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Mehrstufiger Riementrieb, insbesondere für elektrisch angetriebene
Schreibmaschinen Die Erfindung betrifft einen mehrstufigen Riementrieb, insbesondere
für elektrisch angetriebene Schreibmaschinen, mit zwei Riemenrückern, die an den
gegenüberliegenden Trümmern an den Riemen angreifen und mittels gemeinsamer Betätigungsglieder
zur Parallelverschiebung des Riemens betätigt werden können.
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Es ist bei derartigen Riementrieben bereits bekannt, die beiden Riemenrücker
durch eine Stange miteinander zu verbinden, die unter Federspannung steht und an
jedem Rücken mittels einer Stift-Schlitz-Verbindung so gelagert ist, daß jeweils
der Rücker mit der Bewegungsrichtung von einer kleineren Stufe zur nächstgrößeren
nachgiebig betätigbar ist, wobei an einem Rücker ein Betätigunghebel angeordnet
ist, der entsprechend der stufenweisen Verschiebung des Riemens in verschiedene
raumfeste Raststellen nachgiebig einrastet.
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Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines mehrstufigen Riementriebs,
insbesondere für elektrisch angetriebene Schreibmaschinen, bei denen die einzelnen
Schaltbewegungen der Riemenrücker von Stufe zu Stufe in beiden Bewegungsrichtungen
jeweils stets genau über die Weglänge erfolgen, nach der jedesmal wieder eine genaue
Auflage des Riemens auf den zugeordneten Stufen der beiden Riemenscheiben gewährleistet
wird. Während z. B. bei einem zweistufigen Riementrieb der Schaltweg der Riemenrücker
in beiden Richtungen gleich ist, tritt bei einem mehrstufigen Riementrieb mit wenigstens
drei Stufen eine Veränderung des Schaltweges infolge des Spiels zwischen Riemen
und Riemenrücker auf, wenn sich die Richtung der Schaltbewegung umkehrt. Diese Schwierigkeiten
bieten Riementriebe ganz allgemein, sie werden jedoch bei Riementrieben mit verhältnismäßig
kleinen Abmessungen, die sich z. B. in elektrisch angetriebenen Schreibmaschinen
ergeben, dadurch erhöht, daß zur Erhaltung von einigermaßen großen Betätigungskräften
die Schaltkräfte bei entsprechender Untersetzung der Wege stark übersetzt werden,
so daß Wegbegrenzungen sehr enge Toleranzen erhalten müssen, wenn eine genaue Auflage
des Riemens auf den einzelnen Stufen gewährleistet werden soll.
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Der Riementrieb gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß
die Betätigungsglieder bei der stufenweisen Verschiebung des Riemens in verschiedene
Raststellen eines Rastenhebels nachgiebig einrasten und der Rastenhebel an seiner
Lagerstelle einen in Richtung der Verstellbewegung des Verbindungsgliedes zu den
Riemenrückern und des Rastwiderstandes verlaufenden Schlitz., dessen Länge dem Spiel
zwischen dem Riemen und den Riemenrückern entspricht, aufweist.
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Vorzugsweise ist der Rastenhebel in dem nierenförmig ausgebildeten
Schlitz auf einem raumfesten Stift gelagert.
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Durch diese Ausbildung der Raststellen wird erreicht, daß sich jedesmal
bei Bewegungsumkehr zunächst der Rastenhebel auf seinem raumfesten Lagerstift verschiebt,
bis dieser in dem anderen Ende seines Schlitzes zur Anlage kommt und dadurch das
Spiel zwischen dem Riemen und den Riemenrückern aufgenommen wird, und daß erst dann
die Betätigungsglieder aus dem Rastenhebel ausrasten und den Riemen über die Rücker
in der eingenommenen Bewegungsrichtung von Stufe zu Stufe in gleichen Schaltschritten
parallel verschieben. Auf diese Weise wird stets eine genaue Auflage des Riemens
gewährleistet.
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Die Erfindung ist beispielsweise an Hand der Zeichnung beschrieben.
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Fig. 1 ist eine perspektivische Teilansicht eines dreistufigen Riementriebs
für eine elektrisch angetriebene Schreibmaschine gemäß der Erfindung, wobei die
Betätigungsglieder für die Riemenrücker abgebrochen dargestellt sind;
Fig.2
ist eine perspektivische Teilansicht des in Fig. 1 weggelassenen Teiles der Betätigungsglieder
für den Riemenrücker.
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Fig. 3 bis 6 sind Draufsichten auf den Riementrieb nach Fig. 1, in
denen der Schaltvorgang an Hand der einzelnen Schaltstellungen veranschaulicht ist.
Im einzelnen veranschaulicht Fig.3 eine Extremstellung vor Bewegungsumkehr der Riemenrücker,
Fig. 4 die mittlere Stellung, wobei das in Fig. 3 dargestellte Spiel zwischen Riemen
und Ricmenrückern bei Bewegungsumkehr aufgenommen ist, Fig. 5 die andere Extremstellung
vor Bewegungsumkehr und Fig. 6 wiederum die mittlere Stellung, wobei das in Fig.
5 dargestellte Spiel zwischen Riemen und Riemenrückern bei der Bewegungsumkehr aufgenommen
ist.
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Fig. 7 bis 12 sind Seitenansichten zu Fig. 2, in denen der Schaltvorgang
an Hand der einzelnen Stellungen des Rastenhebels und der Betätigungsglieder veranschaulicht
ist. Im allgemeinen entspricht die in Fig. 7 dargestellte Stellung der von Fig.3;
die in Fig. ß der nach Bewegungsumkehr, die in Fig. 9 der von Fig. 4, die in Fig.
10 der von Fig. 5, die in Fig. 11 der nach Bewegungsumkehr und die in Fig.
12 der von Fig. 6.
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Der in Fig. 1 dargestellte dreistufige Riementrieb D überträgt den
Antrieb von einem nicht dargestellten Elektromotor, der in dem Schreibmaschinenrahmen
A gelagert ist, auf eine Zahnschaltwalze C, die in bekannter Form ausgebildet sein
kann und drehbar im Hauptrahmen A gelagert ist.
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Der Riementrieb D enthält zwei voneinander im Abstand liegende und
um zueinander parallele Achsen drehbare dreistufige Riemenscheiben 51 und 53. Die
Riemenscheibe 51 ist am äußeren oder rechten Ende mittels einer Schraube 50 auf
einer Welle 42 befestigt, die mit konstanter Drehzahl vom Elektromotor angetrieben
wird. Zur Aufnahme von Längsspiel ist zwischen der Riemenscheibe 51 und einem Stützlager
44 der Welle 42 auf einer Konsole 28 des Hauptrahmens A ein Lager 50
a angeordnet. Die Riemenscheibe weist drei benachbarte konzentrische Stufen
51 a, 51 b
und 51c mit kleinem, mittlerem und großem Durchmesser auf. Die
Riemenscheibe 53 mit ebenfalls drei benachbarten konzentrischen Stufen 53 a, 53
b und 53 c mit großem, mittlerem und kleinem Durchmesser ist mit den zugeordneten
Stufen fluchtend zu denen der Riemenscheibe 51 auf einer Welle 54 der Zahnschaltwalze
C mittels einer Schraube 55 befestigt. Um beide Riemenscheiben ist ein endloser
biegsamer Treibriemen 52 herumgeführt; liegt der Treibriemen 52 auf den Stufen 51
a und 53 a auf, wird die Zahnschaltwalze C mit kleiner Drehzahl angetrieben,
liegt er auf den Stufen 51 b und 53 b auf, erfolgt der Antrieb der
Zahnschaltwalze C mit mittlerer Drehzahl, und liegt er schließlich auf den Stufen
51 c und 53 c auf, erfolgt der Antrieb der Zahnschaltwalze C mit hoher Drehzahl.
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Die Riemenscheiben 51 und 53 sowie die Treibriemen 52 können beliebig
passender Art sein. Es ist jedoch vorzuziehen, wenn Riemenscheiben und Riemen mit
Ansätzen oder mit Verzahnung versehen sind, die einen Schlupf verhindern. Die Vorrichtung,
mit der der Treibriemen 52 nach Wunsch auf jede der drei Stufen geschoben werden
kann, wird von einer Platte 56 (Fig. 1) getragen. Diese besitzt Augen 56a für Halteschrauben,
durch die die Platte auf dem Hauptrahmen A befestigt ist. Die Schiebevorrichtung
enthält einen Verstellarin 58, der an einem Bolzen oder sonstigen geeigneten Lagermitteln
59 auf der Platte 56 angelenkt ist. Seine Drehachse ist mit Rücksicht auf die Achsen
der Riemenscheiben 51 und 53 bestimmt. Der Verstellarm 58 enthält die nach unten
gerichteten Verstellfinger 58a und 58b. Die Finger liegen auf beiden Seiten des
unteren Trums des Treibriemens 52 in der Nähe der Riemenscheibe 51 an. Der Verstellarm
58 besitzt einen Fortsatz 58 c, der sich nach der Riemenscheibe 53 hin erstreckt,
und ein zweiter Verstellarm 60 besitzt einen Fortsatz 60c, der in Richtung der Riemenscheibe
51 und neben dem Fortsatz 58 c liegt. Der zweite Verstellarm 60 ist an dem Bolzen
61 drehbar auf der mit dem Rahmen verbundenen Platte 56 befestigt.
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Der Bedienungsmechanismus oder die Vorrichtung zur Betätigung der
Verstellarme 58 und 60 besteht aus einer Scheibe 62, die sich um den Zapfen 63 drehen
läßt, der durch die Platte 56 gehalten wird. Auf der Scheibe steht ein auf dieser
befestigter Stift 64 nach oben, der zwischen den sich überlappenden Fortsätzen 58c
und 60c der Verstellarrne 58 und-60 liegt. Eine gewickelte Zugfeder 65 ist zwischen
den Stiften 58 d und 60 d gespannt, die in den Verstellarmen 58 und
60 befestigt sind. Die Feder zieht die Fortsätze 58 c und 60 c gegeneinander und
hält beide in nachgiebiger Berührung mit dem Stift 64.
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Bei der Betätigung des Mechanismus, soweit er bis hier beschrieben
wurde, wird durch die Drehung der Scheibe 62 der Treibriemen 52 wahlweise in eine
seiner drei Stellungen geschoben, nämlich hohe Drehzahl, mittlere Drehzahl oder
niedrige Drehzahl. Fig. 3 zeigt die Teile in der Stellung langsamer oder niedriger
Drehzahl, wobei der Treibriemen um die Stufe 51a mit dem kleinen Durchmesser der
treibenden Riemenscheibe 51 und um die Stufe 53a mit dem großen Durchmesser der
getriebenen Riemenscheibe 53 gelegt wird. Soll der Riemen 52 auf die Stellung mittlerer
Drehzahl gebracht werden, wird die Scheibe 62, wie in Fig. 3 abgebildet, gegen den
Uhrzeigersinn gedreht. Hierdurch drückt der Stift 64 gegen den Fortsatz 60 c des
Verstellarmes 60 und dreht diesen entgegen dem Uhrzeigersinn. Dabei drückt der Finger
60 b gegen den Treibriemen 52 und führt ihn nach außen, so daß er auf die Stufe
53b mit dem mittleren Durchmesser der Riemenscheibe 53 springen kann. Während dieser
Drehung der Scheibe 62 bewegt sich der Stift 64 vom Fortsatz 58 c des Verstellarmes
58 weg und übt keine Kraft mehr gegen ihn aus. Dabei übt die Feder 65 einen Zug
auf den Verstellarm 58 aus und dreht ihn im Uhrzeigersinn. Als Folge drückt dessen
Finger 58 b gegen das untere Trum des Treibriemens 52. Dadurch, daß der Finger 58
durch die Feder 65 gezogen wird, wird die Bewegung des Verstellarmes 58 gegenüber
der des Verstellarmes 60 leicht verzögert, findet aber schließlich doch statt, führt
das untere Trum des Treibriemens und läßt es von der Stufe 51a mit kleinem Durchmesser
auf die Stufe 51 b mit dem mittleren Durchmesser klettern.
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In ähnlicher Weise wie oben wird der Verstellarm 60 zwangläufig geschwenkt,
wenn die Scheibe 62 aus ihrer Stellung in Fig. 4 in die Stellung in Fig. 5 gerückt
wird, um den Treibriemen von der Stufe 53 b auf die Stufe 53c zu bringen. Es folgt
wieder die Drehung des Verstellarmes 58 durch die Federkraft. Hierdurch wird das
gegenüberliegende Ende des Treibriemens von der Stufe 51b auf die Stufe 51c gedrückt.
Wenn, umgekehrt, die Scheibe 62 im Uhrzeigersinn gedreht wird, drehen sich auch
die Verstellarme 58 und 60 entgegengesetzt. Dabei wird der Treibriemen von seiner
Stellung hoher Drehzahl zur Stellung mittlerer Drehzahl und weiter von seiner Stellung
mittlerer Drehzahl zu der niedriger Drehzahl
gebracht. Wird der
Treibriemen von der Stellung hoher Drehzahl zu der mittlerer und von der Stellung
mittlerer zu der niedriger Drehzahl geschoben, so wird der Verstellarm 58 durch
den Stift 64 gedrückt und der Verstellarm 60 durch die Feder 65 gezogen.
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Im Zusammenhang mit der Erfindung ist ein verbesserter Mechanismus
zur Betätigung der Stellscheibe 62 vorgesehen, mit deren Hilfe der Treibriemen 62
in jede gewünschte Stellung zu schieben ist, wie oben geschildert wurde. Außerdem
sind Feststellvorrichtungen für den Verstellarm vorgesehen, mit denen genau die
Stellung, bis zu der die Verstellarme 58 und 60 bewegt werden, und damit die gewünschte
Stellung für den Treibriemen 52 bestimmt wird. In der gezeigten Form ist die Scheibe
62 mit einem Arm 66 versehen (Fig. 3), der bei 67 mit dem hinteren Ende einer Stange
68 verbunden ist. Deren vorderes Ende ist bei 69 (Fig. 2) mit einem Auge 70 auf
einem Einstellhebel 71 verbunden. Der Hebel 71 ist an einem Hebel 72 angelenkt und
erstreckt sich nach oben durch einen Schlitz 73 im Rahmen A. Das obere Ende des
Hebels ist mit einem Fingerstück 74 ausgestattet, das zugleich einen Zeiger trägt,
der zusammen mit der Skala 75 die die Drehzahl angebenden Bezeichnungen, beispielsweise
»1«, »2« und »3«, anzeigt, wie in der Fig. 2 dargestellt ist. Schwenkt man den Fingerhebel
71 und bringt seine Zeiger zur Deckung mit der der gewünschten Drehzahl entsprechenden
Nummer »1«, »2« oder »3«, wird der Treibriemen 52 entsprechend in seine Stellung
niedriger, mittlerer oder hoher Drehzahl gebracht. Die Bewegung des Einstellhebels
71 wird über die Stange 68 auf den Arm 66 übertragen und von dort auf die drehbare
Scheibe 62.
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Ein auf verschiedene Weise arbeitender Einrastmechanismus dient zur
Einhaltung der genauen Stellung des Einstellhebels 71 in bezug auf die Stellung,
in der der Treibriemen liegen muß, damit die gewünschte Drehzahl eingehalten wird.
Der Einrastmechanismus besteht aus einem Rastenhebe176, der an seinem hinteren Ende
einen nierenförmigen Schlitz 77 trägt, durch den ein Stift 78 gesteckt ist, der
an einer Konsole 79 (Fig. 9) befestigt ist, die mit dem Hauptrahmen A verbunden
ist. Eine Feder 80 verbindet den Kastenhebel 76 mit einem Arm 81 an der Konsole
79. Sie zieht den Hebel 76 gegen den Uhrzeigersinn um den Stift 78 und bringt ihn
in Berührung mit einem Anschlagbolzen 82 am unteren Ende des Einstellhebels 71.
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Der Schlitz 77 erstreckt sich im großen und ganzen in der Richtung
der Längsachse des Kastenhebels 76 und senkrecht zur Wirkungslinie der Kraft der
Feder 80. Der Kastenhebel 76 kann so eine Verschiebe- oder lineare Vor- und Zurückbewegung
zusätzlich zu seiner drehenden Bewegung ausführen. Der Zweck hierfür wird später
erläutert. Während der Schlitz 77 die Verschiebebewegung vor und zurück gestattet,
von der oben berichtet wurde, versucht die Nierenform die Stellung des Kastenhebels
einzuhalten, auf die er eingestellt wurde. Sie ermöglicht jedoch auch ein Verschieben
des Hebels unter bestimmten Voraussetzungen, die später erklärt werden.
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Der Kastenhebel 76 ist mit drei Rasten 83, 84 und 85 zur Aufnahme
des Anschlagbolzens 82 am Einstellhebel ausgerüstet, in die dieser einrastet, wenn
sich der Hebel 76 in seiner Stellung für niedrige, mittlere bzw. hohe Drehzahl
befindet. Die Verschiebung des Kastenhebels 76 wird, wie weiter unten bei der Beschreibung
der Wirkungsweise des Mechanismus erläutert wird, dazu benutzt, größere Bewegungen
der Verstellarme 58 und 60 hervorzurufen, die dann notwendig sind, wenn die Verstellarme
das Spiel zwischen den Verstellfingern und dem Treibriemen vorläufig aufnehmen müssen,
um einen Druck auf den Treibriemen auszuüben und diesen zu verschieben.
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Wirkungsweise Nimmt man an, daß der Treibriemen 52 von seiner Stellung
für mittlere Antriebsdrehzahl zu seiner Stellung für niedrige Drehzahl geschoben
worden ist, nehmen Treibriemen und die Verstellarme 58 und 60 die in Fig. 3 gezeigte
Lage ein. Der Einstellhebel 71 und der Rastenhebel 76 nehmen dann die in Fig. 7
gezeigte Stellung ein. In dieser Stellung der Teile befindet sich der Anschlagbolzen
82 des Einstellhebels 71 im Eingriff mit der Raste 83. Der Rastenhebel 76 ist dabei
in seiner hintersten Lage, der Stift 78 liegt im vorderen Ende des nierenförmigen
Schlitzes 77. Zur gleichen Zeit besteht ein beträchtliches Spiel zwischen den Verstellfingern
58 b und 60 b einerseits und den benachbarten Kanten des Treibriemens 52 andererseits.
Soll der Triebriemen 52 in die Stellung mittlerer Drehzahl gebracht werden, wie
es in Fig.4 gezeigt wird, führt der Einstellhebel zunächst nur eine kleine Vordrehung
entgegen dem Uhrzeigersinn aus, und zwar von der in Fig. 7 gezeigten Stellung zu
der in Fig. 8 gezeigten Stellung. Dabei übt die Feder 80 auf den Rastenhebel einen
ausreichenden Zug aus und hindert den Anschlagbolzen. 82 des Einstellhebels 71 daran,
den Buckel zwischen den Rasten 83 und 84 zu überklettern. Der Anschlagbolzen 82
behält also seine Stellung in der Raste 83 bei, bewegt jedoch den ganzen Rastenhebe176
linear nach vorn bzw. in Fig. 7 nach rechts, bis das linke Ende des nierenförmigen
Schlitzes 77 am Stift 78 anliegt, wie in Fig. 8 gezeigt ist. Nun kann keine weitere
Verschiebebewegung des Kastenhebels 76 mehr erfolgen. Diese kleine Vordrehung des
Einstellhebels 71 bewirkt über die Stange 68 eine ausreichende Drehung der Scheibe
62 und eine so große Drehung der Verstellarme 58 und 60, wie zur Aufnahme des Spiels
zwischen den Verstellfingern 58 b und 60 b einerseits und dem Treibriemen 52 andererseits
nötig ist. Die Bewegungen finden statt, bevor das Fingerstück 74 von der Stellung
»1« zur Stellung »2« geschoben worden ist, wie in Fig. 2 gezeigt wird. Beim weiteren
Drehen des Einstellhebels 71 gegen den Uhrzeigersinn drückt der Anschlagbolzen 82
den Buckel zwischen den Rasten 83 und 84 herunter und gelangt in die Raste 84. Die
Teile haben dann die in Fig. 9 gezeigte Stellung erreicht. Gleichzeitig zeigt das
Fingerstück 74 auf die Stellung »2« der Skala 75 in Fig. 2. Dabei drehen sich die
Verstellarme 58 und 60 so weiter, daß ihre Finger 58 b und 60 b einen
Druck auf den Treibriemen 52 ausüben und ihn in seine Stellung bei mittlerer Drehzahl
schieben. Die Teile nehmen dann die in den Fig. 9 und 4 gezeigten Stellungen ein.
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Bei der Beschreibung der Folge von Operationen, die beim Verschieben
des Treibriemens von der Stellung niedriger Drehzahl zur Stellung für mittlere Drehzahl
erforderlich sind, wurde von einer Vorbewegung des Einstellhebels 71 von seiner
Stellung in Fig.9 zu der Stellung in Fig.8 und von einer weiteren Bewegung des Hebels
71 von der Stellung in Fig. 8 zur Stellung in Fig. 9 berichtet. Es ist jedoch verständlich,
daß beim praktischen Gebrauch der Einstellhebel 71 kontinuierlich von seiner Stellung
in Fig. 7 über seine Stellung in Fig. 8 bis zu seiner Stellung in Fig. 11 bewegt
werden kann, ohne daß eine Pause in der Stellung von Fig. 8 notwendig wäre.
Soll
der Treibriemen in die Stellung für hohe Drehzahl gebracht werden, wird der Einstellhebel
71 gegen den Uhrzeigersinn von der Stellung in Fig. 9 in die Stellung in Fig. 10
gebracht. Sobald dabei der Stift 78 an das hintere Ende des Schlitzes 77 anstößt,
kann sich der Rastenhebel 76 nicht mehr nach vorn verschieben. Infolgedessen drückt
der Anschlagbolzen 82 den Rastenhebel 76 nach unten, klettert über den Buckel zwischen
den Rasten 84 und 85 hinweg und nimmt die Stellung in der Raste 85 ein. Dadurch
werden die Verstellarme 58 und 60 von der in Fig. 4 gezeigten Stellung in die in
Fig. 5 gezeigte Stellung bewegt. Dabei wird der Treibriemen 52 in die Stellung für
hohe Geschwindigkeit geschoben. Obwohl sich die Verstellarme auf diese Weise nur
um ein Stück bewegen, das dem Abstand der Rasten 84 und 85 ohne den zusätzlichen
Weg von der Länge des Schlitzes 77 entspricht, reicht die Bewegung der Verstellarme
aus, um den Treibriemen 52 von der Stellung in Fig. 4 in die Stellung in Fig. 5
zu verschieben, weil praktisch kein Spiel zwischen den Verstellfingern 58b und 60b
einerseits und dem Treibriemen andererseits mehr besteht, wenn die Verstellarme
die in Fig. 4 gezeigte Stellung einnehmen.
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Wird es gefordert, den Treibriemen von der Stellung für hohe Drehzahl
in die Stellung für mittlere Drehzahl zu schieben, erhält der Einstellhebel 71 zuerst
eine Vordrehung im Uhrzeigersinn von seiner Stellung »3«, dargestellt in Fig. 10,
in Richtung auf seine Stellung »2«. Bei dieser Vordrehung des Einstellhebels 71
drückt der Anschlagbolzen 82 den Rastenhebel 76 nach hinten, bis der Stift 78 gegen
das rechte Ende des Schlitzes 77 stößt. Die Teile nehmen dann die in der Fig. 11
gezeigte Stellung ein. Als Folge bewegen sich die Verstellarme 58 und 60 in ausreichendem
Maße und schalten das Spiel zwischen dem Treibriemen 52 und den Verstellfingern
58 a und 60a aus. Die Verstellarme 58 und 60 besitzen dann die in Fig. 5 gezeigte
Lage, mit der Abweichung, daß die Finger 58a und 60a den Treibriemen 52 gerade berühren.
Die tatsächliche Verschiebung des Treibriemens 52 von der Stellung für hohe Drehzahl
zur Stellung für mittlere Drehzahl erfolgt durch eine weitere Drehung des Einstellhebels
71 im Uhrzeigersinn, wobei der Anschlagbolzen 82 über den Buckel zwischen den Rasten
85 und 84 klettert, bis er in die Raste 84 einrastet, wie in der Fig. 12 gezeigt
ist. Während dieser Bewegung des Einstellhebels 71 bewegt sich der Rastenhebel nicht
mehr in einer Verschiebebewegung, sondern führt eine reine Drehbewegung um den Stift
78 aus. Bei dieser Drehung im Uhrzeigersinn des Hebels 71 wird dessen Fingerstück
74 mit der Skalennummer »2« zur Deckung gebracht, und die Verstellarme 58 und 60
kommen in die Stellung, die in Fig. 6 gezeigt ist, und schieben den Treibriemen
52 in die Stellung für mittlere Drehzahl, in der er um die Riemenscheibenstufen
51 b und 53 b herumgelegt ist.
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Soll der Treibriemen von seiner mittleren Stellung in die Stellung
für langsame Drehzahl geschoben werden, wird der Einstellhebel 71 von seiner in
Fig. 12 dargestellten Stellung vollständig in die Stellung in Fig. 7 geschwenkt.
Bei dieser Bewegung des Einstellhebels 71 kann der Rastenhebel 76 keine Verschiebebewegung
nach hinten ausführen, weil der Stift 78 gegen das vordere Ende des Schlitzes 77
stößt. Infolgedessen braucht der Einstellhebel nur eine ausreichende Drehbewegung
auszuführen, damit der Anschlagbolzen 82 über den Buckel zwischen den Rasten 84
und 83 gelangt. Diese Bewegung ist ausreichend 1 zur Drehung der Verstellarme 58
und 60 von der in Fig. 6 gezeigten Stellung in die in Fig. 3 gezeigte Stellung,
da praktisch kein Spiel zwischen dem Treibriemen 52 und den Verstellfingern 58a
und 60a besteht, wenn sich die Verstellarme in der Stellung von Fig. 6 befinden.
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Ist der Treibriemen in der Stellung mittlerer Drehzahl, wie in Fig.
4 gezeigt ist, nachdem vorher eine Verschiebung des Treibriemens von seiner Stellung
niedriger Drehzahl (Fig: 3) in die Stellung mittlerer Drehzahl erfolgt war, besteht
ein beträchtliches Spiel zwischen den Verstellarmen 58a und 60a einerseits und dem
Treibriemen 52 andererseits. Soll der Treibriemen dann zurück auf die Stellung niedriger
Drehzahl entsprechend Fig. 3 geschoben werden, muß der Einstellhebel 71 im Uhrzeigersinn
von der Stellung nach Fig. 9 in die Stellung in Fig. 7 gedreht werden. Während des
ersten Teils dieser Drehung wird der Rastenhebel 76 nach hinten geschoben, bis der
Stift 78 am rechten Ende des Schlitzes 77 anliegt. Diese Bewegung des Einstellhebels
71 reicht aus, die Verstellarme 58 und 60 so dicht an den Treibriemen 52 heranzurücken,
daß das Spiel zwischen ihm und den Verstellüngern 58a und 60a ausgeschaltet ist.
Wird die Drehung des Einstellhebels 71 im Uhrzeigersinn fortgesetzt, so klettert
der Anschlagbolzen 82 bis in die Raste 83, wobei der Einstellhebel 71 dann die Stellung
für niedrige Geschwindigkeit erreicht hat, wie in Fig. 7 gezeigt ist. Dabei wurden
die Verstellarme 58 und 60 sowie der Treibriemen 52 in die Stellung für niedrige
Geschwindigkeit gebracht, wie es aus Fig. 3 ersichtlich ist.
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Wenn der Treibriemen von der Stellung hoher Geschwindigkeit entsprechend
Fig. 5 in die Stellung für mittlere Geschwindigkeit entsprechend Fig. 6 geschoben
worden ist, liegen die Verstellarme 58 und 60 so, daß ein beträchtliches Spiel zwischen
den Verstellfingern 58 b und 60 b einerseits und dem Treibriemen 52 andererseits
besteht. Wird dann gewünscht, den Treibriemen von der Stellung für mittlere Drehzahl
zu den Stellungen für hohe Drehzahl zurückzuschieben, muß der Einstellhebel 71 entgegen
dem Sinne des Uhrzeigers von seiner Stellung nach Fig. 12 in Richtung auf seine
Stellung nach Fig. 10 gedreht werden. Während des ersten Teils dieser Drehbewegung
des Einstellhebels 71 wird der Rastenhebel 76 nach vorn geschoben, bis der Stift
78 am hinteren Ende des Schlitzes 77 anliegt. Diese anfängliche Bewegung des Hebels
71 ist ausreichend, die Verstellarme 58 und 60 so weit zu drehen, daß das Spiel
zwischen dem Treibriemen 52 und den Fingern 58 b und 60 b ausgeschaltet wird. Bei
fortgesetzter Drehung des Einstellhebels 71 gegen den Uhrzeigersinn klettert der
Anschlagbolzen 82 bis zur Raste 85, und die Verstellarme 58 und 60 drehen sich weiter
und schieben den Treibriemen 52 von der Stellung für mittlere Drehzahl bis zur Stellung
für hohe Drehzahl, wie sie in Fig. 5 gezeigt ist.
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Wie aus der vergangenen Beschreibung der Wirkungsweise klargeworden
ist, kann der Verstellmechanismus einschließlich des Einstellhebels 71 und des Rastenhebels
76 entsprechend der Forderung, daß das Spiel zwischen dem Treibriemen und den Verstellfingern
erst beseitigt werden muß, damit die Verschiebung des Treibriemens dann unter den
gleichen Bedingungen erfolgt, wie wenn praktisch kein Spiel zwischen Treibriemen
und Verstellfingern bestanden hätte, bevor die Verschiebung eingeleitet worden war,
bei zwei Stellungen des Treibriemens einen größeren Stellweg der Verstellarme 58
und 60 ausführen. Wenn
der Treibriemen in der Stellung für niedrige
Drehzahl ist und auf den Endstufen 51 a und 53 a der Riemenscheiben liegt, führen
die Verstellarme 58 und 60 eine größere Bewegung aus, wenn der Treibriemen in die
Stellung mittlerer Drehzahl gebracht werden und an den mittleren Stufen
51 b und 53 b der Riemenscheiben aufliegen soll, als sie die Verstellarme
ausführen, wenn der Treibriemen von der Stellung für mittlere Drehzahl zur Stellung
für niedrige Drehzahl geschoben werden soll, wenn vorher eine Verschiebung des Treibriemens
von der Stellung für hohe Drehzahl auf die Stellung für mittlere Drehzahl erfolgte.
Auf ähnliche Art wird eine größere Bewegung der Verstellarme 58 und 60 herbeigeführt,
wenn der Treibriemen von der Stellung hoher Drehzahl, er liegt dann auf den Endstufen
51 c und 53 c Riemenscheiben, zur Stellung für mittlere Drehzahl geschoben werden
soll, als wenn der Treibriemen von der Stellung für mittlere Drehzahl zur Stellung
für hohe Drehzahl geschoben werden soll, wenn vorher eine Verschiebung des Treibriemens
von der Stellung für niedrige Drehzahl zur Stellung für mittlere Drehzahl erfolgte.
Durch die Vorrichtung zur Festlegung der Stellung der Verstellarme einschließlich
des Einstellhebels 71 erfolgt eine größere Bewegung der Betätigungsglieder einschließlich
der Scheibe 62 und des Stifts 64, wenn die Verstellarme die Treibriemen in eine
entgegengesetzte Richtung verschieben sollen, entgegengesetzt zur Richtung der vorangegangenen
Verschiebung, als wenn sie den Treibriemen in der gleichen Richtung verschieben
sollen, in der die vorangegangene Verschiebung erfolgte. Darauf ist zurückzuführen,
daß die Bewegungen der Verstellarme 58 und 60 automatisch davon beeinflußt oder
geregelt werden, ob ein Spiel zwischen dem Treibriemen und den Verstellfingern vorhanden
ist oder nicht.