DE1087416B - Beruehrungsfreie Spaltdichtung - Google Patents
Beruehrungsfreie SpaltdichtungInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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- F16J15/3408—Sealings between relatively-moving surfaces with slip-ring pressed against a more or less radial face on one member and characterised by parts or details relating to lubrication, cooling or venting of the seal at least one ring having an uneven slipping surface
- F16J15/3412—Sealings between relatively-moving surfaces with slip-ring pressed against a more or less radial face on one member and characterised by parts or details relating to lubrication, cooling or venting of the seal at least one ring having an uneven slipping surface with cavities
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine berührungsfreie Spaltdichung für die Gehäusedurchführung einer umlaufenden
Welle mit einem senkrecht oder konisch zur Wellenachse verlaufenden, vom abzudichtenden
Medium durchströmten Dichtspalt zwischen den parallelen Stirnflächen eines mit der Welle fest verbundenen
Flansches oder Bundes und eines im Gehäuse abgedichteten und axial verschieblichen Dichtringes,
der auf einem ringförmigen Teil seiner dem Dichtspalt abgewandten Stirnfläche dem Druck des abzudichtenden
Mediums ausgesetzt ist. Eine solche Spaltdichtung ist bekannt. Der Dichtring stellt sich dort
unter dem Einfluß von im Dichtspalt auftretenden Wanddrücken des abzudichtenden Mediums und
ferner von entgegenwirkenden, vom genannten Druck herrührenden Schließkräften selbsttätig auf kleinste
Spaltbreite ein.
Bei Erhöhung der Drehzahl der Welle können aber Flansch bzw. Bund und Dichtring infolge unvermeidlicher
Deformationen insbesondere der Welle leicht zur ao Berührung kommen, was verhindert werden muß. Die
Gefahr der Berührung ist insbesondere dann gegeben, wenn die kritische Drehzahl der Welle hoch liegt.
Beim Durchfahren einer solchen hochliegenden kritischen Drehzahl treten Wellenbiegeschwingungen
größerer Amplitude und somit Schrägstellungen des Wellenflansches bzw. -bundes auf, wodurch sehr leicht
die genannte Berührung eintreten kann.
Bei der bekannten Spaltdichtung auf dem Umfang des Dichtringes vorgesehene Schraubendruckfedern
können diesbezüglich keine Abhilfe schaffen, da die Spiralfedern im Sinne der Vermeidung einer Berührung
von Dichtring und Wellenflansch bzw. -bund nur für den Fall zur Wirkung kommen, daß der
Druck des abzudichtenden Mediums auf den genannten ringförmigen Teil der dem Dichtspalt abgewandten
Stirnfläche des Dichtringes im Verhältnis zum Druck im Dichtspalt zu groß wird. Die Gefahr der gegenseitigen
Berührung bei genannten Wellendeformationen od. dgl. ist durch die genannten Federeinrichtungen
nicht beseitigt. Die genannte Spaltdichtung ist also im Bereich der kritischen Wellendrehzahl
nicht als unbedingt berührungsfrei anzusehen.
Um die genannten Nachteile der anfangs beschriebenen Spaltdichtung zu beseitigen oder praktisch zu
beseitigen, wird gemäß der Erfindung für eine solche Dichtung vorgeschlagen, auf der Einströmseite des
Dichtspaltes in der den Dichtspalt begrenzenden Stirnfläche des Dichtringes radial verlaufende Nuten vorzusehen,
die sich nur auf einem Teil der radialen Länge des Dichtspaltes erstrecken. Die Anordnung
solcher Radialnuten hat eine Vergrößerung der Dichtspaltbreite bei steigender Drehzahl der Welle zur
Folge, und zwar aus folgendem Grund:
Berührungsfreie Spaltdichtung
Anmelder:
LICENTIA Patent-Verwaltungs-G.m.b.H.,
Frankfurt/M., Theodor-Stern-Kai 1
DipL-Ing. Hans Linnecken, Essen,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Das in der Nähe der Welle in den Dichtspalt radial einströmende Medium wird durch die Drehung des
Wellenbundes bzw. -flansches normal zur Einströmrichtung, also in Umfangsrichtung, mitgerissen. Hierdurch
wird das Medium aus dem in wellenaxialer Richtung breiten Radialnutraum in den in wellenaxialer
Richtung schmalen Dichtspalt umgelenkt. Der Umlenkwiderstand und somit die Dichtspaltbreite
werden um so größer, je größer die Drehzahl wird. Bei jeder Drehzahl herrscht aber Gleichgewicht zwischein
den auf die Stirnseiten des Dichtringes wirkenden Mediumdruckkräften. Bei höheren Drehzahlen
strömt dann pro Zeiteinheit etwas mehr Medium durch den Dichtspalt, was in Kauf genommen werden muß
und wegen der gemäß der Erfindung für höhere Wellendrehzahlen erreichten Berührungsfreiheit auch
in Kauf genommen werden kann. Bei Steigerung der Drehzahl entfernt sich der Dichtring immer mehr vom
Wellenflansch bzw. -bund. Die Anordnung der Radialnuten hat also eine Vergrößerung des Dichtspaltes bei
steigender Drehzahl zur Folge, so daß die Spaltdichtung gemäß der Erfindung für sämtliche Drehzahlen
der Welle praktisch berührungsfrei arbeitet. Etwaige Wellendeformationen bei höheren Drehzahlen führen
praktisch nicht mehr zur Berührung von Dichtring und Wellenflanschen bzw. -bund.
Es können zusätzlich in der dem Dichtspalt zugekehrten Stirnfläche des Dichtringes in an sich be-
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kannter Weise ring- oder ringsegmentförmige Nuten angeordnet sein, die in der Nähe der Ablaufseite des
Dichtringes liegen und in ebenfalls bekannter Weise mit dem Raum höheren Druckes verbunden sein, wobei
die Verbindung durch leitungen erfolgt, in die ■drosselbare Absperrhähne oder Ventile eingeschaltet
sind. Dies bringt den Vorteil, daß die durch die beschriebene Wirkung der Radialnuten in Abhängigkeit
von der Drehzahl sich einstellende Dichtspaltbreite wunschgemäß oder nach Erfordernis verändert werden
kann. Eine Vergrößerung kann z. B. erforderlich sein, wenn die die Dichtspaltbreite mitbestimmenden, bei
einer fertigen Spaltdichtung unveränderbaren radialen und zirkulären Abmessungen der Radialnuten zu klein
geraten sind, so daß bei einer hohen Drehzahl der Welle die Dichtspaltbreite noch zu klein ist. Hierzu
sei bemerkt, daß die Dichtspaltbreite als Funktion der Drehzahl bei gegebenen genannten Radialnutabmessungen
und gegebener Radiamutenzahl im voraus nicht genau ermittelt werden kann, und zwar insbesondere
wegen der mathematisch nicht genau berechenbaren Strömungsverhältnisse in dem aus den Radialnuten
und dem Dichtspalt bestehenden Strömungsraum und der nicht vorausberechenbaren Reibungsverhältnisse
an der Abdichtung des Dichtringes im Gehäuse.
Bei Anordnung mehrerer ringsegmentförmiger Nuten kann jede dieser Nuten durch eine absperr- und
drosselbare Leitung an den Raum höheren Druckes angeschlossen sein. Biegt sich nämlich die Welle unter
der Last nach einer Seite durch, so wird dadurch der Flansch oder Bund schräggestellt. Für den Fall, daß
die Durchbiegung nach einer Richtung wirkt und nicht mit der Welle umläuft, kann man durch unterschiedliche
Beaufschlagung der ringsegmentförmigen Nuten eine Anpassung des Dichtringes an die Schräglage des
Flansches oder Bundes erzielen.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Spaltdichtung gemäß der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt einer solchen Dichtung, wobei oberhalb der Welle eine andere Ausführung
einer Druckraum-Ringsegmentnut-Verbindung und eine andere Ausführung der Abdichtung des
Dichtringes im Gehäuse als unterhalb der Welle dargestellt ist;
Fig. 2 und 3 zeigen Ansichten des Dichtringes vom Dichtspalt her, wobei gemäß der Fig. 2 ringförmige
und gemäß der Fig. 3 ringsegmentförmige Nuten an der dichtspaltseitigen Stirnfläche des Dichtringes vorgesehen
sind.
Die Welle 1 weist einen festen Bund 2 auf. Ein im dargestellten Schnitt L-förmiger Dichtring 3 mit den
Schenkeln 18 und 19 ist so· gegen das Gehäuse 9, das den abzudichtenden Raum 23 umschließt, abgedichtet,
daß er wellenaxial verschieblich ist. Zur Abdichtung dient entweder eine Berührungsdichtung in Form einer
Packung 10 oder ein Wellrohr 11 nach Art eines Faltenbalges. In der Stirnfläche 17 des axialen Dichtringschenkels
18 befinden sich radial verlaufende Nuten 4, von deren »radialen, zirkulären und axialen
Abmessungen die Spaltbreite 22 des Dichtspaltes 24 beeinflußt wird. Die Wirkung dieser Nuten bei Steigerung
der Wellendrehzahl ist oben ausführlich beschrieben worden. Die Spaltbreite 22 ist der Abstand
zwischen den einander gegenüberliegenden Stirnflächen des Bundes 2 und des Dichtringes 3.
In radialem Abstand von den äußeren Enden der Radialnuten 4 ist auf der Stirnfläche 17 des Dichtringes
3 eine Ringnut 5 angebracht, in die eine oder mehrere Bohrungen 6 münden. Die Bohrungen 6 stehen
über Leitungen 7 und drosselbare Absperrhähne oder Ventile mit dem abzudichtenden Raum 23 höheren
Druckes in Verbindung. Die Ringnut 5 kann auch in Ringsegmentnuten Sa aufgeteilt sein (Fig. 3),
wobei dann an jede Ringsegmentnut 5 a mindestens eine drosselbare Leitung 7 über eine Bohrung
6a (s. Fig. 1) angeschlossen ist. Die Leitungen 7 verbinden den Spalt 24 über die Bohrungen 6 a
mit dem Raum 23. Sie sind an Gehäusebohrungen 6 & angeschlossen. Über ein Ventil 8 kann durch Drosselung
des Durchgangsquerschnittes die Spaltbreite 22 verändert werden. Die Nuten 5 oder Sa können auch
über Bohrungen 12 im Dichtring 3 mit dem Raum 23 verbunden sein. Ein schematisch dargestelltes Ventil
21 dient hier als Drosselorgan.
Der Innendruck des Raumes 23 wirkt auf die dem Dichtungsspalt abgekehrte Stirnseite 20 des axialen
Dichtringschenkels 19 und sucht den Dichtring 3 gegen den Bund 2 zu drücken. Im Dichtspalt 24 stellt sich
bei jeder Drehzahl in radialer Richtung ein anderer Druckverlauf ein, der in entgegengesetzter Richtung
auf den Dichtring 3 wirkt wie der Innendruck. Der Druckverlauf im Dichtspalt 24 hängt bei einer Drehzahl
auch von den Abmessungen der Radialnut 4 ab. Bei jeder Drehzahl stellt sich die Spaltbreite 22 so ein,
daß Gleichgewicht zwischen der gesamten axialen Druckkraft des durch den Dichtspalt strömenden
Mediums und der vom Innendruck auf die Stirnseite 20 ausgeübten Axialkraft herrscht. Nach Erreichen
dieses Gleichgewichtszustandes steht der Dichtring 3 bei jeder Drehzahl wieder still. Bei Drehzahlerhöhung
wird die Dichtspaltbreite auf Grund der beschriebenen Wirkung der Radialnuten (Umlenkwiderstand) größer.
Durch öffnen der Ventile 8 oder 21 kann zusätzlich
Gas oder Flüssigkeit in die Ringnuten 5 bzw. Ringsegmentnuten Sa strömen. Es entsteht ein Stau im
Dichtspalt 24. Dadurch stellt sich ein größerer Dichtspalt 24 ein als bei geschlossenen Leitungen 7. Hierdurch
können also z. B. Mißverhältnisse der Abmessungen der Nuten 4 zur Größe der dichtspaltseitigen
Stirnflächen des Dichtringes 3 nachträglich korrigiert werden.
Claims (3)
1. Berührungsfreie Spaltdichtung für die Gehäusedurchführung einer umlaufenden Welle mit
einem senkrecht oder konisch zur Wellenachse verlaufenden, vom abzudichtenden Medium durchströmten
Dichtspalt zwischen den parallelen Stirnflächen eines mit der Welle fest verbundenen
Flansches oder Bundes und eines im Gehäuse abgedichteten und axial verschieblichen Dichtringes,
der auf einem ringförmigen Teil seiner im Dichtspalt abgewandten Stirnfläche dem Druck des abzudichtenden
Mediums ausgesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Einströmseite des Dichtspaltes
(24) in der den Dichtspalt (24) begrenzenden Stirnfläche (17) des Dichtringes (3) radial verlaufende
Nuten (4) vorgesehen sind, die sich nur über einen Teil der radialen Länge des Dichtspaltes
(24) erstrecken.
2. Berührungsfreie Wellendichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich
in der dem Dichtspalt (24) zugekehrten Stirnfläche (17) des Dichtringes (3) in an sich bekannter
Weise ring- oder ringsegmentförmige Nuten (5, 5 a) angeordnet sind, die in der Nähe
der Ablaufseite des Dichtspaltes (24) liegen und in ebenfalls bekannter Weise mit dem Raum (23)
höheren Druckes verbunden sind, wobei die Verbindung durch Leitungen (7) erfolgt, in die
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drosselbare Absperrhähne oder Ventile (8., 12) eingeschaltet sind.
3. Berührungsfreie Wellendichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung
mehrerer ringsegmentförmiger Nuten (5 a) jede dieser Nuten (Sa) durch eine absperr- und
drosselbare Leitung (7) an den Raum (23) höheren Druckes angeschlossen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 451079, 524 515,
026;
schweizerische Patentschrift Nr. 181325; französische Patentschrift Nr. 610 942;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1683 969;
deutsche Patentanmeldung L 13801 XII/47 f (bekanntgemacht
am 31. 12. 1953).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL20965A DE1087416B (de) | 1955-01-24 | 1955-01-24 | Beruehrungsfreie Spaltdichtung |
| CH338336D CH338336A (de) | 1955-01-24 | 1956-01-06 | Berührungsfreie Wellendichtung |
| GB2357/56A GB822467A (en) | 1955-01-24 | 1956-01-24 | Contact-free shaft-seals |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL20965A DE1087416B (de) | 1955-01-24 | 1955-01-24 | Beruehrungsfreie Spaltdichtung |
| DE822467X | 1955-01-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1087416B true DE1087416B (de) | 1960-08-18 |
Family
ID=29403422
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL20965A Pending DE1087416B (de) | 1955-01-24 | 1955-01-24 | Beruehrungsfreie Spaltdichtung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1087416B (de) |
| GB (1) | GB822467A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19950705A1 (de) * | 1999-10-21 | 2001-04-26 | Volkswagen Ag | Gas-Gleitringdichtung |
| DE10217181A1 (de) * | 2002-04-18 | 2003-11-13 | Zimmer Ag | Vorrichtung zur Begrenzung von Leckströmen an gelagerten Wellendurchführungen |
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1955
- 1955-01-24 DE DEL20965A patent/DE1087416B/de active Pending
-
1956
- 1956-01-24 GB GB2357/56A patent/GB822467A/en not_active Expired
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| DE10217181B4 (de) * | 2002-04-18 | 2004-03-04 | Zimmer Ag | Vorrichtung zur Begrenzung von Leckströmen an gelagerten Wellendurchführungen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB822467A (en) | 1959-10-28 |
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