DE1078900B - Fallenschloss mit zwei getrennt gelagerten, unabhaengig voneinander zu betaetigendenDrueckern und zusaetzlichem Riegelvorschub - Google Patents
Fallenschloss mit zwei getrennt gelagerten, unabhaengig voneinander zu betaetigendenDrueckern und zusaetzlichem RiegelvorschubInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B13/00—Devices preventing the key or the handle or both from being used
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- E05C1/12—Fastening devices with bolts moving rectilinearly with latching action with operating handle or equivalent member moving otherwise than rigidly with the latch
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Description
Die Erfindung betrifft ein Türschloß, insbesondere für geländegängige Kraftwagen, welches als Fallenschloß
mit zwei getrennt gelagerten, unabhängig voneinander zu betätigenden Drückern ausgebildet ist
und bei dem durch eine entgegengesetzt zum Fallenrückzug verlaufende Drückerbetätigung der äußere
Drücker ausgeschaltet sowie die Falle in einen tieferen, verriegelnden Eingriff am Schließblech gebracht
wird.
Es ist bekanntlich sehr schwierig, das Selbstöffnen der Türen bei geländegängigen Kraftwagen sicher zu
verhindern, weil die in den Karosserien auftretenden Relativbewegungen zwischen Tür und Türrahmen infolge
Verwindungen des Fahrgestelles sehr groß sein können und eine erhebliche Kraftwirkung besitzen.
Demzufolge wird nicht nur der verhältnismäßig kurze Falleneingriff eines Schlosses überwunden, sondern
es kann auch eine mit zusätzlichem Vorschub riegelnde Falle ausgelöst werden, insbesondere wenn es
zu Rüttelbewegungen kommt, so daß die Falle schrittweise zurückgedrückt wird.
Bei den bekannten Fallenschlössern, die mit einem tieferen zusätzlichen Riegelvorschub ausgebildet sind,
wird die federnd vorgeschobene Falle lediglich im Bereich des Fallenhubes durch den Drücker betätigt.
Der weitere Riegelvorschub wird jedoch durch Schließen mit einem Schlüssel bewirkt. Dies ist für Kraftwagentüren
nicht angängig, erfordert den Einbau besonderer Zuhaltungen und verteuert die Herstellung.
Man hat auch bereits ein drückerbetätigtes Fallenschloß vorgeschlagen, bei welchem die Drückernuß
zwei Arme aufweist, deren einer Arm die Falle zurückzieht, während der andere die Verschiebung der
Falle in die Riegelstellung und aus dieser bewirkt. Um die Riegelstellung zu halten, ist jedoch wiederum
eine besondere Zuhaltung notwendig, die von dem Nußarm ausgelöst wird. Hierdurch ergibt sich aber
keine Sperrung der Falle, sondern lediglich eine Rast, so daß der Fallenriegel auch bei dieser Ausbildungsform
aus der Riegelstellung zurückgedrückt werden kann, wenn Druckkräfte auf die Falle verschiebend
wirken.
Auch die bekannten, mit Zahnstangeneingriff der Drückernüsse in den Fallenschwanz arbeitenden
Fallenschlösser für Badezimmer- oder Toilettentüren besitzen keine Sperrung der Riegelstellung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Sicherung der verriegelnden Vorschubstellung der
Falle bei ihrem tiefsten Eingriff durch eine Totpunktbildung zu schaffen, welche nur und lediglich durch
den Innendrücker des Türschlosses gelöst werden kann.
Zu diesem Zweck greift gemäß der Erfindung der Fallenschwanz in ein nur vom Innendrücker zu betä-Fallenschloß
mit zwei getrennt gelagerten, unabhängig voneinander zu betätigenden
Drückern und zusätzlichem Riegel vors chub
Anmelder:
Fa. Carl Sievers,
Heiligenhaus (Bez. Düsseldorf)
Heiligenhaus (Bez. Düsseldorf)
tigendes, doppelhebelartig um einen ortsfesten Zapfen schwenkbares Kniehebelglied ein, mit dem der
Nuß arm durch einen gleitenden Mitnehmer verbunden ist und gegen das in der tiefsten Vorschubstellung
der Falle das als Nußarm ausgebildete Kniehebelglied eine Totlage einnimmt.
Zufolge dieser Ausbildung wird es ermöglicht, lediglich aus Nußarm und Kniehebelglied ein Hebelgetriebe
aufzubauen, dessen Hebel bei ihrem größten Knickwinkel eine vollkommene Sperrung erreichen.
Hierdurch ist eine für Druck- und Rüttelkräfte unüberwindliche Sicherung mit einfachsten Mitteln erzielt.
Auch erreicht man hierbei eine Umkehr der Bewegungsrichtung des Drückers zum Zwecke der
Sperrung, so daß eine große Sicherheit gegen unbeabsichtigtes Öffnen der Tür erzielt ist. Letzteres ist
insbesondere bei geländegängigen Kraftwagen von hohem Vorteil, da bei diesen die Insassen während
der Fahrt häufig an die Wagen wände anstoßen.
Eine vorteilhafte Ausführungsform des Fallenschlosses besteht darin, daß das um einen ortsfesten
Zapfen schwingbare, zum Eintritt eines Fallenschwanzansatzes gabelförmig ausgebildete Kniehebelglied
einen Führungsschlitz für den Mitnehmerzapfen des anderen Kniehebelgliedes bzw. Nußarmes
besitzt.
Hierdurch wird in einfachster Weise sowie ohne Aufwand zusätzlicher Bauteile ermöglicht, sowohl
eine leichtgängige Vorschubbewegung wie auch eine nicht klemmende Sicherungslage zu erreichen.
Um den Außendrücker gegen Öffnen von außen bei Vorschubstellung der Falle zu sperren, so daß die
Sicherungswirkung nicht ohne Willen der Fahrzeuginsassen
aufgehoben werden kann, erfaßt erfindungs-
909 768/49
gemäß der Außendrücker die Falle, mittels eines Nuß armes, der gegen die Schulter eines ihn in der
Vorschubstellung blockierenden Vorsprunges, tritt.-'
Bei dieser Ausgestaltung ist sowohl die wechselweise Betätigung der Falle durch Innen- oder Außendrücker
sowie die Herbeiführung der Sicherungsstellung durch entgegengesetzte Betätigung, d. h. Anheben
des Innendrückers, in einfachster Weise erzielt, wodurch -sich eine vorteilhafte Betätigungsweise ergibt.
. ■ . ...- ,. ίο
In der Zeichnung ist die Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform schematisch dargestellt,
und zwar zeigt·
Abb. 1 eine, Seitenansicht des Schlosses in Grundstellung und
Abb. 2 eine dieser entsprechende Ansicht des Schlosses in Sicherungsstellung.
Auf der Bodenplatte 1 des Schlosses ist die durch den Stülp .2 hindurchtretende Falle 3 mittels eines in
eine Schlitzführung 4 eingreifenden, am Fallenschwanz 5 sitzenden Führungszapfens 6 geradlinig -.
geführt gelagert. Die Fallenfeder 7, die an einem Drehzapfen 8 auf der Schloßbadenplatte 1 befestigt
ist, legt sich unter Druck gegen die Endkante des Fallenschwanzes 5. Der Fallenschwanz 5 besitzt einen
höckerartigen Ansatz 9, dessen dem Fallenkopf zugewendete Kante in der Grundstellung (Abb. 1) gegen
den Zinken 10 eines gabelförmig ausgebildeten, um einen ortsfesten Zapfen 12 schwingbaren Kniehebelgliedes
11 anliegt.
An seinem Ende besitzt das Kniehebelglied 11 einen Führungsschlitz 13 für das Zapfenende 14 des
anderen, als Nußarm 15 ausgebildeten Kniehebelgliedes. Letzterer ist an der Nuß 16 angesetzt.
Die Nuß 16 weist zwecks Anlage eines Rastfederblattes 17 zwei dem Betätigungshub entsprechend versetzte
Rastflächen 18 bzw. 19 auf und kann mittels eines nicht dargestellten Innendrückers in beiden
Drehrichtungen betätigt werden. Hierbei bewirkt die Rastfeder 17 die federnde Rückkehr des Nußarmes
in die Grundstellung gemäß Abb. 1.
Die gabelartige Ausbildung des Kniehebelgliedes 11 bildet weiterhin einen Gabelzinken 20, der jedoch
nur so lang bemessen ist, daß der Ansatz 9 des Fallenschwanzes 5 sich ungehindert zurückbewegen kann,
sofern die Falle 3 beim Zuschlagen der Tür ausweichen muß.
Die Falle 3 besitzt ferner noch einen Vorsprung 21, der im Bewegungsbereich des Nußarmes 22 liegt.
Letzterer sitzt an der vom Außendrücker betätigbaren Nuß 23, an der eine Rückzugfeder 24 eingreift.
Die Wirkungsweise des Schlosses ist folgende: Außer dem bereits erwähnten Ausweichen kann die
Falle durch Betätigung des Außendrückers mittels des Nußarmes 22 zurückgezogen werden, wobei
letzterer hinter den Vorsprung 21 greift und die Falle mitnimmt.
Ferner kann die Falle zurückgezogen werden, indem
der Innendrücker so betätigt wird, daß der Nußarm 15 sich im Sinne des Uhrzeigers bewegt. Hier-
durch schwenkt das Kniehebelglied 11 entsprechend und zieht mittels des Zinkens 10 die Falle zurück.
Wird dagegen der Innendrücker so betätigt, daß der Nußarm 15 in die in Abb. 2 dargestellte Lage geschwenkt
wird, so schwenkt das Kniehebelglied 11 um den Zapfen 12, weil das Zapfenende 14 im Schlitz
nach außen wandert und hierbei eine auf das Schwenken gerichtete Kraftkomponente zur Wirkung
gebracht wird.
Nun tritt bei dieser Schwenkung der Gabelzinken gegen die rückwärtige Kante des Ansatzes 9 und
verschiebt die Falle 3, vorzugsweise bis zum Anschlag ihres Vorsprunges 21 am Stülp 2, nach außen
(s. Abb. 2). In dieser Vorschubstellung nehmen die Kniehebelglieder 11, 15 eine Totlage ein, insofern, als
der Schlitz 13 etwa rechtwinklig zur Achse des Nußarmes 15 steht und demzufolge" in seiner Schwenkbarkeit
gesperrt ist. Die Nuß 16: wird in dieser Stellung durch die Feder 17 gerastet.
Im übrigen ist bei dieser Sicherungsstellung auch der Außendrücker gesperrt, da dessen Nußarm 22
von dem Vorsprung 21 blockiert ist.
Der auf diese Weise erreichte zusätzliche Fallenvorschub kann in weiten Grenzen variiert werden.
Claims (3)
1. Fallenschloß mit zwei getrennt gelagerten und unabhängig voneinander zu betätigenden
Drückern, denen getrennte Antriebsmittel der Falle zugeordnet sind, wobei der äußere Drücker
durch die Bewegung des inneren, die entgegengesetzt zu seiner Bewegung beim Fallenrückzug
verläuft, ausgeschaltet wird und die Falle bei dieser Bewegung in einen tieferen, verriegelnden
Eingriff am Schließblech gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Fallenschwanz (5) in ein
nur vom Innendrücker zu betätigendes, doppelhebelartig um einen ortsfesten Zapfen (12)
schwenkbares Kniehebelglied (11) eingreift, mit dem der Nußarm (15) durch einen gleitenden Mitnehmer
(14) verbunden ist und zu dem in der tiefsten Vorschubstellung der Falle (3) das als
Nußarm ausgebildete Kniehebelglied eine Totlage einnimmt.
2. Fallenschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das um einen ortsfesten Zapfen
(12) schwingbare, zum Eintritt eines Fallenschwanzansatzes (9) gabelförmig ausgebildete
Kniehebelglied (11) einen Führungsschlitz (13) für den Mitnehmer (14) des anderen Kniehebelgliedes
bzw. Nußarmes (15) besitzt.
3. Fallenschloß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendrücker die Falle (3)
mittels eines Nußarmes (22) erfaßt, der gegen die Schulter eines ihn in der Vorschubstellung blokkierenden
Vorsprunges (21) tritt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 33 019, 277 590,
316, 429 317, 553 878.
Deutsche Patentschriften Nr. 33 019, 277 590,
316, 429 317, 553 878.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 909-768/49 3.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES51960A DE1078900B (de) | 1957-01-17 | 1957-01-17 | Fallenschloss mit zwei getrennt gelagerten, unabhaengig voneinander zu betaetigendenDrueckern und zusaetzlichem Riegelvorschub |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DES51960A DE1078900B (de) | 1957-01-17 | 1957-01-17 | Fallenschloss mit zwei getrennt gelagerten, unabhaengig voneinander zu betaetigendenDrueckern und zusaetzlichem Riegelvorschub |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1078900B true DE1078900B (de) | 1960-03-31 |
Family
ID=7488496
Family Applications (1)
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| DES51960A Pending DE1078900B (de) | 1957-01-17 | 1957-01-17 | Fallenschloss mit zwei getrennt gelagerten, unabhaengig voneinander zu betaetigendenDrueckern und zusaetzlichem Riegelvorschub |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1078900B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ES2328538A1 (es) * | 2006-07-13 | 2009-11-13 | Investigacion Y Transferencia De Tecnologia, S.L. | Cerradura antipanico. |
| EP2441905A1 (de) * | 2010-10-12 | 2012-04-18 | Frinova GmbH | Schloss |
| EP3889380A1 (de) * | 2020-03-31 | 2021-10-06 | Marsilii Serrature S.r.l. | Innentürshloss mit kompaktem aufbau und schlossanordnung |
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| DE13019C (de) * | E. FINDHAMMER in Witten | Neuerungen an der unter P. R. 7447 patenlirten Vorrichtung zum Auffangen von Oel an Luftdruckapparaten für Bier | ||
| DE277590C (de) * | ||||
| DE429317C (de) * | 1926-05-21 | Saechsische Schlossfabrik Fa | Riegelfallenschloss | |
| DE429316C (de) * | 1924-06-03 | 1926-08-21 | Julius Koenig Dr | Schloss mit als Riegel verwendbarer Falle |
| DE553878C (de) * | 1931-10-18 | 1932-07-02 | Hugo Reinhard | Tuerschloss mit zwei voneinander unabhaengigen Drueckern, deren einer zur Sperrung des anderen eingerichtet ist |
-
1957
- 1957-01-17 DE DES51960A patent/DE1078900B/de active Pending
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| WO2012049127A1 (de) * | 2010-10-12 | 2012-04-19 | Frinova Gmbh | Schloss |
| US9200477B2 (en) | 2010-10-12 | 2015-12-01 | Frinova Gmbh | Lock |
| EP3889380A1 (de) * | 2020-03-31 | 2021-10-06 | Marsilii Serrature S.r.l. | Innentürshloss mit kompaktem aufbau und schlossanordnung |
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