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DE1080784B - Verwendung einer Palladium-Iridium-Legierung als Werkstoff fuer elektrische Kontakte und Potentiometer - Google Patents

Verwendung einer Palladium-Iridium-Legierung als Werkstoff fuer elektrische Kontakte und Potentiometer

Info

Publication number
DE1080784B
DE1080784B DEH24470A DEH0024470A DE1080784B DE 1080784 B DE1080784 B DE 1080784B DE H24470 A DEH24470 A DE H24470A DE H0024470 A DEH0024470 A DE H0024470A DE 1080784 B DE1080784 B DE 1080784B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
palladium
alloys
iridium
potentiometers
electrical contacts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH24470A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Konrad Ruthardt
Dr Hermann Speidel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WC Heraus GmbH and Co KG
Original Assignee
WC Heraus GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WC Heraus GmbH and Co KG filed Critical WC Heraus GmbH and Co KG
Priority to DEH24470A priority Critical patent/DE1080784B/de
Publication of DE1080784B publication Critical patent/DE1080784B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C5/00Alloys based on noble metals
    • C22C5/04Alloys based on a platinum group metal
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B1/00Conductors or conductive bodies characterised by the conductive materials; Selection of materials as conductors
    • H01B1/02Conductors or conductive bodies characterised by the conductive materials; Selection of materials as conductors mainly consisting of metals or alloys

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Contacts (AREA)

Description

DEUTSCHES
In der Schwachstromtechnik hat man für Kontakte und Potentiometer immer dann hochwertige Edelmetalle und ihre Legierungen in Verwendung, wenn es darauf ankommt, absolute Schaltsicherheit und gleichmäßige elektrische Verhältnisse zu besitzen. Sowohl bei elektrischen Kontakten als auch bei Potentiometern ist es wichtig, daß der Übergangswiderstand an der Kontaktstelle stets konstant bleibt und durch äußere chemische Einflüsse nicht verändert wird. Bei Potentiometern speziell ist es eine weitere Forderung, daß der spezifische Widerstand über die gesamte Windung weitestgehend gleich ist. Bei Kontakten ist ferner von besonderer Bedeutung, daß die Kontaktwanderung beim Öffnen der Kontaktstellen möglichst klein ist.
Werkstoffe auf Edelmetallbasis, die sich für elektrische Kontakte und Potentiometer bewährt haben, sind vor allem Platinlegierungen, beispielsweise Legierungen des Platins mit Iridium, Nickel oder Wolfram, Goldlegierungen, beispielsweise Legierungen des Goldes mit Nickel, Silber oder Kupfer, daneben auch Palladium-Silber- und Palladium-Kupfer-Legierungen.
Es hat sich nunmehr überraschenderweise gezeigt, daß die Verwendung einer Legierung aus 10 bis 35%, vorzugsweise 20 bis 30%, Iridium, Rest Palladium als Werkstoff für elektrische Kontakte und Potentiometer erhebliche technische Fortschritte für dieses Gebiet mit sich bringt.
Die genannten Legierungen lassen sich mit hoher Gleichmäßigkeit herstellen. Sie besitzen wegen ihrer hohen chemischen Beständigkeit einen stets gleichbleibenden Übergangswiderstand und zeigen gerade im Gebiet der Schwachstromtechnik eine besonders kleine Kontaktwanderung. Diese ist auch im Lichtbogengebiet, also bei stärkerer Belastung, noch bemerkenswert klein.
Da sich die Palladium-Iridium-Legierungen durch hohe Härte und Verschleißfestigkeit auszeichnen, sind sie auch dann besonders geeignet, wenn bei der Kontaktgabe eine mechanische Beanspruchung, wie etwa durch Abrieb, auftritt.
Es ist bemerkenswert, daß die wertvollen Eigenschaften des Werkstoffes gemäß der Erfindung auch dann erhalten bleiben, wenn man weitere Metalle in einer Menge bis zu 15% hinzulegiert und insoweit das Palladium ersetzt. Als Zusatz kommen die anderen Platinmetalle, Gold und Silber, aber auch Unedelmetalle, wie Nickel, Kupfer und Kobalt, in Frage. Auf keinen Fall sollen jedoch die zusätzlichen Legierungsbestandteile den Iridiumgehalt der Legierungen übersteigen. Im allgemeinen wird man davon absehen, den Zusatz an Fremdmetallen über 5% zu wählen.
Verwendung
einer Palladium-Iridium-Legierung
als Werkstoff für elektrische Kontakte
und Potentiometer
Anmelder:
W. C. Heraeus Gesellschaft
mit beschränkter Haftung,
Hanau/M.r Heraeusstr. 12/14
Dr. Konrad Ruthardt und Dr. Hermann Speidel,
Hanau/M.,
sind als Erfinder genannt worden
Die Verwendung der genannten Legierungen als Werkstoff für elektrische Kontakte und Potentiometer bringt gegenüber der schon seit vielen Jahrzehnten bekannten Verwendung von Platin-Iridium-Legierungen, die die ältesten Kontaktlegierungen auf Platinmetallbasis darstellen, erhebliche technische Fortschritte mit sich, die im folgenden aufgezeigt werden:
Während zu Beginn des Betriebes der Übergangswiderstand bei Platin-Iridium-Legierungen und Palladium-Iridium-Legierungen praktisch übereinstimmt, steigt nach zahlreichen Schaltungen der Übergangswiderstand bei Platin-Iridium-Legierungen ganz erheblich an. Mit zunehmender Zahl der Schaltungen treten somit bei den Legierungen auf Platinbasis Kontaktstörungen auf, die sich darin bemerkbar machen, daß die Übergangswiderstände außerordentlich schwanken und teilweise zwischen dem Doppelten und dem Fünfundzwanzigfachen des normalen Wertes liegen. Demgegenüber bleibt der Übergangswiderstand bei den Palladium-Iridium-Legierungen konstant niedrig und erhöht sich mit zunehmender Zahl der Schaltungen kaum über seinen ursprünglichen Wert.
Da neben der hervorragenden chemischen Beständigkeit die Palladium-Iridium-Legierungen gerade hinsichtlich des Übergangswiderstandes nach zahlreichen Schaltungen den Platin-Iridium-Legierungenbedeutend überlegen sind, ist die Schaltsicherheit bei den Palladium-Iridium-Legierungen auch nach langen Betriebszeiten weit größer als bei den Platin-Iridium-Legierungen. Hinzu kommt noch, daß mit der Verwendung der Palladium-Iridium-Legierungen als Werkstoff für elektrische Kontakte und Potentiometer
00 J 507/362
eine erhebliche Kostenersparnis verbunden ist, da sich Legierungen auf Palladiumbasis weit wirtschaftlicher herstellen lassen.
Als Beispiel für eine Anwendung wird in der Abbildung ein nietförmiges Kontaktelement gezeigt, dessen Auflage 1 aus der hier behandelten Palladium-Iridium-Legierung mit beispielsweise 20 bis 30% Iridium besteht, während der Schaft 2 und der untere Teil 3 des Nietkopfes aus einem für Kontakte gebräuchlichen Unedelmetall bestehen können.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    !.Verwendung einer Legierung aus 10 bis 35%, vorzugsweise 20 bis 30% Iridium, Rest Palladium
    elektrische
    Kontakte und
    als Werkstoff für
    Potentiometer.
  2. 2. Verwendung einer Legierung der im Anspruch 1 angegebenen Zusammensetzung, die jedoch unter entsprechender Verringerung des Palladiumgehalts noch bis zu 15%, vorzugsweise bis 5%, insgesamt eines oder mehrere andere Platinmetalle, Gold, Silber, Nickel, Kobalt oder Kupfer enthält, für den in Anspruch 1 genannten Zweck.
    In Betracht gezogene ältere Patente:
    Deutsches Patent Nr. 1 010 742.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 009 507/362 4.60
DEH24470A 1955-07-21 1955-07-21 Verwendung einer Palladium-Iridium-Legierung als Werkstoff fuer elektrische Kontakte und Potentiometer Pending DE1080784B (de)

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Publications (1)

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Family

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DE (1) DE1080784B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1010742B (de) 1953-12-01 1957-06-19 Heraeus Gmbh W C Verwendung einer Palladiumlegierung fuer Spinnduesen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1010742B (de) 1953-12-01 1957-06-19 Heraeus Gmbh W C Verwendung einer Palladiumlegierung fuer Spinnduesen

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