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DE1076684B - Verfahren zur Herstellung von pharmakologisch wirksamen Verbindungen der Glycyrrhetinsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von pharmakologisch wirksamen Verbindungen der Glycyrrhetinsaeure

Info

Publication number
DE1076684B
DE1076684B DEB49459A DEB0049459A DE1076684B DE 1076684 B DE1076684 B DE 1076684B DE B49459 A DEB49459 A DE B49459A DE B0049459 A DEB0049459 A DE B0049459A DE 1076684 B DE1076684 B DE 1076684B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glycyrrhetinic acid
acid
salt
solution
glycyrrhetinic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB49459A
Other languages
English (en)
Inventor
Siegfried Gottfried
Lilly Baxendale
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Biorex Laboratories Ltd
Original Assignee
Biorex Laboratories Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Biorex Laboratories Ltd filed Critical Biorex Laboratories Ltd
Publication of DE1076684B publication Critical patent/DE1076684B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D213/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/04Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D213/60Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D213/78Carbon atoms having three bonds to hetero atoms, with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals
    • C07D213/86Hydrazides; Thio or imino analogues thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J9/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of more than two carbon atoms, e.g. cholane, cholestane, coprostane

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von pharmakologisch wirksamen Verbindungen der Glycyrrhetinsäure Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung neuartiger pharmakologisch wirksamer Derivate der Glycyrrhetinsäure.
  • Die Glycyrrhetinsäure wird aus der Wurzel des Süßholzes erhalten. Es ist bekannt, daß Glycyrrhetinsäure enthaltende Zusammensetzungen eine ausgesprochen entzündungswidrige Wirkung haben. Diese Zusammensetzungen sind für örtliche Anwendung geeignet, da Glycyrrhetinsäure nur wenig in Wasser löslich ist.
  • Es wurde nunmehr gefunden, daß bestimmte Derivate der Glycyrrhetinsäure, die gleichfalls eine gute Wirkung zur Unterdrückung von Entzündungen haben und die besonders in Körperflüssigkeiten im allgemeinen -löslicher sind als Glycyrrhetinsäure, für systematische Verwendung geeigneter sind als die Glycyrrhetinsäure. Es handelt sich hierbei um die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herstellbaren organischen Salze der Glycyrrhetinsäure, Acylderivate der Glycyrrhetinsäure, saure Ester der Glycyrrhetinsäure und deren Salze. Die neuartigen Verbindungen werden aus nichttoxischen Materialien, die von Säugetieren vertragen werden, hergestellt.
  • Die erfindungsgemäß herstellbaren Derivate der Glycyrrhetinsäure werden nach an sich bekannten Methoden hergestellt. So können die Salze mit den organischen Basen durch Umsetzung der organischen Base mit der Glycyrrhetinsäure, vorzugsweise in einem wäßrigen oder einem organischen Medium, hergestellt werden; in einigen Fällen ist es dabei zweckmäßig, bei erhöhten Temperaturen zu arbeiten, um die Salzbildung zu beschleunigen. Die Acylderivate können durch Verwendung wasserfreier Säuren oder von Säureanhydriden, vorzugsweise in Anwesenheit eines geeigneten Lösungsmittels und bei einer erhöhten Temperatur, hergestellt werden. Glycyrrhetinsäurederivate mit mehrwertigen organischen Säuren, bei welchen zumindest eine Carboxylgruppe der organischen Säure frei bleibt, werden vorzugsweise durch Erhitzen der orgä.nischen-Säuremit Glycyrrhetinsäure in einem organischen Lösungsmittel -unter Rückfluß oder durch die Einwirkung eines Säurean= hydrids in Pyridinlösung hergestellt. Die Alkalisalze dieser Derivate können durch Neutralisation mit z. B. wäßrigem Alkalihydroxyd, -karbonat oder -bikarbonat hergestellt werden.
  • Die erfindungsgemäß herstellbaren Verbindungen haben eine ausgezeichnete entzündungswidrige Wirkung und können in Zusammensetzungen, die an sich bekannte Zusätze, wie z. B. inerte Trägermassen, um z. B. eine Salbe, ein Puder oder eine Emulsion zu bilden, angewandt werden und können gleichfalls mit den die Ursachen bekämpfenden Mitteln, sogar mit Glycyrrhetinsäure selbst zusammen verarbeitet werden. Des weiteren können die neuartigen Verbindungen in geeigneten Lösungsmitteln, wie Wasser normaler Kochsalzlösung oder Ölen, gelöst werden, und aus diesem Grunde können beispielsweise Zusammensetzungen für orale, subcutane, intramammare, intramusculäre, intraarticuläre, intraperitonale und intravenöse Zwecke geschaffen werden.
  • Mit diesen neuartigen Verbindungen wurden am lebenden Menschen, an großen und kleinen Tieren, z. B. an Ratten, Mäusen, Meerschweinchen, Kaninchen und Katzen, pharmakologische Untersuchungen durchgeführt.
  • Hierbei zeigte sich z. B., daß künstlich auf die Haut von Kaninchen gesetzte Wunden, die entweder äußerlich oder durch intracutane Injektion durch eine Entzündung verursachende Substanzen erzeugt worden waren, geheilt wurden. Ferner wurde bei örtlicher Anwendung ein rasches Abklingen irgendeiner durch Einführung von reizenden Substanzen in das Auge von Kaninchen erzeugten Entzündung beobachtet.
  • Bei systemischer Injektion oder bei oraler Verabreichung unterdrücken die erfindungsgemäß herstellbaren Verbindungen die Bildung von Granulomen, die bei subcutaner Implantation von Baumwollstückchen bei Ratten erzeugt worden waren. (Vgl. hierzu die von R.Meier, W.Schuler und P.Desaulles in Experientia, Bd. 6, 1950, S. 469, beschriebene Testmethode.) Weiter-. hin wurde die Bildung von Entzündungsexudaten und. von granulomatösen Membranen bei dem Granulom= Taschen-Test nach H. Selye (Brit. med. J., Bd. 2,19491' S. 1129) unterdrückt.
  • Die neuen Verbindungen unterdrücken ferner bei systemischer Injektion in B. C. G.-infizierte Meerschweinchen die Reaktion auf intracutane Injektionen von Tuberculin (beschrieben in dem Test von D. A. Long und A. A. Miles, Lancet, Bd. 1, 1950, S. 492).
  • Darüber hinaus haben die neuen Verbindungen bei parenteraler Injektion oder oraler Verabreichung eine schwach depressive Wirkung bei Mäusen und verstärken die Wirkungen depressiver Drogen, wie Hexobarbiton, auf das Zentralnervensystem. Sie entfalten eine milde analgetische und antipyretische Wirkung, sind bei der Bekämpfung entzündlicher Erscheinungen aller Art, wie z. B. entzündlicher Erscheinungen auf der Haut, im Auge, in der Nase, im Mund bei Zahnhöhlen, an den Genitalien, bei rheumatischen Erscheinungen, bei rektalen Beschwerden, Entzündungen und ulcerativen Erscheinungen des Verdauungssystems, bei ulcerativer Colitis, allergischen Erscheinungen, Vaginitis, Vulvitis, Dysmenorrhoeen, Metritis, Leukorrhoeen, Mastitisund anderen entzündlichen Prozessen, sehr wertvoll.
  • Die neuartigen Verbindungen sind gleichfalls sehr wertvoll bei der Behandlung schwerer Notfälle, bei welchen schockähnliche Zustände auftreten, und zwar durch die hohe Löslichkeit in Wasser. Sie bewirken, wenn sie in Entzündungsherde eingespritzt werden, eine symptomatische Erleichterung und helfen bei zahlreichen Krankheiten, bei welchen mild wirkende Sedativa, Analgetica oder Antipyretica angezeigt sind.
  • Die erfindungsgemäß herstellbaren Glycyrrhetinsäurederivate verhindern die Steroidbildung und deren Stoffwechsel, wie z. B. die üblichen Sekretionen hormonaler Art der Drüsen, durch Verminderung der Aktivität der Drüsen. Sie sind nützlich bei der Behandlung anogenitaler Leiden, wie Vulvitis, Vaginitis, Ulcerationen im vaginalen Becken und Cervix des Uterus, für sich allein oder in Verbindung mit Leucorrhoe, menstrueller Unterfunktionen, anogenitalem Pruritus und bei der Behandlung von Leiden, wie Carzinomen, bei welchen die Unterdrückung der Steroidbildung oder die Verminderung der hormonalen Drüsensekretion von therapeutischem Interesse ist, als auch bei entzündlichen und ulcerativen Prozessen im Verdauungssystem.
  • Sie zeigen eine verstärkende Wirkung in synergistischer Weise mit antibiotischen Drogen (wie Neomycin), keratoplastischen Drogen (wie Kohlenteer), keratolytischen Drogen (wie Salicylsäure), mit Analgetica, Antiseptica, Bacteriociden, Chemotherapeutica, Bacteristatica, Antihystaminen, Sedativa, fungiciden, insekticiden Substanzen, mit Corticosteroiden und Xanthoglabrol.
  • Ein Synergismus konnte gleichfalls in Verbindung mit Corticosteroiden, wie Hydrocortison, Prednison und Prednisolon, als therapeutischer Ersatz bei nebennierenectomerten Patienten als auch bei der Addisonschen Krankheit, aussäendem Lupus erythematosus und bei akutem Bronchialasthma, gezeigt werden.
  • Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren.
  • Beispiel 1 Piperazinsalz der Glycyrrhetinsäure 2,0g Piperazinhexahydrat werden in 200 ccm siedendem Wasser gelöst. Dazu werden 9,0 g Glycyrrhetinsäure als wäßrige Paste zu- und anschließend 200 ccm rektifizierter Weingeist gegeben. Das Gemisch wird auf dem Wasserbad zum Sieden erhitzt; hierbei wird praktisch alle Säure gelöst. Die Suspension wird filtriert und das Filtrat auf dem siedenden Wasserbad eingedampft. Die Entfernung.des Wassers wurde durch Vakuumtrocknung über festem Kaliumhydroxyd vervollständigt und das erhaltene feste Piperazinsalz der Glycyrrhetinsäure anschließend zu einem feinen Puder vermahlen. Dieses Salz ist in Wasser leichter als die Glycyrrhetinsäure löslich. Beispiel 2 N-Methylglutaminsalz der Glycyrrhetinsäure Eine Lösung von 8 g Methylglutamin in 50 ccm Wasser wurde zu 19 g Glycyrrhetinsäure, die vorher mit 100 ccm Wasser zu einer Paste verrührt worden waren, gegeben. Die Suspension wurde nach Erwärmen auf 50° C und kurzem Schütteln filtriert und das Filtrat auf einem Wasserbad eingedampft. Der Rückstand, welcher das N-Methylglutaminsalz der Glycyrrhetinsäure darstellt, wird durch Trocknen im Vakuum über konzentrierter Schwefelsäure weiter von Wasser befreit. Das Salz ist in Wasser sehr leicht löslich und stellt ein weißes Pulver dar. Das Triäthanolaminsalz und Salze anderer organischer Basen können in ähnlicher Weise hergestellt werden.
  • Beispiel 3 Glycyrrhetinsäurepropionat Zu einer Lösung von 14,1 g Glycyrrhetinsäure in 24 ccm Pyridin wurden 4,7 g Propionsäureanhydrid gegeben. Die Lösung wurde 2 Stunden auf einem siedenden Wasserbad erhitzt und über Nacht abkühlen gelassen. Es wurde eine Paste von Kristallen erhalten. Diese wurde mit Chloroform und viel Wasser geschüttelt und die wäßrige Schicht verworfen. Die Chloroformlösung wurde wiederholt mit überschüssiger sehr verdünnter Salzsäure und später mit kaltem Wasser gewaschen. Beim Verdampfen erhält man das gesuchte Propionat als feste Substanz, welche aus Äthylenglycolmonoäthyläther in durchscheinenden Blättchen kristallisiert; F. = 293 bis 295° C nach vorangehendem Erweichen; [a] 2D0 + 139° (in Chloroform).
  • Beispiel 4 Glycyrrhetinsäure-henüsuccinat Es wurden 23,5 g Glycyrrhetinsäure in 50 ccm trockenem Pyridin gelöst. Hierzu wurde eine Lösung von 6,0 g Bernsteinsäureanhydrid in 30 ccm trockenem Pyridin, anschließend 30 ccm trockenes Triäthylamin und dann zum Nachwaschen 5 ccm trockenes Pyridin hinzugefügt. Die Lösung wurde 10 Stunden auf einem siedenden Wasserbad erhitzt und anschließend in überschüssige verdünnte Salzsäure und Eis gegossen. Der sich bildende graue Niederschlag wurde abfiltriert, mit Wasser gewaschen, in Chloroform gelöst und die Lösung wiederholt mit verdünnter Salzsäure und später mit Wasser extrahiert. Es wurde über Natriumsulfat getrocknet und zur Trockene verdampft. Durch Umkristallisation aus Methanol unter Verwendung von Tierkohle als Entfärbungsmittel erhält man das Hemisuccinat als cremefarbige---Kristalle,- F. = 315° C, nach vorangehenrri Ei=weichen; [a] D" -f- 128° (in Chloroform).
  • Beispiel 5 Dinatriumsalz von Glycyrrhetinsäure-hernisuccinat 1 Mol Glycyrrhetinsäure-hemisuccinat wurde mit einer verdünnten (5°/oigen) wäßrigen Lösung, die 2 Mol Natriumhydroxyd enthielt, verrieben. Die Lösung wurde filtriert und im Vakuum über konz. Schwefelsäure eingedampft. Das Natriumsalz wurde anschließend als eine gelblichweiße, wasserlösliche, feste Substanz erhalten.
  • Beispiel 6 Isonicotinsäurehydrazidsalz der Glycyrrhetinsäure 4,7 g Glycyrrhetinsäure werden in möglichst wenig Äthylalkohol gelöst und mit 1,37 g Isonicotinsäurehydrazid versetzt. Die Reaktionsmischung wurde zur Trockene verdampft und das erhaltene Salz aus wäßrigem Äthylalkohol umkristallisiert. Das Isonicotinsäurehydrazidsalz wurde in der Form farbloser feiner Nadeln erhalten; F. 292 bis 294° C; [a]D = + 162° @°/° in Chloroform).
  • Beispiel 7 2-Cholinsalz der Glycyrrhetinsäure 4,7 g Glycyrrhetinsäure werden in möglichst wenig Chloroform gelöst, 20 ccm Äthylalkohol und anschließend 5,5 ccm einer 60°/°igen Lösung von Cholinbicarbonat in Wasser hinzugegeben. Die Mischung wurde zur Trockene verdampft, wobei das Cholinsalz in Form eines farblosen Pulvers zurückblieb.
  • Beispiel 8 Glycyrrhetinsäurebutyrat 4,7 g Glycyrrhetinsäure wurden in 40 ccm Buttersäureanhydrid gelöst und 8 Stunden unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Die Mischung wurde dann in Wasser ausgegossen, der Niederschlag abfiltriert und anschließend aus einer Mischung von Chloroform und Methanol umkristallisiert. Das erhaltene Butyrat hat einen Schmelzpunkt von annähernd 325° C; [a]D = etwa + 140° (in Chloroform).
  • Beispiel 9 Glycyrrhetinsäuresalicylat 4,7 g Glycyrrhetinsäure wurden in 20 ccm Pyridin gelöst und mit 2 ccm o-Hydroxybenzoylchlorid, gelöst in 10 ccm Pyridin, versetzt. Die Mischung wurde anschließend 1 Stunde unter Rückfluß zum Sieden erhitzt, dann auf Eis ausgegossen und mit verdünnter Salzsäure angesäuert. Der Niederschlag wurde abfiltriert und aus wäßrigem Äthylalkohol umkristallisiert. Das erhaltene Salicylat schmolz bei etwa 200° C unter Zersetzung.
  • Beispiel 10 Glycyrrhetinsäuredihydrogenphosphat 4,7 g Glycyrrhetinsäure wurden in 20 ccm Pyridin gelöst und die Lösung auf 10°C abgekühlt. Dazu wurde dann langsam eine gekühlte Lösung von 22 ccm Phosphoroxychlorid in 10 ccm Pyridin gegeben. Nach 3stündigem Stehen wurde die Reaktionsmischung auf Eis gegossen und die Mischung mit wäßriger Salzsäure bis zur kongorotsauren Reaktion versetzt. Der Niederschlag wurde -abfiltriert,-_getrocknet und aus wäßrigem Äthylalkohol umkristallisiert. Däs`erhaltene]?ihydrogenphosphat schmolz bei etwa 205° C unter Zersetzung. Beispiel 11 Glycyrrhetinsäurehydrogensulfat 4,7 g Glycyrrhetinsäure wurden in 20 ccm Pyridin gelöst und die Lösung auf -10°C abgekühlt. Anschließend wurde eine gekühlte Lösung von 2 ccm Chlorsulfonsäure in 10 ccm Pyridin langsam hinzugefügt. Nach 3stündigem Stehen wurde die Mischung auf Eis gegossen und wäßrige Salzsäure bis zur kongorotsauren Reaktion hinzugefügt. Der Niederschlag wurde abfiltriert, getrocknet und aus wäßrigem Äthylalkohol umkristallisiert. Das erhaltene Hydrogensulfat schmolz bei etwa 245° C unter Zersetzung.
  • Beispiel 12 Dinatriumsalz des Glycyrrhetinsäuredihydrogenphosphats 5,5 g Glycyrrhetinsäuredihydrogenphosphat, erhalten nach Beispiel 10, wurden in Äthylalkohol suspendiert und ein genaues Äquivalent einer normalen wäßrigen Natriumhydroxydlösung (30 ccm) hinzugefügt. Die Lösung wurde zur Trockene verdampft, wobei das Dinatriumsalz zurückbleibt.
  • Beispiel 13 Kaliumsalz des Glycyrrhetinsäurehydrogensulfates 5,5g Glycyrrhetinsäurehydrogensulfat, erhalten nach Beispiel 11, wurden in Äthylalkohol suspendiert und ein genaues Äquivalent einer normalen wäßrigen Kaliumhydroxydlösung (26 ccm) hinzugefügt. Nach Verdampfen der Lösung zur Trockene erhält man das Kaliumsalz. .

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von pharmakologisch wirksamen Verbindungen der Glycyrrhetinsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man diese Säure in an sich bekannter Weise in ihre organischen Salze, in Acylderivate, in saure Ester und deren Alkalisalze überführt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Piperazin, N-Methylglutamin und Triäthanolamin als salzbildende organische Basen verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Propionsäure oder Bernsteinsäure oder deren funktionelle Derivate als Acylierungsmittel verwendet.
DEB49459A 1957-07-16 1958-07-01 Verfahren zur Herstellung von pharmakologisch wirksamen Verbindungen der Glycyrrhetinsaeure Pending DE1076684B (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0100516A3 (en) * 1982-07-26 1985-11-06 Societa Per Azioni I.S.F. 3-beta-(3'-(carboxypropionyloxy))-ursa-9(11),12-dience-28-carboxylic acid and its salts, process for its preparation and medicines containing these compounds
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WO2007105015A3 (en) * 2006-03-10 2008-03-27 York Pharma Plc DERIVATIVES OF 18ß-GLYCYRRHETINIC ACID

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