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DE1084626B - Tabakrauchfilterelement - Google Patents

Tabakrauchfilterelement

Info

Publication number
DE1084626B
DE1084626B DEE15952A DEE0015952A DE1084626B DE 1084626 B DE1084626 B DE 1084626B DE E15952 A DEE15952 A DE E15952A DE E0015952 A DEE0015952 A DE E0015952A DE 1084626 B DE1084626 B DE 1084626B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fibers
filter
tobacco smoke
filter element
smoke filter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE15952A
Other languages
English (en)
Inventor
George Patrick Touey
Robert Chester Mumpower O
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eastman Kodak Co
Original Assignee
Eastman Kodak Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eastman Kodak Co filed Critical Eastman Kodak Co
Publication of DE1084626B publication Critical patent/DE1084626B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24DCIGARS; CIGARETTES; TOBACCO SMOKE FILTERS; MOUTHPIECES FOR CIGARS OR CIGARETTES; MANUFACTURE OF TOBACCO SMOKE FILTERS OR MOUTHPIECES
    • A24D3/00Tobacco smoke filters, e.g. filter-tips, filtering inserts; Filters specially adapted for simulated smoking devices; Mouthpieces for cigars or cigarettes
    • A24D3/06Use of materials for tobacco smoke filters
    • A24D3/08Use of materials for tobacco smoke filters of organic materials as carrier or major constituent

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Cigarettes, Filters, And Manufacturing Of Filters (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft Tabakrauchfilterelemente, insbesondere verbesserte Zigarettenfilter, die im wesentlichen aus Stücken eines Bündels durchlaufender, gekräuselter Kunststoffasern bestehen.
Viele der bekannten Tabakrauchfilter bestehen aus Pfropfen oder, Bauschen kurzer Fasern oder Körnern aus verschiedenem Material für Filterzwecke. Andere werden aus Papier od. dgl. hergestellt. Diese bekannten Filter sind jedoch in mancher Hinsicht nicht befriedigend. Viele von ihnen sind wenig wirksam, und andere, besonders die pfropfen- und bauschartigen, sind unvorteilhaft wegen ihres hohen Druckabfalles.
In den letzten Jahren sind gewisse Celluloseacetatgarne in großem Ausmaß für Zigarettenfilter in Gebrauch gekommen und haben in den meisten Fällen die vorher verwendeten Papierfilter verdrängt. Obwohl solche garnartigen· Produkte Zigarettenfilter mit verbesserten Eigenschaften ergeben und aus einem Material bestehen, das sich gut in automatischen Apparaturen verarbeiten läßt, ergeben sich doch bei solchen Filtern gewisse Nachteile. So ist bei den üblichen Herstellungsverfahren für Celluloseacetatgarnfilter häufig die Aufbringung von Weichmachern auf das Garn inbegriffen, wodurch die Fasern des Garnes verbunden werden, damit das Filter steif wird. Dazu as sind natürlich Zerstäubezellen und' ähnliche Anordnungen zum Aufbringen des Weichmachers erforderlich. In anderen Fällen wieder, insbesondere wenn Stapelfasergarn von regenerierten Cellulosefasern zur Erzeugung der Filter vermengt wird, ist es erforderlieh, das Garn mit einem Bindemittel oder Überzug auf Cellulosebasis zu versehen. Dieser Verfahrensschritt erfordert in ähnlicher Weise die Verwendung einer Zerstäuberapparatur, eines Eintauchbades oder ähnliches. Es besteht also Bedarf nach noch einfacher verarbeitbarem Filtermaterial, vor allem aber nach Filtern, die noch wirksamer sind als solche aus Celluloseesterstrang od. dgl.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß die Filterwirksamkeit von Strangmaterial im allgemeinen mit dem Kräuselungsgrad' der Fäden oder Fasern des Stranges zunimmt. Für die Steigerung des Kräuselungsgrades ergibt sich aber etwa bei Celluloseacetatfasern sehr bald eine nicht überschreitbare obere Grenze, da bei zu starker Kräuselung die Fasern brechen. Entsprechend besteht eine Grenze für die erzielbare Filterwirksamkeit.
Es hat sich nun gezeigt, daß sich Fasern aus Polyolefinen, wie Polyäthylen oder Polypropylen, viel stärker kräuseln lassen, ohne daß sie brechen. Auf Grund dieser Erkenntnis sind gemäß der Erfindung als Fasern stark gekräuselte Polyolefinfasern vorgesehen. Polypropylenfasern werden dabei bevorzugt.
Obwohl es, wie gesagt, ein Vorteil des Fasermate-Tabakrauchfilterelement
Anmelder:
Eastman Kodak Company,
Rochester, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. W. Wolff, Patentanwalt,
Stuttgart N, Lange Str. 51
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 7. Juni 1957
George Patrick Touey
und Robert Chester Mumpower II,
Kingsport, Tenn. (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
rials gemäß der Erfindung ist, daß es sich ohne allzu starke Beeinträchigung seiner mechanischen Eigenschaften stark kräuseln läßt, beschränkt sich die Erfindung nicht auf Tabakrauchfilterelemente, die stärker gekräuselt sind als bisher übliches Material. Es hat sich nämlich, wie durch das folgende Beispiel IV belegt, gezeigt, daß auch Filtermaterial aus Polyolefinfasern üblichen Kräuselungsgrades gleichartigem Filtermaterial aus Celluloseacetatfasern überlegen ist.
Abgesehen vom obenerwähnten Stand der Technik, ist es zwar auch schon bekannt, Schwämme aus den verschiedensten Kunststoffen für Tabakrauchfilter zu verwenden. Soweit derartige Schwammartige Filter jedoch den erfindungsgemäßen Filtern hinsichtlich ihrer Filterwirksamkeit nahekommen, haben sie einen wesentlich höheren Druckabfall, und soweit sie einen vergleichbaren Druckabfall haben, sind ihre Filtereigenschaften wesentlich schlechter (s. das folgende Beispiel V).
Ein weiterer Vorteil der Filterelemente gemäß der Erfindung ist es, daß eine Kombination solcher stark gekräuselter Polyolefinfasern mit einer starken Papierumhüllung oder mit einer Hitzebehandlung ein. verhältnismäßig starres Filter ergibt, ohne daß der Zusatz eines Weichmachers oder Bindemittels erforderlich ist, wie z. B. die übliche Zugabe einer Klebstoffkomponente auf Cellulosebasis. Das gekräuselte Material gemäß der Erfindung kann, falls gewünscht, auf bekannten Apparaturen zur automatischen Herstellung von Zigarettenfilterstäben verarbeitet werden.
Von Vorteil ist es auch, daß Filterelemente gemäß der Erfindung nicht vom Mund oder der, Rauchfeuchtigkeit durchnäßt oder weich werden sowie wegen der
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3 4
hydrophoben Eigenschaften der Polyolefine den Tabak- Es können verschiedene Typen von Kräuselappara-
rauch nicht trocknen oder ihm hydrophile Dämpfe ent- türen verwendet werden. Beispiele befriedigender
ziehen, die mit dem Aroma des Rauches in Zusammen- Kräuselungsanordnungen sind in folgenden USA.-
hang stehen. . Patentschriften angeführt: 2 090 669, 2 311174,
Man verwendet vorzugsweise Polyolefinmaterial 5 2 505 618, 2 698 970, 2 734 228, 2 734 229, 2 734 251, mit einem Molekulargewicht zwischen 10000 und 2 740 992 und 2 749 233. Die meisten der technisch 1000000, besonders zwischen 30000 und 200000. verwendeten Kräuselungsanordnungen für Textil-Der Erweichungspunkt des bevorzugten Polyolefins stränge sind vom »Stopfbüchsen-Typ«, obwohl in liegt zwischen 85 und 160° C. Von den verschiedenen manchen Fällen auch solche vom »Zahnrad-Typ« verindustriell hergestellten Polyolefinmaterialien werden io wendet werden. Beide Arten sind in den zuvor gePolyäthylen und Polypropylen bevorzugt. nannten Patentschriften beschrieben. Zur Herstellung
Zur Herstellung der Fasern für die erfindungs- der erfindungsgemäß verwendeten gekräuselten Fasern
gemäßen Filter können sowohl Polyolefine niederer verwendet man mit Vorteil Textilstrangkräuselappa-
Dichte, also z. B. Polyäthylen mit einem Erweichungs_- rate vom »Stopfbüchsen-Typ«,, .da_£S.diese leicht er-
punkt von etwa 90 bis 100° C, als auch solches von 15 möglichen, Kräuselungen im Bereiche von etwa 2 bis
hoher Dichte, d. h. mit einem Erweichungspunkt von zu etwa 16 Kräuselungen prp Zentimeter und eine
110 bis 150° C, verwendet werden. Amplitude von 0,25 bis 2,5 mm zu erzeugen. Unter
Die besondere Herstellungsart des Polyolefinmate- Kräuselungs-»Amplitude« wird der Abstand zwischen rials ist nicht Gegenstand der Erfindung und ist in der den »Maxima« und »Minima« der gekräuselten einschlägigen Industrie bekannt. Von Bedeutung aber 20 Fasern einerseits und einer gedachten Mittellinie anist es, daß das erfindungsgemäß verwendete Polyolefin- dererseits verstanden.
material gegenüber der Feuchtigkeitsabsorption resi- Aus dem Obigen geht hervor, daß die tatsächliche
stent ist. Länge des Faserabschnittes, die in Kräuselungen pro
Ein Polyolefin geeigneter Zusammensetzung wird Zentimeter ausgedrückt ist und von der Zahl der zu einem Bündel paralleler Fasern versponnen, die 25 Kräuselungen und deren Amplitude abhängt, z. B. in dann auf einer Textilstrangkräuselungsanordnung ge- einem Abschnit von 1 cm Länge in gekräuseltem Zukräuselt werden. Bevorzugt wird eine Anordnung ver- stand, tatsächlich 1,75 bis 2 cm, auf den ungekräuselwendet, die eine einheitliche Kräuselung verleiht. Die ten Zustand bezogen, betragen kann. Daraus ergibt Anzahl der in dem Bündel oder dem Strang zur Her- sich, daß dem erfindungsgemäß verwendeten Strang stellung eines Filterstabes befriedigender Eigen- 30 eine beträchtliche Füllkapazität verliehen wird, wenn schäften erforderlichen Fasern hängt vom Durch- er einen hohen Kräuselungsgrad erhält, und daß den messer der einzelnen Fasern im Strang ab sowie von Fasern eine gewisse Festigkeit schon allein von diesem dem Ausmaß der dem Strang verliehenen Kräuselung; hohen Kräuselungsgrad verliehen wird,
im allgemeinen, wenn eine Kräuselung im Bereiche Die wie oben ausgeführt hergestellten, gekräuselten, von etwa 5 bis 12 Kräuselungen pro Zentimeter erteilt 35 durchlaufenden Polyolefinfasern können einer üblichen wird, sind 3500 bis 120000 Fasern bei einer Faser- automatischen Filtererzeugungsapparatur zugeführt stärke von 16 bis 0,5 Denier pro Faser erforderlich. werden.
Die folgende Übersicht zeigt, wie die Faserzahl mit In einer solchen Apparatur wird ein Bündel geabnehmendem Faserdurchmesser in- Strängen schwan- kräuselter Fasern zu einem Filterelement geformt, ken kann, die einen Kräuselungsgrad im Bereiche von 40 das von einer Papierumhüllung umgeben und in etwa 5 bis 12 Kräuselungn pro Zentimeter aufweisen. . Stücke zerschnitten wird, die Zigarettenmaschinen zur
Aufbringung des Filters auf die Zigarette zugeführt
Faserstärke
in Denier
pro Faser
Ώ ., j „ L, · · ei.· werden. Die erfindungsgemaßen Produkte werden der-
Bereidi der Faserzahl m einem Stab mit . „. _, ° ?, ..., ι · · j ι τ
25,5 mm Umfang art in Zigarettenfilter übergeführt, wobei jedoch Zer-
' 45 stäubezellen und ähnliche Bestandteile wegbleiben
oder, wenn sie schon vorhanden sind, unbenutzt bleiben können. Zur Erzeugung von Filtern hohen Festigkeitsgrades ist es vorteilhaft, die Papierumhüllung beträchtlich stärker zu wählen, als dies für Zigaretten-
50000 bis 120000
is 30 000
15 000 bis 25 000
". Τςπηη 5° PaPier üblich ist· Während etwa die üblichen Um-
hüllungen für Zigarettenfilter Dicken im Bereiche von
j? " JJJj "x.s iO JJJj hüllungen für Zigarettenfilter Dicken im Bereiche von
1S 0,02 bis 0,04 mm aufweisen, liegt die erfindungsgemäß
Die Erfindung ist nicht auf ein bestimmtes Ver- bevorzugte Dicke im Bereiche von 0,08 bis 0,15 mm. fahren zum Verspinnen des Polyolefinmaterials zu Zur Erzielung solcher vorteilhafter Ergebnisse können Fasern beschränkt. Beliebige, in der Textilindustrie 55 beliebige Arten von Papierumhüllungen dieses Dickefür die Herstellung von Polyolefinfasern üblichen bereiches verwendet werden; diese bevorzugte Dicke Verfahren können zur Herstellung der erfindungs- kann also auch durch mehrere Schichten dünneren gemäß verwendeten Fasern verwendet werden, sofern Papiers oder durch Aufbringen eines Überzuges auf nur dabei ein geeignetes Denier erzielt wird. übliches Zigarettenpapier erhalten werden.
Wie schon gesagt, wird gemäß der vorzugsweisen 60 Die Verwendung steiferen oder stärkeren Um-Ausführungsformen der Erfindung dem Strang par- hüllungsmaterials dient einer besseren Stärke des alleler Fasern ein verhältnismäßig hoher Kräuselungs- Stabes, doch können auch andere Verfahren mit oder grad verliehen. Wenn man Fasern herstellen will, die ohne solche starke Papierumhüllungen verwendet werden bekannten für Filter verwendeten Fasern einiger- den, um dem Filter Härte zu verleihen. So kann z. B. maßen ähnlich sind, so kann man dem Strang auch 65 das erfindungsgemäße Faserbündel durch einen ereinen niedereren Kräuselungsgrad, etwa in der Größen- hitzten Metallformblock geführt werden. Durch die Ordnung von 2 bis 5 Kräuselungen pro Zentimeter Hitze werden die thermoplastischen Fasern gemäß der verleihen. Selbst dann wird, wenn man im Rahmen Erfindung nicht nur oberflächlich verschmolzen, sonder Erfindung liegende Polyolefinmaterialien verwen- dem die Hitze verursacht auch ein gewisses Schmeldet, ein den bekannten überlegenes Filter erhalten. 70 zen innerhalb des Filterelementes an den Stellen, wo
die stark gekräuselten Fasern einander berühren. Auf diese Weise können selbst kohärente Filterelemente erzeugt werden, ohne daß eine äußere Umhüllung oder ein Weichmacher- oder Überzugsmittelzusatz für die Fasern erforderlich ist. Wie gesagt, wird jedoch die Kombination von stark gekräuselten Fasern mit einer starken Papierumhüllung bevorzugt.
Es ist ersichtlich, daß das gekräuselte Polyolefinvielfasermaterial gemäß der Erfindung auf verschie-
Faser hergestellt. Das gereckte Garn hat eine Festigkeit von 4,7 g pro Denier, eine Dehnung von 35% und einen Erweichungspunkt um 126° C. Es wird in Strangform gebracht (16000 Fasern) und mit etwa 5 11 Kräuselungen pro Zentimeter versehen. Der gekräuselte Strang wird auf eine Breite von etwa 30 cm ausgebreitet und einer Filterstaberzeugungsmaschine zugeführt, die ihn in die Form eines festen Bündels bringt und mit einer weißen, 0,10 mm starken Papierdene Art und Weise in üblichen Apparaturen zu io umhüllung versieht. Die gebildeten. Filterstäbe sind, Filterelementen verarbeitet werden kann, wobei diese ohne daß eine Hitzebehandlung erforderlich ist, durch in einer starken Papierumhüllung untergebracht oder die starke Papierumhüllung genügend fest. Sie haben in einer anderen Weise, bei der ein Umhüllung nicht eine Länge von 90 mm und einen Umfang von erforderlich ist, verarbeitet werden können. 25,7 mm; ihr durchschnittlicher Druckabfall beträgt
Versuche mit den Filterelementen gemäß der Erfm- 15 etwa 22,8 cm. Zwei solche Pfropfen werden in Stücke dung haben gezeigt, daß diese eine größere Menge von 15 mm Länge zerschnitten und diese auf 10 Teer und Nikotin entziehen mit etwa dem gleichen »King-size«-Zigaretten (Marke A) aufgesetzt, die um oder sogar geringerem Druckabfall, als er bei den im 15 mm verkürzt wurden. Diese Filterzigaretten Handel erhältlichen Filterelementen auftritt. wurden auf der automatischen Rauchmaschine zu
Die Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung in 20 Stummellängen von 35 mm abgeraucht und der ge-Fig. 1 eine gemäß der Erfindung gekräuselte Poly- sammelte Rauch auf Nikotin- und Teergehalt analyolefinfaser,
Fig. 2 ein Tabakrauchfilterelement, wie es gemäß der Erfindung für Zigaretten verwendet wird.
Das Filterelement besteht, wie Fig. 2 zeigt, aus dem 25 Stück 2 eines Bündels von Fasern 1, das von einer Papierhülse 3 umgeben ist.
Beispiele I und II erläutern bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung, Beispiele III bis V dienen hauptsächlich Vergleichszwecken.
Gerecktes
Beispiel I
Polyäthylenfilter
Polyäthylengarn hoher
Dichte von
siert. Die Ergebnisse siehe in Tabelle I.
Beispiel III
Celluloseacetatfilter
Zu Vergleichszwecken wird ein übliches Celluloseacetatfilter des Handels hergestellt. Dieses wurde aus Celluloseacetat des Handels mit 40°/» Acetyl durch Verspinnen zu Garn von 5,0 Denier pro Faser in üb-30 licher Weise hergestellt. Dieses Garn hat eine Festigkeit von 1,2 g pro Denier und eine Dehnung von 32°/o. Sein Erweichungspunkt liegt um 195° C. Es wird in einen Strang von 16000 Fasern übergeführt und mit etwa 5 Kräuselungen pro Zentimeter (der für die ge-
0,5 Denier pro Faser wird durch Schmelzverspinnen 35 wohnlichen Celluloseacetatfilterstränge übliche Kräusevon Polyäthylen durch eine 50-Loch-Spinndüse mit lungsgrad) versehen. Der gekräuselte Strang wird auf öffnungen von 0,30 mm erzeugt. Es hat eine Festig- eine Breite von etwa 30 cm ausgebreitet und einer keit von 2,9 g pro Denier, eine Dehnung von 30% Filterstaberzeugungsmaschine zugeführt, die ihn zu und einen Erweichungspunkt um 115° C. Es wird in einem Bündel zusammenfaßt und mit üblichem Zi-Strangform gebracht (16000 Fasern), und ein Anteil 40 garettenpapier umhüllt. Die Filterstäbe haben einen des Stranges wird auf einer Textilkräuselapparatur Umfang von 25,7 mm Sie sind auch nach lstündigem mit etwa 10 Kräuselungen pro Zentimeter versehen, Erhitzen auf 1500C noch ganz weich. Sie werden wobei diese alle in einer Richtung senkrecht zur nicht für Vergleichszwecke verwendet. Ein anderer Faserlängsachse verlaufen. Der gekräuselte Strang Teil des ausgebreiteten Stranges wird mit einem wird zu einer Breite von etwa 30 cm ausgebreitet und 45 Weichmacher (Glycerintriacetat) besprüht, bis das einer Filterstaberzeugungsmaschine zugeführt, die zur Gesamtgewicht des besprühten Stranges zu 85% aus Erzeugung von mit Zigarettenpapier umhüllten Garn und zu 15% aus Weichmacher besteht. Der beFiltern dient. Die Stäbe sind 90 mm lang und haben sprühte Strang wird in der angegebenen Weise zu einen Umfang von 25,5 mm. Nach 10 Sekunden Filterstäben geformt. Nach lstündiger Lagerung bei langem Erhitzen auf 12O0C haben die Stäbe einen 50 Zimmertemperatur (etwa 240C) sind sie ungefähr befriedigenden Festigkeitsgrad und einen Druck- ebenso fest wie die bevorzugten papierumhüllten abfall von etwa 23,2 cm bei einer Luftdurchströmge- Polyäthylen- und Polypropylenstäbe der Beispiele I schwindigkeit von 17,5 mm pro Sekunde. Zwei der bzw. II. Die weichgemachten Pfropfen werden zu Stäbe werden zu 15 mm langen Stücken zerschnitten 15 mm langen Stücken zerschnitten und auf 10 »King- und diese auf 10 »King-size«-Zigaretten (Marke A) 55 size«-Zigaretten (Marke A) aufgesetzt, die um 15 mm aufgesetzt, die um 15 mm verkürzt wurden. Diese verkürzt wurden. Diese Filterzigaretten werden auf Filterzigaretten werden auf einer automatischen
Rauchmaschine, ähnlich der von J.A.Harlan und
H. R. Hanmer in »Industrial and Engineering
Chemistry«, Bd. 28, S. 836 ff. (1936), beschriebenen, zu 60
Stummellängen von 35 mm abgeraucht. Der durch die
der automatischen Rauchmaschine zu Stummellängen von 35 mm abgeraucht. Die Ergebnisse des Versuchs siehe in Tabelle I.
Filter streichende Rauch wird gesammelt und auf Nikotin- und Teergehalt analysiert. Die Ergebnisse des Versuchs zeigt Tabelle I.
Beispiel II Polypropylenfilter
Durch Verspinnen von Polypropylen durch eine 50-Loch-Spinndüse mit öffnungen von 0,30 mm wird
Beispiel IV
Polyäthylenfilter
Zum Vergleich mit Beispiel III wird ein Filter der unten angegebenen Art hergestellt, d. h. ein PoIy-65 äthylenfilter mit einer Kräuselung, die der für die Celluloseacetatfilter üblichen entspricht.
Demgemäß wird ein Anteil des Polyäthylenstranges (33000 Fasern) gemäß Beispiel I mit nur etwa 5 Kräuselungen pro Zentimeter versehen. Der so ge-
ein gerecktes Polypropylengarn von 4,8 Denier pro 70 kräuselte Strang wird zu Pfropfen geformt, gehärtet
und die 15 mm langen Filterstücke, wie im Beispiel I beschrieben, geprüft. Der Druckabfall daraus hergestellter Filterzigaretten und die zurückgehaltenen Nikotin- und Teermengen sind in Tabelle I angeführt.
Tabelle I
Art der 85 mm langen,
zu 35-mm-Stummeln verrauchten
Zigarette
Durchschnitt
licher Druck
abfall
Zigaretten
(in Wasser)
Milligramm
Teer im Rauch
(10 Zigaretten)
Milligramm
Nikotin
im Rauch
(10 Zigaretten)
Prozent
des durch das
Filter zurück
gehaltenen Teers
8,0 170 26
10,2 120 19 29
10,2 124 19 27
9,8 139 22 18
9,8 129 20 24
Prozent
des durch das
Filter zurückgehaltenen
Nikotins
Marke A, kein Filter
Marke A, Polyäthylenfilter,
Beispiel I
Marke A, Polypropylenfilter,
Beispiel II
Marke A, Celluloseacetatfilter,
Beispiel III
Marke A, Polyäthylenfilter,
Beispiel IV
Die Ergebnisse von Tabelle I zeigen, daß die Polyäthylen- und Polypropylenfilter mehr Teer und Nikotin aus dem Zigarettenrauch entziehen als die bekannten Filter gleicher Faseranzahl und Druckabfalls. Das Polyäthylenfilter mit der gleichen Anzahl von Kräuselungen (fünf) wie das Celluloseacetatfilter entfernt mehr Nikotin und Teer als dieses. Das zeigt, daß Polyäthylen- und Polypropylenfasern bessere Zigarettenrauchfilter sind als die bekannten Filter auf Cellulosebasis. Außer dem einfachen mechanischen Vorgang des Entfernens von Teer- und Nikotinteilchen beim Durchstreichen nehmen die erfindunggemäßen Filter auch eine elektrostatische Aufladung an, die Rauchteilchen an ihrer Oberfläche festhält.
Beispiel V
Zum Vergleich mit schwammartigen Tabakrauchfiltern werden die Eigenschaften derartiger Filter denen eines Filters bestehend aus 33 000 Polyäthylenfasern mit einem Denier von 2,6 und einem Kräuselungsgrad von 7,2 pro Zentimeter gegenübergestellt. Sämtliche verglichenen Filterstücke haben eine Länge von 15 mm und einen Umfang von 25,5 ±0,1 mm. Zur Herstellung der schwammartigen Filter wird der betreffende Schwamm in zylindrische Stäbe zerschnitten und dann in eine Papierumhüllung des angegebenen Umfangs eingepreßt sowie zu 15 mm langen Stücken zerschnitten. Das Polyäthylenfilter wird hergestellt, wie im Beispiel I beschrieben.
Die zu vergleichenden Filter werden auf Standard-Zigarertten aufgesetzt und auf der oben beschriebenen automatischen Rauchmaschine zu Stummellängen von 35 mm abgeraucht. Die Ergebnisse lauten wie folgt:
Filtermaterial
Polyäthylenstrang ...
Gelatineschwamm
Schwamm aus regenerierter Cellulose ...
Diisocyanatschwamm
Druckabfall
in
Zentimeter
Wassersäule
4,5
6,25
7,5
4,5
Prozent des durch
das Filter entfernten
Nikotins I Teers
34 28
30
19
33
29
30 20
60
65 27
27
16
23
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß gemäß der Erfindung verhältnismäßig wirksame neue und ökonomische Tabakrauchfilter erhalten werden. Außer den ausgeführten vorteilhaften Filtereigenschaften weisen die Filter gewisse andere Vorteile auf. So sind sie fest, ohne daß ein flüssiges Bindemittel erforderlich ist; auch können die Faserstränge, da PoIyolefinfasern an und für, sich fester sind als solche auf Cellulosebasis, wesentlich stärkere Spannungen bei der Herstellung der Filterstäbe aushalten. Dadurch ist eine größere Herstellungsgeschwindigkeit der Filter möglich.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Tabakrauchfilterelement, das im wesentlichen aus Stücken eines Bündels durchlaufender, gekräuselter Kunststoffasern besteht, dadurch gekennzeichnet, daß als Fasern stark gekräuselte PoIyolefinfasern (1) vorgesehen sind.
2. Tabakrauchfilterelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Polypropylenfasern vorgesehen sind.
3. Tabakrauchfilterelement nach Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern (1) 5 bis 16 Kräuselungen pro Zentimeter aufweisen.
4. Tabakrauchfilterelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kräuselungen eine Amplitude von etwa 0,25 bis 2,5 mm haben.
5. Tabakrauchfilterelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte Fasern des Bündels in statistischer Verteilung Verschweißungsstellen aufweisen.
6. Tabakrauchfilterelement nach einem der Ansprüche 1 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß die Bündelstücke (2) mit einer starken papierenen Umhüllung (3) versehen sind.
7. Tabakrauchfilterelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Papier (3) eine S tärke von etwa 0,08 bis 0,15 mm hat.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr.. 264 287;
USA.-Patentschrift Nr. 2 228 383.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 548/156 6.
DEE15952A 1957-06-07 1958-06-02 Tabakrauchfilterelement Pending DE1084626B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
US1084626XA 1957-06-07 1957-06-07

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DE1084626B true DE1084626B (de) 1960-06-30

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