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Kontrollvorrichtung für mit pulsierendem bzw. intermittierendem Druck
arbeitende Schmieranlagen Für Schmieranlagen sind Kontrollvorrichtungen bekannt,
bei welchen die Schmiermittelförderung nicht kontinuierlich, sondern pulsierend
erfolgt, wobei in den Weg des Schmiermittels ein Kolben eingeschaltet ist, welchem
eine Drosselstelle zugeordnet ist. Dieser Kolben wird durch das geförderte Schmiermittel
entgegen einer Federkraft mitgenommen und durch letztere in den Förderpausen wieder
zurückgeschoben.
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Eine bekannte Vorrichtung zum Anzeigen der Bewegung von stoßweise
strömenden Flüssigkeiten verwendet ein Glasrohr, in welchem ein mit einer feinen
Mittelbohrung versehenes Kölbchen gegen den Druck einer Feder beim Druckstoß der
Pumpe infolge seines Durchströmwiderstandes in der Förderrichtung mitgenommen wird
und in der Zeit bis zum nächsten Druckstoß wieder zurückgleitet. Einer solchen Vorrichtung
haftet der 1\Tachteil an, daß die Beobachtung des Schauglases nur aus der Nähe erfolgen
kann, daher größere Aufmerksamkeit erfordert und durch die unvermeidliche Verschmutzung
des Schauglases noch erschwert wird. Solche Vorrichtungen sind überdies wegen der
geringen Widerstandsfähigkeit der Schaugläser nur für niedrige Drücke verwendbar.
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Andere bekannte Kontrollvorrichtungen sind mit einem feder- oder gewichtsbelasteten
Kolben ausgestattet, der vom Öldruck nur einseitig beaufschlagt wird. Bei einigen
dieser Vorrichtungen ist der Kolben mit einem aus dem Gehäuse herausgeführten Bolzen
versehen, der durch seine Lage den Stand bzw.-die Bewegungen des Kolbens erkennbar
macht, gleichzeitig aber auch als Träger eines Gewichtes oder zur Betätigung eines
elektrischen Kontaktes dient. Wird nun eine solche Kontrollvorrichtung für eine
mit pulsierendem bzw. intermittierendem Druck arbeitende Schmieranlage verwendet,
so ergibt sich, daß ein Druckzustand in der Leitung auch dann angezeigt wird, wenn
diese hinter der Kontrollvorrichtung verstopft ist und die Förderung des Schmiermittels
unterbrochen ist. Die Kolbenstellung ist dort eben nur vom jeweiligen Druck in der
Schmierleitung abhängig, nicht aber vom Flüssigkeitsdurchsatz. Die diesen bekannten
Einrichtungen zugedachte Aufgabe besteht demnach nur in der Anzeige des Druckzustandes
der Schmierleitung.
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Die gleiche Aufgabe erfüllt eine Kontrollvorrichtung mit zwei zueinander
senkrecht bewegbar geführten federbelasteten Kolben, wovon der eine in der Förderrichtung
bewegliche Kolben vom Schmiermittel durchflossen ist und der andere, lediglich an
seiner Unterseite vom Leitungsdruck beaufschlagte Kolben mit einem aus dem Gehäuse
herausragenden Bolzen die optische bzw. elektrische Anzeige des Druckzustandes der
Leitung vermittelt. Auch diese Einrichtung erweist sich für den Erfindungszweck
als ungeeignet.
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Ferner sind Geräte mit einseitig vom Leitungsdruck beaufschlagten
federbelasteten Kolben bekanntgeworden, die als Entlastungsventil bzw. als Dosierungseinrichtung
für Schmiermittelmengen ausgebildet und nicht geeignet sind, Störungen der Schmiermittelzufuhr
anzuzeigen.
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Durch die den Gegenstand der Erfindung bildende Kontrollvorrichtung
für mit pulsierendem bzw. intermittierendem Druck arbeitende Schmieranlagen sind
die vor angeführten Mängel der bekannten Vorrichtungen ausgeschaltet. Die erfindungsgemäße
Kontrollvorrichtung verwendet ein durch das geförderte Schmiermittel bewegtes Verdrängungsglied,
welches in bekannter Weise einerseits vom Zuführungsdruck des Schmiermittels und
andererseits vom Gegendruck in der Schmierleitung beaufschlagt ist und unter der
Gegenbelastung einer Feder bzw. eines Gewichtes steht und mit einem aus der Kontrollvorrichtung
herausragenden Zeiger ausgebildet ist, wobei bei allen
Stellungen
dieses Verdrängungsgliedes ein freier Drosselquerschnitt für den Durchtritt des
Schmiermittels frei bleibt.
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Die wesentlichen Erfindungsmerkmale der neuen Kontrollvorrichtung
beziehen sich darauf, daß die Gewichts- oder Federbelastung des Verdrängungsgliedes
und die Größe des Drosselquerschnittes so bemessen sind, daß der Weg den das Verdrängungsglied
während eines Förderintervalls zurückgeht, kleiner ist als der Weg, den es während
einer Förderperiode zurücklegt. Hierdurch gewährleistet die Einrichtung die sofortige
Anzeige einer Störung der Schmiermittelförderung ohne Beeinflussung durch den Druckzustand
in der Leitung, wobei der beim Herausragen gut sichtbare Zeiger eine mühelose Beobachtung
aller Kontrollstellen der Schmieranlage auch aus größerer Entfernung und auch bei
längeren Förderintervallen durch einen Blick ermöglicht. Zufolge der Anordnung und
kräftigen Gestaltung der Zeiger kann durch diese die richtige Funktion der Kontrollvorrichtung
selbst überprüft werden. Zu diesem Zwecke kann die kontrollierende Person vorerst
alle Zeiger hineindrücken und nach einer gewissen Zeitspanne kontrollieren, ob nunmehr
wieder alle Zeiger herausragen. Es wird dadurch die Fehlermöglichkeit vermieden,
daß bei einem Bruch der das Verdrängungsglied belastenden Feder oder bei einem Steckenbleiben
des Verdrängungsgliedes der Anschein erweckt wird, daß die betreffende Schmierleitung
richtig funktioniert. Es ist hierbei auch möglich, auf eine Federbelastung oder
Gewichtsbelastung des Verdrängungsgliedes überhaupt zu verzichten und auf diese
Weise die kontrollierende Person zu zwingen, die Kontrolle in zwei Arbeitsgängen
durchzuführen, Zwobei im ersten Arbeitsgang alle Zeiger niedergedrückt werden und
nach einer entsprechenden Zeitspanne im zweiten Arbeitsgang alle Zeiger mit einem
Blick kontrolliert werden.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Verdrängungsglied
von einem an sich bekannten Kolben und der Zeiger von einer abgedichtet aus dem
Gehäuse der Kontrollvorrichtung herausgeführten Kolbenstange dieses Kolbens gebildet.
Es kann hierbei beispielsweise die Kolbenstange gewichtsbelastet sein oder das Verdrängungsglied
selbst so schwer ausgebildet sein, daß es in eine Ausgangsstellung zurücksinkt.
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Es wird somit auch bei Verwendung der automatisch wirkenden Kontrollvorrichtung
der Zeiger immer in der angehobenen Stellung gehalten, solange eine Schmierleitung
in Funktion ist. Erst wenn der nächste Förderstoß nicht zeitgerecht einsetzt, wird
der Zeiger in auffälliger Weise abgesenkt und verschwindet letzten Endes vollständig
im Gehäuse der Kontrollvorrichtung, so daß ein Übersehen einer fehlerhaften Funktion
auch bei geringer Aufmerksamkeit kaum möglich ist. Die Kontrolle kann noch weiter
erleichtert werden, indem das völlige Absinken bzw. Verschwinden des Zeigers, sobald
ein Fehler eintritt, beschleunigt wird. Dies kann erfindungsgemäß dadurch erfolgen,
daß die Größe des Drosselquerschnittes in Abhängigkeit vom Weg des Verdrängungsgliedes
in der Förderrichtung abnimmt. Damit ist auch gleichzeitig der Tatsache Rechnung
getragen, daß die Federkraft beim Zurückgehen des Verdrängungsgliedes entsprechend
der üblichen Federcharakteristik abnimmt. Die Abhängigkeit der Größe des Drosselquerschnittes
vom Wege des Verdrängungsgliedes kann bei Ausbildung des Gliedes als Verdrängungskolben
dadurch verwirklicht werden, daß der Durchmesser des Zylinders in der Verdrängungsrichtung
des Kolbens konisch oder stufenweise abnimmt.
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Die Anordnung kann nun so getroffen sein, daß der das Verdrängungsglied
bildende Kolben in an sich bekannter Weise mit Spiel im Zylinder geführt ist und
der Spielraum zwischen Kolben und Zylinder während des gesamten Hubes des Kolbens
den Drosselquerschnitt bildet, über welchen die gesamte geförderte Schmiermittelmenge
geführt ist. Gemäß der Erfindung kann aber auch der Kolben zumindest über einen
Teil seines Hubes dicht am Zylinder geführt sein, während der Drosselquerschnitt
in einer die Räume zu beiden Seiten des Kolbens verbindenden Kurzschlußleitung angeordnet
ist. Eine solche Anordnung ermöglicht in einfacher Weise eine einstellbare Ausbildung
des Drosselquerschnittes, was dann von Vorteil sein kann, wenn sehr kleine Schmiermittelmengen
gefördert werden sollen. Es wird dadurch ermöglicht, für alle in Betracht kommenden
Schmieraufgaben mit einer oder wenigen einheitlichen Größen von Kontrollvorrichtungen
auszukommen.
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Erfindungsgemäß kann das Verdrängungsglied von einem Stulp gebildet
sein, welcher in dem ihn führenden Zylinder so angeordnet ist, daß sein freier Manschettenrand
von der Zuführungsseite des Schmiermittels abgewendet ist, so daß der Zuführungsdruck
eine Undichtheit des Abschlusses des Stulpes im Zylinder bewirkt. Der Stulp legt
sich nun an die Zylinderbohrung leicht an, und die Undichtheit des Abschlusses des
Stulpes im Zylinder ergibt den Drosselspalt, welcher sich infolge der Elastizität
des Stulpes selbst einerseits durch den Schmiermitteldruck und andererseits beim
Rückgang durch die ihn belastende Kraft regelt. Eine solche Ausführung bringt den
wesentlichen Vorteil mit sich, daß auf eine Präzision bei der Herstellung des Zylinders
verzichtet werden kann und daß der präzise auszubildende Kolben entfällt.
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Gemäß der Erfindung kann nun auch die Kontrollvorrichtung gleichzeitig
als Überlaufventil ausgebildet sein, über welches das Schmiermittel bei Überschreitung
eines vorbestimmten Maximaldruckes entweicht, wobei das Austreten des Schmiermittels
im Bereich des zu kontrollierenden Zeigers die Störung anzeigt. Dies kann in einfacher
Weise dadurch verwirklicht werden, daß der betriebsmäßige Hub des Verdrängungsgliedes
federnd begrenzt ist und die den Zeiger bildende Kolbenstange od. dgl. eine Ausnehmung
aufweist, welche bei Überschreitung des betriebsmäßigen Kolbenhubes die Abdichtung
ihrer Führung überbrückt.
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Eine in der erfindungsgemäßen Weise gegen Störungen und Fehler gesichterte
Schmieranlage ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Schmierstellen
und den letzten eine Verteilung oder Dosierung des Schmiermittels bewirkenden Organen
Kontrollvorrichtungen der erfindungsgemäßen Art in die Schmiermittelwege eingeschaltet
sind.
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In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen
schematisch erläutert.
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Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform einer Kontrollvorrichtung im Schnitt;
Fig. 2 und 3 zeigen verschiedene Ausführungsformen einer solchen Kontrollvorrichtung
im Schnitt, bei welchen die Größe des wirksamen Drosselquerschnittes vom Weg des
Verdrängungsgliedes abhängig gemacht ist; Fig. 4 zeigt eine andere Ausbildung einer
Kontrollvorrichtung im Schnitt; Fig. 5 zeigt eine mit einem Dosierelement zusammengebaute
Kontrollvorrichtung im Schnitt;
Fig.6 zeigt eine andere Ausführungsform
einer Kontrollvorrichtung im Schnitt ähnlich der Ausführungsform nach Fig. 1.
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Bei der Kontrollvorrichtung nach Fig. 1 ist in einer Zylinderbohrung
1 des Gehäuses 2 ein Kolben 3 mit Spiel geführt. Diese Kontrollvorrichtung ist in
die Schmiermittelförderleitung eingeschaltet. Das Schmiermittel tritt in den Kanal4
ein und gelangt aus dem Kanal 5 in die Schmiermittelleitung und zur Schmierstelle.
Zwischen dem Kolben 3 und der Zylinderbohrung 1 verbleibt ein Spalt 6, welcher
den Drosselquerschnitt bildet, über welchen die gesamte zur Schmierstelle geförderte
Schmiermittelmenge geführt wird. Der Kolben 3 ist durch eine Feder 7 belastet. Durch
eine Verschraubung 8 hindurch ist ein von einer Kolbenstange 9 gebildeter Zeiger
aus der Kontrollvorrichtung herausgeführt, wobei 10 einen Gummiring darstellt, welcher
den Durchtritt der Kolbenstange bzw. des Zeigers 9 durch die Verschraubung 8 abdichtet.
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Durch den im Raum 11 unter dem Kolben 3 auftretenden Druck des durch
die Bohrung 4 zugeführten Schmiermittels wird der Kolben 3 angehoben. Das Schmiermittel
tritt hierbei durch den Drosselquerschnitt 6 hindurch und gelangt in die Leitung
5 und zur Schmierstelle. Der Drosselquerschnitt 6 ist so bemessen und die Kraft
der Feder 7 ist so abgestimmt, daß der Kolben 3 entgegen der Kraft der Feder 7 durch
den Schmiermitteldruck angehoben wird.
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Wenn eine solche Kontrollvorrichtung für eine mit kontinuierlichem
Druck arbeitende Schmiervorrichtung verwendet wird, so wird der Kolben 3 dauernd
in seiner höchsten Lage gehalten. Der von der Kolbenstange gebildete Zeiger 9 ragt
aus der Kontrollvorrichtung heraus und zeigt die richtige Funktion an. Falls die
Förderung aus irgendeinem Grunde unterbrochen wird, sinkt der Kolben ab, wobei das
Schmiermittel durch den Drosselquerschnitt 6 in den Raum 12 über den Kolben 3 hindurchtritt.
Das Verschwinden bzw. Absinken des Zeigers 9 zeigt den Fehler in der Schmierleitung
an.
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Meist aber fördert eine Schmiervorrichtung, beispielsweise eine Kolbenpumpe
intermittierend, so daß auf einen Druckstoß eine drucklose Periode folgt. Der Drosselquerschnitt
6 und der Druck der Feder 7 sind so abgestimmt, daß der Rückgang des Kolbens 3 in
der drucklosen Periode kleiner ist als der Hub, welchen der Kolben in der Druckperiode
ausführt. Der Kolben wird daher dauernd in seiner angehobenen Lage spielen, und
der Zeiger 9 verbleibt in der aus dem Gehäuse 2 herausragenden Stellung und zeigt
die richtige Funktion der Schmierleitung an. Dies gilt insbesondere für solche Schmieranlagen,
welche mit pulsierendem Druck und mit durch den pulsierenden bzw, intermittierenden
Zuführungsdruck betätigtem Dosierelement arbeiten. Bei solchen Schmieranlagen sind
die Förderintervalle verhältnismäßig groß im Verhältnis zu den Förderperioden, und
es muß nun der Drosselquerschnitt 6 so klein bemessen werden, daß auch hier die
Bedingung erfüllt ist, daß der Rückgang des Kolbens während eines Förderintervalls
kleiner ist als der Hub, welchen der Kolben während einer Förderperiode ausführen
kann. Der Rückgang des Kolbens während eines Förderintervalls soll nur einen Bruchteil
des gesamten Hubes des Kolbens 3 betragen, so daß der Kolben bzw. der Zeiger 9 immer
in einer Stellung spielt, in welcher er weit aus dem Gehäuse 2 herausragt und daher
deutlich sichtbar ist. Die Ausführungsform nach Fig.2 unterscheidet sich von der
Ausführungsform nach Fig. 1 lediglich dadurch, daß die Bohrung 13, in welcher der
Kolben 3 spielt, konisch nach oben zu verjüngt ist. Diese Verjüngung ist in der
Zeichnung übertrieben dargestellt. Es ergibt sich dadurch ein variabler, Drosselquerschnitt
14 zwischen dem Kolben 3 und der Bohrung 13, welcher am kleinsten ist, wenn sich
der Kolben 3 in seiner höchsten Stellung befindet. Da der Kolben 3 bei pulsierendem
Zuführungsdruck dauernd um seine höchste Stellung spielt, gilt im Betrieb der kleinste
Drosselquerschnitt 14; bei einer Störung aber, wenn der nächste Förderstoß entfällt,
sinkt dann infolge des sich erweiternden Drosselquerschnittes 14 der Kolben 3 mit
dem Zeiger 9 schnell ab; der Zeiger 9 verschwindet schneller, und die Störung wird
schneller und deutlicher angezeigt.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist die Zylinderbohrung, in welcher
der Kolben 3 geführt ist, abgesetzt, der obere Teil 15 dieser Zylinderbohrung entspricht
ungefähr der Zylinderbohrung 1, und es verbleibt, wenn der Kolben 3 in dieser Zylinderbohrung
15 spielt, ein Drosselspalt 6 zwischen Kolben 3 und Bohrung 15. Der untere Teil
16 der Zylinderbohrung ist erweitert, so daß, wenn der Kolben 3 in diesem unteren
Teil 16 spielt, ein großer Drosselspalt verbleibt. Die Abstufung der Bohrung
ist in der Zeichnung übertrieben dargestellt. Die Länge des Teiles 15 der Zylinderbohrung
ist so bemessen, daß der Kolben 3 im Betrieb, und zwar auch dann, wenn diese Kontrollvorrichtung
für Schmieranlagen mit pulsierendem Förderdruck verwendet wird, in dem Teil
15
der Bohrung spielt. Der Zeiger 9 ragt daher weit aus dem Gehäuse 2 heraus.
Wenn nun bei einer Betriebsstörung die Förderung des Schmiermittels aussetzt bzw.
der nächste Förderstoß den Kolben 3 nicht rechtzeitig wieder anhebt, gelangt der
Kolben 3 in den Bereich der größeren Zylinderbohrung 16 und sinkt infolge des vergrößerten
Drosselspaltes schnell ab, so daß der Zeiger 9 schneller verschwindet und die Störung
schneller angezeigt wird.
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Die Ausführungsform nach Fig.4 unterscheidet sich von der Ausführungsform
nach Fig. 1 dadurch, daß der Kolben 17, welcher beispielsweise mit einer Stulpdichtung
18 ausgebildet ist, dicht in der Zylinderbohrung 19 geführt ist. Der Drosselquerschnitt
20
ist dann in einer Kurzschlußleitung 21 vorgesehen, welche den Raum 11 unter
dem Kolben mit dem Raum 12 über dem Kolben 17 verbindet. Die Größe
dieses Drosselquerschnittes ist durch ein einschraubbares Nadelventil 22 einstellbar.
Die Funktion ist die gleiche wie bei der Anordnung nach Fig. 1, da der Drosselquerschnitt
20 die gleiche Wirkung hat wie der Drosselquerschnitt 6, jedoch bietet die
Einsteilbarkeit dieses Drosselquerschnittes Vorteile.
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Die Kontrollvorrichtung kann nun gleichzeitig auch als Überlaufventil
ausgebildet sein, welches bei einem übermäßigen Druckanstieg in der Schmierleitung
den Austritt des Schmiermittels gestattet. Auf diese Weise dient die Kontrollvorrichtung
gleichzeitig auch als Sicherheitsvorrichtung, welche Schäden an der Schmierlage
durch übermäßigen Schmierrnitteldruck verhindert, und zeigt auch durch Austritt
des Schmiermittels Fehler an, welche eine Drucksteigerung bewirken. Der Hub des
Kolbens 17 ist elastisch durch eine Anschlagfeder 23 begrenzt. Bei übermäßigem Anstieg
des Schmiermitteldruckes wird die Anschlagfeder 23 zusammengedrückt, und eine Ausnehmung
24 gelangt in den Bereich des Dichtungsringes 10. Der Dichtungsring
10 wird durch diese
Ausnehmung 24 überbrückt, und das Schmiermittel
tritt aus der Führung des Zeigers 9 in der Verschraubung 8 aus. Dadurch, daß der
Schmiermittelaustritt unmittelbar beim Zeiger erfolgt, wird ein solcher Fehler im
Kontrollorgan mit Sicherheit angezeigt.
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In allen Fällen ist der Zeiger 9 so ausgebildet und so robust mit
dem Kolben 3 bzw. 17 verbunden, daß durch Druck auf den Zeiger 9 der Kolben herabgedrückt
werden kann. Auf diese Weise kann auch bei einem eventuellen Bruch der Feder 7 oder
bei einem Steckenbleiben des Kolbens 3 bzw. 17 in der angehobenen Stellung eine
Kontrolle mit Sicherheit erfolgen. Es ist ohne weiteres möglich, auch die Feder
7 völlig wegzulassen und die Kontrolle nur dadurch durchzuführen, daß vorerst der
Zeiger 9 herabgedrückt wird und dann abgewartet wird, ob der Zeiger wieder aus dem
Gehäuse 2 heraustritt. Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 zeigt eine Ausbildung
des Zeigers 9 mit einem Tastknopf 25.
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Das Ausführungsbeispiel nach Fig.5 zeigt eine Anordnung, bei welcher
eine Kontrollvorrichtung entsprechend Fig. 1 mit einem Dosierelement eines Zweileitersystems
zusammengebaut ist. Dieses Dosierelement besteht in bekannter Weise aus einem Gehäuse
26, in welchem ein Förderkolben 27 und ein Steuerkolben 28 geführt sind. Die beiden
abwechslungsweise unter Druck gesetzten Zuführungsleitungen sind mit 29 und
30 bezeichnet. Wenn beispielsweise die Zuführungsleitung 29 unter Druck gesetzt
und die Zuführungsleitung 30 entlastet wird, wird der Steuerkolben 28 in die in
der Zeichnung dargestellte Stellung gedrückt, und der Förderkolben 27 wird aus der
in der Zeichnung dargestellten Stellung nach oben gedrückt. Hierbei fördert der
Förderkolben 27 Schmiermittel zum Kanal 4 und über die Kontrollvorrichtung und den
Kanal 5 zur Schmierstelle, wobei die Fördermenge durch einen Anschlag 31 einsteilbar
ist.
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Die wieder aus dem Kolben 6, dem Zeiger 9 und der Zylinderbohrung
1 bestehende Kontrollvorrichtung ist nur vor einem Auslaß der Dosiervorrichtung
angeordnet, während der andere Auslaß 32 nicht kontrolliert ist. Es genügt hier
die Kontrolle des einen Auslasses, da bei Funktionieren eines Auslasses zwangsweise
auch der andere Auslaß in Funktion sein muß.
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Fig.6 zeigt eine Ausführungsform ähnlich der Ausführungsform nach
Fig. 1. Es ist hier an Stelle des Kolbens 3 ein Stulp 33 vorgesehen, dessen Manschette
34 leicht an der Zylinderwand anliegt. Durch den im Raum 11 auftretenden Zuführungsdruck
wird der Stulp von der Zylinderwand 1 abgehoben, d. h., der Zuführungsdruck bewirkt
eine Undichtheit des Abschlusses des Stulpes 33 im Zylinder 1, und es entsteht zwischen
der Manschette 34 des Stulpes und der Zylinderwand 1 der Drosselspalt 6', welcher
den Durchtritt des Schmiermittels ermöglicht. Dies wird dadurch erreicht, däß der
freie Rand 35 der Manschette 34 der Zuführungsseite des Schmiermittels (Zuführungsleitung
4) abgewendet ist. Beim Rückgang wird, da der Druck der Feder 7 keine so kräftige
Wirkung aufweist wie der Zuführungsdruck des Schmiermittels, dieser Drosselspalt
6' kleiner werden. Ein solcher Stulp entspricht daher der Bedingung, daß dem Schmiermitteldurchgang
wenig Widerstand entgegengesetzt wird, jedoch der Rückgang des Verdrängungsgliedes
langsam erfolgt.
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Die Kontrollvorrichtung soll in allen Fällen an einer Stelle hinter
dem letzten, eine Dosierung oder Verteilung bewirkenden Organ, also unmittelbar
vor der Schmierstelle, in die Schmierleitung eingeschaltet sein, um eben die Verhältnisse
an der Schmierstelle zu kontrollieren. Gegebenenfalls kann eine Kontrollvorrichtung
nach Fig. 1 auch ohne weiteres unmittelbar in einen Auslaß 32 eines Dosierelementes,
ähnlich wie es in Fig. 5 dargestellt ist, eingeschraubt sein.