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DE1083090B - Kontrollvorrichtung fuer mit pulsierendem bzw. intermittierendem Druck arbeitende Schmieranlagen - Google Patents

Kontrollvorrichtung fuer mit pulsierendem bzw. intermittierendem Druck arbeitende Schmieranlagen

Info

Publication number
DE1083090B
DE1083090B DEF20578A DEF0020578A DE1083090B DE 1083090 B DE1083090 B DE 1083090B DE F20578 A DEF20578 A DE F20578A DE F0020578 A DEF0020578 A DE F0020578A DE 1083090 B DE1083090 B DE 1083090B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
control device
lubricant
displacement member
cylinder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF20578A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Johann Lipinski
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alex Friedmann KG
Original Assignee
Alex Friedmann KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alex Friedmann KG filed Critical Alex Friedmann KG
Publication of DE1083090B publication Critical patent/DE1083090B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16NLUBRICATING
    • F16N27/00Proportioning devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Lubrication Of Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Kontrollvorrichtung für mit pulsierendem bzw. intermittierendem Druck arbeitende Schmieranlagen Für Schmieranlagen sind Kontrollvorrichtungen bekannt, bei welchen die Schmiermittelförderung nicht kontinuierlich, sondern pulsierend erfolgt, wobei in den Weg des Schmiermittels ein Kolben eingeschaltet ist, welchem eine Drosselstelle zugeordnet ist. Dieser Kolben wird durch das geförderte Schmiermittel entgegen einer Federkraft mitgenommen und durch letztere in den Förderpausen wieder zurückgeschoben.
  • Eine bekannte Vorrichtung zum Anzeigen der Bewegung von stoßweise strömenden Flüssigkeiten verwendet ein Glasrohr, in welchem ein mit einer feinen Mittelbohrung versehenes Kölbchen gegen den Druck einer Feder beim Druckstoß der Pumpe infolge seines Durchströmwiderstandes in der Förderrichtung mitgenommen wird und in der Zeit bis zum nächsten Druckstoß wieder zurückgleitet. Einer solchen Vorrichtung haftet der 1\Tachteil an, daß die Beobachtung des Schauglases nur aus der Nähe erfolgen kann, daher größere Aufmerksamkeit erfordert und durch die unvermeidliche Verschmutzung des Schauglases noch erschwert wird. Solche Vorrichtungen sind überdies wegen der geringen Widerstandsfähigkeit der Schaugläser nur für niedrige Drücke verwendbar.
  • Andere bekannte Kontrollvorrichtungen sind mit einem feder- oder gewichtsbelasteten Kolben ausgestattet, der vom Öldruck nur einseitig beaufschlagt wird. Bei einigen dieser Vorrichtungen ist der Kolben mit einem aus dem Gehäuse herausgeführten Bolzen versehen, der durch seine Lage den Stand bzw.-die Bewegungen des Kolbens erkennbar macht, gleichzeitig aber auch als Träger eines Gewichtes oder zur Betätigung eines elektrischen Kontaktes dient. Wird nun eine solche Kontrollvorrichtung für eine mit pulsierendem bzw. intermittierendem Druck arbeitende Schmieranlage verwendet, so ergibt sich, daß ein Druckzustand in der Leitung auch dann angezeigt wird, wenn diese hinter der Kontrollvorrichtung verstopft ist und die Förderung des Schmiermittels unterbrochen ist. Die Kolbenstellung ist dort eben nur vom jeweiligen Druck in der Schmierleitung abhängig, nicht aber vom Flüssigkeitsdurchsatz. Die diesen bekannten Einrichtungen zugedachte Aufgabe besteht demnach nur in der Anzeige des Druckzustandes der Schmierleitung.
  • Die gleiche Aufgabe erfüllt eine Kontrollvorrichtung mit zwei zueinander senkrecht bewegbar geführten federbelasteten Kolben, wovon der eine in der Förderrichtung bewegliche Kolben vom Schmiermittel durchflossen ist und der andere, lediglich an seiner Unterseite vom Leitungsdruck beaufschlagte Kolben mit einem aus dem Gehäuse herausragenden Bolzen die optische bzw. elektrische Anzeige des Druckzustandes der Leitung vermittelt. Auch diese Einrichtung erweist sich für den Erfindungszweck als ungeeignet.
  • Ferner sind Geräte mit einseitig vom Leitungsdruck beaufschlagten federbelasteten Kolben bekanntgeworden, die als Entlastungsventil bzw. als Dosierungseinrichtung für Schmiermittelmengen ausgebildet und nicht geeignet sind, Störungen der Schmiermittelzufuhr anzuzeigen.
  • Durch die den Gegenstand der Erfindung bildende Kontrollvorrichtung für mit pulsierendem bzw. intermittierendem Druck arbeitende Schmieranlagen sind die vor angeführten Mängel der bekannten Vorrichtungen ausgeschaltet. Die erfindungsgemäße Kontrollvorrichtung verwendet ein durch das geförderte Schmiermittel bewegtes Verdrängungsglied, welches in bekannter Weise einerseits vom Zuführungsdruck des Schmiermittels und andererseits vom Gegendruck in der Schmierleitung beaufschlagt ist und unter der Gegenbelastung einer Feder bzw. eines Gewichtes steht und mit einem aus der Kontrollvorrichtung herausragenden Zeiger ausgebildet ist, wobei bei allen Stellungen dieses Verdrängungsgliedes ein freier Drosselquerschnitt für den Durchtritt des Schmiermittels frei bleibt.
  • Die wesentlichen Erfindungsmerkmale der neuen Kontrollvorrichtung beziehen sich darauf, daß die Gewichts- oder Federbelastung des Verdrängungsgliedes und die Größe des Drosselquerschnittes so bemessen sind, daß der Weg den das Verdrängungsglied während eines Förderintervalls zurückgeht, kleiner ist als der Weg, den es während einer Förderperiode zurücklegt. Hierdurch gewährleistet die Einrichtung die sofortige Anzeige einer Störung der Schmiermittelförderung ohne Beeinflussung durch den Druckzustand in der Leitung, wobei der beim Herausragen gut sichtbare Zeiger eine mühelose Beobachtung aller Kontrollstellen der Schmieranlage auch aus größerer Entfernung und auch bei längeren Förderintervallen durch einen Blick ermöglicht. Zufolge der Anordnung und kräftigen Gestaltung der Zeiger kann durch diese die richtige Funktion der Kontrollvorrichtung selbst überprüft werden. Zu diesem Zwecke kann die kontrollierende Person vorerst alle Zeiger hineindrücken und nach einer gewissen Zeitspanne kontrollieren, ob nunmehr wieder alle Zeiger herausragen. Es wird dadurch die Fehlermöglichkeit vermieden, daß bei einem Bruch der das Verdrängungsglied belastenden Feder oder bei einem Steckenbleiben des Verdrängungsgliedes der Anschein erweckt wird, daß die betreffende Schmierleitung richtig funktioniert. Es ist hierbei auch möglich, auf eine Federbelastung oder Gewichtsbelastung des Verdrängungsgliedes überhaupt zu verzichten und auf diese Weise die kontrollierende Person zu zwingen, die Kontrolle in zwei Arbeitsgängen durchzuführen, Zwobei im ersten Arbeitsgang alle Zeiger niedergedrückt werden und nach einer entsprechenden Zeitspanne im zweiten Arbeitsgang alle Zeiger mit einem Blick kontrolliert werden.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Verdrängungsglied von einem an sich bekannten Kolben und der Zeiger von einer abgedichtet aus dem Gehäuse der Kontrollvorrichtung herausgeführten Kolbenstange dieses Kolbens gebildet. Es kann hierbei beispielsweise die Kolbenstange gewichtsbelastet sein oder das Verdrängungsglied selbst so schwer ausgebildet sein, daß es in eine Ausgangsstellung zurücksinkt.
  • Es wird somit auch bei Verwendung der automatisch wirkenden Kontrollvorrichtung der Zeiger immer in der angehobenen Stellung gehalten, solange eine Schmierleitung in Funktion ist. Erst wenn der nächste Förderstoß nicht zeitgerecht einsetzt, wird der Zeiger in auffälliger Weise abgesenkt und verschwindet letzten Endes vollständig im Gehäuse der Kontrollvorrichtung, so daß ein Übersehen einer fehlerhaften Funktion auch bei geringer Aufmerksamkeit kaum möglich ist. Die Kontrolle kann noch weiter erleichtert werden, indem das völlige Absinken bzw. Verschwinden des Zeigers, sobald ein Fehler eintritt, beschleunigt wird. Dies kann erfindungsgemäß dadurch erfolgen, daß die Größe des Drosselquerschnittes in Abhängigkeit vom Weg des Verdrängungsgliedes in der Förderrichtung abnimmt. Damit ist auch gleichzeitig der Tatsache Rechnung getragen, daß die Federkraft beim Zurückgehen des Verdrängungsgliedes entsprechend der üblichen Federcharakteristik abnimmt. Die Abhängigkeit der Größe des Drosselquerschnittes vom Wege des Verdrängungsgliedes kann bei Ausbildung des Gliedes als Verdrängungskolben dadurch verwirklicht werden, daß der Durchmesser des Zylinders in der Verdrängungsrichtung des Kolbens konisch oder stufenweise abnimmt.
  • Die Anordnung kann nun so getroffen sein, daß der das Verdrängungsglied bildende Kolben in an sich bekannter Weise mit Spiel im Zylinder geführt ist und der Spielraum zwischen Kolben und Zylinder während des gesamten Hubes des Kolbens den Drosselquerschnitt bildet, über welchen die gesamte geförderte Schmiermittelmenge geführt ist. Gemäß der Erfindung kann aber auch der Kolben zumindest über einen Teil seines Hubes dicht am Zylinder geführt sein, während der Drosselquerschnitt in einer die Räume zu beiden Seiten des Kolbens verbindenden Kurzschlußleitung angeordnet ist. Eine solche Anordnung ermöglicht in einfacher Weise eine einstellbare Ausbildung des Drosselquerschnittes, was dann von Vorteil sein kann, wenn sehr kleine Schmiermittelmengen gefördert werden sollen. Es wird dadurch ermöglicht, für alle in Betracht kommenden Schmieraufgaben mit einer oder wenigen einheitlichen Größen von Kontrollvorrichtungen auszukommen.
  • Erfindungsgemäß kann das Verdrängungsglied von einem Stulp gebildet sein, welcher in dem ihn führenden Zylinder so angeordnet ist, daß sein freier Manschettenrand von der Zuführungsseite des Schmiermittels abgewendet ist, so daß der Zuführungsdruck eine Undichtheit des Abschlusses des Stulpes im Zylinder bewirkt. Der Stulp legt sich nun an die Zylinderbohrung leicht an, und die Undichtheit des Abschlusses des Stulpes im Zylinder ergibt den Drosselspalt, welcher sich infolge der Elastizität des Stulpes selbst einerseits durch den Schmiermitteldruck und andererseits beim Rückgang durch die ihn belastende Kraft regelt. Eine solche Ausführung bringt den wesentlichen Vorteil mit sich, daß auf eine Präzision bei der Herstellung des Zylinders verzichtet werden kann und daß der präzise auszubildende Kolben entfällt.
  • Gemäß der Erfindung kann nun auch die Kontrollvorrichtung gleichzeitig als Überlaufventil ausgebildet sein, über welches das Schmiermittel bei Überschreitung eines vorbestimmten Maximaldruckes entweicht, wobei das Austreten des Schmiermittels im Bereich des zu kontrollierenden Zeigers die Störung anzeigt. Dies kann in einfacher Weise dadurch verwirklicht werden, daß der betriebsmäßige Hub des Verdrängungsgliedes federnd begrenzt ist und die den Zeiger bildende Kolbenstange od. dgl. eine Ausnehmung aufweist, welche bei Überschreitung des betriebsmäßigen Kolbenhubes die Abdichtung ihrer Führung überbrückt.
  • Eine in der erfindungsgemäßen Weise gegen Störungen und Fehler gesichterte Schmieranlage ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Schmierstellen und den letzten eine Verteilung oder Dosierung des Schmiermittels bewirkenden Organen Kontrollvorrichtungen der erfindungsgemäßen Art in die Schmiermittelwege eingeschaltet sind.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen schematisch erläutert.
  • Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform einer Kontrollvorrichtung im Schnitt; Fig. 2 und 3 zeigen verschiedene Ausführungsformen einer solchen Kontrollvorrichtung im Schnitt, bei welchen die Größe des wirksamen Drosselquerschnittes vom Weg des Verdrängungsgliedes abhängig gemacht ist; Fig. 4 zeigt eine andere Ausbildung einer Kontrollvorrichtung im Schnitt; Fig. 5 zeigt eine mit einem Dosierelement zusammengebaute Kontrollvorrichtung im Schnitt; Fig.6 zeigt eine andere Ausführungsform einer Kontrollvorrichtung im Schnitt ähnlich der Ausführungsform nach Fig. 1.
  • Bei der Kontrollvorrichtung nach Fig. 1 ist in einer Zylinderbohrung 1 des Gehäuses 2 ein Kolben 3 mit Spiel geführt. Diese Kontrollvorrichtung ist in die Schmiermittelförderleitung eingeschaltet. Das Schmiermittel tritt in den Kanal4 ein und gelangt aus dem Kanal 5 in die Schmiermittelleitung und zur Schmierstelle. Zwischen dem Kolben 3 und der Zylinderbohrung 1 verbleibt ein Spalt 6, welcher den Drosselquerschnitt bildet, über welchen die gesamte zur Schmierstelle geförderte Schmiermittelmenge geführt wird. Der Kolben 3 ist durch eine Feder 7 belastet. Durch eine Verschraubung 8 hindurch ist ein von einer Kolbenstange 9 gebildeter Zeiger aus der Kontrollvorrichtung herausgeführt, wobei 10 einen Gummiring darstellt, welcher den Durchtritt der Kolbenstange bzw. des Zeigers 9 durch die Verschraubung 8 abdichtet.
  • Durch den im Raum 11 unter dem Kolben 3 auftretenden Druck des durch die Bohrung 4 zugeführten Schmiermittels wird der Kolben 3 angehoben. Das Schmiermittel tritt hierbei durch den Drosselquerschnitt 6 hindurch und gelangt in die Leitung 5 und zur Schmierstelle. Der Drosselquerschnitt 6 ist so bemessen und die Kraft der Feder 7 ist so abgestimmt, daß der Kolben 3 entgegen der Kraft der Feder 7 durch den Schmiermitteldruck angehoben wird.
  • Wenn eine solche Kontrollvorrichtung für eine mit kontinuierlichem Druck arbeitende Schmiervorrichtung verwendet wird, so wird der Kolben 3 dauernd in seiner höchsten Lage gehalten. Der von der Kolbenstange gebildete Zeiger 9 ragt aus der Kontrollvorrichtung heraus und zeigt die richtige Funktion an. Falls die Förderung aus irgendeinem Grunde unterbrochen wird, sinkt der Kolben ab, wobei das Schmiermittel durch den Drosselquerschnitt 6 in den Raum 12 über den Kolben 3 hindurchtritt. Das Verschwinden bzw. Absinken des Zeigers 9 zeigt den Fehler in der Schmierleitung an.
  • Meist aber fördert eine Schmiervorrichtung, beispielsweise eine Kolbenpumpe intermittierend, so daß auf einen Druckstoß eine drucklose Periode folgt. Der Drosselquerschnitt 6 und der Druck der Feder 7 sind so abgestimmt, daß der Rückgang des Kolbens 3 in der drucklosen Periode kleiner ist als der Hub, welchen der Kolben in der Druckperiode ausführt. Der Kolben wird daher dauernd in seiner angehobenen Lage spielen, und der Zeiger 9 verbleibt in der aus dem Gehäuse 2 herausragenden Stellung und zeigt die richtige Funktion der Schmierleitung an. Dies gilt insbesondere für solche Schmieranlagen, welche mit pulsierendem Druck und mit durch den pulsierenden bzw, intermittierenden Zuführungsdruck betätigtem Dosierelement arbeiten. Bei solchen Schmieranlagen sind die Förderintervalle verhältnismäßig groß im Verhältnis zu den Förderperioden, und es muß nun der Drosselquerschnitt 6 so klein bemessen werden, daß auch hier die Bedingung erfüllt ist, daß der Rückgang des Kolbens während eines Förderintervalls kleiner ist als der Hub, welchen der Kolben während einer Förderperiode ausführen kann. Der Rückgang des Kolbens während eines Förderintervalls soll nur einen Bruchteil des gesamten Hubes des Kolbens 3 betragen, so daß der Kolben bzw. der Zeiger 9 immer in einer Stellung spielt, in welcher er weit aus dem Gehäuse 2 herausragt und daher deutlich sichtbar ist. Die Ausführungsform nach Fig.2 unterscheidet sich von der Ausführungsform nach Fig. 1 lediglich dadurch, daß die Bohrung 13, in welcher der Kolben 3 spielt, konisch nach oben zu verjüngt ist. Diese Verjüngung ist in der Zeichnung übertrieben dargestellt. Es ergibt sich dadurch ein variabler, Drosselquerschnitt 14 zwischen dem Kolben 3 und der Bohrung 13, welcher am kleinsten ist, wenn sich der Kolben 3 in seiner höchsten Stellung befindet. Da der Kolben 3 bei pulsierendem Zuführungsdruck dauernd um seine höchste Stellung spielt, gilt im Betrieb der kleinste Drosselquerschnitt 14; bei einer Störung aber, wenn der nächste Förderstoß entfällt, sinkt dann infolge des sich erweiternden Drosselquerschnittes 14 der Kolben 3 mit dem Zeiger 9 schnell ab; der Zeiger 9 verschwindet schneller, und die Störung wird schneller und deutlicher angezeigt.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist die Zylinderbohrung, in welcher der Kolben 3 geführt ist, abgesetzt, der obere Teil 15 dieser Zylinderbohrung entspricht ungefähr der Zylinderbohrung 1, und es verbleibt, wenn der Kolben 3 in dieser Zylinderbohrung 15 spielt, ein Drosselspalt 6 zwischen Kolben 3 und Bohrung 15. Der untere Teil 16 der Zylinderbohrung ist erweitert, so daß, wenn der Kolben 3 in diesem unteren Teil 16 spielt, ein großer Drosselspalt verbleibt. Die Abstufung der Bohrung ist in der Zeichnung übertrieben dargestellt. Die Länge des Teiles 15 der Zylinderbohrung ist so bemessen, daß der Kolben 3 im Betrieb, und zwar auch dann, wenn diese Kontrollvorrichtung für Schmieranlagen mit pulsierendem Förderdruck verwendet wird, in dem Teil 15 der Bohrung spielt. Der Zeiger 9 ragt daher weit aus dem Gehäuse 2 heraus. Wenn nun bei einer Betriebsstörung die Förderung des Schmiermittels aussetzt bzw. der nächste Förderstoß den Kolben 3 nicht rechtzeitig wieder anhebt, gelangt der Kolben 3 in den Bereich der größeren Zylinderbohrung 16 und sinkt infolge des vergrößerten Drosselspaltes schnell ab, so daß der Zeiger 9 schneller verschwindet und die Störung schneller angezeigt wird.
  • Die Ausführungsform nach Fig.4 unterscheidet sich von der Ausführungsform nach Fig. 1 dadurch, daß der Kolben 17, welcher beispielsweise mit einer Stulpdichtung 18 ausgebildet ist, dicht in der Zylinderbohrung 19 geführt ist. Der Drosselquerschnitt 20 ist dann in einer Kurzschlußleitung 21 vorgesehen, welche den Raum 11 unter dem Kolben mit dem Raum 12 über dem Kolben 17 verbindet. Die Größe dieses Drosselquerschnittes ist durch ein einschraubbares Nadelventil 22 einstellbar. Die Funktion ist die gleiche wie bei der Anordnung nach Fig. 1, da der Drosselquerschnitt 20 die gleiche Wirkung hat wie der Drosselquerschnitt 6, jedoch bietet die Einsteilbarkeit dieses Drosselquerschnittes Vorteile.
  • Die Kontrollvorrichtung kann nun gleichzeitig auch als Überlaufventil ausgebildet sein, welches bei einem übermäßigen Druckanstieg in der Schmierleitung den Austritt des Schmiermittels gestattet. Auf diese Weise dient die Kontrollvorrichtung gleichzeitig auch als Sicherheitsvorrichtung, welche Schäden an der Schmierlage durch übermäßigen Schmierrnitteldruck verhindert, und zeigt auch durch Austritt des Schmiermittels Fehler an, welche eine Drucksteigerung bewirken. Der Hub des Kolbens 17 ist elastisch durch eine Anschlagfeder 23 begrenzt. Bei übermäßigem Anstieg des Schmiermitteldruckes wird die Anschlagfeder 23 zusammengedrückt, und eine Ausnehmung 24 gelangt in den Bereich des Dichtungsringes 10. Der Dichtungsring 10 wird durch diese Ausnehmung 24 überbrückt, und das Schmiermittel tritt aus der Führung des Zeigers 9 in der Verschraubung 8 aus. Dadurch, daß der Schmiermittelaustritt unmittelbar beim Zeiger erfolgt, wird ein solcher Fehler im Kontrollorgan mit Sicherheit angezeigt.
  • In allen Fällen ist der Zeiger 9 so ausgebildet und so robust mit dem Kolben 3 bzw. 17 verbunden, daß durch Druck auf den Zeiger 9 der Kolben herabgedrückt werden kann. Auf diese Weise kann auch bei einem eventuellen Bruch der Feder 7 oder bei einem Steckenbleiben des Kolbens 3 bzw. 17 in der angehobenen Stellung eine Kontrolle mit Sicherheit erfolgen. Es ist ohne weiteres möglich, auch die Feder 7 völlig wegzulassen und die Kontrolle nur dadurch durchzuführen, daß vorerst der Zeiger 9 herabgedrückt wird und dann abgewartet wird, ob der Zeiger wieder aus dem Gehäuse 2 heraustritt. Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 zeigt eine Ausbildung des Zeigers 9 mit einem Tastknopf 25.
  • Das Ausführungsbeispiel nach Fig.5 zeigt eine Anordnung, bei welcher eine Kontrollvorrichtung entsprechend Fig. 1 mit einem Dosierelement eines Zweileitersystems zusammengebaut ist. Dieses Dosierelement besteht in bekannter Weise aus einem Gehäuse 26, in welchem ein Förderkolben 27 und ein Steuerkolben 28 geführt sind. Die beiden abwechslungsweise unter Druck gesetzten Zuführungsleitungen sind mit 29 und 30 bezeichnet. Wenn beispielsweise die Zuführungsleitung 29 unter Druck gesetzt und die Zuführungsleitung 30 entlastet wird, wird der Steuerkolben 28 in die in der Zeichnung dargestellte Stellung gedrückt, und der Förderkolben 27 wird aus der in der Zeichnung dargestellten Stellung nach oben gedrückt. Hierbei fördert der Förderkolben 27 Schmiermittel zum Kanal 4 und über die Kontrollvorrichtung und den Kanal 5 zur Schmierstelle, wobei die Fördermenge durch einen Anschlag 31 einsteilbar ist.
  • Die wieder aus dem Kolben 6, dem Zeiger 9 und der Zylinderbohrung 1 bestehende Kontrollvorrichtung ist nur vor einem Auslaß der Dosiervorrichtung angeordnet, während der andere Auslaß 32 nicht kontrolliert ist. Es genügt hier die Kontrolle des einen Auslasses, da bei Funktionieren eines Auslasses zwangsweise auch der andere Auslaß in Funktion sein muß.
  • Fig.6 zeigt eine Ausführungsform ähnlich der Ausführungsform nach Fig. 1. Es ist hier an Stelle des Kolbens 3 ein Stulp 33 vorgesehen, dessen Manschette 34 leicht an der Zylinderwand anliegt. Durch den im Raum 11 auftretenden Zuführungsdruck wird der Stulp von der Zylinderwand 1 abgehoben, d. h., der Zuführungsdruck bewirkt eine Undichtheit des Abschlusses des Stulpes 33 im Zylinder 1, und es entsteht zwischen der Manschette 34 des Stulpes und der Zylinderwand 1 der Drosselspalt 6', welcher den Durchtritt des Schmiermittels ermöglicht. Dies wird dadurch erreicht, däß der freie Rand 35 der Manschette 34 der Zuführungsseite des Schmiermittels (Zuführungsleitung 4) abgewendet ist. Beim Rückgang wird, da der Druck der Feder 7 keine so kräftige Wirkung aufweist wie der Zuführungsdruck des Schmiermittels, dieser Drosselspalt 6' kleiner werden. Ein solcher Stulp entspricht daher der Bedingung, daß dem Schmiermitteldurchgang wenig Widerstand entgegengesetzt wird, jedoch der Rückgang des Verdrängungsgliedes langsam erfolgt.
  • Die Kontrollvorrichtung soll in allen Fällen an einer Stelle hinter dem letzten, eine Dosierung oder Verteilung bewirkenden Organ, also unmittelbar vor der Schmierstelle, in die Schmierleitung eingeschaltet sein, um eben die Verhältnisse an der Schmierstelle zu kontrollieren. Gegebenenfalls kann eine Kontrollvorrichtung nach Fig. 1 auch ohne weiteres unmittelbar in einen Auslaß 32 eines Dosierelementes, ähnlich wie es in Fig. 5 dargestellt ist, eingeschraubt sein.

Claims (14)

  1. PATENTANSPROCHE: 1. Kontrollvorrichtung für mit pulsierendem bzw. intermittierendem Druck arbeitende Schmieranlagen mit einem durch das geförderte Schmiermittel bewegten, einerseits vom Zuführungsdruck des Schmiermittels und andererseits vom Gegendruck in der Schmierleitung beaufschlagten und unter der Gegenbelastung einer Feder bzw. eines Gewichtes stehenden Verdrängungsglied, welches mit einem aus der Kontrollvorrichtung herausragenden Zeiger ausgebildet ist, wobei bei allen Stellungen dieses Verdrängungsgliedes ein Drosselquerschnitt für den Durchtritt des Schmiermittels frei bleibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichts-oder Federbelastung des Verdrängungsgliedes (3, 17) und die Größe des Drosselquerschnittes (6, 14, 20) so bemessen sind, daß der Weg, den das Verdrängungsglied während eines Förderintervalls zurückgeht, kleiner ist als der Weg, den es während einer Förderperiode zurücklegt.
  2. 2. Kontrollvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verdrängungsglied (3, 17) selbst als Gewicht ausgebildet oder der Zeiger gewichtsbelastet ist.
  3. 3. Kontrollvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verdrängungsglied (3, 17) von einem an sich bekannten Kolben und der Zeiger (9) von einer abgedichtet aus dem Gehäuse (2) der Kontrollvorrichtung herausragenden Kolbenstange dieses Kolbens gebildet ist.
  4. 4. Kontrollvorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verdrängungsglied von einem an sich bekannten, in einem Zylinder (1) geführten Stulp (33) gebildet ist, dessen freier Manschettenrand (35) von der Zuführungsseite des Schmiermittels abgewendet ist, so daß der Zuführungsdruck eine Undichtheit des Abschlusses des Stulpes (33) im Zylinder bewirkt.
  5. 5. Kontrollvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe des Drosselquerschnittes (6) in Abhängigkeit vom Weg des Verdrängungsgliedes (3) in der Förderrichtung abnimmt.
  6. 6. Kontrollvorrichtung nach Anspruch 5, mit einem in .einem Zylinder geführten federbelasteten Kolben, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des Zylinders (13) in der Verdrängungsrichtung des Kolbens (3) konisch oder stufenweise abnimmt.
  7. 7. Kontrollvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und S, dadurch gekennzeichnet, daß bei abgestufter Zylinderbohrung die Länge der Zylinderbohrung (15) kleineren Durchmessers größer ist als der Weg, über welchen der Kolben (3) während eines Förderintervalls zurückgeht. B.
  8. Kontrollvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der das Verdrängungsglied bildende Kolben (3 bzw. 17) in an sich bekannter Weise mit Spiel im Zylinder (1, 13, 15, 19) geführt ist und der Spielrauen zwischen Kolben und Zylinder während des gesamten Hubes des Kolbens den Drosselquerschnitt (6 bzw. 14) bildet, über welchen die gesamte geförderte Schmiermittelmenge geführt ist.
  9. 9. Kontrollvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (18) zumindest über einen Teil seines Hubes. dicht im Zylinder geführt ist und der Drosselquerschnitt (20) in einer die Räume (11, 12) zu beiden Seiten des Kolbens verbindenden Kurzschlußleitung (21) angeordnet ist.
  10. 10. Kontrollvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Drosselquerschnitt (20) einstellbar, beispielsweise durch ein Nadelventil (22) regulierbar ist.
  11. 11. Kontrollvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie gleichzeitig als Überlaufventil ausgebildet ist, über welches das Schmiermittel bei Überschreitung eines vorbestimmten Maximaldruckes entweicht.
  12. 12. Kontrollvorrichtung nach Anspruch 11 mit einem von einem Kolben gebildeten Verdrängungsglied, dadurch gekennzeichnet, daß der betriebsmäßige Hub des Kolbens (17) federnd begrenzt ist und die den Zeiger bildende Kolbenstange (9) od. dgl. eine Ausnehmung (24) aufweist, welche bei Überschreitung des betriebsmäßigen Kolbenhubes die Abdichtung (10) ihrer Führung überbrückt.
  13. 13. Kontrollvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einem Dosierungselement zu einer Einheit vereinigt, und zwar an der Niederdruckseite desselben angeordnet ist.
  14. 14. Schmieranlage, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Schmierstellen und den letzten eine Verteilung oder Dosierung des Schmiermittels bewirkenden Organen Kontrollvorrichtungen nach einem der Ansprüche 1 bis 13 in die Schmiermittelwege eingeschaltet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 687 766, 508 840, 495 282; USA.-Patentschriften Nr. 2 615 419, 2162 898, 1942 096, 1468 548.
DEF20578A 1956-06-02 1956-06-19 Kontrollvorrichtung fuer mit pulsierendem bzw. intermittierendem Druck arbeitende Schmieranlagen Pending DE1083090B (de)

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DEF20578A Pending DE1083090B (de) 1956-06-02 1956-06-19 Kontrollvorrichtung fuer mit pulsierendem bzw. intermittierendem Druck arbeitende Schmieranlagen

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