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DE1083823B - Verfahren zur Abtrennung von Aceton aus azeotropen Gemischen mit sauerstofffreien organischen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Abtrennung von Aceton aus azeotropen Gemischen mit sauerstofffreien organischen Verbindungen

Info

Publication number
DE1083823B
DE1083823B DEF23132A DEF0023132A DE1083823B DE 1083823 B DE1083823 B DE 1083823B DE F23132 A DEF23132 A DE F23132A DE F0023132 A DEF0023132 A DE F0023132A DE 1083823 B DE1083823 B DE 1083823B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acetone
mixture
separation
oxygen
organic compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF23132A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Kurt Kuemmerle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF23132A priority Critical patent/DE1083823B/de
Publication of DE1083823B publication Critical patent/DE1083823B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/78Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C45/81Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by change in the physical state, e.g. crystallisation
    • C07C45/82Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by change in the physical state, e.g. crystallisation by distillation
    • C07C45/83Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by change in the physical state, e.g. crystallisation by distillation by extractive distillation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Abtrennung von Aceton aus azeotropen Gemischen mit sauerstofffreien organischen Verbindungen Aceton bildet mit einer Reihe chemischer Verbindungen azeotrope Gemische, die sich durch normale Rektifikation nicht trennen lassen. So bildet es beispielsweise mit Cyclohexan ein azeotropes Gemisch, welches 67 Gewichtsprozent Aceton enthält und bei Normaldruck bei 53° C siedet. Dieses Gemisch kann durch normale Rektifikation, d. h. durch Rektifikation ohne Zusatzstoff, bei Atmosphärendruck nicht getrennt werden.
  • Es ist bekannt, daß man azeotrope Gemische durch selektive Rektifikation trennen kann. Beispielsweise lassen sich Aceton-Methanol-Mischungen durch Rektifikation unter Zusatz eines Gemisches aus aromatischen und nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen in ein Destillat, das aus Aceton und nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen besteht, und in einen Rückstand, der Methanol und aromatische Kohlenwasserstoffe enthält, trennen. Hierbei handelt es sich um eine meotrope Rektifikation, da als Kopfprodukt ein azeotropes Gemisch anfällt, und zwar ein sogenanntes Homoazeotrop. Im erwähnten Falle entsteht also aus einem azeotropen Ausgangsgemisch ein anderes homogenes acetonhaltiges Stoffgemisch, das wiederum ein azeotropes Gemisch darstellt und das auf dem Wege einer normalen Rektifikation nicht in seine Komponenten getrennt werden kann. Ähnlich liegen die Verhältnisse bei der rektizierenden Trennung eines Gemisches aus aromatischen und nichtaromatischen Bestandteilen unter Zusatz eines Gemisches aus Aceton und Methanol. Bei den selektiven Rektifikationen kann also der Zusatzstoff zu einem neuen azeotropen Gemisch führen, jedoch gibt es auch Zusatzkomponenten oder Mischungen, bei denen dies nicht der Fall ist. Dieses qualitative Verhalten des Zusatzes läßt sich abschätzen. Es ist bis jetzt jedoch nicht möglich, quantitative Voraussagen über die Wirksamkeit einer Zusatzkomponente zu machen, vielmehr muß erst auf experimentellem Wege durch Bestimmung der Aktivitätskoeffizienten bzw. der relativen Flüchtigkeit entschieden werden, welche Zusatzstoffe für die jeweiligen Gemische wirkungsvolle und wirtschaftliche Trennmöglichkeiten ergeben.
  • Es wurde nun gefunden, daß man für meotrope Gemische aus Aceton und sauerstofffreien organischen Verbindungen eine wirksame und in wirtschaftlicher Hinsicht vorteilhafte Trennung der Komponenten erzielen kann, wenn man sie einer selektiven Rektifikation mit Wasser als Zusatzkomponente unterwirft. Bei kontinuierlicher Arbeitsweise wird ein acetonfreies Kopfprodukt erhalten, während das Sumpfprodukt aus Aceton und Wasser besteht. Dieses Gemisch kann durch normale Rektifikation in -seine Komponenten getrennt werden.
  • Die Abtrennung des Acetons wird bei kontinuierlieher Betriebsweise in einer selektiv arbeitenden Rektifikationskolonne vorgenommen, die aus einer Abreicherungszone, einer selektiven und einer normalen Anreicherungszone besteht. Die Abreicherungszone umfaßt den Bereich zwischen Verdampfer und Einschleusstelle des Ausgangsgemisches. Hieran schließt sich die selektive Anreicherungszone an, die bis zur Einschleusstelle des Zusatzstoffes reicht. In diesem Teil der Kolonne erfolgt die Einwirkung des Wassers auf das Ausgangsgemisch. Die normale Anreicherungszone reicht von der Einschleusstelle des Wassers bis zur Einführungsstelle des Rücklaufes. Über ihr ist der Kühler angeordnet.
  • Die Abtrennung des Acetons kann bei verschiedenen Drücken und vorzugsweise bei atmosphärischen Verhältnissen, z. B. bei 720 Torr, ausgeführt werden. Als Mischungskomponenten kommen z. B. Kohlenwasserstoffe oder deren Fluor-, Chlor-, Brom-, Schwefel-und Stickstoffderivate in Frage, soweit diese mit dem Aceton azeotrope Gemische bilden. Das anfallende Sumpfprodukt, das aus Wasser und Aceton besteht, kann in einer zweiten Stufe, z. B. in einer normalen Rektifikationssäule, getrennt werden.
  • Beispiel 1 Ein Gemisch aus gleichen Gewichtsteilen Aceton und Cyclohexan wurde einer selektiven Rektifikation. mit Wasser als Zusatzkomponente bei 720 Torr unterworfen. Die kontinuierlich betriebene Rektifikationskolonne bestand aus einer Abreicherungszone mit etwa fünfzehn Böden, einer selektiven Anreicherungszone mit etwa vierzig Böden und einer normalen Anreicherungszone mit etwa zehn Böden. Bei einer stündlichen Einschleusmenge von 109 g des Ausgangsgemisches, einer Konzentration der Zusatzkomponente von, 90 Gewichtsprozent - auf das Gesamtgemisch bezogen -und einem Rücklaufverhältnis von etwa 1 fiel als Kopfprodukt ein Cyclohexan an, das 9 Gewichtsprozent Wasser enthielt. Das Cyclohexan_war (innerhalb der Nachweisgrenzen) frei von Aceton.
  • Beispiel 2 Ein' Gemisch, bestehend aus 20 Gewichtsprozent Aceton und 80 Gewichtsprozent n-Pentan, wurde bei 720 Torr unter Zusatz von Wasser selektiv rektifiziert. Das Gemisch aus Aceton und n-Pentan hat einen Minimumsiedepunkt. Die kontinuierlich arbeitende Trennsäule bestand aus einem Abreicherungsteil mit sieben Böden, einer selektiven Zone mit achtundzwanzig Böden und einer normalen Anreicherungszone mit vier Böden. Die Konzentration des Zusatzstoffes, bezogen auf das Gesamtgemisch, betrug 94 Gewichtsprozent. Das Rücklaufverhältnis war etwa 1. Das gewonnene Pentan hatte eine Reinheit von > 99,2 1/a. Aus dem wäßrigen Sumpfprodukt wurde in einer zweiten. Kolonne das Aceton durch normale Rektifikation getrennt.
  • Beispiel 3 Ein Gemisch,. das 25 Gewichtsprozent Aceton und 75 Gewichtsprozent Chloroform enthielt, wurde bei 720 Törr unter Zusatz von Wasser rektifiziert. Das Gemisch aus Aceton und Chloroform hat einen Maximumsiedepunkt. Die Trennung wurde in einer Anordnung gemäß Beispiel 2 vorgenommen; die selektive Anreicherungszone hatte hier dreizig Böden. Bei einer Konzentration- des Zusatzstoffes von 76,5 Gewichtsprozent und einem Rücklaufverhältnis von etwa 1 wurde ein Chloroform erhalten, das noch 0,03 Gewichtsprozent Aceton enthielt. Das Sumpfprodukt wurde, wie im: Beispiel 2 angegeben, in seine Bestandteile getrennt.
  • Beispiel 4 Ein Gemisch aus 35 Gewichtsteilen Aceton und 65 Gewichtsteilen Schwefelkohlenstoff wurde mit Wasser als Zusatzkomponente bei einem Druck von 720 Torr selektiv rektifiziert. Das Gemisch aus Aceton und Schwefelkohlenstoff weist einen Minimumsiedepunkt auf. Die Trennvorrichtung war, wie im Beispiel 2 angegeben, angelegt. Die Konzentration der Zusatzkomponente betrug 90,5 Gewichtsprozent; das Rücklaufverhältnis war etwa 1. Der über Kopf abgezogene Schwefelkohlenstoff enthielt noch 0,2 Gewichtsprozent Aceton. Die Trennung des Aceton-Wasser-Gemisches erfolgte, wie im Beispiel 2 angegeben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Abtrennung von Aceton aus azeotropen Gemischen mit sauerstofffreien organischen Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gemisch unter Zusatz von Wasser rektifiziert und das acetonfreie Kopfprodukt abtrennt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 819 091; französische Patentschrift Nr. 1018 470.
DEF23132A 1957-05-29 1957-05-29 Verfahren zur Abtrennung von Aceton aus azeotropen Gemischen mit sauerstofffreien organischen Verbindungen Pending DE1083823B (de)

Priority Applications (1)

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DEF23132A DE1083823B (de) 1957-05-29 1957-05-29 Verfahren zur Abtrennung von Aceton aus azeotropen Gemischen mit sauerstofffreien organischen Verbindungen

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DEF23132A DE1083823B (de) 1957-05-29 1957-05-29 Verfahren zur Abtrennung von Aceton aus azeotropen Gemischen mit sauerstofffreien organischen Verbindungen

Publications (1)

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DE1083823B true DE1083823B (de) 1960-06-23

Family

ID=7090720

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DEF23132A Pending DE1083823B (de) 1957-05-29 1957-05-29 Verfahren zur Abtrennung von Aceton aus azeotropen Gemischen mit sauerstofffreien organischen Verbindungen

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DE (1) DE1083823B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE819091C (de) * 1943-03-19 1951-10-29 Apv Co Ltd Verfahren zur Trennung von Fluessigkeitsgemischen durch Destillation
FR1018470A (fr) * 1949-05-16 1953-01-08 Metallgesellschaft Ag Procédé et appareil pour l'extraction des constituants de liquides par distillation

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE819091C (de) * 1943-03-19 1951-10-29 Apv Co Ltd Verfahren zur Trennung von Fluessigkeitsgemischen durch Destillation
FR1018470A (fr) * 1949-05-16 1953-01-08 Metallgesellschaft Ag Procédé et appareil pour l'extraction des constituants de liquides par distillation

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