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DE1082248B - Verfahren zur Herstellung substituierter Harnstoffverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung substituierter Harnstoffverbindungen

Info

Publication number
DE1082248B
DE1082248B DEM34747A DEM0034747A DE1082248B DE 1082248 B DE1082248 B DE 1082248B DE M34747 A DEM34747 A DE M34747A DE M0034747 A DEM0034747 A DE M0034747A DE 1082248 B DE1082248 B DE 1082248B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dinitrocarbanilide
dimethyl
urea compounds
substituted urea
potassium hydroxide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM34747A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Charles O'neill
Arthur James Basso
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Merck and Co Inc
Original Assignee
Merck and Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Merck and Co Inc filed Critical Merck and Co Inc
Publication of DE1082248B publication Critical patent/DE1082248B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C273/00Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C273/18Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of substituted ureas
    • C07C273/1854Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of substituted ureas by reactions not involving the formation of the N-C(O)-N- moiety

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung substituierter Harnstoffverbindungen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung substituierter Harnstoffverbindungen.
  • Es wurde gefunden, daß gewisse substituierte Harnstoffverbindungen eine ausgesprochene Wirksamkeit bei der Bekämpfung und Behandlung der Coccidiose, einer ansteckenden Geflügelkrankheit, aufweisen.
  • Die substituierten Harnstoffverbindungen lassen sich herstellen, indem man eine Verbindung der Strukturformel in welcher R' Wasserstoff oder Alkyl bedeutet, mit einem Methylhalogenid, Dimethylsulfat oder einem Allylhalogenid in Gegenwart einer starken Base zu einer Verbindung der Strukturformel umsetzt, in welcher R' die obige Bedeutung hat und R Methyl oder Allyl ist.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren suspendiert man 4,4'-Dinitrocarbanilid in Aceton, trägt bei Zimmertemperatur Kaliumhydroxyd ein und setzt das Gemisch mit einem Methylierungsmittel, wie Methyljodid oder Dimethylsulfat, zu N,N'-Dimethyl-4,4'-dinitrocarbaniiid um.
  • In der gleichen Weise läßt sich N,N'-Diallyl-4,4'-dinitrocarbanilid durch Umsetzung von 4,4'-Dinitrocarbanilid mit Kaliumhydroxyd und Allylbromid oder Allyl jodid herstellen.
  • Für die folgenden Vergleichsversuche wurden verschiedene Dinitrocarbanilide, unter anderem Nicarbazin, verwendet. Nicarbazin ist die Handelsbezeichnung für die Komple>:verbindung von 4,4'-Dinitrocarbanilid und 2-Hydroxy-4,6-dimethylpyrimidin.
  • Die Versuche wurden folgendermaßen ausgefuhrt: Gruppen von je zehn 2 Wochen alten Hühnchen wurden mit einem Maischefutter gefüttert, welches 0,01°/o des Wirkstoffes in gleichmäßiger Verteilung enthielt. 24 Stunden nach Beginn der Fütterung wurde jedes Hühuchen mit 50000 Cocysten von Eimeria tenella geimpft.
  • Der Versuch wurde abgeschlossen, nachdem die entsprechenden Futtersorten 7 Tage lang nach der Impfung verfüttert worden waren Es wurden die im der Tabelle aufgeführten Ergebnisse erhalten. Die Zählung der Cocysten (d. h. der verbliebenen Anzahl von Parasiten der Sorte Eimeria tenella) erfolgte, indem die Tiere getötet und die infizierten Organe mikroskopisch untersucht wurden.
  • Verwendete Wirkstoffe: 1. N-Methyl-4,4'-dinitrocarbanilid.
  • 2. N,N'-Dimethyl4,4'-dinitrocarbanilid.
  • 3. N-Äthyl-4,4'-dinitrocarbanilid.
  • 4. Nicarbazin.
  • Versuchsergebnisse
    %der %Ge-
    Ver- Verbin- % Sterb- Cocysten-
    bindung dung im lichkeit zahl.106
    Futter zunahme zahl. 10
    1 01 10 62 22
    2 0,01 0 85 10
    3 0,01 20 50 18
    4 0,01 I 0 79 0,1
    Das Dimethylderivat ist ein stärkerer Wirkstoff gegen Coccidiose als das Monomethyl- und das Monoäthylderivat. Die Sterblichkeit beträgt 0:10:20 Die Cocystenzahl ist für das Dimethylderivat erheblich niedriger als für die beiden anderen Derivate.
  • Die Gewichtszunahme, welche gleichzeitig angestrebt wird, um unter anderem ein besseres Überdauern der Versuchstiere zu erwirken, zeigt eine eindeutige Üb erlegenheit für das Dimethylderivat.
  • Die Sterblichkeit der Versuchstiere, welche mit dem Dimethylderivat als Wirkstoff behandelt waren, ist dem von Nicarbazin gleichwertig.
  • Die Werte für die Cocystenzahl sind zwar für Nicarbazin niedriger. Der Vergleich mit den Sterblichkeits- werten macht aber deutlich, daß eine Verminderung der Cocystenzahl unter den durch das Dimethylderivat erreichten Wert praktisch nicht erforderlich ist. Ein wesentlicher Gewinn der Verabreichung von das Dimethylderivat gegenüber Nicarbazin enthaltendem Futter liegt in der höheren Gewichtszunahme. Einer Gewichtszunahme von 7901, für Nicarbazin steht eine Gewichtszunahme von 8501, für das Dimethylderivat gegenüber.
  • Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern.
  • Beispiel 1 Herstellung von N,N'-Dimeth-yl-4,4'-dinitrocarbanilid
    H H CH3 CH3
    02N O,N- N-C-N- 2K0H$2CHaJAceton
    0 -NQ ON 1¼) 0
    96,6 g (0,32 Mol) 4,4'-Dinitrocarbanilid wurden in 900 ccm Aceton suspendiert. Dann wurden 112 g (2 Mol) Kaliumhydroxyd (von 8501,iger Reinheit) rasch zu der Aufschlämmung unter Rühren bei Zimmertemperatur zugesetzt. Die Aufschlämmung wurde rotbraun und nach einigen Minuten dunkelgrün. Etwa 5 Minuten nach dem Zusatz des Kaliumhydroxyds wurden 10,5 ccm (1,28 Mol) Methyljodid zugesetzt.
  • Die Aufschlämmung wurde unter starkem Rückfluß 1 Stunde und 15 Minuten gerührt. Während des Erhitzens am Rückflußkühler wurde die überstehende Phase fortschreitend klarer und nahm eine tiefere Färbung an, bis gegen Ende eine bernsteinfarbene Flüssigkeit und ein schwerer, stahlgrauer unlöslicher Rückstand (vorwiegend aus überschüssigem Kaliumhydroxyd bestehend) hinterblieb. Das heiße schlammartige Reaktionsgemisch wurde abgesaugt und der Filterkuchen dreimal mit je 400 ccm Aceton gewaschen. Die vereinigten Acetonfiltrate ließ man ungefähr 16 Stunden bei Zimmertemperatur verdunsten. Die hinterbleibende Kristallmasse von N,N'-Dimethyl-4,4'-dinitrocarbanilid wurde gut mit Wasser, 6 n-Salzsäure (zur Entfernung von p-Nitranilin und seinen N-methylierten Derivaten) Wasser, Äthanol und schließlich mit Äther verrührt Die Raumanteile derWaschflüssigkeiten sind in Anbetracht der schwachen Löslichkeit des Produktes in Wasser, Äthanol und Äther bei Zimmertemperatur nicht ausschlaggebend. Die so erhaltenen Kristalle von N,N'-Dimethyl-4,4'-dinitrocarbanilid schmolzen bei 156,5 bis 157,5° C zu einer klaren gelben Flüssigkeit. N,N'-Dimethyl-4,4'-dinitrocarbanilid läßt sich aus verschiedenen Lösungsmitteln gut umkristallisieren. Zum Beispiel wurden 12,1 g N,N'-Dimethyl4,4'-dinitrocarbanilid in 175 ccm siedenden Äthylacetats gelöst, und das Gemisch wurde bei Zimmertemperatur stehengelassen. Das so erhaltene N,N~Dimethyl-4,4'-dinitrocarbanilid zeigte einen Schmelzpunkt von 156,5 bis 157,5° C.
  • Das Infrarotspektrum von N,N'-Dimethyl-4,4'-dinitrocarbanilid wurde durch eine »anormale Harnstoff-Carbonylbande« bei 6,02 Ca gekennzeichnet. Die C=O-Bindung des Dinitrocarbanilids erscheint bei 5,75 Il. Absorption des N,N'-Dimethyl-4,4'-dinitrocarbanilids, gelöst in Äthanol, im Ultraviolett: Maximum 3400 Â; EOI, = 1250.
  • Ausbeute: 84°/o.
  • Beispiel 2 Herstellung von N,N'-Dimethyl-4,4'-dinitrocarbanilid Eine Aufschlämmung von 30,2 g (0,1 Mol) 4,4'-Dinitrocarbanilid und 13,4g (0,22 Mol) gepulvertem Kaliumhydroxyd wurde bei Zimmertemperatur unter Rühren im Verlaufe von 30 Minuten mit 37,8 g (0,3 Mol) Dimethylsulfat versetzt. Die Aufschlämmung wurde unter Rühren 2 Stunden am Rückflußkühler erhitzt und dann heiß Eltriert. Die beim Eindampfen des Acetonfiltrats erhaltenen Kristalle wurden auf einem Trichter mit Wasser, Äthanol und schließlich mit Äther gewaschen. Das so erhaltene trockene N,N'-Dimethyl-4,4'-dinitrocarbanilid wog 18,35 g; F. = 149 bis 151" C. Beim Vermischen mit einer nach Beispiel 1 hergestellten Probe zeigte es keine Schmelzpunktserniedrigung.
  • Beispiel 3 Herstellung von N,N'-Diallyl-4,4'-dinitrocarbanilid Es wurde ein Gemisch von 400ccm Aceton, 15,8 g (0,24Mol) gepulvertem Kaliumhydroxyd (von 850l0iger Reinheit) und 18,12 g (0,02 Mol) trockenem, gepulvertem 4,4'-Dinitrocarbanilid hergestellt. Die leuchtend gefärbte Aufschlämmung wurde unter Rühren in einem Schuß mit 24,2 g (0,2 Mol) Allylbromid versetzt. Das Reaktionsgemisch wurde unter Rühren 11/2 Stunden am Rückflußkühler erhitzt und dann unter Anwendung von Vakuum filtriert. Aus dem unlöslichen Filterkuchen wurden 2,6 g (14,40/,) Dinitrocarbanilid zurückgewonnen. Nach dem Entfernen des Acetons aus dem Filtrat hinterblieb ein mit einem gelben Ö1 verunreinigter kristalliner Niederschlag. Nach dem Verrühren der Masse mit Äther, Filtrieren und Umkristallisieren des kristallinen Kuchens aus Methanol wurden blaßgelbe Kristalle von N,N'-Diallyl-4,4'-dinitrocarbanilid erhalten; F. = 109 bis 109,5° C.
  • Ausbeute: 85,6 ÜIo.

Claims (3)

  1. PATENTANsPRÜcHE: 1. Verfahren zur Herstellung substituierter Harn stofiverbindungen der allgemeinen Formel in welcher R' Wasserstoff oder Alkyl und R Methyl oder Allyl bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel in welcher R' die obige Bedeutung hat, mit einem Methylhalogenid, Dimethylsulfat oder einem Allylhalogenid in Gegenwart einer starken Base umsetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Herstellung von N,N'-Dimethyl-4, 4'-dmitrocarbanilid 4,4'-Dinitrocarbanilid in Gegenwart von Kaliumhydroxyd mit Methyljodid oder Dimethylsulfat umsetzt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Herstellung von N,N'-Diallyl-4,4-dinitrocarbanilid 4,4'-Dinitrocarbanilid in Gegenwart von Kaliumhydroxyd mit Allylbromid umsetzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Science, 122 (1955), S. 244.
DEM34747A 1956-08-06 1957-07-11 Verfahren zur Herstellung substituierter Harnstoffverbindungen Pending DE1082248B (de)

Applications Claiming Priority (1)

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US1082248XA 1956-08-06 1956-08-06

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DE1082248B true DE1082248B (de) 1960-05-25

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DEM34747A Pending DE1082248B (de) 1956-08-06 1957-07-11 Verfahren zur Herstellung substituierter Harnstoffverbindungen

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4112866A1 (de) * 1991-04-19 1992-10-22 Sanofi Ceva Gmbh Verfahren zur unterdrueckung von listerien im gaerfutter

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4112866A1 (de) * 1991-04-19 1992-10-22 Sanofi Ceva Gmbh Verfahren zur unterdrueckung von listerien im gaerfutter

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