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DE1087511B - Verfahren zur Herstellung von Moertel durch Brennen von feinkoernigem OElschiefer - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Moertel durch Brennen von feinkoernigem OElschiefer

Info

Publication number
DE1087511B
DE1087511B DEG11165A DEG0011165A DE1087511B DE 1087511 B DE1087511 B DE 1087511B DE G11165 A DEG11165 A DE G11165A DE G0011165 A DEG0011165 A DE G0011165A DE 1087511 B DE1087511 B DE 1087511B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
furnace
fired
slate
mortar
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG11165A
Other languages
English (en)
Inventor
Gustav Gminder
Helmut Gschwend
Ewald Neveling
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GUSTAV GMINDER FA
EWALD NEVELING
Original Assignee
GUSTAV GMINDER FA
EWALD NEVELING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GUSTAV GMINDER FA, EWALD NEVELING filed Critical GUSTAV GMINDER FA
Priority to DEG11165A priority Critical patent/DE1087511B/de
Publication of DE1087511B publication Critical patent/DE1087511B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/005Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces wherein no smelting of the charge occurs, e.g. calcining or sintering furnaces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Mörtel durch Brennen von feinkörnigem Ölschiefer Schiefer wird bisher zur Gewinnung von Mörtelbindemitteln in hohen Schachtöfen in der Weise gebrannt, daß diesen Öfen von oben gebrochene Schieferblöcke in Schottergröße zugegeben werden. Diese Öfen werden meist ohne Gebläse betrieben, wobei der Schiefer den zur Durchführung des Brennvorgangs erforderlichen Brennstoff bereits enthält. Je nach Höhe des Schachtofens benötigt das zugegebene Material für den Durchsatz durch den Ofen etwa 2 bis 3 Tage. Schon .hieraus ergibt sich, daß diese Brennmethode ziemlich unrationell ist. Es kommt aber noch hinzu, daß dabei keine Möglichkeit der Temperaturregelung besteht und daß deshalb ein Verschlacken des Brenngutes unumgänglich ist. Mit dieser Verschlackung hat man sich bisher abfinden müssen, obwohl dadurch die Ofenbedienung außerordentlich schwierig wird und auch recht mühselige und schwere Arbeit erfordert, müssen doch die Schlackenbrocken im Ofen durch Stangen u. dgl. teilweise von oben her zertrümmert werden, wobei im letzteren Fall der Bedienungsmann den abströmenden Gasen des Schachtofens ausgesetzt ist. Die gebrannten Stücke, die in der zugegebenen Größe, also in Schottergröße anfallen, müssen aus diesem Ofen unten abgezogen werden, was ebenfalls sehr schwierig ist.
  • Die zur Erfindung führenden Versuche haben nun ergeben, daß sich das Verfahren zum Brennen von schieferartigem Gestein im Schachtofen mit wesentlich kleineren und vereinfachten Öfen und mit weit geringeren Umständen durchführen läßt, wenn das Verfahren zur Herstellung von Mörtel durch Brennen von feinkörnigem Ölschiefer in einem bekannten Schachtofen, in welchem Luft von unten zur Bildung einer Wirbelschicht einführbar ist, so durchgeführt wird, daß der @:rärmeaufwand allein durch den Ölgehalt des Schiefers gedeckt, der Ölschiefer am oberen Ofenende zentral in den Ofen eingebracht und die Behandlungsluft derart eingeführt wird, . daß durch die Wirbelschicht praktisch das ganze Ofenvolumen ausgefüllt und der gebrannte Schiefer aus einer im oberen Ofenbereich angeordneten Austragöffnung abgeführt wird.
  • Wenn dann das Brenngut im freien Fall zweckmäßig kontinuierlich zugegeben wird, sinkt es in kaltem Zustand ziemlich tief in die schäumende Masse ein und wird dabei sehr gleichmäßig in dieser verteilt.
  • Die neue Brennweise hat dann noch den weiteren Vorteil, daß das gebrannte Gut praktisch restlos durch eine im Ofenoberteil befindliche, zweckmäßig zum Kühlbehälter führende Öffnung ausgetragen werden kann und nicht mehr am unteren Ofenende abgezogen werden muß. Die abströmenden Verbrennungsgase sorgen dabei automatisch für die Mitnahme der fertiggebrannten Teilchen und fördern diese damit zuin Sammelbehälter, der meist ein Kühlbehälter sein wird, in welchem durch eine entsprechende Zufuhr von kühlenden Mitteln, wie Dampf, für rasche Abkühlung gesorgt wird.
  • Der körnige Schiefer wird in vielen Fällen zweckmäßig mit einem Zuschlag eines körnigen Gesteins aufgegeben, das nicht wie der. Schiefer selbst brennt.
  • Nachstehend wird ein Beispiel für die Möglichkeit der Durchführung des Verfahrens an Hand der zeichnerischen Darstellung eines hierfür verwendeten Ofens näher erläutert.
  • Der in der Zeichnung dargestellte Ofen besteht aus einer unten offenen zylindrischen Ausmauerung 10, die mit einer oberen Abschlußdecke 101 versehen ist. Dieser Ofen hat bei wesentlich größerem Durchsatz als ein normaler Schachtofen von z. B. 18 m Höhe außerordentlich geringe Abmessungen. Es genügt z. B. ein Ofen von etwa 1 m Durchmesser und einer Höhe von etwa 2 m über der Zutrittsstelle der Brennluft.
  • Diese Ofenmauerung, die auch innerhalb eines Eisenkessels vorgesehen sein kann, ruht auf Trägern 11 und Stützen 12. Für die Aufgabe des Brenngutes ist im unteren Teil des Ofens 10 ein trichterförmiger Boden 13 vorgesehen, in den das Rohr 14 für die zuzuführende Brennluft einmündet. Diese Brennluft wird von einem Gebläse mit einem Druck von z. B. 400 bis 500 mm Wassersäule (beim Anheizen wird ein etwas höherer Druck benötigt) einer Verteilerkappe 15, die Kegelform hat, von unten her zugeführt, so daß sie zunächst umgelenkt und dann unter dein unteren Rand der Kegelkappe 15 herumstreichend wieder nach oben geführt wird. Hierdurch wird eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Brennluft im Brenngut erreicht.
  • In der Mitte der Decke 101 ist ein Rohr 16 zentrisch hindurchgeführt, durch daß das Brenngut eingetragen werden kann. Da nach dem neuen Verfahren. sehr feinkörniger Schiefer, z. B. in der Größenordnung zwischen 0 und 3 mm zugeführt wird, kann dies Brenngut von dem Rohr 16 aus im freien Fall von oben her eingetragen werden. Für die kontinuierliche Zufuhr zum Rohr 16 aus einen Vorratsbehälter 17 ist ein an sich bekannter Verteiler mit umlaufendem Trichter 18 und feststehendem Teller 19 verwendet, um den herum das zugeführte Gut in das Rohr 16 gelangt.
  • Der Ofen 10 .hat in seinem oberen Teil eine Auslaßöffnung 20, für die beim dargestellten Beispiel ein Durchmesser von nur 40 cm genügt. Dieser Auslaß 20 mündet in einen an der Seite des Ofens 10 vorgesehenen Behälter 21, in dem das durch die Auslaßöffnung 20 ausgetragene Gut gesammelt wird. Am unteren Ende dieses Behälters 21 ist die Zuführungsleitung 22 einer Düse 23 zu erkennen, durch welche ein Kühlmittel, z. B. Wasserdampf, eingeführt wird. Unter dem trichterförmigen. Ende des Behälters 21 ist eine Austragg:orrichtung vorgesehen, die genau der oben beschriebenen Zuführungseinrichtung 18, 19 entspricht und ebenfalls einen Trichter 24 und einen Teller 25 aufweist.
  • Am unteren Ende des Trichters 13 und im Anschluß an die Austragvorrichtung 24, 15 ist jeweils ein Schneckenförderrohr 26 bzw. 27 vorgesehen, durch welches einerseits das im Notfall auch aus dein Unterende des Ofens 10 auszutragende Gut in den Behälter 21 bzw. das gebrannte und gekühlte Gut aus dem Behälter 21 zur Mühle gefördert wird.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung kann in dein oben beschriebenen Ofen z. B. in der Weise durchgeführt werden, daß zunächst beim Anziehen unter erhöhtem Druck .der zuzuführenden Luft eine gewisse Menge Brenngut entzündet wird und daß darauf so viel Brenngut aufgeschüttet wird, wie es etwa der Höhe h der Zeichnung entspricht, das sind etwa 50 cm über der Spitze des Luftverteilerkegels 15. Danach wird der Ofen so aufgeheizt, daß eine Ofentemperatur zwischen 850 und 900°C auftritt. Die Höhe dieser Temperatur ist im Bedarfsfall zu variieren und besonders jeweils dem Wärmeinhalt des zugeführten Brenngutes anzupassen, der stets in gewissen Grenzen schwanken wird. Bei einem Wärmeinhalt von 800 WE/kg hat sich eine Ofentemperatur von etwa 870°C als besonders günstig erwiesen. Bei der vorgesehenen feinen Körnung des Brenngutes bis zu 10 mm, zweckmäßig jedoch zwischen 0 und 4 mm, und bei einer Brennluftzugabe von 1000 cbm Luft je Tonne zugegebenen Brenngutes und bei der durch die geschilderte Brennluftzufuhr gewährleisteten Verteilung der Brennluft ergibt sich beim Erreichen der richtigen Ofentemperatur ein ständiges Schäumen des eingebrachten Brenngutes, das mit der Zeit so stark wird, daß das aufschäumende Brenngut eine Höhe: entsprechend dem Pfeil H in der Zeichnung erreicht, daß also das im schäumenden Zustand vom Brenngut eingenommene Ofenvolumen ein Mehrfaches des vom ruhenden Gut eingenommenen (h) beträgt. In dieses stark schäumende Brenngut wird dann finit Hilfe der beschriebenen Zugabevorrichtung von oben her im freien Fall kontinuierlich Brenngut nachgeführt, und zwar in dem Maße, wie die durch das Loch 20 abstreichenden Verbrennungsgase fertiggebranntes Gut abführen und im Behälter 21 ablagern. Im Behälter 21 strömt dem herabrieselnden gebrannten Gut ein aus der Düse 23 austretender Dampfstrahl entgegen und sorgt für ausreichende Kühlung. Durch die Austragvorrichtung 24, 25 wird dann das gebrannte körnige Gut mit Hilfe eines Schneckengangs 27 zur Mühle gefördert. In Sonderfällen kann inan auch das iin Trichter 13 angesammelte Brenngut durch den Schneckengang 26 von unten aus dem Ofen abziehen und dem Behälter 21 zuführen.
  • Die dargestellte Form der Einzelteile ist insbesondere bezüglich des Brennrostes 15 nicht bindend, der jeweils der Ofenform und Betriebsweise anzapassen ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Mörtel durch Brennen von feinkörnigem Ölschiefer in einen Schachtofen, in welchen Luft von unten zur Bildung einer Wirbelschicht einfuhrbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmeaufwand allein durch den Ölgehalt des Schiefers gedeckt, der Ölschiefer am oberen Ofenende zentral in den Ofen eingebracht und die Behandlungsluft derart eingeführt wird, daß durch die Wirbelschicht praktisch das ganze Ofenvolumen ausgefüllt und der gebrannte Schiefer aus einer im oberen Ofenbereich angeordneten Austragöffnung abgeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 707 062, 466 190, 445 014; französische Patentschrift Nr. 935 865; USA.-Patentschrift Nr. 2 572 483; L'Industrie Chemique, 1951; Nr. 407.
DEG11165A 1953-03-09 1953-03-09 Verfahren zur Herstellung von Moertel durch Brennen von feinkoernigem OElschiefer Pending DE1087511B (de)

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DEG11165A DE1087511B (de) 1953-03-09 1953-03-09 Verfahren zur Herstellung von Moertel durch Brennen von feinkoernigem OElschiefer

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DE1087511B true DE1087511B (de) 1960-08-18

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DEG11165A Pending DE1087511B (de) 1953-03-09 1953-03-09 Verfahren zur Herstellung von Moertel durch Brennen von feinkoernigem OElschiefer

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1198729B (de) * 1961-07-29 1965-08-12 Rylands Brothers Ltd Maschine zur Befestigung eines Bindedrahtes um ein Buendel

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DE445014C (de) * 1924-08-05 1927-06-01 Arno Andreas Verfahren und Vorrichtung zum Brennen von Zement, Kalk u. dgl. in einem Schachtofen
DE466190C (de) * 1926-05-17 1928-10-02 Geoffrey Martin Dr Schachtofen zum Roesten von Erzen bzw. zum Brennen von Kalk oder Zement
DE707062C (de) * 1938-10-04 1941-06-12 Fried Krupp Grusonwerk Akt Ges Verfahren zur Waermebehandlung von Gut aller Art im Schwebezustand
FR935865A (fr) * 1945-12-28 1948-07-02 Standard Oil Dev Co Méthode perfectionnée de traitement de combustibles
US2572483A (en) * 1947-09-17 1951-10-23 Ernest O Howle Method for expanding perlite

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