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DE1082268B - Verfahren zur Herstellung stickstoffhaltiger, heterocyclischer Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung stickstoffhaltiger, heterocyclischer Verbindungen

Info

Publication number
DE1082268B
DE1082268B DEF27003A DEF0027003A DE1082268B DE 1082268 B DE1082268 B DE 1082268B DE F27003 A DEF27003 A DE F27003A DE F0027003 A DEF0027003 A DE F0027003A DE 1082268 B DE1082268 B DE 1082268B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
nitrogen
heterocyclic compounds
dichlorobenzene
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF27003A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ernst Tietze
Dr Siegfried Petersen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF27003A priority Critical patent/DE1082268B/de
Publication of DE1082268B publication Critical patent/DE1082268B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung stickstoffhaltiger, heterocyclischer Verbindungen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung stickstoffhaltiger, heterocyclischer Verbindungen. Diese werden dadurch hergestellt, daß man die Kondensationsprodukte aus aliphatischen Carbonsäuren, die in a- oder ß-Stellung eine primäre Aminogruppe enthalten, und Lactimäthern, -thioäthern oder -estern im Vakuum oder Hochvakuum oder in einem hochsiedenden, indifferenten Medium bei gewöhnlichem Druck erhitzt.
  • Die Herstellung der für das- erfindungsgemäße Ver= fahren benötigten Ausgangsmaterialien erfolgt in der Weise, daß aliphatische Carbonsäuren, die in a- oder ß-Stellung eine primäre Azninogruppe enthalten, in einem geeigneten Lösungsmittel mit cyclischen Lactimäthern, -thioäthern oder -estern umgesetzt werden.
  • Das Erhitzen dieser Ausgangsprodukte erfolgt entweder für sich im Vakuum oder Hochvakuum auf dieTemperatur, bei der der Ringschluß unter Abspaltung von Wasser beginnt, oder indem man bei gewöhnlichem Druck die Ausgangsprodukte in einem genügend hochsiedenden, indifferenten Lösungsmittel, wie z. B. Xylol, Chlorbenzol, o-Dichlorbenzol, Trichlorbenzol, Dekalin, Naphthalin oder Nitrobenzol, erhitzt und mit dem abdestillierenden Lösungsmittel azeotrop das Wasser entfernt. DieReinigung der neuen Heterocyclen erfolgt zweckmäßig durch Destillation im Vakuum.
  • Die Erzeugnisse des Verfahrens sind farblose Öle, die bei niedriger Temperatur kristallin erstarren. Sie sind in Wasser sehr leicht löslich mit annähernd neutraler Reaktion. Mit verdünnten Mineralsäuren, z. B. Salzsäure, entstehen stabile, hochschmelzende, wasserlösliche Salze.
  • Die neuen Verbindungen sollen als Arzneimittel, z. B. als Anästhetica, Hypnotica, Sedativa- oder Kreislaufmittel, verwendet werden.
  • Beispiel 1 92 Gewichtsteile des Kondensationsproduktes aus ß-Aminopropionsäure und Caprolactimmethyläther der Formel von etwas Harz abfiltrierten, blanken Lösung wird im Wasserbad im Vakuum alles o-Dichlorbenzol entfernt und der ölige Rückstand im Vakuum fraktioniert. Man erhält 64 Gewichtsteile (770/, der Theorie) eines farblosen Öles, das bei einem Druck von 14 mm Quecksilbersäule zwischen 147 und 149°C siedet. Das Öl erstarrt vollständig zu einer Kristallmasse, die zwischen 34 und 35°C schmilzt. Die Verbindung der Konstitution ist hygroskopisch und in Wasser äußerst leicht löslich; die wäßrige Lösung hat den pH-Wert B.
  • Dieselbe Verbindung erhält man in ähnlicher Ausbeute, wenn man das genannte Ausgangsmaterial im Hochvakuum bei einer Badtemperatur von 210 bis 240'C in 20 Minuten »trocken« destilliert und das erhaltene Rohprodukt bei einem Druck von 14 mm Quecksilbersäule rektifiziert. - In alkoholischer Lösung entsteht mit alkoholischer Salzsäure ein wohlkristallisiertes salzsaures Salz, das bei 232 bis 234°C schmilzt. Beispiel 2 42,4 Gewichtsteile der Carbonsäure der Formel. (Zersetzungsprodukt: 171 bis 173°C); --erhalten durch Kondensation von ß-Aminopropionsäure mit Capryllactimmethyläther, werden unter Rühren in 250 Gewichtsteilen o-Dichlorbenzol erhitzt, bis mit dem überdestillierenden o-Dichlorbenzol kein Wasser mehr übergeht. Aus der o-Dichlorbenzollösung scheidet sich beim Erkalten etwas Harz ab, von dem abgegossen wird. Nach dem Abdestillieren des o-Dichlorbenzols im Wasserbad bei einem Druck von 14 mm Quecksilbersäule wird das zurückgebliebene Öl im Hochvakuum destilliert; die Verbindung von der Konstitution siedet bei einem Druck von 0,1 mm Quecksilbersäule zwischen 102 und 104°C; das farblose 01 kristallisiert alsbald; die Kristalle schmelzen bei 58 bis 60°C. Die Verbindung ist sehr leicht löslich in Wasser, der p.-Wert der Lösung ist 7,5. Mit verdünnter Salzsäure entsteht ein leicht lösliches, gut kristallisierendes, salzsaures Salz. Beispiel 3 102 Gewichtsteile des Kondensationsproduktes aus Aminoessigsäure und Caprolactimmethyläther der Formel (Zersetzungspunkt: 181 bis 182°C) werden in 800 Gewichtsteilen o-Dichlorbenzol zum Sieden erhitzt, bis mit dem abdestillierenden o-Dichlorbenzol kein Wasser mehr übergeht. Hierzu werden etwa 40 bis 50 Minuten benötigt. Die erkaltete Lösung wird von etwas ausgeschiedenem Harz abgegossen. Das o-Dichlorbenzol wird im Wasserbad im Vakuum entfernt; der Rückstand aus dem Ölbad destilliert. Die neue Verbindung siedet bei einem Druck von 14 mm Quecksilbersäule zwischen 145 und 147°C; man erhält 63 Gewichtsteile (70°/o der Theorie) eines farblosen Öles der Konstitution das allmählich zu einer Kriställmasse erstarrt, die bei 33°C schmilzt.
  • Die Verbindung ist in. Wasser leicht löslich, die wäßrige Lösung hat den pH-Wert 6,5. - Mit verdünnter Salzsäure erhält man ein in Wasser leicht lösliches, gut kristallisierendes, salzsaures Salz; Zersetzungspunkt: 240 bis 242°C. - -=Verwendet man unter sonst gleichen Bedingungen an Stelle von Dichlorbenzol Trichlorbenzol, so erfolgt die Wasserabspaltung wesentlich schneller, aber die Ausbeute ist infolge vermehrter Harzbildung kleiner.
  • Beim Erhitzen auf etwa 200°C bei einem Druck von 14 mm Quecksilbersäule spaltet die Carbonsäure auch ohne Anwesenheit eines hochsiedenden, indifferenten Mediums Wasser ab, wobei die cyclische Verbindung als farbloses Öl zwischen 140 und 165°C überdestilliert und durch einmalige Rektifizierung völlig rein erhalten wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung stickstoffhaltiger, heterocyclischer Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kondensationsprodukte aus aliphatischen Carbonsäuren, die in a- oder ß-Stellung eine primäre Aminogruppe enthalten, und Lactimäthern, -thioäthern oder -estern im Vakuum oder Hochvakuum oder in einem hochsiedenden, indifferenten Medium bei gewöhnlichem Druck erhitzt.
DEF27003A 1958-11-08 1958-11-08 Verfahren zur Herstellung stickstoffhaltiger, heterocyclischer Verbindungen Pending DE1082268B (de)

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DEF27003A DE1082268B (de) 1958-11-08 1958-11-08 Verfahren zur Herstellung stickstoffhaltiger, heterocyclischer Verbindungen

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DEF27003A DE1082268B (de) 1958-11-08 1958-11-08 Verfahren zur Herstellung stickstoffhaltiger, heterocyclischer Verbindungen

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DE1082268B true DE1082268B (de) 1960-05-25

Family

ID=7092252

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DEF27003A Pending DE1082268B (de) 1958-11-08 1958-11-08 Verfahren zur Herstellung stickstoffhaltiger, heterocyclischer Verbindungen

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DE (1) DE1082268B (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3334107A (en) * 1964-03-13 1967-08-01 Sandoz Ag 1, 2-alkylene-imidazolinones-(5)
US3334111A (en) * 1964-03-04 1967-08-01 Sandoz Ag Bicyclodecenones containing three hetero ring members
US3334114A (en) * 1964-03-04 1967-08-01 Sandoz Ag Oxo-pentamethylene-imidazolidines

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