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Vorrichtung zum elektromagnetisch bewirkbaren Auslösen von Entladevorgängen
bei einem Kreisförderer Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Steuern eines
Kreisförderers, dessen an vorgewählten Stellen selbsttätig beladene Behälter an
ebenfalls vorgewählten Stellen selbsttätig entladen werden sollen, und befaßt sich
mit dem elektromagnetischen Auslösen der Entladevorgänge bei einem solchen Kreisförderer
mit in Art eines endlosen Zuges zusammengefaßten Behältern, die je eine bestimmte
Gutsorte an jeweils eine von mehreren nacheinander zu beschickenden Stellen, die
durch an den Behältern entsprechend der Gutsorte verschieden anbringbare kennzeichenartige
Auslöseglieder tvorherbestimmbar ist, nach Ausklinken ihrer Kippschalen abgeben.
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Die Betriebsweise soll hierbei derart sein, daß in einem Umlauf zwei
sich voneinander unterscheidende Sorten gefördert werden, wobei jedoch jeder der
einzelnen Behälter jeweils nur mit einer der ihm zugewiesenen Sorte beladen wird,
und daß die ver-- schiedenen Sorten an auf einem Teil der Förderstrecke angeordnete
Stellen nach eingestelltem Programm abgegeben werden. Hierbei kommt es nicht darauf
an, welche Stelle als erste beschickt wird, sondern es genügt vielmehr, daß nach
Abwicklung eines Umlaufes alle angewählten Stellen mit den ihnen zugewiesenen Sorten
beliefert sind. Dasselbe ist auch für die Beladung der Behälter zutreffend.
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Es sind Kreisförderer bekanntgeworden, bei denen die Behälter oder
Schaukeln mit Stationskennzeichen ausgerüstet sind. Diese Stationskennzeichen bestehen
hierbei entweder aus verstellbaren Kombinationsschaltern oder aus auswechselbaren
Kontakten, die an den einzelnen Stationen Gegenkontakte durchlaufen und bei Übereinstimmung
mit einem vorgewählten Schaltkontaktsystem Relais ansprechen lassen, die ihrerseits
einen Auslösemagneten oder irgendwelche andere Vorrichtung einschalten, wodurch
daun an der betreffenden Station der Be- oder Entladevorgang bewirkt wird.
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Bei diesen bekannten Kreisförderern besteht der Nachteil darin, daß
sowohl an den Behältern bzw.
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Schaukeln als auch an den Stationen eine verhältnismäßig große Anzahl
von Kontakten benötigt wird, was wiederum die Verlegung einer großen Anzahl von
Leitungen erforderlich macht. Die Kontakte sind außerdem noch dem Verschleiß unterworfen,
da sie bei jeder Durchfahrt der Behälter berührt werden, auch dann, wenn sie nicht
elektrisch in Wirkung treten. Auch erfordert die Montage einer derartigen Anlage
größte Sorgfalt und Genauigkeit, wenn eine sichere Kontaktgabe gewährleistet sein
soll und die Störanfälligkeit auf ein Minimum beschränkt bleiben soll. Die Einstellung
dieser Zielkeunzeichen zum Zwecke eines Förderprogramms erfordert große Aufmerksamkeit
und kann bei begangenen Bedie-
nungsfehlern, die nicht ohne weiteres erkennbar sind,
zu unliebsamen Folgen führen. Auch ist es bereits bekannt, mit dem Antrieb des Kreisförderers
eine Schaltwalze oder ein Schrittschaltwerk zu kuppeln und hierbei Kontakte in der
den Behältern oder Schaukeln entsprechenden Anzahl anzuordnen, die durch eine entsprechende
Schaltung mit elektromechanischen Ausklinkvorrichtungen in Verbindung stehen.
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Eine solche Anordnung bildet jedoch ein starres Förderprogramm und
ließe sich nur durch Umstekken der Kontakte verändern. Wird noch die Förderung verschiedener
Sorten verlangt, so erfordert dies eine weitere Anordnung von Schaltwalzen in einer
der Anzahl der Sorten entsprechenden Anzahl, wodurch die Schaltung außerdem noch
verwickelt und unübersichtlich wird, was eine große Anzahl von Bei tungen erfordert.
Der besondere Nachteil einer solchen Anlage besteht aber in der Notwendigkeit der
Synchronisierung der Schaltwalze mit dem Antrieb des Kreisförderers. Besondere Schwierigkeiten,
verbunden mit Betriebsstörungen, treten erfahrungsgemäß auch dann auf, wenn sich
nach längerer Betriebsdauer die Förderkette gestreckt hat In diesem Falle besteht
keine Übereinstimmung mehr zwischen Auslöseimpuls der Schaltwalze bzw. Auslösevorrichtung
und AusIöseglied am Behälter, da das Auslöseglied des Behälters die Auslösevorrichtung
bereits vor deren Ansprechen passiert hat.
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Ferner sind Kreis förderer bekanntgeworden, deren Behälter oder Schaukeln
mit auswechselbaren oder verstellbaren, als Stationskennzeichen dienenden Auslösegl
iedern
versehen sind. In Anlagen mit einer Vielzahl von Stationen stößt das Vorhaben jedoch
auf Schwierigkeiten, weil der Veränderlichkeit der Auslöseglieder an den Behältern
Grenzen gesetzt sind. Auch an den Stationen bereitet die Anordnung der Schaltglieder
Schwierigkeiten, da an jeder Station das Schaltglied derart angebaut werden muß,
daß es von einem der Station nicht zugeordneten Auslöseglied eines die Station durchlaufenden
Behälters nicht getroffen wird.
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Weiterhin ist eine Einrichtung zur Vorspeicherung aller Fahrten eines
aufzuteilenden Zuges bekanntgeworden, bei der die Fahrten im gemeinsamen Vorspeicher
durch Betätigung von Kontakten vorbereitet werden, wobei noch außer dem Vorspeicher
an den Weichen sogenannte Schaltspeicher angeordnet sind, die durch Befahren von
Schienenkontakten die selbsttätige Weichenstellung bewirken. Als maßgebende Hilfsmittel
zur Durchführung des Ablaufprogramms sind dabei Schrittschalter und Fortscbalimagnete
angegeben. Eine solche Einrichtung kann aber lediglich der Zusammenstellung oder
auch Auflösung eine.
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Wagenzuges dienen und ist für die Steuerung der Be- und Entladevorgänge
eines Kreisförderers nicht geeignet, da sie die den Kreisförderern gemeinsame Eigenschaft
der Untrennbarkeit des Behälterzuges einerseits und der Be- oder Entladung bestimmter
Behälter an bestimmten Stellen zum anderen vermissen läßt und auch ihrem Wesen nach
nicht erfüllen kann.
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Durch die Erfindung wird das elektrisch bewirkt barke - Auslösen
von Entladevorgängen bei einem Kreisförderer dadurch wesentlich vereinfacht, daß
an jeder Abgabestelle je Auslöseglied eines Behälters ein dem Einschalten eines
in einer Wählerzentrale für jede Abgabestelle vorhandenen, vorbereitbaren Stromkreises
dem Ausklinkvorgang dienender gleichartiger einpoliger Entladeschalter vorgesehen
ist, der nach Betätigung durch das betreffende Auslöseglied je nach Vorwahl in der
Wählerzentrale entweder den Ausklinlvorgang für nur einen Behälter des Zuges oder
den für zwei Behälter des Zuges veranlaßt.
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Bei einem Kreisförderer nach der Erfindung werden sowohl Behälter
als auch Stationen mittels einer Wählerzentrale in Gruppen aufgeteilt. Jeder Gruppe
ist eine bestimmte Sorte des Fördergutes zugeordnet.
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Die Anzahl der Behälter und der Stationen kann beliebig sein. Die
Behälter erhalten je einen Anschlag als Auslöseglied, der hinsichtlich seiner Lage
auswechselbar ist. Das Auslöseglied dient sowohl als Stationsgruppenkennzeichen
als auch als Sortenwähler. Eine Zugehörigkeit eines bestimmten Behälters zu einer
bestimmten Station besteht nicht; die Auslösereihenfolge wird vielmehr entsprechend
den vorgewählten Stationen durch die Behälter selbst geregelt, d. h., der erste
im Behälterzug befindliche Behälter der Sorte 1 bewirkt beim Einfahren in die Stationsgruppe
I die Auslösung in deren erster Station, der zweite Behälter der Sorte I löst in
deren zweiter Station aus usf. Hierbei besteht durchaus die Möglichkeit, daß sich
zwischen den Behältern einer Sorte I ein Behälter einer Sorte II befindet.
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Dieser Behälter würde erst dann auslösen, wenn er die erste Station
seiner zugeordneten Gruppe erreicht, sofern diese noch nicht der Auslösung unterworfen
wurde. Wahlweise können auch zwei Auslösungen an den Stationen bewirkt werden.
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Die Anordnung der Auslöseglieder ist an den Behaltern derart getroffen,
daß sie nach erfolgtem Ausklinken der Kippschale selbsttätig- aus dem Bereich
der
Auslösevorrichtung der folgenden Stationen gelangen. Dies ist ein weiteres Merkmal
der Erfindung.
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Die ausgelösten, d. h. zum Entladen gekippten Behälterkippschalen
werden nach Durchlauf der letzten aller Stationen selbsttätig wieder eingeklinkt.
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Der Betrieb des Kreisförderers ist intennittierend, d. h. nach erfolgtem
Durchlauf des gesamten Behälter zuges durch sämtliche Stationen wird der Kreisförderer
selbsttätig stillgesetzt. Soll sich der Durchlauf wiederholen, ist erneute Einschaltung
erforderlich.
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Mittels eines Umschalters kann jedoch auch ein kontinuierlicher Betrieb
erzielt werden.
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Das Ausklinken der Behälterkippschalen erfolgt in bekannter Weise
durch Elektromagnete, die an jeder der vorhandenen Stationen angeordnet sind. Die
Elektromagnete erhalten die Stromimpulse durch Auslöse- oder Entladeschalter, die
an den Stationen angeordnet sind und jeweils durch die an den Behältern befindlichen
Auslöseglieder betätigt werden. Die Entladeschalter kehren nach jeweiligem Durchlauf
eines Behälters stets in ihre Grundstellung zurück.
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Die elektrische Wirksamkeit der Entladeschalter ist von entsprechenden
Schalterstellungen in der Wählerzentrale abhängig. Aus Sicherheitsgründen werden
die Impulse der Entladeschalter von Zwischenrelais in der Wählerzentrale übernommen
und an die Anslösemagneten weitervermittelt.
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Jede der Stationen erhält zwei Entlade- oder Auslöseschalter, und
zwar den einen für die Sorte I und den anderen für die Sorte II. Die Beladestelle
enthält Aufgabestellen für die Sorten I und II. Die Bctätigung der Aufgabestellen
erfolgt elektromechanisch. Die Impulse werden durch Aufgabeschalter vermittelt.
Die Betätigung der Aufgabeschalter erfolgt durch die an den Behältern des Kreisförderers
hefindlichen Anschläge. Die elektrische Wirksamkeit der Aufgabeschalter ist von
entsprechenden Schalterstellungen in der Wählerzentrale abhängig.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt. Der Einfachheit halber wurden nur die zur Erläuterung der Erfindung
notwendigen Teile gezeichnet. Hierbei zeigt Fig. 1 das Schema einer Kreisförderanlage,
Fig. 2 das Stromlaufbild der Steuerung für den Antrieb des Kreisförderers, Fig.
3 das Stromlaufbild der Steuerung für eine der an den Abgabestellen des Kreisförderers
vorgesehenen Behälter-Entladevorrichtungen.
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Die Behälterl sind an der Kette2 des Kreisförderers derart angeordnet,
daß sie einen Zug mit Anfangs- und Endbehälter bilden. Die Anzahl der Behälter sowie
die Abstände zwischen diesen sind für die Erfindung belanglos, maßgebend ist lediglich,
daß bei Durchfahrt des letzten Behälters durch die letzte Abgabestelle der erste
Behälter des Zuges die erste Abgabestelle noch nicht wieder erreicht.
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Die Anfangsstellung des Behälterzuges möge die in Fig. 1 dargestellte
sein. Diese Stellung wird durch einen Streckenendschalter 3 iiberwacht, der, gesteuert
durch ein mit dem Zug umlaufendes Schaltglied 4, auf die Steuerung des nicht dargestellten
Antriebes des Kreisförderers einwirkt.
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Die Behälter 1 sind mit auswechselbaren Auslösegliedern in Form von
Anschlägen 5 oder 6 versehen.
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Diese Anschläge sind bestimmend für die Sorte, die jeweils in den
Behälter eingebracht und einer Abgabestelle der betreffenden Gruppe zugeführt werden
soll. Jeder der Behälter 1 besitzt jeweils nur einen der Anschläge 5 oder 6, die
entsprechend einem wählbaren Programm verwendet werden. Die Anondnung
der
Anschläge 5 oder 6 an den Behältern 1 ist derart, daß nach Ausklinken der Behälterkippschale
der Anschlag aus seinem Wirkungsbereich gelangt, -also weiterhin einen Auslösevorgang
so lange nicht mehr hervorrufen kann, bis die Kippschale des Behälters wieder eingeklinkt
ist. Das Einklinken der Kippschale erfolgt selbsttätig hinter der letzten Abgabestation
durch eine beliebige Vorrichtung und ist nicht Gegenstand der Erfindung. Ferner
ist dafür gesorgt, daß die Anschlägen bzw. 6 beim Ausklinken der Kippschale aus
dem Wirkungsbereich gehracht werden.
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An jeder der Abgabestellen 7 ist eine Entladevorrichtung 8 angeordnet.
Eine solche Entladevorrichtung arbeitet in bekannter Weise derart, daß beim Einschalten
eines Elektromagneten ein Stößel in den Bereich der Ausklinkvorrichtung gebracht
wird, der dann das Ausklinken der Kippschale bewirkt.
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Für die Betätigung der Entladevorrichtungen 8 sind an jeder Abgabestelle
7 zwei Entladeschalter 9 und 10 angeordnet, die ihre Betätigung durch die Anschlägen
oder 6 der Behälter 1 erfahren. Die elektrische Wirksamkeit dieser Entladeschalter
ist abhängig von Schalterstellungen und Vorgängen in einer Wählerzentrale 11. Die
Gruppe der Entladeschalter 9 möge für die Fördersorte I und die Gruppe der Entladeschalter
10 für die Fördergruppe II bestimmt sein, d. h., die Behälter 1 mit den Anschlägen
5 mögen die Sorte I fördern, und deren Anschläge 5 mögen auf die Schalter 9 einwirken,
während die Behälter 1 mit den Anschlägen 6 die Sorte II fördern und auf die Schalter
10 einwirken.
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Durch entsprechende Einstellung von Schaltern an der Wählerzentralell
wird vorbestimmt, welche Sorte nach welcher Abgabestelle 7 gelangen soll.
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Die Entladeschalter 9, 10 haben die Eigenschaft, daß sie nach ihrer
Betätigung selbsttätig in ihre Grundstellung zurückkehren, wobei jedoch die Kontaktverbindung
erst nach Ablauf einer gewissen Zeit unterbrochen wird. Dies wird erreicht durch
die Anwendung einer an sich bekannten Quecksilberkippröhre, deren Kontakte durch
das Quecksilber unverzögert geschlossen, jedoch verzögert geöffnet werden.
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Die Beladung der Behälter 1 des Kreisförderers erfolgt an den Sortenaufgabestellen
I bzw. II, die jeweils durch die Anschlägen bzw. 6 der daran vorbeifahrenden Behälter
1 ausgelöst werden.
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Die Inbetriebsetzung des Kreisförderers ist gemäß Fig. 2 einfach.
Beim Drücken des Tasters 17 schaltet das Schütz 18 ein und hält sich trotz Lösen
des Tasters 17 über seinen Kontakt 18 in Einschaltstellung. Die nicht gezeichneten
Hauptkontakte von Schütz18 schalten den Antriebsmotor des Kreisförderers ein, so
daß dieser zu laufen beginnt. Der Kreisförderer läuft so lange, bis das Schaltglied
4 den Streckenendschalter 3 betätigt. Dadurch wird ein Hilfsschütz 19 eingeschaltet,
das - einen Kontakt 19 a schließt und einen Kontakt 19 b öffnet. Kontakt 19 a schließt
sich bereits vor der Öffnung des Kontaktes 19 b, so daß eine Nebenschlußverbindung
zum Schütz 18 hergestellt wird; die das Öffnen des Kontaktes 19 b zunächst noch
wirkungslos macht. Inzwischen hat aber das Schaltglied 4 das Betätigungsglied des
Schalters 3 wieder verlassen, so daß dieser Schalter das Bestreben- hat, in seine
Grundstellung zurückzugehen.
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Nach Ablauf einiger Zeit wird sich daher der Kontakt 3 a öffnen und
das Hilfsschütz 19 abschalten.
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Dadurch wird Kontakt 19a geöffnet, das Schütz 18
wird abgeschaltet,
und der Antriebsmotor des Kreisförderers kommt zum Stillstand. Durch eine solche
Schaltung wird mit Sicherheit erreicht, daß der Streckenendschalter 3 nach jeder
Betätigung in die Grundstellung gelangt und die Anlage jederzeit ohne Schwierigkeit
wieder einschaltbereit ist. Mittels eines Ausschalttasters 20 kann der Kreisförderer
jederzeit an beliebiger Stelle in bekannter Weise durch Unterbrechen der Steuerleitung
bei Bedarf stillgesetzt werden.
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In der Fig. 3 ist eine Steuerung dargestellt, die der Abgabe einer
Sorte an einer Abgabestelle 7 dient. Da die Anlage für die Förderung von zwei Sorten
I und II eingerichtet ist, sind für jede Abgabestelle 7 zwei derartige Steuerungen
vorgesehen.
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Die Schaltung ist derart getroffen, daß wahlweise entweder nur eine
oder auch zwei Abgaben an einer Stelle erfolgen können.
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Die Schaltgeräte sind mit Ausnahme der Entladeschalter in der Wählerzentrale
11 untergebracht und entsprechend verdrahtet. Die in Fig. 3 dargestellte Steuerung
möge der Abgabe der Sorte I dienen, so daß für die Einleitung des Auslösevorganges
ein Entladeschalter 9 in Betracht käme. Soll an der Abgabestelle7 nur eine Abgabe
erfolgen, so ist an der Wählerzentrale 11 der Schalter 27 zu schließen, während
der Schalter28, 28' in Offenstellung verbleibt. Hierauf ist ein Drucktaster 29 zu
betätigen, so daß sich dessen Kontakte29al und 29a2 schließen und wieder öffnen.
Der Kontakt 29a2 bleibt wirkungslos, während Kontakt 29al ein Hilfsschütz 30 einschaltet,
das seinen Kontakt 30 b schnell öffnet und hierauf seine Kontakte30ai und 30a2 schließt.
Der Kontakt 30al hält das Schütz 30 in Einschaltungsstellung, während der Kontakt
30a2 den Steuerstromkreis für das Schütz 31 vorbereitet, dasselbe jedoch noch nicht
einschaltet. Gelangt nun der Anschlag5 eines Behälters 1 des Kreisförderers in den
Bereich des Entladeschalters 9, so schließt sich dessen Kontakt 9 ci, wodurch das
Schütz 31 eingeschaltet wird, das seinen Kontakt3la schnell schließt und seine Kontakte
31 b 1 und 31 b 2 öffnet. Der Kontakt 31a dient der Überbrückung des Kontalftes
30a2. Durch das Öffnen des Kontaktes 31 b 1 wird das Hilfsschütz 30 abgeschaltet,
so daß sich die Kontakte 30au und 30a2 öffnen, während sich der Kontakt30b schließt.
Die nicht gezeichneten Hauptkontakte des Schützes 31 schalten die Auslösevorrichtung
8 ein, welche das Ausklinken der Kippschale des Behälters 1 bewirkt.
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Inzwischen verläßt der Anschlag 5 das Betätigungsglied des Entladeschalters
9, so daß dieser das Bestreben hat, in seine Grundstellung zurückzugehen. Um aber
mit Sicherheit eine restlose Entleerung des Behälters 1 zu erzielen, öffnet sich
der Entladeschalter 9a erst nach Ablauf einer gewissen Zeit, worauf dann das Schütz
31 abgeschaltet wird und die Auslösevorrichtung 8 außer Wirkung tritt.
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Alle weiteren Betätigungen dieses Entladeschalters 9 durch Anschlägen
der nachfolgenden Behälter 1 wären elektrisch wirkungslos, d. h., sie können nur
noch bei nachfolgenden Abgabestellen wirken, bei denen die Kontakte des Hilfsschützes
30 noch geschlossen sind. Andererseits kann aber auch der Anschlag 5 eines ausgelösten
Behälters 1 auf einen noch vor ihm liegenden Entladeschalter 9 weder mechanisch
noch elektrisch wirken, da er beim Ausklinken der Kippschale des Behälters zwangläufig
aus dem Bereich der Entladeschalter 9 gebracht wird. Diese Maßnahme schließt Fehlschaltungen
völlig aus.
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Sollen an einer Abgabestelle 7 zwei Abgaben erfolgen, so ist an der
Wählerzentrale 11 der Schalter 28, 28' zu schließen, während der Schalter 27 in
Offenstellung verbleibt. Hierauf ist ebenfalls der Drucktaster 29 zu betätigen,
so daß sich dessen Kontakte 29al und 29a2 schließen und wieder öffnen.
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Hierdurch werden die Hilfsschütze 30 und 32 eingeschaltet, die sich
über ihre Kontakte 30 cii und 32ei in Einschaltstellung halten und mit den Kontakten
30a2 und 32a2 Steuerstromkreise vorbereiten, die zunächst noch wirkungslos sind.
Gelangt der Anschlag 5 eines Behälters 1 in den Bereich des Entladeschalters 9,
so schaltet dessen Kontakt das Schütz 31 ein, das sich über seinen Kontakte mit
dem Kontakt 30a2 in ParallelschaEtung hält und seine Kontakte 31bl und 3Ib2 öffnet.
Durch das Öffnen des Kontaktes 31b1 wird das Hilfsschütz 30 abgeschaltet, das hierauf
seine Kontakte 30ai und 30a2 öffnet und den Kontakt 30 b schließt. Außerdem schaltet
das Schütz 31 die Auslösevorrichtung 8 ein, welche die Ausklinknng der Kippschale
bewirkt. Hat der Anschlag 5 den Schalter 9 verlassen, so öffnet sich dessen Kontakt
9a nach einiger Zeit, so daß Schütz 31 abschaltet, die Auslösevorrichtung 8 außer
Wirkung bringt und den Kontakt 31 a öffnet sowie die Kontakte31St und 31b2 schließt.
Gelangt nun erneut ein Anschlag 5 eines folgenden Behälters 1 in den Bereich des
Ent-Iadeschalters9, so wird über den Rontakt32a2 des immer noch in Einschaltstellung
befindlichen Hilfsschützes 32 ein Hilfsschiitz 33 eingeschaltet, das seine Kontakte
33 cii und 33a2 schließt und die Kontakte33bI und 33 2 öffnet. Kontakt 33a1 iiberbrückt
den Kontakt32a2, Kontakt 33 a 2 schaltet das Schütz 31 und damit die Auslösevorrichtung
8 ein, so daß an der Abgabestelle 7 die gewünschte Ausklinkung des zweiten Behälters
1 erfolgt. Das Öffnen des Kontaktes 33 b 1 bewirkt die Abschaltung des Hilfsschützes
32, das seine Kontakte 32 cii und 32a2 öffnet.
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Verläßt der Anschlag 5 den Schalter 9 und schaltet dieser aus, so
erfolgt Abschaltung des Hilfsschützes33, das seine Kontakte 33 cii und 33a2 öffnet,
so daß auch das Schütz 31 abschaltet und die Auslösevorrichtung außer Wirkung bringt.
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Entsprechend wickeln sich die gleichen Vorgänge bei allen solchen
Abgabestellen 7 ab, für die an der Wählerzentrale 11 ein Schalter 27 oder 2&
eingeschaltet wurde. Bei Abgabestellen 7, für die ein Schalter27 oder 28 nicht eingeschaltet
wurde, bleiben die Betätigungen der Entladeschalter 9 bzw. 10 durch die Anschläge
5 oder 6 elektrisch wirkungs-Ios, so daß an solchen Stellen eine Ausklinkung der
Kippsehalen nicht erfolgen kann.
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Die Schalteinrichtungen gemäß der Erfindung bieten gegenüber bekannten
Verfahren und Einrichtungen außer der Möglichkeit, an einer zentral wählbaren Abgabestelle
auch das Entladen von mehr als einem der Behälter des Behälterzuges veranlassen
zu können, den Vorteil, daß als Entladeschalter nur eine einheitliche, für alle
Stationen verwendbare Type benötigt wird, wodurch die Anlagekosten weitgehend herabgemindert
werden. Außerdem bietet eine nach der Erfindung gebaute Anlage eine weitaus größere
Betriebssicherheit, weil sich sowohl Schalter als auch die Schaltung durch besondere
Einfachheit auszeichnen.
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Die Erfindung ist nicht an die dargestellte und beschriebene Ausführungsform
gebunden, sondern kann auch unter Beibehaltung des Erfindungsgedankens eine andere
Ausgestaltung erhalten. So wäre es beispieIsweise möglich, an Stelle der mit Verzögerung
arbeitenden Entladeschalter solche ohne Verzögerung zu verwenden und die Verzögerung
durch in die Wählerzentrale eingebaute Zeitschalter zu erwirken. Auch könnte die
Schalteinrichtung noch derart erweitert werden, daß die Schaltvorgänge durch Lichtzeichen
oder akustische Signale angezeigt werden. Aus Gründen der Unfallverhütungkönnte
noch eine an sich bekannte Schalteinrichtung vorgesehen werden, die das Einschalten
der Maschinen erst nach vorangegangener Abgabe eines Warnsignals ermöglichen. Es
ist selbstverständlich, daß eine Anlage nach der Erfindung auch für die Förderung
nur einer Sorte sowie mehr als zwei Sorten gebaut werden kann.