[go: up one dir, main page]

DE2114730C - Verwendung einer palladiumhaltigen Legierung fur elektrische Widerstände, insbesondere Potentiometer - Google Patents

Verwendung einer palladiumhaltigen Legierung fur elektrische Widerstände, insbesondere Potentiometer

Info

Publication number
DE2114730C
DE2114730C DE19712114730 DE2114730A DE2114730C DE 2114730 C DE2114730 C DE 2114730C DE 19712114730 DE19712114730 DE 19712114730 DE 2114730 A DE2114730 A DE 2114730A DE 2114730 C DE2114730 C DE 2114730C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alloy
potentiometer
potentiometers
palladium
alloy containing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19712114730
Other languages
English (en)
Other versions
DE2114730B2 (de
DE2114730A1 (de
Inventor
Franz Dipl Ing Dr 6450 Hanau Raub Christoph Dipl Chem Dr 6451 Roßdorf Sperner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WC Heraus GmbH and Co KG
Original Assignee
WC Heraus GmbH and Co KG
Filing date
Publication date
Application filed by WC Heraus GmbH and Co KG filed Critical WC Heraus GmbH and Co KG
Priority to DE19712114730 priority Critical patent/DE2114730C/de
Publication of DE2114730B2 publication Critical patent/DE2114730B2/de
Publication of DE2114730A1 publication Critical patent/DE2114730A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2114730C publication Critical patent/DE2114730C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Description

Die Erfindung bezieht sich auf die Venvendu ig einer palladiumhaltigen Legierung als Werkstoff für elektrische Widerstände, insbesondere Potentiometer.
Aus der deutschen Patentschrift 929 074 ist die Verwendung einer Legierung von 1 bis 30, insbesondere 5 bif 25c,ö Wolfram und/oder Molybdän, Rest Palladium als Werkstoff für elektrische Widerstände, wie Potentiometer, bekannt.
Dieser Werkstoff hat einen hoben spezifischen Widerstand in der Größenordnung von 1 Qmm2/m. Solche spezifischen Widerstände sind für Potentiometerlegierungen von besonderer Wichtigkeit, um auch große Spannungen leicht teilen zu können. Bezüglich der mechanischen Festigkeit hat diese Legierung noch nicht in allen Anwendungsfällen befriedigen können.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Palladium und Wolfram enthaltende verformbare Legierung zu finden, die den an sie gestellten hohen mechanischen Anforderungen bei der Verwendung als Potentiometerwerkstoff gerecht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Verwendung einer Legierung, die, abgesehen von vernachlässigbaren Verunreinigungen, aus 30 bis 55, insbesondere 40, Gewichtsprozent Palladium, 35 bis 50, insbesondere 40, Gewichtsprozent Kobalt, und 15 bis 40, insbesondere 20, Gewichtsprozent Wolfram, besteht.
Erfindungsgemäße Potentiomeicrdrähte weisen •leben einem hohen spezifischen Widerstand in der Größenordnung von 1 Qmm2/m hohe Festigkeitseigenschaften auf. Sie sind sehr verschleißbeständig, also abriebfest. Außerdem zeichnen sie sich durch eine außerordentlich niedrige Thermospannung Regen Kupfer aus. Nicht zuletzt ist noch ihre gute Korrosionsbeständigkeit zu erwähnen. Darüber hinaus ist als weiterer Vorteil noch anzuführen, daß der spezifische elektrische Widerstand der erfindungsgemäßen Potentiometerlegierung im rckristallisierten und im verformten Zustand annähernd gleich ist. Aus letzterem ereibt sich, daß die Widerstandscharakteristik beim Wickeln des Potentiometers nicht beeinträchtigt wird.
Die bekannte Pal'adium-Wolfram-Potentiometerleg-';rung mit einem Wolframgehalt von 20 Gewichtsprozent, Rest Palladium, weist einen spezifischen elektrischen Widerstand bei 20° C von 0,89 Qmm2/m auf, nach erfolgter Glühung von 1,10 Qmm2/m. Demgegenüber beträgt der spezifische elektrische Widerstand für eine Potentiometerlegierung, die erfindungsgemäß aus 40% Palladium, ^o Vo Kobalt und 2O°/o Wolfram besteht, bei 20° C 0,87 Snun'-/m und nach erfolgter Glühung 0,89 Qmm2/'m. Die Thermospannung dieser Legierung gegen Kupfer beträgt im Temperaturbereich zwischen 0 und 100° C etwa ein Vierte! des Wertes, wie er für die bekannte Potentiometirlegierung aus 20°/o Wolfram, Rest Palladium, gemessen wurde.
Die Vickers-Härte der vorstehend erwähnten bekannten Potentiometerlegierung beträgt im ungeglühten Zustand 390 kp/mm2 und im geglühten Zustand 200 kp/mm3. Für die beanspruchte Pottntiometerlegierung wurden Härtewerte von 540 kp/mm2 im ungeglühten und 290 kp/mm2 im geglühten Zustand gemessen. Daraus ergibt sich, daß die Härte der beanspruchten Potentiometerlegierung etwa das 1,5-fache gegenüber der bekannten Potentiometerlegierung beträgt. Die Härte der beanspruchten Potentiometerlegierung kann durch Vergüten auf Werte bis 750 kp/mm2 gesteigert werden. Die Zugfestigkeit der erfindungsgemäßen Potentiometerlegierung ist etwa 1,5- bis 2mal so groß wie bei der bekannten Potentiometerlegierung. Die Dehnungswerte für die beiden oben miteinander verglichenen Potentiometerlegierungen sind von praktisch gleicher Größe. Da gegenüber der bekannten Potentiometerlegierung die erfindungsgemäße Potentiometerlegierung preiswert herstellbar ist und eine um etwa H)0U geringere Dichte besitzt, ist sie für die Anwendung in der Großserienfertigung von Potentiometern besonders geeignet.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindurng kann der Kobaltanteil in der beanspruchten Potentiometerlegierung ganz oder teilweise durch Nickel ersetzt sein. Auch für solche Potentiometerlegierungen wurden vergleichbar gute Ergebnisse erzielt.
Die Potentiometerlegierung kann in üblicher Weise auf dem Schmelzwege hergetsellt und daini zu Potentiometerdrähten weiterverarbeitet werden. Durch Temperung im Bereich von 500 bis 700° C, beispielsweise durch halbstündige Tempemnj bei 600° C, lassen sich die angegebenen Legierungen auf hohe Härten vergüten. Während vor der Vergütung die Ausgangshärte der Legierungen im Bereich von etwa 300 bis 500 kp/mm2 liegt, erreichen sie nach der Vergütung eine Härte von etwa 650 bis 750 kp/mm2.
Selbst im vergüteten Zustand lassen sich die beanspruchten Legierungen sogar ohne wesentliche Härteänderungen auf einen metallischen Träger, z. B. einen Kupferträger, auflöten. Diese Lötbarkeit ist insbesondere für Potentiometerdrähte von Vorteil. Besonders bewährt haben sich die erfindungsgemäßen Potcntiometerwerkstoffe dort, wo sie hohen elektrischen und/oder mechanischen Belastungen ausgesetzt sind.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verwendung einer Legierung, die, abgesehen von vernachlässigbaren Verunreinigungen, aus 30 bis 55, insbesondere 40, Gewichtsprozent Palladium, 35 bis 50, insbesondere 40, Gewichtsprozent Kobalt, und 15 bis 40, insbesondere 20, Gewichtsprozent Wolfram, besteht, als Werkstoff für elektrische Widerstände, insbesondere Potentiometer.
2. Verwendung einer Legierung gemäß Anspruch 1, bei der Kobalt ganz oder teilweise durch Nickel ersetzt ist, für den im Anspruch 1 angegebenen Zweck.
DE19712114730 1971-03-26 Verwendung einer palladiumhaltigen Legierung fur elektrische Widerstände, insbesondere Potentiometer Expired DE2114730C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19712114730 DE2114730C (de) 1971-03-26 Verwendung einer palladiumhaltigen Legierung fur elektrische Widerstände, insbesondere Potentiometer

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19712114730 DE2114730C (de) 1971-03-26 Verwendung einer palladiumhaltigen Legierung fur elektrische Widerstände, insbesondere Potentiometer

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2114730B2 DE2114730B2 (de) 1972-07-13
DE2114730A1 DE2114730A1 (de) 1972-07-13
DE2114730C true DE2114730C (de) 1973-02-15

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3832342C1 (en) Platinum-jacketed wire, method for production of a platinum-jacketed wire and use of a platinum-jacketed wire
DE2350389A1 (de) Verfahren zur behandlung einer kupfernickel-zinn-legierung sowie dabei erzeugte zusammensetzungen und produkte
DE2428147A1 (de) Elektrisches kontaktmaterial
DE2942345A1 (de) Kupfer-legierung mit verbesserter elektrischer leitfaehigkeit
DE1258110B (de) Verwendung einer oxydationsbestaendigen, nicht sproeden Eisenlegierung als Werkstoff fuer Bauteile in Heissdampfsystemen
DE2901423A1 (de) Schmelzsicherung
DE2317994C3 (de) Verwendung einer Aluminiumlegierung als Werkstoff für elektrische Drähte
DE3326890C2 (de)
DE2218460C3 (de) Elektrisches Kontaktmaterial
DE2114730C (de) Verwendung einer palladiumhaltigen Legierung fur elektrische Widerstände, insbesondere Potentiometer
DE3132143C2 (de) Edelmetallegierung zur Herstellung von mit keramischen Massen verblendbaren Kronen und Brücken
DE1260154B (de) Ruthenium-Sinterlegierung sowie Verwendung und Herstellung derselben
DE2432335C3 (de) Werkstoff für elektrische Kontakte
DE2747089C2 (de)
DE2114730B2 (de) Verwendung einer palladiumhaltigen legierung fuer elektrische widerstaende, insbesondere potentiometer
DE1134520B (de) Verwendung von auf pulvermetallurgischem Wege hergestellten Legierungen auf Gold-, Iridium- oder Rhodium-Basis als Werkstoff fuer die kontaktgebenden Teile elektrischer Kontakte
DE2753654A1 (de) Legierung aus palladium, kobalt und kupfer fuer elektrische kontakte
AT389674B (de) Ummanteltes material fuer ornamentale verwendung
DE2042226C3 (de) Gesinterte Wolfram-Legierung für elektrische Glühkörper
DE3314652C2 (de) Silber-Metalloxid-Legierung und ihre Verwendung als elektrischer Kontaktwerkstoff
DE3621779C2 (de)
DE2043492A1 (en) Palladium-boron alloys - for prodn of torsion bands in electric measuring instruments
DE1533345C (de) Legierungen auf Wolframbasis
DE2552806A1 (de) Praezisionswiderstaende
DE165057C (de)