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DE1085023B - Steuereinrichtung fuer Gruppenstichnaehmaschinen - Google Patents

Steuereinrichtung fuer Gruppenstichnaehmaschinen

Info

Publication number
DE1085023B
DE1085023B DEM27322A DEM0027322A DE1085023B DE 1085023 B DE1085023 B DE 1085023B DE M27322 A DEM27322 A DE M27322A DE M0027322 A DEM0027322 A DE M0027322A DE 1085023 B DE1085023 B DE 1085023B
Authority
DE
Germany
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counter
program
contact
feed
roller
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM27322A
Other languages
English (en)
Inventor
Guenter Myska
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GM Pfaff AG
Original Assignee
GM Pfaff AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GM Pfaff AG filed Critical GM Pfaff AG
Priority to DEM27322A priority Critical patent/DE1085023B/de
Publication of DE1085023B publication Critical patent/DE1085023B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B33/00Devices incorporated in sewing machines for supplying or removing the work
    • D05B33/003Devices incorporated in sewing machines for supplying or removing the work by equal steps of adjustable length, e.g. for automatically positioning successive buttonhole locations

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Steuereinrichtung für Gruppenstichnähraaschinen DieErfindung betrifft eineEinrichtung fürGruppenstichnähnlaschinen zur selbsttätigen Steuerung des Vorschubes des bzw. der Werkstücke relativ zu den Stichbildewerkzeugen zwischen den einzelnenBearbeitungsvorgängen.
  • Steuergeräte, die entweder den Ablauf des Nähvorganges oder auch den Werkstücktransport zwischen den einzelnen Bearbeitungsvorgängen steuern, und zwar auf elektrischem oder auf mechanischem Wege, sind an sich bekannt. Diese Einrichtungen sind jedoch nur zur Steuerung bestimmter Einzelvorgänge vorgesehen und daher nur für die jeweils vorgesehenen ganz speziellen Zwecke anwendbar.
  • So ist schon eine automatische Maschine zum Steppen von Steppdecken bekanntgeworden, die zwei übereinander angeordnete, im rechten Winkel zueinander bewegliche Schlitten aufweist, wobei auf dem oberen Schlitten das Werkstück befestigt ist. Die Steuerung erfolgt mittels eines Lochbandes, auf dem die Bewegungen der Schlitten und die Halte- und Laufzeiten der Nähmaschine bzw. der Nähmaschinen aufgetragen sind. Die Aufzeichnungen auf dem Lochband werden elektrisch auf elektromagnetische Einrichtungen zur Betätigung der Schlitten der Nähmaschine bzw. der Nähmaschinen übertragen. Bei dieser Einrichtung wird also das Werkstück schrittweise zur Bildung von Stichen unter der Nadel der Nähmaschine vorgeschoben. Die Schritte werden durch ein Zahn-Ratschen-Getriebe ausgelöst, das nicht trägheitsfrei arbeitet. Für einen schnellen Vorschub des Werkstückes zwischen den einzelnen Bearbeitungsvorgängen der Näh- maschine ist eine solche Einrichtung nicht geeignet. Schließlich ist zur Steuerung des Vorschubes immer erst eine entsprechende Eintragung in einem Lochband erforderlich.
  • Bei einem anderen bekannten Nähmaschinenantrieb ist eine Stichzahlvorwähleinrichtung vorgesehen, bei der durch Betätigung einer Wählscheibe eine bestimmte Stichzahl gewählt werden kann. Hier handelt es sich also um die Steuerung der Stichbildewerkzeuge selbst, insbesondere von 'Zweinadelnähmaschinen, um bei einer ausgekuppelten Nadel mit der anderen Nadel weiternähen zu können, und zwar eine vorausbestimmbare Stichzahl. Hierzu bedurfte es einer Haupt- und einer Hilfsantriebsvorrichtung, die über ein Schrittschaltwerk entsprechend der getätigten Vorwahl so gesteuert werden, daß der Hilfsantrieb bei Auslösung des durch die Wählscheibe eingestellten Schrittschaltwerkes die Nähmaschine so lange weitertreibt, bis die vorgewählte Stichzahl beendet ist.
  • Demgegenüber soll das Steuergerät gemäß der Erfindung in der Lage sein, sowohl den Vorschub des Werkstückes relativ zu den Stichbildewerkzeugen als auch den Einsatz der Bewegung der Stichbildewerkzeuge zu steuern. Die Folge der Vorschübe und der Einsätze der Bewegung der Stichbildewerkzeuge soll beliebig vorwählbar sein, und zwar bezüglich Anzahl und Entfernung der durchzuführenden Bewegungen. Außerdem muß die Nähmaschine nach Ablauf des vorgewählten Programms selbsttätig außer Betrieb gesetzt werden können.
  • Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch eine Einrichtung für Gruppenstichnähmaschinen zur selbsttätigen Steuerung des Vorschubes des bzw. der Werkstücke relativ zu den Stichbildewerkzeugen zwischen den einzelnen Bearbeitungsvorgängen in beliebig vorwählbarer Folge des Vorschubes bezüglich Anzahl und Entfernung sowie der Einschaltung der einzelnen Arbeitszyklen und der Außerbetriebsetzung der Näh- maschine nach Ablauf des vorgewählten Programms mit einem Zählwerk, einem von zwangläufig bewegten Teilen der Nähmaschine gesteuerten Impulsgeber und einem dem Zählwerk vorgeschalteten Auswahlschalter wobei erfindungsgemäß das Zählwerk mit elektronischeu Dekadenzählstufen ausgerüstet ist und der diesem Zählwerk vorgeschaltete Auswahlschalter als Programmwalze ausgebildet ist, weiterhin diese Programmwalze durch ein elektrisch und/oder mechanisch von dem Zählwerk gesteuertes Schaltwerk weiterschaltbar ist, wobei schließlich als Impulsgeber für das Zählwerk eine von einem Lichtsender unter Zwischenschaltung einer von zwangläufig bewegtenTeilen der Vorschubeinrichtung der Nähanlage gesteuerten Lochscheibe beaufschlagte lichtelektrische Zelle vorgesehen ist.
  • Die Erfindung arbeitet also nach dem Prinzip, die jeweilige Bewegung des Werkstückes in Teilstreckeneinheiten zu zerlegen, wobei diese in an sich bekannter Art von einem Zählwerk bzw. Zählwerken gezählt werden.
  • Die verwendeten Zählwerke, Impulsgeber und Auswahlschalter, ersbesondere die erstgenannten, sind an sich dem allgemein bekannten Stand der Technik auf dem Gebiet der elektronischen Steuerung zuzurechnen und wurden demgemäß schon zur Lösung der verschiedensten Aufgaben herangezogen. Die vorliegende Erfindung macht jedoch von diesen Schalt- und Steuermitteln in einer neuen Kombination Gebrauch, die die Möglichkeit eines vollautomatischen und in beliebiger Weise bezüglich des Abstandes der einzelnen Bearbeitungsstellen vorwählbaren Werkstückxorschubes bei Nähmaschinen mit an sich selbsttätigen Arbeitszyklen bietet.
  • Auf der Programmwalze kann eine zusätzliche Kontaktbahn angeordnet sein, die das Wiedereinschalten des Motors nach Ablauf des Arbeitsprogramms verhindert.
  • Vorzugsweise sind die Programmwalzen auswechselbar. Weiterhin kann die Kontaktzahl in den einzelnen Kontaktbahnen am Umfang der Programmwalze veränderbar sein.
  • Weitere Merkmale der Erfindung und Einzelheiten der durch dieselbe erzielten Vorteile ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung einer in der Zeichnung schematisch wiedergegebenen beispielsweisen Ausbildungsform der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung, insbesondere deren Schaltung.
  • Die Steuereinrichtung setzt sich aus einer Reihe von Hauptbestandteilen zusammen, nämlich aus einemAntrieb 1 für den Vorschub des Werkstückes, einer damit gekuppelten -und ein elektronisches Zählwerk 3 steuernden Lochscheibe 2, einer Programmwalze 4 mit einem elektromagnetischenSchaltwerk5, einemSchaltrelais 6 für den Vorschubantrieb 1, einem Anlaßrelais 7, einem vom Werkstückklemmhebel der Knopflochnähmaschine betätigten Kontakt 8, einem Anlaßmagneteng zum Anlassen der Nähanlage sowie schließlich einem Hauptschalter 10.
  • Der Vorschubantriebsmotor 1 trägt auf seiner Welle 11 eine Schnecke 12, die mit einem Zahnrad 13 im Eingriff steht. Dieses ist im dargestellten Beispiel über eine Welle 14 mit einem Zahnritzel 15 verbunden, das seinerseits im Eingriff mit einer Zahnstange 16 steht, die Bestandteil derWerkstückeinspannvorrichtung ist. Bei 17 ist das Werkstück angedeutet, bei 18 die Nadel der Nähmaschine. Auf der Welle 14 ist weiterhin die bereits erwähnte Lochscheibe 2 angeordnet, die an ihrem Umfang mit Löchern bzw. Schlitzen 19 versehen ist, die in gleichmäßigem Abstand angeordnet sind. Die Lochscheibe unterbricht periodisch den auf eine fotoelektrische Zelle 20 gerichteten Lichtstrahl einer Lichtquelle 21 während der Vorschubbewegung des Werkstückes 17 und wirkt so als Impulsgeber für das elektronische Zählwerk 3. Das den Vorschubantrieb 1 steuernde Schaltrelais 6 ist mit zwei Elektromagneten 22 und 23 ausgerüstet, die über einen Hebel 24 mit einer Schaltklinke 25 bzw. einen Hebel 26 mit einer Schaltklinke 27, wenn sie an Spannung gelegt werden, das Schaltzahnrad 28 um je einen Zahn weiterschalten. Die Hebel 24 und 26 stehen weiterhin unter dem Einfluß von Rückstellfedern 29 bzw. 30. Bei Schaltung des Schaltzahnrades 28 wird über eine Schaltwelle 31 die Kontaktzunge 32 jeweils auf eine Ein-bzw. eine Ausschaltung gedreht. In der dargestellten Stellung befindet sich die Kontaktzunge 32 gerade in ihrer Ausschaltstellung. Das Anlaßrelais 7 ist als Verzögerungsrelais ausgebildet, dem gegebenenfalls ein Kondensator 33 hoher Kapazität parallel geschaltet ist. Der Relaiskontakt 34 des Anlaßrelais 7 schließt den Stromkreis des Anlaßmagneten 9, der im dargestellten Beispiel jeweils den nächsten vorgewählten Arbeitsvorgang der Stichbildewerkzeuge auslöst. Der Kontakt 8 wird, wie schon ausgeführt, vom Werkstückklemmhebel 35 der nicht weiter dargestellten Knopflochnähmaschine betätigt. Eine Anlaßtaste 36 ermöglicht die Auslösung des ersten Bearbeitungsvorganges -. während die weiteren Bearbeitungsvorgänge alle selbsttätig entsprechend dem mit der Programmwalze 4 gewählten Programm ablaufen.
  • Das elektronische Zählwerk 3 ist beispielsweise mit drei Dekadenzählröhren 37, 38 und 39 bestückt. Der Netzanschluß des Zählwerkes 3 er-folgt über den Stekker 40.
  • Zur Erläuterung sei ausgeführt, daß die Dekadenzählröhren die Zählung einer ganzen Dekade mit gleichzeitiger optischer Anzeige ermöglichen. Der in diesen bandförmig ausgebildete Elektronenstrahl kann zehn stabile Stellungen einnehmen, wobei an zehn verschiedenen Stellen des als Leuchtschirm ausgebildeten Glaskolbens Leuchtstriche entsprechend den Ziffern 0 bis 9 angezeigt werden. jeder Impuls, der an den Eingang der Röhre gelangt, rückt den Kathodenstrahl um eine Stellung weiter, bis er schließlich von 9 auf 0 zurückspringt und dabei seinerseits einen Impuls an den Eingang der nächsten Dekadenzählröhre weitergibt. Bei dem beispielsweise gewählten Zählwerk mit drei Dekadenzählröhren gehen nach Erreichen der Zahl 999 beim nächsten Impuls sämtliche Zählröhren auf 0 zurück. Der dabei ausgelöste Impuls der letzten Röhre steht zur Steuerung irgendwelcher anderer Vorgänge zur Verfügung, im vorliegenden Falle wird der Kontakt 41 eines im Zählwerk vorgesehenen Relais geschlossen. Soll dies nach einer vorgegebenen Zahl von Impulsen, die die Eingänge der Röhren erreichen, erfolgen, so muß also vorher eine der entsprechenden Komplementärzahlen entsprechende Anzahl von Impulsen auf das Zählwerk gegeben werden. Soll beispielsweise nach dem 35. Impuls der Relaiskontakt 41 geschlossen werden, dann müssen die drei Dekadenröhren vor Beginn der Zählung auf die Zahl 1000-35 965 eingestellt werden.
  • jeder stabilen Kathodenstrahlstellung einer Dekadenzählröhre entspricht ein bestimmtes elektrisches Potential an der Ablenkplatte und der Anode der Zählröhre. Demgemäß sind in den handelsüblichen Zählwerken Spannungsteiler vorgesehen. Die mit den Ab- griffen dieser Spannungsteiler verbundenen Leitungen werden erfindungsgemäß mit dem elektronischen Zählwerk herausgeführt. Die der Dekadenzählröhre 37 zugeordneten Leitungen sind mit a, die der Röhre 38 zugeordneten Leitungen mit b, die der Röhre 39 zugeordneten Leitungen mit c bezeichnet. Die Indizes 1 bis 10 an den einzelnen Leitungen bedeuten die Komplementärziffern, also die Ziffern, die die vorzuwählende Zahl im Zählwerk ergeben. Zur Schaltung des Zählwerkes wird erfindungsgemäß eine Programmwalze 4 verwendet, die im Ausführungsbeispiel drei Kontaktbahnen 42, 43 und 44 mit Schaltzungen 45, 46 und 47 aufweist. Die Schaltzungen sind auf einer gemeinsamen Schaltwelle 48 angeordnet und werden durch das elektromagnetische Schaltwerk 5 im Uhrzeigersinn weitergeschaltet. Im Ausführungsbeispiel soll das Steuergerät dem Werkstück einen Vorschub von nacheinander 35, 70, 90, 78 und 120 mm erteilen. Hierzu werden die entsprechenden Leitungen des Zählwerkes mit den entsprechenden Kontakten der Programmwalze verbunden. Für die erste Dekade also die Leitungen c., C., C" für die zweite Dekade die Leitungen b., b2) b3' b71 b9 und für die dritte Dekade die Leitungen a., al. Die Programmwalze kann selbstverständlich beliebig viele Kontakte in einer Kontaktbahn aufweisen, so daß eine beliebige Anzahl von Vorschubbewegungen gewählt und gesteuert werden kann. Am einen Ende der Schaltwelle 48 der Programmwalze 4 ist ein Klinkenschaltrad 49 angebracht, das über einen Hebel 50 und einer an diesem angeordneten Schaltklinke 51 durch den Elektromagneten 52 des Schaltwerkes 5 weitergeschaltet wird. Zur Einstellung des Hubes des Hebels 50 ist ein Anschlag 53 vorgesehen, da der Hub ja bei Programmwalzen mit verschiedener Kontaktzahl verschieden eingestellt werden muß. Vom Hebel 50 wird außerdem ein dreipoliger Schalter 54 betätigt. Bei Schließen der Kontaktfedern 55 und 56 durch den Hebel 50 werden alle Zählröhren auf Ziffer 9 gestellt, womit angezeigt wird, daß die Kontakte der Programmwalze in Ordnung sind. Bei Schließen des Kontaktes zwischen der mittleren Kontaktfeder55 und der Kontaktfeder 57 des Kontaktes 54 erfolgt das Umschalten der Zählröhren auf die von der Programmwalze 4 vorgewählten Ziffern.
  • Eine weitere Kontaktbahn 58 auf der Programmwalze 4 dient dazu, den Kontakt 8 bei bestimmten vorgewählten Stellungen der Programmwalze 4 kurzzuschließen, wie dies z. B. bei Stellung der Kontaktzunge 59 auf dem Kontakt 60 im gezeigten Beispiel der Fall ist.
  • Nachstehend soll die Wirkungsweise des Steuergerätes bei Ablauf eines Arbeitsvorganges erläutert werden. Der Schalter 10 ist eingeschaltet, befindet sich also in der dargestellten Stellung. Die Knopflochnähmaschine befindet sich in Ruhestellung, der Kontakt 8 ist geschlossen. Es liegt also über die Klemmen 61, 62, den Schalter 10 und den Kontakt 8 Spannung an der Magnetspule22 des Schaltrelais6. Die Schaltzunge32 befindet sich in einer ihrer Aus-Stellungen.
  • Das elektronische Zählwerk ist ebenfalls eingeschaltet. Die Kontaktzungen45, 46, 47 und 59 der Programmwalze 4 befinden sich zunächst um einen Kontakt zurück (entgegen dem Uhrzeigersinn) auf den Positionen »0<#. Der Hebel 50 befindet sich in seiner höchsten Stellung, die Kontakte der Programmwalze 4 sind mit den entsprechenden Vorwählerleitungen a, b und c in der Weise verbunden, daß Knopflöcher in den Ab- ständen 35, 70, 90, 78, 120 mm nacheinander genäht werden.
  • Nach Einlegen des Werkstückes 17 wird die Anlaßtaste 36 kurzzeitig gedrückt. Der Anlaßmagnet 9 wird damit über die Kontakte 63 und 64 der Anlaßtaste 36 an Spannung gelegt, der nicht dargestellte Einschalthebel der Knopflochnähmaschine betätigt, diese beginnt zu arbeiten.
  • Weiterhin wurden bei Drücken der Taste 36 die Kontakte 65, 66 geschlossen und die Kontakte 67, 68 geöffnet. Es wurde also auch die Magnetspule 52 an Spannung gelegt, der Schalthebel 50 nach unten gezogen und damit die Programinwalze aus ihrer 0-Stellung in die in der Zeichnung dargestellte Lage gedreht. Die Schalter 45, 46, 47 sind nun also mit den Zählwerkleitungen a.' b. und c. verbunden. Weiterhin wurde der Kontakt zwischen den beiden Kontaktfedern 55 und 56 geschlossen. Die Dekadenzählröhren 37, 38 und 39 zeigen jeweils die Ziffer 9 an. Nach Auslassen des Anlaßknopfes 36, also öffnen der Kontakte 65, 66, ist die Magnetspule 52 wieder ohne Spannung, der Hebel 50 wird durch die Wirkung der Feder 69 nach oben gezogen, die Schaltklinke 51 ratscht um das Klinkenrad 49, ohne die Programmwalze 4 zu betätigen. Die Kontaktfedern 55, 57 werden geschlossen, die Dekadenzählröhren 37, 38 und 39 zeigen die vorgegebene a Zahl, in diesem Falle »965«, an.
  • Nach Einschalten der Knopflochnähmaschine geht deren Werkstückklemmhebel 35 in eine Stellung, in der der Kontakt 8 geöffnet wird. Die Magnetspule 22 des Schaltrelais ist ohne Spannung, die Schaltklinke25 ratscht um das Schaltzahnrad 28, ohne die Kontaktzunge 32 zu betätigen, die nach wie vor in ihrer Aus-Stellung steht. Nach Beendigung des ersten Arbeitsganges wird der Kontakt 8 durch den Hebel 35 wieder geschlossen, die Magnetspule 22 wird an Spannung gelegt, die Schaltzunge 32 um eine Schaltstellung weiterbewegt auf ihre nächste Ein-Stellung. Der Vorschubantrieb 1 beginnt zu laufen, das Werkstück 17 wird verschoben, jedes der Löcher 19 in der Lochscheibe 2 erzeugt einen Impuls, die im elektronischen Zählwerk 3 gezählt werden. Dabei entspricht jeder Impuls einem bestimmten Vorschubweg, der sich aus der Anzahl der Löcher auf der Lochscheibe bestimmen läßt. Da die Zählröhren 37, 38 und 39 die Vorgabeziffer »965 « anzeigen, werden nach Abzählung von fünfunddreißig Impulsen die Zählröhren beim übergang von der Ziffer 9 auf die Ziffern »0« den Relaiskontakt 41 schließen. Die Magnetspule 23 des Schaltrelais 6 erhält Spannung, die Kontaktzunge 32 wird auf ihre nächste Aus-Stellung bewegt, der Vorschubantrieb 1, zweckmäßigerweise mit einer Momentbremse ausgerüstet, kommt augenblicklich zum Stillstand. Weiterhin wurde das Anlaßrelais 7 an Spannung gelegt und der Kondensator 33 aufgeladen, der seinerseits seine Ladung anschließend an die Spule des Relais 7 abgibt. Der Relaiskontakt 34 wird verzögert geschlossen; schließlich erhält über die nun geschlossenen Kontakte 67,68 der Drucktaste 36 die Magnetspule 52 Spannung, die Schaltzungen 45, 46, 47 und 59 der Programmwalze 4 werden im Uhrzeigersinn um einen Kontakt weitergeschaltet, die beim gewählten Beispiel mit den Zählwerkleitungen a0, b7, C 0 verbunden wurden. Die Zählröhren 37, 38, 39 zeigen nun die für den nächsten Vorschub nötige Komplementärzahl 930 an.
  • Der Kontakt 34 des Relais 7, der parallel zu den Kontakten 63, 64 der Taste 36 liegt, schließt den Stromkreis des Anlaßmagneten 9, die Knopflochnähmaschine beginnt mit dem Nähen des zweiten Knopf loches. Der Kontakt 34 übernimmt bis zum Ab- lauf des gesamten Programms die Aufgabe der Auslösung des Anlaßmagneten 9, die zu Beginn des gesamtenArbeitsablaufes von derTaste36, die von Hand gedrückt wird, übernommen wurde. Weiterhin erhält jeweils über die Kontakte 67, 68 die Magnetspule 52 des Schaltwerkes 5 der Programmwalze 4 Spannung.
  • Um zu verhindern, daß nach Beendigung des letzten Nähvorganges der Vorschubantrieb 1 trotz auf 0 geschalteter Zählröhren 37, 38, 39 unbegrenzt weiterläuft, muß der Kontakt 8 durch die Schaltzunge 59 und den Kontakt 60 der Programmwalze kurzgeschlossen werden. Die Magnetspule 22 liegt also auch noch nach Öffnen des Kontaktes 8 an Spannung. Die Kontaktzunge 32 steht auf einer ihrer Aus-Stellungen. Der Motor 1 erhält keinen Strom.
  • Der Hauptschalter 10 ist nur in Uhrzeigerrichtung, also in Richtung des Pfeiles 70 drehbar. Bei Abschalten der ganzen Anlage wird die Magnetspule 22 des Schaltrelais 6 von Spannung getrennt, die auf ihrer Aus-Stellung stehende Schaltzunge 32 wird nicht mehr betätigt. Bevor der Hauptschalter 10 seine Aus-Stellung erreicht, wird über den Kontakt 71 noch einmal ein Spannungsstoß auf die Magnetspule 22 des Relais 6 gegeben, so daß die Schaltzunge 32 auf ihre nächste Ein-Stellung geschaltet wird. Der Vorschubantrieb 1 kann jedoch, da die übrigen Leitungen schon von den Klemmen 61, 62 getrennt sind, nicht mehr anlaufen. Beim Einschalten des Schalters 10 erhält die Magnetspule 22 erneut einen Spannungsstoß, so daß die Schaltzunge 32 wieder in eine Aus-Stellung gelangt. Erst anschließend wird das ganze Gerät angeschaltet. Diese Schaltgänge sind notwendig, da die Magnetspule 22 in der Ruhestellung der Knopflochnähmaschine ständig unter Strom steht.

Claims (2)

  1. PATENTANSIIRCCHF,: 1. Einrichtung für Gruppenstichnähmaschinen zur selbsttätigen Steuerung des Vorschubes des bzw. der Werkstücke relativ zu den Stichbildewerkzeugen zwischen den einzelnen Bearbeitungst> ZD vorgängen in beliebig vorwählbarer Folge des Vorschubes bezüglich Anzahl und Entfernung sowie der Einschaltung der einzelnen Arbeitszyklen und der Außerbetriebsetzung der Nähmaschine nach Ablauf des vorgewählten Programms, mit einem Zählwerk, einem von zwangläufig bewegten Teilen der Nähmaschine gesteuerten Impulsgeber und einem dem Zählwerk vorgeschalteten Auswahlschalter, dadurch gekennzeichnet, daß das Zählwerk mit elektronischen Dekadenzählstufen ausgerüstet ist, daß der diesem Zählwerk vorgeschaltete Auswahlschalter als Programmwalze ausgebildet ist, daß die Programmwalze durch ein elektrisch und/ oder mechanisch von dem Zählwerk gesteuertes Schaltwerk (5) weiterschaltbar ist und daß als Impulsgeber für das Zählwerk eine von einem Lichtsender (21) unter Zwischenschaltung einer von zwangläufig bewegten Teilen der Vorschubeinrichtung (15, 16) der Nähanlage gesteuerten Lochscheibe (2) beaufschlagte lichtelektrische Zelle (20) vorgesehen ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch -ekennzeichnet, daß auf der Programmwalze (4) eine zusätzliche Kontaktbahn (58) angeordnet ist, die das Wiedereinschalten des Motors nach Ablauf des Arbeitsprogramms verhindert. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Programmwalze (4) auswechselbar ist. 4. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch ,gekennzeichnet, daß die Kontaktzahl in den einzelnen Kontaktbahnen (42, 43, 44) am Umfang der Programmwalze (4) veränderbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentanmeldung Sch 15812 VII/52a (bekanntgemacht am 1. 3. 1956) ; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1682 040; französische Patentschrift Nr. 1009 243; »Handbuch der industriellen Elektronik«, Dr. keinhard D r e t z in a n ii, Radio-Foto-Kino-Technik GmbH, Berlin-Borsigwalde, 1954; »Elektrische Zählgeräte«, Siegfried jahn, Lehrmeister-Bücherei, Ed. 704, 1953.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1201462B (de) * 1961-05-18 1965-09-23 Licentia Gmbh Einrichtung zur programmgemaessen Steuerung einer Folge von Arbeitsvorgaengen
DE1242996B (de) 1957-09-26 1967-06-22 Singer Co Stichgruppen-Naehmaschine

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FR1009243A (fr) * 1948-05-28 1952-05-27 Machine automatique à piquer les couvre-pieds et ouvrages analogues
DE1682040U (de) * 1953-11-07 1954-08-26 Max Schwab Stichzahl-vorwaehlereinrichtung fuer naehmaschinenantriebe, die vorzugsweise aus haupt- und hilfsantriebsvorrichtung bestehen.

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