DE2114730C - Verwendung einer palladiumhaltigen Legierung fur elektrische Widerstände, insbesondere Potentiometer - Google Patents
Verwendung einer palladiumhaltigen Legierung fur elektrische Widerstände, insbesondere PotentiometerInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Venvendu ig
einer palladiumhaltigen Legierung als Werkstoff für elektrische Widerstände, insbesondere Potentiometer.
Aus der deutschen Patentschrift 929 074 ist die Verwendung einer Legierung von 1 bis 30, insbesondere
5 bif 25c,ö Wolfram und/oder Molybdän, Rest
Palladium als Werkstoff für elektrische Widerstände, wie Potentiometer, bekannt.
Dieser Werkstoff hat einen hoben spezifischen Widerstand in der Größenordnung von 1 Qmm2/m.
Solche spezifischen Widerstände sind für Potentiometerlegierungen von besonderer Wichtigkeit, um
auch große Spannungen leicht teilen zu können. Bezüglich der mechanischen Festigkeit hat diese Legierung
noch nicht in allen Anwendungsfällen befriedigen können.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Palladium und Wolfram enthaltende verformbare Legierung zu finden,
die den an sie gestellten hohen mechanischen Anforderungen bei der Verwendung als Potentiometerwerkstoff
gerecht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Verwendung einer Legierung, die, abgesehen von
vernachlässigbaren Verunreinigungen, aus 30 bis 55, insbesondere 40, Gewichtsprozent Palladium, 35 bis
50, insbesondere 40, Gewichtsprozent Kobalt, und 15 bis 40, insbesondere 20, Gewichtsprozent Wolfram,
besteht.
Erfindungsgemäße Potentiomeicrdrähte weisen •leben einem hohen spezifischen Widerstand in der
Größenordnung von 1 Qmm2/m hohe Festigkeitseigenschaften auf. Sie sind sehr verschleißbeständig,
also abriebfest. Außerdem zeichnen sie sich durch eine außerordentlich niedrige Thermospannung Regen
Kupfer aus. Nicht zuletzt ist noch ihre gute Korrosionsbeständigkeit
zu erwähnen. Darüber hinaus ist als weiterer Vorteil noch anzuführen, daß der spezifische
elektrische Widerstand der erfindungsgemäßen Potentiometerlegierung im rckristallisierten und im
verformten Zustand annähernd gleich ist. Aus letzterem ereibt sich, daß die Widerstandscharakteristik
beim Wickeln des Potentiometers nicht beeinträchtigt wird.
Die bekannte Pal'adium-Wolfram-Potentiometerleg-';rung
mit einem Wolframgehalt von 20 Gewichtsprozent, Rest Palladium, weist einen spezifischen
elektrischen Widerstand bei 20° C von 0,89 Qmm2/m
auf, nach erfolgter Glühung von 1,10 Qmm2/m. Demgegenüber
beträgt der spezifische elektrische Widerstand für eine Potentiometerlegierung, die erfindungsgemäß
aus 40% Palladium, ^o Vo Kobalt und 2O°/o
Wolfram besteht, bei 20° C 0,87 Snun'-/m und nach
erfolgter Glühung 0,89 Qmm2/'m. Die Thermospannung
dieser Legierung gegen Kupfer beträgt im Temperaturbereich zwischen 0 und 100° C etwa ein Vierte!
des Wertes, wie er für die bekannte Potentiometirlegierung
aus 20°/o Wolfram, Rest Palladium, gemessen wurde.
Die Vickers-Härte der vorstehend erwähnten bekannten Potentiometerlegierung beträgt im ungeglühten
Zustand 390 kp/mm2 und im geglühten Zustand 200 kp/mm3. Für die beanspruchte Pottntiometerlegierung
wurden Härtewerte von 540 kp/mm2 im ungeglühten und 290 kp/mm2 im geglühten Zustand gemessen.
Daraus ergibt sich, daß die Härte der beanspruchten Potentiometerlegierung etwa das 1,5-fache
gegenüber der bekannten Potentiometerlegierung beträgt. Die Härte der beanspruchten Potentiometerlegierung
kann durch Vergüten auf Werte bis 750 kp/mm2 gesteigert werden. Die Zugfestigkeit der
erfindungsgemäßen Potentiometerlegierung ist etwa 1,5- bis 2mal so groß wie bei der bekannten Potentiometerlegierung.
Die Dehnungswerte für die beiden oben miteinander verglichenen Potentiometerlegierungen
sind von praktisch gleicher Größe. Da gegenüber der bekannten Potentiometerlegierung die erfindungsgemäße
Potentiometerlegierung preiswert herstellbar ist und eine um etwa H)0U geringere Dichte
besitzt, ist sie für die Anwendung in der Großserienfertigung von Potentiometern besonders geeignet.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindurng kann der Kobaltanteil in der beanspruchten Potentiometerlegierung
ganz oder teilweise durch Nickel ersetzt sein. Auch für solche Potentiometerlegierungen
wurden vergleichbar gute Ergebnisse erzielt.
Die Potentiometerlegierung kann in üblicher Weise auf dem Schmelzwege hergetsellt und daini zu Potentiometerdrähten
weiterverarbeitet werden. Durch Temperung im Bereich von 500 bis 700° C, beispielsweise
durch halbstündige Tempemnj bei 600° C,
lassen sich die angegebenen Legierungen auf hohe Härten vergüten. Während vor der Vergütung die
Ausgangshärte der Legierungen im Bereich von etwa 300 bis 500 kp/mm2 liegt, erreichen sie nach der Vergütung
eine Härte von etwa 650 bis 750 kp/mm2.
Selbst im vergüteten Zustand lassen sich die beanspruchten Legierungen sogar ohne wesentliche Härteänderungen
auf einen metallischen Träger, z. B. einen Kupferträger, auflöten. Diese Lötbarkeit ist insbesondere
für Potentiometerdrähte von Vorteil. Besonders bewährt haben sich die erfindungsgemäßen Potcntiometerwerkstoffe
dort, wo sie hohen elektrischen und/oder mechanischen Belastungen ausgesetzt sind.
Claims (2)
1. Verwendung einer Legierung, die, abgesehen
von vernachlässigbaren Verunreinigungen, aus 30 bis 55, insbesondere 40, Gewichtsprozent Palladium,
35 bis 50, insbesondere 40, Gewichtsprozent Kobalt, und 15 bis 40, insbesondere 20, Gewichtsprozent
Wolfram, besteht, als Werkstoff für elektrische Widerstände, insbesondere Potentiometer.
2. Verwendung einer Legierung gemäß Anspruch 1, bei der Kobalt ganz oder teilweise
durch Nickel ersetzt ist, für den im Anspruch 1 angegebenen Zweck.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712114730 DE2114730C (de) | 1971-03-26 | Verwendung einer palladiumhaltigen Legierung fur elektrische Widerstände, insbesondere Potentiometer |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19712114730 DE2114730C (de) | 1971-03-26 | Verwendung einer palladiumhaltigen Legierung fur elektrische Widerstände, insbesondere Potentiometer |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2114730B2 DE2114730B2 (de) | 1972-07-13 |
| DE2114730A1 DE2114730A1 (de) | 1972-07-13 |
| DE2114730C true DE2114730C (de) | 1973-02-15 |
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