Die weiter angegebene, auf einer synergistischen Wirkung beruhende prozentuale Abtötung wird erhalten, indem man von der prozentualen Abtötung, die von dem Komplex aus quartärer Ammoniumverbindung und Jod erhalten wird, die Gesamtabtötung (in %) abzieht, die (nach Kohlebehandlung) mit der quartären Ammoniumverbindung allein und mit Jod (Lugolsche Lösung) allein erhalten wird. Es sei darauf hingewiesen, daB durch die Kohlebehandlung einer 100 T/M Jod enthaltenden Lösung gemäß USA.-Patentschrift 2 679 533 die Jodmenge auf 5 T/M verringert wird, während die Kohlebehandlung den titrie@baren Jodgehalt der 100 T/M Jod enthaltenden Lugolschen Lösung auf weniger als 2 T/M senkt.
  • In der folgenden Tabelle ist die Summe der bei den beiden Zusätzen von Prüfkulturanteilen erhaltenen prozentualenAbtötung auf Grund einer synergistischen Wirkung als »Synergistische Gesamtabtötung, -1/a« angegeben. Dieser Wert zeigt, in welchem Umfang durch die feste Bindung des Jods an die quartäre Ammoniumverbindung die keimtötende Aktivität verlängert wird.
    Tabelle III
    Prüfung der keimtötenden Wirkung in % abgetöteter Mikroorganismen in 1 Minute
    Zusatz I Zusatz II Syner-
    Quartäre Ammoniumverbindung quartäre quartäre Lugolsche syner- - quartäre q gistische
    uartäre Lugolsche syner- Gesamt-
    gemäß Tabelle I Verbin- Verbin- gistische Verbin- Verbin- gistische abtötun
    dung dung Lösung Abtötung Jung dung Lösung Abtötung g
    J2+C +C +C o/' J2+C +C +C oio Rio
    a 99,8 46 43 10,8 83 0 6 77 87,8
    b 69 18 43 8 43 7 6 30 38
    c 98 42 43 13 42 0 6 36 49
    d 92 27 43 22 37 0 6 31 53
    e 99,1 67 43 -*) 70 14 6 50 50
    f 92 33 43 16 42 0 6 36 52
    9 98 19 43 36 33 18 6 9 45
    i 86 24 43 19 29 0 6 23 42
    j 99,9 38 43 18,9 71 0 6 65 83,9
    k 99,9 10 43 46,9 97 0 6 91 135,9
    Mittel gemäß USA.-Patent-
    schrift 2 679 533, Beispiel 2 95,7 73 43 -*) 73 77 6 -*) -*)
    *) Auf Grund der starken keimtötenden Wirkung der quartären Verbindung als solcher wird hier keine synergistische Wirkung
    erhalten. Bei e jedoch geht die keimtötende Wirkung des Jods in Zusatz Il über, während bei der Zubereitung gemäß Beispiel 2 der
    USA.-Patentschrift 2 679 533 die fortgesetzte Aktivität bei Zusatz II von der quartären Verbindung selbst herrührt, wie die im
    wesentlichen äquivalenten Werte von 73 und 77 zeigen und wie die Abwesenheit von titrierbarem Jod nach Zusatz des zweiten
    Kulturanteils bestätigt.
    3. Prüfung der Stabilität gegenüber Jodverlust durch Verdampfung Weiterhin ist es wichtig, die Stabilität gegen Jodverlust durch Verdampfung zu bestimmen. Hierzu werden Lösungen der verschiedenen Komplexe aus Jod und quartärer Ammoniumverbindung hergestellt, die etwa 1000 T/M Jod enthalten (titrierbar mit einer 0,01n-Natriumthiosulfatlösung). Je 30 cm3 der Prüflösungen gibt man in 250-cm3-Bechergläsern und je 10cm3 zur Kontrolle in mit einem Glasstöpsel versehenen Kolben. Die Bechergläser werden dann gewogen und in ein Wasserbad vors 40' C eingebracht (wobei das Wasser des Bades 1,3 cm über den Flüssigkeitsspiegel. in den Bechergläsern reicht) ; die Kontrollkolben werden in entsprechender Weise in das Wasserbad eingebracht. Nach je 2 Stunden wiegt man die Bechergläser und ersetzt das verdampfte Wasser. Nach 10 Stunden werden aus den Bechergläsern (nach Ergänzung des verdampften Wassers) und aus den Kontrollkolben 2-cm3-Proben @ genommen und auf ihren Jodgehalt titriert.
  • Der Jodverlust der Kontrollproben (in T/M), der nicht auf Verdampfung beruht, wird von dem Jodgehalt der Ausgangslösung (in T/M) abgezogen. Mit dem so erhaltenen Wert als Nenner und der nach 10 Stunden noch in den Bechergläsern enthaltenen Jodmenge (in T/M) als Zähler wird der Prozentsatz an zurückgebliebenem Jod errechnet.
  • Die Versuche wurden mit Jodkomplexen durchgeführt, die jeweils 1 Teil Jod auf 10 Teile der in Tabelle I genannten quartären Ammoniumverbindungen (10-1/o vom Gewicht der letztgenannten) enthielten.
    Tabelle IV
    Beständigkeit gegen Jodverlust durch Verdampfung
    zur Komplexbildung verwendete Anfangs- Jodrestgehalt
    quartäre Verbindung gemäß Jodgehalt, nach
    Tabelle I T/1VI 10 Stunden
    Lösung %
    a 840 98
    b 1025 99
    c 865 73 *@)
    d 1020 95
    e 1050 97
    f 880 76
    g 925 98
    h 1110 98
    i 875 73
    j 1005 95
    k 975 75 *)
    1 875 98
    m 840 97
    n 870 98
    0 970 72 *)
    p 1270 39 *)
    q 940 94
    Mittel gemäß USA.-Patent-
    schrift 2 679 533, Beispiel 2 1138 30
    *) Ein Vergleich der Werte dieser Tabelle mit denjenigen von
    Tabelle I zeigt, daß man bei Erhöhung der Gesamtzahl der
    (CH2CH20)-Gruppen auf 50 und 93 unter den Prüfbedin-
    gungen einen fortschreitend größer werdenden Jodverlust durch
    Verdampfung erhält. Selbst eine Verringerung des Jodgehaltes
    während der 10-Stunden-Prüfung auf 3911/o (wie im Falle von
    Komplex p) stellt eine Stabilität gegen Verdampfungsverluste
    dar, welche die mit anionischen und nichtionischen Trägern
    erzielbare weit überschreitet.
    Mit zunehmender Zahl der (C H2 C H2 O)-Gruppen wird die Toxizität, insbesondere die orale Giftigkeit des Komplexes, fortschreitend geringer. Die Vorteile einer verringerten Giftigkeit können bei vielen Verwendungszwecken alle möglichen Nachteile auf- und überwiegen, die sich aus einer verringerten Stabilität gegen Verdampfung ergeben. In dieser Beziehung sei auch erwähnt, daß bei einigen Anwendungszwecken eine zu feste Bindung des Jods im Komplex, d. h. eine zu hohe Jodzurückhaltung bei der 10-Stunden-Prüfung von Tabelle IV, stören und eine geringere Jodzurückhaltung in diesen Fällen tatsächlich eine vorteilhafte Eigenschaft des Komphxes darstellen kann.
  • In den folgenden Beispielen werden die Herstellung keimtötender Mittel mit den erfindungsgemäßen Komplexen sowie bestimmte charakteristische Eigenschaften derselben beschrieben. Beispiel 1 10 Gewichtsteile Jod werden in 50 Gewichtsteilen der quartären Ammoniumverbindung (a) von Tabelle I gelöst. Der Komplex wird dann in 30.Gewichtsteilen Wasser gelöst, das 10 Gewichtsteile Phosphorsäure enthält. Man erhält ein flüssiges keimtötendes Konzentrat, das zur Herstellung gebrauchsfertiger Lösungen mit Wasser verdünnt werden kann. Eine, solche verdünnte Lösung, die etwa 1000 T/M an titrierbarem Jod enthält, hält mehr als 90°/o ihres titrierbaren Jods zurück, wenn sie, de-z oben- beschriebenen 10stündigen Verdampfungsprüfüng unterworfen wird.
  • Beispiel 2 15g Jod werden durch 15minutiges Rühren bei 45' C in 150 g der quartären Ammoniumverbin-Jung (c) von Tabelle l gelöst. 155g des erhaltenen Komplexes werden mit 465 g gepulvertem Harnstoff vermischt und innig zu einem homogenen Pulver vermahlen. Das Pulver löst sich leicht in Wasser zu keimtötenden Lösungen, die 100 bis 1000 T/M oder andere gewünschte Mengen an titrierbarem Jod enthalten. Eine Probe der pulverförmigen Zubereitung zeigt nach einjähriger Lagerung in einem geschlossenen Behälter keinen Verlust an titrierbarem Jod. Beispiel 3 Man stellt einen Komplex aus 0,1g elementarem Jod und 1,0 g der quartärenAmmoniumverbindung (c) von Tabelle I her, indem man die Bestandteile 1 Stunde bei 50'C verrührt. Der erhaltene Komplex wird in 1000 cm3 destilliertem Wasser gelöst; die Lösung enthält 98,4 T/M an titrierbarem Jod. In 250 cm3 dieser Lösung rührt man nun bei Raumtemperatur 20 Minuten lang 1,8519 a-Cellulosematerial ein, filtriert die Aufschlämmung durch einen Glasfrittentiegel und wäscht mit 50 cm3 destilliertem Wasser. Die zurückbleibende a-Cellulosemasse (Papierbrei) ist tiefgelbgefärbt und enthält 10,5 mg titrierbares Jod.
  • Zum Vergleich wiederholt man diesen Versuch, wobei man als Jodträger an Stelle der quartären Ammoniumverbindung 1,0- g des eingangs erwähnten Kondensationsproduktes von Nonylphenol und Äthylenoxyd verwendet, das 9 bis 10 Mol Äthylenoxyd je Mol Nonylphenol enthält. Nach Komplexbildung mit 0,1 g Jod, Verdünnung mit Wasser und Aufbringen auf das a-Cellulosematerial ist weder titrimetrisch noch hinsichtlich der Färbung des a-Cellulosematerials ein Anzeichen für eine Jodzurückhaltung festzustellen.
  • Die damit gezeigte Eigenschaft des substantiven Aufziehens auf Fasern ist für die erfindungsgemäßen Komplexe charakteristisch, wenn dieselben auf v erschiedeneCellulosefasern, keratinöse Stoffe einschließlich Menschen- und Tierhaar und andere Fasern natürlicher Herkunft aufgebracht werden. Beispiel 4 1,065 g Jodmonochlorid werden in 6,120 g der quartären Ammoniumverbindung (d) von Tabelle I zu einem Komplex gelöst, der bei Titratiön mit 0,1 n-Natriumthiosulfat einen wirksamen Jodgehalt von 18,9 °/a (im Vergleich zu einem theoretischen Wert von 23,2 %) ergibt. Nach 6monatiger Lagerung bei Raumtemperatur erhält man titrimetrisch ein Jodäquivalent von 13,3 %. Beispiel 5 1,411g Jodmonobromid werden mit 11,321g der quartären Ammonitunverbindung (a) von Tabelle I vermischt. Der entstandene Komplex ergibt bei Titration mit 0,01 n-Natriumthiosulfat einen wirksamen Jodgehalt von 11,711/o (Theorie 13,60/0).
  • Die im Beispiel 4 und 5 beschriebenen Jodchlorid-und jodbromid-Komplexe lassen sich leicht in Wasser zu keimtötenden Konzentraten oder gebrauchsfertigen Lösungen auflösen. .
  • Außer für Zubereitungen der oben beschriebenen Art, bei welchen die erfindungsgemäßen quartären Ammoniumverbindungen den einzigen Lösungsvermittler für das Jod darstellen, gelten die Vorteile des dampfdruckerniedrigenden Effektes der. erfindungsgemäßen quartären Amtnoniumverbindungen ebenso für Mittel die außerdem noch einen anderen Lösungsviermittler für das Jod enthalten und bei denen die Gesamtmenge an titrierbarem Jod die Menge der quartären Ammoniumverbindung überschreitet. So wird zum Beispiel bei einer Zubereitung, die ein nichtionisches oder anionisches oberflächenaktives Mittel als Jodophor enthält, durch Zusatz von mehr als 120% einer erfindungsgemäßen quartären Ammoniumverbindung, bezogen auf die Gesamtmenge an Jod, die Verdampfungsgeschwindigkeit des Jods wesentlich verringert. Mit einigen quartären Ammoniumverbindungen erzielt man diese Wirkung bereits bei Mengen von etwa 10% des Gesamtjodgehalts der Zubereitung.
  • Dieser Vorteil der Joddampfdruckerniedrigung durch Zusatz der erfindungsgemäßen quartären Verbindungen gilt auch für die üblichen Jodtinkturen mit oder ohne Natrium- oder Kaliumjodid als Lösungsvermittler. Auch hier nimmt der -Joddampfdruck mit steigendem Mengenverhältnis von quartärer Ammoniumverbindung zur Gesamtjodmenge ab. Daher dürfen solche Tinkturen, wenn eher eine rasche keimtötende Wirkung als eine lange Wirkungsdauer gewünscht wird, keine zu große Menge an quartärer Ammoniumverbindung enthalten.
  • Während in den obigen Beispielen Mittel beschrieben werden, bei denen die Jodmenge etwa 5 bis 50% vom Gewicht der quartären Ammoniumverbindung beträgt, k4nn diese Menge im Bereich von 5 bis 800% oder sogar bis 1000% liegen, wenn das Mittel außerdem noch andere Jodkomplexbildner enthält.
  • Zur Herstellung solcher Mittel kann man entweder den Komplex aus Jod und quartärer Ammoniumverbindung dem anderen Komplexbildner oder die freie quartäre Ammoniumverbindung einer jodhaltigen Zubereitung des anderen Komplexbildners zusetzen, wobei die Menge an quartärer Ämmoniumverbindung mehr als etwa 12% vom Gesamtgewicht des Jods betragen soll.
  • Die folgenden Beispiele erläutern typische Jodzubereitungen, in welchem der Joddampfdruck als Funktion der Komplexbildung durch Zusatz kleiner Mengen an quartärer Ammoniumverbindung gelenkt wird. Beispiel 6 Es wird ein keimtötendes Mittel folgender Zusammensetzung hergestellt, das Jod in Form eines Komplexes mit nichtionischen oberflächenaktiven Mitteln enthält:
    Teile
    Nichtionisches oberflächenaktives Mittel
    der Zusammensetzung ................ 63,55
    H O - (C2 H4 O) x (C3 H6 0) y
    (C.H40)x,-H, worin das Molekular-
    gewicht von (C3 H6 0)s, gleich 1501 bis
    1800 und die die Indizes x und x` auf-
    weisenden Reste zusammen 50 bis
    60 Gewichtsprozent der Verbindung
    ausmachen
    (Typenbezeichnung Pluronic L-65)
    Nonylphenol-äthylenoxyd-Kondensat mit
    einem Gehalt an 10 bis 11 Mol Äthylen-
    oxyd je Mol Nonylphenol ............ 10,0
    Jod ................................ 13,41
    H Cl (28%) ........................... 1,87
    Isopropylalkohol ....................... 11,17
    Zuerst wird das Jod bei 50° C in den vereinigten oberflächenaktiven Mitteln gelöst und die Lösung dann mit den restlichen Bestandteilen zu einer dunkelgefärbten klaren flüssigen Zubereitung A vermischt, in welcher das Jod in Komplexform mit den beiden nichtionischen oberflächenaktiven Mitteln vorliegt. Diese Zubereitung enthält etwa 10% titrierbares Jod.
  • Eine zweite Zubereitung, B, ,wird hergestellt, indem man in 97,5 Gewichtsteilen der Zubereitung A 2,5 Gewichtsteile der quartären Ammoniumverbindung (h) von Tabelle I löst. Der Jodgehalt dieser Zubereitung beträgt 4000% vom Gewicht der anwesenden quartären Ammoniumverbindung (h).
  • Eine dritte Zubereitung, C, wird hergestellt, indem man in 95 Gewichtsteilen der Zubereitung A 5 Gewichtsteile der quartären Ammoniumverbindung (h) von Tabelle I löst. Der Jodgehalt dieser Zubereitung beträgt 2000/a vom Gewicht der anwesenden quartären Ammoniumverbindung (h).
  • Aus den Zubereitungen A, B und C werden Prüflösungen hergestellt, indem man sie mit destilliertem Wasser auf einen titrierbaren Jodgehalt von 100 UM verdünnt; eine vierte Prüflösung, D, wird durch Auflösen von Jod in destilliertem Wasser auf eine Konzentration von 100 T/M hergestellt.
  • In getrennte 250-cm3-Bechergläser gibt man 25-cm3-Anteile der Prüflösungen A, B, C und D (100 T/M Jod) und läßt Jod verdampfen, indem man die Bechergläser unbedeckt 5 Stunden auf 40° C hält. Die Lösungen werden dann mit 0,01 n-Natriumthiosulfat auf ihren Restgehalt an Jod titriert. Ergebnisse:
    Probe Restmenge an Jod,
    T/M-Lösung
    A 2
    B 7
    C 11
    D 0
    Diese Werte zeigen, daß zwar die nichtionischen Jodkomplexe der Zubereitung A eine gewisse Stabilisierung des Jods gegen Verdampfung ergeben, die kleinen Mengen der quartären Ammoniumverbindung, die in den Zubereitungen B und C komplex an Jod gebunden vorliegen, die Verdampfung dagegen deutlich verringern, wobei dieser Effekt mit steigender Menge der quartären Ammoniumverbindung stärker wird. -Beispiel 7 Eine Jodzubereitung wird hergestellt, indem man 2,1 g Naj und 1,8 g Jod in insgesamt 10 cm3 Wasser löst. Durch Auflösen von 0,3 g der quartären Ammoniumverbindung (a) von Tabelle I in Äthanol stellt man 90 cms einer alkoholischen Lösung her, die mit der wäßrigen Jodlösung vereinigt wird. Man erhält dabei ein Mengenverhältnis von Jod zu quartärer Ammoniumverbindung von 6:1 (6000/a Jod, bezogen auf das Gewicht der quartären Ammoniumverbindung), und diese geringe Menge an quartärer Ammoniumverbindung senkt den auf Verdampfung beruhenden Jodverlust in dem Konzentrat wie in wäßrigen Verdünnungen desselben.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Keimtötendes Mittel mit einem Gehalt an einem Komplex aus Jod und einer quartären Ammoniumverbindung, dadurch gekennzeichnet, daß die quartäre Ammoniumverbindung die Zusammensetzung besitzt, worin zumindest einer der Substituenten R1 und R3 eine unverzweigte, gesättigte Alkylgruppe mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen, zumindest einer der Substituenten R2 und R3 eine (C H2 C H2 O) y - H-Gruppe, wobei der Gesamtwert y der Substituenten P.2 und R3 eine ganze Zahl von 2 bis 200 ist, R3 gegebenenfalls einen niederen Alkyl-, Phenyl-oder Benzylrest, R4 einen niederen Alkyl-, Benzyl-oder substituierten Benzylrest und X einen salzbildenden anionischen Rest bedeutet.
  2. 2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die quartäre Ammoniumverbindung der Zusammensetzung entspricht, worin y und y' eine ganze Zahl von 2 bis 200, R einen niederen Alkyl-, Benzyl- oder substituierten Benzylrest und X einen salzbildenden anionischen Rest bedeutet.
  3. 3. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die quartäre Ammoniumverbindung der Zusammensetzung entspricht, worin y eine ganze Zahl von 2 bis 200, R einen niederen Alkyl-, Benzyl- oder substituierten Benzylrest und X einen salzbildenden anionischen Rest bedeutet. 4. Mittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die im Komplex enthaltene Jodmenge 5 bis 50 % vom Gewicht der quartären Ammoniumverbindung beträgt. 5. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich an sich bekannte Jodkomplexe anionischer oder nichtionischer oberflächenaktiver Mittel oder auf andere an sich bekannte Weise in Lösung gebrachtes Jod enthält. 6. Mittel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß es eine quartäre Ammoniumverbindung gemäß Anspruch 1 in Mengen von mehr als 12 °/, der Gesamtmenge an Jod enthält. 7. Mittel nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es feste oder flüssige Verdünnungsmittel enthält, die in wäßrigen Medien sauer reagieren. In Betracht gezogene Druckschriften: »Modern Sanitation«, Bd.
  4. 4, Januar 1952, S. 61 bis 65, und Februar 1952, S. 61 bis 63.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1558258B1 (de) * 1967-03-15 1970-02-19 Idra Pressen Gmbh Vorrichtung zur Steuerung des Druckverlaufes am Einpressteil von Kaltkammer-Druckgiessmaschinen

Non-Patent Citations (1)

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None *

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