DE1080784B - Verwendung einer Palladium-Iridium-Legierung als Werkstoff fuer elektrische Kontakte und Potentiometer - Google Patents
Verwendung einer Palladium-Iridium-Legierung als Werkstoff fuer elektrische Kontakte und PotentiometerInfo
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- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C5/00—Alloys based on noble metals
- C22C5/04—Alloys based on a platinum group metal
-
- H—ELECTRICITY
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- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B1/00—Conductors or conductive bodies characterised by the conductive materials; Selection of materials as conductors
- H01B1/02—Conductors or conductive bodies characterised by the conductive materials; Selection of materials as conductors mainly consisting of metals or alloys
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Description
DEUTSCHES
In der Schwachstromtechnik hat man für Kontakte und Potentiometer immer dann hochwertige Edelmetalle
und ihre Legierungen in Verwendung, wenn es darauf ankommt, absolute Schaltsicherheit und
gleichmäßige elektrische Verhältnisse zu besitzen. Sowohl bei elektrischen Kontakten als auch bei Potentiometern
ist es wichtig, daß der Übergangswiderstand an der Kontaktstelle stets konstant bleibt und durch
äußere chemische Einflüsse nicht verändert wird. Bei Potentiometern speziell ist es eine weitere Forderung,
daß der spezifische Widerstand über die gesamte Windung weitestgehend gleich ist. Bei Kontakten ist
ferner von besonderer Bedeutung, daß die Kontaktwanderung beim Öffnen der Kontaktstellen möglichst
klein ist.
Werkstoffe auf Edelmetallbasis, die sich für elektrische Kontakte und Potentiometer bewährt haben,
sind vor allem Platinlegierungen, beispielsweise Legierungen des Platins mit Iridium, Nickel oder
Wolfram, Goldlegierungen, beispielsweise Legierungen des Goldes mit Nickel, Silber oder Kupfer, daneben
auch Palladium-Silber- und Palladium-Kupfer-Legierungen.
Es hat sich nunmehr überraschenderweise gezeigt, daß die Verwendung einer Legierung aus 10 bis 35%,
vorzugsweise 20 bis 30%, Iridium, Rest Palladium als Werkstoff für elektrische Kontakte und Potentiometer
erhebliche technische Fortschritte für dieses Gebiet
mit sich bringt.
Die genannten Legierungen lassen sich mit hoher Gleichmäßigkeit herstellen. Sie besitzen wegen ihrer
hohen chemischen Beständigkeit einen stets gleichbleibenden Übergangswiderstand und zeigen gerade
im Gebiet der Schwachstromtechnik eine besonders kleine Kontaktwanderung. Diese ist auch im Lichtbogengebiet,
also bei stärkerer Belastung, noch bemerkenswert klein.
Da sich die Palladium-Iridium-Legierungen durch hohe Härte und Verschleißfestigkeit auszeichnen, sind
sie auch dann besonders geeignet, wenn bei der Kontaktgabe eine mechanische Beanspruchung, wie etwa
durch Abrieb, auftritt.
Es ist bemerkenswert, daß die wertvollen Eigenschaften des Werkstoffes gemäß der Erfindung auch
dann erhalten bleiben, wenn man weitere Metalle in einer Menge bis zu 15% hinzulegiert und insoweit
das Palladium ersetzt. Als Zusatz kommen die anderen Platinmetalle, Gold und Silber, aber auch Unedelmetalle,
wie Nickel, Kupfer und Kobalt, in Frage. Auf keinen Fall sollen jedoch die zusätzlichen
Legierungsbestandteile den Iridiumgehalt der Legierungen übersteigen. Im allgemeinen wird man davon
absehen, den Zusatz an Fremdmetallen über 5% zu wählen.
Verwendung
einer Palladium-Iridium-Legierung
als Werkstoff für elektrische Kontakte
und Potentiometer
Anmelder:
W. C. Heraeus Gesellschaft
mit beschränkter Haftung,
Hanau/M.r Heraeusstr. 12/14
Dr. Konrad Ruthardt und Dr. Hermann Speidel,
Hanau/M.,
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Die Verwendung der genannten Legierungen als Werkstoff für elektrische Kontakte und Potentiometer
bringt gegenüber der schon seit vielen Jahrzehnten bekannten Verwendung von Platin-Iridium-Legierungen,
die die ältesten Kontaktlegierungen auf Platinmetallbasis darstellen, erhebliche technische
Fortschritte mit sich, die im folgenden aufgezeigt werden:
Während zu Beginn des Betriebes der Übergangswiderstand bei Platin-Iridium-Legierungen und Palladium-Iridium-Legierungen
praktisch übereinstimmt, steigt nach zahlreichen Schaltungen der Übergangswiderstand
bei Platin-Iridium-Legierungen ganz erheblich an. Mit zunehmender Zahl der Schaltungen
treten somit bei den Legierungen auf Platinbasis Kontaktstörungen auf, die sich darin bemerkbar
machen, daß die Übergangswiderstände außerordentlich schwanken und teilweise zwischen dem Doppelten
und dem Fünfundzwanzigfachen des normalen Wertes liegen. Demgegenüber bleibt der Übergangswiderstand
bei den Palladium-Iridium-Legierungen konstant niedrig und erhöht sich mit zunehmender Zahl der
Schaltungen kaum über seinen ursprünglichen Wert.
Da neben der hervorragenden chemischen Beständigkeit die Palladium-Iridium-Legierungen gerade hinsichtlich
des Übergangswiderstandes nach zahlreichen Schaltungen den Platin-Iridium-Legierungenbedeutend
überlegen sind, ist die Schaltsicherheit bei den Palladium-Iridium-Legierungen auch nach langen
Betriebszeiten weit größer als bei den Platin-Iridium-Legierungen. Hinzu kommt noch, daß mit der Verwendung
der Palladium-Iridium-Legierungen als Werkstoff für elektrische Kontakte und Potentiometer
00 J 507/362
eine erhebliche Kostenersparnis verbunden ist, da sich Legierungen auf Palladiumbasis weit wirtschaftlicher
herstellen lassen.
Als Beispiel für eine Anwendung wird in der Abbildung
ein nietförmiges Kontaktelement gezeigt, dessen Auflage 1 aus der hier behandelten Palladium-Iridium-Legierung
mit beispielsweise 20 bis 30% Iridium besteht, während der Schaft 2 und der untere
Teil 3 des Nietkopfes aus einem für Kontakte gebräuchlichen Unedelmetall bestehen können.
Claims (2)
- Patentansprüche:!.Verwendung einer Legierung aus 10 bis 35%, vorzugsweise 20 bis 30% Iridium, Rest PalladiumelektrischeKontakte undals Werkstoff für
Potentiometer. - 2. Verwendung einer Legierung der im Anspruch 1 angegebenen Zusammensetzung, die jedoch unter entsprechender Verringerung des Palladiumgehalts noch bis zu 15%, vorzugsweise bis 5%, insgesamt eines oder mehrere andere Platinmetalle, Gold, Silber, Nickel, Kobalt oder Kupfer enthält, für den in Anspruch 1 genannten Zweck.In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1 010 742.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 009 507/362 4.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH24470A DE1080784B (de) | 1955-07-21 | 1955-07-21 | Verwendung einer Palladium-Iridium-Legierung als Werkstoff fuer elektrische Kontakte und Potentiometer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH24470A DE1080784B (de) | 1955-07-21 | 1955-07-21 | Verwendung einer Palladium-Iridium-Legierung als Werkstoff fuer elektrische Kontakte und Potentiometer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1080784B true DE1080784B (de) | 1960-04-28 |
Family
ID=7149777
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH24470A Pending DE1080784B (de) | 1955-07-21 | 1955-07-21 | Verwendung einer Palladium-Iridium-Legierung als Werkstoff fuer elektrische Kontakte und Potentiometer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1080784B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1010742B (de) | 1953-12-01 | 1957-06-19 | Heraeus Gmbh W C | Verwendung einer Palladiumlegierung fuer Spinnduesen |
-
1955
- 1955-07-21 DE DEH24470A patent/DE1080784B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1010742B (de) | 1953-12-01 | 1957-06-19 | Heraeus Gmbh W C | Verwendung einer Palladiumlegierung fuer Spinnduesen |
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